Zweifelhafte Geschwindigkeiten auf deutschen NBS? (Aktueller Betrieb)

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 01.07.2018, 12:49 (vor 2839 Tagen)

Hurra,

bin gestern mit dem 1736 (BR 411) von Berlin nach Frankfurt gerollert. Die Geschwindigkeitsanzeigen im Zug gaben folgende Geschwindigkeiten an, wenn sie denn mal angezeigt wurden. Sie kamen selten, um so öfter sollte man WiFionICE lesen. Aber das Tempo änderte sich selten deutlich.

Berlin - Bitterfeld 180 - 190 km/h
Bitterfeld - Halle 150
Halle - Erfurt 150 - 170 (NBS!)
Erfurt - Frankfurt 160

Ich glaube wir waren meist +/- pünktlich. Nur bei Hanau stockte es (dort mussten wir im Vorfeld um den TEE Rheingold mit der 103 113 herum fahren) und ob die nordmainische Führung normal ist weiß ich auch nicht.

Jedenfalls habe ich mich beim schläfrigen Ritt über die NBS gefragt, was an dieser Fahrt eigentlich sprinterig und Hochgeschwindigkeitsverkehr sein soll? Gab es nicht diese Tage eine deutliche Kritik aus EU-Brüssel um den nicht in die Puschen kommenden Schienen-HGV in Europa? Die genannten Werte schafft jeder moderne VW Golf und daß wir in Fulda durchgefahren sind, das kann nicht der einzige Reißer sein, denn die ICE Hamburg - Frankfurt fahren auch ohne Halt durch Fulda und das sind keine Sprinter.

Wie oft und gern wirbt die DB für ein Tempo 300-Erlebnis im ICE. Aber die gestrigen Fahrzeiten könnten auch für einen alten InterRegio stehen. Der 411 ist noch nicht einmal in Sichtweite zu seinen möglichen 230 gekommen, hat sozusagen 60 km/h 'verfallen' lassen.

Und ganz nebenbei

- ist der 843 (BR 402) auf der Hinfahrt wenige Tage zuvor zwischen Wolfsburg und Berlin nie über die Marke 199 hinaus gekommen
- konnte der 690 am 16.06. auf Berlin - Hamburg (BR 401) nur 160 fahren = 1 Stunde Verspätung
- hat der 511 (Köln - München, BR 403) am 28.06. den leicht verspäteten 23 (Dortmund - Wien) nicht(!) abgewartet, obwohl sich beide Züge auf der dem Hbf zugewandten Seite der Hohenzollernbrücke begegneten. Auf der anschließenden Fahrt nach Süden war der 511 weitestgehend nur mit 260 statt 300 km/h unterwegs.
- wurde der 523 am 09.06.zwischen Würzburg und Nürnberg von zwei Cargos stark ausgebremst (dann Überholungen), musste hinter einer RB 2x still stehen und trotzdem kam er pünktlich in Nürnberg an

Wozu diese häufigen Schleichereien? Warum werden Umsteiger knapp stehen gelassen, wenn in den Zügen und Strecken mehr drin steckt und mehr möglich sein sollte? Ganz nebenbei frage ich mich natürlich auch, wie ein ICE früh morgens vor 6 Uhr überhaupt schon wieder verspätet sein kann. Ich erlebe nicht selten verspätete Bereitstellungen.

Herrscht auf Erfurt - Nürnberg auch so eine Tempo-Gemütlichkeit? Bin dort noch nie gefahren. Habe aber das Gefühl, daß bei der Bahn fast überall der Wurm drin steckt. Dabei erwähne ich noch nicht einmal meine geplante Fahrt nach Puttgarden am 26.06., die ich wegen Zugausfall und Bus-SEV ab Lübeck spontan abbrechen/umplanen durfte - auch nicht zum ersten Mal. Nach Auskunft des Zub auf dem RE dann nach Kiel war der Ausfall wegen Tf-Personalmangel. Nanu, dabei ist DB Regio nahezu konkurrenzlos und fast exklusiv in S-H unterwegs.

Was sind das für kräftige Fahrzeitzuschläge im Fernverkehr? Wird der HGV deutlich ausgebremst, weil die Taktknoten dies so verlangen? Ich hoffe nicht. Dann können noch viele hundert Milliarden verbetoniert werden und die Schiene wird doch nie eine ernst zu nehmende Konkurrenz zu Auto und Flugzeug.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Viele Ursachen.. meine Erfahrung von letztem Montag

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 01.07.2018, 13:35 (vor 2839 Tagen) @ Alibizugpaar

Das Problem ist, dass durch die Baustelle in Halle (Saale) Hbf die ICE noch deutliche Bauzuschläge haben. Es kommt nicht selten vor, dass sie vor Plan in Erfurt ankommen.

Umgekehrt hat meine Sprinter-Fahrt von letztem Montag zwar 300 km/h geschafft, wobei von Jüdendorf bis Dörstewitz nur 250 km/h gefahren wurde. Da es an dem Tag böig war, vermute ich mal eine Wind-La. In Halle hatten wir aber trotzdem leichte Verspätung, weil wir in der Einfahrt gestanden haben. Bis Planena und Ammendorf waren wir pünktlich bzw. überpünktlich.

Die Rückfahrt im ICE1 war auch langsam. Von Halle-Ammendorf bis Dörstewitz sind wir im Gegengleis gefahren, da eine Baumaschine oder Messzug von DB Netz in der Zufahrt zur Schnellfahrstrecke stand.
Auch hier sind wir bis Jüdendorf nur sehr langsam gefahren, durch die Tunnel allesamt nur mit 250 km/h, erst ab der Gänsebachtalbrücke hat er auf 280 km/h beschleunigt.
In Erfurt hatten wir 3 Minuten Verspätung.

Die Sprinter fahren im Südteil auf der VDE8.1 auch die 300 km/h nicht immer aus. Hab von mehreren Fahrgästen bei der Befragung gehört, dass der Sprinter nur 250-260 km/h erreicht hat und sie in Erfurt trotzdem pünktlich waren.

Antworten zu "Und ganz neben"-Fragen

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 01.07.2018, 13:43 (vor 2839 Tagen) @ Alibizugpaar

Und ganz nebenbei

- ist der 843 (BR 402) auf der Hinfahrt wenige Tage zuvor zwischen Wolfsburg und Berlin nie über die Marke 199 hinaus gekommen

Wenn er mit Steuerwagen voran gefahren ist, wars ne Wind-Langsamfahrstelle im LZB. Ab einer bestimmten Windstärke dürfen ICE2 mit Stwg voraus und ICE-T nur noch 200 km/h fahren, da es seitenwindgefährtete Fahrzeuge sind. Das wird von der LZB automatisch vorgegeben. Hab ich zwischen Fulda und Würzburg einige Male erlebt.

- konnte der 690 am 16.06. auf Berlin - Hamburg (BR 401) nur 160 fahren = 1 Stunde Verspätung

Klingt nach LZB-Ausfall oder zu wenig Bremskraft.

- hat der 511 (Köln - München, BR 403) am 28.06. den leicht verspäteten 23 (Dortmund - Wien) nicht(!) abgewartet, obwohl sich beide Züge auf der dem Hbf zugewandten Seite der Hohenzollernbrücke begegneten. Auf der anschließenden Fahrt nach Süden war der 511 weitestgehend nur mit 260 statt 300 km/h unterwegs.

Vielleicht waren vom Zugpersonal des 23 keine Umsteiger gemeldet. Dank Planstart werden Züge am frühen Vormittag ungern verspätet los geschickt.

Die 260 km/h reichen auf der SFS KRM wohl um die Fahrzeiten zu halten. Ab nächstes Jahr soll ja ein ICE4 mit 250 km/h Maximalgeschwindigkeit ja auch nur minimal langsamer sein. Okay, der wird dafür auch nicht in Siegburg/Bonn halten.

- wurde der 523 am 09.06.zwischen Würzburg und Nürnberg von zwei Cargos stark ausgebremst (dann Überholungen), musste hinter einer RB 2x still stehen und trotzdem kam er pünktlich in Nürnberg an

Kann ich nix sagen, klingt aber nach Baustellenfahrplanordnung.


Wozu diese häufigen Schleichereien? Warum werden Umsteiger knapp stehen gelassen, wenn in den Zügen und Strecken mehr drin steckt und mehr möglich sein sollte? Ganz nebenbei frage ich mich natürlich auch, wie ein ICE früh morgens vor 6 Uhr überhaupt schon wieder verspätet sein kann. Ich erlebe nicht selten verspätete Bereitstellungen.

Ja, erlebe ich in den letzten Monaten auch gehäuft bei den ICE1 der Linie 11.
Offensichtlich hat man einen Wartungsstau bei den ICE1 und eine verminderte Verfügbarkeit. Aber auch die ICE4 sollen angeblich öfters mal verspätet bereitgestellt werden in Hamburg.
Vielleicht hängt das auch mit den Bauarbeiten in Hamburg-Altona zusammen, dass die Rangierfahrten so oft verspätet sind.

Richtigstellung zu "Und ganz neben"-Fragen

Christian_S, Sonntag, 01.07.2018, 13:50 (vor 2839 Tagen) @ ICETreffErfurt


Wenn er mit Steuerwagen voran gefahren ist, wars ne Wind-Langsamfahrstelle im LZB. Ab einer bestimmten Windstärke dürfen ICE2 mit Stwg voraus und ICE-T nur noch 200 km/h fahren, da es seitenwindgefährtete Fahrzeuge sind. Das wird von der LZB automatisch vorgegeben. Hab ich zwischen Fulda und Würzburg einige Male erlebt.

Das hat NICHTS mit einer bestimmten Windstärke zu tun, sondern sind dauerhafte Begrenzungen für bestimmte Zugarten in festgelegten Abschnitten.

Richtigstellung zu "Und ganz neben"-Fragen

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 01.07.2018, 14:11 (vor 2839 Tagen) @ Christian_S


Wenn er mit Steuerwagen voran gefahren ist, wars ne Wind-Langsamfahrstelle im LZB. Ab einer bestimmten Windstärke dürfen ICE2 mit Stwg voraus und ICE-T nur noch 200 km/h fahren, da es seitenwindgefährtete Fahrzeuge sind. Das wird von der LZB automatisch vorgegeben. Hab ich zwischen Fulda und Würzburg einige Male erlebt.


Das hat NICHTS mit einer bestimmten Windstärke zu tun, sondern sind dauerhafte Begrenzungen für bestimmte Zugarten in festgelegten Abschnitten.

Interessant, weil ich es mal so und mal so erlebt habe. Also bei stürmischen Wetter sind wir 180-200 km/h gefahren, ein anderes mal 210 km/h. Okay zugegeben, 230 km/h hat kein ICE-T im entsprechenden Abschnitt erreicht.

Zweifelhafte Geschwindigkeiten auf deutschen NBS

Berlin-Express, nähe BPHD, Sonntag, 01.07.2018, 14:59 (vor 2839 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von Berlin-Express, Sonntag, 01.07.2018, 14:59

Dass die Fahrzeiten bei Bahnens immer weiter steigen ist ja kein Geheimnis. Fährt der Sprinter Berlin - München mit ICE-T war er bisher auch immer pünktlich. Fährt man Göttingen - Kassel mit 160 km/h schafft man die Strecke auch in 19 Minuten.

Der Begriff Sprinter ist heute auch nur noch Marketingverarsche, Berlin - Frankfurt ist auch mindestens 30 Minuten schneller fahrbar,München - Berlin wohl ähnlich. Zwischen Berlin und Hannover liegen auch rund 20 Minuten Fahrzeitreserve bei den ICE.

Die aktuellen ICE Fahrzeiten könnte man auf den meisten Strecken wohl mit IC-2 halten.

Was ein Genöle ...

Blaschke, Sonntag, 01.07.2018, 16:31 (vor 2839 Tagen) @ Alibizugpaar

Huhu.

Jedenfalls habe ich mich beim schläfrigen Ritt über die NBS gefragt, was an dieser Fahrt eigentlich sprinterig und Hochgeschwindigkeitsverkehr sein soll? Gab es nicht diese Tage eine deutliche Kritik aus EU-Brüssel um den nicht in die Puschen kommenden Schienen-HGV in Europa?


Deutschland ist da der Welt voraus. Wir entdecken die Langsamkeit neu!

Guck dir an, wie pleite die Franzosen mit ihrer ganzen Raserei sind. Da lassen wir es gemütlich angehen.

Die genannten Werte schafft jeder moderne VW Golf

außer er muss durch eine der vielen Autobahnbaustellen ...

und daß wir in Fulda durchgefahren sind, das kann nicht der einzige Reißer sein, denn die ICE Hamburg - Frankfurt fahren auch ohne Halt durch Fulda und das sind keine Sprinter.

Und früher fuhr man mit einer Linie in Bebra durch. Waren das noch Zeiten ...

Wie oft und gern wirbt die DB für ein Tempo 300-Erlebnis im ICE. Aber die gestrigen Fahrzeiten könnten auch für einen alten InterRegio stehen.

Du bist ja soooooo gemein. Interregio ... pfui.

Wozu diese häufigen Schleichereien?

Langsamkeit ist 'in'.

Les mal, was ProBahn in der letzten Zeitung zum Deutschland-Takt von sich gab. Deutliche Verlängerung der Haltedauer in den großen Knotenbahnhöfen. Die schreiben selbst, Hamburg München würde ca 30 Min länger dauern. Da haut es einem das Ozon aus der Lampe.

Ganz nebenbei frage ich mich natürlich auch, wie ein ICE früh morgens vor 6 Uhr überhaupt schon wieder verspätet sein kann.

Geht auch ohne ICE. Wie oft war selbst Wochenend-morgens der erste Fernzug aus Hamburg auf den mickrigen 250 km bis Osnabrück soviel zu spät, dass ich in Münster den Anschluß nach Coesfeld verpaßte ... Irgendwann läßt man es dann bleiben, mitzufahren ...

Ich erlebe nicht selten verspätete Bereitstellungen.

Das ist aber nichts neues. Wenn ich an die TMT-Zeiten in den 1980/1990er-Jahre denke: wie oft war man in Hamburg morgens zu doof, einen Zug pünktlich bereitzustellen. Selbst der erste für Fahrgäste freigegebene ICE, der am Tag vor Fahrplanwechsel als IC nach München fuhr, wurde unpünktlich bereitgestellt.

Habe aber das Gefühl, daß bei der Bahn fast überall der Wurm drin steckt.

Auch nichts neues. Hab hier grad ne seitenlange Berichterstattung an die DB über die Erlebnisse mit dem "Interregio-Spezial" gefunden. Stammt aus 1998. Wenn man da IR durch IC ersetzt, könnte ich den Text auch anno 2018 verfasst haben.

Darum ist das "wir müssen besser werden"-Gelaber der Plüschetage ja auch nur mit Humor und Lachen zu ertragen. Ich mache mir nur immer Sorgen, dass da womöglich mancher noch dran glaubt.

Nach Auskunft des Zub auf dem RE dann nach Kiel war der Ausfall wegen Tf-Personalmangel. Nanu, dabei ist DB Regio nahezu konkurrenzlos und fast exklusiv in S-H unterwegs.


"Konkurrenzlos" ist im DB-Reich immer schlecht für die Kundschaft. Denn dann wird die DB nicht wirklich zu Leistung inspiriert.

Dann können noch viele hundert Milliarden verbetoniert werden und die Schiene wird doch nie eine ernst zu nehmende Konkurrenz zu Auto und Flugzeug.


Das wird sie ohnehin nie.

Du liest ja regelmäßig, wie selbst Bahnbefürworter mit minimalsten Fortschritten höchst zufrieden sind - wenn 9% statt 8% Zug fahren z.B. Oder den Fortschritt gleich ablehnen. Und die Zustände dann schön reden und verteidigen. Wer aber sonst sollte Druck machen?


Schöne Grüße von jörg

Was ein Genöle ...

Lumi25, Sonntag, 01.07.2018, 18:26 (vor 2838 Tagen) @ Blaschke

Deutschland ist da der Welt voraus. Wir entdecken die Langsamkeit neu!

Wann darf man denn wieder mit Dampfloks rechnen im Planverkehr?

Guck dir an, wie pleite die Franzosen mit ihrer ganzen Raserei sind. Da lassen wir es gemütlich angehen.

Immerhin stimmt dort wenigstens das HGV-Netz. Hier in Deutschland stimmt überhaupt nichts.

außer er muss durch eine der vielen Autobahnbaustellen ...

Na immerhin darf man Autobahnbaustellen noch durchfahren. Da wird nicht gleich die komplette Autobahn dicht gemacht.

und daß wir in Fulda durchgefahren sind, das kann nicht der einzige Reißer sein, denn die ICE Hamburg - Frankfurt fahren auch ohne Halt durch Fulda und das sind keine Sprinter.

Das ist auch für die Zukunft geplant. Ein Glück hat man den Knoten Fulda so hervorragend ausgebaut, dass auch in Zukunft da alles durchpasst.

Und früher fuhr man mit einer Linie in Bebra durch. Waren das noch Zeiten ...

Früher gab es auch noch richtigen Fernverkehr. Da konnte man sich aussuchen ob man von Köln nach Frankfurt über Siegen, linkrheinisch oder rechtsrheinisch fährt.

Du bist ja soooooo gemein. Interregio ... pfui.

Ich fand die Eilzüge mit bequemen Abteilwagen viel schöner.

Langsamkeit ist 'in'.

Internetanbieter machen es doch genau so obwohl da die Kunden dann auf die Barrikaden gehen.

Les mal, was ProBahn in der letzten Zeitung zum Deutschland-Takt von sich gab. Deutliche Verlängerung der Haltedauer in den großen Knotenbahnhöfen. Die schreiben selbst, Hamburg München würde ca 30 Min länger dauern. Da haut es einem das Ozon aus der Lampe.

Ach auf die 30 Minuten kommt es auch nicht mehr an. Davon abgesehen wäre dann der Flixtrain genau so schnell wie der ICE. Ist doch toll.

Geht auch ohne ICE. Wie oft war selbst Wochenend-morgens der erste Fernzug aus Hamburg auf den mickrigen 250 km bis Osnabrück soviel zu spät, dass ich in Münster den Anschluß nach Coesfeld verpaßte ... Irgendwann läßt man es dann bleiben, mitzufahren ...

Wie! Kein Deutschland-Takt-Fan. Das geht aber gar nicht. Ab ins Umerziehungslager.

Das ist aber nichts neues. Wenn ich an die TMT-Zeiten in den 1980/1990er-Jahre denke: wie oft war man in Hamburg morgens zu doof, einen Zug pünktlich bereitzustellen. Selbst der erste für Fahrgäste freigegebene ICE, der am Tag vor Fahrplanwechsel als IC nach München fuhr, wurde unpünktlich bereitgestellt.

Seit mal froh, dass die überhaupt bereitgestellt werden. Du bist nicht besser beim meckern Herr Blaschke.

Also demnächst wird ein Kniefall gemacht, wenn der Zug pünktlich bereitgestellt wird.


Keine Lust weiter zu antworten mein Essen ist da...

Hähh ???

Garfield_1905, Sonntag, 01.07.2018, 18:40 (vor 2838 Tagen) @ Lumi25

Guck dir an, wie pleite die Franzosen mit ihrer ganzen Raserei sind. Da lassen wir es gemütlich angehen.


Immerhin stimmt dort wenigstens das HGV-Netz. Hier in Deutschland stimmt überhaupt nichts.

Ich liebe diese Pauschalierungen ! Wenn 'nichts' stimmen würde oder besser 'überhaupt nichts', dürfte ja wohl 'überhaupt' kein Zug fahren, zumindest kein ICE !

+1

Aphex Twin, Sonntag, 01.07.2018, 19:18 (vor 2838 Tagen) @ Garfield_1905

- kein Text -

Yeah!

Blaschke, Sonntag, 01.07.2018, 19:26 (vor 2838 Tagen) @ Lumi25
bearbeitet von Blaschke, Sonntag, 01.07.2018, 19:27

Tach.

Na immerhin darf man Autobahnbaustellen noch durchfahren. Da wird nicht gleich die komplette Autobahn dicht gemacht.


Doch. Oft genug auch das!

Also demnächst wird ein Kniefall gemacht, wenn der Zug pünktlich bereitgestellt wird.

Auf einem Teppich Richtung Mekka? Das wäre mal 'ne Idee. Christen beten Richtung Rom. So im ganz groben ist's ja von hierzulande aus ungefähr dieselbe Richtung ...

Keine Lust weiter zu antworten

Schade.

mein Essen ist da...

Das ist ein Argument. Ich bin grad mal satt für 2 Stunden oder so. Und erfreue mich, dass Rußland Weltmeister wird dank Putin und dass sich CDU und CSU ENDLICH trennen.


Schöne Grüße von jörg

Antworten zu "Und ganz neben"-Fragen

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 01.07.2018, 20:52 (vor 2838 Tagen) @ ICETreffErfurt

"Vielleicht waren vom Zugpersonal des 23 keine Umsteiger gemeldet. Dank Planstart werden Züge am frühen Vormittag ungern verspätet los geschickt."

Ich ann mir nur schlecht vorstellen, daß es aus dem Ruhrgebiet keine Umsteiger nach München gegeben haben soll. Alternativ müsste man ab Dortmund, Essen, Düsseldorf & Co nämlich 30 Minuten früher bzw. 50 Minuten später abfahren. Ich unterstelle, daß es der Bahn zu wenige oder zu unwichtige (kein Frankfurter AirRail) Umsteiger waren.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

1 angenehme Überraschung im Speisewagen

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 01.07.2018, 21:11 (vor 2838 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von Alibizugpaar, Sonntag, 01.07.2018, 21:13

Es sei noch nachgeschoben, daß ich mir gestern im Speisewagen eine Coke für 3 EUR gezogen habe. Die war nur leidlich gut gekühlt, aber ich staunte wahrhaftig rechteckige ICE-Räder, als mir die junge Dame eine 0,5 Glas(!)flasche mit Drehverschluß reichte. Ich dachte nach einem Millisekundenschreck nur "Ja aber hallo Glasflasche, wer bist du denn?".

Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal eine 0,5 Glasflasche mit eigenen Augen gesehen und dann wahrhaftig in meinen Händen gespürt habe. Eine gefühlte schwere Wertigkeit von mehreren Unzen Feingewicht. Zurück auf dem Sitzplatz kam ich mir dann vor wie ein Weinkenner auf Hochgenuß-Tour und nicht wie ein Tetrapack-Säufer vorm Aldi. Beinahe hätte ich die Coke so schlürfend mit Luft gezogen, wie es feine Sommeliers vormachen. Fehlte nur noch echte Geigenmusik aus der hintersten Ecke.

Ist die Bahn falsch beliefert worden oder soll das so sein? Normalerweise feiert sich die DB selber in höchsten Tönen, wenn es ein positives Alltagsdetail mehr gibt. Aber ich kann mich an keine BILD-Schlagzeile in fetten Lettern "Wahnsinn!" auf Seite 1 erinnern.

Die leeren PET's fliegen immer in die nächste Ecke. Aber das kleine Glasgeschwisterchen verweilt noch repräsentativ wie ein wertvolles Deko-Kulturgut auf meinem Schreibtisch.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

1 angenehme Überraschung im Speisewagen

RhBDirk, Sonntag, 01.07.2018, 21:14 (vor 2838 Tagen) @ Alibizugpaar

Es sei noch nachgeschoben, daß ich mir gestern im Speisewagen eine Coke für 3 EUR gezogen habe. Die war nur leidlich gut gekühlt, aber ich staunte wahrhaftig rechteckige ICE-Räder, als mir die junge Dame eine 0,5 Glas(!)flasche mit Drehverschluß reichte. Ich dachte nach einem Millisekundenschreck nur "Ja aber hallo Glasflasche, wer bist du denn?".

...

Gibts schon seit Monaten. Dekorativ und für die Gastronomie in Ordnung.

Fürs "Take away" hinderlich und gefährlich.

Schmeckt auch im Take-Away besser

Höllentalbahn, Sonntag, 01.07.2018, 21:30 (vor 2838 Tagen) @ RhBDirk

Will ja auch keiner den Biertrinkern ihre Glasflaschen wegnehmen...

Coke in Glas - geil geil geil

Blaschke, Sonntag, 01.07.2018, 21:36 (vor 2838 Tagen) @ Alibizugpaar

Huhu.

Es sei noch nachgeschoben, daß ich mir gestern im Speisewagen eine Coke für 3 EUR gezogen habe. Die war nur leidlich gut gekühlt, aber ich staunte wahrhaftig rechteckige ICE-Räder, als mir die junge Dame eine 0,5 Glas(!)flasche mit Drehverschluß reichte. Ich dachte nach einem Millisekundenschreck nur "Ja aber hallo Glasflasche, wer bist du denn?".

Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal eine 0,5 Glasflasche mit eigenen Augen gesehen und dann wahrhaftig in meinen Händen gespürt habe. Eine gefühlte schwere Wertigkeit von mehreren Unzen Feingewicht. Zurück auf dem Sitzplatz kam ich mir dann vor wie ein Weinkenner auf Hochgenuß-Tour und nicht wie ein Tetrapack-Säufer vorm Aldi. Beinahe hätte ich die Coke so schlürfend mit Luft gezogen, wie es feine Sommeliers vormachen. Fehlte nur noch echte Geigenmusik aus der hintersten Ecke.


Ja, Coke aus der 0,5 GLASflasche ist Extase pur.

Ein paar Getränkefetischisten hier in Osnabrück führen die auch noch. Auch bei Komm und Klau gibt's die ab und an. Ein wahrer Hochgenuß. Wenn nur das Kistenschleppen bis in den 3. Stock nicht wäre ... Wird Zeit, dass die Flaschenpost aus Münster expandiert nach Osnabrück.


Ich muss mal mit der DB reden. Dass demnächst abends ein Fernzug 30 Min Pause in Osnabrück hat. Dann schlabbere ich in der Zeit den Kühlschrank leer. 3 Euro für ne Buddel - egal, der Mindestlohn wird ja exorbitant erhöht. Und bevor ich wegen des Reichtums Platzprobleme bekome beim Bargeld und ich den Keller unterkellern muss ...

Und hier und jetzt ein Lob an und für die DB für diese Entscheidung!!!!!

Entzückte Grüße von jörg

Achso?

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 01.07.2018, 21:36 (vor 2838 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von J-C, Sonntag, 01.07.2018, 21:37

Zumindest bekam ich mein Bier letztens in einer Flasche und dazu ein Glas... Also beim ÖBB-Railjet.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

1 angenehme Überraschung im Speisewagen

Frecciarossa, Sonntag, 01.07.2018, 21:38 (vor 2838 Tagen) @ RhBDirk

Fürs "Take away" hinderlich und gefährlich.

Glasflasche ist gefährlich? Ernsthaft?

https://www.youtube.com/watch?v=3gJeNVFj7x0

Bier in PET-Flasche bei der Bahn?

Henrik, Sonntag, 01.07.2018, 21:46 (vor 2838 Tagen) @ J-C

Zumindest bekam ich mein Bier letztens in einer Flasche und dazu ein Glas... Also beim ÖBB-Railjet.

Bier in PET-Flasche gabs gewiss noch nie bei der Bahn..

Ja, da besteht Handlungsbedarf ...

Blaschke, Sonntag, 01.07.2018, 21:48 (vor 2838 Tagen) @ RhBDirk

Tach.

0,5 Glas(!)flasche mit Drehverschluß reichte.

Fürs "Take away" hinderlich und gefährlich.

Ja, da muss ein Gefahrenblatt mit ausgegeben werden. Der Kunde muss den Erhalt bestätigen.

Zur Not müssen ansonsten Schulungen für den Umgang mit GLASflaschen angeboten werden. Von VHS, Gastronomie und so. Und dann dürfen Glasflaschen nur noch an Inhaber einer Bescheinigung ausgegeben werden.


Schöne Grüße von jörg


Nicht auszudenken, was passieren kann. Die Glasflasche steht herum. Zwangsbremsung. Dann fliegt die Flasche durch die Scheibe. Direkt vor die Führerstandsscheibe des Gegenzuges. Dessen Lokführer erschrickt, übersieht das Haltesignal und entgleist wegen überhöhter Geschwindigkeit. Dummerweise ein Gefahrgutzug; hat radioaktives Material geladen. Fuhr grad auf einer Brücke. Ein Wagen stürzt auf die Autobahn, platzt auf. Fällt auf einen Gefahrgut-Lkw, dessen Tank ebenfalls aufplatzt und explodiert. Danach ist der gesamte Landkreis Geschichte. Unbewohnbar. Mit einem Krater, gegen den Garzweiler eine Pfütze ist.

Mit einer Plastikflasche wäre nix passiert.

So jung schon dem Alkohol verfallen ...

Blaschke, Sonntag, 01.07.2018, 21:50 (vor 2838 Tagen) @ J-C

- kein Text -

LOL!

mrhuss, FKON, Sonntag, 01.07.2018, 21:50 (vor 2838 Tagen) @ Blaschke

- kein Text -

Coke in Glas - geil geil geil

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 01.07.2018, 22:03 (vor 2838 Tagen) @ Blaschke

Eine wahrhaftige Zierde...

[image]

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Glasflasche natürlich...

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 01.07.2018, 22:13 (vor 2838 Tagen) @ Henrik

- kein Text -

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Naja...

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 01.07.2018, 22:14 (vor 2838 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von J-C, Sonntag, 01.07.2018, 22:14

Durschschnittlich konsumiere bzw. genieße ich Alkohol seltener als ein Mal im Monat...

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Naja...

Frecciarossa, Sonntag, 01.07.2018, 22:15 (vor 2838 Tagen) @ J-C

Langweilig

Antworten zu "Und ganz neben"-Fragen

ICE-TD, Sonntag, 01.07.2018, 22:20 (vor 2838 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von ICE-TD, Sonntag, 01.07.2018, 22:21

Und ganz nebenbei

- ist der 843 (BR 402) auf der Hinfahrt wenige Tage zuvor zwischen Wolfsburg und Berlin nie über die Marke 199 hinaus gekommen


Wenn er mit Steuerwagen voran gefahren ist, wars ne Wind-Langsamfahrstelle im LZB. Ab einer bestimmten Windstärke dürfen ICE2 mit Stwg voraus und ICE-T nur noch 200 km/h fahren, da es seitenwindgefährtete Fahrzeuge sind. Das wird von der LZB automatisch vorgegeben. Hab ich zwischen Fulda und Würzburg einige Male erlebt.

Wind-La habe ich aber zwischen Wolfsburg und Berlin noch nicht erlebt. Die 200 deuten eher auf Tk an Tk hin. Oder der Zug hatte (vielleicht aufgrund einer Fplo?) so lange Fahrzeiten das 200 eben reichten um den Fahrplan zu halten. Ich bin heute auch keine 250 gefahren und war trotzdem plan in Spandau. Die großen Knotenbahnhöfe lassen aufgrund vieler Trassenkonflikte oft keine kürzeren Fahrzeiten zu.

Ja und?

Blaschke, Sonntag, 01.07.2018, 22:22 (vor 2838 Tagen) @ J-C

Tach.

JEDER Konsum von Alkohol ist zu verachten. Da sterben Gehirnzellen ab.

Von einem Gesundheitsfanatiker erwarte ich da deutlich mehr Konsequenz und Abstinenz!

Schöne Grüße von jörg

der seit Jahren, ja, wohl schon Jahrzehnten keinen Alkohol zu sich nimmt. Wie auch, wenn er fast rund um die Uhr im Auto unterwegs ist beruflich ...

Naja...

ICE-TD, Sonntag, 01.07.2018, 22:26 (vor 2838 Tagen) @ J-C

Durschschnittlich konsumiere bzw. genieße ich Alkohol seltener als ein Mal im Monat...

Also Quartalstrinker? ;-)

irre exotisch.

musicus, Sonntag, 01.07.2018, 22:35 (vor 2838 Tagen) @ Alibizugpaar

- kein Text -

Nein.

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 01.07.2018, 22:43 (vor 2838 Tagen) @ ICE-TD

Mein Konsum beschränkt sich auf 1, 2 Gläser, also nix mit Saufen...

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Wind-La`s

Christian_S, Sonntag, 01.07.2018, 23:03 (vor 2838 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von Christian_S, Sonntag, 01.07.2018, 23:04

Wind-La habe ich aber zwischen Wolfsburg und Berlin noch nicht erlebt. Die 200 deuten eher auf Tk an Tk hin. Oder der Zug hatte (vielleicht aufgrund einer Fplo?) so lange Fahrzeiten das 200 eben reichten um den Fahrplan zu halten. Ich bin heute auch keine 250 gefahren und war trotzdem plan in Spandau. Die großen Knotenbahnhöfe lassen aufgrund vieler Trassenkonflikte oft keine kürzeren Fahrzeiten zu.

ICETreffErfurt hat das Thema ein bissl falsch dargestellt. Diese Wind-La`s sind keine sporadischen La-Stellen, die ab bestimmten Windstärken eingeführt werden, sondern permanente Langsamfahrabschnitte, die bei LZB-geführten Fahrzeugen in Bremsart 7 wirksam sind, also bei ICE-T oder ICE 2 Steuerwagen voraus. Unabhängig davon, ob es windig ist oder nicht. Diese La-Stellen haben eher mit der Windanfälligkeit der Fahrzeuge zu tun, was die mögliche Sogwirkung und weitere Faktoren betrifft.

Sein Problem ist halt, das er immer mit dem GPS misst und die Geschwindigkeitsanzeigen im Zug auswerten will, aber dabei gar nicht weiss, ob bestimmte Faktoren wie andere La-Stellen, Tz-Anweisung, Fahrzeitreserven etc eine Rolle spielen.

Zweifelhafte Geschwindigkeiten auf deutschen NBS?

611 040, Erfurt, Sonntag, 01.07.2018, 23:11 (vor 2838 Tagen) @ Alibizugpaar

Bin letzte Woche auf der KRM im 605 auch nur ca. 230-240km/h gefahren und wird kamen trotzdem überpünktlich in Frankfurt Flughafen an. Die 300km/h werden nur bei Verspätungen ausgefahren, finde ich aber sehr gut dass dann auf der KRM zum Beispiel bis zu 8 Minuten rausgeholt werden kann.

Und dann am Sonntag vor einer Woche im 583 (BR 402 TK vorraus): von Hamburg bis Hannover sind wir nicht über die 200km/h gekommen, Triebkopf war defekt. Nachdem wir in Hannover vom ICE 91 und 1173 überholt wurden, ging es dann mit 220km/h weiter bis Göttingen. Ergebnis +25...

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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Wind-La`s

ICE-TD, Sonntag, 01.07.2018, 23:14 (vor 2838 Tagen) @ Christian_S

ICETreffErfurt hat das Thema ein bissl falsch dargestellt. Diese Wind-La`s sind keine sporadischen La-Stellen, die ab bestimmten Windstärken eingeführt werden, sondern permanente Langsamfahrabschnitte, die bei LZB-geführten Fahrzeugen in Bremsart 7 wirksam sind, also bei ICE-T oder ICE 2 Steuerwagen voraus. Unabhängig davon, ob es windig ist oder nicht. Diese La-Stellen haben eher mit der Windanfälligkeit der Fahrzeuge zu tun, was die mögliche Sogwirkung und weitere Faktoren betrifft.

Ja, aber ich habe so eine Wind-La noch nirgendwo gesehen, wo gibts sowas? Berlin-Hannover nicht, Mannheim-Stuttgart habe ich auch noch keine gesehen. Hannover-Würzburg kenne ich nur im Abschnitt Kassel-Fulda, aber da habe ich auch noch keine erlebt.

1 angenehme Überraschung im Speisewagen

611 040, Erfurt, Sonntag, 01.07.2018, 23:15 (vor 2838 Tagen) @ Alibizugpaar

Die gibts doch schon immer im Bordbistro.
Als ich zuletzt im ARkimbz eine Cola getrunken hab, war es auch die 0,5l Glasflasche.
Leider fahren ja auf vielen Linien keine ARkimbz Bistros mehr mit. Im ICE hab ich wenn meist Kaffee getrunken.

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Was ein Genöle ...

Henrik, Sonntag, 01.07.2018, 23:16 (vor 2838 Tagen) @ Lumi25

Deutschland ist da der Welt voraus. Wir entdecken die Langsamkeit neu!

Wann darf man denn wieder mit Dampfloks rechnen im Planverkehr?

FlixTrain

Guck dir an, wie pleite die Franzosen mit ihrer ganzen Raserei sind. Da lassen wir es gemütlich angehen.

Immerhin stimmt dort wenigstens das HGV-Netz. Hier in Deutschland stimmt überhaupt nichts.

HGV-Netz? oder sind das einfach eher ein paar HGV-Strecken auf Paris ausgerichtet, die dort in 4 verschiedenen Bahnhöfen enden?
Taktverkehr Fehlanzeige, Anschlüsse ebenso, ICE-Komfort ist dort auch ein Fremdwort und teurer ists auch. Züge fahren auch kaum.
Insofern stimmt da so einiges nicht.

außer er muss durch eine der vielen Autobahnbaustellen ...

Na immerhin darf man Autobahnbaustellen noch durchfahren. Da wird nicht gleich die komplette Autobahn dicht gemacht.

Elbtunnel ist diesen Monat gleich zweimal totalgesperrt.
klar, ist dann eher hauptsächlich Samstagnacht, kommt aber häufiger mal vor. Im Norden kennt das jeder, in NRW gewiss ebenso.
Auf der Straße gibts da einen gewissen Systemvorteil.
im Norden kennt man von letzten Wochen aber auch zu gut den baubedingten Bahnbetrieb auf einem Gleis.

Und früher fuhr man mit einer Linie in Bebra durch. Waren das noch Zeiten ...

Früher gab es auch noch richtigen Fernverkehr. Da konnte man sich aussuchen ob man von Köln nach Frankfurt über Siegen, linksrheinisch oder rechtsrheinisch fährt.

mehrmals stündlich? und heutzutage geht das nicht?

Du bist ja soooooo gemein. Interregio ... pfui.

Ich fand die Eilzüge mit bequemen Abteilwagen viel schöner.

Silberlinge!

Langsamkeit ist 'in'.

Internetanbieter machen es doch genau so obwohl da die Kunden dann auf die Barrikaden gehen.

bei der Bahn nicht?

Les mal, was ProBahn in der letzten Zeitung zum Deutschland-Takt von sich gab. Deutliche Verlängerung der Haltedauer in den großen Knotenbahnhöfen. Die schreiben selbst, Hamburg München würde ca 30 Min länger dauern. Da haut es einem das Ozon aus der Lampe.

Ach auf die 30 Minuten kommt es auch nicht mehr an. Davon abgesehen wäre dann der Flixtrain genau so schnell wie der ICE. Ist doch toll.

Geht auch ohne ICE. Wie oft war selbst Wochenend-morgens der erste Fernzug aus Hamburg auf den mickrigen 250 km bis Osnabrück soviel zu spät, dass ich in Münster den Anschluß nach Coesfeld verpaßte ... Irgendwann läßt man es dann bleiben, mitzufahren ...

Wie! Kein Deutschland-Takt-Fan. Das geht aber gar nicht. Ab ins Umerziehungslager.

Taktverkehr wie in Frankreich?

Das ist aber nichts neues. Wenn ich an die TMT-Zeiten in den 1980/1990er-Jahre denke: wie oft war man in Hamburg morgens zu doof, einen Zug pünktlich bereitzustellen. Selbst der erste für Fahrgäste freigegebene ICE, der am Tag vor Fahrplanwechsel als IC nach München fuhr, wurde unpünktlich bereitgestellt.

Seid mal froh, dass die überhaupt bereitgestellt werden. Du bist nicht besser beim meckern Herr Blaschke.

och.. Er nimmts noch immer mit gesundem Humor und da muss man bei ihm auch nich immer alles so ernst nehmen.

Also demnächst wird ein Kniefall gemacht, wenn der Zug pünktlich bereitgestellt wird.

Demut.. Dankbarkeit.. ja.
Da ist der Herr Blaschke bestimmt gut mit ausgestattet. ;)

Wind-La`s

Christian_S, Sonntag, 01.07.2018, 23:17 (vor 2838 Tagen) @ ICE-TD

Ja, aber ich habe so eine Wind-La noch nirgendwo gesehen, wo gibts sowas? Berlin-Hannover nicht, Mannheim-Stuttgart habe ich auch noch keine gesehen. Hannover-Würzburg kenne ich nur im Abschnitt Kassel-Fulda, aber da habe ich auch noch keine erlebt.

Zwischen Hannover und Göttingen auf fast der halben Streckenlänge sowie zwischen Fulda und Würzburg im nördlichen Teil bis vor Burgsinn auf gut einem Drittel der Strecke.
Allerdings bin ich nicht auf dem neuesten Stand, ob beide La-Stellen auch heute noch so vorhanden sind, war schon lange nicht mehr dort.

von Hamburg bis Hannover nicht über die 200 km/h gekommen

Henrik, Sonntag, 01.07.2018, 23:52 (vor 2838 Tagen) @ 611 040
bearbeitet von Henrik, Sonntag, 01.07.2018, 23:54

Und dann am Sonntag vor einer Woche im 583 (BR 402 TK voraus): von Hamburg bis Hannover sind wir nicht über die 200 km/h gekommen

och mensch.. echt nich? ;)

Triebkopf war defekt.

genau..

Nachdem wir in Hannover vom ICE 91 und 1173 überholt wurden, ging es dann mit 220km/h weiter bis Göttingen. Ergebnis +25...

Verspätung lag bestimmt an den genannten Geschwindigkeiten..^^

*SCNR*

das war 2x Triebkopf 402 voraus

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 02.07.2018, 00:09 (vor 2838 Tagen) @ ICE-TD

- kein Text -

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Warum behauptet DB Netz dann das Gegenteil?

ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 02.07.2018, 00:16 (vor 2838 Tagen) @ Christian_S

-> https://fahrweg.dbnetze.com/resource/blob/1357450/5ba0e300ee53bf593a456912e9ca2dfc/Glos...

Wind-Langsamfahrstelle
Temporärer Langsamfahrbereich in Abhängigkeit der Windgeschwindigkeit

Warum behauptet DB Netz dann das Gegenteil?

Christian_S, Montag, 02.07.2018, 00:20 (vor 2838 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von Christian_S, Montag, 02.07.2018, 00:23

Wind-Langsamfahrstelle
Temporärer Langsamfahrbereich in Abhängigkeit der Windgeschwindigkeit

Ich bin diese Strecken jahrelang gefahren, mit unterschiedlichen Baureihen und von schönstem, windstillen Sommerwetter bis zu stürmischen Herbsttagen. Diese Geschwindigkeitsbeschränkungen waren - bei bestimmten Baureihen - immer vorhanden.

Was Du meinst sind sicher windbedingte Langsamfahrstellen mit 80 km/h ab bestimmten Windstärken, die je nach Wetterlage in ganz bestimmten Abschnitten ausgerufen werden. In Deinem Fall ist Erfurt Hbf - Erfurt Ost bzw Nord so ein Beispiel.

Sind also wie gesagt zwei völlig verschiedene Dinge :-)

Wind-La`s

ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 02.07.2018, 00:23 (vor 2838 Tagen) @ Christian_S

Sein Problem ist halt, das er immer mit dem GPS misst und die Geschwindigkeitsanzeigen im Zug auswerten will, aber dabei gar nicht weiss, ob bestimmte Faktoren wie andere La-Stellen, Tz-Anweisung, Fahrzeitreserven etc eine Rolle spielen.

Zwischen Dörstewitz und Jüdendorf habe ich seit 3 Monaten keinen einzigen ICE erlebt, der dort die Höchstgeschwindigkeit gefahren hat. Die ICE-T sind oft auf 200 km/h runter und die ziemlich genau nach Strich gefahren, die ICE1 und ICE3 auf 250 km/h runter.

Klingt für mich nach einem Muster und verdächtig nach einer Langsamfahrstelle im ETCS. Warum die dort ist, kann ich allerdings nicht sagen. Ich habe die Wind-La ja nur vermutet.

Warum behauptet DB Netz dann das Gegenteil?

ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 02.07.2018, 00:24 (vor 2838 Tagen) @ Christian_S

Wind-Langsamfahrstelle
Temporärer Langsamfahrbereich in Abhängigkeit der Windgeschwindigkeit


Ich bin diese Strecken jahrelang gefahren, mit unterschiedlichen Baureihen und von schönstem, windstillen Sommerwetter bis zu stürmischen Herbsttagen. Diese Geschwindigkeitsbeschränkungen waren - bei bestimmten Baureihen - immer vorhanden.

Was Du meinst sind sicher windbedingte Langsamfahrstellen mit 80 km/h ab bestimmten Windstärken, die je nach Wetterlage in ganz bestimmten Abschnitten ausgerufen werden. In Deinem Fall ist Erfurt Hbf - Erfurt Ost bzw Nord so ein Beispiel.

Sind also wie gesagt zwei völlig verschiedene Dinge :-)

Die DB-Netz in ihrem Glossar aber nicht deutlich voneinander trennt. Deswegen bin ich davon ausgegangen, dass diese Wind-La nicht immer existieren, weil die DB-Netz da in ihrer Beschreibung das Wort "temporär" verwendet hat.

Wind-La`s

Christian_S, Montag, 02.07.2018, 00:24 (vor 2838 Tagen) @ ICETreffErfurt

Zwischen Dörstewitz und Jüdendorf habe ich seit 3 Monaten keinen einzigen ICE erlebt, der dort die Höchstgeschwindigkeit gefahren hat. Die ICE-T sind oft auf 200 km/h runter und die ziemlich genau nach Strich gefahren, die ICE1 und ICE3 auf 250 km/h runter.

Klingt für mich nach einem Muster und verdächtig nach einer Langsamfahrstelle im ETCS. Warum die dort ist, kann ich allerdings nicht sagen. Ich habe die Wind-La ja nur vermutet.

Deine Schlussfolgerung ist falsch, dort ist keine La-Stelle. Wenn es eine gibt, dann temprorär und mit einer anderen Geschwindigkeit, dazu passen Deine Beobachtungen aber nicht.

Zweifelhafte Geschwindigkeiten auf deutschen NBS?

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 02.07.2018, 00:26 (vor 2838 Tagen) @ 611 040

"finde ich aber sehr gut dass dann auf der KRM zum Beispiel bis zu 8 Minuten rausgeholt werden kann."

Das Ding ist aber, daß hier 8 Minuten Luft sind, auf dem nächsten Abschnitt vielleicht 5, dann nochmal 6, dahinter weitere 4, dann nochmal 3 usw.

Irgendwann muß die Bahn aber auch mal planmäßig Gas geben und mit wirklich kurzen Fahrzeiten punkten. Sonst kann sie sich Express- und Sprinter-Allüren echt sparen. Wie zeitkritisch die Kunden sind, das zeigt der angebliche Erfolg auf Berlin - München. Man stelle sich vor die ICE wären u.a. auch dank einer NBS München - Ingolstadt und Tempo 230 zwischen Halle und Berlin nochmal 30 Minuten schneller.

Von Köln aus nach Hamburg, Berlin und München bleiben die Fahrzeiten aber auf lang absehbare Zeit eher zum abgewöhnen für Sitzfleisch und Rücken als daß es wirklich ein Vergnügen ist. Da habe ich auch kein echtes Vertrauen in die NBS Stuttgart - Ulm.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Warum behauptet DB Netz dann das Gegenteil?

Christian_S, Montag, 02.07.2018, 00:26 (vor 2838 Tagen) @ ICETreffErfurt


Die DB-Netz in ihrem Glossar aber nicht deutlich voneinander trennt. Deswegen bin ich davon ausgegangen, dass diese Wind-La nicht immer existieren, weil die DB-Netz da in ihrer Beschreibung das Wort "temporär" verwendet hat.

Du hast Deinen Link ja auch aus einem ETCS-Glossar genommen und das wesentlich jünger als die von mir beschriebenen fahrzeugabhängigen La-Abschnitte auf der SFS Hannover-Würzburg :-)

Was ist dann zwischen Jüdendorf und Dörstewitz?

ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 02.07.2018, 00:28 (vor 2838 Tagen) @ Christian_S
bearbeitet von ICETreffErfurt, Montag, 02.07.2018, 00:28

Zwischen Dörstewitz und Jüdendorf habe ich seit 3 Monaten keinen einzigen ICE erlebt, der dort die Höchstgeschwindigkeit gefahren hat. Die ICE-T sind oft auf 200 km/h runter und die ziemlich genau nach Strich gefahren, die ICE1 und ICE3 auf 250 km/h runter.

Klingt für mich nach einem Muster und verdächtig nach einer Langsamfahrstelle im ETCS. Warum die dort ist, kann ich allerdings nicht sagen. Ich habe die Wind-La ja nur vermutet.


Deine Schlussfolgerung ist falsch, dort ist keine La-Stelle. Wenn es eine gibt, dann temprorär und mit einer anderen Geschwindigkeit, dazu passen Deine Beobachtungen aber nicht.

So oder so ist es eine fahrzeugübergreifende Sache, die alle Baureihen dort betrifft.
Letzte Woche hat dein Kollege bis zum Tunnel die 300 km/h gefahren, dann im Tunnel rollen lassen bis auf 265 km/h runter, dann ist er Strich 250 bis kurz vor Dörstewitz gefahren, dann hat er noch mal kurz bis ca. 270 beschleunigt um recht scharf auf 160 km/h für den Abzweig Planena runter zu bremsen.

Warum behauptet DB Netz dann das Gegenteil?

ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 02.07.2018, 00:30 (vor 2838 Tagen) @ Christian_S


Die DB-Netz in ihrem Glossar aber nicht deutlich voneinander trennt. Deswegen bin ich davon ausgegangen, dass diese Wind-La nicht immer existieren, weil die DB-Netz da in ihrer Beschreibung das Wort "temporär" verwendet hat.


Du hast Deinen Link ja auch aus einem ETCS-Glossar genommen und das wesentlich jünger als die von mir beschriebenen fahrzeugabhängigen La-Abschnitte auf der SFS Hannover-Würzburg :-)

Dann kannst du aber nicht behaupten, ich würde hier Unsinn erzählen. Ich halte mich an das, was so in den Dokumenten steht. Vielleicht vermische ich manchmal versehentlich Fakten, die nicht direkten zusammenhängen, aber die Beschreibung ist ja doch recht eindeutig zu interpretieren gewesen.

Was ist dann zwischen Jüdendorf und Dörstewitz?

Christian_S, Montag, 02.07.2018, 00:31 (vor 2838 Tagen) @ ICETreffErfurt


So oder so ist es eine fahrzeugübergreifende Sache, die alle Baureihen dort betrifft.
Letzte Woche hat dein Kollege bis zum Tunnel die 300 km/h gefahren, dann im Tunnel rollen lassen bis auf 265 km/h runter, dann ist er Strich 250 bis kurz vor Dörstewitz gefahren, dann hat er noch mal kurz bis ca. 270 beschleunigt um recht scharf auf 160 km/h für den Abzweig Planena runter zu bremsen.

Rollen lassen, Fahrzeitreserven nutzen (sog. Fahrempfehlungen, die dem Tf elektronisch übermittelt werden), ggf. nicht vorausfahrendem Zug zu nahe kommen (Stichwort Bremskurve) etc.

La-Stellen gibts dort gelegentlich bei Wartungsarbeiten, aber nicht in den von Dir genannten Geschwindigkeiten.

Was ist dann zwischen Jüdendorf und Dörstewitz?

ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 02.07.2018, 00:32 (vor 2838 Tagen) @ Christian_S

Warum hat er dann zwischen Dörstewitz und Planena noch mal beschleunigt?

Okay, ich kenne jetzt die Steigungsverhältnisse dort nicht, vielleicht geht es bergab. Trotzdem ne recht seltsame und wenig energiesparende Fahrweise.

Warum behauptet DB Netz dann das Gegenteil?

Christian_S, Montag, 02.07.2018, 00:33 (vor 2838 Tagen) @ ICETreffErfurt

Dann kannst du aber nicht behaupten, ich würde hier Unsinn erzählen. Ich halte mich an das, was so in den Dokumenten steht. Vielleicht vermische ich manchmal versehentlich Fakten, die nicht direkten zusammenhängen, aber die Beschreibung ist ja doch recht eindeutig zu interpretieren gewesen.

Ich habe nicht behauptet, das Du Unsinn erzählst, sondern nur, das Du die falschen Schlussfolgerungen gezogen hast. Und Du hast uns ja diverse Beispiele eigener Beobachtungen gegeben, aus denen Du Wind-La`s herausspekuliert hast. Das allerdings ist eben der Fehler dabei, da Du die entsprechenden Begleitumstände bei den jeweiligen Fahrten nicht kanntest und nur 1 und 1 zusammengezählt hast, als reine Vermutung.

Okay, lassen wir das so stehen.

ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 02.07.2018, 00:35 (vor 2838 Tagen) @ Christian_S

- kein Text -

Was ist dann zwischen Jüdendorf und Dörstewitz?

Christian_S, Montag, 02.07.2018, 00:36 (vor 2838 Tagen) @ ICETreffErfurt

Warum hat er dann zwischen Dörstewitz und Planena noch mal beschleunigt?

Okay, ich kenne jetzt die Steigungsverhältnisse dort nicht, vielleicht geht es bergab. Trotzdem ne recht seltsame und wenig energiesparende Fahrweise.

Vielleicht hat er nen Anruf über Zugfunk bekommen, dass er sich doch beeilen soll, weil z.B. hinter ihm ein verspäteter Zug war oder man seine möglicherweise Vor-Plan-Minuten gut für eine Trasse in den Halleschen Hbf hinein nutzen konnte, ohne andere Züge dadurch unnötig aufzuhalten?
Vielleicht aber hat der Tf auch nur gemerkt, das er zu langsam geworden ist und die Fahrzeit dann doch langsam knapp wurde? Erklärungen gibt es viele - es muss nicht immer eine La sein :-)

Was ist dann zwischen Jüdendorf und Dörstewitz?

ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 02.07.2018, 00:39 (vor 2838 Tagen) @ Christian_S

Warum hat er dann zwischen Dörstewitz und Planena noch mal beschleunigt?

Okay, ich kenne jetzt die Steigungsverhältnisse dort nicht, vielleicht geht es bergab. Trotzdem ne recht seltsame und wenig energiesparende Fahrweise.


Vielleicht hat er nen Anruf über Zugfunk bekommen, dass er sich doch beeilen soll, weil z.B. hinter ihm ein verspäteter Zug war oder man seine möglicherweise Vor-Plan-Minuten gut für eine Trasse in den Halleschen Hbf hinein nutzen konnte, ohne andere Züge dadurch unnötig aufzuhalten?

Wir hatten in Halle schlussendlich etwas Verspätung da wir in eine "rote Welle" zwischen Ammendorf und Hbf geraten sind. Bis Planena waren wir etwa pünktlich, wobei ich die exakten Durchfahrtszeiten auf die Sekunde nicht kenne. Es hat aber so in etwa gepasst.

Ist auch egal, es kam mir nur seltsam vor, zumal im ICE1 in der Gegenrichtung ja auch erst auf dem thüringer Teil der SFS die 280 km/h gefahren wurden, obwohl wir Verspätung hatten und die bis Erfurt nicht verbessern konnten.

Der Leipziger ICE ist übrigens erst nach uns in Erfurt eingetroffen, der hatte noch etwas mehr Verspätung.

Was ist dann zwischen Jüdendorf und Dörstewitz?

Christian_S, Montag, 02.07.2018, 00:43 (vor 2838 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von Christian_S, Montag, 02.07.2018, 00:43


Wir hatten in Halle schlussendlich etwas Verspätung da wir in eine "rote Welle" zwischen Ammendorf und Hbf geraten sind. Bis Planena waren wir etwa pünktlich, wobei ich die exakten Durchfahrtszeiten auf die Sekunde nicht kenne. Es hat aber so in etwa gepasst.

Dann kann es also durchaus gewesen sein, was ich als letzte Möglichkeit schrieb: Der Tf hat gemerkt, dass er ein bissl zu langsam geworden war und daher die Durchfahrtszeiten einhalten wollte. Das vor Halle "Stau" war konnte er nicht wissen, wenns ihm keiner gesagt hat vorher.


Ist auch egal, es kam mir nur seltsam vor, zumal im ICE1 in der Gegenrichtung ja auch erst auf dem thüringer Teil der SFS die 280 km/h gefahren wurden, obwohl wir Verspätung hatten und die bis Erfurt nicht verbessern konnten.

Verminderte Antriebsleistung eventuell?
Oder ein Gegenzug im selben Gleis bis Großbrembach oder Saubachtal? Sodass Deinem Tf mitgeteilt wurde, nicht so zügig zu fahren, um ein unnötiges Anhalten zu vermeiden? Mehrere solche Szenarien gabs erst gestern wieder auf der Strecke.

Bei Bier ist es auch nichts besonderes

Höllentalbahn, Montag, 02.07.2018, 03:01 (vor 2838 Tagen) @ J-C

- kein Text -

1 angenehme Überraschung im Speisewagen

gnampf, Montag, 02.07.2018, 08:50 (vor 2838 Tagen) @ 611 040

Na, wenn fuer dich "seit etwa einem Jahr" das gleiche wie "schon immer" ist, dann bist du juenger als ich dachte ;-) In etwa so lange gibts naemlich die Coke als Glas-Flasche, davor war es Mehrweg-PET, so wie es jetzt noch bei Wasser und Apfelschorle z.B. der Fall ist.

Die Entscheidung duerfte aber vermutlich nicht die DB gefaellt haben. Soweit ich weiss will Coca Cola die kleinen PET-Mehrwegflaschen komplett abschaffen, weil sie zu oft wo anders zurueck gegeben als gekauft werden... dementsprechend erhaelt man an den Automaten nur noch den Einweg-Plastikabfall (bzw. inzwischen sogar mit Abfall - aka Pepsi - gefuellt). Der DB kann man es also vor allem hoch anrechnen das sie weiterhin Mehrweg anbieten.

Zweifelhafte Geschwindigkeiten auf deutschen NBS?

gnampf, Montag, 02.07.2018, 10:49 (vor 2838 Tagen) @ Alibizugpaar

Was hat man davon wenn die Bahn die Fahrzeiten auf Kante naeht, so dass sie nur bei VMax und besten Bedingungen erreichbar sind, wenn die Realitaet zeigt das es jetzt bereits oft genug nicht klappt? Damit waeren wir dann bei einer Puenktlichkeitsquote von 5%, damit ist keinem geholfen... statt 5-6 Minuten sind dann ploetzlich 30-60 Minuten laengere Fahrzeiten die Regel.

Straffung der Fahrplaene koennen wir machen, sobald es mit den aktuellen Fahrplaenen mal stabil laeuft. Vorher fuehrt das nur zu mehr Problemen, und wird sicher niemand dauerhaft vom Flugzeug abwerben.

Da hilft nur ein zweiter Zug

flierfy, Montag, 02.07.2018, 10:50 (vor 2838 Tagen) @ Alibizugpaar

Man bräuchte eben mindestens zwei Linien auf den Haupt-Korridoren:
- eine Takt-Linie, die die Takt-Knoten sauber trifft und dabei auch mal ein paar Minuten liegen lässt
- und eine Sprinter-Linie, die die Höchstgeschwindigkeiten ganz konsequent ausfährt und somit kurze Reisezeiten auf grossräumigen Verbindungen schafft
Für Letztere baut man SFSen auch mal ganz konsequent an Grossstädten vorbei. Dann klappt's dann auch endlich mit Reisegeschwindigkeiten von mehr als 200 km/h.

Zu viel Stenkelfeld gehört?

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 02.07.2018, 11:09 (vor 2838 Tagen) @ Blaschke

- kein Text -

großzügige Fahrzeitreserven wegen Boni?

idle2, Montag, 02.07.2018, 15:46 (vor 2838 Tagen) @ Berlin-Express
bearbeitet von idle2, Montag, 02.07.2018, 15:46

Ich habe gelesen, dass Zugverspätungen direkten Einfluss auf Bonuszahlungen des DB-Vorstandes haben. Viellicht erklärt das die (übertriebenen) Fahrzeitreserven.

Auch. Und CSU und Johann König: ich eskaliere ...

Blaschke, Montag, 02.07.2018, 15:48 (vor 2838 Tagen) @ Colaholiker

- kein Text -

Vor allem bei den Sprintern?!? *SCNR*

Matze86, München, Montag, 02.07.2018, 15:54 (vor 2838 Tagen) @ idle2

- kein Text -

Zweifelhafte Geschwindigkeiten auf deutschen NBS

JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 02.07.2018, 16:41 (vor 2838 Tagen) @ Berlin-Express

Der Begriff Sprinter ist heute auch nur noch Marketingverarsche, Berlin - Frankfurt ist auch mindestens 30 Minuten schneller fahrbar

Grade auf der Strecke eh.

--
Weg mit dem 4744!

von Hamburg bis Hannover nicht über die 200 km/h gekommen

Ede, Montag, 02.07.2018, 19:58 (vor 2837 Tagen) @ Henrik

Und dann am Sonntag vor einer Woche im 583 (BR 402 TK voraus): von Hamburg bis Hannover sind wir nicht über die 200 km/h gekommen


och mensch.. echt nich? ;)

Ich habe schon mal 202 miterlebt!! ;-)

Messfehler

musicus, Montag, 02.07.2018, 20:00 (vor 2837 Tagen) @ Ede

- kein Text -

Was ist dann zwischen Jüdendorf und Dörstewitz?

Martin, Montag, 02.07.2018, 20:01 (vor 2837 Tagen) @ ICETreffErfurt

Trotzdem ne recht seltsame und wenig energiesparende Fahrweise.

Die angesprochenen Fahrempfehlungen sind in den wenigsten Fällen sinnvoll. Wenn man sich daran hält, ist eine äußerst merkwürdige Fahrweise die Folge.
Mir ist ein Rätsel wie DB Netz dafür Geld verlangen kann, auch wenn es nur 3,15€/1000 km ist.

großzügige Fahrzeitreserven wegen Boni?

ALR997, Montag, 02.07.2018, 20:18 (vor 2837 Tagen) @ idle2

Ich habe gelesen, dass Zugverspätungen direkten Einfluss auf Bonuszahlungen des DB-Vorstandes haben. Viellicht erklärt das die (übertriebenen) Fahrzeitreserven.

Ich habe gelesen, dass Lutz und Pofalla immer neben den Planern sitzen und darauf achten, dass ja genug Reserven eingebaut werden, damit die Boni erhalten bleiben...

Ich glaube du unterschätzt Einfluss und Interesse der Vorstände für den Fahrplan ;-)

Was ist dann zwischen Jüdendorf und Dörstewitz?

Christian_S, Montag, 02.07.2018, 21:14 (vor 2837 Tagen) @ Martin

Die angesprochenen Fahrempfehlungen sind in den wenigsten Fällen sinnvoll. Wenn man sich daran hält, ist eine äußerst merkwürdige Fahrweise die Folge.

Glaub mir, ich bin darüber auch nicht wirklich glücklich ...

von Hamburg bis Hannover nicht über die 200 km/h gekommen

611 040, Erfurt, Montag, 02.07.2018, 21:43 (vor 2837 Tagen) @ Henrik

och mensch.. echt nich? ;)

Ach ja klar, hatte es ganz vergessen: Hamburg-Hannover ist ja nur ABS mit Vmax 200. Da hätte ich mich noch 10 Fahrten wundern können...

Triebkopf war defekt.


genau..
Das war aber echt so, wurde auch durchgesagt, darum die Verspätung, wir fuhren zumindest auf der SFS keine 250.

Verspätung lag bestimmt an den genannten Geschwindigkeiten..^^

*SCNR*

lag am TK-Defekt, wir sind zumindest deutlich langsamer gefahren auch auf der SFS...

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Was ist dann zwischen Jüdendorf und Dörstewitz?

ICE-TD, Montag, 02.07.2018, 22:03 (vor 2837 Tagen) @ Martin

Das energiesparende Fahren (Abschalten) sollte man ESF EBuLa überlassen, das kann das aufgrund der Ortung besser und genauer. Bei Trassenkonflikten sollten Fahrempfehlungen kommen, aber anders als jetzt, z.B. in der Form "Bis Betriebstelle xy 120 km/h, Abstand" oder "K-Scheibe bis Betiebsstelle xy".

+1 ARKimbz

idle2, Dienstag, 03.07.2018, 08:20 (vor 2837 Tagen) @ 611 040
bearbeitet von idle2, Dienstag, 03.07.2018, 08:22

Noch ein ARKimbz Fan... :)
Ich erlebe leider oft ,dass dort die Technik in der "Küche" streikt. Es wird wohl nichts mehr in die Technik investiert.
Die Sitzanordnung der ARKimmbz finde ich nicht ganz so gelungen. Dort gibt es die stylischen halbrunden Sitzbänke nicht mehr.

Ich plane Reisezeiten und -Strecken nach Fahrzeugeinsatz ;)

TPS bremst Züge aus

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 04.07.2018, 00:23 (vor 2836 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von 218 466-1, Mittwoch, 04.07.2018, 00:28

Seit heuer gilt ein neues TPS, das nicht mehr nach Art der Strecke und nach Art der Trasse (Express/Takt/Economy), sondern im Wesentlichen nach Geschwindigkeiten (und nach Uhrzeiten sowie Metropolbahnhöfen) abrechnet. Daher wird die seit 1996 praktizierte "Entschleunigung" der ICE nochmal deutlich verstärkt, weil 10 Min. längere Fahrzeit, die auch mit 160 Km/h locker erreicht wird oft viel Geld spart.
Bei IC kann das u.U. auch eingeführt werden (falls nicht schon erfolgt), sodass man da auch mit 100 km/h Vmax keine Verspätung produziert.

Mit einem (bei DB un-)möglichen "Deutschland Takt" kann sich das in der Tat nochmal verstärken, da ICE wegen den Anschlüssen ggf. noch mehr Zeit verbummeln müssen, um lange Aufenthalte an Knotenbf zu vermeiden.

Zumindest hat es den Vorteil, dass Auswirkungen durch FdL, die dem FV Hp0 zeigen weil sie meinen, GZ und NV unbedingt noch vorher durchdrücken zu müssen, nicht mehr so viele Anschlüsse kosten.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Definition "Netz".

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 05.07.2018, 09:56 (vor 2835 Tagen) @ Henrik

Blaschke:

Guck dir an, wie pleite die Franzosen mit ihrer ganzen Raserei sind. Da lassen wir es gemütlich angehen.

Kann das auch damit zu tun haben, dass viele TGVs ins Nirgendwo fahren?
Bahnhöfe wie Meuse TGV und Le Creusot TGV liegen doch etwa in der Wüste, oder?

Lumi25:

Immerhin stimmt dort wenigstens das HGV-Netz. Hier in Deutschland stimmt überhaupt nichts.

Wenn in Deutschland "überhaupt nichts stimmt", hätte ich diesen Beitrag nicht schreiben können.
@Admins: dieser Server steht doch in Deutschland, oder?

Henrik:

HGV-Netz? oder sind das einfach eher ein paar HGV-Strecken auf Paris ausgerichtet, die dort in 4 verschiedenen Bahnhöfen enden?

1. Frankreich kann auch nichts dafür, dass die übergrösste Mehrheit von oder nach Paris reist. Also werden die Strecken dementsprechend gebaut.
2. Zumindest hat Paris auch eine LGV-Umfahrung Massy-Picardie, die alle vier Strecken miteinander verknüpft. Somit braucht ein TGV Brüssel-Bordeaux nicht in der Pariser Innenstadt zu halten. Zwar sind solche Paris-umfahrende TGVs nicht die Mehrheit, aber das hat auch einen Grund, siehe 1.

Ist die fehlende Streckenzusammenhang schlimm? Nope. China hat eine fast perfekt vernetzte fünfstellige Kilometerzahl an Rennbahnen aber auch dort muss man manchmal für eine Reise mit dem CRH eine Stunde im ÖPNV verbummeln (30 Minuten am Startort, 30 Minuten am Zielort). Nun lösen die Chinesen offenbar dieses Problem dadurch, dass sie neue Städte rundum den Rennbahnhöfen bauen.

Taktverkehr Fehlanzeige, Anschlüsse ebenso, ICE-Komfort ist dort auch ein Fremdwort und teurer ists auch. Züge fahren auch kaum.
Insofern stimmt da so einiges nicht.

Man kann sich eher die Frage stellen, wie gut die HGV-Infra (egal ob es ein "Netz" ist oder nicht) in dem Gesamtnetz funktioniert. Und das durfte in Deutschland besser sein als in Frankreich. In Deutschland enden Rennstrecken bei Grossstädten und (noch wichtiger) deren Rennzüge in den Stadtmitten/Hauptbahnhöfen. Ab dort kommt man leicht weiter. In Frankreich bin ich mir da nicht so sicher, aber ich vermute, das ÖPNV-Angebot in "Westerwald ICE" (Montabaur) durfte besser sein als in Le Creusot TGV.

Im Endeffekt zählt die v-durch der gesamten Reisekette und nicht die v-max einer bestimmten Etappe. Dass auf einer 300 km/h Rennbahn ein 230 km/h ICE verkehrt (der zudem pünktlich ist) ist doch eher eine Enttäuschung für uns ICE-Fans.

Klar, man hätte bereits in den 1970ern/1980ern die Strecke Hannover-Würzburg als eine Art Schienen-A7 für 300 km/h bauen können, so wie die Italiener Mailand-Rom gebaut haben. Dann hätte es vermutlich auch Hamburg-München in 3,5 Stunden gegeben. Aber damals war schon der Reisebedarf in Deutschland über mehrere Strecken verteilt (die alten IC-Linien 1-5), während Lille, Paris, Lyon und Marseille auf einer Gerade waren. Dann kam noch 1989 Mauerfall und musste man Berlin anbinden und zwar so schnell wie möglich.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

aus Fernverkehr wurde Hochgeschwindigkeitsverkehr

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 05.07.2018, 11:09 (vor 2835 Tagen) @ Lumi25

Hallo Lumi25,

Früher gab es auch noch richtigen Fernverkehr. Da konnte man sich aussuchen ob man von Köln nach Frankfurt über Siegen, linkrheinisch oder rechtsrheinisch fährt.

Fernverkehr, das war mal das Zugpaar EC 24/25 Dortmund-Budapest v.v.
Oder noch besser: von London nach Istanbul (not Constantinople... ;) )

Das war noch in einer Zeit, als "surfen" noch eine Zeiteinfüllung war, die von den Beach Boys besungen und in Deutschland in der Filmreihe "Eis am Stiel" (englisch: "Lemon Popsicle") populär gemacht wurde.
Als die Bahn noch ganz respektvoll und anständig Eisenbahn genannt wurde.

Die andere Bezeichnung von "surfen" war das bei Eisenbahnfans beliebte "Kurswagen surfen" = versuchen mit einem einzigen Zug so weit wie möglich zu kommen (und zwar dadurch, dass man immer den richtigen Kurswagen erwischte).
Ich erinnere mich eine Reise im Jahre 1989 (als die gerade genannten Beach Boys endlich mal wieder Charterfolg bei uns hatten mit "Kokomo"). So wie die Kalifornier im besagten Song virtuell von Aruba und Jamaica via Bermuda und die Bahamas zum versprochenen Ort reisten, so gab es damals einen Fernzug Dortmund-Verona. Als ich in Köln einstieg, waren Kurswagen aus Amsterdam dabei. Als ich in Rovereto ausstieg, waren Wagen nach Mailand und Rom dabei. Vermutlich waren in Bologna Kurswagen nach Palermo hinzugekommen.

Heute ist das alles deromantisiert und zu Hochgeschwindigkeitsverkehr rationalisiert.
Statt EC Dortmund-Budapest darf man froh sein, dass der ICE noch bis Wien kommt; via Rennbahn ist es in München bereits Schluss. Und Hoek van Holland ist schon seit mehr als zwei Dekaden nicht mehr der kontinentale Bahnhof von London.

Na gut, kommt Zeit, kommt ÖBB-Nachtdüsenflugzeug... ;)


gruß,

Oscar (NL).

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