1000 und 1 Sprinter - Ein Tag auf der VDE8(m8B) (Reiseberichte)

462 001, Taunus, Freitag, 15.12.2017, 14:25 (vor 3018 Tagen)

Hallo zusammen,

am gestriegen Donnerstag haben ALR997 und ich einen Tag auf der neuen VDE8.1 verbracht und die neuen Sprinter getestet.

Los ging es am Mehdornium mit ICE 1001 um 6:02...
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...also es sollte dann losgehen^^ Erst wurden 10 Minuten angezeigt, danach 25. Bis Erfurt fährt diese Leistung ja zusammen mit dem ICE 1638 nach Frankfurt, doch als der ICE dann gegen 6:25 eintrudelte, war er nur einfach, der Sprinter nach Frankfurt fiel ersatzlos aus.

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Fahrgäste nach Frankfurt sollten bis Erfurt mitfahren, dort bestand Anschluss an einen ICE von Dresden/Leipzig in die Mainmetropole.

Aber diese Planung muss wohl eher kurzfristig gewesen sein, denn im ICE 1001 lagen die Reisepläne für den 1638 aus und zuerst waren auch die Reservierungen für diese Leistung angeschrieben.

Natürlich war der ICE durch diesen Umstand sehr gut gefüllt, doch im Abteil lies es sich gut aushalten.

Bis Erfurt holte der Zug ein paar Minuten raus, dank 300 km/h aif der VDE8.2. Doch bis Nürnberg/München blieb die Verspätung nahezu gleich, da wir ab dem Ende der Ausbaustrecke doch mehr am schleichen, als am fahren waren.

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Hier ICE 1001 nach der Ankunft in München an Gleis 21. Es war Tz 337 "Stuttgart".

Nun ging es kurz in die Innenstadt zum Marienplatz und nach einem Abstecher in die DB Lounge ging es wieder zum Bahnsteig, diesmal Gleis 22. Es stand wieder Tz 337 bereit, aber diesmal halt als ICE 1004;-)

Eine Minute vor Abfahrt kam die Durchsage, das sich diese wegen technischer Probleme um eine Minuten verzögern solle... Nach etwa 12/13 Minuten ging es dann los und auch dieser Sprinter war sehr gut gefüllt. In der 1. Klasse waren min. 90% Sitzplätze belegt

Bis Nürnberg ging es immer mal wieder schnell und dann mit ner starken Bremsung recht langsam daher, trotzdem blieb die Verspätung bis dort in etwa gleich.

Über die VDE8.1 und 8.2 konnte der Sprinter wieder die 300 erreichen, aber Berlin erreichten wir trotzdem mit etwa der Verspätung, die wir bereits in München hatten^^

Die Fahrt vom Hbf zum Gesundbrunnen verzögerte sich etwas, da man noch einen entgegenkommenden Zug abwarten musste.
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Und hier der Tz 337 nach der Ankunft am Nordkreuz
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Der Triebzug fuhr dann nach einer Bahnsteigwende als ICE 1536 nach Frankfurt weiter. Für uns ging es nun zurück zum Hbf, denn der letzte Sprinter nach München fängt dort an.

Der Hbf bei schlechtem Wetter aus Ri. Spree aus gesehen
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Der 1009 startete pünktlich(!), nur erreichten wir Halle nicht ganz pünktlich, aber ist doch halb so wild.

Auf der VDE8.2 ging es flott voran
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Dann wurde Erfurt erreicht, hier fand ein Tf-Wechsel statt und die Weiterfahrt verzögerte sich leicht. So war noch eine Außenaufnahme von Tz 324 "Fürth" möglich. Dieser hatte Berlin übrigens als ICE 1539 aus Frankfurt erreicht.
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Dann ging es mit etwa 10 Minuten Verspätung weiter über die VDE8.1, auch hier wurden wieder die 300 Km/h ausgefahren, doch wieder liefen wir ab Breitengüßbach auf andere Züge auf, sodass wir Nürnberg mit etwa 15 Minuten Verspätung erreichten.

Ich habe mich in Nürnberg in den ICE 20 begeben und war gegen 1:30 Uhr zu Hause im Taunus.

Kollege ALR997 fuhr noch bis München weiter, doch auch hier blieb die Verspätung in etwa gleich.

Ich hoffe der kleine Eindruck hat gefallen, mehr Bilder waren nicht drin, einersetits war es oft Dunkel und andererseits hab ich auch oft vergessen Bilder zu machen. In die Landschaft schauen war irgendwie wichtiger^^

Alle 3 genutzen Sprinter(1001, 1004, 1009) waren gut bis sehr ausgelastet, egal ob 1. oder 2. Klasse.


Gruß aus dem Taunus

--
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Stand: 20.02.2026

Danke!

JanZ, HB, Freitag, 15.12.2017, 14:33 (vor 3018 Tagen) @ 462 001

Danke für den Bericht! Scheint ja zumindest nicht mehr das totale Chaos gewesen zu sein, nur noch der alltägliche Wahnsinn ...

Eine Minute vor Abfahrt kam die Durchsage, das sich diese wegen technischer Probleme um eine Minuten verzögern solle...

Um eine Minute oder um einige Minuten? Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie für eine Minute eine Durchsage machen (wobei ich auch schon mal einen Zub hatte, der nach "Unsere Weiterfahrt wird sich um 60 ..." eine Kunstpause machte und dann sagte "... Se-kun-den verzögern" :-)).

Bitte:)

462 001, Taunus, Freitag, 15.12.2017, 15:16 (vor 3018 Tagen) @ JanZ

Danke für den Bericht!

Gerne doch:)

Scheint ja zumindest nicht mehr das totale Chaos gewesen zu sein, nur noch der alltägliche Wahnsinn ...

So sah es für mich auch aus^^

Eine Minute vor Abfahrt kam die Durchsage, das sich diese wegen technischer Probleme um eine Minuten verzögern solle...

Um eine Minute oder um einige Minuten? Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie für eine Minute eine Durchsage machen (wobei ich auch schon mal einen Zub hatte, der nach "Unsere Weiterfahrt wird sich um 60 ..." eine Kunstpause machte und dann sagte "... Se-kun-den verzögern" :-)).

Ich wollte einige statt eine schreiben... Na ja, kleine Fehler passieren.

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Bitte:)

JanZ, HB, Freitag, 15.12.2017, 16:45 (vor 3018 Tagen) @ 462 001

Ich wollte einige statt eine schreiben... Na ja, kleine Fehler passieren.

Klar doch. Und ich hoffe doch, du hast gewinkt, als du mit ICE 20 nur ein paar hundert Meter von meinem Bett entfernt vorbei gefahren bist :-).

Aber sowas von^^

462 001, Taunus, Freitag, 15.12.2017, 17:10 (vor 3018 Tagen) @ JanZ

Ich wollte einige statt eine schreiben... Na ja, kleine Fehler passieren.

Klar doch. Und ich hoffe doch, du hast gewinkt, als du mit ICE 20 nur ein paar hundert Meter von meinem Bett entfernt vorbei gefahren bist :-).

Klar! Stand doch extra auf meinem kleinen Hilfszettel:

- Aschaffenburg, winken nicht vergessen!!

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Bin gestern mit ICE 1004 von Erfurt nach Halle gefahren.

ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 15.12.2017, 16:10 (vor 3018 Tagen) @ 462 001

Allerdings hat Tz 337 seinen Namen "Stuttgart" zugunsten der VDE-Sonderbeklebung verloren. Ebenso wie 331 "Westerland/Sylt" und 328 "Aachen".

Wär ja schon fast ein kleines Forentreffen gewesen

462 001, Taunus, Freitag, 15.12.2017, 17:08 (vor 3018 Tagen) @ ICETreffErfurt

Denn es war sogar noch jemand ausm Forum im ICE 1004:))

Allerdings hat Tz 337 seinen Namen "Stuttgart" zugunsten der VDE-Sonderbeklebung verloren. Ebenso wie 331 "Westerland/Sylt" und 328 "Aachen".

Ich finde die Unterschriften aber gar nicht so schlecht, mal sehen wie lange die noch dran kleben.

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Wär ja schon fast ein kleines Forentreffen gewesen

ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 15.12.2017, 18:24 (vor 3018 Tagen) @ 462 001

War so nicht geplant. Sollte dienstlich mit Abellio von Eisenach nach Halle fahren, hab aber in Eisenach Zug verpasst, da aufm Dienstplan noch alte Abfahrtszeit stand und ich knapp ausm Haus bin.

Bin dann mit Abellio und ICE 1004 zur Arbeit gefahren. Musste in Halle den RE18 um 15:10 nach Saalfeld befragen und zählen.

Hatte gebibbert ob ich den noch bekomme, da der Sprinter zwischenzeitlich 18 min Verspätung hatte. Letztendlich 14 min in Halle.

Wahnsinnige 8 min lang sind wir 300/301 gefahren. Einbruch zwischendurch auf 293, wo der Tf die Leistung abgeschaltet hat.

Bin gestern mit ICE 1004 von Nürnberg nach Erfurt

rheinbahn95, Düsseldorf, Freitag, 15.12.2017, 19:00 (vor 3018 Tagen) @ ICETreffErfurt

Also stets mit Usern besetzt gewesen der Zug

1000 und 1 Sprinter - Ein Tag auf der VDE8(m8B)

agw, NRW, Freitag, 15.12.2017, 17:19 (vor 3018 Tagen) @ 462 001

Alle 3 genutzen Sprinter(1001, 1004, 1009) waren gut bis sehr ausgelastet, egal ob 1. oder 2. Klasse.

Bestimmt 80-90% der Sprinterfahrer fahren Berlin-Nürnberg/München. Der Zug wird also dafür angenommen, wofür er auch gedacht ist.

Was könnten die Konsequenzen sein?

- Alle Sprinter müssen auf Doppeltraktion erweitert werden (1638 getrennt). Fahrzeugmangel könnte das problematisch werden lassen. Weitere Velaro braucht sicher etliche Jahre.
- Mittelfristig werden die B-N/M-Fahrer 100% der Sprinter auslasten können. Die Halte Halle und Erfurt kann man sich also sparen.

Beides hätte man sich auch vorher denken können.

Erfurt kann man nicht sparen! Dafür wurde die Strecke gebaut

musicus, Freitag, 15.12.2017, 17:28 (vor 3018 Tagen) @ agw
bearbeitet von musicus, Freitag, 15.12.2017, 17:28

- kein Text -

Wenn keiner aus/einsteigt, kann man jeden Halt sparen

agw, NRW, Freitag, 15.12.2017, 17:46 (vor 3018 Tagen) @ musicus

Stichwort: Sprinter.

Und woher nimmst du das Wissen...?

musicus, Freitag, 15.12.2017, 18:00 (vor 3018 Tagen) @ agw
bearbeitet von musicus, Freitag, 15.12.2017, 18:00

...dass die Fahrgastzahl bei allen Sprintern in Erfurt und Halle ausnahmslos stets 0 beträgt und betragen wird?
Haltausfälle sind nur dann zu rechtfertigen, wenn damit *nenneswerte* Fahrzeitvorteile zu gewinnen sind. Ob man zwei Halte in Erfurt *und* Halle braucht, mag man noch diskutieren können, aber zwischen Nürnberg und Berlin (et vice versa) nonstop zu fahren ist ein Unding.

Und woher nimmst du das Wissen...?

agw, NRW, Freitag, 15.12.2017, 18:21 (vor 3018 Tagen) @ musicus

...dass die Fahrgastzahl bei allen Sprintern in Erfurt und Halle ausnahmslos stets 0 beträgt und betragen wird?
Haltausfälle sind nur dann zu rechtfertigen, wenn damit *nenneswerte* Fahrzeitvorteile zu gewinnen sind. Ob man zwei Halte in Erfurt *und* Halle braucht, mag man noch diskutieren können, aber zwischen Nürnberg und Berlin (et vice versa) nonstop zu fahren ist ein Unding.

Wie gesagt, wenn den Zug mit B-N/M schon vollbekommt, was soll man dann noch Halten?
Schon mit 10% Fahrgastzuwächsen wären die Züge auch ohne Halt in Halle und Erfurt voll.
Die Fahrzeitgewinne wären vermutluch ernorm, da man die Puffer nicht an den Stationen absitzen muss. Dann vielleicht Nürnberg nur zum Ausstieg und schon hat man pünktliche Züge, die sogar noch 5-10 Minuten schneller sein können.

Vielleicht hast du mich auch falsch verstanden: Ich will Erfurt in der Sprinter-Stunde nicht vom FV abkoppeln, sondern nur vom Berlin-München-Sprinter. Ein normaler Taktzug müsste kurz nach dem Sprinter fahren.

Die Sprinter haben für Erfurt kaum Vorteile:
- Sie fahren nicht im Takt
- Die Fahrzeit verringert sich nur um eine Viertelstunde gegenüber dem Taktzug ohne Kleinsthalte.
- Man kann davon ausgehen, dass der Sprinter immer teurer (Sparpreise) sein würde als ein Taktzug zur gleichen Zeit.

Man verlängert durch die Halte vermutlich die Reisezeit von 90-95% der Fahrgäste um 15 Minuten, um die Reisezeit von 5% der Fahrgäste 0-15 Minuten zu verkürzen.

Ich würde auch bezweifeln, dass die Strecke für Erfurt-Sprinter gebaut wurde. Die Strecke wurde über Erfurt gebaut, damit dort Takt-Züge halten.
Die Strecke selber wurde eher für München-Berlin-Fahrgäste gebaut, die einfach nur schnell diese Strecke fahren wollen.

Und woher nimmst du das Wissen...?

musicus, Freitag, 15.12.2017, 18:43 (vor 3018 Tagen) @ agw

Wie gesagt, wenn den Zug mit B-N/M schon vollbekommt, was soll man dann noch Halten?

Das ist aber eine Kapazitätsfrage und nur bedingt eine der Haltepolitik.

Die Fahrzeitgewinne wären vermutluch ernorm, da man die Puffer nicht an den Stationen absitzen muss. Dann vielleicht Nürnberg nur zum Ausstieg und schon hat man pünktliche Züge, die sogar noch 5-10 Minuten schneller sein können.

5 Minuten gleich... Wow, wie enorm. Und was soll Nürnberg, wenn Halle und Erfurt schon so sinnlos sein sollen...?
Entweder stärkt man die Direktverbindung durch schnelle Sprinter (München Hbf - Berlin Hbf nonstop) oder man bindet die Fläche an - und da kann's eben nicht sein, dass man den Transitverkehr durch die DDR wiederbelebt!
Zu viele verschiedene Varianten bringen nur irgendwann die Strecken an Kapazitätsgrenzen.

Vielleicht hast du mich auch falsch verstanden: Ich will Erfurt in der Sprinter-Stunde nicht vom FV abkoppeln, sondern nur vom Berlin-München-Sprinter. Ein normaler Taktzug müsste kurz nach dem Sprinter fahren.

Richtig! Der Sprinter muss ein Zusatz(!)angebot zum Taktverkehr sein.

Man verlängert durch die Halte vermutlich die Reisezeit von 90-95% der Fahrgäste um 15 Minuten, um die Reisezeit von 5% der Fahrgäste 0-15 Minuten zu verkürzen.

Also die Statistik möchte ich sehen, die entlang der Strecke München-Berlin mindestens 90% Direktfahrer ausweist.

Die Strecke selber wurde eher für München-Berlin-Fahrgäste gebaut, die einfach nur schnell diese Strecke fahren wollen.

Gegen einen *echten* München-Berlin-Sprinter spricht in meinen Augen nichts. Mit einer Zielfahrzeit von 3:30 wäre das richtig gut.

Und woher nimmst du das Wissen...?

agw, NRW, Freitag, 15.12.2017, 19:07 (vor 3017 Tagen) @ musicus

Wie gesagt, wenn den Zug mit B-N/M schon vollbekommt, was soll man dann noch Halten?

Das ist aber eine Kapazitätsfrage und nur bedingt eine der Haltepolitik.

Die Fahrzeitgewinne wären vermutluch ernorm, da man die Puffer nicht an den Stationen absitzen muss. Dann vielleicht Nürnberg nur zum Ausstieg und schon hat man pünktliche Züge, die sogar noch 5-10 Minuten schneller sein können.

5 Minuten gleich... Wow, wie enorm. Und was soll Nürnberg, wenn Halle und Erfurt schon so sinnlos sein sollen...?

Weil eben auch sehr viele Berlin -Nürnberg fahren.

Entweder stärkt man die Direktverbindung durch schnelle Sprinter (München Hbf - Berlin Hbf nonstop) oder man bindet die Fläche an - und da kann's eben nicht sein, dass man den Transitverkehr durch die DDR wiederbelebt!

Das ist doch gerade der Grundgedanke des Sprinters.

Zu viele verschiedene Varianten bringen nur irgendwann die Strecken an Kapazitätsgrenzen.

Die Taktzüge könnten fast überall halten. Dann hat man zwei Varianten. Schnell auf der Langstrecke und Flächenbedienung.

Vielleicht hast du mich auch falsch verstanden: Ich will Erfurt in der Sprinter-Stunde nicht vom FV abkoppeln, sondern nur vom Berlin-München-Sprinter. Ein normaler Taktzug müsste kurz nach dem Sprinter fahren.

Richtig! Der Sprinter muss ein Zusatz(!)angebot zum Taktverkehr sein.

Man verlängert durch die Halte vermutlich die Reisezeit von 90-95% der Fahrgäste um 15 Minuten, um die Reisezeit von 5% der Fahrgäste 0-15 Minuten zu verkürzen.

Also die Statistik möchte ich sehen, die entlang der Strecke München-Berlin mindestens 90% Direktfahrer ausweist.

Kann man vermutlich am Startbahnhof an den Reservierungen ablesen. So habe ich das gemacht.

Die Strecke selber wurde eher für München-Berlin-Fahrgäste gebaut, die einfach nur schnell diese Strecke fahren wollen.

Gegen einen *echten* München-Berlin-Sprinter spricht in meinen Augen nichts. Mit einer Zielfahrzeit von 3:30 wäre das richtig gut.

Jo. Plus Nürnberg weil da auch sehr viele hinwirken.

Und woher nimmst du das Wissen...?

musicus, Freitag, 15.12.2017, 19:40 (vor 3017 Tagen) @ agw
bearbeitet von musicus, Freitag, 15.12.2017, 19:40

Weil eben auch sehr viele Berlin -Nürnberg fahren.

Es fahren auch sehr viele Halle-Berlin.

Das ist doch gerade der Grundgedanke des Sprinters.

Nein. Der Grundgedanke ist die deutlich beschleunigte Direktverbindung zweier Städte und nicht die Idee, fränkische Pampa anzubinden, die Thüringische Landeshauptstadt mit demselben Zug allerdings zu durchfahren.

Die Taktzüge könnten fast überall halten. Dann hat man zwei Varianten. Schnell auf der Langstrecke und Flächenbedienung.

Das versucht man ja gerade, was allerdings bei dir auf heftige Gegenwehr stößt. Ich halte das umgesetzte Konzept für recht überzeugend, weil man sich gerade auf einen nicht überall durchrasenden Sprinter bei gleichzeitig nicht (bzw. nur am Tagesrand) überall haltenden Taktzüge festgelegt hat. Mag sein, dass man es schneller oder sonstwie "besser" machen kann, viel effizienter geht's mMn eigentlich kaum.

Kann man vermutlich am Startbahnhof an den Reservierungen ablesen. So habe ich das gemacht.

Bei allen ICE die seitdem zwischen München und Berlin verkehrten? Respekt! Die Erwartung, dass mit dem Fahrplanwechsel die Nachfrage zwischen Erfurt und München binnen weniger Chaostage sprunghaft ansteigt ist aber auch etwas sehr hoch.

Jo. Plus Nürnberg weil da auch sehr viele hinwirken.

Nö. Entweder direkt, oder mit einem weiteren Zwischenhalt in Erfurt oder Halle. Wegen der Wirkung dahin. Ein Sprinter mit "ein bisschen Flächenwirkung für Nürnberg" und der gleichzeitigen Abkopplung von Thüringen/Sachsen-Anhalt ist in meinen Augen Mist, dabei bleibe ich.

Nachfrageentwicklung entspricht nicht der Erwartung

numi, Montag, 18.12.2017, 16:39 (vor 3015 Tagen) @ musicus
bearbeitet von numi, Montag, 18.12.2017, 16:40

Das Problem an der ganzen Sache ist einfach, dass sich die Nachfrage absolut nicht so entwickelt hat wie ursprünglich erwartet. Wir müssen bedenken, dass die Planung für die Strecke vom Anfang der 1990er Jahre kommt.

Die Erwartung war damals, dass man durch viel Geld die neuen Bundesländer auf einen ähnlichen Stand bringen kann wie die alten. Also die Bevölkerungsentwicklung und die wirtschaftliche Entwicklung ähnlich ist. Wie wir jetzt alle wissen, ist das so jedoch nicht passiert. Unter dieser Erwartung müsste die Bevölkerung von Thüringen heute 27 % größer sein als sie es ist. Die Wirtschaftskraft wäre etwa 94 % größer als in der Realität (in Sachsen-Anhalt wären es sogar 107 %, in Sachsen 80 %).

Da die Verkehrsnachfrage und die Wirtschaftskraft ziemlich eng zusammen hängen, kann man also herleiten, dass man in den betroffenen Bundesländern mit etwa der doppelten Nachfrage gerechnet hat. Dementsprechend wurde die Strecke dann auch gebaut. Man hat nicht eingeplant, dass diese Bundesländer zu unwichtig wären um dort zu halten. Es heißt ja auch Verkehrsprojekt Deutsche Einheit und nicht Deutsche Durchfahrt. Die Strecke sollte also nicht nur Berlin mit München verbinden sondern auch die Länder Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen besser anbinden. Daher ja auch die Streckenführung über Erfurt, da man somit gleichzeitig auch die Verbindung von Sachsen nach Frankfurt deutlich beschleunigt hat.

Das ganze hat dazu geführt, dass die Bahnhöfe Erfurt und Halle auch nicht darauf ausgelegt sind, sie schnell zu durchfahren. Ein zusätzlicher Halt kostet also kaum Zeit, da sowieso sehr langsam gefahren werden muss (wir reden hier über etwa 3 Minuten Zeitverlust je Halt). Somit macht es also durchaus Sinn in Erfurt und Halle anzuhalten, da der Zeitverlust nur sehr klein ist (und ein paar Fahrgäste gibt es dann ja doch auch).

Im Nachhinein könnte man sich natürlich fragen, ob eine Schnellfahrstrecke südlich an Erfurt vorbei und ein Abzweig nach Erfurt (so wie mit Coburg) sinnvoll gewesen wäre. Auch eine Umfahrung für Halle hätte sich eventuell gelohnt. Für solche Überlegungen ist es jetzt allerdings zu spät.

Erfurt kann man nicht sparen! Dafür wurde die Strecke gebaut

ikarus28003, 99974 Mühlhausen, Montag, 18.12.2017, 06:10 (vor 3015 Tagen) @ musicus
bearbeitet von ikarus28003, Montag, 18.12.2017, 06:11

Erfurt wurde politisch künstlich eingebaut in die NBS, Sinn macht das so nicht. Für Nordthüringen ist es aus meinem jahrelangen persönlichen Erleben auch immer schlechter geworden. Was fehlt, das ist eine FV-Querspange über HAL-SGH-KS mit sinnvollen Anschlüssen. Durch Erfurt hat sich der NV schon massiv verschlechtert, da alles um den Knoten künstlich herumgestrickt wurde. Leider sind die diesbezüglichen Planungen nicht sehr nachhaltig.

Sprinter in Erfurt müssen bleiben

ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 15.12.2017, 18:27 (vor 3018 Tagen) @ agw

Sind die einzigen ICE auf der VDE8.1, die man von Eisenach aus erreichen kann. Der Rest nur mit hohen Wartezeiten im zugigen Hauptbahnhof.

Sprinter in Erfurt müssen nicht bleiben

agw, NRW, Freitag, 15.12.2017, 18:57 (vor 3018 Tagen) @ ICETreffErfurt

Das mag ein Grund sein, den gesamten Fahrplan NV+FV zu bemängeln, aber das kann kein Grund sein, die Berlin-München-Spinner halten zu lassen.

Ich glaube auch kaum, dass jemand aus Eisenach 5 Stunden wartet, um dann Umsteigezeit zu sparen.

Dass der Bahnhof nicht schön zum Warten ist, kann auch kein Grund sein, die Fahrzeit für 95% der Fahrgäste unnötig zu verlängern.

Sprinter in Erfurt müssen nicht bleiben

ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 15.12.2017, 19:03 (vor 3017 Tagen) @ agw

Wenn kein Sprinter fährt, geht die schnellste Verbindung über Fulda.

Sprinter in Erfurt müssen bleiben

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 15.12.2017, 22:22 (vor 3017 Tagen) @ ICETreffErfurt

Dann fahr doch über Fulda, dauert statt 3:49 (Erfurt) auch nur 3:52. Ob Du nun da oder dort umsteigst.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Sprinter in Erfurt müssen bleiben

ICETreffErfurt, Eisenach, Samstag, 16.12.2017, 02:08 (vor 3017 Tagen) @ Alibizugpaar

Ohne die Sprinter wäre die Flächenwirkung in Thüringen noch geringer. Die Taktzüge haben in Erfurt teils schlechtere Anschlüsse.

Sprinter in Erfurt müssen bleiben

flierfy, Samstag, 16.12.2017, 07:32 (vor 3017 Tagen) @ ICETreffErfurt

Ohne die Sprinter wäre die Flächenwirkung in Thüringen noch geringer. Die Taktzüge haben in Erfurt teils schlechtere Anschlüsse.

Das liegt aber hauptsächlich daran, dass der Regionalverkehr überhaupt nicht an die Takt-Züge des Fernverkehrs rangestrickt wurde.

Sprinter in Erfurt müssen bleiben

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 16.12.2017, 08:48 (vor 3017 Tagen) @ ICETreffErfurt

Gut, aber das wäre jetzt die Antwort auf eine ganz andere Frage.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Fahrzeitreserven Sprinter

Christian_S, Freitag, 15.12.2017, 19:43 (vor 3017 Tagen) @ 462 001

Zu den Fahrzeitreserven der Sprinter: Diese Woche gab es einen der besagten Sprinter, der kurz hinter Erfurt Richtung Nürnberg eine ETCS-Störung hatte und dadurch 17 Minuten Verspätung einsammelte. Anschliessend konnte er seine Fahrt aber normal fortsetzen, München wurde mit nur noch 5 Minuten Verspätung erreicht.

Da sieht man, was möglich ist. Ausgebremst werden die Züge halt möglicherweise auf den Streckenabschnitten mit Mischverkehr wie eben zwischen Bamberg und Nürnberg.

Fahrzeitreserven Sprinter

Berliner65, Berlin, Mittwoch, 20.12.2017, 10:39 (vor 3013 Tagen) @ Christian_S

Du meinst den 1001 am 12.12.? Das war meine Premierenfahrt im Sprinter. Verlief unspektakulär. Eine Ansage für den Grund des Abstoppens kurz nach dem Verlassen von Erfurt wäre schön gewesen.

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