[Presse] Hochgeschwindigkeitszüge in USA (Allgemeines Forum)

bahn-user, Donnerstag, 28.01.2010, 20:38 (vor 6035 Tagen)

WIRED Magazine hatte diese Woche einen längeren Artikel zum Thema HGV in den USA:

http://www.wired.com/magazine/2010/01/ff_fasttrack/all/1

Zwar Englisch, aber viele bunte Bildchen/Karten drin. ;-)

Sehr fragwuerdig

Russischer Spion, Donnerstag, 28.01.2010, 20:56 (vor 6035 Tagen) @ bahn-user

Also ich glaube nicht dass die Amis wirklich ein HGV-Netz irgendwann bauen. Es gab schon viele Plaene, passierte aber bis jetzt nix. Einbisschen Acela-Verbindungen und das war's.

Sehr fragwuerdig

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 28.01.2010, 22:51 (vor 6035 Tagen) @ Russischer Spion

Also ich glaube nicht dass die Amis wirklich ein HGV-Netz irgendwann bauen. Es gab schon viele Plaene, passierte aber bis jetzt nix. Einbisschen Acela-Verbindungen und das war's.

Ich habe auch so meine Zweifel.

Positiv ist jedenfalls, dass sich immer mehr bewegt. Es sei zu erwähnen, dass eine neue Generation aufgestanden ist. Die heutige Jugend macht zwischen "highschool" und "college" nicht selten Eurailpass-Urlaub. Sozusagen 2-3 Wochen Europa per Bahn kennenlernen. Unvermeidlich fahren die dann auch mal mit TGV, ICE, AVE, Eurostar Italia und durch den Eurotunnel nach London.
Schaut mal bei YouTube die englischsprachigen Kommentare der ICE-Videos. We need these trains in the United States.
Es wird wohl langsam vorangehen, aber ich glaube irgendwann entsteht Bewußtsein über Ressourcenknappheit, insbesondere die der Mineralöl-Kraftstoffe.

Aber es gibt natürlich eine Menge zu tun.

1. Die Airlines haben schon ihren Barrister-Armada organisiert.
2. Auch Greyhound (Fernbusbetrieb) fürchtet, Kunden zu verlieren.
3. Auch wenn die heutige Krise die Autoindustrie in Detroit ernsthaft getroffen hat, gibt es noch eine starke Autolobby in den USA.
4. (wohl am wichtigsten) die Amis müssen mit einem Verkehrsmittel vertraut gemacht werden, dass sie schon vor Jahrzehnten mehr oder weniger verabschiedet haben. Bill Normalamerikaner hat keine Probleme damit, mehr als 8 Stunden mit seinem Chevrolet über die Interstates zu cruisen. Entspricht etwa 800-1000 km. Genau die Distanz, wo HSR es von den Airlines verlieren wird. Bill muß lernen, dass im 21. Jahrhundert Züge wie der ICE das Rauchen abgewöhnt haben, ihre Energie stattdessen mittels eines Stromabnehmers aus einer Fahrdraht holen, keine Loks mehr haben und ihre unbenutzte Energie an andere Züge weitergeben können.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Sehr fragwuerdig

Russischer Spion, Freitag, 29.01.2010, 00:31 (vor 6035 Tagen) @ Oscar (NL)

Positiv ist jedenfalls, dass sich immer mehr bewegt. Es sei zu erwähnen, dass eine neue Generation aufgestanden ist. Die heutige Jugend macht zwischen "highschool" und "college" nicht selten Eurailpass-Urlaub. Sozusagen 2-3 Wochen Europa per Bahn kennenlernen. Unvermeidlich fahren die dann auch mal mit TGV, ICE, AVE, Eurostar Italia und durch den Eurotunnel nach London.
Schaut mal bei YouTube die englischsprachigen Kommentare der ICE-Videos. We need these trains in the United States.

Das waere naiv zu behaupten, diese Jugend sei bereit "for change". Erstens sind es sehr wenige junge Leute aus Amerika die mit TGV/ICE reisen und Zweitens sehen die in diesen Zuegen eher eine Attraktion als ein Verkehrsmittel.

Es wird wohl langsam vorangehen, aber ich glaube irgendwann entsteht Bewußtsein über Ressourcenknappheit, insbesondere die der Mineralöl-Kraftstoffe.

Das sind reine Spekulationen von "Oeko-Terroristen". Genauso wie die ganze Geschichte ueber die CO2. Das Erdoel wird noch mindestens 300 Jahre geben und Erdgas 500 Jahre(ich werde leider nicht mehr dabei sein :(( ).

Bill muß lernen, dass im 21. Jahrhundert Züge wie der ICE das Rauchen abgewöhnt haben, ihre Energie stattdessen mittels eines Stromabnehmers aus einer Fahrdraht holen, keine Loks mehr haben und ihre unbenutzte Energie an andere Züge weitergeben können.

Bill weiss (vielleicht) schon jetzt dass die Energie nicht aus einer Fahrdraht oder einer Steckdose geholt wird sondern aus einem Atom-, Wasser- oder Gaskraftwerk. Nur die s.g. "Gruenen" haben es bis jetzt noch nicht kapiert.

Sehr fragwuerdig

ICE-T-Fan, Freitag, 29.01.2010, 01:26 (vor 6035 Tagen) @ Russischer Spion
bearbeitet von ICE-T-Fan, Freitag, 29.01.2010, 01:27


Das sind reine Spekulationen von "Oeko-Terroristen". Genauso wie die ganze Geschichte ueber die CO2. Das Erdoel wird noch mindestens 300 Jahre geben und Erdgas 500 Jahre(ich werde leider nicht mehr dabei sein :(( ).

Momentan werden pro Jahr auf der Welt 4 Mrd. Tonnen Erdöl gefördert.

d.h. in 300 Jahren wäre das eine Förderrate von 1200 Mrd. Tonnen, vorausgesetzt die Födermenge bleibt die nächsten 300 Jahre konstant und wächst nicht.

Die aktuell bekannten Erdölvorkommen liegen bei 375 Mrd. Tonnen.
d.h. wenn wir dreimal soviel Erdöl finden, wie wir heute schon weltweit kennen, dürfte das etwa hinkommen, zumindest rein rechnerisch.

Realistisch gesehen ist aber in aller aller spätesten 100 Jahre Schicht um Schacht.

Wenn man den weltweiten Verbrauchsanstieg einbezieht, dürfte in 50 Jahre das Ende der Ära "Erdöl" gekommen sein.

Erdgas dürfte nach heutigem Verbrauch etwa doppelt so lange reichen, wobei aber nicht berücksichtigt ist, dass der Erdgasverbrauch bei abfallenden Erdölreserven als Reserveenergiequelle sprunghaft steigen wird.
Wahrscheinlich wird das Erdgas nur 20-30 Jahre länger als das Erdöl reichen.

Das Ende des Erdöls werde ich also wahrscheinlich gerade noch so erleben, dass Ende des Erdgase werde ich wohl knapp verpassen ;)

Sehr fragwuerdig

Steffen, Freitag, 29.01.2010, 09:43 (vor 6035 Tagen) @ ICE-T-Fan

Solche Rechnungen kenne ich irgendwoher, von vor 20 Jahren. Da war man felsenfest davon überzeugt, dass die Erdölvorräte 2020 oder so aufgebraucht sein werden.

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Sehr fragwuerdig

bahn-user, Freitag, 29.01.2010, 09:50 (vor 6035 Tagen) @ Steffen

Solche Rechnungen kenne ich irgendwoher, von vor 20 Jahren. Da war man felsenfest davon überzeugt, dass die Erdölvorräte 2020 oder so aufgebraucht sein werden.

Ca. 1980 gab es mal eine Titelgeschichte im Stern, dass der deutsche Wald in 10 Jahren ausgestorben sein wird. Da denk ich noch manchmal dran, wenn ich hier auf den Baum vor meinem Fenster schaue. *g*

In den 70ern war auch der "Club of Rome" ganz gross in wilden Kassandra-Prognosen.

Sehr fragwuerdig

ICE-T-Fan, Freitag, 29.01.2010, 14:23 (vor 6034 Tagen) @ Steffen

Man findet ja auch immer wieder neue Vorkommen, da noch nicht jeder Quadratzentimeter der Erde erforscht wurde.

Außerdem ist der Erdölverbrauch auch leicht schwankend.

Damit man aber auf mehr als 100 Jahre kommt, müsste man schon neue Vorkommen finden, die die gleiche Menge enthalten wie alle heute bekannten Vorkommen zusammen und da habe ich dann doch so meine Zweifel.

Im übrigen kann man die theoretisch maximal möglichen fossilen Brennstoffvorkommen sogar hochrechnen.
Wenn man den CO2-Gehalt der Atmosphäre von vor 200 Millionen Jahre nimmt und den heutigen CO2-Gehalt, kann man an der Differenz ausrechnen, wie viel Kohlenstoff in der Zwischenzeit eingelagert wurde.

Dann braucht man nur noch herauszufinden wieviel davon in Carbonat-Gesteinen und im Meerwasser gelöst wurden und dann muss der Rest demzufolge in Kohle, Erdöl, Erdgas und Methan-Hydrat stecken.

Ok, bei einem Zeitraum von mehreren Millionen Jahren sollte man dann vielleicht auch noch den radioaktiven Zerfall der damals vorkommenden instabilen Kohlenstoffnuklide berücksichtigen, sowie der aus vulkanischer Aktivität angereicherte Kohlenstoffgehalt in der heutigen Biosphäre.

Schlaue Leute, die diese Zahlen relativ gut heraus bekommen haben, haben errechnet, dass die heute bekannten Vorkommen kohlenstoffhaltiger fossiler Brennstoffe schon 2/3 bis 3/4 dieses maximal möglichen Wertes ausmacht.

So oder so, dürften sich in den letzten hundert Millionen von Jahren nicht soo viel mehr an Kohlenstoff aus der Biosphäre in der Erdkruste abgelagert haben.

Die Planungen laufen aber

Jogi, Freitag, 29.01.2010, 15:01 (vor 6034 Tagen) @ Russischer Spion

Hallo,

Also ich glaube nicht dass die Amis wirklich ein HGV-Netz irgendwann bauen. Es gab schon viele Plaene, passierte aber bis jetzt nix. Einbisschen Acela-Verbindungen und das war's.

in den letzten zwei Jahren hat sich in Sachen Eisenbahnpersonenverkehr und Hochgeschwindigkeitszüge in Amerika einiges getan, vor allem in Kalifornien.
Ein Beispiel ist, dass Obama im Rahmen seines Konjunkturpaktets von 787 Milliarden US-$ immerhin 8,4 Milliarden für Planungen an einem HGV-Netz in Amerika bereitstellt - wäre unter Bush nicht denkbar gewesen. Inzwischen hat er die Summe umweitere 5 Milliarden bis 2013 erhöht. Die Planungen für insgesamt 11 Korridore an der West- und vor allem an der Ostküste sind stark fortgeschritten.
Und vor zwei Wochen wurde das "U.S. Center for High-Speed-Rail" eröffnet. Ich finde, da ist mehr im Busch als nur der North-East-Corridor

Herzlichst, Jogi

And the winners are...

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 29.01.2010, 00:04 (vor 6035 Tagen) @ bahn-user

...California & Florida.

Jetzt geht's also los!
Hier noch ein Jubelschrei.

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

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