[ZM] Beinahe-Unglück in Utting (Ammersee) (Allgemeines Forum)

sobinichhalt, Feldkirch, Donnerstag, 22.02.2018, 15:25 (vor 2967 Tagen)

Hallo zusammen,

heute gab es laut Zeitungsbericht ein Beinahe-Unglück auf der Bahnstrecke von Augsburg nach Weilheim (Obb). Es fuhr ein Zug der BRB auf ein besetzes Gleis ein. Der Lokführer hat schnell reagiert:

Augsburger Allgemeine - Beinahe-Unglück in Utting

Schönen Gruß

sobinichhalt

[ZM] Beinahe-Unglück in Utting (Ammersee)

moonglum, Hagen, Donnerstag, 22.02.2018, 18:35 (vor 2967 Tagen) @ sobinichhalt

Wie ist das möglich?

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

[ZM] Beinahe-Unglück in Utting (Ammersee)

sflori, Donnerstag, 22.02.2018, 18:46 (vor 2967 Tagen) @ moonglum

Das erinnert mich stark an das Unglück in Leese-Stolzenau.

Hier findet sich ein Untersuchungsbericht mit detaillierten Hintergrundinformationen:

https://www.eisenbahn-unfalluntersuchung.de/SharedDocs/Downloads/EUB/Untersuchungsberic...


Bye. Flo.

[ZM] Beinahe-Unglück in Utting (Ammersee)

ffz, Donnerstag, 22.02.2018, 20:54 (vor 2967 Tagen) @ moonglum

Die Sicherungslogik im mechanischen Stellwerk verhindert in aller Regel nur, dass man aus der gleichen Richtung noch mal Einfahrt stelllen kann(Wiederholungsstelle), allerdings nicht aus der Gegenrichtung.

Interessanterweise passiert so etwas häufig auf Nebenstrecken/Nebenfernstrecken wo im Regelfall wenig Betrieb herscht, dadurch entsteht schnell Routine und aus der Routine entstehen Nachlässigkeiten/Fehler. Ich kenne das selber sehr gut, ein Stellwerk mit 1-6 Zügen pro Stunde ist bei einer 10-Stunden Schicht einfach nur ätzend langweilig. So spannend ist das Fernsehprogramm und die Zeitung/Bücher dann auch nicht, dass man damit eine 10-Stunden-Schicht rum bringen würde.
Hat man hingegen viele Züge hat man so viel zu tun, dass man sich nach den 8-10 Stunden wundert warum der Ablöser schon da ist, gefühlt hat man gerade erst angefangen zu arbeiten.

[ZM] Beinahe-Unglück in Utting (Ammersee)

özFN, Freitag, 23.02.2018, 05:25 (vor 2966 Tagen) @ ffz

Die Sicherungslogik im mechanischen Stellwerk verhindert in aller Regel nur, dass man aus der gleichen Richtung noch mal Einfahrt stelllen kann(Wiederholungsstelle), allerdings nicht aus der Gegenrichtung.

*hüstel* Da haust du aber einiges durcheinander...

[ZM] Beinahe-Unglück in Utting (Ammersee)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Freitag, 23.02.2018, 06:01 (vor 2966 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von 218 466-1, Freitag, 23.02.2018, 06:02

Wie ist das möglich?

Indem entweder die Fahrwegprüfung durch Augenschein nicht - oder nicht richtig durchgeführt wurde, oder der FdL die Fahrstrassen verwechselt hat. Wenn keine Gleisfreimeldeanlage vorhanden ist, kann man bei mechanischen Stw. ganz normal Einfahrt auf Hauptsignal stellen, egal ob das Gleis im Bf besetzt ist, oder nicht.
Eigentlich gehörten daher bei Kreuzungen und Übergholungen die sog. Hilfssperren an die Fahrstrassenhebel angebracht, was aber kaum ein FdL wegen paar Minuten macht.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

[ZM] Beinahe-Unglück in Utting (Ammersee)

özFN, Freitag, 23.02.2018, 06:25 (vor 2966 Tagen) @ 218 466-1

Eigentlich gehörten daher bei Kreuzungen und Übergholungen die sog. Hilfssperren an die Fahrstrassenhebel angebracht, was aber kaum ein FdL wegen paar Minuten macht.

Ist (oder war) nur ab 10 Minuten vorgeschrieben. Würde man die immer gleich anbringen, dann würde man sich irgendwann aus Gewohnheit nur noch auf die Hilfssperren verlassen...

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum