Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse (Allgemeines Forum)

Mike65, Mittwoch, 23.05.2018, 12:17 (vor 2864 Tagen)

Am vergangenen Pfingstmontag war Ulm wieder einmal vom Fernverkehr abgehängt, da an der Geislinger Steige gearbeitet wurde. Da ich an diesem Tag nach Frankfurt musste, führte der schnellste Weg mittels IRE der Brenztalbahn nach Aalen, dann per RE über die Remstalbahn nach Stuttgart, wo dann endlich wieder ICE-Anschluß bestand. Als Bahncard First Besitzer buchte ich wie immer die erste Klasse.

Die Fahrt von Ulm nach Aalen war eine Kastastrophe. Am Bahnsteig stand eine Garnitur aus zwei 612er Wagen, die bereits beim Einstieg hoffnungslos überfüllt waren. Die meisten Reisenden hatten Verbindungen in den Norden Deutschlands gebucht, dazu kamen noch Ausflügler mit Fahrrädern. Im Gang stapelten sich die Koffer und die 8 Sitzplätze der ersten Klasse waren natürlich auch schon belegt. Mir blieb nichts anderes übrig, als die knappe Stunde im Gang stehend zu verbringen. Immerhin konnte man nicht umfallen. Ein Zugbegleiter ließ sich nicht blicken. Im RE ab Aalen fehlte dann die 1. Klasse ganz, zum Glück waren in der zweiten noch Sitzplätze frei. Immerhin bot der ICE ab Stuttgart dann den gewohnten Komfort.

Ich bin in Stuttgart zum Infoschalter gegangen, wo man mir die fehlende erste Klasse im RE bestätigt hat, die Überfüllung des IRE mangels Nachweis jedoch nicht. Ich habe das handschriftlich auf das Fahrgastrechteformular geschrieben, vielleicht gibt es aus Kulanz zumindest einen Gutschein.

Ich frage mich jedoch, was sich die Planer der DB dabei gedacht haben, bei einer vorhersehbaren Sperrung nicht für ausreichend Ersatzkapazität zu sorgen. Man hätte doch zumindest eine Vierergarnitur 612er auf den Weg schicken können, oder ist das Rollmaterial inzwischen so knapp? Da die meisten Fahrgäste die Verbindung fest gebucht hatten, müsste doch auch eine Schätzung der zu erwartenden Fahrgastzahlen möglich gewesen sein?

Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse

heinz11, Mittwoch, 23.05.2018, 12:53 (vor 2863 Tagen) @ Mike65

Ich frage mich jedoch, was sich die Planer der DB dabei gedacht haben, bei einer vorhersehbaren Sperrung nicht für ausreichend Ersatzkapazität zu sorgen.


Nichts.

Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse

Berlin-Express, nähe BPHD, Mittwoch, 23.05.2018, 12:54 (vor 2863 Tagen) @ Mike65

Am vergangenen Pfingstmontag war Ulm wieder einmal vom Fernverkehr abgehängt, da an der Geislinger Steige gearbeitet wurde. Da ich an diesem Tag nach Frankfurt musste, führte der schnellste Weg mittels IRE der Brenztalbahn nach Aalen, dann per RE über die Remstalbahn nach Stuttgart, wo dann endlich wieder ICE-Anschluß bestand. Als Bahncard First Besitzer buchte ich wie immer die erste Klasse.

Die Fahrt von Ulm nach Aalen war eine Kastastrophe. Am Bahnsteig stand eine Garnitur aus zwei 612er Wagen, die bereits beim Einstieg hoffnungslos überfüllt waren. Die meisten Reisenden hatten Verbindungen in den Norden Deutschlands gebucht, dazu kamen noch Ausflügler mit Fahrrädern. Im Gang stapelten sich die Koffer und die 8 Sitzplätze der ersten Klasse waren natürlich auch schon belegt. Mir blieb nichts anderes übrig, als die knappe Stunde im Gang stehend zu verbringen. Immerhin konnte man nicht umfallen. Ein Zugbegleiter ließ sich nicht blicken. Im RE ab Aalen fehlte dann die 1. Klasse ganz, zum Glück waren in der zweiten noch Sitzplätze frei. Immerhin bot der ICE ab Stuttgart dann den gewohnten Komfort.

Ich bin in Stuttgart zum Infoschalter gegangen, wo man mir die fehlende erste Klasse im RE bestätigt hat, die Überfüllung des IRE mangels Nachweis jedoch nicht. Ich habe das handschriftlich auf das Fahrgastrechteformular geschrieben, vielleicht gibt es aus Kulanz zumindest einen Gutschein.

Vom Fahrgastrechtecenter? Eher nicht.


Ich frage mich jedoch, was sich die Planer der DB dabei gedacht haben, bei einer vorhersehbaren Sperrung nicht für ausreichend Ersatzkapazität zu sorgen. Man hätte doch zumindest eine Vierergarnitur 612er auf den Weg schicken können, oder ist das Rollmaterial inzwischen so knapp?

Wer soll das bezahlen?

Da die meisten Fahrgäste die Verbindung fest gebucht hatten, müsste doch auch eine Schätzung der zu erwartenden Fahrgastzahlen möglich gewesen sein?

Na und? Im übrigen gibt es im Nahverkehr sowie keine Zugbindung bis auf wenige Ausnahmeangebote.

Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse

Murrtalbahner, Mittwoch, 23.05.2018, 13:03 (vor 2863 Tagen) @ Berlin-Express
bearbeitet von Murrtalbahner, Mittwoch, 23.05.2018, 13:04

Wer soll das bezahlen?

DB Fernverkehr natürlich! Oder wer meint, Ulm abhängen zu müssen?
Wenigstens hätte man bei ein paar Fahrten einen Halt in Aalen einlegen können.
Bei der DB gibt es aber leider keinerlei Verständnis für die Kunden mehr. Somit wird eben der Weg des geringsten organisatorischen Aufwands gegangen. Man hätte auch IC Busse Augsburg-Ulm-Stuttgart via A8 anbieten können.
Diese Pech-für-Egon-Einstellung war ja schon im Vorfeld zu erkennen, dass man für den Umweg über Aalen auch noch mehr blechen musste als normal.

Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse

agw, NRW, Mittwoch, 23.05.2018, 13:39 (vor 2863 Tagen) @ Murrtalbahner
bearbeitet von agw, Mittwoch, 23.05.2018, 13:40

Wer soll das bezahlen?


DB Fernverkehr natürlich! Oder wer meint, Ulm abhängen zu müssen?

Naja, das Programm, was noch durch die Baustellen fährt, ist ja immer eine Abstimmung von Netz, NV und FV.

Aber im Prinzip hast du Recht. Der FV muss den FV-Ersatzverkehr stellen.
Das hat er anscheinend nicht getan.
Daran sieht man auch, dass der DB FV oder auch der DB allgemein der einzelne Fahrgast ziemlich am Arsch vorbei geht. Es wird nur das große ganze und das auch nur über das ganze Geschäftsjahr hinweg betrachtet.

Ob da jetzt ein paar hundert Fahrgäste an einem Wochenende die Krise kriegen und nie wieder Bahn fahren wollen, ist der DB doch egal. Hauptsache, der Kunde hat schon Monate vorher das Geld für den Sparpreis (oder die Netzkarte) abgedrückt, als der Baustellenfahrplan noch nicht eingepflegt war.

Soll der Kunde halt mit dem Auto zum nächsten FV-Halt fahren. Oder am besten gleich ganz mit dem Auto. Der Kunde hat ja das Recht seine Fahrkarte verfallen zu lassen.

Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse

Murrtalbahner, Mittwoch, 23.05.2018, 14:08 (vor 2863 Tagen) @ agw

Daran sieht man auch, dass der DB FV oder auch der DB allgemein der einzelne Fahrgast ziemlich am Arsch vorbei geht. Es wird nur das große ganze und das auch nur über das ganze Geschäftsjahr hinweg betrachtet.

Ob da jetzt ein paar hundert Fahrgäste an einem Wochenende die Krise kriegen und nie wieder Bahn fahren wollen, ist der DB doch egal. Hauptsache, der Kunde hat schon Monate vorher das Geld für den Sparpreis (oder die Netzkarte) abgedrückt, als der Baustellenfahrplan noch nicht eingepflegt war.

Diese Einstellung zeigte schon der Fahrplan am (Pfingst!)Sonntagabend, als es zwischen 20:14 und 22:14 Uhr kein direkter Zug zwischen Stuttgart und München gab. Ankunft entweder 22:59 Uhr oder 1:28 Uhr. Üblicherweise fahren zwischen 19 und 22:30 Uhr acht Züge zwischen Stuttgart und München. Letzten Sonntag waren es derer !drei!, die man über gelassen hatte.
Habe selten so offen so viele Fahrgäste um mich rum über die DB schimpfen hören. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem durch die Ferien und das lange Wochenende viele Gelegenheitsfahrer_Innen unterwegs sind. Potentielle Fahrgäste. Aber nunja, so lange die Fahrgastzahlen steigen kann man sich solche Scherze erlauben. Bei 82 Mio Bundesbürger_Innen ist das Potential eben riesig für einen Quasi-Monopolisten.

Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 23.05.2018, 14:53 (vor 2863 Tagen) @ agw

Wobei ja nicht DB Fernverkehr die Bauarbeiten betreibt und somit die Streckensperrung verursacht. Das ist DB Netz. DB Fernverkehr müsste ein Ersatzprogramm organisieren, richtig, aber Netz müsste es bezahlen.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

DB Netz zahlt nicht

EK-Wagendienst, EGST, Mittwoch, 23.05.2018, 16:11 (vor 2863 Tagen) @ Alibizugpaar

Wobei ja nicht DB Fernverkehr die Bauarbeiten betreibt und somit die Streckensperrung verursacht. Das ist DB Netz. DB Fernverkehr müsste ein Ersatzprogramm organisieren, richtig, aber Netz müsste es bezahlen.

DB Netz zahlt aber nicht!
Steht so in den Nutzungsbedingungen,
und wer die nicht unterschreibt, der fährt nicht.

Muss ja rechtens sein, da alle EVU betroffen sind, kann die BNA auch nichts dagegen unternehmen.

Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse

agw, NRW, Mittwoch, 23.05.2018, 13:54 (vor 2863 Tagen) @ Murrtalbahner

Wenigstens hätte man bei ein paar Fahrten einen Halt in Aalen einlegen können.

Ich bin übrigens für gesetzlich vorgeschriebene FV-taugliche Notbahnsteigverlängerungen an allen möglichen/sinnvollen FV-Ersatzhalten.
Das sind vor allem die, die gut mit Alternativ-Verkehr an den Ursprungshalt angebunden sind (Auto, Bus, U-Bahn, SPNV, etc).

Oft hätte man dafür gar nichts neubauen, sondern nur nicht abreissen müssen bzw. einen vernünftigen Übergang schaffen müssen.

Zustimmung: Bahnsteiglaengen beibehalten oder ausbauen.

br752, Mittwoch, 23.05.2018, 17:29 (vor 2863 Tagen) @ agw

Wenigstens hätte man bei ein paar Fahrten einen Halt in Aalen einlegen können.


Ich bin übrigens für gesetzlich vorgeschriebene FV-taugliche Notbahnsteigverlängerungen an allen möglichen/sinnvollen FV-Ersatzhalten.

...

Oft hätte man dafür gar nichts neubauen, sondern nur nicht abreissen müssen bzw. einen vernünftigen Übergang schaffen müssen.


Hallo agw,

meine volle Zustimmung!
Ab und zu sind sie auch noch vorhanden, aber teilabgesperrt und vergammeln.

So geht es auch:
Ein neu gebauter S-Bahn Haltepunkt mit 315m langem Bahnsteig. Da kann (fast) ein ICE1 mit 358m Laenge halten. Geht wenn man will.

Gerade wenn man ueberlegt wie viele km Buergersteig und Strassen in einer Gemeinde vorhanden sind, dann aber an 200m*5m geteerter Flaeche sparen wollen. Irrsinn!


BR752

völlig OT: Au backe ...

Blaschke, Mittwoch, 23.05.2018, 18:53 (vor 2863 Tagen) @ br752

Tach.

geteerter Flaeche

Faszinierend, wie sich das Wort hält. Geteert wird schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Sondern asphaltiert.

Schöne Grüße von jörg

Danke fuer die Belehrung. Hoffentlich keine Pflastersteine

br752, Mittwoch, 23.05.2018, 19:06 (vor 2863 Tagen) @ Blaschke

geteerter Flaeche


Faszinierend, wie sich das Wort hält. Geteert wird schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Sondern asphaltiert.

Ich bin mir seeehr sicher, dass 99,99% der Leser dieses Beitrages den Sinn auch mit einer "geteerten Flaeche" verstanden haben. Es koennte aber auch sein, dass der Bahnsteig gepflastert ist, bzw. mit Pflastersteinen gelegt ist. Auch in diesem Fall, sollte der Sinn weiterhin gegeben sein.

Aber ich nehme den Drang zur Weltverbesserung zur Kenntnis.


BR752

Total irre ...

Blaschke, Mittwoch, 23.05.2018, 22:35 (vor 2863 Tagen) @ br752

Tachchen.

Ich bin mir seeehr sicher, dass 99,99% der Leser dieses Beitrages den Sinn auch mit einer "geteerten Flaeche" verstanden haben.

Ich auch. Da ich ihn aber auch verstanden habe, sind wir bei 100 Prozent.

Auch in diesem Fall, sollte der Sinn weiterhin gegeben sein.

Ja. Aber das Komma vor "sollte" kann weg.

Aber ich nehme den Drang zur Weltverbesserung zur Kenntnis.


Gut. Wenn du es dann auch intern speicherst und beim nächsten Mal besser machst, dann ist alles gut. Klüger werden schadet ja nicht.

Nichtsdestotrotz bin ich noch immer fasziniert, wieviel Leute, die die Zeit des Teerens gar nicht erlebt haben, noch immer davon sprechen und schreiben. Das ist so ähnlich wie mit der BUNDESBAHN. Erstaunlich, dass sich bestimmte Begriffe "halten" ... Andererseits weniger erstaunlich, wenn man nicht klüger werden will.


Schöne Grüße von jörg

Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse

Baselaner, Mittwoch, 23.05.2018, 14:18 (vor 2863 Tagen) @ Murrtalbahner

Wer soll das bezahlen?


DB Fernverkehr natürlich! Oder wer meint, Ulm abhängen zu müssen?


Wer baut denn? Was kann DB FV dafür, dass sie da nicht langfahren können? Es ist wohl eher ein Konstrukt aus EVU DB FV, sowie das NV EVU, sowie die Auftraggeber. Denn DB FV bekommt für den NV Anteil wohl weniger ab als sonst ohne NV Anteil, oder?!?!

Also Bitte realistisch bleiben!

Ein Hoch auf Hütchenspiele!

musicus, Mittwoch, 23.05.2018, 14:37 (vor 2863 Tagen) @ Baselaner

- kein Text -

Herzlich Willkommen in der Realität!

Baselaner, Mittwoch, 23.05.2018, 17:00 (vor 2863 Tagen) @ musicus

- kein Text -

Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse

agw, NRW, Mittwoch, 23.05.2018, 14:50 (vor 2863 Tagen) @ Baselaner

Wer soll das bezahlen?


DB Fernverkehr natürlich! Oder wer meint, Ulm abhängen zu müssen?


Wer baut denn? Was kann DB FV dafür, dass sie da nicht langfahren können? Es ist wohl eher ein Konstrukt aus EVU DB FV, sowie das NV EVU, sowie die Auftraggeber. Denn DB FV bekommt für den NV Anteil wohl weniger ab als sonst ohne NV Anteil, oder?!?!

Kommt auf die Fahrkarte an, oder? Die meisten Fahrkarten werden sicher mit 100% FV-Anteil ab Ulm Hbf ausgegeben worden sein.
Und solange nicht neu gezählt wird, kriegt der NV auch für die genannte BC100 First auch nicht mehr ab als sonst für den ICE, der dort fährt.


Also Bitte realistisch bleiben!

Das ist doch der ganze Sinn vom "integrierten Konzern", dass sowas einwandfrei läuft.
Jeder Vorfall ist für mich ein Argument für die Zerschlagung. Wenn man die positiven Effekte nicht hat, kann man wenigstens auf die negativen verzichten.

Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse

Baselaner, Mittwoch, 23.05.2018, 16:59 (vor 2863 Tagen) @ agw

Das ist doch der ganze Sinn vom "integrierten Konzern", dass sowas einwandfrei läuft.
Jeder Vorfall ist für mich ein Argument für die Zerschlagung. Wenn man die positiven Effekte nicht hat, kann man wenigstens auf die negativen verzichten.

Aber was das mit dem integrierten Konzern zu tun? Weder Auftraggeber noch private EVUs sind da integriert. Von daher weiß ich nicht worauf du hinweisen willst.

Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse

agw, NRW, Samstag, 26.05.2018, 10:25 (vor 2861 Tagen) @ Baselaner

Das ist doch der ganze Sinn vom "integrierten Konzern", dass sowas einwandfrei läuft.
Jeder Vorfall ist für mich ein Argument für die Zerschlagung. Wenn man die positiven Effekte nicht hat, kann man wenigstens auf die negativen verzichten.


Aber was das mit dem integrierten Konzern zu tun? Weder Auftraggeber noch private EVUs sind da integriert. Von daher weiß ich nicht worauf du hinweisen willst.

DB Netz ist im Konzern, DB FV ist im Konzern, DB Regio (oder wer fährt den 612er?) ist im Konzern. DB Netz gehörten die Gleise, DB FV die Züge, die ausfielen, DB Regio gehörten die Züge, die man in Zusammenarbeit mit DB FV hätte besser planen können.

Vorteil vom integrierten Konzern hier: Keiner. Und das war schon die optimale Situation für den integrierten Konzern.

Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse

heinz11, Samstag, 26.05.2018, 11:14 (vor 2861 Tagen) @ agw

Das ist doch der ganze Sinn vom "integrierten Konzern", dass sowas einwandfrei läuft.
Jeder Vorfall ist für mich ein Argument für die Zerschlagung. Wenn man die positiven Effekte nicht hat, kann man wenigstens auf die negativen verzichten.


Aber was das mit dem integrierten Konzern zu tun? Weder Auftraggeber noch private EVUs sind da integriert. Von daher weiß ich nicht worauf du hinweisen willst.


DB Netz ist im Konzern, DB FV ist im Konzern, DB Regio (oder wer fährt den 612er?) ist im Konzern. DB Netz gehörten die Gleise, DB FV die Züge, die ausfielen, DB Regio gehörten die Züge, die man in Zusammenarbeit mit DB FV hätte besser planen können.


Intrigierter Konzern heißt doch aber nicht, daß man zusammenarbeiten muß, oder?

Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 23.05.2018, 13:11 (vor 2863 Tagen) @ Berlin-Express

Vom Fahrgastrechtecenter? Eher nicht.

Warum nicht? Es gibt sowohl Gutscheine direkt von dort, als auch Weiterleitungen zum Kundendialog.

--
Weg mit dem 4744!

Der Auftraggeber & der, der wegen der Sperrung spart.

martarosenberg, Mittwoch, 23.05.2018, 13:43 (vor 2863 Tagen) @ Berlin-Express

Ich frage mich jedoch, was sich die Planer der DB dabei gedacht haben, bei einer vorhersehbaren Sperrung nicht für ausreichend Ersatzkapazität zu sorgen. Man hätte doch zumindest eine Vierergarnitur 612er auf den Weg schicken können, oder ist das Rollmaterial inzwischen so knapp?


Wer soll das bezahlen?

Der Auftraggeber der Baustelle.

Der, der mehr Geld übrig hat, weil der Fernverkehr nicht über Ulm fährt (gesparte Gebüren an DB Station & Service für den Eingesparten Halt, ggf. eingesparte Umläufe?)

Also in beiden Fällen irgend ein Teil des DB-Konzerns, interne Umschichtung.

Der Auftraggeber & der, der wegen der Sperrung spart.

agw, NRW, Mittwoch, 23.05.2018, 13:46 (vor 2863 Tagen) @ martarosenberg


Der, der mehr Geld übrig hat, weil der Fernverkehr nicht über Ulm fährt (gesparte Gebüren an DB Station & Service für den Eingesparten Halt, ggf. eingesparte Umläufe?)

Gab es nicht Fahrzeitverlängerungen von 40 Minuten? Umläufe hat man da eher nicht gespart.

Der Auftraggeber & der, der wegen der Sperrung spart.

Junior, Mittwoch, 23.05.2018, 13:56 (vor 2863 Tagen) @ agw


Der, der mehr Geld übrig hat, weil der Fernverkehr nicht über Ulm fährt (gesparte Gebüren an DB Station & Service für den Eingesparten Halt, ggf. eingesparte Umläufe?)

Gab es nicht Fahrzeitverlängerungen von 40 Minuten? Umläufe hat man da eher nicht gespart.

Es gab aber auch Ausfälle bis/ab Stuttgart, z.B. bei 2012/2013 und 118/119.

Der Auftraggeber & der, der wegen der Sperrung spart.

agw, NRW, Mittwoch, 23.05.2018, 14:13 (vor 2863 Tagen) @ Junior


Der, der mehr Geld übrig hat, weil der Fernverkehr nicht über Ulm fährt (gesparte Gebüren an DB Station & Service für den Eingesparten Halt, ggf. eingesparte Umläufe?)

Gab es nicht Fahrzeitverlängerungen von 40 Minuten? Umläufe hat man da eher nicht gespart.


Es gab aber auch Ausfälle bis/ab Stuttgart, z.B. bei 2012/2013 und 118/119.

Mag sein. Der 118 fährt aber üblicherweise nördlich dann mit einem DB-Ersatzzug.
Da braucht die DB also einen zusätzlichen Umlauf.

Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 23.05.2018, 14:50 (vor 2863 Tagen) @ Mike65

"Ich frage mich jedoch, was sich die Planer der DB dabei gedacht haben, bei einer vorhersehbaren Sperrung nicht für ausreichend Ersatzkapazität zu sorgen."

Nichts. Die denken sich gar nichts. Mache aus einer Bundesbahn eine AG und zerfleische diese in gefühlt 10.000 Einzelunternehmen und auferlege jeder kleinen GmbH sich ausschließlich um den eigenen Fliegenschiss zu kümmern. Dazu in allen Unternehmen ständig sich verändernte Zuständigkeiten, Umzüge, Büro- und Telefonnummernwechsel, Outsourcing etc - und schon lassen sich vor einem Monat noch bekannte Ansprechpartner morgen nicht mehr finden.

Dazu die unbekümmerte ´Was-juckts´-Mentalität, die entsteht, wenn gezeigtes Eigenengagement und Ideen ungehört bleiben, irgendwo versanden und nicht anerkannt werden.

Da stehste dann im Ergebnis irgendwann in einem überfüllten 612 auf dem Weg von Ulm nach Aalen...

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

sehr plakativ, aber es trifft...

EDO, Mittwoch, 23.05.2018, 16:49 (vor 2863 Tagen) @ Alibizugpaar

.... den Kern des Problems.

Danke, besser hätte man es nicht formulieren können!

MichiS, Mittwoch, 23.05.2018, 21:45 (vor 2863 Tagen) @ Alibizugpaar

- kein Text -

Aalen - Stuttgart

M-PAS, München, Mittwoch, 23.05.2018, 14:57 (vor 2863 Tagen) @ Mike65

Der IRE von Ulm geht immer nur alle 2 Stunden nach Aalen.
10/12/14/16/18 Uhr usw. kommt dann in Aalen gegen xx:50 Uhr an. Ebenfalls alle 2 Stunden geht der IC, meist um xx:03 Uhr (Nürnberg-Karlsruhe) von Aalen nach Stuttgart.

Also IRE ab Ulm nach Aalen hat dann auch immer einen Anschluss an den IC. Auch in die Richtung Nürnberg, meist xx:57 Uhr.

Das wäre die bessere Wahl für die 1 Klasse gewesen.

DB Fernverkehr kümmert sich generell nicht um Ersatz!

Bahngenießer, Mittwoch, 23.05.2018, 17:34 (vor 2863 Tagen) @ Mike65

Nach meinen Erfahrungen bietet DB Fernverkehr generell keine Ersatzverkehre an für wegen Bauarbeiten ausfallende IC- oder ICE-Züge. Sie verweist einfach auf den Regionalverkehr.

Was kann der Fahrgast tun?
Um seinen Unmut zu äußern oder zuviel gezahltes Fahrgeld (z. B. 1. Klasse) erstattet zu bekommen, sollte man sich im Eskalationsfall immer per Brief an den DB-Vorstand wenden. Die Briefe werden dann zwar in der Regel nicht vom Vorstand selbst bearbeitet, aber wohl doch feinfühliger als die massenweise bei den Massen-Mailadressen eingehenden Anliegen.

DB Fernverkehr kümmert sich generell nicht um Ersatz!

musicus, Mittwoch, 23.05.2018, 17:50 (vor 2863 Tagen) @ Bahngenießer

Was kann der Fahrgast tun?
Um seinen Unmut zu äußern oder zuviel gezahltes Fahrgeld (z. B. 1. Klasse) erstattet zu bekommen, sollte man sich im Eskalationsfall immer per Brief an den DB-Vorstand wenden.

Bringt nichts.

Die Briefe werden dann zwar in der Regel nicht vom Vorstand selbst bearbeitet, aber wohl doch feinfühliger als die massenweise bei den Massen-Mailadressen eingehenden Anliegen.

Diese Erfahrung kann ich nicht teilen.

Welche Alternative bringt mehr?

Bahngenießer, Mittwoch, 23.05.2018, 18:17 (vor 2863 Tagen) @ musicus

Was kann der Fahrgast tun?
Um seinen Unmut zu äußern oder zuviel gezahltes Fahrgeld (z. B. 1. Klasse) erstattet zu bekommen, sollte man sich im Eskalationsfall immer per Brief an den DB-Vorstand wenden.

Bringt nichts.

Die Briefe werden dann zwar in der Regel nicht vom Vorstand selbst bearbeitet, aber wohl doch feinfühliger als die massenweise bei den Massen-Mailadressen eingehenden Anliegen.

Diese Erfahrung kann ich nicht teilen.

Und welcher Alternativ-Vorschlag ist besser?

Social media?

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 23.05.2018, 18:23 (vor 2863 Tagen) @ Bahngenießer

Die sind auf Facebook und Twitter recht aktiv.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Social media?

musicus, Mittwoch, 23.05.2018, 19:25 (vor 2863 Tagen) @ J-C

Die sind auf Facebook und Twitter recht aktiv.

Und?

Merke: aktiv ≠ konstruktiv!

Welche Alternative bringt mehr?

musicus, Mittwoch, 23.05.2018, 19:25 (vor 2863 Tagen) @ Bahngenießer
bearbeitet von musicus, Mittwoch, 23.05.2018, 19:26

Und welcher Alternativ-Vorschlag ist besser?

Keiner. Wenn man bei der DB auf stur schaltet, hat der Kunde Pech. Sofern man mit wirklich handfesten Rechtsansprüchen hantieren kann, ist der Klageweg eine Option, ansonsten: Fehlanzeige.

Eben! Aber massive individuelle Beschwerden bringen mehr!

Bahngenießer, Freitag, 25.05.2018, 19:38 (vor 2861 Tagen) @ musicus

Und welcher Alternativ-Vorschlag ist besser?


Keiner. Wenn man bei der DB auf stur schaltet, hat der Kunde Pech. Sofern man mit wirklich handfesten Rechtsansprüchen hantieren kann, ist der Klageweg eine Option, ansonsten: Fehlanzeige.

Eben!

Aber wenn sich viele Fahrgäste an den Bahnvorstand wenden und nicht locker lassen, kommt es wenigstens zu Kulanzzahlungen und evtl. zum Einschalten der Entscheidungsträger. Ob man in der Zukunft für Ulm zu besseren Lösungen kommt, bleibt dahingestellt, aber es ist möglich.

Wirkungsvoller ist vielleicht noch, wenn sich der Bürgermeister an den Bahnvorstand wendet.

Wer nichts tut, hat schon verloren, wer nicht locker lässt, hat wenigstens eine kleine Chance.

Eben! Aber massive individuelle Beschwerden bringen mehr!

musicus, Freitag, 25.05.2018, 21:59 (vor 2861 Tagen) @ Bahngenießer

Und welcher Alternativ-Vorschlag ist besser?


Keiner. Wenn man bei der DB auf stur schaltet, hat der Kunde Pech. Sofern man mit wirklich handfesten Rechtsansprüchen hantieren kann, ist der Klageweg eine Option, ansonsten: Fehlanzeige.


Eben!

Sag ich ja.

Aber wenn sich viele Fahrgäste an den Bahnvorstand wenden

Wie viele werden das tun? Sieben? Acht? Sehr massiv.

und nicht locker lassen

Du meinst, immer wieder denselben Schrieb nach irgendwo schicken ohne jemals eine Reaktion zu erhalten? Beeindruckend.

kommt es wenigstens zu Kulanzzahlungen

Ein Lichtblick: humorige Scherze am Freitagabend.

Einschalten der Entscheidungsträger.

Welcher top decision maker ist den beim world's leading mobility provider oder einer Tochtergesellschaft oder einer Tochtertochterschwesterunternehmung nun dafür zuständig?

Ob man in der Zukunft für Ulm zu besseren Lösungen kommt, bleibt dahingestellt, aber es ist möglich.

Wie so vieles. Es geht aber um den Willen, nicht ums Potential.

Wirkungsvoller ist vielleicht noch, wenn sich der Bürgermeister an den Bahnvorstand wendet.

Süß.

Wer nichts tut, hat schon verloren, wer nicht locker lässt, hat wenigstens eine kleine Chance.

Theoretisch. Meine Erfahrung: Zeit und Geld lieber versaufen (oder anderswie verbringen), als von der DB irgendetwas zu erwarten.

Regio auch nur im bescheidenen Umfang

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 23.05.2018, 18:13 (vor 2863 Tagen) @ Bahngenießer

War jetzt bei der Streckenvollsperrung Weetzen - Hannover auch so: Die S-Bahnkunden sollten in einen Bus umsteigen, der sie nach H-Empelde brachte. Dort weiter mit der Stadtbahn Linie 9 in die City. Auf bahn.de außer "DB-Fahrkarten werden bei der Üstra anerkannt" kein Wort zu den Kapazitätsplanungen.

Ist irgend jemandem bekannt, ob die Üstra Langzüge und/oder Zusatzkurse zur HVZ gefahren hat?

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

DB Fernverkehr bezahlt den Ersatz

ALR997, Mittwoch, 23.05.2018, 21:39 (vor 2863 Tagen) @ Bahngenießer

Nach meinen Erfahrungen bietet DB Fernverkehr generell keine Ersatzverkehre an für wegen Bauarbeiten ausfallende IC- oder ICE-Züge. Sie verweist einfach auf den Regionalverkehr.

Ein Punkt dürfte sein, dass Nahverkehrsbetreiber bis zu einem Gewissen Punkt auch Geld für Ersatzverkehre bekommen (...müssen, da sie ja auch verpflichtet sind, ihre Leistungen anzubieten).

Beides ist bei Fernverkehr so nicht der Fall: FV bestellt, organisiert und bezahlt seinen SEV selbst - oder aber kann es sein lassen, wenn es rechtzeitig im Fahrplan kommuniziert ist. Generell greifen hier ja die Fahrgastrechte für den Kunden.

Das Konzept finde ich zwar nicht gerade kundenfreundlich aber unter dem finanziellen Gesichtspunkt durchaus nachvollziehbar. Wo tatsächlich notwendig (Sperrungen z.B. auf der KRM oder wie aktuell Rostock-Schwerin) werden ja auch SEV angeboten. Nur ist das eben kein Muss.

DB Fernverkehr bezahlt den Ersatz

agw, NRW, Samstag, 26.05.2018, 10:20 (vor 2861 Tagen) @ ALR997

Nach meinen Erfahrungen bietet DB Fernverkehr generell keine Ersatzverkehre an für wegen Bauarbeiten ausfallende IC- oder ICE-Züge. Sie verweist einfach auf den Regionalverkehr.


Ein Punkt dürfte sein, dass Nahverkehrsbetreiber bis zu einem Gewissen Punkt auch Geld für Ersatzverkehre bekommen (...müssen, da sie ja auch verpflichtet sind, ihre Leistungen anzubieten).

DB FV hat ja auch Geld für die Fahrkarte (BC100, Sparpreise) bekommen.


Beides ist bei Fernverkehr so nicht der Fall: FV bestellt, organisiert und bezahlt seinen SEV selbst - oder aber kann es sein lassen, wenn es rechtzeitig im Fahrplan kommuniziert ist. Generell greifen hier ja die Fahrgastrechte für den Kunden.

Was in solchen Fällen "rechtzeitig" heisst, darüber kann man streiten (vor Kauf der Fahrkarte, ein paar Wochen vorher, einen Tag vorher. Auch was "kommunizieren" heisst (der Online-Fahrplan wird geändert, dem Kunden wird aktiv die Änderung zugeschickt, ein Aushang am Zielbahnhof wird erstellt).

Mit den Fahrgastrechten hast du natürlich recht, obwohl diese bei Änderungen recht schwammig sind und die bekannten Nachteile haben (man muss 2h früher losfahren, ist dann aber ohne Verspätung am Ziel).


Das Konzept finde ich zwar nicht gerade kundenfreundlich aber unter dem finanziellen Gesichtspunkt durchaus nachvollziehbar. Wo tatsächlich notwendig (Sperrungen z.B. auf der KRM oder wie aktuell Rostock-Schwerin) werden ja auch SEV angeboten. Nur ist das eben kein Muss.

Die Frage, die sich mir stellt: Ist der subventionierte Nahverkehr als Ersatz dann für die DB FV kostenlos?
Der Schlüssel für die Aufteilung von Einnahmen wird sich ja nicht ändern und wieviele auf welchem Abschnitt NV fahren, wird ja nicht gezählt.
Offensichtlich ist für mich die Antwort nur, wenn NV-Fahrkarten gekauft und eingereicht werden müssen (was kaum einer machen dürfte).
Meine Vermutung: Es gibt eine generelle Regel, auf die man sich vor x Jahren geeinigt hat und wer jetzt Vor- oder Nachteile hat, ist gar nicht mehr klar.

DB Fernverkehr bezahlt den Ersatz

Frecciarossa, Samstag, 26.05.2018, 10:48 (vor 2861 Tagen) @ agw

Mit den Fahrgastrechten hast du natürlich recht, obwohl diese bei Änderungen recht schwammig sind und die bekannten Nachteile haben (man muss 2h früher losfahren, ist dann aber ohne Verspätung am Ziel).

Beliebte Fehlinterpretation. Merke: Für die Berechnung einer Verspätung gilt der Fahrplan zum Zeitpunkt der Buchung.

DB Fernverkehr bezahlt den Ersatz

agw, NRW, Samstag, 26.05.2018, 21:35 (vor 2860 Tagen) @ Frecciarossa

Mit den Fahrgastrechten hast du natürlich recht, obwohl diese bei Änderungen recht schwammig sind und die bekannten Nachteile haben (man muss 2h früher losfahren, ist dann aber ohne Verspätung am Ziel).


Beliebte Fehlinterpretation. Merke: Für die Berechnung einer Verspätung gilt der Fahrplan zum Zeitpunkt der Buchung.

Und was machst du geltend, wenn du 2h früher fährst, um pünktlich zu deinem Termin zu kommen? Wurde doch schon oft durchgekaut.

Außerdem: Was ist bei der BC100 der Buchungszeitpunkt?

DB Fernverkehr bezahlt den Ersatz

Frecciarossa, Samstag, 26.05.2018, 21:58 (vor 2860 Tagen) @ agw

Und was machst du geltend, wenn du 2h früher fährst, um pünktlich zu deinem Termin zu kommen? Wurde doch schon oft durchgekaut.

Beispiel:


Alter Fahrplan
          Zug 1    Zug 2
Abfahrt   10:00    12:00
Ankunft   12:00    14:00


Neuer Fahrplan
          Zug 1    Zug 2
Abfahrt   10:00    12:00
Ankunft   14:00    16:00


Wenn man um 14 Uhr ankommen will, nimmt man Zug 1 anstatt Zug 2, erleidet aber gegenüber dem ursprünglichen Fahrplan eine Verspätung von 2 Stunden.

DB Fernverkehr bezahlt den Ersatz

agw, NRW, Sonntag, 27.05.2018, 11:08 (vor 2860 Tagen) @ Frecciarossa

Und was machst du geltend, wenn du 2h früher fährst, um pünktlich zu deinem Termin zu kommen? Wurde doch schon oft durchgekaut.


Beispiel:


Alter Fahrplan
Zug 1    Zug 2
Abfahrt   10:00    12:00
Ankunft   12:00    14:00


Neuer Fahrplan
Zug 1    Zug 2
Abfahrt   10:00    12:00
Ankunft   14:00    16:00


Wenn man um 14 Uhr ankommen will, nimmt man Zug 1 anstatt Zug 2, erleidet aber gegenüber dem ursprünglichen Fahrplan eine Verspätung von 2 Stunden.

Ich bezweifle, dass das bei Fahrkarten mit ursprünglicher Zugbindung auf Zug 2 klappen wird.

Die Realität ist auch oft komplexer, zum Beispiel fällt Zug 2 ganz aus, aber Zug/Verbindung 1 fährt normal ohne Verspätung (war hier oft ein Beispiel).

Wie gesagt, es wurde schon oft an konkreten Beispielen durchgekaut.

DB Fernverkehr bezahlt den Ersatz

Frecciarossa, Sonntag, 27.05.2018, 11:53 (vor 2860 Tagen) @ agw

Ich bezweifle, dass das bei Fahrkarten mit ursprünglicher Zugbindung auf Zug 2 klappen wird.

Für die Fahrgastrechte spielt die Zugbindung keine Rolle.

DB Fernverkehr bezahlt den Ersatz

agw, NRW, Sonntag, 27.05.2018, 15:46 (vor 2859 Tagen) @ Frecciarossa

Ich bezweifle, dass das bei Fahrkarten mit ursprünglicher Zugbindung auf Zug 2 klappen wird.


Für die Fahrgastrechte spielt die Zugbindung keine Rolle.

D.h. die gebuchte Verbindung spielt für die FGR keine Rolle? Das möchte ich mal bezweifeln.
Du hast ja oben selber geschrieben, dass es die FGR für die gebuchte Verbindung zum Zeitpunkt der Buchung gibt.

DB Fernverkehr bezahlt den Ersatz

Frecciarossa, Sonntag, 27.05.2018, 16:43 (vor 2859 Tagen) @ agw

D.h. die gebuchte Verbindung spielt für die FGR keine Rolle? Das möchte ich mal bezweifeln.

Auf welcher Grundlage?

DB Fernverkehr bezahlt den Ersatz

Giovanni, Samstag, 26.05.2018, 11:53 (vor 2861 Tagen) @ agw

Die Frage, die sich mir stellt: Ist der subventionierte Nahverkehr als Ersatz dann für die DB FV kostenlos?
Der Schlüssel für die Aufteilung von Einnahmen wird sich ja nicht ändern und wieviele auf welchem Abschnitt NV fahren, wird ja nicht gezählt.
Offensichtlich ist für mich die Antwort nur, wenn NV-Fahrkarten gekauft und eingereicht werden müssen (was kaum einer machen dürfte).
Meine Vermutung: Es gibt eine generelle Regel, auf die man sich vor x Jahren geeinigt hat und wer jetzt Vor- oder Nachteile hat, ist gar nicht mehr klar.

Jedes andere mir bekannte EVU ersetzt die Kosten für die Ersatzbeförderung - sei es durch Vereinbarung einer Freigabe eines bestimmten Zuges oder individuelle Ticketerstattung.

Im vorliegenden Fall ist es aber schwierig: Die gesetzlichen Fahrgastrechte sprechen von vergleichbaren Beförderungsbedingungen, was von der DB Fernverkehr AG in fast allen Fällen verneint wird (sonst wäre der ganze Freigabeprozess komplett überflüssig). Und die BB Bahn erlauben dem genauen Wortlaut nach zwar die Nutzung einer höheren Produktklasse - nicht aber einer niedrigeren. Zumal Züge anderer Verkehrsunternehmen als DB Regio in der Regel gar keiner Produktklasse zugeordnet sind.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse

Alexander, Mittwoch, 23.05.2018, 22:39 (vor 2863 Tagen) @ Mike65

Ich frage mich jedoch, was sich die Planer der DB dabei gedacht haben, bei einer vorhersehbaren Sperrung nicht für ausreichend Ersatzkapazität zu sorgen. Man hätte doch zumindest eine Vierergarnitur 612er auf den Weg schicken können, oder ist das Rollmaterial inzwischen so knapp? Da die meisten Fahrgäste die Verbindung fest gebucht hatten, müsste doch auch eine Schätzung der zu erwartenden Fahrgastzahlen möglich gewesen sein?

Generell kann man sagen, dass es schon fast was besonderes ist wenn die RAB in Regelzubespannung fährt. Da können statt 2x 612 auch schnell 1x 650 dastehen.

Die andere Geschichte ist, dass sich DB Regio (aber auch jedes andere EVU) die Frage stellt wer bezahlt den die Verstärkung? Auch wenn es hart klingt, bei der Eisenbahn zählen heute fast nur noch wirtschaftliche Gesichtspunkte...

Leider unterschätzt du auch die IT der Bahn. Auch wenn durch den Fahrplan basierten eigentlich alle Verbindungsdaten vorhanden sein sollte, so ist eine Nutzung im Ad-hoc-Fall so gut wie nicht existent. Daher würde mich es nicht wundern, wenn die jeweiligen der Planung bei DB Regio gar keinen Zugriff auf diese Daten hatten. Man hätte also maximal schätzen/raten können, wie viel Reisende mehr kommen.

Alles natürlich nichts, was einen als Fahrgast weiterhilft...

Viele Grüße

--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)

Stehplatz 2.Klasse statt Sitzplatz 1. Klasse

heinz11, Donnerstag, 24.05.2018, 11:55 (vor 2863 Tagen) @ Alexander

Leider unterschätzt du auch die IT der Bahn. Auch wenn durch den Fahrplan basierten eigentlich alle Verbindungsdaten vorhanden sein sollte, so ist eine Nutzung im Ad-hoc-Fall so gut wie nicht existent. Daher würde mich es nicht wundern, wenn die jeweiligen der Planung bei DB Regio gar keinen Zugriff auf diese Daten hatten. Man hätte also maximal schätzen/raten können, wie viel Reisende mehr kommen.

Da hat er die Bahn-IT wohl eher überschätzt...

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