Teure Berge. Kapitel 1, Teil 1 (Reiseberichte)

Krümelmonster, München, Sonntag, 09.12.2018, 10:10 (vor 2658 Tagen)

Hallo liebes Forum!

Als Urlaubsziel letztes Jahr war Norwegen gesetzt, eine Schifffahrt Kirkenes – Bergen. Dann wollte ich Bergen – Flåm & Oslo – München per Bahn fahren. Dafür war Interrail am günstigsten. Bei der Überlegung, wo ich noch zwei Gültigkeitstage verballern könnte, kam ich schnell auf die Schweiz – die ist schön & schön teuer.^^
Also machte ich mich mit einem groooßen Vorrat an Keksen auf den Weg:
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Da ich ungern direkt fahre, nahm ich den EC81 von München Richtung Bologna. Ab Rosenheim ging es dem Inn entgegen in die Alpen. Kurz vor Kufstein kontrollierte der DB-Zub die Fahrkarten. Ich hatte schon im Dez. das Interrail-Ticket gekauft. Als ich zwei Wochen vor der Fahrt im Münchner RZ eine Reservierung kaufte, sagte ich, diese ist für mein IR-Ticket, und fragte, ob ich dafür einen Aufpreis brauchte. Nein, keinen Aufpreis, nur eine Reservierung für 4,50 € – umso besser. Der freundliche Zub wies mich nun darauf hin, dass ich für den ital. Abschnitt sehr wohl einen Aufpreis brauchte. Ich entgegnete, dafür möchte ich bitte eine Quittung haben, ich würde es dann einreichen, und erklärte, was mir im RZ gesagt worden war. Daraufhin zückte er sein privates Handy, fotografierte Ticket & Reservierung und meinte, er werde das intern regeln. Zahlen musste ich nichts. :D
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1 Stier sprintet zu Spaghettis
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2 Fahrendes Fossil
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3 Schon vor Rosenheim sind die Berge in Sicht
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4 Warum braucht es die angeblich beste Bahn der Welt, um eine WC-Störung festzustellen?
Auch hinter Kufstein blieb der deutsche Zub im Zug. Hinter Jenbach durchquerte der Zug einen fast 16 km langen Tunnel der Neuen Unterinntalbahn, so war Innsbruck schnell erreicht. Auf dem Weg zum Brenner blieben wir mehrere min stehen, vor uns krabbelte wohl ein Güterzug zu langsam den Berg hoch. Den Brenner erreichten wir mit + 6. Das deutsche Personal verließ den Zug, es kamen Italiener von Trenord. Grenzschutz war zahlreich zugegen, zumindest ich wurde nicht behelligt. Auch ohne Lokwechsel wurde kaum Verspätung abgebaut, Weiterfahrt mit + 3. Die neue Zubine machte Ansagen auf IT, EN und DE, nachdem sie mein deutsches Ticket gesehen hatte, sprach sie gleich EN mit mir. Offenbar konnte sie auf DE nur die Ortsnamen, wobei das immer noch besser klang als das DB-Niederländisch in den Belgien-ICEs. Die fehlende Reservierung interessierte sie nicht.^^ Ich ging dann futtern, damit ich den Vorteil des mitgebrachten Essens in der Schweiz länger ausspielen konnte. ;-) Spaghetti Carbonara gab es für faire 10 € von einem arabischen Mitarbeiter, dessen Lohn wahrscheinlich nicht so fair war… Die Fahrt führte durch die liebliche Bergwelt Südtirols, erst vor Bozen wurden mehrere längere Tunnel durchfahren. Offenbar gab es wenige Zusteiger, mein Abteil blieb stets leer. Und das, obwohl DB inneritalienische Sparpreise verkauft.
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5 Inntal
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6 Innsbruck
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7 Tunnelbauarbeiten
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8 Brennerbahn
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9 Die Lok zieht einen ziemlichen Rattenschwanz hinter sich her. Verzeihung, Stierschwanz natürlich
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10 Brennersee kurz vor der Passhöhe
Was die DB-Reiseauskunft nicht kannte, war der 8-min-Anschluss in Bozen. Im Reiseplan hingegen stand er. Die Zubine erklärte mir: „Binario Uno A“, ob sie ihn vormelden könne, gelang mir leider nicht auf Italienisch zu fragen.^^ Nach Ankunft in Bozen mit + 3 spurtete ich durch die Unterführung zu Gleis Uno, und bis ich feststellte, dass Uno A das Stumpfgleis am Ende war, wurde es eng.^^ Zeit fürs Foto musste sein, dann hüpfte ich in den Flirt nach Meran. Die Fahrkarten-Kontrolleure konnten kein Deutsch. Naja, wenn ich 2017 sonst nicht in Italien war.^^ Die automatischen Ansagen waren in höchstem Hannoveraner Hochdeutsch, und der ital. Dialekt war weiter südlich, als ich bis dahin gekommen war, sprich südlich der Linie Mailand – Venedig^^ – das war nicht nur bei der Kombi „Nächster Halt: Sigmundskron – Prossima Fermata: Ponte Adige“ ein ziemlicher Kontrast. Die Strecke nach Meran ist wirklich schön.
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11 Flirt in italiano
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12 Bozen von weitem
In Meran wechselte ich bei drückender Hitze bahnsteiggleich binnen 1 min in den Dieselzug nach Mals. Auch diesen Anschluss hatte die DB-Reiseauskunft verschwiegen. Gleich kraxelte der Zug in Serpentinen hoch hinauf mit Sicht auf Meran. Danach im Vinschgau war es landschaftlich nicht so spannend. Landschaftlich war ich von Bozen – Meran positiv überrascht, von Meran – Mals leicht negativ. Die erst Ende der 2000er Jahre reaktivierte Strecke steht mittlerweile kurz vor der Elektrifizierung.
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13 Rechts der Bildmitte ist Meran
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14 Kurz vor Mals
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15 1,5 GTWs
Nach Ankunft in Mals wollte ich über den Ofenpass ins Engadin, aber hatte am Vorabend gesehen, dass mir da der Giro d’Italia in die Quere kommen würde: Die Straße ins Münstertal war 14 – 17 Uhr gesperrt. Lt. Fahrplan würde ich, selbst nachdem ich 1 h schneller als geplant durch Südtirol gekommen war, den ersten Bus bekommen, der nicht fährt. Die SBB schrieb nur „die Busse fallen ersatzlos aus“. Die Südtiroler empfahlen wenigstens die Umfahrung via Nauders, besser als 3 h warten. Doch dann stand in Mals ein gelbes Postauto mit einem hektischen Fahrer. Ich fragte: „Wohin?“. Er: „Nach Zernez, jetzt!“. Ich: „Aber die Straße ist doch gesperrt?“. Er: „Wir fahren jetzt! 20 min vor Plan. Dann müssten wir gerade noch durchkommen!“. Er verstaute mein Gepäck, ich dachte schon, besser könne es nicht kommen, stieg ein und zückte das Portmonnaie, er meinte: „Ticket passt schon“, und brauste los. Ohne Halt fuhr er an Glurns vorbei (schon gesperrt) bis zur Grenze, nach kurzem Halt dort ins fast ausschließlich rätoromanischsprachige Münstertal (Val Müstair, das s wie sch gesprochen). Er kommunizierte über Funk auf Rätoromanisch. In Santa Maria Val Müstair Scuola machte er 20 min Pause, ab dort fuhr er gemäß Fahrplan weiter über den Ofenpass, oben auf 2.150 m Höhe lagen noch Schnee-Fetzen. Es war der höchste Punkt meiner Reise. Dann ging es runter nach Zernez, zur staziun.
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16 Ob das gut geht?
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17 Müstair kurz hinter der Grenze
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18 Santa Maria in Müstair. Hier ist Deutsch als Muttersprache kaum verbreitet.
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18 Bei der Fahrt durch Santa Maria
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19 Kurz vor dem Ofenpass ein Blick zurück
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20 Unverständliches Kauderwelsch, aber Swiizertüütsch ist auch nicht besser ;-)
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21 Beweisbild zum Zweck der Dokumentation ;-)
Ich finde es komisch, dass die Ansagen im dortigen Bhf zuerst auf DE ertönen, dann auf EN und erst zuletzt in der Sprache, die die Mehrheit des Ortes als Muttersprache spricht: dieses faszinierende Rätoromanisch.^^ 11 min lang zog der Zug meine Kekse und mich flugs durchs Engadin bis zu einem ziemlich exotischen Bhf: Sagliains (g nicht gesprochen, auch in den deutschen Ansagen). Der dortige Bahnsteig dient nur dem Umstieg aus St. Moritz/Zernez Richtung Klosters/Davos/Chur und hat nicht einmal einen öffentlichen Zugang. Sonst gibt’s hier nur Autoverlad. 3 min sind für den Umstieg auch mehr als ausreichend, als alle im Zug saßen, ging es mit – 1 los, mehr Leute konnten ja nicht zusteigen.^^
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22 Zügli
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23 Bergwelt
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24 – 25 Sagliains: Wer hier seinen Anschluss verpasst, hat eine harte Zeit. Ach, was red’ ich, in der Schweiz ist das doch per definitionem ausgeschlossen ;-)
Die Fahrt durch den 19 km langen Vereina-Tunnel dauert mit 19 min in etwa genauso lange wie die Fahrt durch den wesentlich längeren Eurotunnel. Oder für Liebhaber der Superlative: Es ist der längste Meterspur-Tunnel der Welt. Teilweise zweispurig, aber eben nur da, wo für den ITF notwendig. Ich nutzte ihn für einen WC-Gang, das war die einzige Stelle, wo ich keine Landschaft verpasste.^^ In Klosters stieg ich um Richtung Davos. Die kurvige, zunächst bergauf führende Strecke bot einen schönen Ausblick, am Ende ging es leicht bergab zur Endstation Davos-Platz.
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26 Um den Bhf Klosters-Platz zu erreichen, nimmt dieser Gamsbock scheinbar die Treppe
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27 – 28 Klosters von oben
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29 Bei Davos
Während des knappen Umstiegs in Klosters hatte ich noch keine Eintragung im Travel Diary vornehmen können, das erledigte der Zub für mich. In Davos hatte ich 6 min, um nicht-bahnsteiggleich in den Gegenzug wieder nach Klosters umzusteigen. Erst sah ich einen extra RhB-Wagen mit zu öffnenden Fenstern ganz am Ende, aber hmpf, verschlossen. Dann latschte ich den ganzen langen Alvra-Triebzug vor, denn sonst schien man nur ganz vorn die Fenster öffnen zu können. Diesmal nahm ich gleich die Eintragungen im Travel Diary vor, und als wieder derselbe Zub vorbeikam, meinte ich spaßhaft: „Schauen Sie mal, diesmal hab ich’s schon eingetragen.“ Er nahm ganz trocken mein Ticket und tat einfach nichts anderes als es zu stempeln. Woanders hätte ich bestimmt einen netten Kommentar bekommen: „Ah, Sie schon wieder.“, oder: „Ist Ihnen langweilig?“ (ok, „Haben Sie kein Zuhause?“ wäre schon grenzwertig^^). Aber das war wirklich der beste Beweis! Sorry, Schweizer, aber viele von euch sind einfach unlustig. ;-)

Es geht gleich weiter…

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Teure Berge. Kapitel 1, Teil 2

Krümelmonster, München, Sonntag, 09.12.2018, 10:10 (vor 2658 Tagen) @ Krümelmonster
bearbeitet von Krümelmonster, Sonntag, 09.12.2018, 10:11

Der Zug befuhr eine landschaftlich sehr schöne Strecke bis Landquart, ab dort parallel zur SBB-Strecke bis Chur.
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30 Es hat etwas gedauert, bis ich merkte, dass sich die Fenster öffnen ließen. Immerhin entstand so diese(s) interessante Spiegelei
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31 Veganer mögen die Augen schließen – ganz viel Spiegelei ;-)
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32 Panorama
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33 Bei Untervaz-Trimmis überquert die RbB-Strecke die SBB-Strecke. Die Gleise links weg sind nur für den Güterverkehr.
In Chur versuchte ich Geld abzuheben, nach dem Fiasko in St. Gallen im Feb. habe ich nun eine auch im Ausland kostenlose Kreditkarte. Der Postbank-Automat war mir schon mal unsympathisch, weil er mitten in GR kein Rätoromanisch konnte, dafür so exotische Sprachen wie Spanisch. Dass er als Mindestbetrag 100 CHF hatte, machte die Sache nicht besser. Ich bestrafte ihn sodann mit Ignoranz.
Geldlos fuhr ich weiter Richtung Surselva. Die Rheinschlucht war durchaus spektakulär und einzigartig, gehört aber nicht zu meinen absoluten Lieblings-Strecken. Und der Marketingname Swiss Grand Canyon ist doch arg übertrieben.^^
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34 Hinterrhein+Vorderrhein=Alpenrhein <3
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35 – 36 Einfahrt in die Rheinschlucht
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37 – 39 Felsen
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40 Felsen mit Loch
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42 – 43 Leider etwas dunkel
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44 Felsen am Fluss
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45 Doppelter Regenbogen überm Rheintal. Am rechten Bildrand fährt der Gegenzug davon.
1 h früher als geplant kam ich halb acht in Ilanz an. Die Ortschaft nennt sich „Erste Stadt am Rhein“, denn weiter flussaufwärts gebe es nur Dörfer. Naja, 2.300 EW zählt für mich eigentlich auch nicht als Stadt.^^ Selbst hier sprach die Banca Chantunala Grischuna kein Rätoromanisch mit mir, aber spuckte wenigstens normale Beträge aus. ;-) Abends ging ich dann noch eine Runde durch die „Stadt“.
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46 Regenbogen über meinem Zug
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47 Ilanz

Am nächsten Morgen um halb acht ließ ich die Pendler nach Chur fahren und nahm kurz darauf den Zug noch tiefer in die Surselva hinein. Hinter mich setzten sich zwei ca. 16-jährige Mädels und unterhielten sich tatsächlich auf Rätoromanisch – ui, wie exotisch!
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48 Mein Zug weiter rheinaufwärts
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49 – 50 Hübsche Bahnhofsgebäude
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51 Hat was
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52 Blick zurück
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53 Blick voraus
Trotz nur 3 min Umsteigezeit war der bahnsteiggleiche Anschluss in Disentis entspannt. Weiter fuhr ich in einer extrem leeren Zahnradbahn (ich dachte, ich wäre der einzige Fahrgast, bis irgendwo einer ausstieg). Von der weißen Passhöhe kehrte der Zug aus dem Winter zurück: erst wurde der Schnee weniger, dann wurde es grün, dann blühte der Löwenzahn, und unten angekommen war er schon verblüht – äußerst eindrucksvoll! Auf Höhe des ersten Löwenzahns sah ich wirklich ein Murmeltier vor dem Zug weglaufen. Kurz darauf nochmal zwei Murmeltiere, die sich kloppten! Bilder hab ich leider keine machen können, ihr müsst mir das glauben.
Der Zug erreichte Andermatt 3 min vor Plan. Die Fahrt mit im Ø unter 30 km/h als „schnell“ zu bezeichnen wäre aber zu viel des Guten. ;-)
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54 – 55 Disentis
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56 – 57 Zahnradbahn
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58 – 59 Auf der Weiterfahrt durch die Berge
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60 Eisberg voraus
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61 Kurz darauf war nur noch Tunnel zu sehen
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62 „Blubb“, sagte der Rhein, „hier bin ich“
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63 Passhöhe vom Oberalbpass
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64 Das ist ein See. Muss man halt wissen^^
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65 – 67 Ui, Schnee!
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68 Dort runter rollt das Zügli nun
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69 Schnee --> Frühling
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70 Mistwetter im Hexenkessel von Andermatt
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71 Andermatt mit Kuhkopf
In Andermatt hatte ich 18 min, bis ich weiter Richtung Visp fuhr. Bei ziemlichem Mistwetter fuhren wir zum Furka-Basistunnel, wo wir einen Autoverlad-Zug vorlassen mussten. Auch der Furka-Basistunnel ist teilweise zweispurig. Und auch der > 15 km lange Furka-Basistunnel ist verdammt langweilig zu befahren.^^ Nach dem Tunnel hatten wir unglaublicherweise 6 min Verspätung! OH MEIN GOTT!!!1!! Mangels Verlangen nach Halt konnte die relativ schnell wieder aufgeholt werden, üppige Fahrplanreserven kann also nicht nur DB Fernverkehr.^^ In Fiesch mussten wir, mittlerweile wieder pünktlich, den Glacier Express durchlassen, und dann noch einen weiteren Zug, der dank technischer Störung am Zug mit + 6 unterwegs war, abwarten, bis es abermals mit + 6 weiterging. Technische Störungen kann also auch nicht nur die DB.^^ Nach Ankunft auf dem Briger Bahnhofsvorplatz mit + 2 war der (inoffizielle) 3-min-Anschluss nach Spiez für die Katz – Anschlussverluste kann also auch nicht nur die DB! Schade, da es weniger als + 5 bei Ankunft waren, verbesserte die Fahrt sogar noch meine Statistik für die Schweiz.^^
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72 Gefährt aus Göschenen
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73 Unwirtlich
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74 Schon besser^^
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75 In Scharen warten die Stinktiere auf ihre Bekehrung
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76 Rollendes Rentnerterrarium direkt in die Unterwelt
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77 Berge. Und – ui! – Sonne
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78 Paar Holzhütten
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79 Brücke für Schwindelfreie
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80 – 81 Kurzer Umsteigeweg zur Seilbahn
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82 Vieh Esch. Ach nee, Fiesch
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83 Da, wo der Rotling steht, fahren wir auch gleich hin
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84 Am Bhf von Brig hängt ein Schild: „Hunde und Kleinzüge müssen draußen bleiben“. Deshalb bleibt die MGB auf dem Vorplatz.
Eine Pause war vielleicht auch nicht das schlechteste, also drehte ich eine Runde durch die Stadt (was bei fast 30 ° Grad mit schwerem Koffer auch nicht die pure Freude war). Dann setzte ich mich in den Lötschberger (ja, so heißt diese BR) der BLS. Der Name BLS trügt, das Unternehmen ist nicht nur in Bern & Umgebung aktiv, sondern betreibt ein großes Netz zwischen Luzern und der mittelländischen Romandie, von der französischen Grenze bis ins Wallis und einzelne Fahrten sogar nach Italien. Ich nahm einen Platz entgegen der Fahrtrichtung, weil ich nur dort das Fenster öffnen konnte. Bald nach Abfahrt kam der Zub und maulte grimmig, ich dürfe das Fenster nicht öffnen, und verschloss er es mit einem Vierkant, sicher ist sicher. Als ich nach dem Warum fragte, ging er wortlos weg. Eingebildeter Eidgenosse. -.- So entstanden auf der Lötschberg-Panorama-Strecke keine tollen Bilder. -.-
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85 Innenhof vom Stockalperschloss
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86 Lötschberger: Der Name ist Programm
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87 Foto bei offenem Fenster
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88 Letztes vorzeigbares Bild der Südrampe -.-
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89 Wasserfall bei Kandersteg
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90 Das müsste der 2,6 km lange Engstligetunnel sein, der sich nach kurzer Lücke bei Tellenfeld nördlich an den 34,6 km langen Lötschberg-Basistunnel anschließt
In Spiez stieg ich aus und beobachtete, wie meine Doppeltraktion um einen weiteren Zugteil gestärkt wurde. Nach einer guten halben Stunde Wartezeit fuhr ich schließlich wieder mit einem Lötschberger nach Zweisimmen. Es war der Gegenzug, er kam dreiteilig aus der Bundesstadt, die ersten beiden Zugteile fuhren übern Lötschberg nach Brig, der letzte änderte seine Meinung und fuhr solo ins Simmental. Die Fahrt war landschaftlich nett, aber nicht spektakulär. Wenigstens hinderte mich hier niemand am Fotografieren durchs geöffnete Fenster.
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91 Der hintere, verdeckte ist der böse Zub, der schöne Fotos verhinderte – los, Mob, stürzen wir uns auf ihn mit Gebrüll! ;-)
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92 Imposantes Viech von Vorzug für den ausgebuchten EC nach Mailand. Mehrere Verstärkerwagen sind nicht im Bild. Der Vorzug fuhr freilich nur bis Brig.
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93 EntenCug nach Mailand
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94 Lötschberger zur Weiterfahrt

Es geht gleich weiter…

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Teure Berge. Kapitel 1, Teil 3

Krümelmonster, München, Sonntag, 09.12.2018, 10:12 (vor 2658 Tagen) @ Krümelmonster

In Zweisimmen stieg ich um in die MOB-si aus Lenk nach Montreux. Die Zubine sprach fließend und akzentfrei Schweizerdeutsch (wahlweise sogar in einer Variante, die Deutsche verstehen können), Französisch und Amerikanisches Englisch. Sie war die Fröhlichkeit in Person, begrüßte jeden Gast persönlich und wechselte ein paar Worte – was aber für mich im Laufe der gut zweistündigen Fahrt auch irgendwann nervig wurde.^^ Es war eine landschaftlich sehr schöne Strecke, die aber nicht mit dem Glacier Express mithalten konnte. Das Zügli durchquerte geradezu kitschig idyllische Orte, denen man schon ansah, dass ich mir dort einen Restaurant-Besuch niemals leisten wollen würde. :D Bald überquerte es die Sprachgrenze, ab dort fiel mir die Verständigung leichter.^^ Immer wieder sorgten Kreuzungen für Verspätungen von 5 – 6 min, was jeweils kurz darauf durch planm. mehrminütige Standzeiten ausgeglichen werden konnte. Naja, wahre Pünktlichkeit ist das nicht. Kurz vor Montreux begann die wunderbare Abfahrt mit traumhafter Aussicht auf den Genfer See. Dabei warteten wir wieder auf einen Gegenzug, mal wieder + 6, doch letztlich waren bei Ankunft nur noch + 2 übrig – hmpf, schon wieder andauernd verspätet gewesen und am Ende doch die Pünktlichkeit verbessert… -.-
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95 Zweisimmen von oben
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96 Gstaad: Dekadenz pur!
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97 Schweizer Idylle
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98 Erster Blick auf den Genfer See
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99 Richtung Süden
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100 Richtung Westen
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101 Da ist Montreux
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102 Angekommen
Ich brachte zunächst meinen Krempel ins Hotel und zog dann nochmal los entlang der Uferpromenade. Eigentlich wollte ich zum Schloss Chillon im Süden. Ich kam dort an, gerade nachdem es zugemacht hatte. Dann lief ich zurück zum nahen Bhf und fuhr zum Tagesabschluss von Veytaux-Chillon nach Clarens.
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103 Hier gibt’s Obusse!
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104 Blubb
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105 – 106 Paläste in Montreux
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107 Schloss Chillon
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108 Bhf Veytaux-Chillon
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109 Beweisbild aus Clarens rein zum Zwecke der Dokumentation ;-)

Während der Feiertag in Deutschland passend zum Saufgelage „Herrentag“ heißt, verwendet man in der Schweiz das interessante Wort „Auffahrt“ – bzw. am Genfer See eben „Ascension“.
Schon um viertel vor sieben nahm ich den IR von Montreux nach Genf. Dazu kaufte ich ein Verbundticket bis Lausanne, ab dort hatte ich einen Sparpreis Europa ab Südbaden bis Genf Flughafen. ;-) Interessanterweise war dort Zugbindung auch für Schweizer Binnenzüge eingetragen – und dass ich in Lausanne 48 Stunde Pause machen wollte, war in der Wegevorschrift nicht vermerkt, womit diese der Reiseverbindung widersprach. Im RZ München-Hbf. sagte man mir, das sei ein Systemfehler, und schrieb drunter: „keine Zugbindung für IC 704“, nur auf Deutsch, frech ergänzte ich einfach handschriftlich: „Pas d’obligation de prendre IC 704“, die Züge vor Lausanne waren mir ja eh egal.^^ Und dann war der Zub Deutschschweizer. :D Ihn ließ die Exotik meiner Ticket-Kombi völlig kalt, er stempelte es humorlos, als ob es ein völlig normales Ticket sei.
Bis zur Laus namens Anne führte die Fahrt direkt am schönen Seeufer entlang, danach rasant mit bis zu 160 km/h durchs Hinterland, über den Gewerbegebieten oder Bäumen waren an einigen Stelle gezackte weiße Gipfel zu sehen, ich meine den Mont Blanc erkannt zu haben. Die Ankunft erfolgte auf die Sekunde pünktlich um 8 Uhr in Genf, mein Gepäck war schnell im Schließfach verstaut, Zahlung einfach per Kreditkarte möglich, und ich hatte auch schon einen Laden mit Macarons im Bhf. ausgemacht, wo ich nachher meine verbleibenden Franken gegen das wertvollste Gut für das Krümelmonster eintauschen wollte.
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110 – 111 Bahnhofsvorplatz in Montreux
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112 – 113 Der Genfer See
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114 Ist das der Mont Blanc?
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115 Beweisbild rein zum Zwecke der Dokumentation ;-)
Dann streifte durch den parc bataillon, durch die schöne Altstadt zum Rathaus und zur Kathedrale. Anschließend runter zum Seeufer, die Hafenpromenade entlang und nochmal in einen Park. Die Stadt gefiel mir gut!
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116 Ui, ein Obus
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117 – 118 Genfer Altstadt
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119 Genfer Uferpromenade
Nun wollte ich mit der Tram zum Sitz der Vereinten Nationen am anderen Ende der Stadt (die 3 CHF für die Einzelfahrt sollten sich ja lohnen^^). Ich wunderte mich, dass mir TPG eine Tram vorschlug, hier in der Nähe war doch gar keine. Die Tram entpuppte sich sodann als Obus, ich sollte im Stadtzentrum auf eine andere Linie umstiegen, wartete auf die entsprechende Linie, auch dann kam ein Obus. Der hielt kurz darauf am Bhf, von dort ging es wirklich per Tram weiter. Obus fahren ist ja auch ganz nett, hilft mir aber nicht dabei, einen möglichst großen Anteil des Schienennetzes eines Landes zu befahren (in dieser Hinsicht bin ich speziell^^) – und wenn man zwei Verkehrsmittel statt einem haben kann, ja dann umso besser. ;-) Am Hbf. wunderte ich mich schon über den großen Andrang komischer Menschen, dachte mir aber nichts dabei…
Allzu viel sah man freilich nicht von den UN. Dann ging ich zu Fuß zurück Richtung Hbf., legte aber zwischendurch noch einen Halt bei den Schlümpfen ein. Dieser lustige Gebäudekomplex wurde Anfang der 80er erbaut, der Stil soll an Gaudí erinnern. Außen gibt es keine einzige gerade Linie – innen hoffentlich schon. ;-)
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120 Moderner Obus
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121 Tram
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122 Vor dem (zweiten) Sitz der Vereinten Nationen ragt ein 12 m hoher, dreibeiniger Stuhl in die Höhe. Er erinnert an die Opfer von Kriegsminen…
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123 – 125 Zu Besuch bei den Schlümpfen
Kurz bevor ich wieder den Hbf. Cornavin erreichte, tauchte ich ein in eine riesige pöbelnde & rotzende schwarze Masse von FC-Basel-Fas. Ich bekam mit, dass das Schweizer Fußball-Pokalfinale FC Basel gegen FC Sion war. Ein paar wenige Sion-Fans sah ich auch, die wirkten wesentlich kultivierter. Leider gewann am Ende Basel mit 3:0… Auf dem Weg zum Bhf wurde ich von einem Polizisten angehalten: „Halt Stopp! Wo wollen Sie hin?“. Ich: „Zum Bhf“. Er: „Warum?“. Von so einer Lapalie überrascht stockte ich einen Moment: „Öhm, na, um zum Flughafen zu fahren…“. War jetzt nicht die Mega-Antwort.^^ Er, freundlich: „Ach so. Na dann gehen Sie weiter!“. Im Bhf waren während der Haupt-Anreisewelle von 11 – 14 Uhr alle Geschäfte geschlossen. Neeeeeein, ich wollte doch Kekse kaufen! Mist! Es bedurfte einiger Überzeugungsarbeit, bis ich meinen eingeschlossenen Koffer wieder bekam. Ich kann Französisch, aber nicht mega gut und flüssig, sondern etwas stockend – sonst wäre das ganze sicher schneller gegangen.^^ Aber im Ausland denke ich mir immer, wenn ich’s nicht spreche, wird’s davon auch nicht besser, und verstanden werde ich immer, es ist eben nur etwas mühsamer.
An den zahlenmäßig übermächtigen und urst laut rumgrölenden Basel-Fans war die Affenwerdung des Menschen gut zu beobachten. -.- Ich nahm einen Zug zum Flughafen, der vorherige war fast eine Viertelstunde verspätet. Die Affenmenschen verließen meinen Zug aus St. Gallen zu langsam und hielten immer inne, um schreiend auf der Brust zu trommeln. Die 7-minütige Fahrt verbrachte ich in einem zusätzlichen, deklassierten 1. Klasse-Wagen. Wegen Verzögerungen beim Ein-/Ausstieg war die Abfahrt dann mit + 6, die Ankunft ebenso – das freute mich dann doch etwas, Zeit hatte ich noch genug, und nachdem ja einige Fahrten zwischendurch mehrmals verspätet waren, aber am Ende doch die Pünktlichkeit verbesserten, konnte ich den Schweizern am Ende doch noch eine Verspätung reinwürgen. ;-) Fairerweise sollte ich dazu erwähnen, dass sich meine Schweizer Pünktlichkeit (bei repräsentativen > 30 Fahrten) durch diese Reise von 90 % auf sehr respektable 91 % erhöhte.
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126 Der IC zum Genfer Flughafen
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127 Zu sehen ist nicht einmal das komplette Verstärkermodul
Die Rückfahrt meines Zuges von Genf-Flughafen war zunächst pünktlich angezeigt, er verließ den Bhf aber letztlich doch erst mit + 8, und daran waren definitiv keine Fußball-Fans mehr Schuld, wenn selbst die planmäßige Wendezeit überschritten wurde. :p
Ich checkte meinen Koffer ein und begab mich nochmal ins Einkaufszentrum über dem Tiefbahnhof, um meine letzten Franken gegen Essbares einzutauschen (Schokolade und Kekse). Danach sah ich, wie auch der nächste Zug zurück nach St. Gallen fast zehn min Verspätung auf dem Tacho hatte und ebenfalls die planm. Wendezeit nicht einhalten konnte. :p
Aber genug der Häme! An dieser Stelle unterbreche ich erst einmal. Nächste Woche geht es weiter. ;-)


Ich wünsche allen Lesern noch einen besinnlichen zweiten Advent!

Es grüßt
Das Krümelmonster

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Top!

Blaschke, Sonntag, 09.12.2018, 15:06 (vor 2658 Tagen) @ Krümelmonster

Huhu.

Ich nahm einen Platz entgegen der Fahrtrichtung, weil ich nur dort das Fenster öffnen konnte. Bald nach Abfahrt kam der Zub und maulte grimmig, ich dürfe das Fenster nicht öffnen, und verschloss er es mit einem Vierkant, sicher ist sicher. Als ich nach dem Warum fragte, ging er wortlos weg. Eingebildeter Eidgenosse.


Bevor ich Teil 3 beschaue - schon jetzt ist die Trilogie ein Fall für die Hall of fame.

Entzückte Grüße von jörg

Top!

Krümelmonster, München, Sonntag, 09.12.2018, 17:16 (vor 2658 Tagen) @ Blaschke

Huhu.

Ich nahm einen Platz entgegen der Fahrtrichtung, weil ich nur dort das Fenster öffnen konnte. Bald nach Abfahrt kam der Zub und maulte grimmig, ich dürfe das Fenster nicht öffnen, und verschloss er es mit einem Vierkant, sicher ist sicher. Als ich nach dem Warum fragte, ging er wortlos weg. Eingebildeter Eidgenosse.

Bevor ich Teil 3 beschaue - schon jetzt ist die Trilogie ein Fall für die Hall of fame.

Entzückte Grüße von jörg

Hello,

da muss ich dich unter Umständen enttäuschen, denn in Teil 3 gibt's auch ein positives Beispiel ;-)

Es grüßt
Das Krümelmonster

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Teure Berge. Kapitel 1, Teil 1

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 09.12.2018, 10:31 (vor 2658 Tagen) @ Krümelmonster

Moin,

danke für den Bericht oder auch märßi. Da hast Du ja sogar einen der Trientiner Bärentatzenflirts erwischt. Soweit ich das sehe, fahren die mit den Südtirolern in einem gemeinsamen Umlauf.

Viele Grüße
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Top!

Power132, Sonntag, 09.12.2018, 10:48 (vor 2658 Tagen) @ Krümelmonster

Super Landschaften und Bahnerlebnisse. Durfte ich Anfang des Jahres aus erleben! Immer wieder gern!

Top!

Krümelmonster, München, Sonntag, 09.12.2018, 17:16 (vor 2658 Tagen) @ Power132

Super Landschaften und Bahnerlebnisse. Durfte ich Anfang des Jahres aus erleben! Immer wieder gern!

Vielen Dank für das Lob!
Ich kann sicherlich verraten, dass es im nächsten Kapitel landschaftlich noch toller wird. ;-)

Es grüßt
Das Krümelmonster

--
Was Du suchst, ist in Dir. Ansonsten ist es im Kühlschrank. Oder in der Kekspackung. :)

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Teure Berge. Kapitel 1, Teil 1

heinz11, Sonntag, 09.12.2018, 10:50 (vor 2658 Tagen) @ Krümelmonster

Vielen Dank für den interessanten und bildreichen Bericht! Ob Dich die Schweizer ob Deiner despektierlichen Bemerkungen aber jemals wieder mit Ihren Verkehrsmitteln fahren lassen, wage ich doch stark zu bezweifeln...
;-)

Teure Berge. Kapitel 1, Teil 1

Krümelmonster, München, Sonntag, 09.12.2018, 17:16 (vor 2658 Tagen) @ heinz11

Vielen Dank für den interessanten und bildreichen Bericht! Ob Dich die Schweizer ob Deiner despektierlichen Bemerkungen aber jemals wieder mit Ihren Verkehrsmitteln fahren lassen, wage ich doch stark zu bezweifeln...
;-)

Gerne!

Da ich mich stets verkleide, damit meine blaue Behaarung nicht auffällt, wissen die Schweizer ja gar nicht, wer ich wirklich bin. :p
Ich war auch danach noch erfolgreich in der Schweiz unterwegs. ;-)

Es grüßt
Das Krümelmonster

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Grazia!

JanZ, HB, Sonntag, 09.12.2018, 14:00 (vor 2658 Tagen) @ Krümelmonster

Danke für den Bericht! Rätoromanisch fand ich auch nett, habe sogar zwei Ansagen der RhB aufgenommen. In „freier Wildbahn“ jemand die Sprache sprechen hören habe ich nicht, habe allerdings auch nicht darauf geachtet.

Danke.

Blaschke, Sonntag, 09.12.2018, 14:05 (vor 2658 Tagen) @ Krümelmonster

Huhu.

Während des knappen Umstiegs in Klosters hatte ich noch keine Eintragung im Travel Diary vornehmen können, das erledigte der Zub für mich. (...) Diesmal nahm ich gleich die Eintragungen im Travel Diary vor, und als wieder derselbe Zub vorbeikam, meinte ich spaßhaft: „Schauen Sie mal, diesmal hab ich’s schon eingetragen.“ Er nahm ganz trocken mein Ticket und tat einfach nichts anderes als es zu stempeln. Woanders hätte ich bestimmt einen netten Kommentar bekommen: „Ah, Sie schon wieder.“, oder: „Ist Ihnen langweilig?“ (ok, „Haben Sie kein Zuhause?“ wäre schon grenzwertig^^). Aber das war wirklich der beste Beweis! Sorry, Schweizer, aber viele von euch sind einfach unlustig. ;-)


Der Smiley am Schluß ist überflüssig, denn haargenau so habe ich bislang Schweizer Zugpersonale erlebt. Man kann nicht direkt "unfreundlich" sagen - aber gut aufgehoben fühlt man sich bei denen nicht. Das ist so eine schnöselige arrogante Kälte, die die da vor sich hertragen. U.a. deswegen ist mir das Land so unsympathisch. Hier im Forum gibt's ja auch solch Vertreter - aber zum Glück sind hier die positiven Ausnahmen auch vertreten.

Schweizer Schaffner sind da übrigens der totale Kontrast zu den wunderbaren niederländischen Zugpersonalen. Und auch 99,999999998% der deutschen Schaffner sind um ein Vielfaches angenehmer als die Schweizer!


Schöne Grüße von jörg

Danke.

Krümelmonster, München, Sonntag, 09.12.2018, 17:17 (vor 2658 Tagen) @ Blaschke

Huhu.

Der Smiley am Schluß ist überflüssig, denn haargenau so habe ich bislang Schweizer Zugpersonale erlebt. Man kann nicht direkt "unfreundlich" sagen - aber gut aufgehoben fühlt man sich bei denen nicht. Das ist so eine schnöselige arrogante Kälte, die die da vor sich hertragen. U.a. deswegen ist mir das Land so unsympathisch. Hier im Forum gibt's ja auch solch Vertreter - aber zum Glück sind hier die positiven Ausnahmen auch vertreten.

Schweizer Schaffner sind da übrigens der totale Kontrast zu den wunderbaren niederländischen Zugpersonalen. Und auch 99,999999998% der deutschen Schaffner sind um ein Vielfaches angenehmer als die Schweizer!


Schöne Grüße von jörg

Hi Jörg,

ich möchte bemerken: Die mürrischen Zubs waren, soweit ich das gesehen habe, allen Gästen gegenüber mürrisch und nicht nur dem deutschen Touristen. Macht die Sache aus meiner Sicht etwas besser. ;-)

In Deutschland erlebe ich leider regelmäßig Zubs/KiNs, wo man sich wünscht, dass sie möglichst schnell in einen Beruf ohne Kundenkontakt wechseln. Viel öfter sehe ich aber Zubs/KiNs in ihrem Beruf total happy sind und es gut machen. Hier hat man so ziemlich das gesamte Spektrum.

Zu den Niederländern kann ich wenig sagen - längste Anreise aus München und dann das Problem, dass man von dort nicht "weiter" kommt (höchstens auf die Insel, aber der direkte Weg dorthin führt meist nicht durch NL^^) ;-)

Es grüßt
Das Krümelmonster

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Kulturunterschiede ...

Blaschke, Sonntag, 09.12.2018, 18:04 (vor 2658 Tagen) @ Krümelmonster

Hallöchen.

ich möchte bemerken: Die mürrischen Zubs waren, soweit ich das gesehen habe, allen Gästen gegenüber mürrisch und nicht nur dem deutschen Touristen.

Das war bei mir auch immer so. Das hatte ich auch so gemeint und erlebt. Es ging jetzt nicht um Blaschi als Tourist und das die deswegen muffig waren. Zu der Zeit hatte ich noch gar nicht groß rumgenörgelt über die Schweiz. ;-)

Macht die Sache aus meiner Sicht etwas besser. ;-)

Guck, seh ich umgekehrt ;-): das macht's eher schlimmer ....

Zu den Niederländern kann ich wenig sagen


Die sind tiefenentspannt, freundlich, nicht von oben herab, pragmatisch, und fühlen sich nicht als Aufseher, sondern eher als Mitreisender ...


Schöne Grüße von jörg

Teure Berge. Kapitel 1, Teil 1

moonglum, Hagen, Sonntag, 09.12.2018, 19:51 (vor 2658 Tagen) @ Krümelmonster

Supertoll...

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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Link zum nächsten Kapitel

Krümelmonster, München, Sonntag, 15.03.2020, 09:46 (vor 2197 Tagen) @ Krümelmonster
bearbeitet von Krümelmonster, Sonntag, 15.03.2020, 09:46

Hallo liebes Forum,

ui, mein Reisebericht erscheint ja inzwischen sogar in der Best-Of-Liste. :-)

Hier geht es übrigens zum nächsten Kapitel.

Es grüßt
Das Krümelmonster

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Was Du suchst, ist in Dir. Ansonsten ist es im Kühlschrank. Oder in der Kekspackung. :)

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