Mit der RHB zum Rheinbähnle 1/2 Fortsetzung (Reiseberichte)
Der Bus hält direkt am „Bahnhof Walzenhausen“, wobei auch die Bezeichnung Bergstation nicht unzutreffend wäre. Hier befindet sich der Endpunkt der Bergbahn Rheineck-Walzenhausen (RhW). Im Bahnhofsgebäude gibt es einen kleinen Laden mit Bistro, und so legen wir bei einer Tasse Kaffee einen kleinen Zwischenstopp ein.
Die Bergstation liegt am Ende des 70 Meter langen Walzenhausen-Tunnels, der unter dem Kurhaus verläuft. Die Bergbahn begünstigte die touristische Entwicklung des Dorfs zu einem Luftkurort. Da bis zur nächsten Bahn aber noch Zeit bleibt...
...drehen wir eine kleine Runde durch den Ort, der ebenso wie Heiden hoch am Berg gelegen einen Panoramablick über den Bodensee bietet. Hier sehen wir auch schon unser Tagesziel, nämlich die Rheinvorstreckung, über die der Fluss weit in den Bodensee hinaus geleitet wird.
![[image]](http://www.bahnreiseberichte.de/081-Heiden-Rheinbaehnle/81-23RhW-Walzenhausen.jpg)
Unterhalb des Kurhauses warten wir nun auf den Zug. Die Bergbahn Rheineck–Walzenhausen führt in einer Spurweite von 1.200 Millimetern hinauf auf den Berg, die Bergstrecke ist als Zahnradbahn ausgeführt, unten auf Seehöhe gibt es noch einen kurzen Adhäsionsabschnitt.
An Gleis 1 steht die S 26 nach Rheineck. Das „Walzehuusebähnli“ gehört seit 2006 zu den Appenzeller Bahnen und ist in das Netz der S-Bahn St. Gallen integriert. Auf der Strecke gibt es nur einen einzigen Triebwagen, er wurde 1958 gebaut.
Die Strecke ist knapp zwei Kilometer lang, sie wurde 1896 als Standseilbahn mit Wassergewichts-Antrieb eröffnet und später zur Zahnradbahn umgebaut, der Zahnrad-Abschnitt hat eine konstante Steigung von 25 Prozent. Unterwegs gibt es zwei Bedarfshalte – und einen schönen Blick über den See.
Nach einer Fahrzeit von neun Minuten ist die Endstation Rheineck erreicht, das Gleis der RhW endet auf dem Bahnsteig am SBB-Bahnhof. Von hier aus...
...geht es für uns mit der S 2 eine Station weiter bis St. Margrethen. Auch dies wieder ein GTW von Thurbo. Mit drei Minuten ist die Fahrzeit so kurz, da reicht es nicht mal für ein Streckenbild.
St. Margrethen ist der Grenzbahnhof zu Österreich, normalerweise würde man hier auf die S-Bahn Vorarlberg zur Weiterfahrt nach Bregenz umsteigen. Wegen Bauarbeiten gibt es jedoch einen Schienenersatzverkehr.
Und so fahren wir eben mit dem Bus über den Rhein...
...und queren dabei auch das Gleis, welches wir später mit dem Rheinbähnle befahren werden. Hier also schon mal der Bahnübergang aus der Perspektive des Straßenverkehrsteilnehmers.
Anschließend drehen wir eine kleine Runde durch die Landeshauptstadt Vorarlbergs, hier mit Blick zum Turm der Seekapelle. Das Verhältnis der Bregenzer zu ihren schweizerischen Nachbarn war nicht immer so gut, die Kapelle etwa wurde zur Erinnerung an den Sieg über die Appenzeller errichtet.
An der Uferpromenade von Bregenz findet gerade das Lesefestival StadtLesen statt, daran beteiligen sich auch die ÖBB mit einem Lesetisch im Cityjet. Ich bin allerdings unschlüssig, ob die Original-Aussicht nicht sogar schöner ist.
Und als kleinen Ausblick auf den nächsten Programmpunkt werfen wir einen Blick auf den Abfahrtsanzeiger vom Bregenzer Hafen, wo eine Schiffsfahrt zum Rheinbähnle angekündigt wird - aber dazu dann mehr in den nächsten Tagen im zweiten Teil.
Viele Grüße
Tobias
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- Mit der RHB zum Rheinbähnle 1/2 | 35 Bilder -
TD,
11.04.2018, 19:11
- Mit der RHB zum Rheinbähnle 1/2 Fortsetzung -
TD,
11.04.2018, 19:12
- Mit der RHB zum Rheinbähnle 1/2 Fortsetzung - Danke - RhBDirk, 12.04.2018, 07:13
- Herzlichen Dank!
-
GUM,
12.04.2018, 12:16
- Mit der RHB zum Rheinbähnle 1/2 Fortsetzung -
TD,
11.04.2018, 19:12