Kritik am Railjet (Allgemeines Forum)

Matze86, München, Dienstag, 02.02.2010, 08:54 (vor 5899 Tagen)

Kritik am Railjet

Steffen, Dienstag, 02.02.2010, 09:02 (vor 5899 Tagen) @ Matze86


Luxuszug im Urteil der Kunden «billig und lieblos»

Aha - da liest jemand DSO-Beiträge von gestern ;)))

Irgendwie scheint der RailJet ein Imageproblem zu haben - oder die Marketingabteilung der ÖBB leidet an Kompetenzmangel.

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Kritik am Railjet

ICE615, Dienstag, 02.02.2010, 09:25 (vor 5899 Tagen) @ Steffen

So einen Unsinn habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen.
Ich finde den Zug ganz und gar nicht unbequem, die Sitze sind baugleich mit denen des ICE 3/T, mit dem Unterschied, dass die Railjet Sitze voll ausgeformte Kopfstützen haben, so dass man den Kopf beim Schlafen gut anlehnen kann.
Der Service ist meiner Meinung nach lobenswert, man bekommt unterwegs kostenlos (in der First und Premium Class) einen kleinen Snack und ein Getränk, hier hat man sich wohl an Air Berlin orientiert.
Auch die Fahrgastinformation ist gut, man wird über Bildschirme über Anschlusszüge, deren Verpätungen und die Möglichkeit diese noch zu erreichen informiert.
Das Bistro ist ebenfalls mit dem ICE vergleichbar, teuer und mittelmäßig.
Platz für Gepäck ist im Gegensatz zum ICE ausreichend vorhanden, ich hatte kein Problem bei ~95% Auslastung meine zwei Koffer und ein Paar Ski unterzubringen.

Kritik am Railjet

Steffen, Dienstag, 02.02.2010, 09:42 (vor 5899 Tagen) @ ICE615

Interessant - Du bist den ICE gewohnt und schreibst, der ReilJet ist doch vom Comfort gar nicht viel anders, eher besser (Snacks, Gepäckablage). Und über die Schweizer Bahnen liest man hier, was den Comfort angeht, auch keine Lobeshymnen.

Der Schweizer in dem Zeitungsartikel findet den RailJet furchtbar.

Wie denkt ein Schweizer eigentlich über den ICE? (von der Unpünktlichkeit mal abgesehen)

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Kritik am Railjet

rainer1204, Dienstag, 02.02.2010, 18:00 (vor 5899 Tagen) @ Steffen

Ich denke so: hier in der Schweiz ist der ICE1 der komfortabelste Zug und der ist ja von der DB. Der Schweizer ICN ist unbequem und eng im Vergleich zum ICE1 und die Materialien sind recht billig. Auch die DOSTOS im IC-Verkehr sind alles andere als bequem zu nennen. Und wenn man in CH oft fährt, dann findet man häufig noch richtig alte Rüttelkisten, die schon gut 40 Jahre auf dem Buckel haben.

Ich finde die SBB ist immer noch ein zuverlässiges Verkehrsmittel, aber die Fahrzeuge sind nicht gerade komfortabel.

Im übrigen: Essen im Bordrestaurant bei elvetino ist nicht besser als im ICE, dafür aber teurer.

Ich fahre auch oft in CH und DE. Abgesehen von den aktuellen Verspätungen ist der Service im Zug bei der DB eher besser als bei der SBB. Bei letzterer erfährt man manchmal gar nichts. Ich finde, in DE wird häufig zu viel gemeckert!

Soweit meine persönliche Meinung.

Gruss
Rainer

CH: Personal im Zug

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Dienstag, 02.02.2010, 18:04 (vor 5899 Tagen) @ rainer1204

Hallo,

Ich fahre auch oft in CH und DE. Abgesehen von den aktuellen Verspätungen ist der Service im Zug bei der DB eher besser als bei der SBB. Bei letzterer erfährt man manchmal gar nichts. Ich finde, in DE wird häufig zu viel gemeckert!

in der Tat. Die Betreuung im Zug ist bei der DB im Vergleich zu den SBB wirklich gut. Ausreißer nach oben und unten gibt es aber bei beiden Unternehmen. Während bei den SBB oft nur ein oder zwei Personen auch an Bord langer Züge ihren Dienst machen, hat man es bei der DB meist mit erheblich größeren Teams zu tun.

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Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
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Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
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Vergleich Doppelstockwagen (m5B)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 02.02.2010, 19:18 (vor 5899 Tagen) @ rainer1204

Ich denke so: hier in der Schweiz ist der ICE1 der komfortabelste Zug und der ist ja von der DB.

Ich denke eher: der ICE 1 war der komfortabelste Zug.
Seit er jetzt aber Wandplätze hat, hat er viel Reiz verloren.
Dennoch ist er noch sehr komfortabel, aber zum Bahnerlebnis (nicht unwichtig in CH) können SBB-EC-Wagen durchaus mithalten, schon wegen der großen Glasoberfläche.

Der Schweizer ICN ist unbequem und eng im Vergleich zum ICE1

Kann ich nicht beurteilen, bin noch niemals damit gefahren.
Allerdings ist der Vergleich unfair. Neigetechnikfahrzeuge sind halt enger.
Ist der ICE-T auch besser als ein SBB-ICN?

Auch die DOSTOS im IC-Verkehr sind alles andere als bequem zu nennen.

Ich glaube, bequeme Fernverkehrsdostos findet man nur in dem TGV Duplex:

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Kann ich allerdings nicht beurteilen, war noch niemals damit unterwegs.

SBB-IC2000:

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DD-AR der NS:

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Die Bestuhlung ist fast gleich, bei SBB-IC2000 geringfügig besser.
Aber: der NS-Wagen ist ein Nahverkehrswagen!
Trotzdem reise ich gerne mit den SBB-Wagen.

VIRM der NS:

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Die Bestuhlung wirkt geräumiger als beim SBB-Wagen. Leider fehlen die Armlehnen.
Im Oberstock zwischen den Rückenlehnen reichlich Platz für Gepäck.
Fahre täglich mit diesen Zügen und habe niemals Probleme damit.

DB-RE160 Dosto:

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Diese fand ich dann wieder eng. Na gut, sind ja auch Nahverkehrswagen.
Und ein Doppelstock-ICE wird so schnell noch nicht kommen.

Ich finde die SBB ist immer noch ein zuverlässiges Verkehrsmittel, aber die Fahrzeuge sind nicht gerade komfortabel.

Die durchschnittliche Reiseabstände sind dort auch kleiner als in DE; dürfen sich etwa mit NL mithalten, vielleicht etwas mehr als NL.

Abgesehen von den aktuellen Verspätungen ist der Service im Zug bei der DB eher besser als bei der SBB. Bei letzterer erfährt man manchmal gar nichts.

Braucht man auch nicht.

1. Die ITF-Knoten in Basel, Bern und Zürich lassen Dir geräumig Zeit zu erfahren, wo Dein Anschlußzug abfährt. Bestimmte ICs haben in Bern 10 oder mehr Minuten Standzeit.
2. Die Züge fahren dort häufiger als in DE. Sollte man einen Anschluß verpassen, fährt innerhalb 30 Minuten wieder ein Zug ab.
Wenn ich mit dem IC von Eindhoven nach Utrecht fahre, wird bei Utrecht doch auch nicht durchgesagt wo der IC nach Groningen, Enschede oder Leiden abfährt?
3. Demzufolge wird in CH ein extra Umstieg nicht als dramatisch erfahren.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Vergleich Doppelstockwagen (m5B)

Benjamin.Keller, Dienstag, 02.02.2010, 21:09 (vor 5899 Tagen) @ Oscar (NL)

Ich glaube, bequeme Fernverkehrsdostos findet man nur in dem TGV Duplex:

Zumindest die Innenraumgestaltung finde ich bei den DB-Dostos doch mit Abstand am besten. Die TGV-Bezüge gehen ja mal gar nicht, und das in nem Fernverkehrsfahrzeug. Und wenn die Sitze so weich sind wie im TGV Atlantique als ich das letzte Mal damit fuhr, sind sie auch definitiv nicht bequem ;)

Ich würde noch einen Kandidaten ins Rennen werfen, leider habe ich verpasst damit zu fahren: Den schwedischen X40.
Bilder gibts bei den Fans der Konkurrenz:
http://www.airliners.net/aviation-forums/trip_reports/read.main/145034/

Vergleich Doppelstockwagen (m5B)

Alphorn (CH), Dienstag, 02.02.2010, 21:21 (vor 5899 Tagen) @ Benjamin.Keller

Hübsch! Hell, guter Raumeindruck, erstaunlich grosse Ablageflächen im oberen Stock. Zwei Kritikpunkte: Erstens kein durchgehendes Oberdeck, daher wohl auch kein Minibar-Dienst. Zweitens haben die Tische das Tischbein ganz aussen, was verhindert, dass man die Beine bei Vollbesetzung schräg Richtung Gang ausstrecken kann - mit der Konfiguration habe ich im ETR 470 schlechte Erfahrungen gemacht.

Vergleich Doppelstockwagen (m5B)

Alphorn (CH), Dienstag, 02.02.2010, 21:13 (vor 5899 Tagen) @ Oscar (NL)

Der Schweizer ICN ist unbequem und eng im Vergleich zum ICE1


Kann ich nicht beurteilen, bin noch niemals damit gefahren.
Allerdings ist der Vergleich unfair. Neigetechnikfahrzeuge sind halt enger.
Ist der ICE-T auch besser als ein SBB-ICN?

Er hat die edlere Inneneinrichtung und ist definitiv geräumiger: Der ICE-T hat insgesamt 2.07 Sitzplätze pro Meter Zuglänge, der ICN 2.53. Aber ist das auch besser? Dadurch geht viel Kapazität verloren und der Preis pro Sitzplatz steigt. Ich bin der Meinung, dass mich ein Zug pünktlich von A nach B bringen soll und dass mir danach weder Arsch noch Rücken weh tun sollen - das reicht schon. Lieber etwas langweiliger bestuhlt als zu Stosszeiten überfüllt.

Trotzdem reise ich gerne mit den SBB-Wagen.

Der IC-2000 ist etwas schlecht beleuchtet und hat wie die meisten Doppelstöcker kaum Überkopf-Gepäckablagen, aber ansonsten empfinde ich ihn auch als ein gutes Fahrzeug (Fahrkomfort, Sitzkomfort).

Ich finde die SBB ist immer noch ein zuverlässiges Verkehrsmittel, aber die Fahrzeuge sind nicht gerade komfortabel.


Die durchschnittliche Reiseabstände sind dort auch kleiner als in DE; dürfen sich etwa mit NL mithalten, vielleicht etwas mehr als NL.

Überraschenderweise ist das falsch. Laut UIC-Statistik ist eine Fahrt in der Schweiz im Schnitt 49 km lang, in Deutschland 41, Niederlande 46. Meine Theorie: Die Leute wollen halt nur selten zu weit entfernen Zielen und der deutsche Fernverkehr ist relativ erfolglos, sodass der Schnitt durch den relativ erfolgreichen Nahverkehr gedrückt wird.

Abgesehen von den aktuellen Verspätungen ist der Service im Zug bei der DB eher besser als bei der SBB. Bei letzterer erfährt man manchmal gar nichts.

Kann ich nicht bestätigen. Mit Service/Luxus übertreibt man es zwar nicht bei den SBB, aber die Informationen im (seltenen) Störungsfall sind meiner Erfahrung nach gut - zum Beispiel werden schon im Zug Anschlüsse mitsamt Gleisen angezeit und runtergelesen, dazu im Verspätungsfall die Information, welche davon warten. Gewartet wird übrigens nur 3 Minuten: Lieber ein paar Umsteiger eine halbe Stunde stehen lassen als eine Kette von Folgeverspätungen verursachen.

Vergleich Doppelstockwagen (m5B)

Steffen, Dienstag, 02.02.2010, 21:24 (vor 5899 Tagen) @ Alphorn (CH)

Der Schweizer ICN ist unbequem und eng im Vergleich zum ICE1


Kann ich nicht beurteilen, bin noch niemals damit gefahren.
Allerdings ist der Vergleich unfair. Neigetechnikfahrzeuge sind halt enger.
Ist der ICE-T auch besser als ein SBB-ICN?


Er hat die edlere Inneneinrichtung und ist definitiv geräumiger: Der ICE-T hat insgesamt 2.07 Sitzplätze pro Meter Zuglänge, der ICN 2.53. Aber ist das auch besser? Dadurch geht viel Kapazität verloren und der Preis pro Sitzplatz steigt. Ich bin der Meinung, dass mich ein Zug pünktlich von A nach B bringen soll und dass mir danach weder Arsch noch Rücken weh tun sollen - das reicht schon. Lieber etwas langweiliger bestuhlt als zu Stosszeiten überfüllt.

Ja - aber bitte nicht vergessen, dass man in einem ICE-T weitere Strecken reist und damit länger auf seinem Ar*** aushalten muss als in der Schweiz ;)

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Vergleich Doppelstockwagen (m5B)

Castro92, Dresden, Mittwoch, 03.02.2010, 17:44 (vor 5898 Tagen) @ Alphorn (CH)

Überraschenderweise ist das falsch. Laut UIC-Statistik ist eine Fahrt in der Schweiz im Schnitt 49 km lang, in Deutschland 41, Niederlande 46. Meine Theorie: Die Leute wollen halt nur selten zu weit entfernen Zielen und der deutsche Fernverkehr ist relativ erfolglos, sodass der Schnitt durch den relativ erfolgreichen Nahverkehr gedrückt wird.

Hier dürfte vor allem die Berliner und Hamburger S-Bahn durchschlagen, die ja eine naturgemäß sehr geringe Reiseentfernung haben. Die sollen ja über 20% des Regionalverkehrs in Deutschland ausmachen.

Viele Grüße aus Dresden

Vergleich Doppelstockwagen (m5B)

rainer1204, Dienstag, 02.02.2010, 21:35 (vor 5899 Tagen) @ Oscar (NL)

Ich glaube, bei diesen Themen wird man auf unterschiedliche Auffassungen treffen.Trotzdem noch ein paar Anmerkungen.

Der ICE1 ist auch nach dem Redesign immer noch sehr komfortabel. Wandplätze gab es - so meine ich - früher auch schon.

So ganz vergleichbar ist NL und CH nicht. Hier gibt es ganz normale Reisezeiten von 4 bis 5 Std. Man darf nicht nur Basel-Zürich oder Zürich- Bern nehmen. Nehme
doch mal St. Gallen-Genf oder Basel-St. Moritz, um nur zwei Bespiele zu nennen.
Wenn man beispielsweise 2 Stunden RhB gefahren ist (die ich übrigens sehr schätze), dann wäre man froh, wenn in Chur ein komfortabler IC der SBB nach Basel oder St. Gallen bereit stehen würde, und nicht so enge unbequeme Dostos.

Zwar hat die Schweiz gut durchgetacktete Fahrpläne. Es ist aber eben nicht so, dass von überall alle 30 Min. was fährt. Und unabhängig davon kann die SBB durchaus mehr Wert darauf legen, ihre Kunden besser zu informieren. Das tut sie nämlich unzureichend, insbesondere dann, wenn Verspätungen auftreten. Dann findet man im SBBmobile, das vergleichbar ist mit dem DB-Railnavigator bessere Infos. Und der Schweizer Mensch ganz allgemein legt auf diesen Service grossen Wert

Der ICE-T ist aus meiner Sicht komfortabler als der ICN. Der ICN ist aber das eindeutig zuverlässigere Fahrzeug.

Noch einen Punkt möchte ich erwähnen. Die ECs von Chur-Hamburg/Kiel und zurück
fahren mit SBB-Wagenpark. Mit diesen Wagen diese langen Strecken zu fahren, ist keine Freude. Die Platzreservierungen zeigen deutlich, dass diese Züge für lange Strecken auch genutzt werden z.B. von Graubünden bis ins Ruhrgebiet oder ins Münsterland. Die eingesetzten Wagen sind zwar sehr laufruhig aber eben nicht bequem auch nicht nach dem Redesign, wovon bereits einige auf diesen Zügen eingesetzt werden.

Aber wie ich schon oben schrieb, unterschiedliche Meinungen sind erlaubt.

Abendlicher Gruss
Rainer

Schwächen des Railjet

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Dienstag, 02.02.2010, 17:00 (vor 5899 Tagen) @ ICE615
bearbeitet von Holger_HAM, Dienstag, 02.02.2010, 17:00

Hallo,

So einen Unsinn habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen.
Ich finde den Zug ganz und gar nicht unbequem, die Sitze sind baugleich mit denen des ICE 3/T, mit dem Unterschied, dass die Railjet Sitze voll ausgeformte Kopfstützen haben, so dass man den Kopf beim Schlafen gut anlehnen kann.

Moment. Du schreibst wohl von der 1. Klasse. In der zweiten Klasse sind die Sitze, wenn ich mich richtig erinnere, überhaupt nicht verstellbar. Man sitzt da schön aufrecht und auch meiner Meinung nach recht eng. Verstellbare Sitze halte ich für eine Grundanforderung an Züge im Fernverkehr. Jeder Reisebus hat sowas.

Ach ja. Die "Kinderbespaßungsecke" (Laut plärrender Fernseher) am Ende eines Großraumwagens ist auch ziemlich irre. Beim Einsteigen habe ich das Teil nicht gesehen und während der Fahrt fragte ich mich, welcher Depp da mit voller Lautstärke übers Notebook den Kindern eine Kinovorführung beschert. Nix da. Es war der fest installierte Monitor.

Der Service ist meiner Meinung nach lobenswert, man bekommt unterwegs kostenlos (in der First und Premium Class) einen kleinen Snack und ein Getränk, hier hat man sich wohl an Air Berlin orientiert.

Das Bistro ist ebenfalls mit dem ICE vergleichbar, teuer und mittelmäßig.

Also die BordRestaurants sind im ICE absolut akzeptabel. Gutes Essen zum relativ fairen Preis. Das Bistro im ICE2 ist ein Witz, im ICE1 ist es super.

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Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
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Kritik am Railjet

ICE 79, Dienstag, 02.02.2010, 22:55 (vor 5898 Tagen) @ ICE615

also der Railjet ist ein bequemer Zug, jedoch nur in der 1. Klasse bzw. im Premium. Eine andere Kategorie würde ich niemandem empfehlen, es sitzt sich dort wie in einer S-Bahn und die Abstände sind echt auf Regio-Nivau.

Meine Kritik am Railjet

Jogi, Dienstag, 02.02.2010, 09:30 (vor 5899 Tagen) @ Steffen

Irgendwie scheint der RailJet ein Imageproblem zu haben - oder die Marketingabteilung der ÖBB leidet an Kompetenzmangel.

Ich würde sagen: beides. Wobei das erste auf zweiteres zurückzuführen ist.

Es waren Vorschusslorbeeren, die die ÖBB für ihren neuen "Superzug" verkauft hat: der neue österreichische Hochgeschwindigkeitszug. Doof nur, dass sich die Fahrzeit durch die "Hochgeschwindigkeit" nicht verkürzt.

Aber ich finde den Zug nicht mal sooo schlecht. Mit dem D-Pass habe ich ihn letzten Sommer von München nach Salzburg und wieder zurück genutzt. Die Economy-Sitze sind recht bequem, mit meinen knapp 1,90 m kam ich mal in den Genuss einer richtigen Kopfstütze - und ich habe saugut in den Sitzen geschlafen. Nur der Designer, der auf die Idee kam, türkisgrüne Sitzbezüge zu verwenden... grün! Das ist eine Modefarbe, und sie bleibt hoffentlich noch möglichst lange aus der Mode...

Anscheinend geht bei der modernen Bahn der Trend dahin, inder zweiten Klasse von der Armlehne wegzugehen. Im aktuellen ICE-Design ist die Mittelarmlehne ja kaum breit genug, um den eigenen Ellbogen abzustützen. Aber selbst das hat der RailJet getoppt... :(

Und das Bistro ist in Sachen Design auch ein Fehlgriff. Dunkles Holz, graues Metall und schwarzes Leder als prägende Stilelemente. Das sieht einfach nur kühl und somit abweisend aus. Kein Platz, an dem ich lange bleiben will, wobei mir so eine Gestaltung ansonsten zusagt.

Um mal mein überwiegend positives Urteil zu begründen: bequeme Sitze, schönes Raumgefühl, hohe Laufruhe, genügend Stauraum für Gepäck, recht hochwertige Snacks im Bistro (die aber gleichzeitig sauteuer sind...)

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Die Kommentare unter dem Artikel sind aber wieder eine Wucht: Und was die Fahrzeuge angeht: Wer würde sich freiwillig in ein Auto setzen, bei dem die Fenster nicht zu öffnen sind? *sarkasmus-an* Och nö, hat wahrscheinlich auch im Winter sein Autofenster auf und wundert sich, dass es nicht warm wird... *sarkasmus-aus*

Herzlichst, Jogi

Meine Kritik am Railjet

Steffen, Dienstag, 02.02.2010, 09:47 (vor 5899 Tagen) @ Jogi

Und das Bistro ist in Sachen Design auch ein Fehlgriff. Dunkles Holz, graues Metall und schwarzes Leder als prägende Stilelemente. Das sieht einfach nur kühl und somit abweisend aus. Kein Platz, an dem ich lange bleiben will, wobei mir so eine Gestaltung ansonsten zusagt.

Wir wissen - wer in einem Restaurant lange sitzen bleibt, ist eine Umsatzbremse!

Du findest das Bistro ja ganz gut, würdest also hin gehen (=Umsatz machen), aber nicht lange bleiben (=Tische für den Nächsten frei machen) - ideal!!

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Meine Kritik am Railjet

Jogi, Dienstag, 02.02.2010, 09:53 (vor 5899 Tagen) @ Steffen

Wir wissen - wer in einem Restaurant lange sitzen bleibt, ist eine Umsatzbremse!

Du findest das Bistro ja ganz gut, würdest also hin gehen (=Umsatz machen), aber nicht lange bleiben (=Tische für den Nächsten frei machen) - ideal!!

An Dir ist ein Mänätscher verloren gegangen :-))

Ganz ehrlich: nochmal hingehen würde ich nur, wenn (a) in dem Zug fahren würde (sozusagen als Grundvoraussetzung ;) und (b) Hunger hätte, dass mein Magenknurren noch zwei Wagen weiter zu hören wäre. Denn die Auswahl an Sachen, die über ein Wrap als Essbares hinausgingen, war sehr begrenzt.

Meine Kritik am Railjet

Steffen, Dienstag, 02.02.2010, 10:02 (vor 5899 Tagen) @ Jogi

Du findest das Bistro ja ganz gut, würdest also hin gehen (=Umsatz machen), aber nicht lange bleiben (=Tische für den Nächsten frei machen) - ideal!!

An Dir ist ein Mänätscher verloren gegangen :-))

:))
Ich versuche nur, diese seltsame Zunft zu verstehen!

Sind denn die Bistros im RailJet gut besucht?


Wo wir schon davon schreiben - hier ist die Speisekarte
http://www.oebb.at/pv/de/Rund_ums_Reisen/Zugkategorien/OeBB_railjet/Speisekarte_FirstCl...
(wer diese Schrift gewählt hat, leidet an akkuter Wahrnehmungsstörung!!!!!)

Die Frühstückspreise erinnern mich an denen östereichischer Berghütten - sind also hoch, aber nicht ungewöhnlich!
Auf das Extra-Schoko-Croissant muss man halt verzichten.

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Meine Kritik am Railjet

Jogi, Dienstag, 02.02.2010, 10:12 (vor 5899 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von Jogi, Dienstag, 02.02.2010, 10:14

Ich versuche nur, diese seltsame Zunft zu verstehen!

Mit der Quintessenz "Mehr gefahren werden denn reisen" sind wir, glaube ich, auf dem richtigen Nenner. Alles muss zack, zack gehen und bloß nicht warten.

Sind denn die Bistros im RailJet gut besucht?

Als ich dort war, war der Mitarbeiter sichtlich demotiviert, da er seine Unterhaltung mit der Kollegin unterbrechen musste. Ergo war ich der einzige. Als ich nach insgesamt etwa 10 Minuten gehen wollte, studierte ein Pärchen die Karte mit dem üblichen Gesichtsausdruck "Wenn die Qualität so hoch ist wie die Preise..."
Der Einruck ist natürlich nicht repräsentativ.

Wo wir schon davon schreiben - hier ist die Speisekarte
http://www.oebb.at/pv/de/Rund_ums_Reisen/Zugkategorien/OeBB_railjet/Speisekarte_FirstCl...

2,10 Euro für ein Schokocroissant??
Und im DB-Restaurant ist wenigstens beim Frühstüch noch ein zweiter Kaffee inklusive (oder überles ich das auf der Karte?)

Aber wie gesagt, so doll finde ich die Auswahl nicht. Fürs Mittag- oder Abendessen eher ungeeignet. Schlechte Alternative für moongloom, um nach Wien zu kommen - gut, dass der ICE über Passau fährt... ;)

Die Frühstückspreise erinnern mich an denen östereichischer Berghütten - sind also hoch, aber nicht ungewöhnlich!

:)

Herzlichst, Jogi,
jetzt auf dem Weg zur Uni

AW

Anoj 1, Dresden (D) / Vbg. (A), Dienstag, 02.02.2010, 17:37 (vor 5899 Tagen) @ Jogi

Hallo!

Wo wir schon davon schreiben - hier ist die Speisekarte
http://www.oebb.at/pv/de/Rund_ums_Reisen/Zugkategorien/OeBB_railjet/Speisekarte_FirstCl...

2,10 Euro für ein Schokocroissant??
Und im DB-Restaurant ist wenigstens beim Frühstüch noch ein zweiter Kaffee inklusive (oder überles ich das auf der Karte?)

In A verdient man mehr; daher sind die Preise auch "teurer"!

m b g,
Anoj

AW

rainer1204, Dienstag, 02.02.2010, 22:29 (vor 5898 Tagen) @ Anoj 1

Wieso verdient man in A mehr?? Woher hast Du diese Weissheit?

Gruss
Rainer

AW

Anoj 1, Dresden (D) / Vbg. (A), Dienstag, 02.02.2010, 22:34 (vor 5898 Tagen) @ rainer1204

Hallo!

Wieso verdient man in A mehr?? Woher hast Du diese Weissheit?

Ich denke, es ist ein offenes Geheinmnis, dass man in A durchschnittlich mehr verdient als in D. In der CH sogar noch mehr!

m b g,
Anoj

Vergleich schwierig / Ein Versuch

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Dienstag, 02.02.2010, 22:45 (vor 5898 Tagen) @ Anoj 1

Hallo,

Ich denke, es ist ein offenes Geheinmnis, dass man in A durchschnittlich mehr verdient als in D. In der CH sogar noch mehr!

keine einfache Sache, das Nettoeinkommen auszurechnen. Gefunden habe ich auf die Schnelle das hier:

Jahresdurchschnittseinkommen
Deutschland: 40.375 € / Lohnabzüge 41 Prozent (demnach: 23821 € nach Abzügen)
Österreich: 32.434 € / Lohnabzüge 29 Prozent (23028 € nach Abzügen)

Quelle:
Rheinische Post: Löhne im Vergleich

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Holger
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Vergleich schwierig: Zustimmung,...

Anoj 1, Dresden (D) / Vbg. (A), Dienstag, 02.02.2010, 22:53 (vor 5898 Tagen) @ Holger_HAM

Vergleich schwierig: Zustimmung,...

sappiosa, Dienstag, 02.02.2010, 23:20 (vor 5898 Tagen) @ Anoj 1

Hallo Anoj,

-> http://de.wikipedia.org/wiki/Pro-Kopf-Einkommen

Auf der Seite wird aber die reale Kaufkraft verglichen, d.h. wieviel Waren der durchschnittliche Einwohner tatsächlich für seinen Nettolohn bekommt.
Wenn die in Österreich höher ist, müssten die Preise sogar niedriger sein, nicht höher.

Schöne Grüße
Daniel (aka Sappiosa)

Vergleich schwierig / Ein Versuch

rainer1204, Mittwoch, 03.02.2010, 00:40 (vor 5898 Tagen) @ Holger_HAM

Solche Quellen kenne ich auch. Da muss man sehr vorsichtig sein. Hatte mehrere Jahre beruflich Mitarbeiter in ganz Europa und da gibt es wirklich sehr grosse Schwankungen was das Lohnniveau betrifft. Zu beachten ist, wovon wir eigentlich sprechen, vom "normalen Mitarbeiterlohn" oder Managergehältern. So sind z.B. "normale Mitarbeiterlöhne" in GB relativ niedrig im Vergleich zu Rest-Europa.
Die Managergehälter in GB - insbesondere die obere Managementebene - sind dagegen in Europa Spitze. Im Gesamtdurchschnitt liegt CH und D aber wieder über GB. Und so kann man dann weiter diskutieren......wenn man will. Ich will es aber nicht.

Gruss
Rainer

AW

rainer1204, Mittwoch, 03.02.2010, 00:30 (vor 5898 Tagen) @ Anoj 1

Eigentlich ist das internationale Lohnniveau kein Thema für das Forum. Aber Du hast es hier gebracht.

Wenn Du solche Vergleiche ziehst, dann ist das so global, wie Du das tuest nicht sehr zielführend. Für die EU und mit CH gibt es sehr umfangreiche Statisiken über die Höhe des Lohnniveaus. Wenn man sich diese anschaut, dann gibt es zum Teil grosse Unterschiede bei den jeweiligen Branchen. Austria liegt hier im Gesamtdurchschnitt im Mittelfeld und deutlich hinter Deutschland. Branchenmässig variert das dann wieder sowohl nach oben wie nach unten. Richtig ist, dass die Löhne und Gehälter in CH im Durchschnitt über denen von D und A liegen. Jedoch ist auch das Kostenniveau in CH erheblich höher als in D und A.

Ich denke, das genügt. Sind ja hier nicht bei Gehaltsverhandlungen.

Gute Nacht
Rainer

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