ICE4, Enzian, Wörthersee, Salzburg: Reisebericht + Bilder (Reiseberichte)
In den vergangenen Tagen war ich in Salzburg und habe dafür die Bahn als Transportmittel benutzt. Was dabei an Erlebnis und Erfahrung hängen geblieben ist, gibt es hier zu sehen und lesen.
Los ging es im "Heimatbahnhof" Würzburg Hbf. Dort schreiten die Renovierungsarbeiten an den Bahnsteiganlagen sichtbar voran, mittlerweile sind die Bahnsteige für die Gleise 1,2,3,4,5 erneuert, 6 und 7 sollen noch vor der Landesgartenschau, die im Frühjahr beginnt, fertig sein. Dann wird auch die neue Bahnsteigunterführung zumindest bis Gleis 7 geöffnet. 8,9,10,11 sollen bis 2019 noch folgen. Mit der neuen Unterführung erhalten dann auch endlich alle Gleise einen offiziellen barrierefreien Zugang. Neben dem Aufzug zu Gleis 1 sind die Gleise 2 bis 9 weiterhin zumindest über die Rampen zum ehemaligen Posttunnel am westlichen Bahnsteigende ohne Stufen erreichbar (obgleich die Schilder "Kein Ausgang" abschreckend wirken). Dieser Zugang soll auch nach der Renovierung erhalten bleiben. Bis zum Ende der Umbauarbeiten müssen immer wieder Bahnsteige gesperrt werden, sodass mit Einfahrtsverzögerungen und spontanen Gleiswechseln zu rechnen ist.
![[image]](https://abload.de/img/img_9919euq6h.jpg)
![[image]](https://abload.de/img/img_9920zloqq.jpg)
Einen solchen spontanen Gleiswechsel vollführte eine halbe Minute vor Einfahrt auch ICE 786 nach München, aber nur von der einen Bahnsteigseite zur anderen. Es war meine zweite Fahrt mit einem ICE 4, auch im Probebetrieb hatte ich schon einen erwischt. Diesmal fuhr ich in der 1. Klasse im Wagen 10, also der anderen Hälfte des Halbspeisewagens. Die Sitze sind recht bequem und alles wirkt sehr modern. Ein bisschen wohnlicher könnte die Atmosphäre aber sein, zumal es ja auch keine Abteile mehr gibt. Während der Fahrt ist mir lediglich ein seltsames Pfeif-Rausch-Geräusch aufgefallen, das wir der Wind bei einem Sturm an- und abschwoll. Hat das jemand anders auch schonmal beobachten (bzw. belauschen ;) ) können?
![[image]](https://abload.de/img/img_99223jr28.jpg)
![[image]](https://abload.de/img/img_9923k9owj.jpg)
Die Fahrt verlief über Nürnberg (Ankunft -2), die Schnellfahrstrecke (nur kurz die 250 km/h erreicht) und Ingolstadt (Ankunft -2:30) nach München (Ankunft -1 trotz ziemlicher Bummelei). Der Fahrplan hat also noch deutlich Luft ;) Leider hat das schmuddelige Wetter für Fahrtbilder nicht sehr viel hergegeben.
![[image]](https://abload.de/img/img_9924fapq0.jpg)
Nach einer kurzen Stärkung in der Lounge ging es mit dem Traditions-EC 113 "Blauer Enzian" in einem ÖBB-Avmz weiter nach Salzburg. Das Team aus einem gestandenen bayerischen Zugchef und einem starken ÖBB-Stier nahm die "verschärfte Abfertigung" sehr ernst: spätestens 20 Sekunden vor der Abfahrtsminute waren immer die Türen zu, spätestens zum Sekundenschlag setzte sich der Zug in Bewegung. Auch hier erreichten wir alle (!) Unterwegsbahnhöfe mindestens eine Minute vor Plan, meist sogar mehr als 2 Minuten. Trotzdem machte das RIS online und im Navigator Panik und prognostizierte zwei- bis dreiminütige Verspätungen (die dank der roten Uhrzeiten schon sehr dramatisch aussehen). Am Ende lagen RIS und Wirklichkeit 4 Minuten auseinander.
![[image]](https://abload.de/img/img_9925bnrdj.jpg)
In jeweils drei der neun Abteile im ÖBB-Avmz sind die Mittelsitze entfernt und durch einen Klapptisch ersetzt worden, man nennt das "Business"-Abteil. In innerösterreichischen Verbindungen kostet(e?) das Zuschlag.
![[image]](https://abload.de/img/img_99282roeo.jpg)
Langsam kommen die Alpen in Sicht.
![[image]](https://abload.de/img/img_9936uersv.jpg)
Die Einfahrt nach Salzburg ist stets ein Highlight (auch in Lowlight-Verhältnissen):
![[image]](https://abload.de/img/img_99370woio.jpg)
Von Salzburg selbst gibt es ein Panoramabild:
![[image]](https://abload.de/img/img_9953hfp57.jpg)
Auch der Salzburger Bahnhof hat einigen Wandel hinter sich, Ende 2014 wurde er komplett umgebaut offiziell eröffnet. Das alte Bahnhofsgebäude und die Bahnsteigüberdachung sind denkmalgeschützt und wurden sehr gelungen in das Neubauprojekt integriert. Ich besuchte auf die ÖBB-Lounge, die klein aber fein und modern ausgestattet ist. Etwas Vergleichbares würde ich mir (und die zahlreichen Umsteiger und bald auch die Gartenschaubesucher) in Würzburg auch endlich wünschen, zumal der Würzburger Bahnhof sogar 10.000 Reisende mehr am Tag verarbeitet als Salzburg.
![[image]](https://abload.de/img/img_9959n3qeq.jpg)
![[image]](https://abload.de/img/img_9960htqha.jpg)
![[image]](https://abload.de/img/img_99610tqnw.jpg)
Im Hintergrund zu sehen sind die Stadler-Dostos der Westbahn.
![[image]](https://abload.de/img/img_9965c3r2m.jpg)
Auch sonst ist man in Österreich teilweise schon weiter als in Deutschland: Es gibt elektronische Wagenstandsanzeiger!
![[image]](https://abload.de/img/img_9963gpp9u.jpg)
Der erste Reiseabschnitt der Rückfahrt (EC 114 "Wörthersee") nach München kam pünktlich, wurde aber durch eine Mannschaft Bundespolizisten um 10 Minuten ausgebremst.
![[image]](https://abload.de/img/img_996632oxa.jpg)
![[image]](https://abload.de/img/img_99676koko.jpg)
Nach der Grenzkontrolle durften wir dann abfahren, die 10 Minuten bauten wir aber bis München nicht mehr ab, sodass mein geplanter Umstieg in den IC 1284 (sonntags heißt der "Großglockner" und fährt Schwarzach-St.Veit bis Flensburg, freitags beginnt er er erst in München) etwas knapp wurde. Glücklicherweise fuhr auch der verspätet ab (+12 wg. verspäteter Bereitstellung und Bremsprobe). So konnte ich es mir im leeren Abteil des Avmz109 bequem machen und über Augsburg, Donauwörth, Treuchtlingen, Ansbach und Gunzenhausen bis ins Maintal und schließlich nach Würzburg fahren. Die Strecke ist landschaftlich reizvoller als über die Neu- und Ausbaustrecke. Neben den IC-Verbindungen verkehren auch ab und an noch ICE-Züge über die Strecke, die Nürnberg links (bzw. eher rechts) liegen lässt. Streckenbilder gibt es aber aufgrund der Dämmerung und des Regens leider keine brauchbaren.
![[image]](https://abload.de/img/img_9978ynp2n.jpg)
Nach einer kurzen Stärkung im Bordbistro, das überraschenderweise ein modernisiertes war, erreichte der Zug die Weinberge südöstlich von Würzburg und über Winterhausen und Heidingsfeld ging es dann über den Main hinweg nach Würzburg hinein.
![[image]](https://abload.de/img/img_997542ok9.jpg)
![[image]](https://abload.de/img/img_9977skr6x.jpg)
Die Ansicht auf die Stadt wird auch hier mittlerweile ein wenig eingeschränkt: Es werden Lärmschutzwände aufgestellt. In Würzburg spricht man schon von der "Würzburger Mauer", welche die Stadt teilen wird. Für die Anwohner ist es freilich eine gewisse Erleichterung, wobei der parallel geführte Stadtring meines Erachtens die größere Lärm- und Belästigungsquelle ist. Das Projekt ist insgesamt umstritten.
Am Ende erreichte der 1284 Würzburg sogar noch 3 Minuten vor Plan. So hat die Bahn bei mir zum Jahresanfang ausnahmsweise mal ein kleines Guthaben von insgesamt 5 Minuten aufgebaut :)
--
![[image]](http://666kb.com/i/dn9kaa946e7gi23gg.jpg)
Einfahrt IC2082 "Königssee" in Würzburg Hbf
Danke! :)
In jeweils drei der neun Abteile im ÖBB-Avmz sind die Mittelsitze entfernt und durch einen Klapptisch ersetzt worden, man nennt das "Business"-Abteil. In innerösterreichischen Verbindungen kostet(e?) das Zuschlag.
Kostete. Die Business-Class gibt's nurmehr im Railjet. Und bei Regiojet, welches just solche Wagen auch übernahm ;-) In Österreich muss man seit Jahren nicht mehr für die Viererabteile zuzahlen.
Maultaschen <3
Die Ansicht auf die Stadt wird auch hier mittlerweile ein wenig eingeschränkt: Es werden Lärmschutzwände aufgestellt. In Würzburg spricht man schon von der "Würzburger Mauer", welche die Stadt teilen wird. Für die Anwohner ist es freilich eine gewisse Erleichterung, wobei der parallel geführte Stadtring meines Erachtens die größere Lärm- und Belästigungsquelle ist. Das Projekt ist insgesamt umstritten.
Ich fand's ja faszinierend, wenn man von Salzburg nach Deutschland fährt, wo in Salzburg man freie Sicht auf die Stadt hat, also bei dicht besiedeltem Gebiet man auf Lärmschutzwände verzichtet...
...und dann direkt hinter der Grenze beginnen in Deutschland direkt hinter der Brücke die Lärmschutzwände. Das muss man schon können.
Am Ende erreichte der 1284 Würzburg sogar noch 3 Minuten vor Plan. So hat die Bahn bei mir zum Jahresanfang ausnahmsweise mal ein kleines Guthaben von insgesamt 5 Minuten aufgebaut :)
Wirst du sicher brauchen die Minuten. ;-)
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Danke, schöner Bericht.
Die Einfahrt nach Salzburg ist stets ein Highlight (auch in Lowlight-Verhältnissen):
Da hast du recht. Obwohl die Festung nicht sehr sehenswert ist, nur der dortige Blick hinunter (persönliche Meinung).
[...]die ÖBB-Lounge, die klein aber fein und modern ausgestattet ist.
Zustimmung. Im Vergleich zur ÖBB-Lounge Innsbruck, verfügt Salzburg über eine integrierte Toilette. In Innsbruck gibt es nur die öffentliche.
Auch sonst ist man in Österreich teilweise schon weiter als in Deutschland: Es gibt elektronische Wagenstandsanzeiger!
Definitiv! Schade, dass es sowas nicht in Deutschland gibt. Die DB setzt leider immer noch auf zu viel Papierr-Aushänge. Ändert sich die Wagenreihung ist Chaos vorprogrammiert, da der Wagenstand nur geschätzt werden kann.
Rückfahrt (EC 114 "Wörthersee") nach München kam pünktlich, wurde aber durch eine Mannschaft Bundespolizisten um 10 Minuten ausgebremst.
Nachvollziehbar, aber nur peinlich. Alle Reisenden mit dunkler Hautfarbe werden sofort nach einem "Passport" gefragt obwohl sie fließend deutsch sprechen. Kontrolle an sich ust gut, nur das Vorgehen ist eine Farce. Um Salzburg herum gibt es genug Möglichkeiten um ohne Kontrolle nach Deutschland zu kommen. Sei es über normale Überlandbusse, noch über leicht passierbare Berge und schon ist man in Deutschland.
Alles in allem, ein schöner Reisebericht!
Wie man sich die Kontrolle spart
Also wir nahmen die S-Bahn, um die Grenze zu überqueren und wurden auch nicht kontrolliert. Wollte man Kontrollen haben, denen nicht entwichen werden kann, so müsste man quasi Salzburg zu Bayern hin abriegeln wie damals Ost- und Westdeutschland. Die beiden Länder sind einfach viel zu eng miteinander verwoben, das wird halt einfach kompliziert.
Aber gänzlich drauf verzichten wollte man wohl nicht und deswegen kontrolliert man zumindest den Fernverkehr...
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Racial profiling - staatlicher Rassismus ...
Hallo.
Rückfahrt (EC 114 "Wörthersee") nach München kam pünktlich, wurde aber durch eine Mannschaft Bundespolizisten um 10 Minuten ausgebremst.
Nachvollziehbar, aber nur peinlich. Alle Reisenden mit dunkler Hautfarbe werden sofort nach einem "Passport" gefragt obwohl sie fließend deutsch sprechen. Kontrolle an sich ist gut, nur das Vorgehen ist eine Farce.
Etwas zu höflich ausgedrückt. In der Form ist's racial profiling. Staatlich geduldeter oder gar geförderter Rassismus!
Da wünsche ich mir, dass Betroffene öfters mal den Klageweg beschreiten. Damit auch in Bayern die Staatsorgane mal was von Grundrechten des Menschen hören ...
Als Bahnchef würden mir da jedenfalls deutliche Worte dazu einfallen ...
Angesäuerte Grüße von
jörg
Lösung?
Sollen alle "weißen" auch kontrolliert werden, was nicht zielführend ist, unnötig Zeit und Geld kostet?
Danke
Hallo,
Der erste Reiseabschnitt der Rückfahrt (EC 114 "Wörthersee") nach München kam pünktlich, wurde aber durch eine Mannschaft Bundespolizisten um 10 Minuten ausgebremst.
anfang Dezember bin ich mit dem 114 von Villach bis München gefahren und damals gabs in Salzburg keine Kontrollen. Scheint wohl auch nur mal hier und da zu sein.
Nach der Grenzkontrolle durften wir dann abfahren, die 10 Minuten bauten wir aber bis München nicht mehr ab, sodass mein geplanter Umstieg in den IC 1284 (sonntags heißt der "Großglockner" und fährt Schwarzach-St.Veit bis Flensburg, freitags beginnt er er erst in München) etwas knapp wurde.
Ach ja, der Großglockner. Mit dem bin ich mal von Schwarzach nach München gefahren, hat was.
Gruß aus dem Taunus
--
Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717
Stand: 20.02.2026
Racial profiling - staatlicher Rassismus ...
Etwas zu höflich ausgedrückt. In der Form ist's racial profiling. Staatlich geduldeter oder gar geförderter Rassismus!
Da wünsche ich mir, dass Betroffene öfters mal den Klageweg beschreiten. Damit auch in Bayern die Staatsorgane mal was von Grundrechten des Menschen hören ...
Als Bahnchef würden mir da jedenfalls deutliche Worte dazu einfallen ...
Angesäuerte Grüße von
jörg
Klage mit welchem Grund? Aufgrund meiner Haarfarbe halte mich manche für ein Iren, nicht Irren :P. Wurde deswegen auf einem Kranich-Flug nach UK auf englisch angesprochen, meine nebensitzenden Freunde auf Deutsch. Soll ich mich jetzt diskriminiert fühlen?
Zumal die Bundespolizei, nicht das Bundeslnad, für Grenzkontrollen zuständig ist. Generell sollte Deutschland über die Sinnhaftigkeit und Konzeption dieser "Kontrollen" nachdenken.
Nix kompliziert ...
Tach.
Wollte man Kontrollen haben, denen nicht entwichen werden kann, so müsste man quasi Salzburg zu Bayern hin abriegeln wie damals Ost- und Westdeutschland. Die beiden Länder sind einfach viel zu eng miteinander verwoben, das wird halt einfach kompliziert.
Kompliziert ist da gar nichts. Es bräuchte ganz einfach nur Unmengen an Personal. Und DA liegt er, der Hase im Pfeffer. Denn zum einen kostet das - und Kosten sind im Kapitalismus was schlechtes. Zum anderen gibt's gar nicht genug Leutchen, die man beim Grenzschutz einstellen kann; Deutschland stirbt ja aus ...
Ich wäre ja dafür, Flüchtlinge umzuschulen zu Grenzschützern. Die kennen sich örtlich bestens aus und wissen um die Schleichwege. Und Sprachprobleme gibt's auch deutlich weniger, was Missverständnisse vermeidet und Verfahren beschleunigt. Und die lassen auch nicht jeden rein - sind ja alles potentielle Konkurrenten ums Geld und den eigenen Arbeitsplatz ...
Außerdem frage ich mich, warum man nicht an der Grenze Automaten aufstellt für die Flüchtlinge. Statt 100 Fahrkartenarten gibt's dann 100 Fragen und zum Schluss gibt's einen Fahrschein ins gelobte Land oder einen Ablehnungsbescheid.
Aber gänzlich drauf verzichten wollte man wohl nicht und deswegen kontrolliert man zumindest den Fernverkehr...
Ein bißchen Show und Alibi für Plebs und Pöbel ...
Schöne Grüße von
jörg
Kontrollen in Salzburg? Immer noch oder schon wieder?
Kann mich gar nicht daran erinnern, dass wir im letzten Sommer in Salzburg bei der Heimfahrt ins Reich kontrolliert worden sind. Mal sehen, wie es Anfang Februar ausschaut. Auf der Rückreise aus Kärnten müssen wir dann vom Railjet auf einen DB-EC wechseln.
Freundliche Grüße!
Eher immer noch
Habe ein halbes Jahr im Salzburger Umland gelebt und habe am HbF immer Bundespolizisten an den FV+NV-Zügen Richtung D gesehen. Die S3 wird erst in Freilassing "kontrolliert", da sie nur kurz in Salzburg Hbf hält.
Ganz einfach: die Hautfarbe einfach mal ignorieren ...
Tach.
Sollen alle "weißen" auch kontrolliert werden, was nicht zielführend ist, unnötig Zeit und Geld kostet?
Ah ja, Weiße zu kontrollieren ist nicht zielführend. Der Weiße ist eben rein in jeder Hinsicht. Und der Neger schwarz und schlecht. So einfach kann doch die Welt sein.
Aber nun, Rassismus, arisches Denken und Co. erleben auch hierzulande ja gerade ein Revival. Widerlich.
Ebensolche Grüße von
jörg
Lösung?
Sollen alle "weißen" auch kontrolliert werden, was nicht zielführend ist, unnötig Zeit und Geld kostet?
Wie auch immer man die Kontrollen gestaltet: Wenn *nur* die Hautfarbe als Grund für die Kontrolle ausreicht ist das Rassismus und schlichtweg nicht akzeptabel. Hier wurden ja auch schon dargelegt, dass die Kontrollen nur des Fernverkehrs eh mehr PR-Maßnahme sind – und vielleicht ein Stück weit Abschreckung – aber dennoch gilt selbstverständlich das Diskriminierungsverbot.
Der an anderer Stelle gemachte Vergleich zu Flugbegleiterin ist nicht zielführend, denn erstens ist das keine in Grundrechte eingreifende Maßnahme und zweitens sind Flugbegleiter keine Staatsorgane, was dem ganzen eben eine andere Qualität gibt.
Racial profiling - staatlicher Rassismus ...
Tach.
In der Form ist's racial profiling. Staatlich geduldeter oder gar geförderter Rassismus! Da wünsche ich mir, dass Betroffene öfters mal den Klageweg beschreiten. Damit auch in Bayern die Staatsorgane mal was von Grundrechten des Menschen hören ...
Klage mit welchem Grund? Aufgrund meiner Haarfarbe halte mich manche für ein Iren, nicht Irren :P. Wurde deswegen auf einem Kranich-Flug nach UK auf englisch angesprochen, meine nebensitzenden Freunde auf Deutsch. Soll ich mich jetzt diskriminiert fühlen?
Wenn es systematisch so gehandhabt würde und die Äußerlichkeit offenkundig der Hauptgrund für das Verhalten ist: ja.
Und Klage wegen Verstoßes gegen das Grundgesetz. Alle Menschen sind gleich. Und niemand darf u.a. wegen Hautfarbe benachteiligt werden. Wenn also in Bayern im Zug die schwarze Hautfarbe offenkundig ein Hauptgrund für die Kontrolle ist, dann ist das inakzeptabel.
Schöne Grüße von
jörg
Lösung?
Wie auch immer man die Kontrollen gestaltet: Wenn *nur* die Hautfarbe als Grund für die Kontrolle ausreicht ist das Rassismus und schlichtweg nicht akzeptabel.
Aber ist doch überall so. In der Öffentlichkeit werden doch vornehmlich nur Menschen mit dunkler Hautfarbe nach dem Ausweis gefragt.
Ok vor Bars/Discos werden alle nach dem Ausweis gefragt, das steht aber außenvor.
Racial profiling - staatlicher Rassismus ...
Wenn also in Bayern im Zug die schwarze Hautfarbe offenkundig ein Hauptgrund für die Kontrolle ist, dann ist das inakzeptabel.
Erlebe ich in allen RJ Salzburg-München. Wurde noch nie nach dem Ausweis gefragt. Offiziell gehört Salzburg zu Österreich :P
Wie die Kontroll-Situation in Freilassing Bahnhof ist, weiß ich nicht.
Lösung?
Aber ist doch überall so. In der Öffentlichkeit werden doch vornehmlich nur Menschen mit dunkler Hautfarbe nach dem Ausweis gefragt.
Nur die Tatsache, dass etwas "überall" oder fast immer so gemacht wird, ist aber keine Rechtfertigung. Es ist schlichtweg nicht zulässig, Menschen nur aufgrund ihrer Hautfarbe einer Kontrolle zu unterziehen. Es gibt hierzu jede Menge höchstrichterliche Urteile, und es ist inakzeptabel, dass es die Polizei offensichtlich nach wie vor nicht immer für nötig hält, sich der geltenden Rechtslage entsprechend zu verhalten. Hier nur ein Verweis zu einem Bericht zu einem Urteil:
https://www.lawblog.de/index.php/archives/2016/04/22/gericht-hautfarbe-darf-bei-kontrol...
Ganz einfach: die Hautfarbe einfach mal ignorieren ...
Tach.
Sollen alle "weißen" auch kontrolliert werden, was nicht zielführend ist, unnötig Zeit und Geld kostet?
Ah ja, Weiße zu kontrollieren ist nicht zielführend.
Problem: Illegale Einwanderung
Ansatz: Personenkontrollen
a) Alle Menschen kontrollieren
b) Menschen, die einer gewissen Herkunft entspringen könnten
Aus Prinzip also a, obwohl es unnötige Zusatzkosten verursacht und der Sache nicht dienlich ist?
Tut mir Leid, aber wenn ich mir das *umgekehrt* vorstellen würde, hätte ich kein Problem damit, kontrolliert zu werden. Wenn wir nun einen ungeahnten Zustrom aus Skandinavien haben und daher an der dänischen Grenze vorwiegend blonde Menschen mit einem hellen Hauttyp kontrolliert werden, würde ich jedenfalls nicht so einen Aufstand machen wie du hier. Dass das nicht die Königslösung ist, dem stimme ich zu. Etwas besseres fällt mir aber spontan auch nicht ein.
Der Weiße ist eben rein in jeder Hinsicht. Und der Neger schwarz und schlecht. So einfach kann doch die Welt sein.
Ähm ja, genau das wollte ich schreiben. Danke dir. Statt mal auf einen *echten* Lösungsvorschlag einzugehen. Sich aufregen und Rassismuskeule schwingen ist halt einfacher.
Lösung?
Dringede Schulung der Bundespolizisten erforderlich. Zumal der Arbeitsaufwand in Salzburg HbF moderat sein wird, wenn im Schnitt 1 FV und 1 NV Ri. Deutschland fahren und durchsuch werden.
S3 Ri. Freilassung ist ausgenommen, da Durchsuchung in D.
Oder ist die deutsche Bundespolizei am Salzburger Hbf mit für die Sicherheit zuständig, da tariflicher Grenzbahnhof?
Ganz einfach: die Hautfarbe einfach mal ignorieren ...
a) Alle Menschen kontrollieren
b) Menschen, die einer gewissen Herkunft entspringen könnten
Problem bei Ansatz b) – erstens: er ist rechtswidrig. Sollte man vielleicht nicht so einfach ignorieren, denn ist schon ein ziemlicher Hammer, wenn sich staatliche Stellen andauernd und wiederholt über geltendes Recht hinwegsetzen. Lustiger aber noch ist zweitens: die Kontrollen bringen fast gar nichts, nur in ein Prozent der – größtenteils illegalen – Kontrollen kommt es zu Aufgriffen, siehe hierzu:
https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ovg-koblenz-7a1110814-kontrolle-bundespolizei-au...
Zufallskontrollen ohne Präferenz
Problem: Illegale Einwanderung
Ansatz: Personenkontrollen
Problem ja und erkannt. Aber beschränkt sich illegale Einwanderung wirklich auf den Hauttyp oder die vermeintlich ethnische Herkunft? Scheinbar erkennt man Menschen aus dem nahen Osten, Afrika oder vom Balkan einfacher als mögliche illegale Einwanderer als einen Ukrainer oder Weißrussen?
Ein möglicher Ansatz: 90 Personen im Großraum davon wird jeder vierte kontrolliert, per Zufallsprinzip. Nachteil, es kann jemand durchrutschen.
Yap ...
Tach.
Der Weiße ist eben rein in jeder Hinsicht. Und der Neger schwarz und schlecht. So einfach kann doch die Welt sein.
Ähm ja, genau das wollte ich schreiben.
Ja, das ist mir doch völlig klar.
Danke dir.
Bitte, immer gerne.
Statt mal auf einen *echten* Lösungsvorschlag einzugehen. Sich aufregen und Rassismuskeule schwingen ist halt einfacher.
Ja, ich ging davon aus, dich auf dem Niveau abzuholen. Funktioniert ja auch.
Ansonsten steht die Lösung in der Überschrift des vorherigen Beitrags, die du ja übernommen hast, also offenkundig richtig ist.
Schöne Grüße von
jörg
Ach ja: Heute ist Oury-Jalloh-Jahrestag ...
http://www.bento.de/today/oury-jalloh-stadt-dessau-autobahn-schild-erinnert-an-verbrann...
"Oury-Jalloh-Stadt Dessau"
"Profiling" ist Kern von Polizeiarbeit
Da hab ich ja durch einen Nebensatz in einem Reisebericht eine ordentliche Diskussion angefeuert ;)
Meines Erachtens ist aber "Profiling", wenn auch das eingedeutschte Wort nicht immer dafür verwendet wird, ein durchaus wichtiges Element im Polizeialltag. Ich habe im Freundeskreis ein paar Polizeibeamte. Klar ist, dass reines "racial profiling" nicht erlaubt ist. Aber in vielen Situationen ist entscheidend, inwiefern sich jemand "verdächtig" verhält - und das muss oft an äußeren Merkmale festgemacht werden. Bei Personenkontrollen oder z.B. bei Schleierfahndung auf der Autobahn (in Bayern) müssen die Beamten in Sekunden entscheiden, wen es nun erwischt, und wen nicht (weil alle zu kontrollieren geht einfach nicht). Und die Zahlen und Statistiken zeigen, dass die Methode durchaus eine gute Erfolgsquote hat.
Ein paar Fallbeispiele zur Erläuterung:
- Im Bahnhofsumfeld soll sich um das Drogenmileau "gekümmert" und Dealer dingfest gemacht werden. Die Beamten machen eine Gruppe männlicher, schmal aussehender, etwas ungepflegter Personen mit Bauchtasche und Rucksack aus, die längere Zeit an der Rückwand eines Kiosk stehen. Sollen sie kontrolliert werden?
- Die Bundespolizei soll sich um illegale Einwanderung an der österreichisch-bayerischen Grenze "kümmern" und eventuelle Grenzüberschreiter identifizieren. In einem Zug aus Zagreb in Richtung München haben sie 10 Minuten Zeit für die Kontrolle am Salzburger Bahnhof und entdecken unter den Reisenden zwei schwarzhaarige, arabisch aussehende Männer. Sollen sie kontrolliert werden?
In beiden Fällen würde eine Kontrolle ausschließlich an äußeren Merkmalen festgemacht. Im ersten Fall ist das Vergehen, das geahndet werden soll, illegaler Handel mit Betäubungsmitteln; im zweiten Fall der illegale Grenzübertritt. Die Frage ist nun: In welchen Fällen dürfen Äußerlichkeiten einen Verdacht begründen, und in welchen nicht?
Ich möchte darauf jetzt keine Antwort geben, aber eine gewisse Diskussionsgrundlage sollen die Beispiele liefern. Polizisten, die mit Grenzkontrollen beauftragt sind, haben da sicherlich keine einfache Aufgabe, wenn sie ihre Entscheidungen und Taktiken festlegen und rechtfertigen wollen.
--
![[image]](http://666kb.com/i/dn9kaa946e7gi23gg.jpg)
Einfahrt IC2082 "Königssee" in Würzburg Hbf
"Profiling" ist Kern von Polizeiarbeit
Meines Erachtens ist aber "Profiling", wenn auch das eingedeutschte Wort nicht immer dafür verwendet wird, ein durchaus wichtiges Element im Polizeialltag.
Das hat auch niemand bestritten. Zwischen Profiling und Racial Profiling liegen aber Welten. Der zweite Begriff ist aus meiner Sicht genau deswegen eher irreführend.
Polizisten, die mit Grenzkontrollen beauftragt sind, haben da sicherlich keine einfache Aufgabe, wenn sie ihre Entscheidungen und Taktiken festlegen und rechtfertigen wollen.
Sicherlich sind Grenzkontrollen keine einfache Aufgabe. Das ist ja gerade der Punkt: Wenn man nur auf die Hautfarbe abstellt, macht man es sich eben zu einfach (und verhält sich rechtswidrig).
Ganz einfach: die Hautfarbe einfach mal ignorieren ...
a) Alle Menschen kontrollieren
b) Menschen, die einer gewissen Herkunft entspringen könnten
Problem bei Ansatz b) – erstens: er ist rechtswidrig. Sollte man vielleicht nicht so einfach ignorieren, denn ist schon ein ziemlicher Hammer, wenn sich staatliche Stellen andauernd und wiederholt über geltendes Recht hinwegsetzen. Lustiger aber noch ist zweitens: die Kontrollen bringen fast gar nichts, nur in ein Prozent der – größtenteils illegalen – Kontrollen kommt es zu Aufgriffen, siehe hierzu:https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ovg-koblenz-7a1110814-kontrolle-bundespolizei-au...
Das ist halt komplett am Thema vorbei. Es geht hier nicht um die sinnlosen durchaus rassistischen Kontrollen in Rheinland-Pfalz, sondern es geht um die Eisenbahn im Grenzgebiet zwischen Österreich und Deutschland, wobei Österreich ein Transitland auf der Flüchtlingsroute nach Deutschland darstellt.
Der von dir benannte Artikel bzw. die angesprochene Situation ist mir bekannt und da stellt racial profiling sicherlich ein rechtswidriges Problem dar, doch diese Grenzkontrollen haben doch einen realen Hintergrund.
Auf mein Beispiel mit Skandinavien ist ja leider keiner eingegangen.
Zufallskontrollen ohne Präferenz
Problem: Illegale Einwanderung
Ansatz: Personenkontrollen
Problem ja und erkannt. Aber beschränkt sich illegale Einwanderung wirklich auf den Hauttyp oder die vermeintlich ethnische Herkunft? Scheinbar erkennt man Menschen aus dem nahen Osten, Afrika oder vom Balkan einfacher als mögliche illegale Einwanderer als einen Ukrainer oder Weißrussen?
Die Zahlen der illegalen Einwanderung aus dem arabischen Raum und dem Balkan sind angenommen um ein vielfaches Größer als aus der Ukraine oder Weißrussland. Ich habe gerade keine Lust, dafür belastbare Zahlen rauszusuchen. Aber wir können nach den Ereignissen der letzten 2-3 Jahre wohl davon ausgehen.
Ein möglicher Ansatz: 90 Personen im Großraum davon wird jeder vierte kontrolliert, per Zufallsprinzip. Nachteil, es kann jemand durchrutschen.
Und so werden noch mehr Menschen unsinnig kontrolliert als ohnehin schon, nur, damit sich ja keiner politisch auf den Schlips getreten fühlt.
Auf mein Beispiel mit Skandinavien ist ja leider keiner eingegangen.
Yap ...
Statt mal auf einen *echten* Lösungsvorschlag einzugehen. Sich aufregen und Rassismuskeule schwingen ist halt einfacher.
Ja, ich ging davon aus, dich auf dem Niveau abzuholen. Funktioniert ja auch.
Beleidigung versucht. Beleidigung fehlgeschlagen.
Ansonsten steht die Lösung in der Überschrift des vorherigen Beitrags, die du ja übernommen hast, also offenkundig richtig ist.
Ich habe erläutert, warum das offenkundig nicht richtig ist. Fakt ist: Wenn man bei den Grenzkontrollen nach einem "südländischen" Hauttyp geht, wird man sehr viele Menschen kontrollieren, bei denen die Kontrolle nichts gebracht hat und die über entsprechende Papiere verfügen. Wenn man bei den Grenzkontrollen alle Menschen kontrolliert, hat man noch viel viel Mehr Menschen, bei denen die Kontrolle nichts gebracht hat und die über entsprechende Papiere verfügen. Kannst du mir also bitte rational begreifbar machen, wo der Sinn ist?
Auf mein Beispiel mit Skandinavien ist ja leider keiner eingegangen.
Ganz einfach: die Hautfarbe einfach mal ignorieren ...
Das ist halt komplett am Thema vorbei. Es geht hier nicht um die sinnlosen durchaus rassistischen Kontrollen in Rheinland-Pfalz, sondern es geht um die Eisenbahn im Grenzgebiet zwischen Österreich und Deutschland, wobei Österreich ein Transitland auf der Flüchtlingsroute nach Deutschland darstellt.
Der Artikel geht jedoch spezifisch darauf ein, dass nach Auffassung des Gerichts die Maßnahme selbst wenn sie der Unterbindung illegaler Einreise gedient hätte, nicht zulässig wäre, ich zitiere:
"Eine Auswahl der Personen bei Kontrollen zur Unterbindung unerlaubter Einreisen, für die die Hautfarbe der Personen das alleinige oder zumindest ein ausschlaggebendes Kriterium sei, verstoße gegen das Diskriminierungsverbot des Art. 3 Abs. 3 Satz 1 Grundgesetz, so das Gericht. Zwar dienten Kontrollen nach § 22 Abs. 1a BPolG der Verhinderung und Unterbindung unerlaubter Einreise und damit der Bekämpfung von illegaler Migration, Schleusungskriminalität und Menschenhandel, also einem durchaus gewichtigen öffentlichen Interesse. Angesichts der geringen Zahl festgestellter unerlaubter Einreisen im Verhältnis zur großen Zahl der Befragungen von nur rund einem Prozent, komme dieser Befugnis keine so große Bedeutung zum Schutz der genannten öffentlichen Interessen zu, dass sie ausnahmsweise eine Ungleichbehandlung wegen der Hautfarbe rechtfertigen könne."
In diesem Zusammenhang wird auch erwähnt, dass die Aufgriffszahl bei entsprechenden Maßnahmen verschwindend gering ist.
Zufallskontrollen ohne Präferenz
Und so werden noch mehr Menschen unsinnig kontrolliert als ohnehin schon, nur, damit sich ja keiner politisch auf den Schlips getreten fühlt.
Die Einhaltung geltender Gesetze – hier Vorschriften von Verfassungsrang – sind wohl nicht nur "political correctness". Es sagt ja auch niemand, dass alle Personen kontrolliert werden müssen. Es darf aber eben nicht die Hautfarbe das einzige oder entscheidende Merkmal sein.
Du schreibst zudem, es würden noch mehr Menschen "unsinnig" kontrolliert. In der Tat kann eine Polizeikontrolle nervig bis höchst unangenehm sein. Wie würdest Du Dich fühlen, wenn du dunkelhäutiger Deutscher wärest und jedes verdammte Mal von der Polizei Deines Heimatlandes kontrolliert würdest, einzig und alleine wegen Deiner Hautfarbe?
Zufallskontrollen ohne Präferenz
Wie würdest Du Dich fühlen, wenn du dunkelhäutiger Deutscher wärest und jedes verdammte Mal von der Polizei Deines Heimatlandes kontrolliert würdest, einzig und alleine wegen Deiner Hautfarbe?
Habe ich schon geschrieben.
Tut mir Leid, aber wenn ich mir das *umgekehrt* vorstellen würde, hätte ich kein Problem damit, kontrolliert zu werden. Wenn wir nun einen ungeahnten Zustrom aus Skandinavien haben und daher an der dänischen Grenze vorwiegend blonde Menschen mit einem hellen Hauttyp kontrolliert werden, würde ich jedenfalls nicht so einen Aufstand machen wie du hier. Dass das nicht die Königslösung ist, dem stimme ich zu. Etwas besseres fällt mir aber spontan auch nicht ein.
Ganz einfach: die Hautfarbe einfach mal ignorieren ...
Ich gebe mich geschlagen. Dann halt doch alle Menschen kontrollieren, wenn das Gesetz es so will.
Ganz einfach: die Hautfarbe einfach mal ignorieren ...
Ich gebe mich geschlagen. Dann halt doch alle Menschen kontrollieren, wenn das Gesetz es so will.
Das besagt das Gesetz aber gar nicht. Natürlich darf selektiv kontrolliert werden. Nur darf die Hautfarbe eben nicht das einzige oder entscheidende Kriterium hierfür sein.
Zufallskontrollen ohne Präferenz
Habe ich schon geschrieben.
Sorry, habe ich überlesen. Ich glaube aber zu behaupten, dass Deine lockere Einstellung zumindest ein Stück weit daher kommt, dass Du bisher noch nie das Problem hattest, Opfer von rassistischer Behandlung geworden zu sein. So oder so finde ich es bedenklich, wenn man die Missachtung von grundgesetzlich garantierten Rechten so einfach hinnimmt.
OT: "Profiling" und Rassismus
Aber in vielen Situationen ist entscheidend, inwiefern sich jemand "verdächtig" verhält
Volltreffer! Verhalten ist sehr wichtig, ich glaube zu verstehen, was du mitteilen willst.
und das muss oft an äußeren Merkmale festgemacht werden.
Rohrkrepierer. Aussehen und Verhalten auf kurzem innerem Dienstweg gleichzusetzen ist Rassismus per Definitionem und par excellence.
Und die Zahlen und Statistiken zeigen, dass die Methode durchaus eine gute Erfolgsquote hat.
Der Zweck heiligt die Mittel?
Ein paar Fallbeispiele zur Erläuterung:
- Im Bahnhofsumfeld soll sich um das Drogenmileau "gekümmert" und Dealer dingfest gemacht werden. Die Beamten machen eine Gruppe männlicher, schmal aussehender, etwas ungepflegter Personen mit Bauchtasche und Rucksack aus, die längere Zeit an der Rückwand eines Kiosk stehen. Sollen sie kontrolliert werden?
- Die Bundespolizei soll sich um illegale Einwanderung an der österreichisch-bayerischen Grenze "kümmern" und eventuelle Grenzüberschreiter identifizieren. In einem Zug aus Zagreb in Richtung München haben sie 10 Minuten Zeit für die Kontrolle am Salzburger Bahnhof und entdecken unter den Reisenden zwei schwarzhaarige, arabisch aussehende Männer. Sollen sie kontrolliert werden?
Das sind ein paar Fallbeispiele für Symbolpolitik für die dümmliche Sorte Wähler. Weder wird man am Bahnhofskiosk einen Drogenring sprengen noch in Salzburg binnen 10 Minuten die Migration nennenswert regeln. Die "Dealer" haben es kaum nötig selbst in der Gosse Stoff unters Volk zu bringen und zum illegalen Grenzübertritt ist die deutsche Grenze löchrig genug.
In welchen Fällen dürfen Äußerlichkeiten einen Verdacht begründen, und in welchen nicht?
In (fast) keinem. Blutüberströmte, offensichtlich bewaffnete oder maskierte etc. nehme ich mal aus.
OT: "Profiling" und Rassismus
Sorry, ich kann das nicht nachvollziehen. In Italien werde ich regelmäßig von Sicherheitskräften nach dem Pass gefragt. Ich finde gut, dass das geprüft wird. In Deutschland gibt es Zehntausende offene Haftbefehle. Mit mehr Kontrollen könnten so einige dieser gefährlichen Menschen aufgedeckt werden.
Ich verstehe nicht, was so schlimm daran ist, seinen Pass zu zeigen.
OT: "Profiling" und Rassismus
Ich verstehe nicht, was so schlimm daran ist, seinen Pass zu zeigen.
Weil man ja ohnehin nichts zu verbergen hat, hm?
OT: "Profiling" und Rassismus
In dem Fall tatsächlich. Es wird geprüft, ob man gesucht oder irgendetwas gegen mich vorliegt. Nein, beides nicht der Fall.
Zufallskontrollen ohne Präferenz
Habe ich schon geschrieben.
Sorry, habe ich überlesen. Ich glaube aber zu behaupten, dass Deine lockere Einstellung zumindest ein Stück weit daher kommt, dass Du bisher noch nie das Problem hattest, Opfer von rassistischer Behandlung geworden zu sein.
Naja, wenn man als Deutscher im Ausland per se "Der Nazi" ist, dann ist das sicherlich zynischer Rassismus, aber trotzdem Rassismus. So oft kam das aber noch nicht vor, das stimmt schon.
So oder so finde ich es bedenklich, wenn man die Missachtung von grundgesetzlich garantierten Rechten so einfach hinnimmt.
Es gibt keine einfachen Lösungen für komplexe Probleme. Ich würde durchaus eine Gesetzesänderung in Betracht ziehen, wobei eine Abgrenzung und die Anwendung des Gesetzes dann wieder schwierig wird und man Menschen in ihrem Wohlbefinden nicht beeinträchtigen darf. Dem stimme ich einwandfrei zu. Allen Einwanderungsproblemen zum Trotze ist das ohnehin ein Problem, das nicht zwischen Deutschland und Österreich, sondern an den Grenzen des Schengen-Raumes gelöst werden muss.
Nein, ist es nicht. Ermittlungsarbeit ist die Grundlage
- Im Bahnhofsumfeld soll sich um das Drogenmileau "gekümmert" und Dealer dingfest gemacht werden. Die Beamten machen eine Gruppe männlicher, schmal aussehender, etwas ungepflegter Personen mit Bauchtasche und Rucksack aus, die längere Zeit an der Rückwand eines Kiosk stehen. Sollen sie kontrolliert werden?
- Die Bundespolizei soll sich um illegale Einwanderung an der österreichisch-bayerischen Grenze "kümmern" und eventuelle Grenzüberschreiter identifizieren. In einem Zug aus Zagreb in Richtung München haben sie 10 Minuten Zeit für die Kontrolle am Salzburger Bahnhof und entdecken unter den Reisenden zwei schwarzhaarige, arabisch aussehende Männer. Sollen sie kontrolliert werden?
In beiden Fällen würde eine Kontrolle ausschließlich an äußeren Merkmalen festgemacht. Im ersten Fall ist das Vergehen, das geahndet werden soll, illegaler Handel mit Betäubungsmitteln; im zweiten Fall der illegale Grenzübertritt. Die Frage ist nun: In welchen Fällen dürfen Äußerlichkeiten einen Verdacht begründen, und in welchen nicht?
Um Gottes Willen, du willst doch jetzt ernsthaft behaupten, du würdest "schmal und etwas ungepflegt aussehende Personen" kontrollieren wollen, weil sie Bauchtaschen tragen und an einem Kiosk lehnen!? Und das dann als verquere Verteidigung für Racial Profiling nutzen?
Selbstredend darfst du die Personen mit der Bauchtasche weder kontrollieren noch - von sehr engen Grenzen abgesehen - auch nicht auf ihre Identität überprüfen. Nicht zuletzt weil Bundesbürger eben nicht damit rechnen müssen ständig kontrolliert zu werden gibt es auch keine Mitführpflicht von Ausweisen.
Ich glaube, du hast ein sehr limitiertes Verständnis von Ermittlungsarbeit und Grundrechten :(
Nein, ist es nicht. Ermittlungsarbeit ist die Grundlage
Wieso nicht? Gerade in Zeiten des Terror und der Migration. Finde ich albern.
Nein, ist es nicht. Ermittlungsarbeit ist die Grundlage
Gerade in Zeiten des Terror und der Migration.
Wann haben diese "Zeiten" begonnen?
Nein, ist es nicht. Ermittlungsarbeit ist die Grundlage
Was ist das denn für eine Frage?
Die islamistischen Terroranschläge vor drei Jahren mit Charlie Hebdo, und die Massenmigration naxch Deutschland im September 2015, wie man aus den Statistiken sehen kann.
Nein, ist es nicht. Ermittlungsarbeit ist die Grundlage
Was ist das denn für eine Frage?
Eine durchaus ernstgemeinte.
Die islamistischen Terroranschläge vor drei Jahren mit Charlie Hebdo, und die Massenmigration naxch Deutschland im September 2015, wie man aus den Statistiken sehen kann.
Migration und Terrorismus sind um den Faktor 1.000-100.000 ältere Phänomene, als du mit dem Horizont von anno 2015 vorzugeben versuchst, wie man aus der Geschichte sehen kann.
Nein, ist es nicht. Ermittlungsarbeit ist die Grundlage
Nicht in dem Umfang. 2013, 2012 und vorher war es noch sehr friedlich in Europa. So etwas galt damals als wirre Theorie und diffuse Ängste.
Ok, müssen wir nicht weiter diskutieren.
Ich habe bis vor ein paar Jahren auch noch anderes gedacht. Deine Argumente sind mir also nicht so fern oder unbekannt.
Nein, ist es nicht. Ermittlungsarbeit ist die Grundlage
Selbstredend darfst du die Personen mit der Bauchtasche weder kontrollieren noch - von sehr engen Grenzen abgesehen - auch nicht auf ihre Identität überprüfen. Nicht zuletzt weil Bundesbürger eben nicht damit rechnen müssen ständig kontrolliert zu werden gibt es auch keine Mitführpflicht von Ausweisen.
Doch, genau das ist die Aufgabe von Schleierfahndern, die es in den meisten Bundesländern durchaus gibt. Die schlichte Tatsache an einem als gefährlich eingestuften Ort (bekannte Drogenumschlagplätze sind es) an einen Kiosk gelehnt zu verweilen, rechtfertigt die Identitätsbestellung. Die Durchsuchung ist in den Ländern unterschiedlich geregelt, in einigen reicht "die Nase" des Polizisten. Im Grenzgebiet von Bayern reicht die schlichte Einreise, man könnte ja Drogen aus dem Ausland einführen.
Gerade in Großstädten sind Bahnhöfe zu 95% als "gefährlicher Ort" eingestuft, eben genau weil man dort kontrollieren können will, wie man Lust hat.
Sind doch zu lustig, diese Polizeigesetze. Da schreibt der Gesetzgeber Einschränkungen rein, welche die Polizei per einfacher Erklärung selbst aufheben kann.
Ich glaube, du hast ein sehr limitiertes Verständnis von Ermittlungsarbeit und Grundrechten :
Nein, sein Verständnis empfinde ich als realistisch, gerade an der bayrischen Grenze. Das es fast überall Schleierfahnder gibt, außer in NRW (noch), empfinde ich als Verfassungswidrig, mich fragt da aber niemand nach.
Dein Grundrecht dich jederzeit frei in Deutschland bewegen zu können, kann Dir die Polizei in den meisten Bundesländern per Platzverweis ohne besondere Angabe eines Grunds einschränken. Verweise aus der eigenen Wohnung nebst bis zu 10 tägigem Rückkehrverbot, sieht das Polizeigesetz in NRW vor, wenn die Nase der Beamten meint, Du wärest eine Gefahr für deine Mitbewohner. Die müssen das nicht beweisen, das entscheidet kein Richter, das entscheidet der Beamte vor Ort nach Lust und Laune. Eine Maßnahme welche bei prügelnden Mitbewohner (m/w), gegen die sie eigentlich gedacht ist, ja noch Sinn ergibt, setzen manche Rambos in Uniform auch gerne mal als Druckmittel gegen jeden ein.
Rechtsmittel? Gibt es keine, zumindest keine, die Du innerhalb der 10 Tage Hotelurlaub durchsetzen könntest. Viel Glück beim zitieren des Grundgesetzes, allerdings von außen.
Ganz einfach: die Hautfarbe einfach mal ignorieren ...
Ich gebe mich geschlagen. Dann halt doch alle Menschen kontrollieren, wenn das Gesetz es so will.
Das besagt das Gesetz aber gar nicht. Natürlich darf selektiv kontrolliert werden. Nur darf die Hautfarbe eben nicht das einzige oder entscheidende Kriterium hierfür sein.
Es nicht das einzige Kriterium sein zu lassen ist einfach, nimm einfach noch das Alter hinzu und kontrolliere nur Leute unter 40 und mit dunklerer Hautfarbe. Es nicht das entscheidende Kriterium sein zu lassen ist schwieriger zu implementieren aber auch schwieriger zu beweisen. Nimm noch Reisen in Gruppen hinzu und du hast drei Kriterien von denen die Hautfarbe nur eine ist. Und Du kannst das alles noch weiterspinnen und Hinweise auf Sprachkenntnisse hinzunehmen (z.B. eine deutschsprachige Zeitung lessen oder potentiell ein Gespräch überhören).
Im Endeffekt kann dies dazu führen, dass die Hautfarbe nur eine von vielen Kriterien ist, de facto aber doch den Ausschlag gibt ob jemand kontrolliert wird (d.h. kontrolliert wird wenn die Hautfarbe und eine Reihe von anderen Kriterien zutrifft, aber ohne den Hautfarbeindikator wird nicht konntrolliert). Dem ist rechtlich nur schwer beizukommen, da niemand in den Kopf des Grenzbeamten reinschauen kann.
Effizienz-Problem, nicht Rassismus
Tach.
Sollen alle "weißen" auch kontrolliert werden, was nicht zielführend ist, unnötig Zeit und Geld kostet?
Ah ja, Weiße zu kontrollieren ist nicht zielführend. Der Weiße ist eben rein in jeder Hinsicht. Und der Neger schwarz und schlecht. So einfach kann doch die Welt sein.Aber nun, Rassismus, arisches Denken und Co. erleben auch hierzulande ja gerade ein Revival. Widerlich.
Ebensolche Grüße von
jörg
Hallo Jörg,
im Allgemeinen lese ich Deine Beiträge sehr gerne. Aber hier lagst Du ein bisschen daneben.
Die früher als Bundesgrenzschutz bekannte Behörde hat halt gewisse Erfahrungswerte, bei welchen Reisenden-"Typen" eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit da ist, dass die Kontrolle auch wirklich notwendig ist.
Niemand hat wahrscheinlich Lust sich von 1.000 Einheimischen die Ausweise zeigen zu lassen und am Tag keinen einzigen Erfolg zu verbuchen.
Umgekehrt würdest Du es wahrscheinlich nicht als Rassimus bezeichnen, wenn auf den bekannten Geldwäsche- oder Steuerhinterziehungsrouten bestimmte Muster der Zufallskontrollen angewendet werden.
Der Zoll entscheidet ja dann nicht nach Hautfarbe, sondern der Erwartung des Übersteigens der Zollfreimengen oder Geldanmeldebeträge.
Um es zu überspitzen: Der Typ Leistungssportler (oder Fußball-Manager) aus dem Duty Free Paradies im arabischen Raum wird wahrscheinlich häufiger kontrolliert als die gerade betrunken durch den Zoll wankende englische Schülergruppe auf ihrem (jährlichen) Besäufnis.
Irgendein Entscheidungs-Raster muss es halt geben, um a) dem Schengen-Abkommen zu entsprechen und b) die ohnehin knappen staatlichen Ressourcen halbwegs akzeptabel zu nutzen.
Ich möchte nicht so weit gehen, dass es schon eine entgegengesetzte Art von Rassismus ist eine Kontrolle nach Hautfarbe zu beklagen. Eine Kontrolle nach vermutetem Einkommen, Abgangsflughafen und Reisezweck aber gut zu heißen.
Gleiches gilt doch auch auf dem Weg von der Schweiz: Die durchtrainierte, schlanke Rennradfahrerin in ihrem knallfarbigen Outfit wird der Zoll wahrscheinlich nicht kontrollieren. Weil sie in ihrem Bike eben keine Geldberge verstecken kann. Ist das jetzt unfair?
Liebe Grüße
GUM
--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!
Eben doch Rassismus
Sorry GUM, da liegst Du mit Deinen Vergleichen völlig falsch. Natürlich hat die Polizei Erfahrungswerte, und das ist auch völlig legitim.
Hier geht es aber nicht um irgendwelche Erfahrungswerte oder polizeilichen Spürsinn, sondern um einen einfachen Automatismus dunkle Hautfarbe = Kontrolle. Das ist so ziemlich das Gegenteil von intelligenten und auf polizeilicher Erfahrung beruhenden Kontrollansätzen sondern ist eben Rassismus in Reinkultur – ich finde es erschütternd, dass dies von einigen hier nicht erkannt wird.
Wenn man sich mal die Gerichtsentscheidungen in solchen Fällen mal anschaut, ist es in den allermeisten Fällen so, dass die Polizisten im Übrigen kein einziges anderes Kriterium für ihre Kontrolle glaubhaft vorbringen können. Den von Dir geschilderten Spürsinn gab es also eben nicht, sondern man hat nachweislich plump nach der Hautfarbe selektiert.
Das ist zu verfassungswidrig, und es ist einer rechtsstaatlich handelnden Polizei in einer Demokratie unwürdig immer wieder gegen grundgesetzlich geschützte Rechts zu verstoßen.
Eben doch Rassismus
Sorry GUM, da liegst Du mit Deinen Vergleichen völlig falsch. Natürlich hat die Polizei Erfahrungswerte, und das ist auch völlig legitim.
Hier geht es aber nicht um irgendwelche Erfahrungswerte oder polizeilichen Spürsinn, sondern um einen einfachen Automatismus dunkle Hautfarbe = Kontrolle. Das ist so ziemlich das Gegenteil von intelligenten und auf polizeilicher Erfahrung beruhenden Kontrollansätzen sondern ist eben Rassismus in Reinkultur – ich finde es erschütternd, dass dies von einigen hier nicht erkannt wird.
Wenn man sich mal die Gerichtsentscheidungen in solchen Fällen mal anschaut, ist es in den allermeisten Fällen so, dass die Polizisten im Übrigen kein einziges anderes Kriterium für ihre Kontrolle glaubhaft vorbringen können.
Hallo ICE2020,
erst einmal Danke für Deine Ergänzungen. Erstaunlicherweise möchte ich Dir in den meisten Punkten recht geben :-)
Meiner Erinnerung nach ging es bei dem angesprochenen Gerichtsurteil tatsächlich um eine willkürliche Schikane eines Frankfurt-Pendlers, der sich schon weit und lange innerhalb der Bundesrepublik aufhält.
In einem ICE ab Frankfurt/Flughafen zu kontrollieren, nach dem alle Flugreisenden aus dem Nicht-Schengen-Raum eh schon bei der Einreise kontrolliert worden sind, halte ich sowieso für rechtswidrig und auch ein bisschen beschäftigungstherapeutisch.
Da wird man nichts, aber auch gar nichts finden, weil der Urkundenspezialist am Flughafen ja schon alles detailliert geprüft hat.
Beim Thema "Einreise Salzburg und Kufstein" ist es halt so, dass der Bund sich für Kontrollen entschieden hat. Warum auch immer.
Und dann macht es eben auch Sinn diejenigen zu kontrollieren, die eben nach Wanderungsbewegung aussehen. Ist doch aber auch nicht wirklich nachteilig.
Ob jemand in Rosenheim oder in München Asyl beantragen würde müsste bei einer funktionierenden öffentlichen Verwaltung eigentlich egal sein.
Ich finde aber Rassismus für etwas zu weit hergeholt.
Deshalb teile ich einen Großteil Deiner Ausführungen bloß der Hinweis auf Rassismus bei der Polizei geht mir viel zu weit.
Die Alkoholfreimengen etc. sind ja nach Integration in den Binnenmarkt weggefalen.
Liebe Grüße
GUM
--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!