ZM: Deutsche Bahn: Vorerst keine ICE nach London (Allgemeines Forum)
Deutsche Bahn: Vorerst keine ICE nach London
19.06.2018
Die Deutsche Bahn hat ihre Pläne für den internationalen Hochgeschwindigkeitsverkehr von London nach Köln und Frankfurt wegen „Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld“ zurückgestellt.
Wie die britische Zeitung The Independent berichtet, würden die Verkehre nach London „in absehbarer Zeit nicht mehr auf der Agenda stehen“, obwohl im März noch von einem Start etwa 2020 berichtet wurde. Ausschlaggebend seien technische und wirtschaftliche Gründe: Die ICE-Baureihe 407 sei in Belgien noch nicht zugelassen und das wirtschaftliche Umfeld hätte sich durch den Preiswettbewerb mit Billigfluggesellschaften deutlich verändert. Die Deutsche Bahn hatte bereits frühzeitig mit den Vorbereitungen für den Betrieb der Züge begonnen und im Jahr 2013 erfolgreich ein Sicherheitszertifikat für den Verkehr durch den Ärmelkanaltunnel erhalten.
https://www.eurailpress.de/news/bahnbetrieb/single-view/news/deutsche-bahn-vorerst-kein...
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10647687-bericht-bahn-erteilt-ice-strecke-lo...
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2018-06/44067871-bericht-bahn-erteilt-ice-...
https://www.epochtimes.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-nimmt-ice-strecke-nach-l...
Plans for UK-Germany high speed rail services shelved due to ‘significantly changed economic environment’
[...]
A high-speed train running from London to Cologne on current infrastructure would take around three-and-a-half hours, with a London to Frankfurt service taking around four-and-a-half – roughly the same time as London-Edinburgh services.
[...]
As track speeds increase in Europe, longer-distance high-speed services are being introduced – with operators successfully competing against airlines by offering comfortable and convenient services between city centres rather than outlying airports with onerous check-in procedures. Industry wisdom generally holds that train journeys of up to four hours are usually able to capture significant market share from flying, but some are even longer – with services between Paris and Barcelona taking around six and a half hours.
In the summer months Eurostar runs a seasonal service between London and Marseille, which takes a similar amount of time.
https://www.independent.co.uk/news/uk/politics/london-frankfurt-cologne-train-deutsche-...
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Hallo Slartibartfast, ich habe eine Rückinfo zu Ihrer Frage.
In den nächsten Jahren werden wir aus technischen Gründen keine Direktverkehre nach London anbieten. Die Zulassung der ICE Baureihe 407 in Belgien wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen, da die Baureihe 407 zunächst mit der nächsten Generation des europäischen Zugsicherungssystems ETCS ausgerüstet wird. Wenn diese technischen Voraussetzungen einmal gegeben sind und die Zulassung für Belgien vorliegt, werden wir die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens bewerten und entscheiden, ob die DB Direktverkehre nach London anbieten wird. Bis dahin gibt es die bekannten Umsteigeverbindungen mit Umstieg in den Eurostar in Brüssel. Mit Reisezeiten von ca. 5 Stunden zwischen Köln und London werden diese von unseren Kunden sehr gut angenommen. /no
vor 5 Monaten
https://community.bahn.de/questions/1552100-steht-planung-direktverbindungen-london-beh...
ZM: Deutsche Bahn: Vorerst keine ICE nach London
Schade!
ZM: Deutsche Bahn: Vorerst keine ICE nach London
Ich glaube die Bahn ist heilfroh, dass sie endlich einen Grund vorschieben kann, damit sie die Verbindung nicht anbieten muss.
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Erste Auswirkungen des BREXIT?
Deutsche Bahn: Vorerst keine ICE nach London
19.06.2018
Die Deutsche Bahn hat ihre Pläne für den internationalen Hochgeschwindigkeitsverkehr von London nach Köln und Frankfurt wegen „Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld“ zurückgestellt.
Denn die DB AG spricht ja von "Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld". Und da hat es ja schon welche gegeben, bevor der BREXIT richtig begonnen hat.
Erste Auswirkungen des BREXIT?
Deutsche Bahn: Vorerst keine ICE nach London
19.06.2018
Die Deutsche Bahn hat ihre Pläne für den internationalen Hochgeschwindigkeitsverkehr von London nach Köln und Frankfurt wegen „Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld“ zurückgestellt.
Denn die DB AG spricht ja von "Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld". Und da hat es ja schon welche gegeben, bevor der BREXIT richtig begonnen hat.
Im OP steht aber auch:
das wirtschaftliche Umfeld hätte sich durch den Preiswettbewerb mit Billigfluggesellschaften deutlich verändert
Und in den verlinkten Artikeln steht unisono, dass die DB sich zu einem Zusammenhang mit dem Brexit nicht geäußert hat. Vielleicht weiß sie es auch selber nicht so genau. Dass die Fahrgastzahlen ja weiterhin hoch sein sollen, spricht aber eigentlich dagegen.
Erste Auswirkungen des BREXIT?
Ach was, das hätte die Bahn auch dann nicht auf die Schiene bekommen, wenn die Briten ihre Königin nur noch in Europafahnen eingewickelt vorzeigen würden. ICE nach London war von Anfang an einfach eine Nummer zu groß und vom Sicherheitsprozedere her zu umständlich.
--
Gruß, Olaf
"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797
Schade.
Ich hätte es als durchaus attraktiv empfunden. Klar, mit Umstieg besteht jetzt schon die Möglichkeit, aber jeder Umstieg bringt halt so die bekannten Risiken mit sich.
Viereinhalb Stunden von Frankfurt nach London - wenn man mal ehrlich ist, ist das gegenüber einem Flug hochattraktiv. Rechnet man von Stadtmitte zu Stadtmitte, also inklusive der (noch recht kurzen) Anfahrt zum Flughafen nach Frankfurt und dem Weg von Heathrow-in-the-middle-of-f*cking-nowhere nach London, den notwendigen Zeitpuffer für Check-In, Sicherheitskontrolle und Paßkontrolle rein, ist man mit dem Flieger nicht wirklich schneller. Zumal Heathrow ja auch nicht gerade den besten Ruf hat, was die zuverlässige Verteilung des Gepäcks angeht...
Seit ein paar Wochen weiß ich auch, daß man British Airways von der Liste der brauchbaren Fluggesellschaften streichen kann (enger als bei Ryanair, und selbst Wasser muß man mittlerweile an Bord kaufen), und die Billigflieger, die dann irgendwo in der mittelenglischen Provinz landen und es als London verkaufen, sind zeitlich ja ohnehin... nun ja.
Tja, soll wohl alles nicht sein. Ich hätte bei einer durchgehenden Verbindung ab Frankfurt durchaus den Zug statt eines Fluges gewählt, wenn ich mal nach London gemußt hätte.
Seufzende Grüße
der Colaholiker
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...dafür dann der e320 nach Frankfurt?
Deutsche Bahn: Vorerst keine ICE nach London
19.06.2018
Die Deutsche Bahn hat ihre Pläne für den internationalen Hochgeschwindigkeitsverkehr von London nach Köln und Frankfurt wegen „Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld“ zurückgestellt.
Wie die britische Zeitung The Independent berichtet, würden die Verkehre nach London „in absehbarer Zeit nicht mehr auf der Agenda stehen“, obwohl im März noch von einem Start etwa 2020 berichtet wurde. Ausschlaggebend seien technische und wirtschaftliche Gründe: Die ICE-Baureihe 407 sei in Belgien noch nicht zugelassen und das wirtschaftliche Umfeld hätte sich durch den Preiswettbewerb mit Billigfluggesellschaften deutlich verändert.
Ich kann mich irren, aber Billigfluggesellschaften sind nicht etwas von der letzten Zeit.
Soweit ich weiss fliegt Ryanair schon seit 2002.
Dann drehen wir es jetzt mal um: wenn DB vorerst nicht nach London fahren kann, wird eurostar dafür dann nach Frankfurt fahren? Würde der e320 die Rennbahn K-F schaffen? Oder wird die Reise bestenfalls in Köln enden?
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
...dafür dann der e320 nach Frankfurt?
Dann drehen wir es jetzt mal um: wenn DB vorerst nicht nach London fahren kann, wird eurostar dafür dann nach Frankfurt fahren? Würde der e320 die Rennbahn K-F schaffen? Oder wird die Reise bestenfalls in Köln enden?
Da er keine Trafos für 15 kV hat, kommt er nur bis Aachen.
Wenn er bis Köln käme, wäre auch die KRM kein Problem, denn der e320 ist ja nichts anderes als 2x407.
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...dafür dann der e320 nach Frankfurt?
Deutsche Bahn: Vorerst keine ICE nach London
19.06.2018
Die Deutsche Bahn hat ihre Pläne für den internationalen Hochgeschwindigkeitsverkehr von London nach Köln und Frankfurt wegen „Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld“ zurückgestellt.
Wie die britische Zeitung The Independent berichtet, würden die Verkehre nach London „in absehbarer Zeit nicht mehr auf der Agenda stehen“, obwohl im März noch von einem Start etwa 2020 berichtet wurde. Ausschlaggebend seien technische und wirtschaftliche Gründe: Die ICE-Baureihe 407 sei in Belgien noch nicht zugelassen und das wirtschaftliche Umfeld hätte sich durch den Preiswettbewerb mit Billigfluggesellschaften deutlich verändert.
Ich kann mich irren, aber Billigfluggesellschaften sind nicht etwas von der letzten Zeit.
Soweit ich weiß fliegt Ryanair schon seit 2002.
Es wurde ja auch nicht Preiswettbewerb mit Billigfluggesellschaften als Grund genannt,
sondern die aktuelle deutliche Veränderung dessen.
Dass dem seit ein paar Jahren so ist und woran das liegt, wissen wir bekanntlich alle.
Das kann sich natürlich ebenso mal wieder ändern.. in einigen Jahren.
Dann drehen wir es jetzt mal um: wenn DB vorerst nicht nach London fahren kann, wird eurostar dafür dann nach Frankfurt fahren? Würde der e320 die Rennbahn K-F schaffen? Oder wird die Reise bestenfalls in Köln enden?
steht doch im Artikel, dass dieses vorerst nicht geplant ist, wohlgleich es technisch durchaus möglich wäre.
Mit Wirbelstrombremse ist der Eurostar e320 nicht ausgestattet.
Schade.
Viereinhalb Stunden von Frankfurt nach London
..von London nach Frankfurt.
vgl. Amsterdam
Schade.
Ich stimme dir zu - wobei es ja in London den City-Airport gibt. Berlin-Tegel nach London City-Airport ist so ziemlich genau DAS Reisen, das man sich für europäische City-Verbindungen vorstellt. Also, wenn es außer HGV-Bahn-Distanz ist, natürlich.
Fail!
- kein Text -
Epic Fail!
- kein Text -
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Schade.
Ich stimme dir zu - wobei es ja in London den City-Airport gibt.
Zu dem es aber vergleichsweise weniger Verbindungen gibt als nach Heathrow, und diese dann oftmals auch noch teurer sind. (Ist ja auch nachvollziehbar, angesichts der maximal möglichen Flugzeuggröße und der begrenzten Kapazität.)
Berlin-Tegel nach London City-Airport ist so ziemlich genau DAS Reisen, das man sich für europäische City-Verbindungen vorstellt. Also, wenn es außer HGV-Bahn-Distanz ist, natürlich.
Ich war an beiden Flughäfen noch nicht. Allerdings war ich unlängst am Flughafen von Kansas City, wo mir mein mitreisender Kumpel erklärte, er sei nach dem Vorbild von Tegel konzipiert worden. Ich fand zumindest die Umsetzung (keine Ahnung, wie weit man da vom Vorbild abgewichen ist) zumindest fürchterlich. Nur zwei Security-Spuren für vier Gates, pro Gate vieleicht 30 Sitzplätze, was zu wenig ist, wenn man wartet, einen A319 zu boarden, und am schlimmsten: hinter der Sicherheitskontrolle kein Laden, in dem man hätte was zu trinken kaufen können. NICHTS. Mit durch die Kontrolle nehmen ist in den USA ja genauso verboten wie in der EU. Mag sein, daß das in Tegel besser gelöst ist - wenn nicht, möchte ich dort nicht hin. (Gut, nach Berlin würde ich eh die Bahn nehmen, und von Berlin irgendwoanders hin als nach Hause reisen ist bei mir auch eher unwahrscheinlich.)
Frankfurt liegt ja verkehrstechnisch auch nicht weit von der Innenstadt, man ist ja mit der S-Bahn schnell draußen. Da kosten halt nur die Wege am Flughafen und die Sicherheitspuffer für die unberechnebaren Warteschlangen viel Zeit. Ab ausreichend Status ist das, abgesehen vom Fußmarsch vom Check-In bis Gate A42, wohl auch überschaubar.
Das Nichterleben des Flughafens Tempelhof bedauernde Grüße
der Colaholiker
--
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Kontrolle in Brüssel statt schon in Frankfurt/Köln?
Viereinhalb Stunden von Frankfurt nach London
..von London nach Frankfurt.vgl. Amsterdam
Wie ist das eigentlich in Amsterdam und Rotterdam bei den zwei Eurostar-Leistungen? Dort wird nicht kontrolliert? Die Bahnhöfe sind, soweit ich weiß, ähnlich dicht belegt wie etwa Köln. Könnte mir gut vorstellen, dass man dort auch nicht einfach einen Bahnsteig eine Zeit lang absperren kann. Kontrolliert wird erst während der rund 30 min Aufenthalt in Brüssel und wer nur Interesse an der Teilstrecke Amsterdam-Brüssel hat kann einfach so mitfahren?
Wird damit nicht ganze dämliche Diskussion um Absperren von Gleis 1 in Frankfurt und Köln Hbf, die beim Thema London-ICE immer wieder geführt wurde, nicht obsolet? Auch in Frankflug, Aachen und Liege könnte ganz normal ein- und ausgestiegen werden.
Die "Brutto-Fahrzeit" sollte dennoch in beiden Richtungen mit 5 Stunden gleich sein. Ca. 30 min Kontrolle und ca. 4,5 Stunden Fahrzeit. Kontrollen eben in London bzw. Brüssel.
Gruß, naseweiß
--
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Konzept von Berlin-Tegel - möglichst schnelle und kurze Wege
Ich stimme dir zu - wobei es ja in London den City-Airport gibt.
Zu dem es aber vergleichsweise weniger Verbindungen gibt als nach Heathrow, und diese dann oftmals auch noch teurer sind. (Ist ja auch nachvollziehbar, angesichts der maximal möglichen Flugzeuggröße und der begrenzten Kapazität.)
Und nun bekommt LHR auch noch die Dritte Startbahn. (wohl hauptsächlich die Lage)
Berlin-Tegel nach London City-Airport ist so ziemlich genau DAS Reisen, das man sich für europäische City-Verbindungen vorstellt. Also, wenn es außer HGV-Bahn-Distanz ist, natürlich.
Ich war an beiden Flughäfen noch nicht. Allerdings war ich unlängst am Flughafen von Kansas City, wo mir mein mitreisender Kumpel erklärte, er sei nach dem Vorbild von Tegel konzipiert worden.
Ja.
Ich fand zumindest die Umsetzung (keine Ahnung, wie weit man da vom Vorbild abgewichen ist) zumindest fürchterlich. Nur zwei Security-Spuren für vier Gates, pro Gate vieleicht 30 Sitzplätze, was zu wenig ist, wenn man wartet, einen A319 zu boarden, und am schlimmsten: hinter der Sicherheitskontrolle kein Laden, in dem man hätte was zu trinken kaufen können. NICHTS. Mit durch die Kontrolle nehmen ist in den USA ja genauso verboten wie in der EU. Mag sein, daß das in Tegel besser gelöst ist - wenn nicht, möchte ich dort nicht hin.
derlei Sicherheitskontrollen gab es damals noch nicht bzw. längst nicht so wie in dem heutigem Maße - gibts ja auch heute nicht überall.
Das Konzept hinter Tegel ist das der kurzen Wege.
„Das Konzept des Flughafens Berlin-Tegel – laut weltweit nahezu übereinstimmender Einschätzung noch heute der am besten funktionierende Airport – bestand die ersten Jahre aus reinen Aviation-Flächen. […] Von der Taxivorfahrt bis zum Check-in-Schalter waren es 20 Meter, vom Counter durch den Warteraum bis zur Flugzeugtür noch 15 Meter. Das ist für einen Vielflieger der einzig wahre Komfort.“
– Meinhard von Gerkan
Es war der allererste Auftrag von gmp. Tag zuvor noch zur Uni gegangen, mit diesem genialen Entwurf beworben, gewonnen.
Berlin-Tegel bewältigt inzwischen achtmal so viele Passagiere wie die 2,5 Millionen im Jahr, von denen die ursprüngliche Planung für den 1974 eröffneten Neubau ausging. 2014 wurden ca. 21 Millionen Passagiere abgefertigt. Diese ungewöhnliche Leistungsfähigkeit der Anlage, eine so große Auslastung zu meistern, ist zum Teil in der Architektur der kurzen und übersichtlichen Wege begründet
Da der Flughafen Berlin-Tegel nach dem Prinzip der kurzen Wege konzipiert worden war, gibt es nur vergleichsweise kleine Flächen für Restaurants und Geschäfte. Diese haben zudem nach 20 Uhr, wenn die abendlichen Flugzeuge eintreffen, meist nicht mehr geöffnet. Damit unterscheidet sich dieser Flughafen von dem moderneren Shopping-Mall-Flughafenkonzept, das ein Lange-Wege-Prinzip mit Wegen und Möglichkeiten zur intensiven Bewerbung entlang den Geschäften des Einzelhandels ermöglicht. Jedoch sind aus Sicht vieler Reisender die kurzen Wege und kurzen Aufenthaltszeiten nach diesem „altmodischen“ Konzept wünschenswert und ein Komfortmerkmal, über das viele modernere Flughäfen nicht verfügen.
Frankfurt ... Da kosten halt nur die Wege am Flughafen [...] viel Zeit. [...] vom Fußmarsch vom Check-In bis Gate
eben.
Konzept von Berlin-Tegel - möglichst schnelle und kurze Wege
Und nun bekommt LHR auch noch die Dritte Startbahn. (wohl hauptsächlich die Lage)
Ich bin in den 90ern als damals alleinreisender 15 jähriger Knirps in Heathrow umgestiegen, mit Transit von Terminal 1 zu Terminal 4. Auf der Hinreise hat sich niemand um mich gekümmert, ich habe einen Service-Mitarbeiter nach dem richtigen Bus gefragt und kam ohne Probleme zu Terminal 4 und meinem Anschlussflug.
Auf der Rückreise dagegen wurde ich wie ein rohes Ei behandelt, sollte überall immer auf jemanden vom Personal warten, der mich begleitet, was mich sehr genervt hat. Dafür wurde ich aber auch in einem Golfcaddy von einem Gate zum anderen gefahren :-)
Merke: Große Flughäfen müssen nicht kompliziert sein, wenn man sich ein bissl zu helfen weiss.
Ich fand zumindest die Umsetzung (keine Ahnung, wie weit man da vom Vorbild abgewichen ist) zumindest fürchterlich. Nur zwei Security-Spuren für vier Gates, pro Gate vieleicht 30 Sitzplätze, was zu wenig ist, wenn man wartet, einen A319 zu boarden, und am schlimmsten: hinter der Sicherheitskontrolle kein Laden, in dem man hätte was zu trinken kaufen können. NICHTS. Mit durch die Kontrolle nehmen ist in den USA ja genauso verboten wie in der EU. Mag sein, daß das in Tegel besser gelöst ist - wenn nicht, möchte ich dort nicht hin.
Da bin ich immer heilfroh, dass in Tel Aviv das kein Problem ist und ich dort meine Flasche Wasser immer problemlos mit durch die Sicherheitskontrolle nehmen kann :-)
Was die Versorgung im Sicherheitsbereich betrifft: Da finde ich vor allem Schönefeld schlimm, denn da gibts mitunter gar nichts ...
Das Konzept hinter Tegel ist das der kurzen Wege.
Tatsächlich gibts in Tegel kaum lange Wege, die Gates sind ja direkt hinter den Sicherheitskontrollen, das resultiert aus dieser eckigen Struktur des Gebäudes. Hat aber den Nachteil, dass man für die Passkontrolle eigentlich immer im Hauptgang und somit mehr oder weniger im Weg steht.
Konzept von Berlin-Tegel - möglichst schnelle und kurze Wege
...
Was die Versorgung im Sicherheitsbereich betrifft: Da finde ich vor allem Schönefeld schlimm, denn da gibts mitunter gar nichts ...
Bei meinem Flug nach Bordeaux im letzten Jahr gabs im Sicherheitsbereich neben den teuren "Duty Free" Läden und Zeitschriftengeschäften auch einen Burger King sowie einen Irish (?) Pub - zumindest von der Ausstattung so aufgebaut.
Aber eng mit zu wenig Sitzflächen und zu wenig Toiletten ists auch in Schönefeld. Tegel ist mal wieder im August dran - dann gehts nach Helsinki.
Konzept von Berlin-Tegel - möglichst schnelle und kurze Wege
derlei Sicherheitskontrollen gab es damals noch nicht bzw. längst nicht so wie in dem heutigem Maße - gibts ja auch heute nicht überall.
Also selbst in meiner Kindheit ging das Handgepäck schon durch den Scanner. Lediglich die Passagiere wurden nicht in den "Nacktscanner" gestellt, sondern es gab noch diese niedlich piepsenden Metalldetektoren, mit denen man manuell abgesucht wurde. Und Flüge gänzlich ohne Sicherheitskontrolle habe ich in meinem Leben nur zwei erlebt - in einem gecharterten Hubschrauber. Selbst am Flughäfchen Hof gab es einen Taschenscanner und einen Metalldetektor zum Durchlaufen. Mag sein, daß dies irgendwo im tiefsten Afrika anders ist, aber zumindest dort, wo Fluggesellschaften verkehren, die auch in den EU-Luftraum rein dürfen, sollte es eigentlich überall Kontrollen geben...
Das Konzept hinter Tegel ist das der kurzen Wege.
„Das Konzept des Flughafens Berlin-Tegel – laut weltweit nahezu übereinstimmender Einschätzung noch heute der am besten funktionierende Airport – bestand die ersten Jahre aus reinen Aviation-Flächen. […] Von der Taxivorfahrt bis zum Check-in-Schalter waren es 20 Meter, vom Counter durch den Warteraum bis zur Flugzeugtür noch 15 Meter. Das ist für einen Vielflieger der einzig wahre Komfort.“
– Meinhard von Gerkan
Das Prnizip ist mir schon klar... ich bemängelte ja auch nur seine Umsetzung in Kansas City.
Es war der allererste Auftrag von gmp. Tag zuvor noch zur Uni gegangen, mit diesem genialen Entwurf beworben, gewonnen.
Berlin-Tegel bewältigt inzwischen achtmal so viele Passagiere wie die 2,5 Millionen im Jahr, von denen die ursprüngliche Planung für den 1974 eröffneten Neubau ausging. 2014 wurden ca. 21 Millionen Passagiere abgefertigt. Diese ungewöhnliche Leistungsfähigkeit der Anlage, eine so große Auslastung zu meistern, ist zum Teil in der Architektur der kurzen und übersichtlichen Wege begründet
Das klingt für mich jetzt aber auch nicht nach einem angenehmen Aufenthaltserlebnis für die Passagiere. Eher wie Hauptverkehrszeit in der S-Bahn Frankfurt.
Da der Flughafen Berlin-Tegel nach dem Prinzip der kurzen Wege konzipiert worden war, gibt es nur vergleichsweise kleine Flächen für Restaurants und Geschäfte. Diese haben zudem nach 20 Uhr, wenn die abendlichen Flugzeuge eintreffen, meist nicht mehr geöffnet. Damit unterscheidet sich dieser Flughafen von dem moderneren Shopping-Mall-Flughafenkonzept, das ein Lange-Wege-Prinzip mit Wegen und Möglichkeiten zur intensiven Bewerbung entlang den Geschäften des Einzelhandels ermöglicht. Jedoch sind aus Sicht vieler Reisender die kurzen Wege und kurzen Aufenthaltszeiten nach diesem „altmodischen“ Konzept wünschenswert und ein Komfortmerkmal, über das viele modernere Flughäfen nicht verfügen.[/i]
Wenn es denn zumindest im Gatebereich ausreichend Sitzplätze gibt und auch die Möglichkeit, zumindest Getränke zu kaufen. In Kansas City gab es nicht mal einen Automaten, der Getränke verkauft hätte. Nichts. Wenn man nicht zu den glücklichen 30, die einen Sitzplatz ergattert hatten, gehörte, stand man also ne Stunde in einem mäßig klimatisierten Raum ohne jedwede Möglichkeit, etwas zu trinken zu bekommen. Nicht mal die in den USA obligatorischen Trinkbrunnen waren in diesem Bereich zu finden.
Frankfurt ... Da kosten halt nur die Wege am Flughafen [...] viel Zeit. [...] vom Fußmarsch vom Check-In bis Gate
eben.
Ja, aber gegen das "Erlebnis" in Kansas City flaniere ich dann doch lieber gemütlich zu Gate A42, hole mir unterwegs noch was zu trinken, und denke mir bei so manchem hochpreisigen Laden "Wer gibt denn Geld für so einen überteuerten Sch... aus?".
Die Zeit von der Ankunft am Flughafen bis zum Abflug war in Kansas City unterm Strich auch nicht kürzer. Mit Sicherheitspuffer für das Abgeben des Mietwagens, die Wartezeiten an Check-In und Sicherheitskontrolle und der von der Fluggesellschaft angegebenen Vorlaufzeit war es unterm Strich genauso viel wie ich für einen Inlandsflug ab Frankfurt auch bräuchte - nur daß die Zeit, die man sinnlos und genervt irgendwo rumsteht in Frankfurt wesentlich kürzer ist. Am Gate bekommt man da eigentlich immer einen Sitzplatz.
Von diesem Konzept nicht überzeugte Grüße
der Colaholiker
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