Unverschämte Preise bei der DB (Allgemeines Forum)

Alter Köpenicker, BSPF, Montag, 16.04.2018, 19:30 (vor 2897 Tagen)

Geplant ist eine Reise mit dem EC 131 von Kattowitz nach Budapest. Die DB verlangt für einen Fahrschein dafür knapp 70 Euro. Da mir der Preis viel zu hoch erschien, hakte ich nach, warum die Fahrt so teuer sei. Der freundliche Verkäufer erwiderte, daß sich die slowakische Bahn für ihren Streckenabschnitt fürstlich entlohnen läßt. Gut, dachte ich, dann eben über Brünn und Wien und die Slowakei im wahrsten Sinne des Wortes links liegen lassen. Vorsichtshalber köste ich aber schon einen Fahrschein von Kattowitz zur tschechischen Grenze nach Bohumin. "Der ist ja nicht so teuer, nur 15 Euro", so der Verkäufer. Zu Hause recherchierte ich den Preis für die restliche Fahrt und siehe da, die ÖBB verlangt nur 33 Euro für die Fahrt über Brünn und Wien, obwohl es ein ganz schöner Umweg ist. Zu guter Letzt kam mir in den Sinn, auch mal bei der CD auf Fahrscheinsuche zu gehen. Dort löste ich dann ein Ticket von Bohumin nach Budapest durch die Slowakei im EC 131 für sagenhafte 429 Kronen (16 Euro). Später bekam ich dann auch noch heraus, daß der Fahrschein von Kattowitz nach Bohumin in Polen für läppische 17 Zloty (4 Euro) zu haben ist.

Ich hätte ja Verständnis dafür, wenn die DB die Auslandsfahrscheine etwas teurer verkauft, als sie tatsächlich sind, um auch etwas vom Kuchen abzubekommen. Daß es aber gleich der vierfache Preis sein muß, empfinde ich als große Unverschämtheit. Dazu kommt ja noch die außerordentlich hohe deutsche Reservierungsgebühr für reservierungspflichtige polnische Züge.

Unverschämte Preise bei ausländischen Bahnen

JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 16.04.2018, 19:33 (vor 2897 Tagen) @ Alter Köpenicker

Ich hätte ja Verständnis dafür, wenn die DB die Auslandsfahrscheine etwas teurer verkauft, als sie tatsächlich sind, um auch etwas vom Kuchen abzubekommen. Daß es aber gleich der vierfache Preis sein muß, empfinde ich als große Unverschämtheit.

Dann wende sich dafür an PKP IC/CD/ZSSK/MAV. Die DB kann nur das verkaufen, was die Partnerbahnen sie verlaufen lassen. Dass es auch anders geht zeigt zum Beispiel Schweden, wo bei der DB selbstverständlich auch die Sparangebote von SJ und Co erhältlich sind.

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Unverschämte Preise bei der DB

Frecciarossa, Montag, 16.04.2018, 19:39 (vor 2897 Tagen) @ Alter Köpenicker

Dein Vorwurf geht an die falsche Adresse. Es ist die Slowakische Bahn, die unterschiedliche Preise berechnet und so versucht, Fahrgästen aus „reichen“ Ländern mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Die DB verkauft die Fahrkarten dann zu dem von den Slowaken vorgegebenen Preisen. Die Slowakei ist dabei aber in guter Gesellschaft. Alle osteuropäischen Bahnen frönen dieser Praxis, und auch die ÖBB verlangt im internationalen Tarif mehr als im nationalen Tarif.

Unverschämte Preise bei ausländischen Bahnen

Alter Köpenicker, BSPF, Montag, 16.04.2018, 19:43 (vor 2897 Tagen) @ JeDi

Dann wende sich dafür an PKP IC/CD/ZSSK/MAV.

Du meinst also, die ausländischen Bahnen diktieren der DB die Preise? Das kann ich nicht recht glauben. Kürzlich wollte ich Fahrkarten von Berlin nach Prag für den Himmelfahrtstag erwerben. Offenbar aufgrund des Feiertags langte die DB kräftig zu (59,90), während sich die CD für den gleichen Zug mit 24 Euro zufrieden gab. Und hier handelt es sich ja um einen Gemeinschaftsbetrieb von DB und CD.

Mal ne Verständnisfrage

MF_5289, Montag, 16.04.2018, 19:53 (vor 2897 Tagen) @ Alter Köpenicker
bearbeitet von MF_5289, Montag, 16.04.2018, 19:56

Dann wende sich dafür an PKP IC/CD/ZSSK/MAV.


Du meinst also, die ausländischen Bahnen diktieren der DB die Preise? Das kann ich nicht recht glauben. Kürzlich wollte ich Fahrkarten von Berlin nach Prag für den Himmelfahrtstag erwerben. Offenbar aufgrund des Feiertags langte die DB kräftig zu (59,90), während sich die CD für den gleichen Zug mit 24 Euro zufrieden gab. Und hier handelt es sich ja um einen Gemeinschaftsbetrieb von DB und CD.

59,90€ für ne Strecke ~350km ist also übermäßig teuer. 17cent pro Kilometer ist also nicht bezahlbar?

Kommt das nicht der berühmten Geiz ist Geil Mentalität gefährlich nahe?

Das in Tschechien ein komplett anderes Preisniveau vorherrscht scheinst du auch zu vergessen.

Unverschämte Preise bei ausländischen Bahnen

JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 16.04.2018, 19:56 (vor 2897 Tagen) @ Alter Köpenicker

Dann wende sich dafür an PKP IC/CD/ZSSK/MAV.


Du meinst also, die ausländischen Bahnen diktieren der DB die Preise?

Nein, sie legen sie aber fest. Von Polen nach Ungarn darf die DB eben nur den (internationalen) Flexpreis verkaufen, während die Bahnen untereinander sowohl Sparangebote als auch verbilligte Flexpreise ausgehandelt haben). Letzteres ist eine Spezialität im östlichen Mitteleuropa, in Westeuropa sind wenigstens die Flexpreise idR gleich.

Das kann ich nicht recht glauben. Kürzlich wollte ich Fahrkarten von Berlin nach Prag für den Himmelfahrtstag erwerben. Offenbar aufgrund des Feiertags langte die DB kräftig zu (59,90), während sich die CD für den gleichen Zug mit 24 Euro zufrieden gab. Und hier handelt es sich ja um einen Gemeinschaftsbetrieb von DB und CD.

Das kann umgekehrt aber genau so passieren. Hier werden schlicht andere Angebote, zum Beispiel in Bezug auf Zugbindungen und Stornokonditionen verkauft (wobei hier sogar mal die der DB schlechter sind).

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Unverschämte Preise bei der DB

Dancingmachine, Montag, 16.04.2018, 19:56 (vor 2897 Tagen) @ Alter Köpenicker

Die Bahn schlägt da nichts auf die Preise werden vorgegeben.
Viele Länder haben zwei Tarife ein Inlands Tarif und einen internationalen Tarif, als es in Italien z.b. noch keine Globalpreise gab kostete die Fahrt Milano - Brennero als nationale Fahrkarte 20% günstiger als Milano - Brenner als internationale Fahrkarte und das bei der FS selber

Unverschämte Preise bei der DB

JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 16.04.2018, 19:58 (vor 2897 Tagen) @ Dancingmachine

Die Bahn schlägt da nichts auf die Preise werden vorgegeben.
Viele Länder haben zwei Tarife ein Inlands Tarif und einen internationalen Tarif, als es in Italien z.b. noch keine Globalpreise gab kostete die Fahrt Milano - Brennero als nationale Fahrkarte 20% günstiger als Milano - Brenner als internationale Fahrkarte und das bei der FS selber

Ist in Italien aber - auch außerhalb der Globalpreise - schon seit 10 Jahren nicht mehr so. Einziges aber: es gibt bei anderen Bahnen als der FS keine Sparpreise.

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Unverschämte Preise bei ausländischen Bahnen

EK-Wagendienst, EGST, Montag, 16.04.2018, 19:59 (vor 2897 Tagen) @ Alter Köpenicker

Dann wende sich dafür an PKP IC/CD/ZSSK/MAV.


Du meinst also, die ausländischen Bahnen diktieren der DB die Preise? Das kann ich nicht recht glauben. Kürzlich wollte ich Fahrkarten von Berlin nach Prag für den Himmelfahrtstag erwerben. Offenbar aufgrund des Feiertags langte die DB kräftig zu (59,90), während sich die CD für den gleichen Zug mit 24 Euro zufrieden gab. Und hier handelt es sich ja um einen Gemeinschaftsbetrieb von DB und CD.

Das sind aber Angebotspreise, und da hat jeder verschieden Kontingente und Preise.
Ist im Verkehr nach Frankreich auch, da ist die SNCF bei Buchungsbeginn günstiger als die DB, aber die DB Fahrkarte kann man zurück geben, während die SNCF Fahrkarte fest ist, keine Erstattung, also muss man abwägen, was ein lieber ist.

Der Preis den Dir die DB angeboten hat, wird der Normaltarif gewesen sein, und die anderen Bahnen die ja an der Strecke beteiligt sind, dann eben Angebotspreise.

Die verschieden Sparpreise einzelner Länder sind nicht zu vergleichen.
Wenn in Deutschland wie Frohnleichnam ein Feiertag ist, und damit ein langes Wochenende gibt es bei der DB keine günstige Sparpreise, bei der SNCF schon, denn in Frankreich ist es ein normaler Donnerstag.
Ist den Himmelfahrt in Tschechien ein Feiertag?

Ist ja wieder typisch...

462 001, Taunus, Montag, 16.04.2018, 20:04 (vor 2897 Tagen) @ Alter Köpenicker
bearbeitet von 462 001, Montag, 16.04.2018, 20:05

Als drauf, obwohl man die Hintergründe nicht kennt. Noch so einer...

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Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Mal ne Verständnisfrage

Alter Köpenicker, BSPF, Montag, 16.04.2018, 20:08 (vor 2897 Tagen) @ MF_5289

59,90€ für ne Strecke ~350km ist also übermäßig teuer. 17cent pro Kilometer ist also nicht bezahlbar?

Doch, doch. Das halte ich sogar für einen angemessenen Preis, wobei der Normalpreis noch etwas höher liegt.

Kommt das nicht der berühmten Geiz ist Geil Mentalität gefährlich nahe?

Das kann ich nicht beurteilen. Ich habe nur etwas dagegen viel zuviel zu bezahlen, wie in dem Beispiel Polen - Ungarn. Einen Preisunterschied von 400 Prozent zum selben Buchungszeitpunkt finde ich schon exorbitant. Immerhin bin ich ja nun mit der Hälfte dabei.

Das in Tschechien ein komplett anderes Preisniveau vorherrscht scheinst du auch zu vergessen.

So komplett anders ist das mittlerweile dort auch nicht mehr.

Unverschämte Preise bei ausländischen Bahnen

ICE-TD, Montag, 16.04.2018, 20:11 (vor 2897 Tagen) @ Alter Köpenicker
bearbeitet von ICE-TD, Montag, 16.04.2018, 20:12

Dann wende sich dafür an PKP IC/CD/ZSSK/MAV.


Du meinst also, die ausländischen Bahnen diktieren der DB die Preise? Das kann ich nicht recht glauben. Kürzlich wollte ich Fahrkarten von Berlin nach Prag für den Himmelfahrtstag erwerben. Offenbar aufgrund des Feiertags langte die DB kräftig zu (59,90), während sich die CD für den gleichen Zug mit 24 Euro zufrieden gab. Und hier handelt es sich ja um einen Gemeinschaftsbetrieb von DB und CD.

Sorry, aber wenn ich sowas lese platzt mir der Kragen. Wenn du einen Igel in der Tasche hast musst du dir eben ein anderes Verkehrsmittel suchen. Du nimmst eine Dienstleistung in Anspruch und die darf auch angemessen bezahlt werden. Und für die Strecke Berlin-Prag sind 60 € durchaus angemessen. Und warum sollte die Bahn an einem langen Wochenende an dem die Züge eh gut ausgelastet sind dir Tickets zum Ramschpreis verkaufen?

Du widersprichst dir selber!

MF_5289, Montag, 16.04.2018, 20:13 (vor 2897 Tagen) @ Alter Köpenicker

Du schreibst hier:

Offenbar aufgrund des Feiertags langte die DB kräftig zu.

dann aber hier

Doch, doch. Das halte ich sogar für einen angemessenen Preis

Was denn nun, langt kräftig (nach deiner Lesart) zu, und wenn man dich direkt darauf anspricht ist das nicht so wild, sondern fast angemessen?

Finde den Fehler.

Erklärung

Frecciarossa, Montag, 16.04.2018, 20:18 (vor 2897 Tagen) @ Alter Köpenicker

Dann wende sich dafür an PKP IC/CD/ZSSK/MAV.


Du meinst also, die ausländischen Bahnen diktieren der DB die Preise? Das kann ich nicht recht glauben. Kürzlich wollte ich Fahrkarten von Berlin nach Prag für den Himmelfahrtstag erwerben. Offenbar aufgrund des Feiertags langte die DB kräftig zu (59,90), während sich die CD für den gleichen Zug mit 24 Euro zufrieden gab. Und hier handelt es sich ja um einen Gemeinschaftsbetrieb von DB und CD.

Zunächst muss man zwischen Flexpreis und Sparangeboten unterscheiden. Der Flexpreis wird von der jeweiligen Bahn für den internationalen Vertrieb festgelegt und zu diesem Preis grundsätzlich bei jeder anderen Bahn verkauft. Kattowitz–Budapest kostet bei der DB deshalb exakt genauso viel wie bei SNCF, NS, DSB, etc. Manche Bahnen vereinbaren bilateral einen Rabattsatz, z.B. CD und ZSSK. Dies geschieht in der Absicht, von Fahrgästen aus reichen Ländern höhere Fahrpreise als von Fahrgästen aus weniger wohlhabenden Ländern zu verlangen. Aus dem gleichen Grund liegt der internationale Fahrpreis oft höher, als der im nationalen Vertrieb erhobene.

Sparangebote werden zwischen den Bahnen bilateral festgelegt. Auch hier sind mitunter Preisunterschiede festzustellen, wobei das gleiche Prinzip gilt: Es wird versucht, Fahrgästen aus Ländern mit höherer Kaufkraft höhere Preise abzuverlangen (siehe DB/CD). Dies kann aber natürlich nur in Absprache und fairer Aufteilung erfolgen, keine Bahn würde es sich gefallen lassen, dass sich die andere Bahn einen höheren Anteil einbehält. Wenn die DB also 60 € nimmt und die CD 24 € wird die prozentuale Aufteilung des Fahrpreises auf DB und CD in beiden Fällen gleich sein.

Unverschämte Preise bei ausländischen Bahnen

Ösi, Montag, 16.04.2018, 20:18 (vor 2897 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von Ösi, Montag, 16.04.2018, 20:19

Den Wunsch nach höheren Ticketpreisen von Leuten, die hier im Forum aktiv sind und daher eigentlich bahnaffin sein sollten, verstehe ich nicht.

Warum Unverständnis

MF_5289, Montag, 16.04.2018, 20:23 (vor 2897 Tagen) @ Ösi
bearbeitet von MF_5289, Montag, 16.04.2018, 20:25

Du gehst doch auch nicht für 5,00€ die Stunde arbeiten oder doch?
Hinter einem Ticketpreis hängt bekanntlich mehr als nur ein 14,25€ Angebot. Aber das darf man hier ja kaum erwähnen.

Und wenn eine Bahn dann auf Grund der günstigen Preise ein Praktiker Schicksal erleidet und vom Eigentümer mit Steuergeld gestützt werden muss, ists auch wieder nicht recht, weil man da kein Verständnis aufbringt/aufbringen will.

Unverschämte Preise bei der DB

Frecciarossa, Montag, 16.04.2018, 20:25 (vor 2897 Tagen) @ JeDi

Einziges aber: es gibt bei anderen Bahnen als der FS keine Sparpreise.

Im Thello schon.

Unverschämte Preise bei ausländischen Bahnen

Alter Köpenicker, BSPF, Montag, 16.04.2018, 20:26 (vor 2897 Tagen) @ ICE-TD

Sorry, aber wenn ich sowas lese platzt mir der Kragen. Wenn du einen Igel in der Tasche hast musst du dir eben ein anderes Verkehrsmittel suchen.

Du gehörst wohl zu der Spezies, die sich gerne über den Tisch ziehen läßt und die dabei entstehende Reibungshitze auch noch als Nestwärme wahrnimmt?

Du nimmst eine Dienstleistung in Anspruch und die darf auch angemessen bezahlt werden.

Dagegen habe ich ja auch nicht das Geringste einzuwenden. Ich habe nur etwas dagegen, viel mehr für diese Dienstleistung zu bezahlen, als andere, die sie in gleichem Maße in Anspruch nehmen.

Und für die Strecke Berlin-Prag sind 60 € durchaus angemessen.

Das ist richtig und dennoch wird diese Dienstleistung oft viel günstiger angeboten.

Und warum sollte die Bahn an einem langen Wochenende an dem die Züge eh gut ausgelastet sind dir Tickets zum Ramschpreis verkaufen?

Und warum macht die eine beteiligte Bahn es dennoch?

Ich gebe ja zu, daß es beim Fahrkartenverkauf für mich immer eine kleine Herausforderung ist, einen möglichst günstigen Preis herauszukitzeln. Denn warum soll man ohne Not mehr bezahlen? Die Schuld daran liegt aber bei der Bahn mit ihren vielfältigen Tarifen selbst. Früher, als der Kilometer noch acht Pfennige kostete, gab es so etwas gar nicht.

Du widersprichst dir selber!

Alter Köpenicker, BSPF, Montag, 16.04.2018, 20:33 (vor 2897 Tagen) @ MF_5289

Was denn nun, langt kräftig (nach deiner Lesart) zu, und wenn man dich direkt darauf anspricht ist das nicht so wild, sondern fast angemessen?

Ich halte den Preis für angemessen und würde ihn bezahlen. Aber warum sollte ich das tun, wenn es doch den anderen, sehr viel günstigeren Preis für die selbe Leistung gibt? Wer macht denn sowas? Ich würde es auch für angemessen halten, wenn die Miete meiner Wohnung 100 Euro mehr kosten würde. Deshalb bitte ich meinen Vermieter aber noch lange nicht um eine Mieterhöhung.

Wenn ich einen Preis für unangemessen halte, dann nehme ich vom Kauf Abstand und überlege mir eine Alternative.

Warum Unverständnis

Ösi, Montag, 16.04.2018, 20:35 (vor 2897 Tagen) @ MF_5289

Ich hätte kein Problem damit, wenn die Bahn mehr und der Auto- und Fernbusverkehr weniger subventioniert werden würde.

Aber viele Dinge könnte die Bahn wesentlich einfacher oder mit weniger Personal und damit kostengünstiger machen.

Warum Unverständnis

SveFC, Somewhere, Montag, 16.04.2018, 20:41 (vor 2897 Tagen) @ MF_5289

Du gehst doch auch nicht für 5,00€ die Stunde arbeiten oder doch?

Manche vielleicht schon

Hinter einem Ticketpreis hängt bekanntlich mehr als nur ein 14,25€ Angebot. Aber das darf man hier ja kaum erwähnen.

Sowas interessiert leider niemanden

Und wenn eine Bahn dann auf Grund der günstigen Preise ein Praktiker Schicksal erleidet und vom Eigentümer mit Steuergeld gestützt werden muss, ists auch wieder nicht recht, weil man da kein Verständnis aufbringt/aufbringen will.

So sieht es aus. Die Bahn ist ja leider kein Autoverein, denn dann würden die meisten sofort Geld hinterherwerfen

--
Dieses Forum ist wie gemacht um die DB immer und immer wieder schlecht darzustellen, egal was sie gemacht oder nicht gemacht hat. So wollen es die anwesenden Eisenbahnhater

Ist ja wieder typisch...

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 16.04.2018, 20:43 (vor 2897 Tagen) @ 462 001

"Als drauf, obwohl man die Hintergründe nicht kennt. Noch so einer..."

Tja, wie war das noch mit den "asozialen Deppen"(Zitat) in Strasbourg, nur weil da ein gewisser Tourist aus Deutschland kein Französisch verstehen konnte?

Nicht wahr? :)

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Vielen Dank für die Erklärung

Alter Köpenicker, BSPF, Montag, 16.04.2018, 20:44 (vor 2897 Tagen) @ Frecciarossa

Im Großen und Ganzen leuchtet das ja alles ein. Aber vielleicht sollten sich die Bahnen da mal irgendwie auf einen Nenner einigen und in der Mitte treffen. Denn der Preis von 70 Euro für das Überwinden von 300 km Luftlinie in sieben Stunden schreckt ja erstmal ab und treibt die Leute in die Flugzeuge. Das kann ja nicht Sinn der Sache sein.

Widerspruch par excellence

MF_5289, Montag, 16.04.2018, 20:47 (vor 2897 Tagen) @ Ösi

Aber viele Dinge könnte die Bahn wesentlich einfacher oder mit weniger Personal und damit kostengünstiger machen.

Und dann wieder groß am Lamentieren, wenn es eine Groß(un)wetterlage gibt und keine Ersatzzüge und kein Ersatzpersonal am Bahnhof Andernach vorhanden ist - damit es unverzüglich weitergeht.

*Applaus klatsch*

462 001, Taunus, Montag, 16.04.2018, 20:52 (vor 2897 Tagen) @ Alibizugpaar

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Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Vielen Dank für die Erklärung

Frecciarossa, Montag, 16.04.2018, 20:52 (vor 2897 Tagen) @ Alter Köpenicker

Im Großen und Ganzen leuchtet das ja alles ein. Aber vielleicht sollten sich die Bahnen da mal irgendwie auf einen Nenner einigen und in der Mitte treffen. Denn der Preis von 70 Euro für das Überwinden von 300 km Luftlinie in sieben Stunden schreckt ja erstmal ab und treibt die Leute in die Flugzeuge. Das kann ja nicht Sinn der Sache sein.

Sehe ich genauso. Deshalb ist meine Empfehlung, Buchungsportale wie Trainline oder Loco2 zu unterstützen. Diese sind zwar noch lange nicht perfekt, aber erstens entziehen sie der Praxis, unterschiedliche Preise zu verlangen, den Boden, und zweitens setzen sie die Bahnen unter Druck, den Verkauf internationaler Fahrkarten zu verbessern (was ja inzwischen auch zu Verbesserungen unter anderem bei der DB geführt hat). Ich buche inzwischen fast alle Fahrkarten bei Trainline.

Du widersprichst dir selber!

agw, NRW, Montag, 16.04.2018, 20:55 (vor 2897 Tagen) @ Alter Köpenicker

Was denn nun, langt kräftig (nach deiner Lesart) zu, und wenn man dich direkt darauf anspricht ist das nicht so wild, sondern fast angemessen?


Ich halte den Preis für angemessen und würde ihn bezahlen. Aber warum sollte ich das tun, wenn es doch den anderen, sehr viel günstigeren Preis für die selbe Leistung gibt? Wer macht denn sowas? Ich würde es auch für angemessen halten, wenn die Miete meiner Wohnung 100 Euro mehr kosten würde. Deshalb bitte ich meinen Vermieter aber noch lange nicht um eine Mieterhöhung.

Wenn ich einen Preis für unangemessen halte, dann nehme ich vom Kauf Abstand und überlege mir eine Alternative.

Du musst MF_5289 schon verstehen. Wenn er würde auch für ein Viertel seines Lohns arbeiten gehen, wenn jemand anders sagt, dass er vom viertel leben könnte und dieser ausreichend ist.
Den vollen Lohn würde er ab dann ablehnen, weil er ja nicht so gierig ist.

Fahrkartenpreise

Berlin-Express, nähe BPHD, Montag, 16.04.2018, 21:05 (vor 2897 Tagen) @ Alter Köpenicker

Wie andere schon sagten, legt nicht die DB irgendwelche Preise fest sondern der tatsächliche Beförderer. In deinem Fall ist also nicht die DB der Böse sondern die Slowakische Eisenbahn. Es ist aber auch Blödsinn zu sagen, man will nur das Geld von den reichen Deutschen abluxen. Wenn du z. B. bei Ceske Drahy eine Verbindung von Hamburg nach München suchst, bekommst du auch nur den Internationalen Flexpreis und keinen Sparpreis-Aktion angeboten, da wird also der Tscheche "ausgenommen" und der Deutsche bekommt die Fahrt "geschenkt" (wie ja hier viele meinen...).

Im Endeffekt ist es immer ratsam bei den tatsächlichen Anbietern zu schauen und nicht nur bei der DB, vor allem wenn die Strecke nicht mal von/nach Deutschland führt, womit ein Sparpreis Europa schonmal nicht möglich ist.
Von Anbietern wie trainline etc. halte ich überhaupt nichts, bisher hätte ich dort fast immer deutlich mehr bezahlt, als mit anderen Kombinationen.

Du widersprichst dir selber!

MF_5289, Montag, 16.04.2018, 21:07 (vor 2897 Tagen) @ agw

Was denn nun, langt kräftig (nach deiner Lesart) zu, und wenn man dich direkt darauf anspricht ist das nicht so wild, sondern fast angemessen?


Ich halte den Preis für angemessen und würde ihn bezahlen. Aber warum sollte ich das tun, wenn es doch den anderen, sehr viel günstigeren Preis für die selbe Leistung gibt? Wer macht denn sowas? Ich würde es auch für angemessen halten, wenn die Miete meiner Wohnung 100 Euro mehr kosten würde. Deshalb bitte ich meinen Vermieter aber noch lange nicht um eine Mieterhöhung.

Wenn ich einen Preis für unangemessen halte, dann nehme ich vom Kauf Abstand und überlege mir eine Alternative.


Du musst MF_5289 schon verstehen. Wenn er würde auch für ein Viertel seines Lohns arbeiten gehen, wenn jemand anders sagt, dass er vom viertel leben könnte und dieser ausreichend ist.
Den vollen Lohn würde er ab dann ablehnen, weil er ja nicht so gierig ist.

Deine polemische Art kannst du dir sparen. Es geht hier darum, dass eine entsprechende Dienstleistung an sich auch entsprechend bezahlt werden muss. Dabei ist es unerheblich ob ein selbstständiger Handwerker oder ein Konzern hinter dieser Dienstleistung steht.

Die Entlohnung der Dienstleistung geht also nach deiner Lesart nur in den Topf für Dividendenempfänger und dient der Gewinnmaximierung - Böser Kapitalismus!

Das aber aus der Summe der entlohnten erbrachten Dienstleistung auch Mitarbeiter des Anbieters und weitere Mitarbeiter anderer in Beziehung stehender Unternehmen davon auch ihr(en) entsprechendes/entsprechenden Lohn/Gehalt bekommen, das lässt du außer acht. Hauptsache du kannst so günstig wie möglich den größten Nutzen für dich selber rausziehen.

Noch ne Verständnisfrage

MF_5289, Montag, 16.04.2018, 21:17 (vor 2897 Tagen) @ Alter Köpenicker

Du schreibst, dass du Himmelfahrt von Berlin nach Prag fährst. Jetzt planst du eine Fahrt von Kattowitz nach Budapest.

Da kommt noch eine Verständnisfrage auf. Du bezahlst also die Tickets von Berlin-Prag, Kattowitz-Budapest, Berlin-Kattowitz/Budapest-Berlin (du musst ja an den Start und vom Ziel wieder wegkommen).

Das sind einige Tage die du dafür investieren musst. Hast du einen besonderen Arbeitsvertrag mit übermäßig vielen Urlaubstagen oder nimmst du da unbezahlten Urlaub.

Wenn letztes zutrifft, dann kann ich natürlich verstehen, dass 70€ für eine Fahrkarte (~570km/~12cent pro km) zuviel sind.

Fahrkartenpreise

Frecciarossa, Montag, 16.04.2018, 21:20 (vor 2897 Tagen) @ Berlin-Express

Von Anbietern wie trainline etc. halte ich überhaupt nichts, bisher hätte ich dort fast immer deutlich mehr bezahlt, als mit anderen Kombinationen.

Deren Existenz hat einen positiven Effekt auf die Entwicklung der Buchungsmöglichkeiten. Und da die Eisenbahn hier enormen Aufholbedarf hat (z.B. im Vergleich zum Flugzeug), tut das dem System Eisenbahn gut.

Noch ne Verständnisantwort

Alter Köpenicker, BSPF, Montag, 16.04.2018, 21:32 (vor 2897 Tagen) @ MF_5289

Die Fahrkarten (es sind vier Personen) Berlin - Prag und zurück habe ich für einen Bekannten gebucht.

Ich selbst habe wieder eine schöne Rundreise in meinem regulären Urlaub (wovon man mir 30 Tage im Jahr gönnt) geplant, ebenfalls im Mai. Es geht von Berlin nach Kattowitz bzw. Hindenburg, dann weiter nach Budapest, von dort nach Basel und schließlich via Gotha und einer Fahrt mit der Thüringerwaldbahn wieder ins heimische Berlin. Und schon ist der halbe Urlaub weg.

Aufholbedarf ?!

611 040, Erfurt, Montag, 16.04.2018, 21:34 (vor 2897 Tagen) @ Frecciarossa
bearbeitet von 611 040, Montag, 16.04.2018, 21:35

Ich finde genau das Gegenteil.
ich finde es seh gut dass z.B. bei der DB ganz klar einheitliche Tarife gelten. Zumindest im innerdeutschen Fernverkehr.
Ich brauche nicht auf vielen Seiten vergleichen und bekomme es zu unterschiedlichen Preisen. Auf bahn.de gucken und dort wird der günstigste (Spar)Preis angezeigt. Und der ist dann auch wirklich der günstigste zur Zeit. Und nicht wie bei den Airlines wo man auf 10 Seiten zur selben Zeit 10 verschiedene Preise für den selben Flug bekommt.

Liebe Grüße
611 040
der gerade wieder einen sehr günstigen Sparpreis für ca. 4ct/km erworben hat.

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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Kein Widerspruch

Ösi, Montag, 16.04.2018, 21:39 (vor 2897 Tagen) @ MF_5289

Man kann am falschen Ende sparen und auf der anderen Seite Geld zum Fenster herauswerfen.

Fahrkartenpreise

Alter Köpenicker, BSPF, Montag, 16.04.2018, 21:43 (vor 2897 Tagen) @ Berlin-Express

Im Endeffekt ist es immer ratsam bei den tatsächlichen Anbietern zu schauen und nicht nur bei der DB, vor allem wenn die Strecke nicht mal von/nach Deutschland führt, womit ein Sparpreis Europa schonmal nicht möglich ist.

Ja, das mache ich ja auch immer. Allerdings ist es oft müßig. Die kroatische Bahn verkauft online nur Inlandsfahrscheine, ebenso die polnische Bahn. Bei der ungarischen Bahn muß man die Fahrkarten aus einem Automaten in Ungarn abholen usw. Am Besten klappt es bei der ÖBB oder der CD mit dem Online-Kauf. Warum es die anderen Bahnen so kompliziert machen, wissen sie wahrscheinlich selbst nicht. Das fängt ja schon mit diesem Aztec-Code an, den einige Bahnen nicht lesen können wollen.

Aufholbedarf! Massiv.

Frecciarossa, Montag, 16.04.2018, 21:49 (vor 2897 Tagen) @ 611 040

Es geht um internationale Verbindungen. Da ist die Situation gelinde gesagt katastrophal. Man muss doch nur mal die Fäden hier im Forum zu dieser Problematik zählen. Gerade heute kam die Frage zu einer Reise von Bozen nach London. Gestern war es Dresden–Lemberg. Wo erhält man denn für solche Reisen mit einer Anfrage eine Übersicht der Verbindungen und Preise? Nirgends, stattdessen muss man sich die Preise bei verschiedenen Bahnen zusammensuchen. Das ist im Informationszeitalter nicht akzeptabel.

Und so herrscht wieder Gleichgewicht ...

Blaschke, Montag, 16.04.2018, 21:51 (vor 2897 Tagen) @ Frecciarossa

Huhu.

Es ist die Slowakische Bahn, die unterschiedliche Preise berechnet und so versucht, Fahrgästen aus „reichen“ Ländern mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. (...) Die Slowakei ist dabei aber in guter Gesellschaft. Alle osteuropäischen Bahnen frönen dieser Praxis (...)

Was deren gutes Recht ist!!!

Und so herrscht Gleichgewicht: die einen wollen möglichst viel verdienen, die anderen möglichst wenig bezahlen. Alles legitim!

Und damit einige Clevere eben wenig bezahlen können, müssen andere weniger Clevere eben mehr bezahlen, damit die Eisenbahn Geld verdient. Auch alles im grünen Bereich.

Schöne Grüße von

jörg

Wusste gar nicht das bahn.de Preise von FlixTrain zeigt

Höllentalbahn, Montag, 16.04.2018, 23:10 (vor 2897 Tagen) @ 611 040

- kein Text -

Aufholbedarf ?!

JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 16.04.2018, 23:33 (vor 2897 Tagen) @ 611 040

Ich brauche nicht auf vielen Seiten vergleichen und bekomme es zu unterschiedlichen Preisen. Auf bahn.de gucken und dort wird der günstigste (Spar)Preis angezeigt. Und der ist dann auch wirklich der günstigste zur Zeit.

Nö, es gibt immer wieder Angebote, die es nicht auf Bahn.de gibt. Und da sind wir noch nicht mal bei Tricks wie der innerdeutschen Nutzung von ÖBB-Sparachienen.

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Weg mit dem 4744!

Warum Unverständnis

worfie, Dienstag, 17.04.2018, 13:39 (vor 2896 Tagen) @ Ösi

Ich hätte kein Problem damit, wenn die Bahn mehr und der Auto- und Fernbusverkehr weniger subventioniert werden würde.

Aber viele Dinge könnte die Bahn wesentlich einfacher oder mit weniger Personal und damit kostengünstiger machen.

Reden wir über das selbe Deutschland, wo teilweise mehrmals pro Tag(!) (ja, pro Tag und nicht pro Jahr oder vielleicht pro Jahrzehnt wie in entwickelten Ländern) Züge mit dem Hinweis "Fahrt fällt aus weil kein Personal verfügbar ist"? Das selbe Land, in dem einige Bahnhöfe durch (angebliche?) "Bauarbeiten" seit Jahren aussehen wie frisch zerbombt anno 1945? Das selbe Land, in dem für Bauarbeiten, die anderswo mit Tagen und Wochen veranschlagt werden, nur Jahre als Zeiteinheit genutzt werden?

Was willst du da noch einfacher und mit weniger Personal kostengünstiger machen? In jedem Bahnhof, bzw. jeder zugemauerten oder abgerissenen Bahnhofsruine Verkaufsautomaten für Sicherheitswesten aufstellen, damit die Fahrgäste gleich selbst laufen können?


Beim Kfz-Verkehr (incl. Bussen u.ä.) stimme ich dir zu. Volkswirtschaftlich gesehen wird nur ein kleiner Teil der entstehenden Kosten durch die derzeitigen Steuern gegenfinanziert. Wenn ich überlege, was hier Autobahnen kosten (+/- 70-90 Euro Maut im Kfz pro einfacher Fahrt von 500-600km), dann bekommt die Bahn gleich einen ganz anderen Stellenwert.

Warum Unverständnis

Ösi, Dienstag, 17.04.2018, 18:09 (vor 2896 Tagen) @ worfie

Was willst du da noch einfacher und mit weniger Personal kostengünstiger machen?

Zum Beispiel Lokführer wegautomatisieren, die Tarifstruktur verschlanken und den Vertrieb nur mit Automaten und über das Internet machen oder Speisewagen durch Automatenbuffets ersetzen.

Nein Danke!

Berlin-Express, nähe BPHD, Dienstag, 17.04.2018, 18:29 (vor 2896 Tagen) @ Ösi

- kein Text -

+1

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 18.04.2018, 13:07 (vor 2895 Tagen) @ Berlin-Express

- kein Text -

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Mal eine Frage an die beiden Herren:

Ösi, Mittwoch, 18.04.2018, 13:50 (vor 2895 Tagen) @ J-C

In absehbarer Zeit (zehn bis zwanzig Jahre, denke ich) werden selbstfahrende Autos Standard sein. Insbesondere wird es möglich sein, sie z.B. per App für eine bestimmte Strecke zu mieten.

Damit wird der größte Systemvorteil der Bahn - dass man die Zeit für etwas anderes nutzen kann - auf einen Schlag dahin sein.

Wie soll die Bahn das überleben, wenn sie nicht jetzt gegensteuert? Wenn sie nicht jetzt die 300-km/h-Strecken (oder noch schnelleren Strecken) baut, auf der sie schneller unterwegs ist als jedes Auto? Wenn sie nicht jetzt die Infrastruktur ausbaut, um auf wichtigen Strecken Zehnminutentakte zu ermöglichen? Wenn sie nicht jetzt neue Züge kauft, damit diese Takte auch wirklich gefahren werden können? Wenn sie nicht jetzt auf Automatisierung und Rationalisierung setzt, damit die Fahrkarten trotzdem einfacher zu erhalten und günstiger sind als ein selbstfahrendes Auto?

Mal eine Frage an die beiden Herren:

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Mittwoch, 18.04.2018, 14:26 (vor 2895 Tagen) @ Ösi

Das was du hier aufzählst und in deinem anderen Beitrag sind zwei paar Schuhe.

Komplett auf Internetvertrieb und Automaten setzen ist Bullshit. Dafür gibt es (noch) zuviel Kundschaft im Reisezentrum. Ich denke auch, dass eher die Automaten gehen werden als der Personenbediente Verkauf, bzw. der Automat eine Verbindung zu einer Person herstellen wird.

Dann ist es auch nicht zweckmäßig das Restaurant wegzurationalisieren, wo das doch auch einen Systemvorteil gegenüber dem Individualverkehr darstellt. Im Auto musst du erstmal 30 Minuten eine Pause machen, um zu speisen. Im Zug schaffst du in der Zeit die halbe Fahrt von Köln nach Frankfurt ... ;-)

Mal eine Frage an die beiden Herren:

Ösi, Mittwoch, 18.04.2018, 14:36 (vor 2895 Tagen) @ Paladin

Komplett auf Internetvertrieb und Automaten setzen ist Bullshit. Dafür gibt es (noch) zuviel Kundschaft im Reisezentrum. Ich denke auch, dass eher die Automaten gehen werden als der Personenbediente Verkauf, bzw. der Automat eine Verbindung zu einer Person herstellen wird.

Das liegt aber in erster Linie am Tarifdschungel und daran, dass es manche Dinge nur im Reisezentrum gibt.

Dann ist es auch nicht zweckmäßig das Restaurant wegzurationalisieren, wo das doch auch einen Systemvorteil gegenüber dem Individualverkehr darstellt. Im Auto musst du erstmal 30 Minuten eine Pause machen, um zu speisen. Im Zug schaffst du in der Zeit die halbe Fahrt von Köln nach Frankfurt ... ;-)

Ich will nicht die Möglichkeit, im Zug eine Speise zu erhalten, wegrationalisieren, sondern das Personal. Da ohnehin nicht mehr tatsächlich gekocht, sondern aufgewärmt wird, kann das auch eine Maschine erledigen.

Mal eine Frage an die beiden Herren:

ffz, Mittwoch, 18.04.2018, 16:13 (vor 2895 Tagen) @ Ösi

Ein vollautomatisierters Auto im Straßenverkehr dürfte die nächsten 50 Jahre, wenn je überhaupt unrealistisch sein. Dazu ist die Technik viel zu unausgereift und der Straßenverkehr zu komplex. Bisher gibt es vollautomatisierte Fahrzeuge auf begrenzten Flächen , wie Werkhallen oder auf Unicampussen, aber immer ohne normalen Fahrzeugverkehr.Was es schon gibt, ist dass Fahrzeuge auf der Autobahn im stop and go Verkehr selbstständig fahren, das ist technisch machbar, wobei rechtlich der Fahrer immer eingreifen können muss. Aber der Stadtverkehr mit zig Kreuzungen, verschiedener Beschilderung, Ampeln und vielen Verkehrsteilnehmern, eher nein.

Bisher fahren Züge nur in abgegerenzten Bereichen automatisch, einfach weil auch dort die Umwelteinflüsse viel zu komplex sind, als dass dort auf den Menschen verzichtet werden könnte, vom Störungsfalle ganz abgesehen. So fährt zB bei der DLR in London in fast allen Zügen ein Begleiter mit, der als Fahrer ausgebildet ist und im Zweifel eingreifen kann. Rangieren funktioniert bei der DLR nur mit Fahreren.

Mal eine Frage an die beiden Herren:

ffz, Mittwoch, 18.04.2018, 16:15 (vor 2895 Tagen) @ Ösi

Nur weil bei vielen Europäischen Bahnen nicht mehr von Hnad gekocht wird, sondern nur noch aufgewärmt macht das Personal trotzdem noch viel aus, es richtet an, reinigt die Tische, wäscht das Geschirr ab, berät und bringt die Speisen. Plastik oder Papierteller sind nicht nur eklig, weil man das immer schmeckt, sondern auch unökologisch.

Wo ist deine versteckte Ironie

MF_5289, Mittwoch, 18.04.2018, 16:21 (vor 2895 Tagen) @ Ösi

Ich will nicht die Möglichkeit, im Zug eine Speise zu erhalten, wegrationalisieren, sondern das Personal.

Wenn du hier Ironie versteckst, dann aber gewaltig gut.

Automatisierung in jeder Lebenslage und was macht das wegrationalisierte Personal, dass diese schöne neue Automatisierung nicht nutzen kann, weil die monetären Mittel nicht vorhanden sind?

Mal eine Frage an die beiden Herren:

Ösi, Mittwoch, 18.04.2018, 16:24 (vor 2895 Tagen) @ ffz

Es fahren bereits autonome Fahrzeuge auf deutschen Straßen im öffentlichen Straßenverkehr. Betreiber ist übrigens die DB:

http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-10/deutsche-bahn-autonomes-fahren-bus-oepnv-bad-birn...

Noch mit 15 km/h und noch ist ein Mensch dabei, der bei Störungen eingreifen kann. Aber 50 Jahre entfernt ist das selbstfahrende Auto sicher nicht.

Wo ist deine versteckte Ironie

Ösi, Mittwoch, 18.04.2018, 16:25 (vor 2895 Tagen) @ MF_5289

Automatisierung in jeder Lebenslage und was macht das wegrationalisierte Personal, dass diese schöne neue Automatisierung nicht nutzen kann, weil die monetären Mittel nicht vorhanden sind?

Die Diskussion hatten wir schon einmal. Das Argument von damals gilt auch hier.

Mal eine Frage an die beiden Herren:

Ösi, Mittwoch, 18.04.2018, 16:28 (vor 2895 Tagen) @ ffz

Ich sage nicht, dass es vollständig ohne Personal auskommt. Aber ohne Personal im Zug (nur immer kurz zum Be- und Entladen an den Bahnhöfen) wäre schon ein Fortschritt und würde die Kosten senken.

Mal eine Frage an die beiden Herren:

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 19.04.2018, 08:02 (vor 2894 Tagen) @ ffz

Nur weil bei vielen Europäischen Bahnen nicht mehr von Hnad gekocht wird, sondern nur noch aufgewärmt macht das Personal trotzdem noch viel aus, es richtet an, reinigt die Tische, wäscht das Geschirr ab, berät und bringt die Speisen.

Richtig. Es ändert sich zwar das Anforderungsprofil, da letztlich keine besonderen Kochkünste mehr nötig sind, aber die Notwendigkeit für Personal bleibt.

Plastik oder Papierteller sind nicht nur eklig, weil man das immer schmeckt, sondern auch unökologisch.

Noch schlimmer: Kaffee aus'm Pappbecher. Bäh. Kaffee gehört in Porzellantassen.
Neben dem ökologischen und dem geschmacklichen Aspekt, man stelle sich mal vor, wie es im Speiswagen aussähe, wenn dort alles einwegverpackt wäre und die Fahrgäste selbst die Tische abräumen müßten. Wer schon mal erlebt hat, wie es in einer gut frequentierten McDonald's-Filiale aussieht, wenn das Personal kaum noch hinterher kommt, leere Tabletts abzuräumen und heruntergefallene Verpackungen aufzuheben, möge sich das jetzt mal auf dem recht engen Raum eines Speisewagens und ohne Personal vorstellen. NEIN!

Davon abgesehen, wenn ich mir jetzt vorstelle, mein Speisewagenfrühstück (ich will das City-Frühstück wieder haben!) würde nicht wie gehabt serviert, sondern die Artikel mehr oder weniger einzeln auf Papptellern in Folie eingewickelt aus einem Automaten gezogen, vergeht's mir. Mit einem stumpfen Plastikmesserchen dann das Brötchen aufschneiden, um es auf dem labberigen Papptelle mit tiefgekühlter Butter zu bestreichen... das möchte ich nicht.

Snackautomaten nicht als Ersatz sondern höchstens als Ergänzung für sonst unbewirtschaftete Züge sehende Grüße
der Colaholiker

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[image]

Du widersprichst dir selber!

agw, NRW, Donnerstag, 19.04.2018, 21:24 (vor 2894 Tagen) @ MF_5289

Was denn nun, langt kräftig (nach deiner Lesart) zu, und wenn man dich direkt darauf anspricht ist das nicht so wild, sondern fast angemessen?


Ich halte den Preis für angemessen und würde ihn bezahlen. Aber warum sollte ich das tun, wenn es doch den anderen, sehr viel günstigeren Preis für die selbe Leistung gibt? Wer macht denn sowas? Ich würde es auch für angemessen halten, wenn die Miete meiner Wohnung 100 Euro mehr kosten würde. Deshalb bitte ich meinen Vermieter aber noch lange nicht um eine Mieterhöhung.

Wenn ich einen Preis für unangemessen halte, dann nehme ich vom Kauf Abstand und überlege mir eine Alternative.


Du musst MF_5289 schon verstehen. Wenn er würde auch für ein Viertel seines Lohns arbeiten gehen, wenn jemand anders sagt, dass er vom viertel leben könnte und dieser ausreichend ist.
Den vollen Lohn würde er ab dann ablehnen, weil er ja nicht so gierig ist.

Das aber aus der Summe der entlohnten erbrachten Dienstleistung auch Mitarbeiter des Anbieters und weitere Mitarbeiter anderer in Beziehung stehender Unternehmen davon auch ihr(en) entsprechendes/entsprechenden Lohn/Gehalt bekommen, das lässt du außer acht. Hauptsache du kannst so günstig wie möglich den größten Nutzen für dich selber rausziehen.

Ich sehe nur keinen Unterschied darin, ob jemand für sich den größtmöglichen Lohn erzielen will, ohne Rücksicht auf höhere Preise für andere oder ob jemand von seinem vorhandenen Lohn das beste Angebot am Markt bezahlen möchte und nicht freiwillig mehr bezahlen will.
Wer argumentiert, dass auch das teuerste Dienstleistungsangebot schon billig genug ist, muss sich auch anhören können, wenn er mal zum billigsten Lohn arbeiten soll.

Da helfen auch keine polemischen Seitenhiebe gegen die soziale Marktwirtschaft (auch oft falsch als "böser Kapitalismus" beschimpft).

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