[AT] McKinsey wird ÖBB durchleuchten (Allgemeines Forum)
J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 21.11.2018, 12:44 (vor 2692 Tagen)
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 21.11.2018, 12:44
Auch bei den ÖBB ist McKinsey Berater (das wisste ich übrigens erst seit jetzt) und während momentan mehrere Posten nachbesetzt werden, beschloss man, McKinsey für eine Durchleuchtung des ÖBB Konzerns zu bestellen, um Einsparungspotenziale zu orten.
Zusammen mit dem Abgang von Frau Evelyn Palla soeht es nach einer personalen Umstrukturierung aus.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
[AT] McKinsey wird ÖBB durchleuchten
moonglum, Hagen, Mittwoch, 21.11.2018, 13:02 (vor 2692 Tagen) @ J-C
Kam je Gutes bei solchen Beratungen heraus????
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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
https://adobe.ly/2PMZyEV
Nicht, dass ich wüsste...
J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 21.11.2018, 13:16 (vor 2692 Tagen) @ moonglum
- kein Text -
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Kam je gutes bei bio pseudo Heilern raus?
Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Mittwoch, 21.11.2018, 16:02 (vor 2691 Tagen) @ moonglum
- kein Text -
Von jetzt an gehts bergab
ICE-TD, Mittwoch, 21.11.2018, 13:34 (vor 2691 Tagen) @ J-C
- kein Text -
"Bergab" - wie bei Lufthansa, VW oder Porsche? ^^
Baselaner, Mittwoch, 21.11.2018, 16:58 (vor 2691 Tagen) @ ICE-TD
Freunde,
machen wir uns doch nix vor - der Eisenbahn geht es nicht besonders gut. Die Gründe sind vielfältig: Altes Bundesbahndenken auf vielen Ebenen, schlechte Führungskräfte oder die Einmischung der Politik auf Sachen, wo sie sich nicht auskennen. Doch was kann man dagegen tun?
Berater fragen? Tf speziell aus dem Ruhrgebiet in den Vorstand holen, die alles meinen zu Wissen? Oder doch Blaschke als Fahrgast? Insgesamt kann man festhalten, dass alle genannten das Problem nicht lösen würden, weil sie nur einen beschränkten Blickwinkel haben - und zwar ganz speziell auf seinen Bereich.
Aber warum kann es nicht ein Mix sein?
- Die Berater wissen was der aktuelle Stand in der Industrie ist. Sprich: Wie muss wo kommuniziert werden damit alle wichtigen Informationen ankommen? Z.b. ist Shopfloormanagement in allen großen Firma Gang und Gebe. Und die Bahn? (PS: Bitte beachten: McKinsey berät nur! Die Entscheidungen was davon umgesetzt wird trifft der Vorstand zu 100% alleine)
- Die Basis weiß was sie braucht. Egal ob z.B. Tf, Servicekraft, Werkstattmitarbeiter oder nur die Verwaltung. Kann man dieses Wissen nicht auch nutzen?
- Oder doch die Fahrgäste? Diese wissen aus Ihrer Sicht wo es klemmt. Egal ob das Informationen am Bahnsteig, im Zug oder in der APP sind. Auch hier gibt es wichtige Erfahrungen, wo viele von der Bahn betriebsblind sind.
Wir merken: Alle sind wichtig und notwendig! Und ich denke, dass es einen gesunden Mix braucht, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das war natürlich nur eine kleine Auswahl. Aber auch ohne die so gehassten Berater geht es nicht. Nicht bei der Bahn, nicht bei der Lufthansa, als auch bei Porsche nicht, die sogar eine eigene Beraterfirma haben!
In dem Sinne viele Grüße!
Der Mix machts, ja aber...
Murrtalbahner, Mittwoch, 21.11.2018, 19:12 (vor 2691 Tagen) @ Baselaner
...meistens wird nur das gehört was McKinsey sagt. Wenn McKinsey sagt, ihr müsst Personal entlassen und Loks verkaufen, dass es euch wieder gut geht, dann wird das gemacht, auch wenn es ohnehin schon an allen Ecken und Enden hakt. Bei Cargo konnte man immerhin das schlimmste verhindern und ein Umdenken erwirken.
Und woher weißt du das?
Baselaner, Mittwoch, 21.11.2018, 19:23 (vor 2691 Tagen) @ Murrtalbahner
bearbeitet von Baselaner, Mittwoch, 21.11.2018, 19:24
Also meine Quellen sagen da nämlich was anderes ... Es geht ja nicht nur darum Leute zu entlassen und Loks zu verkaufen. Um Eisenbahn fahren zu lassen gehört immer noch mehr dazu! Für Fuzzie mag das reichen ... ;)
"Bergab" - wie bei Lufthansa, VW oder Porsche? ^^
ICE-TD, Mittwoch, 21.11.2018, 19:32 (vor 2691 Tagen) @ Baselaner
bearbeitet von ICE-TD, Mittwoch, 21.11.2018, 19:33
McKinnsey war schon ein paar mal bei der DB und hat sie qualtätsmäßig dahin gebracht wo sie heute steht. Der Flop ZukunftBahn mit dem strukturellen Desaster für Cargo, der miesen Pünktlichkeit und ein Haufen überflüssiger Projekte beruhen auf McKinnsey. Ich hab noch sehr gut die Hochglanz Pdf-Datei zu ZukunftBahn vor Augen und da waren eine Menge Köpfe von McKinnsey dabei. Die ehem. Fv-Chefin kam ja auch von dort. Und in ihre Zeit fielen so "gute Ideen" wie Abschaffung der Nachtzüge, Absxhaffung der Wgm usw.
Die Vorstände entscheiden immer noch!
Baselaner, Mittwoch, 21.11.2018, 19:42 (vor 2691 Tagen) @ ICE-TD
McKinnsey war schon ein paar mal bei der DB und hat sie qualtätsmäßig dahin gebracht wo sie heute steht. Der Flop ZukunftBahn mit dem strukturellen Desaster für Cargo, der miesen Pünktlichkeit und ein Haufen überflüssiger Projekte beruhen auf McKinnsey. Ich hab noch sehr gut die Hochglanz Pdf-Datei zu ZukunftBahn vor Augen und da waren eine Menge Köpfe von McKinnsey dabei. Die ehem. Fv-Chefin kam ja auch von dort. Und in ihre Zeit fielen so "gute Ideen" wie Abschaffung der Nachtzüge, Absxhaffung der Wgm usw.
Allerdings vergießt du hier, dass immer noch die Vorstände entscheiden. Von daher sollte man nicht Ursache und Auswirkungen verwechseln! Von daher ist und bleibt für mich der Mix notwendig. ;)
Die Vorstände entscheiden immer noch! Genauso ist es!
Altmann, Mittwoch, 21.11.2018, 20:01 (vor 2691 Tagen) @ Baselaner
Aus meiner eigenen beruflichen Erfahrung: Wir haben immer gerne Berater beschäftigt. Nicht, weil die besser beurteilen können als wir, was das Unternehmen braucht.
Sondern, weil die unsere Ideen dann in die Öffentlichkeit (auch die firmeninterne) tragen können, und wenn ein Berater das sagt, dann stimmt das (im Gegensatz zu den bekannten Idioten aus der Chefetage).
Ja, natürlich haben die Berater auch eigene Vorschläge gebracht *hihi* ... Die waren etwa so brauchbar, als würde man eine Umfrage im nächstbesten Obdachlosenasyl veranstalten (okay, deren Vorschläge wären vielleicht brauchbarer gewesen) ... ;-(
Mentalitätswechsel
Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Mittwoch, 21.11.2018, 20:41 (vor 2691 Tagen) @ Altmann
Aus meiner eigenen beruflichen Erfahrung: Wir haben immer gerne Berater beschäftigt. Nicht, weil die besser beurteilen können als wir, was das Unternehmen braucht.
Sondern, weil die unsere Ideen dann in die Öffentlichkeit (auch die firmeninterne) tragen können, und wenn ein Berater das sagt, dann stimmt das (im Gegensatz zu den bekannten Idioten aus der Chefetage).
Tja, heutzutage genießen weder die Chefetage noch die Beratungsfirmen ein Ansehen unter den Arbeitern und der Öffentlichkeit, weil jeder andere es ja besser weiß. Sehr gut vergleichbar übrigens mit den 80 Millionen Bundestrainern in Deutschland, die es alle besser gekonnt hätten als Joachim Löw.
Die Vorstände entscheiden immer noch!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 22.11.2018, 07:53 (vor 2691 Tagen) @ Baselaner
Allerdings vergießt du hier, dass immer noch die Vorstände entscheiden. Von daher sollte man nicht Ursache und Auswirkungen verwechseln! Von daher ist und bleibt für mich der Mix notwendig. ;)
Klar entscheiden die Vorstände. Aber sei mal ehrlich, die beauftragen Berater, hören sich deren Sermon an, und sagen dann "Danke... also so wie in nein danke" und verwerfen das, was die Berater sich ausgedacht haben? Dezent unrealistische Vorstellung. Da wird (zu) viel Geld in den Rachen der Berater gestopft, also wird das, was die auskaspern auch umgesetzt. War teuer, muß gut sein. Welcher Vorständler wrde schon zugeben, daß er eine Fehlentscheidung getroffen hat, Millionen in den Rachen der Berater zu stopfen.
Diese Berater für ein Krebsgeschwür der Wirtschaft haltende Grüße
der Colaholiker
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Die Vorstände entscheiden immer noch!
Münchner, Freitag, 23.11.2018, 10:45 (vor 2690 Tagen) @ Baselaner
Allerdings vergießt du hier, dass immer noch die Vorstände entscheiden. Von daher sollte man nicht Ursache und Auswirkungen verwechseln! Von daher ist und bleibt für mich der Mix notwendig. ;)
Das ist die übliche Ausrede von solchen Firmen. Man habe ja nur Vorschläge gemacht. Was davon umgesetzt wird, liege nicht in der eigenen Verantwortung. Wenn sie ehrlich wären, dann müssten sie sagen, dass sie vom Bahnbetrieb keine Ahnung haben und daher den Auftrag nicht annehmen können. Tun sie aber nicht. Warum auch, wenn man seine üblichen "Rezepte", die Verschlankung in jeder Hinsicht umfassen, einmal mehr verkaufen kann.
Die Vorstände argumentieren dann damit, dass man zig Millionen für die Berater ausgegeben hat und natürlich deren Ratschläge umsetzt.
Die Vorstände entscheiden immer noch!
Baselaner, Freitag, 23.11.2018, 13:29 (vor 2689 Tagen) @ Münchner
Allerdings vergießt du hier, dass immer noch die Vorstände entscheiden. Von daher sollte man nicht Ursache und Auswirkungen verwechseln! Von daher ist und bleibt für mich der Mix notwendig. ;)
Das ist die übliche Ausrede von solchen Firmen. Man habe ja nur Vorschläge gemacht. Was davon umgesetzt wird, liege nicht in der eigenen Verantwortung. Wenn sie ehrlich wären, dann müssten sie sagen, dass sie vom Bahnbetrieb keine Ahnung haben und daher den Auftrag nicht annehmen können. Tun sie aber nicht. Warum auch, wenn man seine üblichen "Rezepte", die Verschlankung in jeder Hinsicht umfassen, einmal mehr verkaufen kann.
Gegenfrage: Müssen sie denn Ahnung vom Bahnbetrieb haben? Müssen sie wissen was ein ZS1 ist? Müssen sie wissen wie ein IC1 vorbereitet wird? Oder sind es nicht doch größere Probleme: Personalmangel, Verfügbarkeitsprobleme oder Kapazitätsengpässe an der Infrastruktur. Und um diese großen Posten zu lösen muss ich keine Ahnung vom Bahnbetrieb haben.
Ich habe zufällig auf Arbeitsebene mit solchen Leuten zu tun. Und wenn man sich mit denen Unterhält merkt man schnell, dass sie keine Ahnung vom Bahnbetrieb oder Instandhaltung haben - und das sagen sie auch selber. Müssen sie auch nicht! Denn Ziel muss immer sein, dass die Firma sich selbst vorantreibt. Das Wissen ist bereits da! Nur es wird nicht umgesetzt. Dagegen kann man aber was tun: Z.b. Shopfloormanagement - also genau das, was in der Industrie seit Jahren erfolgreich durchgeführt wird! Und genau für diese Einführung sind die Berater spezialisiert. Denn wie gesagt: Jede Firma muss sich selber tragen, damit die Nachhaltigkeit auch gesichert wird!
Die Vorstände entscheiden immer noch!
ICE-TD, Freitag, 23.11.2018, 13:39 (vor 2689 Tagen) @ Baselaner
bearbeitet von ICE-TD, Freitag, 23.11.2018, 13:41
Wenn diese Vorstände dann aber eine Berufsgruppe abschaffen und dabei die Konsequenzen daraus überhaupt nicht überblicken können, dann macht sich das fehlende Basiswissen über den Bahnbetrieb bemerkbar. Besonders schön ist es wenn man dann versucht für zwei Lohngruppen niedriger Beschäftigte zu finden mit fast dem gleichen Aufgabenfeld wie die abgeschaffte Berufsgruppe, merkt das man keinen dafür findet und dann die Entgeltgruppe wieder anheben muß. Nur haben sich die alten Mitarbeiter längst woanders einen Job gesucht und wurden dort gern genommen als gutausgebildete Fachkräfte. Aber so hat man eben seine Daseinsberechtigung mit ständigen Umstrukturierungen die nichts bringen außer Unruhe ins Unternehmen.
Ursachen oder Auswirkungen?
Baselaner, Freitag, 23.11.2018, 13:46 (vor 2689 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von Baselaner, Freitag, 23.11.2018, 13:48
Wenn diese Vorstände dann aber eine Berufsgruppe abschaffen und dabei die Konsequenzen daraus überhaupt nicht überblicken können, dann macht sich das fehlende Basiswissen über den Bahnbetrieb bemerkbar. Besonders schön ist es wenn man dann versucht für zwei Lohngruppen niedriger Beschäftigte zu finden mit fast dem gleichen Aufgabenfeld wie die abgeschaffte Berufsgruppe, merkt das man keinen dafür findet und dann die Entgeltgruppe wieder anheben muß. Nur haben sich die alten Mitarbeiter längst woanders einen Job gesucht und wurden dort gern genommen als gutausgebildete Fachkräfte. Aber so hat man eben seine Daseinsberechtigung mit ständigen Umstrukturierungen die nichts bringen außer Unruhe ins Unternehmen.
Naja - ganz ehrlich gesagt sind das aber nicht die Hauptprobleme der Bahn! Die wirklichen Ursachen sind Personalmangel, Verfügbarkeitsprobleme und Engpässe an der Infrastruktur! Keins der Probleme löst man damit! Also sollten wir lieber die wahren Probleme angehen!
Oder wären wir mit Wagenneister bei 100% Pünktlichkeit?
Ursachen oder Auswirkungen?
ICE-TD, Freitag, 23.11.2018, 15:52 (vor 2689 Tagen) @ Baselaner
Oder wären wir mit Wagenneister bei 100% Pünktlichkeit?
Genau dieses Denken in den Chefetagen führt zu den Pünktlichkeitsproblemen. Es ist nicht eine große Ursache, die Summe machts. Wenn ich meinen gestrige Fahrt mir einem IC sehe: gestörte HOA, Defekte im Wagenpark und schlecht geplante Bauarbeiten, machte in der Summe 1h Verspätung. Vielleicht hätte ein Wgm zumindest die Drehfahrt, den Haltausfall und 20-30 min Verspätung erspart wenn er die Wagendefekte wieder hin bekommen hätte.
Ursachen oder Auswirkungen?
Baselaner, Freitag, 23.11.2018, 16:05 (vor 2689 Tagen) @ ICE-TD
Oder wären wir mit Wagenneister bei 100% Pünktlichkeit?
Genau dieses Denken in den Chefetagen führt zu den Pünktlichkeitsproblemen. Es ist nicht eine große Ursache, die Summe machts. Wenn ich meinen gestrige Fahrt mir einem IC sehe: gestörte HOA, Defekte im Wagenpark und schlecht geplante Bauarbeiten, machte in der Summe 1h Verspätung. Vielleicht hätte ein Wgm zumindest die Drehfahrt, den Haltausfall und 20-30 min Verspätung erspart wenn er die Wagendefekte wieder hin bekommen hätte.
Ich bin zig mal mit dem Wagenmeister mitgelaufen und habe gesehen was er alles repariert hat. Und das war der Beste sagten alle. Ohne Zeit und Material ist das seeeeehr begrenzt...
Aber auch hier verwechselst du wieder Ursache und die Auswirkung. Wenn der Defekt nicht Auftritt, weil vorher schon das Bauteil gewechselt wird, dann brauche ich auch keinen Wagenmeister oder sonstige Personen! Wenn die Baustellen besder geplant wären ... Wenn ... Wenn ... Wenn ... Und da muss angesetzt werden! Wenn ich nur die Auswirkungen bekämpfe wird sich gar nichts verbessern! Wenn ich die Ursachen anpacke, dann - nur dann ändert es sich deutlich zum positiven!
Viele Grüße!
Ursachen oder Auswirkungen?
ICE-TD, Freitag, 23.11.2018, 16:10 (vor 2689 Tagen) @ Baselaner
Aber auch hier verwechselst du wieder Ursache und die Auswirkung. Wenn der Defekt nicht Auftritt, weil vorher schon das Bauteil gewechselt wird, dann brauche ich auch keinen Wagenmeister oder sonstige Personen!
Da wollte ich eigentlich nichts zu sagen um es nicht wieder persönlich werden zu lassen, aber der Park stand den ganzen Tag lang am Tag zuvor bei dir...
Und die Werkstatt ist bicht Schuld? Du besserst dich! ;)
Baselaner, Freitag, 23.11.2018, 16:24 (vor 2689 Tagen) @ ICE-TD
Aber auch hier verwechselst du wieder Ursache und die Auswirkung. Wenn der Defekt nicht Auftritt, weil vorher schon das Bauteil gewechselt wird, dann brauche ich auch keinen Wagenmeister oder sonstige Personen!
Da wollte ich eigentlich nichts zu sagen um es nicht wieder persönlich werden zu lassen, aber der Park stand den ganzen Tag lang am Tag zuvor bei dir...
Das sagen ist nicht das Problem. Nur wenn du dann wieder sagst "scheiß Werkstatt - die hat Schuld(!)", dann geht das gar nicht. Denn es kann verschiedene Ursachen haben. Von...
- zu wenig Zeit,
- schlecht konstruierstes Bauteil,
- zu altes Bauteil,
- falsch eingebautes Bauteil,
- der Fahrzeughalter will sein Fahrzeug wieder in Einsatz haben, obwohl noch nicht alles repariert ist,
- Schaden, der vorher nicht gesehen werden konnte
- bis hin zum Fall das planmäßig gar kein Handwerker an diesem Wagen dran war, weil er i.O. war!
Und mit genau geschaut werden 'Warum?' und die Ursachen abgestellt werden! Nicht die Auswirkungen, dass ich noch zig Leute einstelle, die die Schäden im Betrieb abstellen sollen!
Und du wirst es kaum glauben. Aber ich bin der Meinung, dass das nur gemeinsam mit Fahrzeughalter, Werkstatt und Betrieb geht. Aber hier wird leider hart getrennt. Leider!
Die Vorstände entscheiden immer noch!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 23.11.2018, 14:24 (vor 2689 Tagen) @ Baselaner
Gegenfrage: Müssen sie denn Ahnung vom Bahnbetrieb haben?
Von den Abläufen des Bahnbetriebs.
Müssen sie wissen was ein ZS1 ist?
Nö.
Müssen sie wissen wie ein IC1 vorbereitet wird?
Sie müssen nicht wissen, welche Knöpfe in welcher Reihenfolge zu drücken sind, oder auf wievle Bar der Ersatzreifen aufzupumpen ist.
Aber sie müssen wissen, daß ein Zug vorbereitet werden muß, wieviel Zeit dafür benötigt wird, und welche Personen mit welcher Qualifikation dafür benötigt werden. Sie müssen selbstredend nicht über diese Qualifikation verfügen.
Oder sind es nicht doch größere Probleme: Personalmangel
Um dessen Ausmaß zu erkennen, muß man den Personalbedarf ermitteln können, wozu man die Abläufe kennen muß.
Verfügbarkeitsprobleme oder Kapazitätsengpässe an der Infrastruktur.
Auch hierzu ist Kenntnis von Abläufen, Nachfragestärke etc notwendig. Aus dem Kopf 'ne Bauriehe 101 neu verkabeln können muß man dazu natürlich nicht.
Und um diese großen Posten zu lösen muss ich keine Ahnung vom Bahnbetrieb haben.
Und wie willst Du erkennen, daß auf Strecke X zwischen km Y und Z regelmäßig Zug 123 durch Zug 456 ausgebremst wird, wenn man die Abläufe nicht kennt?
Hinweis gebende Grüße
der Colaholiker
--
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Die Vorstände entscheiden immer noch!
Baselaner, Freitag, 23.11.2018, 14:35 (vor 2689 Tagen) @ Colaholiker
Gegenfrage: Müssen sie denn Ahnung vom Bahnbetrieb haben?
Von den Abläufen des Bahnbetriebs.
Da gehe ich teilweise mit. Aber ...
Müssen sie wissen was ein ZS1 ist?
Nö.
Müssen sie wissen wie ein IC1 vorbereitet wird?
Sie müssen nicht wissen, welche Knöpfe in welcher Reihenfolge zu drücken sind, oder auf wievle Bar der Ersatzreifen aufzupumpen ist.
Aber sie müssen wissen, daß ein Zug vorbereitet werden muß, wieviel Zeit dafür benötigt wird, und welche Personen mit welcher Qualifikation dafür benötigt werden. Sie müssen selbstredend nicht über diese Qualifikation verfügen.
Oder sind es nicht doch größere Probleme: Personalmangel
Um dessen Ausmaß zu erkennen, muß man den Personalbedarf ermitteln können, wozu man die Abläufe kennen muß.
Naja im Idealfall machen das die Berater nicht alleine. Sie sollten immer Fachunterstützung zur Seite gestellt bekommen. Und dieser Fachmann kann dann diese Abläufe erläutern.
Verfügbarkeitsprobleme oder Kapazitätsengpässe an der Infrastruktur.
Auch hierzu ist Kenntnis von Abläufen, Nachfragestärke etc notwendig. Aus dem Kopf 'ne Bauriehe 101 neu verkabeln können muß man dazu natürlich nicht.
Auch hier muss immer ein Fachmann zur Seite gestellt bekommen. Dieser Fachmann hat das Fachwissen, der Berater die Methoden. Wichtig dabei ist allerdings, dass man im ersten Moment nicht stur denkt, dass klappt doch sowieso nicht. Denn beide Abteilungen kommen am Besten voran, wenn man sich ergänzt!
Und um diese großen Posten zu lösen muss ich keine Ahnung vom Bahnbetrieb haben.
Und wie willst Du erkennen, daß auf Strecke X zwischen km Y und Z regelmäßig Zug 123 durch Zug 456 ausgebremst wird, wenn man die Abläufe nicht kennt?
Wenn es nur ein Zug wäre ... ^^ Es geht hier im ersten Moment nicht darum ob das ICE123 ist, sondern generell auswertet, wie viel Verspätung z.B. die Strecke generiert.
Hinweis gebende Grüße
der Colaholiker
Viele Grüße!
Die Vorstände entscheiden immer noch!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 23.11.2018, 15:03 (vor 2689 Tagen) @ Baselaner
Da gehe ich teilweise mit. Aber ...
Ein Teilkonsens ist schon mal besser als keiner. :)
Naja im Idealfall machen das die Berater nicht alleine. Sie sollten immer Fachunterstützung zur Seite gestellt bekommen. Und dieser Fachmann kann dann diese Abläufe erläutern.
Die Frage ist, warum fragt man dann nicht einfach die Fachleute selbst? Warum braucht es da noch ein weiteres Glied in der Stille-Post-Kette? Nach dem, was ich hier so mitbekomme, ist es ja zumindest im Hause DB wohl nicht ganz unüblich, daß die hauseigenen Fachleute die sind, auf die man am wenigsten hört, und den Externen mehr Kompetenz zutraut.
Mein Arbeitgeber ist für externe Betrater zu geizig, bei uns stehen nach dem Peter-Prinzip gewählte Vorgesetzte in ähnlich blockierender Funktion. :o)
Auch hier muss immer ein Fachmann zur Seite gestellt bekommen. Dieser Fachmann hat das Fachwissen, der Berater die Methoden. Wichtig dabei ist allerdings, dass man im ersten Moment nicht stur denkt, dass klappt doch sowieso nicht. Denn beide Abteilungen kommen am Besten voran, wenn man sich ergänzt!
Wie gesagt, wenn das wissen doch da ist, halte ich zusätzliche Berater für überflüssig.
Wenn es nur ein Zug wäre ... ^^ Es geht hier im ersten Moment nicht darum ob das ICE123 ist, sondern generell auswertet, wie viel Verspätung z.B. die Strecke generiert.
;-) Das war ja auch nur ein Beispiel, wie Dein ZS1. Man könnte auch einfach auf die Menge der im normalen Betrieb ohne externe Störfaktoren wie Unwetter und Unfälle auftretenden Verspätungen verweisen. Verspätungen durch längere Fahrgastwechsel oder technische Probleme an Strecke und/oder Zug sind für mich interne Störfaktoren, denen man begegnen kann. Sei es durch längere Halte für den Fahrgastwechsel, wenn der Bedarf es erfordert, Maßnahmen zur Personenlenkung, oder für die Technik entsprechende Instandhaltung, und Reserven/Redundanzen, die zumindest einen großen Teil der technischen Probleme vermeiden könnte. (Ich weiß, 100% Verfügbarkeit gibt es nicht. Aber man kann sich dieser Zahl zumindest annähern.)
Viele Grüße!
Konstruktive Grüße
der Colaholiker
--
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Die Vorstände entscheiden immer noch!
Baselaner, Freitag, 23.11.2018, 15:59 (vor 2689 Tagen) @ Colaholiker
Da gehe ich teilweise mit. Aber ...
Ein Teilkonsens ist schon mal besser als keiner. :)
Naja im Idealfall machen das die Berater nicht alleine. Sie sollten immer Fachunterstützung zur Seite gestellt bekommen. Und dieser Fachmann kann dann diese Abläufe erläutern.
Die Frage ist, warum fragt man dann nicht einfach die Fachleute selbst? Warum braucht es da noch ein weiteres Glied in der Stille-Post-Kette?
Das gibt verschiedene Gründe... Fragt man z.B die Basis kommt in 90% die Antwort mehr Personal (um damit auch Overhead!). Doch hier wird immer gerne zwischen Ursache und Auswirkungen verwechselt. Denn warum brauche ich denn mehr Personal? Viel mehr hat es was damit zu tun, dass der Zug nicht Pünktlich zur Instandhaltung kommt?, dass die Leute nicht gut genug qualifiziert sind?, dass es ewig braucht bis Material geholt wird?, usw... Es geht also um den Prozess um der Arbeit herum! Ich kann mehr Personal einstellen - dann ändert sich die Ursache immer noch nicht, sondern es wird immer mehr Personal eingestellt. Problem dabei: Der Konkurrent schafft es die Züge pünktlich der Instandhaltung zu übergeben. Da sitzen nicht 5 Leute 3 Stunden rum bis der Zug in der Halle steht. Also braucht er auch weniger Leute und kann kostengünstiger "produzieren". Das war jetzt mal ein Beispiel, weswegen ich Beraterung benötige. Das ganze könbte ich auch im Overhead machen! Es gibt dafür nämlich Standarts in der Industrie. Doch wer zu Bundesbahn- oder Reichsbahnzeiten groß geworden ist kennt das nicht. Aber heutzutage muss man sich dem Wettbewerb stellen! Und das geht nur, indem man mit der Zeit geht - ansonsten geht sie mit dir!
Viele Grüße!
Nein, mit DEM am Steuer geht's bergauf!
Blaschke, Mittwoch, 21.11.2018, 22:07 (vor 2691 Tagen) @ Baselaner
Huhu.
Berater fragen? Tf speziell aus dem Ruhrgebiet in den Vorstand holen, die alles meinen zu Wissen? Oder doch Blaschke als Fahrgast? (...)
Wir merken: Alle sind wichtig und notwendig!
Ah, es geht voran. Der erste, der es hier ausspricht: Blaschi ist wichtig!
Es wird ....
Schöne Grüße aus dem - nun ja, es ist nunmal so - wieder verspäteten ICE 26. Aber heute ist mir das egal, muss morgen nicht um 4:38 Uhr wieder los wie heute morgen. Übrigens war Blaschi heute morgen im Schulbus auch wichtig in gewisser Form: Teile der Kundschaft waren durcheinander, weil ich einen Fahrschein sehen wollte ...
Und später hat man nur für mich den Anschlussbus satte 7 Minuten warten lassen!!!! Nur damit ich zählen konnte. Aber keine Sorge, kein Fahrgast erlitt einen Nachteil. War nämlich keiner da.
WESTbahn könnt's freuen ...
Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Mittwoch, 21.11.2018, 16:03 (vor 2691 Tagen) @ J-C
... oder es läuft tatsächlich was bei den ÖBB falsch, wer weiß.
Bei den DB könnte jedenfalls eine echte Beratung wunder wirken. Was man da nicht alles verbessern könnte ... vielleicht Blaschi engagieren. :D
Ein sehr richtiger Vorschlag ...
Blaschke, Mittwoch, 21.11.2018, 21:58 (vor 2691 Tagen) @ Paladin
Huhu.
... vielleicht Blaschi engagieren.
Dass der es besser könnte, steht ja außer Frage.
Nur wird den niemand einstellen - denn anschließend wird er höchstwahrscheinlich entlassen.
Schöne Grüße von jörg
Das wirst Du doch aushalten...
heinz11, Donnerstag, 22.11.2018, 00:08 (vor 2691 Tagen) @ Blaschke
Huhu.
... vielleicht Blaschi engagieren.
Dass der es besser könnte, steht ja außer Frage.
Nur wird den niemand einstellen - denn anschließend wird er höchstwahrscheinlich entlassen.
...wenn Du 6 Monate als Vorstand arbeitest, dann entlassen wirst und fürs Nichtstun in den restlichen 4,5 Jahren 200 T€ per anno kassierst, oder?
Da kannst Du es Dir sogar leisten, nur zu "blaschigerechten" Zeiten zählen zu gehn.
Geld ist keine Triebfeder ...
Blaschke, Donnerstag, 22.11.2018, 10:52 (vor 2691 Tagen) @ heinz11
Huhu.
...wenn Du 6 Monate als Vorstand arbeitest, dann entlassen wirst und fürs Nichtstun in den restlichen 4,5 Jahren 200 T€ per anno kassierst, oder?
Gemeint war, dass ich den entlasse, der mich eingestellt hat.
Wenn ich da oben bin, setzt mich niemand vor die Tür. Ich wüßte mich schon zu verteidigen. Frag all meine Chefs, die mich schon ganz unten zwar als Arbeiter schätzen, aber als Querulant verachten und mich trotzdem ertragen (müssen) ... ;-)
Aber zu deinem Szenario: Geld ist nicht die Triebfeder. Zumal das eh weggepfändet wird. Heute 7 Std weg für 25 Euro, morgen deren 9 für auch 25 Euro etwa - das mache ich aus Spaß und rechne mir nicht den Stundenlohn aus ... ;-)
Da kannst Du es Dir sogar leisten, nur zu "blaschigerechten" Zeiten zählen zu gehn.
Also zu den berühmten "extremen Tagesrandlagen".
Gern erinnere ich mich an 22:41h Dortmund nach Mönchengladbach 1:09h oder so ähnlich. 3 Uhr die ExpressSBahn von Köln nach Airport Düsseldorf, Nachtstern Hannover. Oder morgens um 5 die stolzen Bremer Hanseaten befragen. Oder wie vorgestern 23h Büren-Ringelstein und morgens um 5 schon wieder ...
Schöne Grüße von jörg
[AT] McKinsey wird ÖBB durchleuchten
SveFC, Somewhere, Donnerstag, 22.11.2018, 09:19 (vor 2691 Tagen) @ J-C
Viel Spaß mit dem Schrotthaufen, der danach von der ÖBB übrig bleiben wird
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Dieses Forum ist wie gemacht um die DB immer und immer wieder schlecht darzustellen, egal was sie gemacht oder nicht gemacht hat. So wollen es die anwesenden Eisenbahnhater
McKinsey berät ÖBB schon seit vielen Jahren
J-C, In meiner Welt, Freitag, 23.11.2018, 11:10 (vor 2690 Tagen) @ SveFC
bearbeitet von J-C, Freitag, 23.11.2018, 11:11
Einer derer Berater war sogar in der Güterverkehrssparte Bis 2015 tätig.
Die ÖBB haben schon einige Umstrukturierungen mitgemacht und es überstanden... so schnell geht das nicht kaputt.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Sowas geht schneller als du denkst ;-)
Matze86, München, Freitag, 23.11.2018, 11:14 (vor 2690 Tagen) @ J-C
- kein Text -
Aber wieso?
J-C, In meiner Welt, Freitag, 23.11.2018, 11:24 (vor 2690 Tagen) @ Matze86
McKinsey ist mindestens ein Jahrzehnt für die ÖBB tätig, was soll jetzt plötzlich sich ändern?
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky