CH: Ausbauschritt 2035 mit sehr vielen Viertelstundentakten (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Mittwoch, 31.10.2018, 19:19 (vor 2713 Tagen)

Der Bundesrat (Exekutive) schickt seinen Vorschlag für den Ausbauschritt 2030/2035 in die Vernehmlassung (Meinungsäusserung der Betroffenen, bevors ins Parlament weitergeht). Es sollen 12 Milliarden CHF investiert werden, ein stattlicher Betrag.

Auf der Liste der Verbesserungen (PDF) sieht man sehr viele neue Viertelstundentakte. Im Fernverkehr vor allem Zürich-Bern, Zürich-Luzern und Genf-Lausanne. Auch soll der Rohbau im mittleren Drittel des Lötschberg-Basistunnels fertig gebaut werden, was einen Halbstundentakt Bern-Brig ermöglicht.

Die weiteren teuren Projekte: Brüttener-Tunnel zwischen Zürich und Winterthur (diese Strecke somit vierspurig) sowie Zimmerberg-Basistunnel II Zürich-Zug (diese Stecke somit zweispurig).

Interessant: Die Neigezug-Paradestrecke Lausanne-Biel-Zürich soll doppelstöckig befahren werden. Gibt man da wegen längeren Fahrzeiten einen Knoten (oder Halt) auf oder hofft man, dass man mit Wankkompensation die Fahrzeiten einhalten kann?

Die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke Basel-Singen soll durch die Schweiz teilweise mitfinanziert werden.

Ausführliche Dokumentation unten auf der Seite, leider noch ohne Netzgrafik.

CH: Ausbauschritt 2035 mit sehr vielen Viertelstundentakten

Chrispy, Mittwoch, 31.10.2018, 21:26 (vor 2713 Tagen) @ Alphorn (CH)

Soweit so gut, keine Überraschungen.

Interessant: Die Neigezug-Paradestrecke Lausanne-Biel-Zürich soll doppelstöckig befahren werden. Gibt man da wegen längeren Fahrzeiten einen Knoten (oder Halt) auf oder hofft man, dass man mit Wankkompensation die Fahrzeiten einhalten kann?

Ist man durch die Behindertengleichstellungsgesetze nicht dazu verpflichtet hier stuffenfreie Einstiege Anzubieten? Die ICN-Fahrzeit zwischen Biel und Lausanne/Genf dürfte mit WaKo kaum zu schaffen sein. Die ICN verloren, damals als ich die Strecke noch regelmässig fuhr bei defekter Neigetechnik ca. 10-12 Minuten. Somit dürften mit WaKo schätzungsweise 5-6 Minuten fehlen. Der Eppenbergtunnel sowie die schnellere Einfahrt in Lausanne, welche beide dann auch in betrieb sein sollten, bringen wohl kaum genügend Fahrzeitgewinn.

Aber welche Leistungen will man denn mit den ICN fahren, wenn man sie am Jurabogen nicht mehr braucht?

ICN sind dann 35 Jahre alt

Julian, Wien, Donnerstag, 01.11.2018, 15:22 (vor 2712 Tagen) @ Chrispy
bearbeitet von Julian, Donnerstag, 01.11.2018, 15:23

Vielleicht will man mit denen dann auch gar nix mehr fahren. Die wirtschaftliche Lebenserwartung der Züge dürfte 2035 mehr oder weniger vorbei sein.

CH: Ausbauschritt 2035 / Ausbau LBT

MC_Hans, 8001376, Mittwoch, 31.10.2018, 21:33 (vor 2713 Tagen) @ Alphorn (CH)

Auf der Liste der Verbesserungen (PDF) sieht man sehr viele neue Viertelstundentakte. Im Fernverkehr vor allem Zürich-Bern, Zürich-Luzern und Genf-Lausanne. Auch soll der Rohbau im mittleren Drittel des Lötschberg-Basistunnels fertig gebaut werden, was einen Halbstundentakt Bern-Brig ermöglicht.

Interessant, dass in diesem Ausbauschritt "nur" die Ausrüstung der bereits ausgebrochenen LBT-Weströhre stattfinden soll; den kompletten, zweispurigen Ausbau inkl Restausbruch lässt man noch ruhen.

CH: Ausbauschritt 2035 / Ausbau LBT

Alphorn (CH), Mittwoch, 31.10.2018, 21:40 (vor 2713 Tagen) @ MC_Hans

Interessant, dass in diesem Ausbauschritt "nur" die Ausrüstung der bereits ausgebrochenen LBT-Weströhre stattfinden soll; den kompletten, zweispurigen Ausbau inkl Restausbruch lässt man noch ruhen.

Ist halt deutlich billiger. Und man kann den gewünschten Fahrplan auch ohne die volle Doppelspurigkeit fahren, wozu also mehr ausgeben als nötig?

CH: Ausbauschritt 2035 / Ausbau LBT

MC_Hans, 8001376, Donnerstag, 01.11.2018, 11:40 (vor 2712 Tagen) @ Alphorn (CH)

Interessant, dass in diesem Ausbauschritt "nur" die Ausrüstung der bereits ausgebrochenen LBT-Weströhre stattfinden soll; den kompletten, zweispurigen Ausbau inkl Restausbruch lässt man noch ruhen.


Ist halt deutlich billiger. Und man kann den gewünschten Fahrplan auch ohne die volle Doppelspurigkeit fahren, wozu also mehr ausgeben als nötig?

Ja das ist sinnvoll, spricht für die Bereitschaft zur Nachfrageorientierung, aber man fasst das Projekt immer wieder an; wobei die einzelnen Stufen je einen großen zeitlichen Vorlauf benötigen.

Die Planungen für diesen jetzt angesprochenen Ausbauschritt 2035 haben vor über drei Jahren begonnen, die Mittel dafür mussten zuvor erst genehmigt werden. Ein weiterer Ausbau (ein- oder mehrstufig) wird wieder Planungen, Planungsmittel, großen zeitlichen Vorlauf benötigen.

Wobei ich auch nicht einschätzen kann, wie groß der Gewinn eines Vollausbaus im Vergleich zum AS 2035 ist.

CH: Ausbauschritt 2035 mit sehr vielen Viertelstundentakten

ThomasK, Freitag, 02.11.2018, 00:52 (vor 2712 Tagen) @ Alphorn (CH)

Ihr könnt ja 100000 Unterschriften sammeln für eine Volksinitiative, die Mineralölsteuer um 20 Rappen / Liter zu erhöhen und das zusätzliche Geld (eine Milliarde Franken pro Jahr) dazu zu verwenden STEP 2045 im Volumen von 20 Milliarden CHF auf den STEP 2035 draufzupacken und somit bis 2035 insgesamt 32 Milliarden Franken zu investieren. :)

Dann sind u.a. die Kantenzeiten Zürich HB - Bern und Zürich HB - Basel SBB von jeweils 45 Minuten realisiert, Lugano - Chiasso viergleisig, Zürich - St. Moritz in Normalspur in 90 Minuten realisiert und die Strecken St. Moritz - Landeck sowie St. Moritz - Mals auch schon fertig. :)

Hut ab vor der Schweiz, die konsequent zur Eisenbahn steht.

CH: Wann fährt mein Zug in 15 Jahren?

Alphorn (CH), Freitag, 23.11.2018, 21:19 (vor 2690 Tagen) @ Alphorn (CH)

Das Bundesamt für Verkehr hat gerade Bundesratsvorschlag für den schweizerischen Fahrplan im Jahr 2035 als Netzgrafik publiziert, zusammen mit vielen anderen Dokumenten.

Der Verkehrsverbund Zürich analysiert die Auswirkungen auf die S-Bahn Zürich.

Hatte noch nicht viel Zeit, ihn mir anzuschauen. Die wichtigsten Änderungen im FV waren schon bekannt: Viertelstundentakt Winterthur-Zürich-Bern, 2x Viertelstundentakt Zug-Zürich, Halbstundentakt Bern-Brig, 2x Viertelstundentakt Genf-Lausanne.

Beschleunigungen gibt es nur im Minutenbereich: Zürich-Zug, Zürich-Winterthur, Zürich St.Gallen. Die meisten davon sind bloss angenehme Nebeneffekte von Tunnels zur Kapazitätssteigerung. Biel-Lausanne hingegen wird wegen Umstellung auf nichtneigende Doppelstockzüge drei Minuten langsamer.

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