Deprimierendes Schmuddelwetter in Salzburg... (1) (Reiseberichte)
Prosit Neujahr zunächst, ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gestartet.
Bevor das Jahr 2017 zu Ende ging, hatte ich am 29. meinen Geburtstag. Und dazu ging's am 28. mit meiner Schwester nach Salzburg.
Bloß, dahin muss man von Tschechien erstmal kommen. Nachdem meine Schwester die Sparschienen gekauft hat, die eben jeweils an IC-Railjets gebunden waren, habe ich mir gedacht, dass es vielleicht klug ist, nicht darauf zu hoffen, dass der EC101 pünktlich wird (Übergang wäre dann in Wien 6 Minuten und aus irgendwelchen Gründen wurde die Sparschiene halt getrennt gebucht), entschied man sich für den eine halbe Stunde früher mit dem Regiojet-Zug zu fahren. War auch eine gute Gelegenheit, den Anbieter zu testen, wo er nun ja 4 Mal nach Wien fährt.
Die Tickets bekam man am Schalter in Breclav. Zwar statt für 6 Euro entsprechend für 9 Euro, was aber immernoch wesentlich weniger als die 20 Euro Vollpreis der ÖBB/CD sind. Zumal die Fahrt die 9 Euro definitiv wert war. Die integrierte Reservierung wurde uns für diesen Wagen der Marke Astra aus Rumänien ausgestellt. Und wir beide waren einfach begeistert von diesem modernen und bequemen Wagen. Da machte es auch nichts aus, dass man entgegen der Fahrtrichtung saß.
Übrigens waren sowohl Ankunft als auch Abfahrt bei einem Aufenthalt von 2 Minuten pünktlich. Ich finde das durchaus respektabel bei einem Grenzbahnhof, wo das Personal ja auch wechselt - in Österreich übernimmt die GKB. Beim Wechsel CD-ÖBB braucht's immerhin 3 Minuten.
Ungewöhnlich für diese Relation ist auch, dass der Zug ziemlich voll war. Wahrscheinlich, weil Regiojet nur 4 Mal täglich fährt und dazu die Fahrgäste von den eigenen Fernbussen abholen will. Naja und bei den günstigen Preisen wird man wohl auch eher den gelben Zug nehmen. Denn schon vor Fahrplanwechsel kannte ich die Railjets als tendenziell recht leer, was für mich super war, ich konnte meinen Koffer einfach neben meinem Platz abstellen und so war es für mich ziemlich ungewohnt, dass man sein Gepäck mal auf's Gepäckrack packen würde... ja echt!
Und ja, es ist wahr. Wenn man bei Regiojet seinen eigenen reservierten Platz einnimmt, muss man kein Ticket vorzeigen. Stattdessen kriegt man gratis Heiß- und Kaltgetränke angeboten und Snacks zum günstigen Preis. Ich halte das durchaus für eine nette Geste der Wertschätzung dem Kunden gegenüber.
Die Fahrt war recht angenehm für uns beide (meine Schwester war total begeistert davon, dass man im Fernverkehr WLAN kriegt, sie lebt nämlich in der Schweiz, die SBB haben ja an sich kein WLAN in den Zügen - es sei denn, es kommt ein TGV, ICE oder nun auch Railjet vorbei). Man war angetan vom modernen Wagenmaterial und dem Service.
Die Ankunft in Wien erfolgte pünktlich. Ok, bei den entspannten Fahrzeiten kein Wunder.
Man versorgte sich jedenfalls dort, ich holte mir was beim Leberkas-Pepi (Die haben echt guten Leberkäse!).
Dann eingestiegen in den IC-Railjet nach Salzburg. Zunächst schien alles glatt zu laufen, doch kurz hinter der Weichenhalle Hadersdorf gab es eine Schnellbremsung. Wenig später die Ansage, dass sich die Weiterfahrt wegen einer Störung am Zug verzögern würde.
Eine Zeit stand man so im Tunnel, dann ging's in Schrittgeschwindigkeit zunächst weiter. Ich fürchtete schon, dass man nimmer schneller vorankäme, doch irgendwann beschleunigte der Zug dann doch noch recht schnell auf noch so 200, ehe man in Tullnerfeld ankam.
Bilanz: 9 Minuten Verspätung.
Also war man etwas straffer vom Zeitplan her, die planmäßige Überholung in St. Valentin durch die WESTbahn ging dementsprechend recht flott vonstatten, wenngleich man sich schon deprimiert fühlen muss, wenn man in einem Zug der Staatsbahn von einer Privatbahn überholt wird - im Fernverkehr. Noch dazu fährt die Privatbahnen mit aufgemotzten S-Bahnzügen, die dementsprechend einen Hochgeschwindigkeitszug überholten. Ich sag's ja nur.
Jedenfalls, so um Wels herum war die Verspätung bereits aufgeholt. Wie man ins Land Salzburg kommt, gab es Schnee, was mich ziemlich freute.
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Wie man sehen konnte, war das Wetter an jenem Tag jedoch nicht so leiwand. In Salzburg hatte ich überhaupt das Gefühl, dass das Hamburger Wedder dorthin importiert wurde. Dementsprechend konnte ich keine Stadtbilder machen. Das werde ich vielleicht im Sommer nachholen, wenn ich mir wieder mein Sommerticket hole.
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Hab nur kurz die Salzach fotografiert - an einem recht unspektakulären Ort. Man sieht sofort, wieso sich meine Lust am Fotografieren eben in Grenzen hielt. Trotzdem war es ein schöner Tag gewesen. Die Stadt zu besuchen macht selbst bei schlechtem Wetter Spaß.
Fortsetzung folgt.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
gesamter Thread:
- Deprimierendes Schmuddelwetter in Salzburg... (1) -
J-C,
01.01.2018, 15:24
- ...und am Ende gab's Schnee zum Geburtstag (2, m.v.B.) -
J-C,
01.01.2018, 15:54
- ...und am Ende gab's Schnee zum Geburtstag (2, m.v.B.) -
ThomasK,
01.01.2018, 16:24
- Jennerbahn... -
J-C,
01.01.2018, 16:38
- Jennerbahn... -
ThomasK,
01.01.2018, 17:15
- Jennerbahn... - J-C, 01.01.2018, 19:49
- Jennerbahn... -
ThomasK,
01.01.2018, 17:15
- Jennerbahn... -
J-C,
01.01.2018, 16:38
- Danke -
462 001,
01.01.2018, 18:04
- Danke - J-C, 01.01.2018, 19:50
- ...und am Ende gab's Schnee zum Geburtstag (2, m.v.B.) -
JeDi,
02.01.2018, 13:40
- ...und am Ende gab's Schnee zum Geburtstag (2, m.v.B.) - J-C, 02.01.2018, 13:48
- ...und am Ende gab's Schnee zum Geburtstag (2, m.v.B.) -
ThomasK,
01.01.2018, 16:24
- ...und am Ende gab's Schnee zum Geburtstag (2, m.v.B.) -
J-C,
01.01.2018, 15:54