Sparpreispolitik ECE nach Mailand mit Vorlauf in D (Fahrkarten und Angebote)

Krabbi, Dienstag, 02.01.2018, 19:21 (vor 3004 Tagen)

Hallo,

gegenwärtig probiere ich mit Preisen für die neue Verbindung nach Mailand (ECE 151) rum. Dabei springt der Preis extrem nach oben, wenn ich Vorläufe in Deutschland mitbuche, selbst wenn diese eher kurz sind.
Konkret habe ich für ALLE Dienstage des Februars die Preise abgerufen:
Frankfurt -> Mailand; von 49,90 € bis 54,90 €
Wabern (Bz Kassel) (IC 2273)-> Mailand; immer 144,90 €

Ein satter Mehrpreis von 95 € für ein Stückchen, das sonst 36 € Flexpreis kostet. Mit Nahverkehrvorlauf verschwindet das Problem (Noch eine Stunde früher los +15 € auf den Preis ab Frankfurt).

Ähnlich krasse und krassere Preissprünge sind ebenfalls ab Köln, Kassel-Willhelmshöhe und Dortmund zu beobachten. So wird das nichts mit einem Yield-Management für den Zug nach Mailand, der Normalpreis von Wabern nach Mailand ist mit 194,40 € nurnoch 49,50 € entfernt.

Was sind die Gründe dafür? Extrem enge Sparpreiskontigente in den Zubringern am Morgen? An der Vorverkaufsgrenze dieses Zuges (4 Monate) krieg ich einmal 59,90 € hin, am folgenden Tag springt der Preis schon auf 144,90 €.

Ähnlich krasse Sparpreissprünge sind z.B. für den TGV nach Marseille bei Fernverkehrsvorlauf nicht zu beobachten. Ein Vorlauf im ICE 75 kommt Anfang Februar auf +20,90 € Aufpreis zum Preis ab Frankfurt.

Viele Grüße
Krabbi

Sparpreispolitik ECE nach Mailand mit Vorlauf in D

FrankenBahn111, Dienstag, 02.01.2018, 21:46 (vor 3004 Tagen) @ Krabbi

Würzburg - Mailand bis auf wenige Ausnahmen sogar noch nächste Woche zwischen 59,90 und 64,90 mit IC-Vorlauf. Normalpreis ist vergleichbar mit 184,40. Seltsames Phänomen, was du da beobachtest.

Sparpreispolitik ECE nach Mailand mit Vorlauf in D

462 001, Taunus, Dienstag, 02.01.2018, 21:57 (vor 3004 Tagen) @ FrankenBahn111
bearbeitet von 462 001, Dienstag, 02.01.2018, 21:58

Würzburg - Mailand bis auf wenige Ausnahmen sogar noch nächste Woche zwischen 59,90 und 64,90 mit IC-Vorlauf. Normalpreis ist vergleichbar mit 184,40. Seltsames Phänomen, was du da beobachtest.

Mhhh, Vorlauf dazu buchen ist gar nicht so leicht. Wenn ich meine Strecke nach Frankfurt dazu buchen möchte, explodiert der Preis manchmal auch ins Flexpreisniveau.

Bei anderen Strecken rund um Frankfurt ist das aber nicht so, verstehen muss man es nicht...

--
Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Äh, alles im grünen Bereich!

Blaschke, Dienstag, 02.01.2018, 22:17 (vor 3004 Tagen) @ Krabbi

Hallo.

So wird das nichts mit einem Yield-Management für den Zug nach Mailand

Warum denn nicht? Einen Aufwand wie Du treibt vermutlich nicht jeder potentielle Interessierte. Insofern ist alles im Lot. Der faule Bequeme zahlt mehr, der Sparfuchs treibt zeitlichen Aufwand, den man schlussendlich ja auch einpreisen muss (in der Zeit könnte man ja auch sinnvolle Dinge machen ...), und spart dadurch Talerchens.

der Normalpreis von Wabern nach Mailand ist mit 194,40 € nur noch 49,50 € entfernt.

Nur? Die Differenz beträgt pi mal Daumen 25%. Das reizt u.U. den ein oder anderen Interessierten, ohne dass er darüber nachdenkt, dass er noch mehr sparen könnte.


Schöne Grüße von

jörg

Äh, alles im grünen Bereich!

olmo, HB, Mittwoch, 03.01.2018, 00:04 (vor 3004 Tagen) @ Blaschke

Hallo.

So wird das nichts mit einem Yield-Management für den Zug nach Mailand


Warum denn nicht? Einen Aufwand wie Du treibt vermutlich nicht jeder potentielle Interessierte. Insofern ist alles im Lot. Der faule Bequeme zahlt mehr, der Sparfuchs treibt zeitlichen Aufwand, den man schlussendlich ja auch einpreisen muss (in der Zeit könnte man ja auch sinnvolle Dinge machen ...), und spart dadurch Talerchens.

Nee, der faule bequeme denkt, das ist doch jenseits von gut und böse, und bucht nen Flug für nen Bruchteil des Preises. Und guckt beim nächsten Mal gar nicht mehr bei der Bahn . .

separat buchen?

bendo, Mittwoch, 03.01.2018, 13:54 (vor 3003 Tagen) @ Krabbi

Hallo,

wenn sich keine günstige Gesamtverbindung inkl. Vorlauf buchen lässt, wieso dann nicht zwei getrennte Buchungen unter Inanspruchnahme von Sparpreisen?

Gruß, bendo

Stichwort Fahrgastrechte bei Anschlussverlust

FrankenBahn111, Mittwoch, 03.01.2018, 14:11 (vor 3003 Tagen) @ bendo

- kein Text -

Stichwort Fahrgastrechte bei Anschlussverlust

Aphex Twin, Mittwoch, 03.01.2018, 14:17 (vor 3003 Tagen) @ FrankenBahn111

Solange man zwei Tickets für zwei Teilstrecken im selben Zug bucht sollte Anschlussverlust nicht das grösste Problem sein.

Darum geht es hier aber nicht. ECE 151 beginnt in Frankfurt.

FrankenBahn111, Mittwoch, 03.01.2018, 14:20 (vor 3003 Tagen) @ Aphex Twin

- kein Text -

Darum geht es hier aber nicht. ECE 151 beginnt in Frankfurt.

Aphex Twin, Donnerstag, 04.01.2018, 18:39 (vor 3002 Tagen) @ FrankenBahn111

Ich hatte beim Schnelllesen den Begriff "Vorläufe in Deutschland" als "deutscher Anteil der ECE-Strecke" (fehl)interpretiert. D.h. falls Frankfurt-Mailand im ECE mehr kostet als Frankfurt-Basel + Basel-Mailand im selben ECE, dann sollte eine Stückelung kaum eine Gefahr von Anschlussverlusten bedeuten (nur falls der ECE aufgrund von Verspätung in Basel verenden sollte und die Strecke Basel-Mailand von einem anderen, pünktlichen Zug bedient wird; mit ICE passiert letzteres häufiger, da das ECE Zugmaterial aber nicht anderweitig in Deutschland eingesetzt wird, würde ich die Wahrscheinlichkeit der Verendung in Basel als relativ gering einschätzen).

Konkretes Beispiel

Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Mittwoch, 03.01.2018, 15:10 (vor 3003 Tagen) @ Aphex Twin

Solange man zwei Tickets für zwei Teilstrecken im selben Zug bucht sollte Anschlussverlust nicht das grösste Problem sein.

Wabern-Baden-Baden, mit Mindestaufenthalt von 55 Minuten in Frankfurt, ergibt ein Ticket zum Preis von EUR39,90, das in Frankfurt auf den ECE151 uebergeht. Dann sitzt man im richtigen Zug. Weiteres Ticket von Baden-Baden nach Milano, zum Preis von EUR54,90 umschifft mindestens ein Teil der Klippen.
(Das Beispiel wurde fuer den 13.2.2018 durchgespielt; andere Daten habe ich nicht probiert)

Konkretes Beispiel - Das bringt doch nichts?!

DG, Donnerstag, 04.01.2018, 18:17 (vor 3002 Tagen) @ Meinrad aus Kanada

Wabern-Baden-Baden, mit Mindestaufenthalt von 55 Minuten in Frankfurt, ergibt ein Ticket zum Preis von EUR39,90, das in Frankfurt auf den ECE151 uebergeht. Dann sitzt man im richtigen Zug. Weiteres Ticket von Baden-Baden nach Milano, zum Preis von EUR54,90 umschifft mindestens ein Teil der Klippen.

Nunja, wenn man dann den Anschluss verpasst, wird einen die Bahn sicher gerne mit einem Zug der Wahl bis Baden-Baden befördern. In Mailand ist man dann aber noch nicht.

Konkretes Beispiel - Das bringt doch nichts?!

Frecciarossa, Donnerstag, 04.01.2018, 18:31 (vor 3002 Tagen) @ DG

Nunja, wenn man dann den Anschluss verpasst, wird einen die Bahn sicher gerne mit einem Zug der Wahl bis Baden-Baden befördern. In Mailand ist man dann aber noch nicht.

Aber ein paar Stunden später: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?030,8245867

Konkretes Beispiel - Das bringt doch nichts?!

EK-Wagendienst, EGST, Donnerstag, 04.01.2018, 19:38 (vor 3002 Tagen) @ Frecciarossa

Nunja, wenn man dann den Anschluss verpasst, wird einen die Bahn sicher gerne mit einem Zug der Wahl bis Baden-Baden befördern. In Mailand ist man dann aber noch nicht.


Aber ein paar Stunden später: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?030,8245867

Aber in diesem Fall kann man aber einen durchgehenden Fahrschein kaufen.
Die Trennung ist ja nur, damit es günstiger ist.
Bei dem da oben geht es aber um Fahrgastrechte wenn kein durchgehender Fahrschein erworben werden kann.

Konkretes Beispiel - Das bringt doch nichts?!

Frecciarossa, Donnerstag, 04.01.2018, 19:47 (vor 3002 Tagen) @ EK-Wagendienst

Aber in diesem Fall kann man aber einen durchgehenden Fahrschein kaufen.
Die Trennung ist ja nur, damit es günstiger ist.

Wo kann ich das nachlesen?

Konkretes Beispiel - Das bringt doch nichts?!

Aphex Twin, Donnerstag, 04.01.2018, 20:47 (vor 3002 Tagen) @ EK-Wagendienst
bearbeitet von Aphex Twin, Donnerstag, 04.01.2018, 20:50

Nunja, wenn man dann den Anschluss verpasst, wird einen die Bahn sicher gerne mit einem Zug der Wahl bis Baden-Baden befördern. In Mailand ist man dann aber noch nicht.


Aber ein paar Stunden später: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?030,8245867


Aber in diesem Fall kann man aber einen durchgehenden Fahrschein kaufen.
Die Trennung ist ja nur, damit es günstiger ist.
Bei dem da oben geht es aber um Fahrgastrechte wenn kein durchgehender Fahrschein erworben werden kann.

Das wurde in der verlinkten Diskussion anders beschrieben:

"Man sollte aber vielleicht auch erwähnen, dass die DB regelmäßig die Ansicht vertritt, dass bei ihr gekaufte gestückelte Fahrkarten keine durchgehende Reisekette darstellen und sie dies derzeit (ab 14.12.2014) nur probeweise, auf Kulanzbasis im einem einjährigen Pilotprojekt „Kulanzregelung Fahrgastrechte im internationalen Verkehr“ anerkennt."

"Aber die DB überführt den bisherigen Pilotversuch (siehe oben) zur Anerkennung von Reiseketten bei gestückelten Fahrscheinen in einen kulanzbasierten Standardprozess und erweitert die bisherige Regelung kundenfreundlich um den Aspekt, dass nunmehr auch Fahrscheine eine Reisekette bilden, die über verschiedene Kanäle und verschiedene (sic!) Bahnen verkauft wurden."

Der erste Schritt war Anerkennung von Reiseketten die aus mehreren DB-Tickets bestehen (Pilotversuch in 2014). Die wurde nun auf Reiseketten mit Tickets von verschiedenen Anbietern ausgedehnt (und aus dem Pilotversuch eine Permanenz gemacht, wobei zwischen dem Pilotversuch und der jetzt neuen Permanenz möglicherweise eine zweijährige 'Pause' bestand).

Stichwort Fahrgastrechte bei Anschlussverlust

Frecciarossa, Mittwoch, 03.01.2018, 14:40 (vor 3003 Tagen) @ FrankenBahn111

Bei den SBB werden solche Stückelungen als Komplettpaket angeboten und verkauft. Bei Reisen Deutschland–Schweiz–Italien sollte man das immer in Erwägung ziehen. Bei Verbindungen mit Umstieg in der Schweiz auch deshalb, weil bei den EC Schweiz–Italien nicht alle Sparpreis-Kontingente den Partnerbahnen zur Verfügung gestellt werden und zum Teil nur durch SBB und Trenitalia verkauft werden.

Ähnlich beim London-Spezial

Ludo, Niedersachsen, Mittwoch, 03.01.2018, 14:52 (vor 3003 Tagen) @ Krabbi

Moin,

ähnliche Probleme sind mir beim London-Spezial bekannt. Selbst bei frühstmöglicher Buchung um Mitternacht war der Preis für eine Verbindung London - Deutschland entweder extrem hoch oder überhaupt nicht verfügbar, wenn man im Nachlauf in Deutschland beispielsweise auf einer Teilstrecke einen Pendler-ICE erwischt hat. Da galt es dann, ruhig zu bleiben, den "Übeltäter" ausfindig zu machen (es war nicht der Eurostar und nicht der grenzüberschreitende ICE) und letztendlich ohne eine erheblich längere Fahrzeit für damals noch 49 Euro von London nach (Süd-)Deutschland reisen.

Ich an deiner Stelle würde die Strecke stückeln und mindestens 1 Stunde Aufenthalt in Frankfurt einplanen, dann sollte das klappen und du bist immer noch sehr preisgünstig unterwegs.

Gruß, Ludo

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum