Ulm-Radolfzell nicht mehr buchbar (Fahrkarten und Angebote)

Mike65, Sonntag, 09.12.2018, 22:23 (vor 2659 Tagen)

Seit dem heutigen Tarifwechsel ist die Verbindung Ulm-Radolfzell über Immendingen nicht mehr buchbar. Sie erscheint zwar weiterhin als Vorschlag, aber mit dem Hinweis "Preisauskunft nicht möglich". Ich vermute einen Fehler im System in Verbindung mit dem neuen BW-Tarif. Die Verbindung über Friedrichshafen wird bepreist, ist aber wegen Streckensperrung und SEV viel langsamer und unbequemer.

Besteht evtl. eine Chance, ein Ticket am Automaten zu kaufen? In wieweit ist der neue Tarif streckengebunden, d.h. kann ich Ulm-Radolfzell über Friedrichshafen buchen, aber über Immendingen fahren?

bwegt-Tarif startet mit Lücken

IC Schwarzwald, XFSTH, Sonntag, 09.12.2018, 22:49 (vor 2659 Tagen) @ Mike65

Ich vermute einen Fehler im System in Verbindung mit dem neuen BW-Tarif. Die Verbindung über Friedrichshafen wird bepreist, ist aber wegen Streckensperrung und SEV viel langsamer und unbequemer.

Deine Vermutung ist vermutlich richtig. Habe auch schon andere zerschossene Relationen gefunden. Und diese gab es dann auch vorhin beim Test am Automaten nicht.

Online und am Automaten erscheint das dann so, dass das BW-Ticket (Tageskarte) als "Sparangebot" angeboten wird, für den neuen Standardtarif "bwEINFACH" oder "bwNormalpreis" am Automaten kein Preis ausgegeben wird. Eigentlich dürfte man ohne Fahrschein einsteigen und losfahren, wenn am Abfahrtsbahnhof keine Fahrkarten verkauft werden können.

Es geht aber noch viel schlimmer: Einige Relationen haben auch noch falsche Tarifkilometer eingetragen, am schlimmsten bisher 31 statt 11 Tarifkilometer. Mit entsprechendem finanziellen Unterschied.

Habe meine fehlerhaften Relationen schon beim Ministerium gemeldet, aber offenbar besteht ein grundsätzliches Problem. Hätte man mal mehr Geld in die technische Umsetzung anstatt in die fette Werbekampagne gesteckt...

Liebe Grüße
IC

bwegt-Tarif startet mit Lücken

Mike65, Montag, 10.12.2018, 00:44 (vor 2659 Tagen) @ IC Schwarzwald

Vielen Dank für die Antwort, ich bin offensichtlich nicht der Einzige mit Problemen beim neuen Tarif.

Online und am Automaten erscheint das dann so, dass das BW-Ticket (Tageskarte) als "Sparangebot" angeboten wird, für den neuen Standardtarif "bwEINFACH" oder "bwNormalpreis" am Automaten kein Preis ausgegeben wird.

Das BW Ticket hätte ich gerne genutzt, da ich am selben Tag zurück fahre; da ist es günstiger als BW Hin und Rück. Leider bei mir nicht möglich, da die Abfahrt vor 9:00 ist.

Eigentlich dürfte man ohne Fahrschein einsteigen und losfahren, wenn am Abfahrtsbahnhof keine Fahrkarten verkauft werden können.

Wenn es gar nicht anders geht, werde ich eben die Relation über Friedrichshafen buchen und auf einen verständnisvollen ZuB hoffen. Die sind hier im allgemeinen recht nett :-)

Ich habe mal in den - schwer zu findenden Tarifbestimmungen nachgelesen:

Fahrausweise ohne Wegeangabe gelten nur für direkte, verkehrsübliche Wegverbindungen. Als verkehrsüblich ist die Wegverbindung anzusehen, deren Fahrzeit zum jeweiligen Abfahrtszeitpunkt höchstens 50% länger ist als die der schnellsten Wegverbindung, oder die Wegeverbindung mit der geringsten Anzahl an Umsteigevorgängen.

Das würde auf die Verbindung über Immendingen auf jeden Fall zutreffen. Allerdings scheint es auch Tickets mit Via-Angabe zu geben, leider kann man das wohl erst nach der Buchung erkennen.

Kurioserweise werden jetzt auf der Relation Konstanz in der 2.Klasse 5 verschiedene Tarife angeboten: Supersparpreis, Sparpreis, der neue BW-Tarif, das BW-Ticket und der Flexpreis. Letzteren hätte man durchaus streichen können.

Nebenbei: Sind jetzt endlich die Schnellbusverbindungen von und nach Konstanz im Verbund? bisher musste man auf der Fähre immer noch extra löhnen.

Beste Grüße

Mike

Ulm - Radolfzell über Immendingen

Co_Tabara-98, Hannover, Dienstag, 11.12.2018, 01:01 (vor 2658 Tagen) @ Mike65

Fahrausweise ohne Wegeangabe gelten nur für direkte, verkehrsübliche Wegverbindungen. Als verkehrsüblich ist die Wegverbindung anzusehen, deren Fahrzeit zum jeweiligen Abfahrtszeitpunkt höchstens 50% länger ist als die der schnellsten Wegverbindung, oder die Wegeverbindung mit der geringsten Anzahl an Umsteigevorgängen.

Das würde auf die Verbindung über Immendingen auf jeden Fall zutreffen. Allerdings scheint es auch Tickets mit Via-Angabe zu geben, leider kann man das wohl erst nach der Buchung erkennen.

Blaustein - Radolfzell über Friedrichshafen kostet 22,10 Euro, über Immendingen jedoch 23,80. Die Strecke wird also schon berücksichtigt bei der Preisfindung.

Da scheint ein Ulmer Programmierer eine Abneigung gegen Radolfzell zu haben, oder umgekehrt, denn wie sonst ist Folgendes zu erklären:

Ulm - Böhringen-Rickelshausen (liegt zwischen Singen und Radolfzell) über Immendingen: 23,20
Ulm - Radolfzell über Immendingen: kein Preis
Ulm - Allensbach über Immendingen/Radolfzell: 25,20

Blaustein - Radolfzell über Immendingen: 23,80

Ulm - Radolfzell über Friedrichshafen: 22,10

Ulm - Gammertingen (ab Sigmaringen: Hohenzollerische Landesbahn): 18,10
Ulm - Haselbrunn (ab Radolfzell: Hohenzollerische Landesbahn): 36,70 bzw. 40,00 (DB-Flexpreis)

Erstaunlich günstig

Co_Tabara-98, Hannover, Dienstag, 11.12.2018, 02:29 (vor 2658 Tagen) @ Co_Tabara-98

Bevor wir uns über die Feinheiten aufregen, freuen wir uns doch lieber zuerst darüber, dass Preissenkungen heutzutage noch möglich sind.
Die Nahverkehrs-Flexpreise sind in BaWü jetzt wieder eine Alternative zum FV-Preis, insbesondere günstigen Sparpreisen, und dem BW-Ticket.
Man vergleiche einfach zwei bayerische Ulmer "Vororte": Unterelchingen - Stuttgart 15,50 ohne Bahncard (hier gilt der Landestarif), Senden - Stuttgart 24,60 (DB-Flexpreis).

Erstaunlich günstig

Norddeich, Dienstag, 11.12.2018, 03:08 (vor 2658 Tagen) @ Co_Tabara-98

Bevor wir uns über die Feinheiten aufregen, freuen wir uns doch lieber zuerst darüber, dass Preissenkungen heutzutage noch möglich sind.

Ich bin auch positiv überrascht!

Preisobergrenze

Mike65, Dienstag, 11.12.2018, 22:55 (vor 2657 Tagen) @ Co_Tabara-98

Ulm - Haselbrunn (ab Radolfzell: Hohenzollerische Landesbahn): 36,70 bzw. 40,00 (DB-Flexpreis)

Wie kann denn das sein? Laut neuem Tarif gilt doch eine Preisobergrenze von 29,80 €.
https://www.bwegt.de/ihr-nahverkehr/bwtarif/bwtarif-und-bahncard/
Oder ist die HZL da wieder ausgeschert?

Preisobergrenze

Co_Tabara-98, Hannover, Mittwoch, 12.12.2018, 00:34 (vor 2657 Tagen) @ Mike65

Ulm - Haselbrunn (ab Radolfzell: Hohenzollerische Landesbahn): 36,70 bzw. 40,00 (DB-Flexpreis)


Wie kann denn das sein? Laut neuem Tarif gilt doch eine Preisobergrenze von 29,80 €.
https://www.bwegt.de/ihr-nahverkehr/bwtarif/bwtarif-und-bahncard/
Oder ist die HZL da wieder ausgeschert?

Da an anderer Stelle die HzL integriert ist, scheint es mir eher so, dass da ein paar Haltestellen vergessen wurden beim BW-Tarif und die DB ersatzweise den eigenen Tarif ausweist.

Preisobergrenze

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 12.12.2018, 01:13 (vor 2657 Tagen) @ Co_Tabara-98

Ulm - Haselbrunn (ab Radolfzell: Hohenzollerische Landesbahn): 36,70 bzw. 40,00 (DB-Flexpreis)


Wie kann denn das sein? Laut neuem Tarif gilt doch eine Preisobergrenze von 29,80 €.
https://www.bwegt.de/ihr-nahverkehr/bwtarif/bwtarif-und-bahncard/
Oder ist die HZL da wieder ausgeschert?


Da an anderer Stelle die HzL integriert ist, scheint es mir eher so, dass da ein paar Haltestellen vergessen wurden beim BW-Tarif und die DB ersatzweise den eigenen Tarif ausweist.

...oder dass die DB Vertrieb den bwTarif nicht sauber umgesetzt hat...

--
Weg mit dem 4744!

bwegt-Tarif startet mit Lücken

JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 10.12.2018, 08:01 (vor 2659 Tagen) @ IC Schwarzwald

Online und am Automaten erscheint das dann so, dass das BW-Ticket (Tageskarte) als "Sparangebot" angeboten wird, für den neuen Standardtarif "bwEINFACH" oder "bwNormalpreis" am Automaten kein Preis ausgegeben wird.

Das ist aber doch auch im „normalen“ C-Tarif so?

--
Weg mit dem 4744!

bwegt-Tarif startet mit Lücken und Fehlern

s103, Montag, 10.12.2018, 20:06 (vor 2658 Tagen) @ IC Schwarzwald

Hallo allerseits,

Bei Buchung über die Deutsche Bahn (App und Online) kommt es auch zu fehlerhaften Anschlussmobilitätsauswahlen.

Mein Eindruck ist, dass die Preisberechnung sich nun an Grenzen der Tarifzonen, -waben, -blasen (oder wie auch immmer die Einteilung im jeweiligen Verkehrsverbund heißt) orientiert.

Von Osten her in Richtung Stuttgart bekommt man von Ulm bis Stuttgart-Obertürkheim (VVS-Zonengrenze) ein Ticket Bahn bis dorthin mit Anschluss in Tarifzone 31 (Esslingen) zum Preis von €12,70.
Bis Stuttgart-Untertürkheim (VVS-Zone 20) gibt es ein Ticket Bahn bis Stuttgart-Bad Cannstatt mit Anschluss in dieser Tarifzone 20 zu €14,30, d. h. ausweislich auf dem Ticket per Bahn weiter als angegeben. Gibt man "Wangen Marktplatz, Stuttgart" als Ziel an, bekommt man ein Ticket ebenfalls zu €14,30, allerdings steht abweichend als Verbindung "Ulm - Stuttgart" drauf, gemeint dürfte weiter die Zone 20 (und nicht noch mehr mit 10 inkl. Stuttgart Hbf) sein - sieht man aber online und in der App nicht (bevor man bezahlt).

Bis hierhin ist es nur etwas intransparent, weil man die Grenzen der Anschlussmobilität nicht erkennen kann, bevor man das Ticket gekauft hat. Es kann sich durch die Gebietseinteilung des Zielverbunds ergeben, dass sie genau zur unerwünschten Seite inkludiert ist.

Und genau das passiert, wenn man als Ziel "Uhlbach, Stuttgart" eingibt: Auch €12,70 mit Tarifzone 31, die angegebene Busverbindung bewegt sich allerdings klar und eindeutig in Tarifzone 20, womit ein separates Ticket erforderlich wäre, was im Sinn des durchgehenden Tarifs am Ziel vorbei und natürlich deutlich teuer ist.
Wenn der Kunde dies im Voraus erkennen würde, sollte er stattdessen bis z. B. Untertürkheim buchen und bis Uhlbach fahren, was recht umständlich ist.

Vermutlich ist diese Haltestelle in den Tabellen falsch zugeordnet. Solche Anfangsschwierigkeiten wird man hoffentlich noch beseitigen. Da die genauen Tarife vor dem Fahrplanwechsel derart unveröffentlicht waren - zumindest konnte ich trotz ernsthafter Suche nichts aufstöbern - war es der Öffentlichkeit nicht möglich, Fehler zu finden.

Gruß
Gero

bwegt-Tarif startet mit Lücken und Fehlern

s103, Montag, 10.12.2018, 23:25 (vor 2658 Tagen) @ s103

Hier habe ich nun doch noch etwas gefunden:
Tarifbestimmungen des Baden-Württemberg-Tarifs

In Anlage 6 ist aufgeführt, dass es für Stuttgart nur ein Tarifgebiet bestehend aus den beiden VVS-Zonen 10/20 gibt (die nächstes Jahr ohnehin zusammengelegt werden).

Demnach sollten alle Stuttgarter Ziele, die nicht auf der VVS-Tarifgrenze liegen, bei Fahrten von außen preisgleich sein. Das wäre dann ja nicht schwer zu implementieren.

? Fahren ohne Fahrkarte?

martarosenberg, Montag, 10.12.2018, 13:43 (vor 2658 Tagen) @ Mike65

Seit dem heutigen Tarifwechsel ist die Verbindung Ulm-Radolfzell über Immendingen nicht mehr buchbar. Sie erscheint zwar weiterhin als Vorschlag, aber mit dem Hinweis "Preisauskunft nicht möglich". Ich vermute einen Fehler im System in Verbindung mit dem neuen BW-Tarif. Die Verbindung über Friedrichshafen wird bepreist, ist aber wegen Streckensperrung und SEV viel langsamer und unbequemer.

Besteht evtl. eine Chance, ein Ticket am Automaten zu kaufen? In wieweit ist der neue Tarif streckengebunden, d.h. kann ich Ulm-Radolfzell über Friedrichshafen buchen, aber über Immendingen fahren?

Bzw., wenn keine Fahrkarte erstellbar ist: Was passiert, wenn man dann ohne Fährt? Ist ja nicht das Verschulden des Fahrgastes ...

Im NDS-Tarif gibt es viele ähnlich blöde Dinge (wobei es meistens "nur" kleine Umwege betrifft).

? Fahren ohne Fahrkarte?

JanZ, HB, Montag, 10.12.2018, 14:00 (vor 2658 Tagen) @ martarosenberg

Bzw., wenn keine Fahrkarte erstellbar ist: Was passiert, wenn man dann ohne Fährt? Ist ja nicht das Verschulden des Fahrgastes ...

Dann fährst du schwarz. Gemäß Punkt 2.2 der BB müsstest du zumindest eine Fahrkarte für die Anfangsstrecke kaufen und könntest die dann im Zug anrechnen lassen. Sollte in Richtung des Fahrtziels überhaupt keine Fahrkarte erhältlich sein, gelten vermutlich die Regelungen für defekte Fahrscheinautomaten.

In der Praxis leider schwer gangbar.

martarosenberg, Montag, 10.12.2018, 14:24 (vor 2658 Tagen) @ JanZ

Bzw., wenn keine Fahrkarte erstellbar ist: Was passiert, wenn man dann ohne Fährt? Ist ja nicht das Verschulden des Fahrgastes ...


Dann fährst du schwarz. Gemäß Punkt 2.2 der BB müsstest du zumindest eine Fahrkarte für die Anfangsstrecke kaufen und könntest die dann im Zug anrechnen lassen.

Und welchem Fahrgast ist zuzumuten, zu wissen, welche Fahrziele auf dem Weg sind und diese durchzuprobieren? Also auch überhaupt erstmal auf die Idee zu kommen, dass sowas dann geht?

Und: In der Praxis funktioniert nach eigenen Erfahrungen das Anrechnen eher nicht. Höchstens über große Umwege und Aufwand nachher zu klären. (In der Erfurter Bahn ausser, dass die Geräte das nicht hergeben, wusste man auch später in der Zentrale erstmal nichts davon, ich musste denen diesen Punkt der BB wörtlich zitieren ... und wie rechnet das Unternehmen das dann intern ab, wenn da verschiedene EVU beteiligt sind und die Einnahmen dennoch irgendwie richtig aufgeteilt werden müssen? Das _will_ vermutlich kein EVU machen.)

Von daher: Hier die Regelung vom "defekten Automaten" gerne von Anfang an ansetzen wollend. Schließlich ist vom DB-Automat bekannt, dass er eigentlich (fast) alles kann.

Sollte in Richtung des Fahrtziels überhaupt keine Fahrkarte erhältlich sein, gelten vermutlich die Regelungen für defekte Fahrscheinautomaten.

Im Zug bekommt man dann wahrscheinlich auch keine korrekte Fahrkarte, da das Gerät des ZUB sicherlich auch nicht mehr kann als im BW-Tarif definiert ist.

In der Praxis leider schwer gangbar.

JanZ, HB, Montag, 10.12.2018, 18:30 (vor 2658 Tagen) @ martarosenberg
bearbeitet von JanZ, Montag, 10.12.2018, 18:31

Bzw., wenn keine Fahrkarte erstellbar ist: Was passiert, wenn man dann ohne Fährt? Ist ja nicht das Verschulden des Fahrgastes ...


Dann fährst du schwarz. Gemäß Punkt 2.2 der BB müsstest du zumindest eine Fahrkarte für die Anfangsstrecke kaufen und könntest die dann im Zug anrechnen lassen.


Und welchem Fahrgast ist zuzumuten, zu wissen, welche Fahrziele auf dem Weg sind und diese durchzuprobieren? Also auch überhaupt erstmal auf die Idee zu kommen, dass sowas dann geht?

Naja, ich gehe mal davon aus, dass jeder Automat, wenn er denn funktioniert, Fahrkarten bis zu allen direkt erreichbaren Bahnhöfen verkaufen kann. Schwierig wird es allenfalls (selbst schon erlebt), wenn der letzte Zug der jeweiligen Zuggattung planmäßig schon abgefahren wäre.

Und: In der Praxis funktioniert nach eigenen Erfahrungen das Anrechnen eher nicht. Höchstens über große Umwege und Aufwand nachher zu klären. (In der Erfurter Bahn ausser, dass die Geräte das nicht hergeben, wusste man auch später in der Zentrale erstmal nichts davon, ich musste denen diesen Punkt der BB wörtlich zitieren ... und wie rechnet das Unternehmen das dann intern ab, wenn da verschiedene EVU beteiligt sind und die Einnahmen dennoch irgendwie richtig aufgeteilt werden müssen? Das _will_ vermutlich kein EVU machen.)

Das allerdings kann nicht das Problem des Fahrgastes sein.

Von daher: Hier die Regelung vom "defekten Automaten" gerne von Anfang an ansetzen wollend. Schließlich ist vom DB-Automat bekannt, dass er eigentlich (fast) alles kann.

Dass du die ansetzen willst ist klar, die Frage ist nur, ob es der Zub im Zweifel genauso tut. Ich vermute mal, die meisten ja, aber wenn ich die Wahl habe, will ich es auch nicht darauf ankommen lassen.

Sollte in Richtung des Fahrtziels überhaupt keine Fahrkarte erhältlich sein, gelten vermutlich die Regelungen für defekte Fahrscheinautomaten.


Im Zug bekommt man dann wahrscheinlich auch keine korrekte Fahrkarte, da das Gerät des ZUB sicherlich auch nicht mehr kann als im BW-Tarif definiert ist.

Das kann in diesem konkreten Fall gut sein, sieht aber in anderen Fällen wieder anders aus.

In der Praxis leider schwer gangbar.

martarosenberg, Montag, 10.12.2018, 18:39 (vor 2658 Tagen) @ JanZ
bearbeitet von martarosenberg, Montag, 10.12.2018, 18:40

Und: In der Praxis funktioniert nach eigenen Erfahrungen das Anrechnen eher nicht. Höchstens über große Umwege und Aufwand nachher zu klären. (In der Erfurter Bahn ausser, dass die Geräte das nicht hergeben, wusste man auch später in der Zentrale erstmal nichts davon, ich musste denen diesen Punkt der BB wörtlich zitieren ... und wie rechnet das Unternehmen das dann intern ab, wenn da verschiedene EVU beteiligt sind und die Einnahmen dennoch irgendwie richtig aufgeteilt werden müssen? Das _will_ vermutlich kein EVU machen.)


Das allerdings kann nicht das Problem des Fahrgastes sein.

Ist es in der Praxis aber vermutlich. Spätestens im Zug wenn der ZUB die Nachzahlung (zum Vollpreis des noch fehlenden Abschnittes) verlangt und die vorhandene Fahrkarte nicht anrechnet, oder eine FNE ausstellt.

Sollte in Richtung des Fahrtziels überhaupt keine Fahrkarte erhältlich sein, gelten vermutlich die Regelungen für defekte Fahrscheinautomaten.


Im Zug bekommt man dann wahrscheinlich auch keine korrekte Fahrkarte, da das Gerät des ZUB sicherlich auch nicht mehr kann als im BW-Tarif definiert ist.


Das kann in diesem konkreten Fall gut sein, sieht aber in anderen Fällen wieder anders aus.

Lässt sich mit DB-Handgeräten eine bereits vorhandene Fahrkarte Anfangsstrecke, auch von anderem EVU ausgestellt, anrechnen?

In der Praxis leider schwer gangbar.

sibiminus, Mittwoch, 12.12.2018, 22:06 (vor 2656 Tagen) @ martarosenberg

Lässt sich mit DB-Handgeräten eine bereits vorhandene Fahrkarte Anfangsstrecke, auch von anderem EVU ausgestellt, anrechnen?

Ja. Prinzipiell lässt sich über manuelle Absetzung alles Mögliche anrechnen, wenn tariflich erlaubt.

? Fahren ohne Fahrkarte?

IC Schwarzwald, XFSTH, Montag, 10.12.2018, 20:29 (vor 2658 Tagen) @ JanZ

Dann fährst du schwarz. Gemäß Punkt 2.2 der BB müsstest du zumindest eine Fahrkarte für die Anfangsstrecke kaufen und könntest die dann im Zug anrechnen lassen. Sollte in Richtung des Fahrtziels überhaupt keine Fahrkarte erhältlich sein, gelten vermutlich die Regelungen für defekte Fahrscheinautomaten.

Die DB-BB sind hier nicht anzuwenden, da der BW-Tarif ab sofort in Baden-Württemberg im Nahverkehr vorrangig ist.

Dieser kennt weder eine FK Anfangsstrecke, noch konnten sich die Verfasser*innen vorstellen, dass es zu solchen Fällen wie falsch implementierten Tarifen kommen könnte. Es existiert also keine vergleichbare Regelung wie in den DB-BB. Es gibt im BW-Tarif ausschließlich die Auffangregel zum EBE gemäß § 9 BW-Tarif:

(3) Der Fahrgast muss kein erhöhtes Beförderungsentgelt zahlen, wenn er sich aus Gründen, die
außerhalb seiner Verantwortung liegen, kein Ticket beschaffen oder dieses nicht entwerten
konnte. In Zweifelsfällen liegt die Nachweispflicht beim Fahrgast.

(4) Kann im Verkehrsmittel nicht festgestellt werden, ob der Erwerb des Fahrausweises vor Fahrt-
antritt bzw. beim Besteigen von Straßenbahnen oder Bussen aus Gründen nicht möglich war,
die durch das Verkehrsunternehmen zu vertreten sind, ist das befördernde Verkehrsunterneh-
men berechtigt, zunächst eine Fahrpreisnacherhebung auszustellen. In diesem Fall erhält der
Fahrgast zu seiner Fahrpreisnacherhebung einen Zusatzbeleg.

Ich werde also mit einem Foto des Fahrkartenautomatenbildschirms losfahren und nachlösen. Wenn dieser für eine normale Relation "Preisauskunft nicht möglich" anzeigt, gibt es ehrlich gesagt nix zu diskutieren.

Problematisch wird es dann tatsächlich bei den zu teuer verkauften Fahrkarten wegen falsch hinterlegter Tarifkilometer. Die vermeide ich lieber, weil das wird sicherlich lustig wenn man mit diesen bei DB Vertrieb ankommt bzgl. Rückerstattung.

Gab es eigentlich in der Vergangenheit ähnliche Fälle falsch angewendeter Tarife? Wie lange dauert es voraussichtlich bis diese korrigiert werden?

der Bahn Community im Internet melden

chriL999, Montag, 10.12.2018, 21:20 (vor 2658 Tagen) @ IC Schwarzwald

Melde die falschen Kilometer bitte der Bahn Community im Internet (einfach eine Frage aufmachen). Die leiten dies an den Fachbereich weiter und warten auch eine Rückmeldung von diesem ab.

der Bahn Community im Internet melden

ffz, Montag, 10.12.2018, 21:25 (vor 2658 Tagen) @ chriL999

Nützt in diesem Falle Nichts, da der BW-Tarif nicht von der DB verantwortet wird und auch die Tarifkilometer nicht von der DB verwaltet werden, sondern vom Land Baden-Württemberg.

Heute am Automaten und im Reisezentrum

Mike65, Dienstag, 11.12.2018, 00:25 (vor 2658 Tagen) @ Mike65

Auch am Automaten gibt es keine Möglichkeit, um 8:00 ein Ticket auf der Relation Ulm-Radolfzell zu buchen:
[image]

Ich löste dann probehalber ein BW Einfach-Ticket zu einer späteren Abfahrtzeit über Friedrichshafen. Leider war wie befürchtet als VIA Friedrichshafen angegeben, so dass die Strecke über Immendingen formell nicht benutzt werden darf. Um eventuellen Problemen mit dem ZuB zu vermeiden, ging ich sicherheitshalber ins Reisezentrum, um mir das Ticket auch für die schnellere Strecke gültigzuschreiben. Nach einigen Diskussionen und Telefonaten klappte das auch. Die Dame erklärte mir, dass es im Moment viele Probleme mit dem neuen Tarif gibt und der Knoten Immendingen nahezu vollständig abgehängt ist. Von dort kommt man im Moment weder nach Donaueschingen noch nach Konstanz. Pech für die, der dort wohnen.

Das Problem wird auf jeden Fall in der laufenden Woche nicht mehr gelöst werden können. Da dann die Feiertage beginnen, wird es wahrscheinlich noch bis Anfang nächsten Jahres dauern.

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