Fragen zu einem etwas rätselhaften Tag (Allgemeines Forum)
moonglum, Hagen, Donnerstag, 07.01.2010, 21:08 (vor 6036 Tagen)
N'Abend!
Heute Morgen um 8:50 war die Welt noch in Ordnung in Hagen Hbf.
9:01 IC 2320 pünktlich
9:35 ICE 555 pünktlich
Um 8:58 lasen wir:
IC 2320 plus 20, kurz drauf plus 30, plus 40, plus 80, plus 100
ICE 555 zog dann nach: Plus 15, plus 30 - Nichts mehr; ich erfuhr von Matze, dass der Zug an Hagen vorbeigeleitet wird.
Dann stand im "iPhone", dass auch der 2141 an Hagen "vorbeifahren" wird. Simultan schiockte die Dame am Infopoint reihenweise die Wartenden auf Gleis 5/6 zum 2141, um schön einmal nach Dortmund zu fahren... Ich rief dann, dass der Zug ausfalle.... Sie war vollkommen konsterniert, schaute in ihren Computer, führte ein Telefonat und meinte kleinlaut: Da hamm'se recht.
Ich empfahl ihr ein "iPhone".
Ich bin dann mit RE7 nach Hamm, traf dort um 11:00 ein. Laut "iPhone" sollte 11:01 (10:11 plus 50) ein ICE nach Berlin fahren. Wie sich herausstellte, war der nie gekommen.
Doch keine gute Idee mit dem "iPhone".
ICE 857 soll mit plus 10 in Hagen ankommen????
In Hamm ist keine Spur von 857 zu sehen, stattdessen kommt ICE 847 mit plus 15 und nimmt uns alle mit nach Hannover, wo ich um 13:11 eintreffe und schon eine Soljanka im Bauch habe....
....
Was mich noch interessiert:
Was war mit 2320?
Warum wurden die Folgezüge nicht übers Gegengleis vorbeigelassen sondern umfuhren Hagen?
Aber übrigens danke für die schnellen Antworten, mein Termin ging noch in Ordnung, wir haben halt das Mittagessen übersprungen....
Interne Informationsdefizite und engagierte Mitarbeiter
Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Donnerstag, 07.01.2010, 21:22 (vor 6036 Tagen) @ moonglum
Hallo,
Dann stand im "iPhone", dass auch der 2141 an Hagen "vorbeifahren" wird. Simultan schiockte die Dame am Infopoint reihenweise die Wartenden auf Gleis 5/6 zum 2141, um schön einmal nach Dortmund zu fahren... Ich rief dann, dass der Zug ausfalle.... Sie war vollkommen konsterniert, schaute in ihren Computer, führte ein Telefonat und meinte kleinlaut: Da hamm'se recht.
Ich empfahl ihr ein "iPhone".
eine ähnliche Erfahrung machte ich heute im Zug. Schon gut eine Stunde vor der Abfahrt konnte ich dem RIS entnehmen, dass der Zug in Bad Oeynhausen halten wird. Kurz nach dem Einstieg habe ich einen Zugbegleiter gefragt, der wusste davon nichts. Kurz vor Bielefeld habe ich beim Zc vorbeigeschaut, der wusste nichts von einem Halt in Bad Oeynhausen, hat dann mit dem Lokführer telefoniert, der ebenfalls noch nichts von einem Halt in Bad Oeynhausen wusste. Als ich dann in Bielefeld aussteigen wollte kam per Lautsprecher die Ansage, dass der Zug in Bad Oeynhausen halten wird.
Dem Personal empfehle ich gar nichts. Ich finde sowas schon sehr unangenehm irgendwie, wenn ich als Kunde besser informiert bin als das Personal. In den Medien wird oft die Kundeninformation bemängelt, aber ganz offensichtlich ist auch die interne Kommunikation mangelhaft.
Ein "normaler" Kunde hätte bestimmt kein Verständnis dafür, wenn man ihm den Ausstieg empfiehlt und dann der Zug doch gehalten hätte. Aber so ist das nun einmal in dem Laden.
Die Mitarbeiter leisten trotz der extremen Betriebsumstände, wie ich finde, gute Arbeit. Jeder hat sein Ziel erreicht und die Verspätungen hielten sich heute noch in für diese Umstände halbwegs akzeptablen Grenzen. Manchen Mitarbeitern sieht man die Anstrengungen der letzten Tage deutlich an und dann wird auch auf das Gastrogelaber und die englische Ansage verzichtet. Die sind einfach "alle".
Hut ab, dass das noch alles so läuft!
--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
![[image]](http://www.abload.de/img/db_tonne_kleinluwx.jpg)
Ersteres ist DAS Hauptproblem der Bahn...
Blaschke, Donnerstag, 07.01.2010, 21:46 (vor 6036 Tagen) @ Holger_HAM
bearbeitet von Blaschke, Donnerstag, 07.01.2010, 21:46
In den Medien wird oft die Kundeninformation bemängelt, aber ganz > offensichtlich ist auch die interne Kommunikation mangelhaft.
Das sehe ich genauso! Trotz einiger Anstrengungen, die es durchaus zu würdigen gibt, ist noch immer das Hauptproblem, wer soll und muss wann welche Informationen bekommen?! Eine Herkulesaufgabe in einem Mammutunternehmen wie die DB; erst Recht unter Betrachtung der ganzen Töchter, wo man ja nicht unbedingt miteinander arbeitet sondern gern auch mal gegeneinander.
Haut man soviel Infos raus - werden die wirklich wichtigen übersehen. Und niemand liest mehr alles durch. Haut man zu wenig Infos raus, dann fehlen vielleicht genau die Kleinigkeiten, die dafür sorgen würden, dass der Kunde zufrieden ist, während er so nur mit dem Kopf schütteln kann.
Mein Fazit noch immer: HIER läge eine der HAUPTaufgaben für die Plüschetage!!!!!
Die Mitarbeiter leisten trotz der extremen Betriebsumstände, wie ich finde, gute Arbeit. Jeder hat sein Ziel erreicht und die Verspätungen hielten sich heute noch in für diese Umstände halbwegs akzeptablen Grenzen. Manchen Mitarbeitern sieht man die Anstrengungen der letzten Tage deutlich an und dann wird auch auf das Gastrogelaber und die englische Ansage verzichtet. Die sind einfach "alle".Hut ab, dass das noch alles so läuft!
AUSDRÜCKLICHE ZUSTIMMUNG!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Auch wenn es manchmal nur noch mit Galgenhumor zu ertragen ist.
Loki zum Zub bei Annäherung zum nächsten Halt mit Blick auf die Kundschaft: "Was schauen die uns denn alle so komisch an?" - Antwort des Zubs: "Die wundern sich, dass wir pünktlich sind!"
Etwas später: "Guck se Dir alle an mit ihren Koffern und dem Gepäck. Ganz schön mutig, mit uns zu fahren..." - "Wieso, erspart den Abenteuerurlaub im Urwald..."
Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom
blaschke
Ersteres ist DAS Hauptproblem nicht nur bei der Bahn...
chris, Donnerstag, 07.01.2010, 22:51 (vor 6036 Tagen) @ Blaschke
Mangelnde Kommunikation ist nicht nur ein Hauptproblem bei der Bahn. Ich könnte wetten, dass in jedem dritten Unternehmen die interne Kommunikation die Ursache allen Übels ist. Sowas bemerk ich schon bei meinem kleinen Unternehmen. Wir sind zwar nur eine Handvoll Personen... Aber dennoch ist die Kommunikation und ein ständiger Informationsfluss ausschlaggebend für den Umgang mit den Kunden und den Mitarbeitern.
Interne Informationsdefizite und engagierte Mitarbeiter
moonglum, Hagen, Freitag, 08.01.2010, 08:00 (vor 6036 Tagen) @ Holger_HAM
Also ich finde es schon erstaunlich, dass ich wg. so ein paar Winterszenen mit diesem Chaos zufrieden seid - warum? Es ginge besser UND hätte besser zu gehen. Eine Organisation wie die Bahn MUSS sich solcher Parameter und Szenarien bewusst sein oder schnellstens werden.
Vielleicht mal weniger Global Player und dafür vor der Haustür bewusster kehren. Und die Aussagen am Infopoint Hagen beruhen ja nicht auf dem "Versagen" der Mitarbeiterin sondern auf dem Versagen des EDV-Systems, dem sie vertraut.
Und ich bekomme einen totalen Hals, wenn ich dann sehe, wie die älteren Herrschaften insbesondere auf Bahnsteig 6/5 hasten, schweres Gepäck dabei, natürlich kein Gepäcklaufband mehr zum Bahnsteig und nur ein lahmer Aufzug für zwei Personen und max. zwei Koffer...
nur um oben festzustellen, dass der angekündigte Zug gar nicht fährt....
Auf der Rückfahrt war im Speisewagen an einigen Tischen ein eindeutiger Tenor zu hören: Früher hieß es: Alle reden vom Wetter - wir fahren: Die Bahn.
Heute heißt es (zuweilen): Alle reden vom Wetter - Fahr lieber Auto, oder sag den Termin ab. Der Zug fällt entweder aus, oder er kommt hochverspätet, oder man weiss nicht, was los ist.
Abends war dann auch ganz nett. Ich überlegte grad, ob ich einem der Servicemitarbeiter den Verspätungsnachweis in die Hand drücke...
... auf dem Bahnsteig 9/10 war er/sie nicht. Also geht es zum Infopoint.
Dort steht ein fettes Schild: Sie finden uns auf den Bahnsteigen....
Interne Informationsdefizite und engagierte Mitarbeiter
Burkhard, Freitag, 08.01.2010, 09:31 (vor 6036 Tagen) @ moonglum
Auf der Rückfahrt war im Speisewagen an einigen Tischen ein eindeutiger Tenor zu hören: Früher hieß es: Alle reden vom Wetter - wir fahren: Die Bahn.
Und das war auch früher nur ein Werbeslogan!
Heute heißt es (zuweilen): Alle reden vom Wetter - Fahr lieber Auto, oder sag den Termin ab. Der Zug fällt entweder aus, oder er kommt hochverspätet, oder man weiss nicht, was los ist.
Das ist - gelinde gesagt - total übertrieben. Klar, gerade auf der Linie 10 lief es in den letzten Tagen mehr als beschissen, aber früher gab es auch Störungen, Zugausfälle, eingefrorene Weichen. Es mag nicht so schlimm gewesen sein, man hatte aber wohl auch einfach keinen Überblick über die ganze Republik.
Wenn Du demnächst lieber mit dem Auto bei dem Wetter nach Hannover fahren willst, um auf dem Rückweg die Nacht im 20 km Stau 10 Stunden auf der A2 stecken zu bleiben, ist das sicherlich eine tolle Alternative. Ich wünsche viel Spaß!
Interne Informationsdefizite und engagierte Mitarbeiter
moonglum, Hagen, Freitag, 08.01.2010, 10:14 (vor 6036 Tagen) @ Burkhard
Nein, es ist NICHT total übertrieben, und wenn Du genau die Meldungen seit Weihnachten verfolgst, weisst Du, dass es nicht übertrieben ist.
Interne Informationsdefizite und engagierte Mitarbeiter
Matze86, München, Freitag, 08.01.2010, 10:29 (vor 6036 Tagen) @ moonglum
Nein, es ist NICHT total übertrieben, und wenn Du genau die Meldungen seit Weihnachten verfolgst, weisst Du, dass es nicht übertrieben ist.
Reg dich doch nicht so auf, immerhin fährt was!
Auf der Autobahn steckst du im Stau bzw. Schnee fest (immerhin wird ja das Streusalz knapp...) und du weißt auch nicht, wann du ankommst!
Früher war mehr Lametta
Burkhard, Freitag, 08.01.2010, 10:29 (vor 6036 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von Burkhard, Freitag, 08.01.2010, 10:29
Nein, es ist NICHT total übertrieben, und wenn Du genau die Meldungen seit Weihnachten verfolgst, weisst Du, dass es nicht übertrieben ist.
Das bezog sich auch mehr auf den "Früher war alles bessser O-Ton"
Wenn man da mal die Abfahrtstafel Essen aufruft (für jetzt) gibt es ein paar 5- und 10-Minuten Verspätungen, sowie eine 20 Minuten Verspätung (ICE wegen Neubeckum). Es fällt noch nicht mal eine popelige S6 aus.
Wenn ich hier im Forum lese, sehe ich: Es fallen ein Dutzend Züge aus, ein weiteres Dutzend fährt als Ersatzzug.
"Früher" hätte ich das alles überhaupt nicht bemerkt.
Der Mensch neigt ja immer zu "früher war alles besser" (früher war auch mal mehr Lametta - um es mal mit Loriots Worten zu sagen), nur wirklich belegen kann das irgendwie niemand.
Und nur, weil die DB irgendwann in den 1970er Jahren zweifelsohne mal eine gute Werbung gemacht hat, glaube ich nicht, dass früher keine Weichen eingefroren sind!
Früher war mehr Lametta
moonglum, Hagen, Freitag, 08.01.2010, 13:23 (vor 6036 Tagen) @ Burkhard
Ich versteh gar nicht, was ihr habt - ist es secret code des Forums, die ganzen Faux-Pas der DB weichzuspülen? Glaubt ihr, dass ich "blöd" bin ;=))))
Ich komme im Jahresschnitt immer öfter immer unpünktlicher an, die Gastronomie in den Bistros wird immer problematischer etc. pp.
Fahrt mal sooft und flächendeckend durch DE, dann entgeht euch das nciht, auch wenn:
OFT VIELES SEHR GUT ODER ÜBERRRASCHEND GUT KLAPPT.
Früher war mehr Lametta
Burkhard, Freitag, 08.01.2010, 13:45 (vor 6036 Tagen) @ moonglum
Ich versteh gar nicht, was ihr habt - ist es secret code des Forums, die ganzen Faux-Pas der DB weichzuspülen?
Nein, natürlich nicht! Ich ärgere mich ja auch oft genug über den Laden, nur stellst Du es manchmal ein bisschen sehr arg dar! Zum Beispiel der Hinweis "Demnächst besser im Winter Auto fahren"... und "Im Speisewagen waren alle dieser Ansicht!". Das war bei meiner 3-Stunden-Verspätung vorgestern nicht so.
Ich komme im Jahresschnitt immer öfter immer unpünktlicher an
Ich fahre sicherlich nicht so viel wie Du, eine BC100 habe ich auch nicht mehr - mein Eindruck ist aber, dass das letzte Jahr abgesehen von den ICE-T-Linien insgesamt eigentlich ein recht pünktliches war. Im Nah- wie im Fernverkehr. Das passt auch mit der zurzeit nicht so guten Lage im Güterverkehr zusammen.
die Gastronomie in den Bistros wird immer problematischer etc. pp.
Da magst Du Recht haben.
OFT VIELES SEHR GUT ODER ÜBERRRASCHEND GUT KLAPPT.
Eben. Dadurch, dass man hier aber auch wirklich über jede größere Zugverspätung liest, übersieht man gerne mal, dass nicht nur 6 Züge ausfallen, sondern gerade auch 1000 pünktlich unterwegs sind.
Früher war mehr Lametta
Fabi, Stuttgart, Freitag, 08.01.2010, 13:47 (vor 6036 Tagen) @ moonglum
So ähnlich sehe ich das auch. Wenn man eine Dienstleistung anbietet, das sogar privat und mit hohem Gewinn. Dann muss der Normalfall sein, dass eine Zugfahrt reibungslos abläuft.
Und falls es doch mal ein Problem gibt, dann muss man versuchen, das zu lösen. Da gibt es Mittel wie Streckeninstandhaltung, Ersatzzüge, Ausbau mit Kreuzungsmöglichkeiten, Umleitungsstrecken, Ersatzpersonal, Kundenkommunikation, ...
Und genau da fehlt es meiner Meinung nach bei der DB AG ganz gewaltig.
Porblem ist halt auch die Fahrplangestaltung. Hätte man z.B.auch Hauptstrecken alle 30 Minuten einen Zug, dann kann man es viel einafcher hinnehmen, wenn mal ein Zug ausfällt. (z.B. gestern in Basel SBB mit einem ICE nach Interlaken erlebt). Oder wenn mal etwas an einem gut gewarteten Speisewagen nicht funktiniort und man nur Geträne hat, ist das kein Problem.
Also, ich sehe das bei mir, wenn ein Unternehmen normalerweise gut arbeitet, dann bin ich durchaus auch bereit etwas zu entschuldigen. Das sollte der Normalfall sein.
Im Prinzip ist das wie beim Fußball, wenn 90% der Spiele gewonnen werden, 5% noch in ein Unentschieden gerettet werden, kann man auch 5% Niederlagen verkraften. Wenn aber 80% verloren werden, muss man die Taktik ändern. :-)
Fabi
Früher war mehr Lametta
chris, Freitag, 08.01.2010, 16:33 (vor 6036 Tagen) @ moonglum
In den letzten Wochen war es wirklich nicht so prickelnd. Hat mich jetzt mal angenervt, obwohl ich die Dienstleistungen der Deutsche Bahn AG und der anderen netten Gesellschaften wirklich mag.
Ich habe seit ca. 1,5 Jahren eine BC100, daher fahre ich sehr oft Bahn. Hauptstrecken sind die Main-Weser-Bahn und Kassel-Berlin.
In den letzten drei Wochen:
CNL 1247.
Von Berlin nach München: Ich hatte mich ja im Vorfeld bei euch erkundigt und beraten lassen. Schlafwagen für 60 EUR reserviert. Ich war echt gespannt, wie's sein wird. Als ich am Bahnhof war, war der Zug schon 10 Minuten verspätet und mein Wagen 19 war einfach nicht am Zug! Super geil. Danach Zickereien mit dem netten Reisezentrumpersonal. "Wir erstatten Ihren Downgrade nicht. Sie müssen ein Formular im Internet ausfüllen". Aha, okay. Blah blah. bahn.comfort-Service gebeten, dass die sich darum kümmern. Das wiederum war echt gut: Habe einen Gutschein iHv 50 EUR bekommen und mich noch über die Verspätung von 120 Minuten beschwert.
Von München in Richtung Gießen: Letzte Zug in München hatte bereits 70 Minuten Verspätung. Der Anschlusszug in Frankfurt unmöglich erreichbar. Zum Glück konnte ich bei einem Freund übernachten und habe mir den Stress mit Hotel und Bahn erspart.
Von Berlin nach Kassel: Zug hatte schon in Berlin 30 Minuten Verspätung. (Also in Berlin sollte es auch losgehen.) Immer mal Hänger zwischen durch wegen Triebfahrzeugstörung.
Von Fulda nach Würzburg: Triebfahrzeugstörung, ein PU. 35 Minuten Verspätung. Nicht tragisch, da ich nur aus Spaß durch die Gegend gefahren bin.
Von Frankfurt nach Köln: Stau auf der Rennbahn, wechsel auf die linke Spur. Verspätung: 10 Minuten.
In den letzten 3 Monate:
BC100 verloren. Total aufgeschmissen gewesen. Ersatz war nur gegen Aufpreis von 30 EUR möglich. Commerzbank hat drei Wochen gebraucht bis die BC100 MasterCard kam. Jedes Ticket musste ich vorrauszahlen, da ich auch keinen Personalausweis zur Identifizierung, die notwendig für Rechnung war, hatte. Jede Ticketrückerstattung hatte eine Bearbeitungsgebühr von 7 EUR gekostet.
Abends Regionalexpress Gießen-Kassel. Immer 100% ausgelastet und mind. 5-15 Minuten verspätet.
Ich nehm's gelassen. ;) Zu Terminen nehm ich immer den früheren Zug.
teilweise fehlende Schulungen
Alexander, Freitag, 08.01.2010, 10:41 (vor 6036 Tagen) @ Holger_HAM
Hallo zusammen,
man brauch es nicht bestreiten das es teilweise enorme Kommunikationsdefizite gibt.
Aber wenn ich mit Handy und Internet auf den Bahnhöfe besser informiert bin als die Service Mitarbeiter sind es für mich eindeutig Schulungsdefizite bei den Mitarbeitern von Station&Service.
Wenn die Informationen im Internet stehen, haben die Mitarbeiter am Service Point oder bei der Ansage zumindest die gleichen Informationen (teilweise ausführlichere).
Ich erlebe es tagtäglich das vor allem das betriebliche Hintergrundwissen bei einem Großteil der Mitarbeiter von Station&Service gar nicht vorhanden ist und es daher immer wieder zu falschen Auskünften gegenüber von Reisenden kommt!
Viele Grüße
--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)
teilweise fehlende Schulungen
bahn-user, Freitag, 08.01.2010, 12:17 (vor 6036 Tagen) @ Alexander
bearbeitet von bahn-user, Freitag, 08.01.2010, 12:19
Ich erlebe es tagtäglich das vor allem das betriebliche Hintergrundwissen bei einem Großteil der Mitarbeiter von Station&Service gar nicht vorhanden ist und es daher immer wieder zu falschen Auskünften gegenüber von Reisenden kommt!
Da würd ich mir manchmal wünschen, dass die Ahnungslosen unter den DB-Mitarbeitern vor Ort aufhören würden, Halbinformationen weiterzureichen und gleich nur an einen Kollegen mit Weitblick verweisen, die es ja durchaus auch in Krisensituationen gibt.
Bei Kyrill fiel mir das auf - da gab es ja am Gesundbrunnen einen mit Handyverbindung zur Transportleitung, der wusste früher als jeder andere am Bahnhof oder auch früher als die Lautsprecherdurchsagen (was eigentlich ein Unding ist!), wann es wieder ab Ostbahnhof weitergehen wird. Von anderen gab es zwar gute Sprechblasen, aber mehr nicht.
Auch frustrierend: Die richtige Informationsweitergabe klappt oft nur tröpfchenweise im Notfall:
Da steht also mal ein gut informierter DB-Mitarbeiter auf dem Bahnsteig oder an einem mobilen Servicepoint und kann nur einem Fahrgast das Problem erklären. 3-4, die am nächsten stehen, hören das noch, der Rest der wartenden Meute aber nicht mehr.
Also lange Schlange, der Mitarbeiter erklärt vieles x-fach und alle verlieren Zeit/Energie/Nerven.
Zugriff auf Lautsprechersysteme (Megaphon? ;-), um im Notfall mal vielen Leuten etwas sinnvoll zu erklären, ja idR lokal nicht vorhanden, sondern kommt irgendwo aus einer anonymen Ferne ;-).
Generell hab ich aber viel Verständnis für die Bahn bei Krisen: Anders als auf Flughäfen gibt es halt x Möglichkeiten für Lösungen, das ist einfach komplexer als die drei Varianten beim Fliegen: "Fliegt/Fliegt nicht/Fliegt verspätet".
teilweise fehlende Schulungen
liebe70, Samstag, 09.01.2010, 00:23 (vor 6035 Tagen) @ Alexander
Aber wenn ich mit Handy und Internet auf den Bahnhöfe besser informiert bin als die Service Mitarbeiter sind es für mich eindeutig Schulungsdefizite bei den Mitarbeitern von Station&Service.
Für mich nicht. Ich kenne etliche von den Kollegen. Das Problem ist, daß regelmäßig vergessen wird, sie auch zu informieren.
Wenn die Informationen im Internet stehen, haben die Mitarbeiter am Service Point oder bei der Ansage zumindest die gleichen Informationen (teilweise ausführlichere).
Das wage ich zu bezweifeln. Gestern stand im RIS, daß einer der RE Koblenz - Emmerich 30 min später war. Eine Ansage dazu hörte ich auf dem gesamten Bahnsteig nicht. Ich habe die Reisenden anhand der RIS-Angaben kurzerhand die eine Station bis Duisburg mitgenommen.
Ich erlebe es tagtäglich das vor allem das betriebliche Hintergrundwissen bei einem Großteil der Mitarbeiter von Station&Service gar nicht vorhanden ist und es daher immer wieder zu falschen Auskünften gegenüber von Reisenden kommt!
Der größte Teil der Station- und Service-Mitarbeiter sind - im Gegensatz zu früher - keine Betriebseisenbahner, sondern Kaufleute! Entweder KiES (Kaufmann im Eisenbahn- u. Straßenverkehr) bzw. KfV (Kaufmann für Verkehrstechnik o.ä.)! Woher sollen die ihr Betriebswissen haben?
Gruß, Ralf
teilweise fehlende Schulungen
Alexander, Samstag, 09.01.2010, 11:34 (vor 6035 Tagen) @ liebe70
Hi,
Für mich nicht. Ich kenne etliche von den Kollegen. Das Problem ist, daß regelmäßig vergessen wird, sie auch zu informieren.
Da stimme ich dir überein, das ist fast das gleiche wie beim Zugpersonal - aber eben auch nicht immer.
Die EVU kommunizieren fast nur noch über RIS, da anderes aus Zeitgründen fast gar nicht mehr möglich ist, da ist dann die Frage wie schnell die Kollegen dies aufgreifen und auch verstehen. (Da sind ältere Betriebseisenbahner im Vorteil - aber die gibt es leider kaum noch...)
Wenn die Informationen im Internet stehen, haben die Mitarbeiter am Service Point oder bei der Ansage zumindest die gleichen Informationen (teilweise ausführlichere).
Das wage ich zu bezweifeln. Gestern stand im RIS, daß einer der RE Koblenz - Emmerich 30 min später war. Eine Ansage dazu hörte ich auf dem gesamten Bahnsteig nicht. Ich habe die Reisenden anhand der RIS-Angaben kurzerhand die eine Station bis Duisburg mitgenommen.
Und genau das meine ich - DB Station&Service ist hier in der Pflicht die aktuellen Informationen an die Reisenden weiterzugeben. Und wenn du diese Informationen über dein RIS erhältst bzw. vorliegen hattest liegen diese auch Station&Service vor, außer der Mitarbeiter sitzt nicht an seinem Arbeitsplatz oder IRIS bzw. die RIS-Infoplattform funktioniert nicht - aber dann hättest du die Information über die Verspätung auch nicht gehabt. (Die Systeme werden beide von der selben Schnittstelle beliefert)
Ich erlebe es tagtäglich das vor allem das betriebliche Hintergrundwissen bei einem Großteil der Mitarbeiter von Station&Service gar nicht vorhanden ist und es daher immer wieder zu falschen Auskünften gegenüber von Reisenden kommt!
Der größte Teil der Station- und Service-Mitarbeiter sind - im Gegensatz zu früher - keine Betriebseisenbahner, sondern Kaufleute! Entweder KiES (Kaufmann im Eisenbahn- u. Straßenverkehr) bzw. KfV (Kaufmann für Verkehrstechnik o.ä.)! Woher sollen die ihr Betriebswissen haben?
Ich weiß wie viel Betriebsdienst in der Ausbildung zum KfV dran kommt, habe selber KfV gelernt. Ich hatte damals das Glück in einer Gruppe von Regio mit reinzukommen, so hatten wir etwas mehr Betriebsdienst.
Dies soll ja auch nicht unbedingt eine Kritik an die Mitarbeiter sein, den diese können auch nur das machen, was diesen angelernt wird. Eher sollten solche Themen vermehrt in der ServiceWerkstatt aufgenommen werden, das würde nachhaltiger helfen als wie man richtig lächelt oder das Halstuch richtig sitzt!
Letztens hatte ich einen Mitarbeiter an einem Service Point welchen ich nur sehr schwer verstanden habe, da dieser der deutschen Sprache nicht fließend mächtig war!
Viele Grüße
--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)
War irgendwie der Wurm drin...
Frank Augsburg, Ansbach, Donnerstag, 07.01.2010, 22:19 (vor 6036 Tagen) @ moonglum
Hallo zusammen,
ja, solche Tage die gibt es. Soll ich jetzt beruhigt sein, daß ich mir heute morgen nicht allein den A... llerwertesten abgefroren habe? Eher nein.
In Nürnberg war die Sache so: Ankunft meiner RB von Ansbach 5.34, also +4, was solls, hab ne halbe Stunde Übergang auf den 822. Also zum Zeitungsladen gelatscht und die Zeitung geholt, dann zu Yormas, Kaffee und Semmel abgezogen und ab nach Bahnsteig 6, wo der 822 zum Einsteigen bereit stehen sollte. 6.00 Abfahrt, 9.16 Kölle Messe Deutz, weiter mit RE nach Bonn, Ankunft 9.56 Uhr, und noch ne Stunde Übergang bis zum Termin. So war der Plan.
Der schönste Plan ist aber für die Tonne, wenn die DB Bahn nicht mitmacht. Der ALEX nach Prag fuhr pünktlich ab, alle anderen Züge irgendwie auch, nur von meinem 822 keine Spur.
Langer Rede kurzer Unsinn: Es war kein Tf zum Bereitstellen da, also ist der etatmäßige per Taxi in die Abstellanlage, hat die Mühle aufgerüstet, kam an den Bahnsteig gefahren und los gings, mit schlappen +48.
Problem an der Sache: Im Bf. wußte man von nix. Im 10- min- Abstand sprang die Anzeige um, von "wenige Minuten später" auf "ca. 10 min später", dann "ca. 20 min später", usw. Dann war der Kaffee ausgesoffen und die Semmel verdrückt. Himmel hilf! Was nun!
Da lobe ich mir die interne Kommunikation: Die DB Bahn griff zu ihrer schärfsten Waffe für solche Fälle - die Blech- Else!
Mal vorab: Blech- Else machte ihre Sache gut. Sie tat jede Information kund, die am betreffenden Bahnsteig (erst 6, dann 8) kein Mensch brauchte. Das Rauchen ist nur den gekennzeichneten Raucherbereichen gestattet, vielen Dank. ICE 684 wird in Hannover geteilt, wir bitten um Verständnis. Es wird bereitgestellt ICE nach München. Es wird bereitgestellt RB nach Neumarkt.
Also - die Ansagen funktionierten gut, wenn gleich ein wenig am Problem vorbei. Dafür war der ZC gut drauf und lud alle Fahrgäste zum Heißgetränk auf Kosten des Hauses ein.
Ist doch was, oder?
Ja, ich schließe mich Holger an: Hut ab, daß es immer noch so läuft. Trotz aller Widrigkeiten - danke Euch im Betriebsdienst!
Der ganze Verspätungsspaß verfolgte mich auch auf der Rücktour, aber sei es drum. Im übrigen war der Zub im 822 auf Zack und lotete jede Anschlußmöglichkeit aus. So war ich dennoch pünktlich in Bonn, wenngleich via Siegburg/ Bonn und Taxi.
Viele Grüße aus Ansbach
Frank
...der sich fragt, was das morgen werden soll. Wird der Bahnbetrieb mal wieder eingestellt?
--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."
(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)
Bahnbetrieb einstellen...
Ozzwald, Freitag, 08.01.2010, 00:58 (vor 6036 Tagen) @ Frank Augsburg
Ma voran, danke das es noch Kunden gibt, die uns verstehen.
Ich für meinen Teil hab einen großteil meines doch recht belasbaren Nervenkostüms mittlerweile verloren..
Es macht auf der einen Seite ja doch irgendwie Spaß, im Chaos den Leuten weiterzuhelfen, aber es muss nich viel passieren zzt, da geb ich dann auch entsprechende Antworten zurück.
Naja, in zwei Monaten is März, das klingt viel besser.
Auch wenn da der Winter auch noch die Oberhand haben kann, aber man kann wenigstens sagen: "Schaun se ma, es is März, mit tiefstem Winter kann man da nich mehr mit rechnen" (Klappt warscheinlich nur, bei Gelegenheitsfahrern, die zzt. nicht mit der Eisenbahn fahren)
NEIN!!! (Bahnbetrieb einstellen...)
Frank Augsburg, Ansbach, Freitag, 08.01.2010, 22:43 (vor 6035 Tagen) @ Ozzwald
Hallo Ozzwald,
um Himmels Willen, bloß das nicht! Bis auf die üblichen "winterbedingten" Problemchen hat ja heute alles gut geklappt. Vielleicht auch deswegen, weil der geneigte Kunde (in dem Fall ich) meistens einen Plan B parat hat. Klappt die eine Verbindung nicht, dann vielleicht die Alternative. Naja, und wenn nicht, dann ist es eben so.
Nur besteht in meinem persönlichen Falle folgende Besonderheit, weswegen ich kein "normaler" Kunde bin. Erstens bin ich ehemaliger DR/ DB/ DB AG- Angestellter (allerdings seit 1998 nicht mehr). Zweitens bin ich einer derjenigen, welche die schönen neuen Fahrzeuge für die Schienenfahrzeug- Industrie konstruktiv in die Tat umsetzen. Und drittens bin ich Vielfahrer.
Insofern bringe ich für alles und jeden eingewisses Verständnis auf. Ein gewisses, wie gesagt. Es gibt auch Dinge, die ich nicht verstehe. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte.
Aber mal nebenbei: Wenn es wo auch immer mal wieder gegen die Sch...[impfwort]- Schienenfahrzeug- Industrie geht, läßt mich das ziemlich kalt. Okay, ich stehe auch nicht an der Front zu den Bahnreisenden. Aber was die angeblichen Säumnisse der Industrie angeht - da wird in den Medien (leider) auch viel gedichtet. Tja, was soll man da entgegnen?
Viele Grüße aus Ansbach
Frank
--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."
(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)
Fragen zu einem etwas rätselhaften Tag
Matze86, München, Freitag, 08.01.2010, 08:44 (vor 6036 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von Matze86, Freitag, 08.01.2010, 08:46
Was mich noch interessiert:
Was war mit 2320?
Tfz-Störung, mit +128 gings dann weiter.
Warum wurden die Folgezüge nicht übers Gegengleis vorbeigelassen sondern umfuhren Hagen?
Vielleicht musste der Tf von der Lok runter bzw. aus dem Steuerwagen raus => Gegengleis musste auch gesperrt werden
Fragen zu einem etwas rätselhaften Tag
moonglum, Hagen, Freitag, 08.01.2010, 09:21 (vor 6036 Tagen) @ Matze86
Ja das wäre ja gut möglich!
Wo genau stand denn der Zug? Ist er allein oder mit neuer Maschine weitergebraust?
Fragen zu einem etwas rätselhaften Tag
chritz, Freitag, 08.01.2010, 14:59 (vor 6036 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von chritz, Freitag, 08.01.2010, 15:00
Der Zug stand in Solingen mit Lokschaden, nach etwa 30 Minuten wurde ein zweiter Versuch unternommen und nach 100 Metern kam es erneut zum Stillstand.
Da der Zug in Solingen die letzte Weiche rot ausleuchtete, konnte der RE7 nach Münster direkt hinter ihm NICHT in den Bahnhof einfahren. Erst als 2320 beim zweiten Versuch vorzog, war eine Einfahrt in KSO wieder möglich.
Fahren im Gegengleis ist im Übrigen grundsätzlich keine wirklich gute Alternative, da die Streckenkapazität dann quasi auf NULL reduziert wird. Hier hätte man von Opladen bis Gruiten im Gegengleis fahren müssen. Der Aufwand (Befehle schreiben, Weichen festlegen, Züge zurückmelden) ist VIEL zu extrem, als das es eine Alternative wäre. In der Zeit, die dann ein Zug im Gegengleis braucht, stehen FÜND Züge auf der Gegenrichtung fest, gerade auf der vielbefahrenen Wupperstrecke - Das ist eigentlich überall dasgleiche und wird höchstens nachts bei dem letzten Zug eines Tages mal praktiziert.