Unterwegs im Nacht-ICE (Reiseberichte)

tmmd, Magdeburg, Mittwoch, 15.08.2018, 08:46 (vor 2775 Tagen)

Eines vorab: ich möchte hier nicht die tausendste Diskussion erleben müssen ob die DB wieder Nachtzüge einführen soll oder nicht, denn das ist nicht Intention des Threads. Danke im voraus. :)

Die Hanse Sail 2018 war der Grund mal den Nacht-ICE 1049 und auf dem Rückweg seinen Gegenpart 1048 zwischen Magdeburg und Rostock zu nutzen. Der Blick in den DB Navigator prognostizierte eine Verspätung von 10 Minuten ab Braunschweig. Also ganz normal losgegangen, denn um die Uhrzeit dürfte der Zug bis Magdeburg eh noch paar Minuten aufholen. Am Bahnsteig keinerlei Angaben zu einer Verspätung. Was aber dennoch zur regulären Abfahrtszeit fehlte, war der ICE 1049. Irgendwann, so ca. 25 Minuten nach der regulären Abfahrtszeit, kam dann eine Durchsage von Blechelse, die den Zug mit +40 angekündigte. Letztlich verließen wir Magdeburg mit +39. Im DB Navigator stand der immer noch mit +10 drin!

Warum kann man das nicht korrekt pflegen? Dann wäre ich ne halbe Stunde später losgegangen und hätte nicht um 4 Uhr morgens ne knappe dreiviertel Stunde auf dem Bahnsteig verbringen müssen. *hmpf*

Der Zug war in der 1. Klasse durchaus gut besetzt, bis Berlin lag der Auslastungsgrad bei ca. 40-50 %.

Schon beim Einstieg stellte ich fest, daß praktisch jeder versuchte etwas Schlaf zu bekommen, bei einem solchen Zuglauf auch voll verständlich. Den Zugchef hielt das aber nicht davon ab vor und nach jedem Halt umfangreiche Durchsagen in deutsch und englisch zu machen. Wen bitte interessiert um diese Uhrzeit irgendein eh nicht eingeplanter Anschluß an irgendeine Regionalbahn nach Kleinsiehstemichnicht? Sowas wie "Nächster Halt: Brandenburg Hbf, Ausstieg links" hätte vollkommen gereicht. Stattdessen gabs diverse Begrüßungs- und Verabschiedungssprüche, die um diese Uhrzeit in so einem Zug wirklich niemand braucht. Bissel mehr Fingerspitzengefühl des Zugchefs, der sich übrigens bis Berlin nicht zur Fahrkartenkontrolle blicken ließ, hätte ich hier schon erwartet. Gibts da eigentlich spezielle Vorgaben die Ansagen betreffend in solchen Zügen?

Ab Berlin Hbf, da war Personalwechsel, hielten sich die Ansagen dann eher in Grenzen. Berlin verließen wir dann übrigens mit +15 und waren mit -6 dann bereits in Neustrelitz.

Das Frühstück wollte ich im Speisewagen einnehmen. Da der aber nicht nachgefüllt wurde, war das Angebot arg begrenzt. Aber für ein Panino und einen Milchkaffee hat es dann doch noch gereicht. Und es gab gleich die Info: "Wir verkaufen nur noch die Restbestände. Gehen Sie davon aus, daß sie hier heute Abend nichts zu essen bekommen.".

Rostock wurde dann pünktlich erreicht und so konnte ich mich dann ganz entspannt der Hanse Sail hingeben.

Nach einem sehr ereignisreichem Tag, u.a. gabs zwei Treffen mit Eisenbahnern, gings dann heimwärts mit dem ICE 1048. Pünktlich ging es in Rostock los und die Fahrt verlief auch soweit ereignislos. Okay, der Speisewagen hatte nicht nur nichts mehr zu essen, es gab auch genau 0 alkoholische Getränke. Muß ich den neuen Riesling mal bei einer anderen Fahrt probieren. Hat den hier schon jemand verkostet?

Dafür zickte dann der DB Navigator wieder rum. Nach Personalwechsel in Berlin folgte eine nochmalige Fahrkartenkontrolle. Allerdings fand der DB Navigator meinen noch gültigen Fahrschein nicht mehr: Datumsgrenze überschritten. Glücklicherweise hatte ich zusätzlich noch die Beta-Version des DB Navigators installiert und da war der Fahrschein noch drinnen. Technik, die begeistert.

Ansonsten verlief die Fahrt ruhig und die Ansagen im Zug beschränkten sich dieses Mal auf das Allernötigste. Warum nicht immer so?

Fazit: Preis-Leistung hat gestimmt. Vielleicht sollte man die Zugchefs besser danach auswählen, wie rücksichtsvoll sie in solchen Zügen mit schlafenden Fahrgästen umgehen. Die Sache mit dem Speisewagen ist verbesserungswürdig. An den langen Standzeiten unterwegs könnte man vielleicht noch arbeiten. Wäre eine Abfahrt in Binz ne Stunde später nicht auch machbar und dann wäre man in Berlin immer noch im jetzigen Plan drin bei der dortigen Abfahrt. Oder bissel früher in Berlin ankommen und dort Anschluß an den RE 1 nach Magdeburg um 22:40 Uhr schaffen. Leute mit Fahrtziel Brandenburg Hbf und Magdeburg Hbf wären dann ne Stunde früher daheim.

Ich werde den Zug aber sicher noch mal nutzen auf dieser Relation, auch wenn so ein Tagesausflug ganz schön schlaucht.

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Lösung: Ticket im DB Navigator verschwunden

Bambalouni, Bielefeld / Jena, Mittwoch, 15.08.2018, 10:23 (vor 2775 Tagen) @ tmmd

Dafür zickte dann der DB Navigator wieder rum. Nach Personalwechsel in Berlin folgte eine nochmalige Fahrkartenkontrolle. Allerdings fand der DB Navigator meinen noch gültigen Fahrschein nicht mehr: Datumsgrenze überschritten. Glücklicherweise hatte ich zusätzlich noch die Beta-Version des DB Navigators installiert und da war der Fahrschein noch drinnen. Technik, die begeistert.

Du musst im DB Navigator einfach den Haken bei "Nur gültige Tickets anzeigen" unter Einstellungen herausnehmen. Dann wird das Ticket auch nach Überschreitung der Datumsgrenze noch korrekt angezeigt.

Lösung: Ticket im DB Navigator verschwunden

tmmd, Magdeburg, Mittwoch, 15.08.2018, 10:31 (vor 2775 Tagen) @ Bambalouni

Du musst im DB Navigator einfach den Haken bei "Nur gültige Tickets anzeigen" unter Einstellungen herausnehmen. Dann wird das Ticket auch nach Überschreitung der Datumsgrenze noch korrekt angezeigt.

Danke, gleich mal gemacht. Dennoch verrückt, denn das Ticket war ja noch gültig.

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Lösung: Ticket im DB Navigator verschwunden

Taurus83, Nürnberg, Mittwoch, 15.08.2018, 11:28 (vor 2775 Tagen) @ tmmd

Du musst im DB Navigator einfach den Haken bei "Nur gültige Tickets anzeigen" unter Einstellungen herausnehmen. Dann wird das Ticket auch nach Überschreitung der Datumsgrenze noch korrekt angezeigt.


Danke, gleich mal gemacht. Dennoch verrückt, denn das Ticket war ja noch gültig.

Halt ein Bug. Ich hätte notfalls immer noch die Bestätigungsmail am Handy verfügbar wo ja auch das Ticket als PDF mitgeschickt wird. Zwar etwas fiddelig, aber ich denke wenn man es passend skaliert sollte das auch eingescannt werden können.


Viele Grüße,
Bernhard

DB Navigator nicht notwendig - Code im PDF ist identisch

Norddeich, Mittwoch, 15.08.2018, 15:50 (vor 2775 Tagen) @ Taurus83

Ich hätte notfalls immer noch die Bestätigungsmail am Handy verfügbar wo ja auch das Ticket als PDF mitgeschickt wird. Zwar etwas fiddelig, aber ich denke wenn man es passend skaliert sollte das auch eingescannt werden können.

Na sicher doch. Ich lasse manchmal den Code aus der PDF-Datei scannen. (Profitipp: Auf passende Größe skalieren und dann ein Bildschirmfoto machen. Das funktioniert ebenfalls mit dem Navigator.) Wenn man DB-Tickets z.B. über Trainline.eu kauft, kann man schließlich auch problemlos ohne Papierausdruck fahren, ohne den DB Navigator überhaupt installiert zu haben.

DB Code im PDF ist nicht unbedingt identisch - Vorsicht.

br752, Mittwoch, 15.08.2018, 15:58 (vor 2775 Tagen) @ Norddeich
bearbeitet von br752, Mittwoch, 15.08.2018, 15:58

Ich hätte notfalls immer noch die Bestätigungsmail am Handy verfügbar wo ja auch das Ticket als PDF mitgeschickt wird. Zwar etwas fiddelig, aber ich denke wenn man es passend skaliert sollte das auch eingescannt werden können.


Na sicher doch. Ich lasse manchmal den Code aus der PDF-Datei scannen. (Profitipp: Auf passende Größe skalieren und dann ein Bildschirmfoto machen. Das funktioniert ebenfalls mit dem Navigator.) Wenn man DB-Tickets z.B. über Trainline.eu kauft, kann man schließlich auch problemlos ohne Papierausdruck fahren, ohne den DB Navigator überhaupt installiert zu haben.

Vorsicht. Der Code muss nicht identisch sein. Zumindest die Fahrkarteninformationen sind identisch. - Haeh? ;-)

Wer ein Online-Ticket bucht bekommt per Mail das Ticket als Anhang. Wenn man nun den Code mit dem Code des "gleichen" Tickets aus der Buchungsrueckschau vergleicht wird man feststellen, dass der Code anders ist.

Warum das so ist habe ich noch nicht nachgeforscht. Ich kann mir nur vorstellen, dass im Code auch ein Erstellungsdatum aehnliches mit drin ist.


BR752

Aztec-Code im PDF ist nicht unbedingt identisch - Vorsicht.

tbsn, Würzburg, Mittwoch, 15.08.2018, 18:08 (vor 2775 Tagen) @ br752

Das hat wohl etwas damit zu tun, dass dort Zertifikate, Verschlüsselung und Komprimierung ins Spiel kommen und der Aztec-Code somit nach jeder Erzeugung anders aussieht, obwohl die gleichen Informationen gespeichert werden. Die genauen Spezifikationen sind natürlich nicht öffentlich.

Für den Fahrgast ist das aber irrelevant, solange das Ticket gültig ist und die Informationen gelesen werden können. Abgeglichen wird später vermutlich nur die Auftragsnummer, damit sich eine Fahrt storniertem Ticket erkennen lässt.

Fallen stornierte Tickets mit neuem MT jetzt sofort auf?

br752, Mittwoch, 15.08.2018, 18:12 (vor 2775 Tagen) @ tbsn
bearbeitet von br752, Mittwoch, 15.08.2018, 18:13

Das hat wohl etwas damit zu tun, dass dort Zertifikate, Verschlüsselung und Komprimierung ins Spiel kommen und der Aztec-Code somit nach jeder Erzeugung anders aussieht, obwohl die gleichen Informationen gespeichert werden. Die genauen Spezifikationen sind natürlich nicht öffentlich.

Für den Fahrgast ist das aber irrelevant, solange das Ticket gültig ist und die Informationen gelesen werden können. Abgeglichen wird später vermutlich nur die Auftragsnummer, damit sich eine Fahrt storniertem Ticket erkennen lässt.


Hallo tbsn,

das werden die uns wohl nicht verraten wo da der Unterschied ist. :-)

Da die neuen MT die Daten direkt mit dem Bahnrechner abgleichen muessten doch stornierte Tickets sofort auffallen koennen. Wird dieses Feature eigentlich genutzt?


BR752

Fallen stornierte Tickets mit neuem MT jetzt sofort auf?

tbsn, Würzburg, Mittwoch, 15.08.2018, 18:16 (vor 2775 Tagen) @ br752

Dazu kann ich leider nichts sagen - ich bin noch nie mit einem stornierten Ticket gefahren. Aber ein sofortiger Abgleich kann auch nur erfolgen, wenn eine Internetverbindung vorhanden ist. Und das ist im Zug schließlich nicht immer der Fall.

Muss die Preiserhöhung wieder "reingeholt" werden ?

Höllentalbahn, Mittwoch, 15.08.2018, 19:10 (vor 2775 Tagen) @ br752

- kein Text -

Fallen stornierte Tickets mit neuem MT jetzt sofort auf?

idle2, Mittwoch, 15.08.2018, 20:27 (vor 2775 Tagen) @ tbsn

Dazu kann ich leider nichts sagen - ich bin noch nie mit einem stornierten Ticket gefahren. Aber ein sofortiger Abgleich kann auch nur erfolgen, wenn eine Internetverbindung vorhanden ist. Und das ist im Zug schließlich nicht immer der Fall.

Bei einer Fahrgastkontrolle neben mir im Bistro (Sylt IC) habe ich zwangsläufig mitbekommen das offensichtlich ein Datenabgleich stattfindet.
Der Zugbegleiter wies freundlich aber bestimmt auf das stornierte Ticket hin und verkaufte der Dame dann ein Flexpreisticket weil es “leider“ kein Sparpreis mehr gab.

Fallen stornierte Tickets mit neuem MT jetzt sofort auf?

ICE2020, Mittwoch, 15.08.2018, 20:53 (vor 2775 Tagen) @ tbsn

Dazu kann ich leider nichts sagen - ich bin noch nie mit einem stornierten Ticket gefahren. Aber ein sofortiger Abgleich kann auch nur erfolgen, wenn eine Internetverbindung vorhanden ist. Und das ist im Zug schließlich nicht immer der Fall.

Eine Internetverbindung ist aber auch für den Komfort Checkin erforderlich. Da macht es nur Sinn, dass man dann auch stornierte Tickets abgleicht.

Fallen stornierte Tickets mit neuem MT jetzt sofort auf?

musicus, Mittwoch, 15.08.2018, 21:07 (vor 2775 Tagen) @ idle2

Der Zugbegleiter wies freundlich aber bestimmt auf das stornierte Ticket hin und verkaufte der Dame dann ein Flexpreisticket weil es “leider“ kein Sparpreis mehr gab.

Schon eher, weil an Bord ausschließlich Flexpreise verkauft werden.

Fallen stornierte Tickets mit neuem MT jetzt sofort auf?

idle2, Mittwoch, 15.08.2018, 22:22 (vor 2775 Tagen) @ musicus

Schon eher, weil an Bord ausschließlich Flexpreise verkauft werden.

Weil das technisch nur so möglich ist oder weil nur Flexpreise verkauft werden dürfen?“

Fallen stornierte Tickets mit neuem MT jetzt sofort auf?

HolyPetrus, Berlin, Donnerstag, 16.08.2018, 00:01 (vor 2775 Tagen) @ tbsn

Zumindest habe ich letztens versehentlich ein storniertes Ticket vorgezeigt, was direkt erkannt wurde. Ich hatte schon ein neues Ticket.
Die Stornierung habe ich nicht selbst vorgenommen, kann aber maximal 1-2 Tage her gewesen sein. Das ist super, weil sonst im Nachgang völlig unnötig eine Fahrpreisnacherhebung angestoßen worden wäre, und das auch noch bei einer geschäftlichen Reise!

Betrug?

Taurus83, Nürnberg, Donnerstag, 16.08.2018, 09:15 (vor 2774 Tagen) @ idle2

Bei einer Fahrgastkontrolle neben mir im Bistro (Sylt IC) habe ich zwangsläufig mitbekommen das offensichtlich ein Datenabgleich stattfindet.
Der Zugbegleiter wies freundlich aber bestimmt auf das stornierte Ticket hin und verkaufte der Dame dann ein Flexpreisticket weil es “leider“ kein Sparpreis mehr gab.

Ist das nicht schon fast ein Betrugsversuch und damit strafbar?


Viele Grüße,
Bernhard

Betrug?

idle2, Donnerstag, 16.08.2018, 10:31 (vor 2774 Tagen) @ Taurus83

Bei einer Fahrgastkontrolle neben mir im Bistro (Sylt IC) habe ich zwangsläufig mitbekommen das offensichtlich ein Datenabgleich stattfindet.
Der Zugbegleiter wies freundlich aber bestimmt auf das stornierte Ticket hin und verkaufte der Dame dann ein Flexpreisticket weil es “leider“ kein Sparpreis mehr gab.


Ist das nicht schon fast ein Betrugsversuch und damit strafbar?


Viele Grüße,
Bernhard

Kann schon sein. Angeblich handelte es sich um eine Geschäftsreise (Fahrkarte vom AG gestellt). Deswegen hat der ZuB wohl “ein Auge zugedrückt“.

Diskretion ist mir schon wichtig, da der Vorgang am Nachbartisch stattfand und ich schon den QR Code mit BC gezückt hatte, habe ich das “zwangsläufig“ mitbekommen.

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