Für und wider BC100 (Fahrkarten und Angebote)

arno50, Mittwoch, 25.04.2018, 08:52 (vor 2888 Tagen)

Es wäre vielleicht interessant, welche Motivation die BC100 User haben.
Ich denke immer mal wieder, mir eine zuzulegen, wiewohl es sich ökonomisch wahrscheinlich nicht lohnt. Der Arbeitgeber zahlt nicht, steuerlich ist sie nicht absetzbar aber würde in meine recht häufigen Fahrten von Nordwest nach Südost Deutschland vielleicht Abwechslung hineinbringen. Bisher fahre ich ca 1 bis 3 mal/Monat diese Strecke, wenn ich Sparpreis bekomme, dann so, wenn nicht halt mit BC50 oder auch mit dem PKw,da die Verbindung nicht wirklich schnell ist. Mit BC100 würde ich vermutlich "just for fun" doch mal die ein oder andere Strecke auch spontan nutzen oder komfortable Umwege nutzen.
Daher meine Bitte um ein Meinungsbild der BC100 User, vielleicht ergeben sich neue Aspekte. Schon mal danke im voraus

Für und wider BC100

Hansjörg, Mittwoch, 25.04.2018, 09:17 (vor 2888 Tagen) @ arno50

Immer dran denken, dass man auch die Zeit für das "mehr" an Bahnfahrten braucht.

Ich habe sie vorwiegend wegen der Flexibilität gekauft. Zusammen mit dem City Ticket fand ich die BC100F einfach problemlos. Viele Sprinterverbindungen gibt es eh nicht zum Sparpreis.

Für und wider BC100

john.lennon, Mittwoch, 25.04.2018, 09:54 (vor 2888 Tagen) @ arno50
bearbeitet von john.lennon, Mittwoch, 25.04.2018, 09:58

Für die BC100 spricht der Komfortgewinn.

Dagegen spricht, dass es deutlich einfacher und unkomplizierter geworden ist, mal schnell ne Bahnfahrkahrte zu kaufen (geht in der DB Navigator App in 10-15 Sekunden) und der Komfortgewinn kleiner wird.

Für die BC100 spricht die "Sicherheit". Ich kenne meine exakten Fahrtkosten im Voraus.

Dagegen spricht, dass die Deutschen große Angsthasen sind. Auf Sicht von einem Jahr ist für einen Vielfahrer mit geringem Risiko abschätzbar, wie oft er einen Sparpreis und wie oft einen Flexpreis nehmen wird. Kein Grund, hier aus Ängstlichkeit immer vom worst-case auszugehen (ich will einen Sparpreis buchen, aber er ist ausverkauft). Auch die Ersparnis durch eCoupons und andere Promos kann überschlägig geschätzt werden.

Für die BC100 spricht, dass sie kostengünstig ist, wenn man sehr viel fährt.

Dagegen spricht, dass man extrem viel fahren muss, um mehr als 4.270 Euro für Fahrkarten und BC50 auszugeben. Gerade in Anbetracht dessen, dass man sich mit wenig Aufwand für gute Teile des Jahres mit massig eCoupons versorgen kann (Toffifee, Duplo, Nutella-Aktionen usw.), welche die zu zahlenden Eurobeträge für Tickets deutlich drücken.

Zuletzt spricht gegen die BC100, dass man seine Flexibilität aufgibt. Was, wenn es Probleme auf meiner Strecke gibt und ich im Abozeitraum auf Auto oder Flieger wechseln will? Was, wenn ich eine BC100 2. Kl. habe, aber nun lieber 1. Kl. fahren will? Usw.

Für und wider BC100

agw, NRW, Mittwoch, 25.04.2018, 18:03 (vor 2888 Tagen) @ john.lennon


Zuletzt spricht gegen die BC100, dass man seine Flexibilität aufgibt. Was, wenn es Probleme auf meiner Strecke gibt und ich im Abozeitraum auf Auto oder Flieger wechseln will? Was, wenn ich eine BC100 2. Kl. habe, aber nun lieber 1. Kl. fahren will? Usw.

Upgrades sind sowohl gegen Bargeld als auch gegen Punkte erhältlich. Für eine permanente Entscheidung gibt es auch das Upgrade auf die BC100 1.Kl.

Für und wider BC100

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Mittwoch, 25.04.2018, 10:12 (vor 2888 Tagen) @ arno50

Hallo,

ich kalkuliere, was ich für Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte und Fahrten in die ehemalige Heimat mindestens im Nahverkehr verfahren würde. Die BC 100 kostet eigentlich immer einen guten dreistelligen Betrag mehr. Ich kaufe sie trotzdem, da ich höherwertige Züge nutze und so manche Fahrt zusätzlich erfolgt. Die Flexibilität in zeitlicher und räumlicher Hinsicht ist auch für mich ein sehr gutes Argument. Das City-Ticket ist auch mir sehr wichtig und reicht aus, damit ich alles erreichen kann, wo ich so hin muss. Gut, in Wunstorf gilt es nicht, aber da bin ich innerstädtisch mit dem Fahrrad eh schneller bzw. meine Eltern haben dort einen Pkw stehen, den ich nach Absprache nutzen kann. In Wuppertal bin ich ausschließlich zu Fuß oder im ÖPNV unterwegs.

Direkt von der Steuer absetzen tue ich sie nicht; allerdings gibt es die Entfernungspauschale und im Fall von Arztbesuchen im Raum Hannover die Ansatzmöglichkeit als außergewöhnliche Belastung. Ggfs kann auch ein Ansatz im Rahmen der Werbungskosten in Betracht kommen, z. B. bei Fahrten zu Vorstellungsgesprächen, Familienheimfahrten usw..

Manchmal werde ich unheimlich vermögend gehalten, da eine BC 100 einen vierstelligen Betrag koste. Die einzige Kunst sehe ich darin, den Kaufpreis einmalig (Abo zu teuer) aufzubringen. Dafür entfallen dann die weiteren Belastungen.
Viele Grüße,

Dirk

--
Wer ist kundig auf folgenden Baureihen:
101, 103, 110, 111, 112, 120, 139, 140, 141, 143, 150, 151, 155, 181.2, 218, 225, 233, 362, 420, 472, 601, 605, 624, 628, 643 und 644?
Richtig: Bender!

Für und wider BC100

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 25.04.2018, 10:36 (vor 2888 Tagen) @ oppermad

ich kalkuliere, was ich für Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte und Fahrten in die ehemalige Heimat mindestens im Nahverkehr verfahren würde.

Auf der Basis habe ich es auch mal versucht, durchzurechnen, und kam zu dem Ergebnis, es lohnt sich für mich nicht.
Meine ÖPNV-Monatskarten kosten mich im Jahr rund 1600€, die mit der BC100 entfallen (Innerhalb Frankfurts als City-Ticket, die Anschlußstrecke ins Umland zur Arbeit erkennt DB-Tarif an.)

An sonstigen DB-Fahrten komme ich im Jahr (Bahncard-Kaufpreis eingerechnet) immer knapp über 2000 Euro, wie mein meist gerade so erhaltener comfort-Status zeigt. Allerdings kann ich die nicht zu 100% gegenrechnen, da ich beispielsweise auch für gemeinsame Urlaubsfahrten mit der Freundin die Fahrkarten für uns beide kaufe. Sagen wir also mal 1800 Euro. Wären wir also bei 3400 Euro. Nicht mal die Hälfte dessen, was eine BC100F kosten würde. (Und da ich im Fernverkehr ausschließlich 1. Klasse fahre, kommt die zweitklassige BC100 für mich ohnehin nicht in Frage.)

An der steuerlichen Erstattung ändert sich für mich dadurch auch nichts.

Kurz gesagt: Lohnt sich für mich nicht. Ich kriege, obwohl ich freitags und sonntags fahre und ~1-2 Wochen im Voraus buche, sogar fast immer noch Sparpreise, die zwar nicht auf der niedrigstmöglichen Stufe liegen, aber unter dem halben Normalpreis. Notwendigen Bedarf für private spontane FV-Fahrten habe ich nicht. Falls kurzfristig nötig, wäre das ohnehin dienstlich, und da zahlt's eh der Arbeitgeber.

Also bleibt es bei mir weiterhin bei der BC25F.

Unveränderte Grüße
der Colaholiker

--
[image]

Für und wider BC100

ffz, Mittwoch, 25.04.2018, 10:18 (vor 2888 Tagen) @ arno50

Ich nutze sie als Fernpendler(Raum Nordbaden) nach Frankfurt am Main. Eine Streckenzeitkarte wäre zwar günstiger aber nicht so flexibel, je nach Verkehrslage kann ich spontan Riedbahn, Main-Neckar-Bahn oder über Würzburg fahren. Dazu kommt das City-Ticket was mir ein Abo für den Stadtverkehr in Frankfurt(Main), Mannheim, Stuttgart und Karlsruhe erspart. Da die BC100 in allen Regionalbusgesellschaften der DB in den alten Bundesländern gilt kann ich auch spontan einen Ausflug zum Wandern, klettern oder natur genißen machen ohne eine Fahrkarte zu brauchen. Die Reisen durch Deutschland kommen noch dazu.

Ich muss auch sagen seit dem ich die BC 100 habe fahre ich mehr spontan mit dem Zug durch Deutschland und sehr viel weniger Auto...

Für und wider BC100

gnampf, Mittwoch, 25.04.2018, 10:32 (vor 2888 Tagen) @ ffz

Da die BC100 in allen Regionalbusgesellschaften der DB in den alten Bundesländern gilt [...]

Schoen waers, erstrecht wenn es so einfach waere. Ist es leider nicht. Beim OVF (DB-Tochter) gilt z.B. die BC100 als Fahrkarte. Aber: nur bei Linien die nicht im VGN sind. Und ob sie bei Linien die nicht komplett im VGN sind zumindest ausserhalb des VGN gelten ist auch nicht so klar. Bei manchen Linien im VGN (aber abseits der City-Tickets) gelten sie dann aber wohl doch wieder.

Anders ausgedrueckt: die Anerkennung im Bus ist genauso ein grosses Chaos wie die Gueltigkeit des City-Tickets, dessen Gueltigkeitsbereich meist ja auch so angegeben ist das man kaum nachvollziehen kann was erlaubt ist und was nicht.

Für und wider BC100

RhBDirk, Mittwoch, 25.04.2018, 10:45 (vor 2888 Tagen) @ gnampf

Da die BC100 in allen Regionalbusgesellschaften der DB in den alten Bundesländern gilt [...]


Schoen waers, erstrecht wenn es so einfach waere. Ist es leider nicht. Beim OVF (DB-Tochter) gilt z.B. die BC100 als Fahrkarte. Aber: nur bei Linien die nicht im VGN sind. Und ob sie bei Linien die nicht komplett im VGN sind zumindest ausserhalb des VGN gelten ist auch nicht so klar. Bei manchen Linien im VGN (aber abseits der City-Tickets) gelten sie dann aber wohl doch wieder.

Anders ausgedrueckt: die Anerkennung im Bus ist genauso ein grosses Chaos wie die Gueltigkeit des City-Tickets, dessen Gueltigkeitsbereich meist ja auch so angegeben ist das man kaum nachvollziehen kann was erlaubt ist und was nicht.

Die Probleme verstehe ich allesamt nicht. In meinen 13 Jahren hatte ich zwei Fälle mit der Akzeptanz:

1) Zirndorf - Nürnberg im DB Bus - Busfahrer weigerte die Akzeptanz. Das Ticket habe ich nachher über das örtliche Kundenbüro wieder erstattet bekommen. Bei allen anderen Besuchen in Zirndorf oder auch in Dietenhofen (damals noch Abfahrt ab Nürnberg, Rothenburger Straße), keinerlei Probleme.

2) CityTicket neu in Weimar: Busfahrer machte erst großen Aufstand, sagte dann aber doch "Dann fahrn se halt mit".

Positiv hervorheben möchte ich die KVG im Stadtverkehr in Cuxhaven: Hier hat der Busfahrer sich vorbildlich mit der Leitstelle in Verbindung gesetzt, die ihm die Akzeptanz bestätigten.

Auch in Dormagen konnte ich im Rheinlandbus mitfahren.

Für und wider BC100

danielausberlin, Mittwoch, 25.04.2018, 11:06 (vor 2888 Tagen) @ RhBDirk

Anders ausgedrueckt: die Anerkennung im Bus ist genauso ein grosses Chaos wie die Gueltigkeit des City-Tickets, dessen Gueltigkeitsbereich meist ja auch so angegeben ist das man kaum nachvollziehen kann was erlaubt ist und was nicht.


Die Probleme verstehe ich allesamt nicht. In meinen 13 Jahren hatte ich zwei Fälle mit der Akzeptanz:

Ich habe immer Probleme mit der Akzeptanz bei regionalen Busgesellschaften. Quote dass Diskussion entsteht ist etwa 90 %.

Da hilft nur, vor jeder Fahrt die jeweilige Anerkennungs-Liste aufs iPad zu laden und dem Busfahrer hinzuhalten.

Komfort sieht aber anders aus.

Für und wider BC100

gnampf, Mittwoch, 25.04.2018, 11:19 (vor 2888 Tagen) @ RhBDirk

Die Probleme verstehe ich allesamt nicht. In meinen 13 Jahren hatte ich zwei Fälle mit der Akzeptanz:

1) Zirndorf - Nürnberg im DB Bus - Busfahrer weigerte die Akzeptanz. Das Ticket habe ich nachher über das örtliche Kundenbüro wieder erstattet bekommen. Bei allen anderen Besuchen in Zirndorf oder auch in Dietenhofen (damals noch Abfahrt ab Nürnberg, Rothenburger Straße), keinerlei Probleme.

Dann hast du vermutlich Glueck gehabt und man kannte sich im Kundenbuero nicht aus. Zirndorf-Nuernberg wird doch meine ich nichtmals von einem DB-Bus befahren, zumindest die Linien die mir da aktuell einfallen.

2) CityTicket neu in Weimar: Busfahrer machte erst großen Aufstand, sagte dann aber doch "Dann fahrn se halt mit".

Positiv hervorheben möchte ich die KVG im Stadtverkehr in Cuxhaven: Hier hat der Busfahrer sich vorbildlich mit der Leitstelle in Verbindung gesetzt, die ihm die Akzeptanz bestätigten.

Auch in Dormagen konnte ich im Rheinlandbus mitfahren.

Rheinlandbus ist soweit ich weiss auch alles freigegeben, aber gerade hier im Bereich VGN eben nicht. Es kann natuerlich teils sein das einen der Busfahrer aus Unwissenheit oder Unlust einfach mitfahren laesst... wenn man aber Pech hat und Kontrollpersonal einsteigt interessieren die sich nicht fuer die Kontrolle vom Busfahrer. Und die Bestimmungen die man im Netz zu dem ganzen findet sind widerspruechlich und kompliziert. Und die Uebersicht der DB gibt es ja mittlerweile nicht mehr, bzw. nur noch im Archiv... und somit nicht mehr mit verlaesslichen Angaben.

Beim City-Ticket habe ich ein Problem damit den Gueltigkeitsbereich zu erkennen. Die DB schreibt gerne bei vielen Orten "gueltig Zone 1+2". Aber natuerlich keine Karte, oder eine vom Verbund dazu... die aber allgemein ist, also nicht die Gueltigkeit vom City-Ticket eingezeichnet. Will mann dann klaeren was Zone 1+2 ist... merkt man das der Verbund 1+2 gar nicht kennt, sondern Zonen A-F hat, oder aehnliche Scherze.

Beispiel Niedersachsen, Oldenburg: "Stadtgebiet Oldenburg (Tarifgebiet 3)". Das verlinkte Bild bei der City-Ticket-Seite der DB (https://www.bahn.de/p/view/bahncard/vorteile/cityticket.shtml) sagt dann gar nichts ueber ein "Tarifgebiet 3". Man kann vermuten das es der blaue Kreis sein soll... auf der Seite vom VWG genau das gleiche. Erst wenn man auf die Seite vom VBN (Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen) geht findet man "Tarifgebiet 3 = Zone 740 (Stadt Oldenburg)". Einen brauchbaren Zonenplan habe ich dazu dann aber auch wieder nicht gefunden, aber immerhin findet man diese Zonen jetzt in der Fahrplanauskunft vom VBN (auf die auch der VWG verweist).

Just for fun

tom66, Mittwoch, 25.04.2018, 12:32 (vor 2888 Tagen) @ gnampf

Also das mit dem Rheinlandbus im VRR sehe ich leider etwas anders. Bei uns fährt auch der Rheinlandbus vor der Haustür ab und da kein City-Ticket-Bereich darf ich den Bus nicht nutzen. Da hat der VRR den Daumen drauf. Keine eigenen Haustarife. Leider.

Ansonsten haben meine Frau und ich jeweils eine Bahncard 100F.

Für die tägliche Arbeitsstrecke (30km) würde locker ein VRR Ticket reichen.

Aber wenn man am Wochenende just for fun quer durch Deutschland unterwegs ist, ist die Flatrate natürlich ideal.

Es ginge natürlich auch alles viel billiger aber dann mit vielen Einschränkungen.
Und man gönnt sich ja sonst nichts. :-)

Just for fun

gnampf, Mittwoch, 25.04.2018, 13:06 (vor 2888 Tagen) @ tom66

Also das mit dem Rheinlandbus im VRR sehe ich leider etwas anders. Bei uns fährt auch der Rheinlandbus vor der Haustür ab und da kein City-Ticket-Bereich darf ich den Bus nicht nutzen. Da hat der VRR den Daumen drauf. Keine eigenen Haustarife. Leider.

Stimmt, ich hatte das mit dem Rhein Mosel Bus verwechselt... wobei da auch wieder unklar ist, ob sie nur in Bereichen nach Haustarif gilt, oder ob der Haustarif in dem Fall im ganzen Bereich gilt, auch wo ein Verbundtarif existiert. Ich sag ja, komplizierter Mist!

Rheinlandbus habe ich z.B. die Anerkennung im Westfalentarif gefunden. Beim VRR findet sich dagegen nichts was ueber das City-Ticket hinaus geht.

Ansonsten haben meine Frau und ich jeweils eine Bahncard 100F.

Ich glaub so langsam das Voraussetzung fuer den Erwerb einer BC100F die Mitgliedschaft hier im Forum ist, so viele wie davon hier rumschwirren ;-)

Just for fun

tom66, Mittwoch, 25.04.2018, 13:48 (vor 2888 Tagen) @ gnampf

Rhein Mosel Bus keine Probleme bis jetzt gehabt.

Regelmässige Nutzung von Montabaur nach Koblenz, Koblenz-Rhens bzw. Koblenz-Industriegebiet Mülheim-Kärlich.

Für und wider BC100

Bambalouni, Bielefeld / Jena, Mittwoch, 25.04.2018, 13:04 (vor 2888 Tagen) @ RhBDirk

1) Zirndorf - Nürnberg im DB Bus - Busfahrer weigerte die Akzeptanz. Das Ticket habe ich nachher über das örtliche Kundenbüro wieder erstattet bekommen. Bei allen anderen Besuchen in Zirndorf oder auch in Dietenhofen (damals noch Abfahrt ab Nürnberg, Rothenburger Straße), keinerlei Probleme.

Mit dem Bus von Anwanden nach Zirndorf hatte ich mit der BC100 keine Probleme - noch nie. Die akzeptieren sogar DB-Fahrscheine, die in Anwanden enden.

Für und wider BC100

gnampf, Mittwoch, 25.04.2018, 13:19 (vor 2888 Tagen) @ Bambalouni

Mit dem Bus von Anwanden nach Zirndorf hatte ich mit der BC100 keine Probleme - noch nie. Die akzeptieren sogar DB-Fahrscheine, die in Anwanden enden.

Glueck gehabt das der Busfahrer sich nicht auskannte und kein Kontrollpersonal kam. Der 151 ist selbst unter Anerkennung Schienenfahrausweise nicht aufgefuehrt. Um das "(Linien im VGN Bereich sind von der Anerkennung ausgeschlossen)" braucht man sich dabei also nichtmals streiten. Eine tarifliche Grundlage fuer die Mitfahrt kann ich jedenfalls nirgends finden.

Für die BC100 - wider? Hmm...

RhBDirk, Mittwoch, 25.04.2018, 10:39 (vor 2888 Tagen) @ ffz

Ich wüsste kein "wider" gegen die 100er.

Vom Arbeitgeber bekomme ich den Betrag für eine Monatskarte in Hamburg. Nicht viel, aber immerhin. Ich habe kein Auto, fahre öfters von Hamburg nach Hause nach Köln. Da führt der Weg dann auch mal über München, Stuttgart, Zürich, Strasbourg oder wo auch immer. Genauso die Rückfahrt oder die freien Tage.

Anlass für die 100er war vor 13 Jahren mal ein Job in Essen. Köln-Essen pendeln mit dem Auto oder gar mit dem Regioverkehr - unmöglich.

Bereits hier war der Kostenvergleich, alleine an Spritkosten, deutlich über dem damaligen BC100 Preis. U

nd in der BC100 gleich auch noch ÖPNV in Köln und Essen mit drin, den ich zumindest in Köln auch definitiv gebraucht habe.

Seitdem komme ich nicht mehr von ihr weg. Die Freiheit geniesse ich grenzenlos. Mal eben hier hin und da hin. Sicherlich die meisten Fahrten und Besuche hätte ich nicht gemacht.

Die 100er eröffnet einem auch Horizonte, man bekommt einen gewissen Weitblick, der vielen Menschen fehlt. Die kommen aus ihrem heimatlichen Veedel nie raus. Da habe ich auch viel von meinen Eltern mitbekommen, die mit mir schon früher auch an Wochenenden viel unterwegs gewesen sind.

Auch wenn ich die 100er habe nutze ich ebenso das Flugzeug, um größere Touren zu machen. Oftmals lediglich oneway. Zurück geht's dann im Regelfall per Bahn.

Für mich gibt's nichts, was gegen die Karte spricht.

Für die BC100 - wider? Hmm...

john.lennon, Mittwoch, 25.04.2018, 11:38 (vor 2888 Tagen) @ RhBDirk

Die Freiheit geniesse ich grenzenlos. Mal eben hier hin und da hin.

Klingt ein bißchen fanboi-mäßig verblendet? Mal eben hier oder hin geht genau so gut mit dem Auto oder dem Kauf einer Einzelfahrt bei der Bahn. Ein schlagkräftiges Argument erkenne ich darin nicht.

Auto?

ktmb, Mittwoch, 25.04.2018, 11:45 (vor 2888 Tagen) @ john.lennon

Dafür brauche ich einen Führerschein, den ich nicht habe. Bei der Bahn ist das besser gelöst. :)

Klingt für mich plausibel, nicht verblendet

Claus_NN, Nürnberg, Mittwoch, 25.04.2018, 11:53 (vor 2888 Tagen) @ john.lennon

Die Freiheit geniesse ich grenzenlos. Mal eben hier hin und da hin.


Klingt ein bißchen fanboi-mäßig verblendet? Mal eben hier oder hin geht genau so gut mit dem Auto oder dem Kauf einer Einzelfahrt bei der Bahn. Ein schlagkräftiges Argument erkenne ich darin nicht.

Klar geht das auch mit dem Auto oder einem gewöhnlichen Fahrschein-Kauf. Nur müsste man in diesem Fall diese spontane Idee mal grob durchkalkulieren, der Kontostand wird weniger, ...

Mit der BC100 kann ich es einfach mal machen. Und gegebenenfalls auch auf die Tour verzichten, wenn der Zug mir zu voll sein sollte oder es eine Störung im Betrieb gibt, die mir den Spaß verdirbt. Mit Einzeltickets muss ich dann der Erstattung, ggf. über die FGR hinterherrennen. Wieder ein Mehraufwand.

Ich kenne einen Freiberufler in der "Kreativwirtschaft", der eine BC100F hat und mir berichtete, dass seine Fahrten zu geschäftlich veranlassten Terminen die 7.000+ Euro Ausgaben eindeutig nicht decken. Er genießt es aber, sich im Zug mal eine Kreativpause zu nehmen, konkret zB mal Mannheim-München und zurück zu fahren und während der Fahrt ein paar Ideen zu sortieren und umzusetzen. Einzeltickets für diese Spaßfahrten würde er, so seine Aussage, nie und nimmer kaufen, selbst wenn das preislich roundabout beim BC100F-Preis liegen würde.
Allerdings sagte er mir, dass mit fortschreitendem ICE4-Einsatz anstelle des ICE1 diese Spaßfahrten ihren Reiz verlieren. ;-)

Klingt für mich plausibel, nicht verblendet

Zugschlus, RSIG, Mittwoch, 25.04.2018, 15:48 (vor 2888 Tagen) @ Claus_NN
bearbeitet von Zugschlus, Mittwoch, 25.04.2018, 15:49

Ich kenne einen Freiberufler in der "Kreativwirtschaft", der eine BC100F hat und mir berichtete, dass seine Fahrten zu geschäftlich veranlassten Terminen die 7.000+ Euro Ausgaben eindeutig nicht decken. Er genießt es aber, sich im Zug mal eine Kreativpause zu nehmen, konkret zB mal Mannheim-München und zurück zu fahren und während der Fahrt ein paar Ideen zu sortieren und umzusetzen. Einzeltickets für diese Spaßfahrten würde er, so seine Aussage, nie und nimmer kaufen, selbst wenn das preislich roundabout beim BC100F-Preis liegen würde.
Allerdings sagte er mir, dass mit fortschreitendem ICE4-Einsatz anstelle des ICE1 diese Spaßfahrten ihren Reiz verlieren. ;-)


Das sehe ich ganz genau so. Ich bin auch schon zum Nachdenken einfach in den ICE gestiegen.

Andererseits ist halt auch die Frage, ob die DB den ICE 4 deswegen so unbequem gestaltet hat, damit die Lustreisen der BC100-Träger unterbleiben. Mit dem Ding fährt doch ernsthaft nur der, der muss.

Grüße
Marc

Klingt für mich plausibel, nicht verblendet

462 001, Taunus, Mittwoch, 25.04.2018, 16:44 (vor 2888 Tagen) @ Zugschlus
bearbeitet von 462 001, Mittwoch, 25.04.2018, 16:44

Andererseits ist halt auch die Frage, ob die DB den ICE 4 deswegen so unbequem gestaltet hat, damit die Lustreisen der BC100-Träger unterbleiben. Mit dem Ding fährt doch ernsthaft nur der, der muss.

Interessant, ihr sprecht also für alle Kunden??

--
Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Klingt für mich plausibel, nicht verblendet

Berlin-Express, nähe BPHD, Mittwoch, 25.04.2018, 17:05 (vor 2888 Tagen) @ 462 001
bearbeitet von Berlin-Express, Mittwoch, 25.04.2018, 17:05

Andererseits ist halt auch die Frage, ob die DB den ICE 4 deswegen so unbequem gestaltet hat, damit die Lustreisen der BC100-Träger unterbleiben. Mit dem Ding fährt doch ernsthaft nur der, der muss.

Interessant, ihr sprecht also für alle Kunden??

Die DB hat doch selber mehrfach zugegeben, dass die Kunden mit dem Ding offensichtlich unzufrieden sind. Da kann man also davon ausgehen, dass die "Lustreisen" im 4er wohl eher weniger sein werden.

Merkwürdig ...

Garfield_1905, Mittwoch, 25.04.2018, 16:50 (vor 2888 Tagen) @ Zugschlus

Andererseits ist halt auch die Frage, ob die DB den ICE 4 deswegen so unbequem gestaltet hat, damit die Lustreisen der BC100-Träger unterbleiben. Mit dem Ding fährt doch ernsthaft nur der, der muss.

Tja, da muß ich wohl ein Unikum sein, denn ich finde den ICE 4 insgesamt durchaus gelungen und fahre ganz gerne damit, auch und gerade bei Lustreisen. Allerdings, das gbe ich mal zu, kenne ich nur die 1. Klasse und den Restaurant- Bereich.

Klingt für mich plausibel, nicht verblendet

Saardamm, Mittwoch, 25.04.2018, 16:31 (vor 2888 Tagen) @ Claus_NN

...der Kontostand wird weniger, ...

Das wird er mit einer BC100 auch, und zwar radikal. Ich sehe da kein Argument.

Er genießt es aber, sich im Zug mal eine Kreativpause zu nehmen, konkret zB mal Mannheim-München und zurück zu fahren und während der Fahrt ein paar Ideen zu sortieren und umzusetzen.

Ich glaube, das dürfte schon fast ein Fall für den Kopf-Doktor sein...

Klingt für mich plausibel, nicht verblendet

danielausberlin, Mittwoch, 25.04.2018, 16:38 (vor 2888 Tagen) @ Saardamm

Er genießt es aber, sich im Zug mal eine Kreativpause zu nehmen, konkret zB mal Mannheim-München und zurück zu fahren und während der Fahrt ein paar Ideen zu sortieren und umzusetzen.


Ich glaube, das dürfte schon fast ein Fall für den Kopf-Doktor sein...

Dann musste aber viele zum Doktor schicken.
Was soll daran so abwegig sein, für einen Gedankenwechsel auch einen Ortswechsel vorzunehmen? Zumal er mit der 100er ohne Mehrkosten jederzeit möglich ist.

Klingt für mich reichlich lebensfremd, nicht kopfkrank

sfn17, Mittwoch, 25.04.2018, 18:47 (vor 2888 Tagen) @ Saardamm

Ich glaube, das dürfte schon fast ein Fall für den Kopf-Doktor sein...

Ich glaube, Deine Aussage dürfte fast schon ein Anlass sein, einen Plausch mit einem lebenserfahreneren Menschen anzustreben...

Andere Leute gehen in Cafés.

martarosenberg, Mittwoch, 25.04.2018, 23:28 (vor 2888 Tagen) @ Saardamm
bearbeitet von martarosenberg, Mittwoch, 25.04.2018, 23:29

Er genießt es aber, sich im Zug mal eine Kreativpause zu nehmen, konkret zB mal Mannheim-München und zurück zu fahren und während der Fahrt ein paar Ideen zu sortieren und umzusetzen.


Ich glaube, das dürfte schon fast ein Fall für den Kopf-Doktor sein...

Ich habe zum Prüfungslernen Mischungen aus ÖPNV-Fahrten (Semesterticket), spazieren wo man nicht auf Verkehr achten muss und allgemein viel draussensein gemacht.

Ist schon nachvollziehbar.

Ich denke das mit dem Fahren ist recht ähnlich zu dem, warum Leute auch in Cafés gehen zum arbeiten.


Nur weil etwas recht weit weg von der Mitte der Verteilung ist ist es noch lange nicht allein deswegen zu bewerten und Veränderungsdruck auszuüben.

Menschen sind verschieden ...

Garfield_1905, Donnerstag, 26.04.2018, 01:31 (vor 2888 Tagen) @ martarosenberg

Da kann man mal sehen, wie verschieden Menschen sind.

Prüfungsvorbereitungen o.ä. im Zug oder Cafe wären für mich undenkbar. Dafür brauche ich meine Ruhe, bestenfalls Musik im Hintergrund. Ich arbeite auch sehr ungern irgendwelche Sachen im Zug auf, das muß dann schon sehr dringend sein. Es könnte sein, das ich mal Unterlagen für einen folgenden Termin durchschaue, aber auch das dann nur 'quer'. Ich rufe meine Mails mal ab, aber antworten dann auch nur in dringenden Fällen. Übrigens essen im Zug (egal ob Bord - Restaurant oder mitgebracht) nur bei längeren Fahrten und dann auch nur, wenn der Hunger zu groß wird.

Ich geniesse die Zugfahrten einfach nur, was bedeutet Hörbuch oder Musik hören, dabei aus dem Fenster schauen und / oder dösen. Die Anschaffung einer BC100 habe ich schon mehrfach mal überlegt, aber unterm Strich wird sich's wohl nicht rechnen.

Aber da ist, wie gesagt, jede(r), Gott sei Dank, anders gestrickt. Gut so !

Menschen sind verschieden ...

Zugschlus, RSIG, Donnerstag, 26.04.2018, 12:26 (vor 2887 Tagen) @ Garfield_1905

Da kann man mal sehen, wie verschieden Menschen sind.

Prüfungsvorbereitungen o.ä. im Zug oder Cafe wären für mich undenkbar. Dafür brauche ich meine Ruhe, bestenfalls Musik im Hintergrund. Ich arbeite auch sehr ungern irgendwelche Sachen im Zug auf, das muß dann schon sehr dringend sein. Es könnte sein, das ich mal Unterlagen für einen folgenden Termin durchschaue, aber auch das dann nur 'quer'. Ich rufe meine Mails mal ab, aber antworten dann auch nur in dringenden Fällen. Übrigens essen im Zug (egal ob Bord - Restaurant oder mitgebracht) nur bei längeren Fahrten und dann auch nur, wenn der Hunger zu groß wird.

Mein Vater ist damals, in der goldenen Zeit der TEE[0] und der Zugsekretariate mit seiner persönlichen Jahresnetzkarte[1] regelmäßig von Hamburg nach Münster gefahren um unterwegs seine Korrespondenz zu erledigen, Artikel zu schreiben und teilweise sogar an seinen Büchern zu arbeiten. Dann in den Gegenzug ("Gambrinus") und Retour. Wenn es gut lief, kam abends ein Telefonanruf aus Basel ("komme dann erst morgen abend wieder").

Ich kann kreative Dinge im Zug auch _viel_ besser als daheim, wo sich vor dem Fenster gar nichts bewegt. Zugsekretärin kann ich mir nicht leisten, aber meine Diplomarbeit hab ich auch morgens im Zug[3] ins Diktiergerät gemurmelt und dann nachmittags (selbst) getippt.

Auch heute ist es noch so, dass ich mir Dokumentation oder größere Lese-Aktionen für Zugfahrten aufhebe.

Grüße
Marc

[0] 103 + Großraum + Abteilwagen + Restaurant (alles 1. Klasse, sonst nix[2])
[1] so hieß der Vorläufer der BC100
[2] dafür wurde die 103 konzipiert, die sollte niemals 14-Wagen-Züge ziehen
[3] Es gibt wohl keinen Meter Schiene im KVV, den ich in meiner Diplomarbeits-Zeit nicht befahren habe

Menschen sind verschieden ...

martarosenberg, Freitag, 27.04.2018, 22:41 (vor 2886 Tagen) @ Garfield_1905

[produkiv sein]

Aber da ist, wie gesagt, jede(r), Gott sei Dank, anders gestrickt. Gut so !

(-:.

Die Gratwanderung zwischen zu viel (Dis)-Stress durch zu viel Sinnesreize und zu trägen Gedanken bzw. interner Ablenkung durch zu wenig "Bewegung".

OT: Kreativpausen

Verreisende, Hamburg, Mittwoch, 25.04.2018, 21:55 (vor 2888 Tagen) @ Claus_NN
bearbeitet von Verreisende, Mittwoch, 25.04.2018, 22:00

Er genießt es aber, sich im Zug mal eine Kreativpause zu nehmen, konkret zB mal Mannheim-München und zurück zu fahren und während der Fahrt ein paar Ideen zu sortieren und umzusetzen. Einzeltickets für diese Spaßfahrten würde er, so seine Aussage, nie und nimmer kaufen, selbst wenn das preislich roundabout beim BC100F-Preis liegen würde.

Geht mir genauso. Als ich mich (noch in der alten osteuropäischen Heimat) für bestimmte extrem wichtige Prüfungen vorbereitete, setzte ich mich ab und zu mitsamt Bücher/Laptop in Regionalzüge und machte eine Runde bis in die nächste Großstadt und zurück. Wobei diese Regionalzüge natürlich nichts von der Bequemlichkeit eines ICE hatten. Es gibt halt etwas an den sich stetig verändernden Aussichten aus dem Fenster, was das Denken fördert.

Hierzulande bin ich auch mal von Hamburg Hbf nach Hamburg Altona über Berlin gefahren, einfach weil es mir danach zumute war, eine ICE-Fahrt zu machen. BC100 habe ich aber nicht.

Ich glaube, das dürfte schon fast ein Fall für den Kopf-Doktor sein...

Liebe Grüße,
ein weiterer Fall für den Kopf-Doktor.

Klingt für mich plausibel, nicht verblendet

john.lennon, Samstag, 28.04.2018, 09:21 (vor 2885 Tagen) @ Claus_NN

Die Freiheit geniesse ich grenzenlos. Mal eben hier hin und da hin.


Klingt ein bißchen fanboi-mäßig verblendet? Mal eben hier oder hin geht genau so gut mit dem Auto oder dem Kauf einer Einzelfahrt bei der Bahn. Ein schlagkräftiges Argument erkenne ich darin nicht.


Klar geht das auch mit dem Auto oder einem gewöhnlichen Fahrschein-Kauf. Nur müsste man in diesem Fall diese spontane Idee mal grob durchkalkulieren, der Kontostand wird weniger, ...

Genau an Leuten wie Dir verdienen Leute viel Geld. Da wird ein psychologischer Trick ausgenutzt. Die Leute treffen schlechte Entscheidungen, weil die Pauschalgebühr damit lockt, dass man danach nicht mehr rechnen muss.

Das ist wie beim all-you-can-eat Buffet. Man kann essen, soviel man will, ohne Angst vor einer irre hohen Rechnung haben zu müssen. Der Preis ist vorher bekannt. Das bedeutet aber nicht, dass das all-you-can-eat Buffet billiger ist. Oftmals ist es sogar teurer und für den Anbieter profitabler als a la carte. Denn der Anbieter ist nicht im Gegensatz zum Verbraucher, der nicht nachdenken und nur seine Ruhe will, nicht zu faul, um genau zu kalkulieren.

Für die BC100 - wider? Hmm...

RhBDirk, Mittwoch, 25.04.2018, 18:24 (vor 2888 Tagen) @ john.lennon

Die Freiheit geniesse ich grenzenlos. Mal eben hier hin und da hin.


Klingt ein bißchen fanboi-mäßig verblendet? Mal eben hier oder hin geht genau so gut mit dem Auto oder dem Kauf einer Einzelfahrt bei der Bahn. Ein schlagkräftiges Argument erkenne ich darin nicht.

Tja, solche Aussagen kann nur jemand treffen, der noch nie mit Tageskarten in einem Land umhergefahren ist.

Was ist daran Fanboi?
Einer, der solche Touren mit dem Auto macht ist kein solcher Fanboi?

Möchte ich nicht machen mit dem Auto. Samstagfrüh von Köln aus mal eben mit dem Auto nach Freiburg oder Ulm (nur mal als Beispiel) und dann am Samstagnachmittag nach Hamburg. Das will ich keinem als Autofahrer zumuten.

Oder aber nach Feierabend kurz zum Shopping/Abendessen mal nach Hannover, Bremen, Kiel. Beim Auto schaut dann der ein oder andere doch auf den Geldbeutel bzw auf das "Spritgeld", was man verfährt.

Zumal ich in der Regel ja gar nicht 100%ig weiss, wann ich und wie ich die Rückfahrt antrete. Vielleicht fahre ich doch wieder früher weg oder eine ganz andere Strecke oder steige zwischendurch nochmal aus.

Für die BC100 - wider? Hmm...

Breisgau-S-Bahn, Freiburg/Gera, Mittwoch, 25.04.2018, 18:33 (vor 2888 Tagen) @ RhBDirk

Ich stimme RhBDirk zu. Das Hauptargument für die BahnCard100 ist - in meinen Augen - die beinahe grenzenlose Freiheit, seine Reisen (spontan) zu gestalten.

Ich habe meine Diplomarbeit teilweise im Zug geschrieben. Ich fand, dass ich beim (zugegebenermaßen ansonsten sinnlosen) Umherfahren den Kopf gut frei bekommen hab.
Dazu kommen die vielen anderen spontanen Fahrten, die man mit Einzelfahrscheinen oder dem Auto nicht unternommen hätte: Wenn es daheim regnet, kann man vielleicht zum sonnenbaden nach Rügen fahren.
Ich konnte spontanen Einladungen zum Oktoberfest folgen.
Als ein Verwandter kurzfristig ins Krankenhaus kam, konnte ich spontan hin fahren. Ohne BahnCard100 hätte ich das bis zum nächsten "regulären" Besuch rausgeschoben.
Oder man liest von einer interessanten Ausstellungseröffnung am anderen Ende Deutschlands. Wenn die Fahrt dorthin keinen Cent zusätzlich kostet, fährt man da eher hin.

--
Für eine DB Lounge in Erfurt!

Nur für Tagespendler im Fernverkehr interessant

gus78, Mittwoch, 25.04.2018, 16:56 (vor 2888 Tagen) @ arno50
bearbeitet von gus78, Mittwoch, 25.04.2018, 16:57

Selbst für Wochenendpendler lohnt sich die BC 100 nicht. Und selbst als überzeugtester Bahnfan hat man als Pendler irgendwann auch mal genug vom Zugfahren, so dass "Spaßfahrten" für Pendler kaum eine Rolle spielen.

Ich pendle täglich 80 km im Fernverkehr, ca. einmal im Monat am Wochenende noch eine Fernreise. Und selbst dafür lohnt sich durch Sonderangebote keine BC 100.

Streckenzeitkarte im Abo und Sparpreise sind deutlich günstiger als eine BC 100.

Finanziert irgendein Unternehmen oder Behörde einen Teil der BC 100 sieht das ganze natürlich anders aus.

Nur für Tagespendler im Fernverkehr interessant

sfn17, Mittwoch, 25.04.2018, 18:53 (vor 2888 Tagen) @ gus78

Sehe ich auch so.

Mag sein, dass sich die BC100 im ersten Jahr noch "lohnt" aufgrund der Spaßfahrten, irgendwann wird man genug haben.

Und dann rechnet man vielleicht, ob man weiterhin jährlich einen dreistelligen Betrag abdrücken möchte, der nicht "abgefahren" werden wird. Von 100 Euro pro Jahr rede ich nicht, aber bei 500 Euro nicht verwertete Mehrausgaben pro Jahr würde ich schon nachdenken und dieses Geld für etwas anderes verpulvern/nehmen (für eine Anschaffung etwa).

Ich denke mal, dass bei der überwiegenden Anzahl der BC100 die Karte dienstlich erstattet wird oder sich ziemlich eindeutig lohnt wie eben bei Tagespendlern im Fernverkehr (wobei es selbst hier noch auf die konkrete Strecke ankommen würde).

Für und wider BC100

agw, NRW, Mittwoch, 25.04.2018, 18:09 (vor 2888 Tagen) @ arno50

Wenn bei dir die BC100 nur wenig teurer ist, dann kommt es darauf an, wieviel Spaß es dir macht, die Einzelfahrkarten preislich zu optimieren.

Viele gehen (zumindest eine zeitlang) darin auf, den günstigsten Sparpreis mit dem wertvollsten Coupon zu kombinieren. Auch mit den verbundenen Nachteil wie Zeitaufwand und ggf Zugbindung.

Wenn dir das noch Spaß macht oder zumindest nichts ausmacht, wirst du mit der BC100 nicht so viel Spaß machen. Da kann man nämlich alle Sonderangebote vergessen bzw nur "neidisch" draufblicken.

Hast du aber schon die Schnauze voll von Sparpreis-Optimieren und auf eCoupons warten und von Zugbindung sowieso, dann wirst du die BC100 genießen.

Vielleicht muss man auch alle paar Jahre mal abwechseln, damit man weiß, was man an dem einen oder anderen System hat.

Flexibilität/Bequemlichkeit gegen sturen Arbeitgeber

Bahngenießer, Mittwoch, 25.04.2018, 18:25 (vor 2888 Tagen) @ arno50

Meine Vorteile einer BC 100:
- Mehr Flexibilität, spontan zu entscheiden und auf Bahnstörungen zu reagieren!
- Mehr Bequemlichkeit durch Wegfall der ständigen Ticketkäufe
- Ich muss beim Einsteigen in den Zug noch nicht wissen, wohin ich ganz genau fahre.
- Die unhygienischen Automaten müssen fast nie mehr angefasst werden.

Nachteil:
- Da ich meine Bahnfahrkarten (für Dienstreisen) zur Erstattung bei meinem Arbeitgeber vorlegen muss, würde mir bei Besitz einer BahnCard100 künftig nichts mehr erstattet. (Betrug durch PKW-Abrechnung und BC100-Nutzung zu riskant!)
- Wenn ich mal unvorhergesehen vorübergehend weniger fahren muss, wäre der Schaden bei einer BC 100 größer als bei einer BC 50. (Ich rede weniger von bettlägeriger Krankheit!)

Entweder...oder...

chriL999, Mittwoch, 25.04.2018, 21:07 (vor 2888 Tagen) @ arno50

Entweder du kannst "gut" rechnen und es ergibt sich dabei ein finanzieller Vorteil für dich.
Oder du liebst Bahnfahren/Züge und die Bequemlichkeit und hast auch viel Zeit und genießt dann einfach den Komfort drumherum....

Bei mir.

martarosenberg, Mittwoch, 25.04.2018, 23:26 (vor 2888 Tagen) @ arno50

Ich habe Mitte letzten Jahres anhand meiner bahn.bonus/ .comfort-Punkte-Übersicht abgeschätzt, wie viel ich in vorangegangenen Jahr in die Bahn investiert habe, bin zu dem Schluss gekommen dass auch im Folgejahr es ähnlich sein wird, habe dann alle Vergünstigungen die mir zum Erwerb der BC100 angeboten wurden (550 EUR) angerechnet und kam auf grob +- 0. (Vllt. 200 EUR war ich dann noch unter dem BC100-Preis.)

Städtische ÖPNV-Fahrten waren da nicht mit drin, aber ich habe sie mir wenn ich kein +City hatte (weil ich gerade nicht Fernverkehr oder überhaupt nicht Zug an dem Tag fuhr) meistens Verkniffen und Fuß- oder Rad- oder DB-Tarif-Lösungen gesucht.

Ergo: Mal BC100 2. Klasse anschaffen für Komfortgewinn.

Jetzt führe ich interessehalber Fahrtenbuch, trage ein
(1) Was die tatsächlich durchgeführte Fahrt mich zum BC50-Preis gekostet hätte,
(2) wie viel ich mit BC50 aber ohne BC100 für die Fahrt ausgegeben hätte (dann fahre ich i.d.R. die preiswerteren Strecken, oft auch nur Nahverkehr, es sei denn die preiswerte Strecke ist wirklich nervig, manche Fahrten gar nicht oder eben kombiniert mit anderen Fahrten) (hierbei nehme ich meistens den BC50-Preis an da abzuschätzen wann ich einen Sparpreis gebucht hätte mir meist nicht möglich ist),
(3) wie viel ich tatsächlich mit BC100 zahle (was meist 0 ist).

Zu (3) kommen auch Erstattungen durch Fahrgastrechte (also dann mit -10 EUR).

Momentan bin ich rein Preislich auf ca. +-0 (wenn ich (2) und (3) gegenrechne, (3) auf die bisherige Monatszahl runtergerechnet). Tatsächlich hätte ich ohne BC100 mehr Sparpreise genutzt als in (2) angegeben. Tatsächlich nutze ich die BC100 auch einiges im ÖPNV, was in keine Rechnung mit einfließt.

Was ich genieße: So Fälle wie
* Fahrt von B nach A und dann nach C. Termin in A abgesagt, nun viel gemütliche Zeit um nach C zu fahren. Oh, da steht ein IC der eine angenehme Route fährt. Erstmal rein. In Kassel dann raus, paar Stationen mit Straßenbahn, und 2h durch Wald und Berge, bevor es weitergeht.
* Meine erste Nutzung: Ankunft in Rostock mit der Fähre von einer Nordreise. Einfach mal in den Stadtbus steigen. Und durch den Warnowtunnel fahren. Dann zum Bf. Oh, gleich fährt ein Zug nach Süden. Erstmal rein. Noch keine Ahnung von Fahrplan, aber es ist ja noch gut Zeit.
* Zeit und schön Wetter und Draussenschlafzeugs dabei? Auf dem Weg von A nach B losfahren und unterwegs entscheiden wo genau hin und wo aussteigen zum nächtigen (ohne BC100 wäre das meist vorgeplant, mindestens auf eine genaue Route). Und in Kombi mit "ich muss mich nicht hetzen, um noch die letzte Verbindung zu kriegen, sondern kann nach Seminarende gemütlich zum Bahnhof und einsteigen".

Was ich mit BC100 mache was ich ohne nicht täte:
* Mal schnell nach Jena fahren um dort Kalkstein-Boden zu holen für eine auf einer Reise in solcher Umgebung gefundene Pflanze.
* Leipzig - Bremen über Berlin - Hannover.
* Viele ÖPNV-Fahrten.
* Unangenehme Züge meiden (voll, ICE-4, ...) oder spontan doch aussteigen.
* Keine Lust gerade lange zu warten? Dem Zug entgegenfahren oder einen Dreiecks-Umweg fahren.

Wo die BC100-Freiheit auch nervt:
* Unverbindlichkeit.
* Da jederzeit die Möglichkeit nach Fahrtänderung besteht verleitet sein auch Möglichkeiten im Kopf zu haben und zu checken, dadurch manchmal weniger auf die Fahrt an sich einlassen.

danke für die Antworten,

arno50, Donnerstag, 26.04.2018, 18:01 (vor 2887 Tagen) @ arno50

wobei ich fast den Eindruck gewinne, eine BC100 hat, wer sie haben möchte. Anschliessend wird gerne eine rationale Begründung zurechtgelegt. So werd ich es dann auch wohl ggf handhaben.

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum