Immer der Sonne nach! (4/7, 43 Bilder) Teil 2 (Reiseberichte)

Splittergattung, Donnerstag, 30.11.2017, 22:52 (vor 3033 Tagen) @ Splittergattung

Da sind wir auch schon wieder.

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19 Nämlich bis Entrevaux, ausgesprochen wird es etwa wie deutsch Entrevaus. So schreibt man es auch im Provencalischen.

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20 Hier sind wir schon wieder am Var, und über diesen blicken wir vom Bahnhof auf den Ort. Am rechten Bildrand erhebt sich ein Berg, auf dem sich die berühmte Zitadelle von Entrevaux befindet. Die besuchen wir auch noch.

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21 Da ist sie.

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22 Heute dominiert hier der Tourismus mit entsprechend teuren Restaurants, kleinen Läden und einem privaten Motorradmuseum, das wir zwar nicht besucht haben - aber die Eisenbahnromantik war in ihrer Folge zum Pinienzapfenzug da.

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23 Wir blicken einmal an der Stadtmauer entlang auf den Var.

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24 Und gehen dann über den Pont levis in den alten Stadtkern. Kaum zu glauben, aber das Kaff mit heute noch 880 Einwohnern war bis zur Französischen Revolution mal eine Bischofs- und seit Vauban auch Festungsstadt.

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25 Hier mal ein Stadtplan zur Orientierung. Braucht man nicht, man kann den Ort quasi von jedem Punkt aus komplett überblicken.

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26 Hier gibt's regionale Spezialitäten - mein mäßiges Französisch erkennt Honig, Olivenöl, Konfitüren, Ziegenkäse, Orangenwein (was soll das denn sein? Vielleicht hätte ich doch reingehen und mal probieren sollen, andererseits hätte mich Alkohol an einem Tag mit 38 Grad wohl ziemlich umgelegt...), Senf, Essig, 50 Kräuter und etwas, das ich nicht identifizieren kann.

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27 Ne Kirche. War das mal die Kathedrale?

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28 Noch mehr Gastronomie, die dem Auge sehr, dem Geldbeutel dafür umso weniger behagt.

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29 Aber wir haben Essen eingepackt und gehen hinauf auf die Zitadelle. Wer findet den Bahnhof?

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30 Weiter aufwärts. Diesmal blicken wir in die andere Richtung.

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31 Zwischen Burgmauern.

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32 Komm'Se rauf, könn'Se runtergucken. Hier das Tal des Var abwärts.

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33 Im Innenhof der Zitadelle. Als Savoyen noch ein eigenständiger Staat war, lag Entrevaux im Grenzgebiet auf französischer Seite. Ludwig XIV. beauftragte 1690 seinen General und Baumeister Marquis de Vauban damit, die Stadt zur Festung gegen die Savoyer auszubauen, die sie auch nie einnehmen konnten. Später im ersten Weltkrieg waren hier deutsche Kriegsgefangene untergebracht.

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34 Einige der Innenräume sind für die Öffentlichkeit Sackgassen. Man kann sich denken, warum.

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35 Wir werfen einen letzten Blick aufs Tal...

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36 ... und gehen dann hinunter in selbiges, wo wir vom Park aus einen Zug Richtung Digne erspähen.

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37 Wir wechseln nochmal die Talseite, wo es im neueren Teil von Entrevaux einen musealen Mühlenwanderweg gibt. Der ist durchaus sehr schön anzusehen, aber biestig zu fotografieren, weswegen ich keine weiteren Bilder davon habe. Ist aber eine angenehme Abkühlung in der Hitze der Provence!

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38 Zurück am Bahnhof. Der Zug auf der Rückfahrt ist noch voller als der auf dem Hinweg, dazu muss er anscheinend die Nizzaner Vororthalte für einen ausgefallenen Bummelzug übernehmen. Deswegen gibt's hier keine Bilder mehr.

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39 Wir springen zum nächsten Tag, wo nach der Bummelei der letzten Tage mal wieder Kilometerfressen angesagt ist. Da ich furchtbar müde war und die halbe Fahrt geschlafen habe, gibt's nur wenige Bilder. Hier bei Sete. Marseille haben wir schon hinter uns, bis dorthin brachte uns ein typischer TER-Provence-Alpes-Cote-d'Azur-Doppelstockzug.

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40 Mit der ungefähr einzigen Verbindung, die weder reservierungspflichtig ist noch zahlreiche zeitraubende Umstiege enthält, erreichen wir dann am Nachmittag Perpignan.

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41 Dieser Zug hat uns hingebracht. Es war ein Doppelpack vierteiliger Z 27500 von TER Languedoc-Roussillon.

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42 Wir schauen uns noch kurz den Bahnhof von draußen an - auf den geplanten Stadtbummel verzichten wir aber, weil im Rücken der Kamera dunkle Wolken mit Regen aufziehen, die auch bis zum Abend nicht mehr verschwinden. Schade.

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43 Stattdessen beziehen wir die Jugendherberge, die uns mit fantasievollem Deutsch begrüßt. Und das war's auch schon von Kapitel 4, in Kapitel 5 geht's hoch hinaus in die Pyrenäen! Bis dann!


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