Gedenken auch für die Opfer vergessener Katastrophen (Allgemeines Forum)

Manitou, Montag, 04.06.2018, 01:24 (vor 2873 Tagen) @ Blaschke

Eschede blieb nur deshalb so präsent, weil die umfangreiche Berichterstattung in den Medien erfolgte. Der schwerste Unfall in der Nachkriegsgeschichte der deutschen Eisenbahnen ereignete sich noch bei der DR West (US-Zone). Damals fuhr ein Panzertransport der US-Armee (bespannt mit E 94) auf eine Gefangenentransport (Kriegsgefangene, möglicherweise auf dem Weg zum Entlassungsort) auf. Dabei soll es lt. offizieller Statistik mind. 100 Tote gegeben haben, es könnten aber auch mehr Tote gewesen sein, da die Bergung der Leichenteile nicht mit der notwendigen Sorgfalt erfolgte. Ebenfalls dürfte die Anzahl der Nachverstorbenen (Verletzte, die erst nach dem Abschluß der Statistik im Krankenhaus den Unfallfolgen erliegen) auf Grund der schlechten medizimischen Bedingungen höher als in der heutigen Zeit gelegen haben.

Ebenfalls nicht vergessen sollte man den schwärzesten Tag für die deutsche Eisenbahngeschichte im Dezember 1939 wenige Tage vor Weihnachten, wo bei der Auffahrt des D 180 (Indusi der Lok wegen Reparatur ausgebaut, Lok wegen kriegsbedingten Tfz-Mangels dennoch im Einsatz) auf den D 10 (Überlast wegen Verstärkungswagen für Fronturlauber) im Bahnhof Genthin auffuhr. Dabei gab es offiziell ca. 190 Tote, wobei Tote, die erst spät bei den Aufräumarbeiten gefunden wurden, nicht alle mitgezählt worden sein sollen. Am selben Tag stießen in Süd-Deutschland zwei Peronenzüge zusammen, ca. 100 Tote.


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