Enteisen von Schienenfahrzeugen (Allgemeines Forum)
Ozzwald, Dienstag, 02.02.2010, 01:40 (vor 6019 Tagen)
bearbeitet von Ozzwald, Dienstag, 02.02.2010, 01:43
Hi,
ich habe mich schon länger gefragt, warum Schienenfahrzeuge nicht wie Flugzeuge enteist werden.
Flugzeuge werden vor dem Start auf einem extra Bereich des Flughafens von oben bis unten "abgespritzt" und somit enteist.
Wieso, kommen bei Eisenbahnfahrzeugen solche Anlagen nicht zum Einsatz.
Interessant und zum lächeln fand ich diesen Link zur "Enteisung von Fahrzeugen des Metronoms.
"...schwere Geschütze [....] industrielles Heißgebläse " ... lol (sieht aus wie ne Nebelmaschiene in ner Disco)
Hier das "Schwere Geschütz" : ![[image]](http://img526.imageshack.us/img526/3771/schweresgeschtz.jpg)
Ich weiß noch als bei einem ME-Park bis auf den ersten und letzten Wagen alle anderen verschlossen waren, weil diese "vereist waren".
(Naja, wenigstens sehen die Kunden auch mal, dass nicht nur die Fahrzeuge von "DB Bahn" nicht so winterfest sind.
Enteisen von Schienenfahrzeugen
Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Dienstag, 02.02.2010, 06:31 (vor 6019 Tagen) @ Ozzwald
Wie stellst du dir das mit dem Enteisen vor? Auf jedem Bahnhof, den der Zug anfährt, steht eine Enteisungskanne und "beschießt" den gesammten Zug? Sysiphusarbeit! Wenn der Zug den Bahnhof verläßt und zum nächsten fährt, kommt er an den unterchiedlichsten landschaftliche Gegebenheiten vorbei. Auch das Wetter ist unterschiedlich. Kommt der Zug am nächsten Bahnhof an sieht er genauso aus, wie an der Station zuvor... Wer soll denn den "Enteisungsservice" bezahlen, der an jeder Sation steht? Die Bahn? Wohl kaum. Diese Kosten würden durchgereicht an den Endkunden(Fahrgast). Was letztlich dazu führen würde, das niemand mehr mit der Eisenbahn fährt, weil zu teuer...
Wenn es die Situation erfordert bei Werkstattbesuchen des Wagenparks z.B., dann taut man den Zug vorher in einer beheizten Halle ab.
Warum zum Teufel vergleicht alle Welt die Eisenbahn mit dem Flugzeug? Die Systeme sind enorm unterchiedlich!
Enteisen von Schienenfahrzeugen
josuav, Dienstag, 02.02.2010, 07:34 (vor 6019 Tagen) @ Tabernaer
Ein Flugzeug wird enteist, weil es sonst Probleme mit dem Auftrieb bekommen könnte, beim Zug ist das wurscht.
Enteisen von Schienenfahrzeugen
ICE615, Dienstag, 02.02.2010, 09:31 (vor 6019 Tagen) @ josuav
Es wäre zumindest sinnvoll, in Bahnhöfen, in denen ICE2/3/T gekuppelt werden sollen, Enteisungsfahrzeuge wie am Flughafen zu haben. Diese könnten dann schnell die Kupplung, sofern die Bugklappe mal wieder nicht geschlossen hat und diese mit Eis bedeckt ist) mit der Flüssigkeit besprühen und alles läuft planmäßig weiter.
Enteisen von Schienenfahrzeugen
chritz, Dienstag, 02.02.2010, 13:02 (vor 6019 Tagen) @ ICE615
Sorry, aber das ist totaler Blödsinn ;-)
Wieso Blödsinn?
Jörg, Dienstag, 02.02.2010, 16:24 (vor 6019 Tagen) @ chritz
Ich halte das für sinnvoll.
Im Bereich der Güterwagen werden für die Entladung zum Beispiel diverse Auftautechniken angewendet.
Warum sollte man nicht ähnlich mit den Kupplungen verfahren?
Ein schnelles und effektives Verfahren ließe sich mit Sicherheit dafür entwickeln. Vermutlich wäre dies auch deutlich günstiger als mit zwei Zügen zu fahren. Man muß nur wollen.
Ach so. Die Züge für den 2ten Zugteil stehen ja derzeit in den Werkstätten und somit auch nicht zur Verfügung.
Grüße Jörg
Wieso Blödsinn?
Manitou, Mittwoch, 03.02.2010, 00:29 (vor 6018 Tagen) @ Jörg
Für die Kupplung und die Bugklappen wäre eine Auftau-Technik im Fahrzeug (z.B. Heißluft-Düsen) sinnvoll, damit ggf. auch bei Bedarf (abschleppen von Schadfahrzeugen) diese zur Verfügung steht. Bei der guten alten Dampflok gab es daß schonb mal. Da konnte man einen Schlauch am Kessel für Reinigungszwecke anschließen (wurde gerner zur Fahrwerksreinigung genutzt, damit die großen Räder schön rot leuchteten) und mit diesem ggf. eine festgefrorene Schraubenkupplung auftauen.
Wieso Blödsinn?
Jörg, Mittwoch, 03.02.2010, 11:50 (vor 6018 Tagen) @ Manitou
Für die Kupplung und die Bugklappen wäre eine Auftau-Technik im Fahrzeug (z.B. Heißluft-Düsen) sinnvoll, damit ggf. auch bei Bedarf (abschleppen von Schadfahrzeugen) diese zur Verfügung steht.
Ist auf jedenfall einleuchtend.
Bei der guten alten Dampflok gab es daß schonb mal. Da konnte man einen Schlauch am Kessel für Reinigungszwecke anschließen (wurde gerner zur Fahrwerksreinigung genutzt, damit die großen Räder schön rot leuchteten) und mit diesem ggf. eine festgefrorene Schraubenkupplung auftauen.
Da die ICE keinen Kessel haben muß wohl eine andere Lösung gefunden werden.
Da sie auch zum Abschleppen gedacht ist muß sie möglichst autark funktionieren. Und dabei auch noch möglichst leicht sein. Gar nicht so einfach.
Bin mal gespannt wie das ganze bei der BR 407 gelöst wird. Das Design läßt ja auf eine Veränderung der Funktionsweise der Bugklappen schließen.
Grüße Jörg
Enteisen von Schienenfahrzeugen
JanGT, Dienstag, 02.02.2010, 13:10 (vor 6019 Tagen) @ ICE615
Es wäre zumindest sinnvoll, in Bahnhöfen, in denen ICE2/3/T gekuppelt werden sollen, Enteisungsfahrzeuge wie am Flughafen zu haben. Diese könnten dann schnell die Kupplung, sofern die Bugklappe mal wieder nicht geschlossen hat und diese mit Eis bedeckt ist) mit der Flüssigkeit besprühen und alles läuft planmäßig weiter.
Ich hab neulich mal in Minden mitbekommen, dass der Service-Mitarbeiter mit einem großen Hammer in der hand die Ankunft eines IC´s erwartet hat. Für Kupplungen wohl kaum geeignet, da macht man eher mehr kaputt als dass es nützt. Was die dann da gemacht haben, keine Ahnung, der IC hielt auf jeden Fall fast zehn Minuten. Trittstufen losgeklopft oder so.
Am Samstag gab es in Münster bei der Verspätung des Ersatz-IC aus Kiel auch die Begründung, "Enteisung von Wagen in Hamburg..." Was dass dann auch immer konkret bedeuten mag
Abklopfen von Eis/Schneeansammlungen
RhBDirk, Dienstag, 02.02.2010, 20:30 (vor 6019 Tagen) @ JanGT
Ich hab neulich mal in Minden mitbekommen, dass der Service-Mitarbeiter mit einem großen Hammer in der hand die Ankunft eines IC´s erwartet hat. Für Kupplungen wohl kaum geeignet, da macht man eher mehr kaputt als dass es nützt. Was die dann da gemacht haben, keine Ahnung, der IC hielt auf jeden Fall fast zehn Minuten. Trittstufen losgeklopft oder so.
Am Samstag gab es in Münster bei der Verspätung des Ersatz-IC aus Kiel auch die Begründung, "Enteisung von Wagen in Hamburg..." Was dass dann auch immer konkret bedeuten mag
Na, der wird die Eisbrocken am/unter den Wagen/an der Lok abgeklopft haben. Das halte ich auch für eine sinnvolle Massnahme. Das wird auch in anderen Ländern, bei alpinen Bahnen so gemacht, und die haben nicht die Probleme mit "Eisbrockenflug".
Enteisen von Schienenfahrzeugen
ICE-Freak, Dienstag, 02.02.2010, 10:16 (vor 6019 Tagen) @ Ozzwald
bearbeitet von ICE-Freak, Dienstag, 02.02.2010, 10:17
zu spät!
wird zumindest in MH bei den ICE's bereits praktiziert.
Frage dazu
Jörg, Dienstag, 02.02.2010, 16:28 (vor 6019 Tagen) @ ICE-Freak
bearbeitet von Jörg, Dienstag, 02.02.2010, 16:28
zu spät!
wird zumindest in MH bei den ICE's bereits praktiziert.
MH = München Hauptbahnhof ?
Was genau wird denn in München enteist?
Und wie wird enteist?
Grüße Jörg
Enteisen von Schienenfahrzeugen - Schweden
Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 02.02.2010, 16:28 (vor 6019 Tagen) @ Ozzwald
Hej!
SL hat in einem seiner S-Bahn-Depots auch eine Enteisungshalle. Wie Nutzer Aalstom auf postvagnen.com schreibt, dauert die Prozedur im Depot Älvsjö 4 bis 6 Stunden mit Gebläsehilfe, ohne Gebläse rechnet er mit etwa 24 Stunden.
Wie aus dieser Diskussion hervorgeht, ist bei der schwedischen SJ Glykol ein übliches Mittel. Da mein schulischer Chemieunterricht im Wesentlichen aus Filmegucken bestand, weiß ich leider nicht, welche der aufgeführten Substanzen die korrekte ist.
Viele Grüße, Sören
--
![[image]](https://up.picr.de/48317654tz.jpg)
Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr
Enteisen von Schienenfahrzeugen - Schweden
ICE-T-Fan, Mittwoch, 03.02.2010, 06:53 (vor 6018 Tagen) @ Sören Heise
Hej!
SL hat in einem seiner S-Bahn-Depots auch eine Enteisungshalle. Wie Nutzer Aalstom auf postvagnen.com schreibt, dauert die Prozedur im Depot Älvsjö 4 bis 6 Stunden mit Gebläsehilfe, ohne Gebläse rechnet er mit etwa 24 Stunden.
Wie aus dieser Diskussion hervorgeht, ist bei der schwedischen SJ Glykol ein übliches Mittel. Da mein schulischer Chemieunterricht im Wesentlichen aus Filmegucken bestand, weiß ich leider nicht, welche der aufgeführten Substanzen die korrekte ist.Viele Grüße, Sören
Danke! ;-) (o.w.T.)
Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 03.02.2010, 16:02 (vor 6018 Tagen) @ ICE-T-Fan
Die Seite mit der Adresse http://www.ice-treff.de meldet:
- kein Text eingegeben
OK
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![[image]](https://up.picr.de/48317654tz.jpg)
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Enteisen von Schienenfahrzeugen
BenjaRa, Mittwoch, 03.02.2010, 13:49 (vor 6018 Tagen) @ Ozzwald
"...schwere Geschütze [....] industrielles Heißgebläse " ... lol (sieht aus wie ne Nebelmaschiene in ner Disco)
Hier das "Schwere Geschütz" :
Aber die "schweren Geschütze" (nur etwa 10 mal so groß wie in dem Video) werden doch auch bei der DB Fernverkehr eingesetzt, wie sonst sollten denn die Züge aufgetaut werden???