[B / NL] Die nächste Seifenoper? (Allgemeines Forum)
ICE11, Aachen, Samstag, 10.11.2018, 19:53 (vor 2703 Tagen)
Hallo zusammen,
die von Oscar regelmäßig fortgesetzte Seifenoper um die HSL-Zuid dürfte uns allen noch bekannt sein, nun haben sich Belgier und Niederländer wieder in der Wolle. Diesmal geht es um die Zulassung der Flirts von Arriva, die ab Dezember eigentlich zwischen Aachen, Heerlen, Maastricht und Lüttich fahren sollten, vorerst jedoch nicht nach Belgien kommen werden. Grund ist die offensichtliche Blockadehaltung der Belgier wenn es darum geht, einem privaten Nahverkehrs-EVU den Zugang zum eigenen Netz zu gewähren. Jedenfalls beruft man sich auf ab 2025 (!) verbindliche EU-Sicherheitsregeln, die selbst die eigenen belgischen Züge noch nicht einhalten können. Von Arriva wird die entsprechende Ausstattung jedoch schon jetzt verlangt. Nach Darstellung von Arriva sind die Belgier auch erst vor kurzem mit diesen Anforderungen um die Ecke gekommen, obwohl man vorher schon länger konstruktiv im Gespräch über den neuen "LIMAX" war. Da die Niederländer das natürlich nicht auf sich sitzen lassen wollen, drohen diese nun ihrerseits mit der Verweigerung der Zulassung für redesignte belgische "Varkensneus" (MS-75) im NL-Netz......
https://www.treinreiziger.nl/reiziger-dupe-nederland-en-belgie-dupe-bureaucratie/
https://www.nrc.nl/nieuws/2018/11/08/spooroorlog-dreigt-wegens-verbinding-maastricht-lu...
[B / NL] RE Aachen-Maastricht-Lüttich
RhBDirk, Samstag, 10.11.2018, 22:25 (vor 2703 Tagen) @ ICE11
Na, ob da die belgischen Gewerkschaften vielleicht auch ihre dreckigen Finger drin haben?
Wie ist das geplant?
Stellt DB Arriva die Tf auf der gesamten Verbindung oder gibts Personalwechsel an den Grenzen?
[B / NL] RE Aachen-Maastricht-Lüttich
ICE11, Aachen, Samstag, 10.11.2018, 23:34 (vor 2703 Tagen) @ RhBDirk
bearbeitet von ICE11, Samstag, 10.11.2018, 23:35
Vorgesehen sind (waren?) bisher wohl belgische Tfs zwischen Lüttich und Maastricht. Was den deutschen Abschnitt betrifft, so müssen auch DB-Tfs geplant sein, da ein Triebwagen planmäßig in Aachen übernachtet.
[B / NL] Die nächste Seifenoper?
Dominik, Duisburg, Samstag, 10.11.2018, 22:27 (vor 2703 Tagen) @ ICE11
Bei diesem Kindergarten frage ich mich, ob ich heulen oder lachen soll.
--
Gern benutzte Fahrzeuge: n-Wagen, süwex-FLIRT, Dostos, 403, Talent
Fahrzeuge, die ganz ok sind: Talent 2, 611
äußerst ungern benutzte Fahrzeuge: 402, Bimz, LINT, 425
[B / NL] Die nächste Seifenoper?
thelasse, Utrecht(NL), Samstag, 10.11.2018, 23:55 (vor 2703 Tagen) @ ICE11
Hallo zusammen,
die von Oscar regelmäßig fortgesetzte Seifenoper um die HSL-Zuid dürfte uns allen noch bekannt sein, nun haben sich Belgier und Niederländer wieder in der Wolle. Diesmal geht es um die Zulassung der Flirts von Arriva, die ab Dezember eigentlich zwischen Aachen, Heerlen, Maastricht und Lüttich fahren sollten, vorerst jedoch nicht nach Belgien kommen werden. Grund ist die offensichtliche Blockadehaltung der Belgier wenn es darum geht, einem privaten Nahverkehrs-EVU den Zugang zum eigenen Netz zu gewähren. Jedenfalls beruft man sich auf ab 2025 (!) verbindliche EU-Sicherheitsregeln, die selbst die eigenen belgischen Züge noch nicht einhalten können. Von Arriva wird die entsprechende Ausstattung jedoch schon jetzt verlangt. Nach Darstellung von Arriva sind die Belgier auch erst vor kurzem mit diesen Anforderungen um die Ecke gekommen, obwohl man vorher schon länger konstruktiv im Gespräch über den neuen "LIMAX" war. Da die Niederländer das natürlich nicht auf sich sitzen lassen wollen, drohen diese nun ihrerseits mit der Verweigerung der Zulassung für redesignte belgische "Varkensneus" (MS-75) im NL-Netz......
https://www.treinreiziger.nl/reiziger-dupe-nederland-en-belgie-dupe-bureaucratie/
https://www.nrc.nl/nieuws/2018/11/08/spooroorlog-dreigt-wegens-verbinding-maastricht-lu...
Was ich immernoch nicht verstanden habe ist: Zur Zeit fährt die NMBS im Auftrag der NS auf der Strecke Maastricht-Eijsden (- Lüttich) als Teil der Hoofdrailnet Konzession die ja noch bis 2025 gilt.Soll Arriva ab Dezember diesen Auftrag von der NMBS übernehmen oder fährt der Arriva Zug zusätzlich zum NMBS Zug ? Was ja praktisch wäre weil man so einen 30-Minuten Takt auf der Strecke schaffen würde.
[B / NL] Die nächste Seifenoper?
ICE11, Aachen, Sonntag, 11.11.2018, 17:26 (vor 2702 Tagen) @ thelasse
Nabend,
Was ich immernoch nicht verstanden habe ist: Zur Zeit fährt die NMBS im Auftrag der NS auf der Strecke Maastricht-Eijsden (- Lüttich) als Teil der Hoofdrailnet Konzession die ja noch bis 2025 gilt.Soll Arriva ab Dezember diesen Auftrag von der NMBS übernehmen oder fährt der Arriva Zug zusätzlich zum NMBS Zug ? Was ja praktisch wäre weil man so einen 30-Minuten Takt auf der Strecke schaffen würde.
Nein, es bliebe bei einem Zug pro Stunde. Selbst in NL-Foren ist man sich nicht ganz einig, wie die Vertragsmodalitäten nun genau aussehen. Scheinbar (jedenfalls die am meisten genannte Variante) wird es so sein: Arriva "mietet" zwischen Lüttich und Maastricht die Tfs von der NMBS während die NMBS wiederum das Fahrzeug von Arriva "mietet" und die Trasse zur Verfügung stellt. Sowohl NS, als auch NMBS lagern ihre vertragliche Pflicht, Eijsden, Visé und Bressoux zu bedienen vertraglich an Arriva aus. Kompliziert....
Würde man Belgien ENDLICH aufteilen ..
Blaschke, Sonntag, 11.11.2018, 09:57 (vor 2702 Tagen) @ ICE11
Huhu.
... hätte sich das Problem erledigt.
Schöne Grüße von jörg
Würde man Belgien ENDLICH aufteilen ..
Bluenight1983, Sonntag, 11.11.2018, 12:06 (vor 2702 Tagen) @ Blaschke
Würde alles leichter machen.
Flamen kommt zu den Niederlanden.
Die Wallonie zu Frankreich.
Der östliche Rand zurück nach Deutschland.
Und Brüssel kann man als Hauptstadt der EU eigenständig verwalten lassen, wie in den USA.
Das hat mit der Realität nichts zu tun
Frankfurt (Main) Süd, Sonntag, 11.11.2018, 13:37 (vor 2702 Tagen) @ Bluenight1983
Zwar ist in Flandern der Wunsch recht verbreitet, sich vom Rest Belgiens zu lösen, aber sich mit den Niederlanden vereinigen, wollen die allerwenigsten. Die Wunschvorstellung ist eher ein unabhängiges Flandern - selbstverständlich mit Brüssel als Hauptstadt, auch wenn dort nur eine kleine Minderheit Flämisch spricht.
In den übrigen Teilen Belgiens kann man der Idee einer Aufteilung des Landes ohnehin deutlich weniger abgewinnen, aber wenn die sich nicht vermeiden lassen sollte, würde wohl kaum ein Wallone Franzose werden wollen - und umgekehrt soll schon Mitterrand mal gesagt haben, Wallonien würde er nicht mal geschenkt nehmen.
Und auch im kleinen deutschsprachigen Ostbelgien würde man im Zweifel eher mal bei Luxemburg anklopfen oder zur Not versuchen, Liechtenstein 2.0 zu werden, als sich in einen vernachlässigten Landstrich am äußersten Rand von NRW zu verwandeln.
Merke: eine gemeinsame Sprache bedingt nicht automatisch den Wunsch, in einem gemeinsamen Land zu leben. Wer es nicht glaubt, kann gern mal in Österreich oder Irland nachfragen.
Das hat mit der Realität nichts zu tun
Co_Tabara-98, Hannover, Sonntag, 11.11.2018, 21:03 (vor 2702 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd
Brüssel als "freie Stadt" unter EU-Protektorat (habe ich Bluenight1983 richtig verstanden?), wäre sicher das letzte, was sich die Belgier vorstellen könnten.
Zwar ist in Flandern der Wunsch recht verbreitet, sich vom Rest Belgiens zu lösen, aber sich mit den Niederlanden vereinigen, wollen die allerwenigsten. Die Wunschvorstellung ist eher ein unabhängiges Flandern - selbstverständlich mit Brüssel als Hauptstadt, auch wenn dort nur eine kleine Minderheit Flämisch spricht.
Man würde also nicht darum herumkommen, die Stadt aufzuteilen. Das muss ja nicht so enden wie Nikosia, Belfast oder Berlin (61-89), auch Berlin (49-61) taugt als Vorbild eher nicht ("über alle Sprachgrenzen hinweg rollt deine Metro"). Es könnte ja genauso friedlich bleiben wie in Baarle.
Und auch im kleinen deutschsprachigen Ostbelgien würde man im Zweifel eher mal bei Luxemburg anklopfen
aber nicht unbedingt eingelassen werden,
oder zur Not versuchen, Liechtenstein 2.0 zu werden,
einfach das "Ost" streichen, so bleibt man als Rechtsnachfolger Belgiens in der EU,
als sich in einen vernachlässigten Landstrich am äußersten Rand von NRW zu verwandeln.
oder Rheinland-Pfalz - vielleicht gehen auch der Nord- und der Südkanton getrennte Wege?
Würde man Belgien ENDLICH aufteilen ..
thelasse, Utrecht(NL), Sonntag, 11.11.2018, 16:45 (vor 2702 Tagen) @ Bluenight1983
Würde alles leichter machen.
Flamen kommt zu den Niederlanden.
Die Wallonie zu Frankreich.
Der östliche Rand zurück nach Deutschland.
Und Brüssel kann man als Hauptstadt der EU eigenständig verwalten lassen, wie in den USA.
Wie Frankfurt (Main) Süd schon schreibt ist das weit entfernt von der Realität. Aber es würde im Fall des RE Aachen-Maastricht-Lüttich um den es ja hier geht nicht viel bringen.
Die Strecke Maastricht-Lüttich würde eine internationale Strecke bleiben und die SNCF die dann statt der NMBS/SNCB mit am Tisch sitzen würde ist jetzt auch nicht unbedingt dafür bekannt private Bahnunternehmen mit offenen Armen zu empfangen.
Der Arriva-Zug wird in Belgien einfach als überflüssig gesehen. Die NMBS möchte lieber den "IC" Kortrijk-Brüssel-Welkenraedt nach Aachen verlängern. Was ja auch für Aachen eigentlich attraktiver wäre (kürzere Fahrzeit als über Maastricht,belgischer Tarif auf der gesamten Strecke,ohne Umstieg nach Brüssel). Aus diesem Grund sieht man den Sinn dieses Dreiländer-Zugs nicht.
Meiner Ansicht nach geht es der NMBS aber hauptsächlich ums Geld. Jetzt wird man von der NS bezahlt um für sie die Strecke Maastricht-Eijsden zu betreiben. Dieses Geld fällt weg wenn Arriva die Strecke übernimmt. Auch will Arriva den Zug beschleunigen. Wenn Arriva in den Niederlanden für die NS fährt wird man an den Halten wenig ändern können (man könnte die Regionalbahnen nach Roermond und/oder Heerlen die jetzt in Maastricht Randwyck enden nach Eijsden verlängern = Zug nach Lüttich hällt nicht in Eijsden). Also müsste man in Belgien den Halt in Bressoux streichen. Da aber der Zug Maastricht-Hasselt der einzige Zug ist der dort hält müsste die NMBS dann schauen wie sie die Station bedient was wahrscheinlich zusätzliche Kosten bedeutet.
[B / NL] Die nächste Seifenoper?
logis016, Sonntag, 11.11.2018, 16:37 (vor 2702 Tagen) @ ICE11
Es schaut tatsächlich wie einde Seifenoper aus, leider. Ist nicht das erste mal das im internationale Persohnenverkehr mit NL nicht alles glatt läuft. Hat wohl nicht die grösste Priorität bei ProRail usw.
Eine andere frage: wann fangen die Testfahrten na zwischen Landgraaf und Herzogenrath? Der Draht hängt ja. Laut schreiben an den Bewohnern soll das erst in der Woche voor dem Fahrplanwechsel stattfinden, und zwar in den Nächten. Kommt mir spät vor. Vom NS personal zou Arriva und sogenanntes Weglernen in einer Woche? Ich befürgte da kommen noch Kindeskrankheiten dazu bom Material.