Sparpreis-Zugbindung bei Streckensperrung u. SEV aufgehoben? (Allgemeines Forum)

chriL999, Freitag, 03.11.2017, 10:20 (vor 3076 Tagen)
bearbeitet von chriL999, Freitag, 03.11.2017, 10:21

Guten Tag,

aufgrund einer Streckensperrung mit Schienenersatzverkehr durch Bus (SEV) ergibt sich eine Verzögerung von über 30 Minuten bei Ankunft am Zwischenhalt mit Übernachtung.
Ein (an sich gleich teurer) Umweg wäre zeitlich gesehen zwar nicht von Vorteil, jedoch im Zug viel bequemer als im kurvigen Bus bei Nacht.
Hätte ich nun ein Flexpreisticket könnte ich problemlos den längeren Umweg fahren.
Da ich jedoch einen Sparpreis Europa habe, besteht im Vor- bzw. Nachlauf zwar keine Zugbindung, jedoch Streckenbindung.

Muss ich nun tatsächlich zum Schalter und mir diesen längeren Umweg bestätigen lassen?

Zudem: Warum weist die Bahn in ihrem Fahrplanheft der Bauarbeiten nicht auf diesen Sachverhalt hin und gibt diese Züge auf dem Umweg einfach für alle frei?

Lieben Dank!

Sparpreis-Zugbindung bei Streckensperrung u. SEV aufgehoben?

musicus, Freitag, 03.11.2017, 10:42 (vor 3076 Tagen) @ chriL999

Guten Tag,
aufgrund einer Streckensperrung mit Schienenersatzverkehr durch Bus (SEV) ergibt sich eine Verzögerung von über 30 Minuten bei Ankunft am Zwischenhalt mit Übernachtung.
Ein (an sich gleich teurer) Umweg wäre zeitlich gesehen zwar nicht von Vorteil, jedoch im Zug viel bequemer als im kurvigen Bus bei Nacht.

Entscheidend für alle Fragen zu etwaigen Fahrgastrechten ist die zu erwartende Verspätung am Ziel. Letztere ist deiner Schilderung zufolge einerseits aktuell überhaupt nicht abzusehen, andererseits sind 30 Minuten Verspätung nichts, was fahrgastrechtliche Ansprüche begründen würde.

Hätte ich nun ein Flexpreisticket könnte ich problemlos den längeren Umweg fahren.
Da ich jedoch einen Sparpreis Europa habe, besteht im Vor- bzw. Nachlauf zwar keine Zugbindung, jedoch Streckenbindung.

Frage an die Profis: Ist das so? Falls ja: warum? Steht da nicht lediglich "NV" auf der Fahrkarte? Die Schilderung von chriL999 liest sich ja so, als ob die Alternativroute verkehrsüblich und mit einer Flexpreisdifferenz von 0€ bepreisbar wäre.

Muss ich nun tatsächlich zum Schalter und mir diesen längeren Umweg bestätigen lassen?

Das hängt davon ab, ob tatsächlich "Streckenbindung" besteht. Falls das der Fall ist: ja, definitiv.

Zudem: Warum weist die Bahn in ihrem Fahrplanheft der Bauarbeiten nicht auf diesen Sachverhalt hin und gibt diese Züge auf dem Umweg einfach für alle frei?

Wer weiß das schon?

Streckenbindung im NV beim Sparpreis

chriL999, Freitag, 03.11.2017, 11:08 (vor 3076 Tagen) @ musicus

Es steht zwar lediglich NV für Nahverkehr auf dem Ticket, jedoch besteht Streckenbindung (nicht Zugbindung) aufgrund des Sparpreises.

Die Alternativroute zum Via ist beim Flexpreis zum gleichen Preis erhältlich, obwohl ca. 25 Minuten längere Fahrt (wegen Umsteigen).

In meinem Fall ergibt sich keine Verspätung am Ziel, da eine Übernachtung (Via) eingeplant ist. Jedoch beginnt dort das "Menü" eben zu einer bestimmten Uhrzeit.

Streckenbindung im NV beim Sparpreis

musicus, Freitag, 03.11.2017, 11:23 (vor 3076 Tagen) @ chriL999
bearbeitet von musicus, Freitag, 03.11.2017, 11:23

Es steht zwar lediglich NV für Nahverkehr auf dem Ticket, jedoch besteht Streckenbindung (nicht Zugbindung) aufgrund des Sparpreises.
Generell gilt beim Sparpreis die Streckenbindung gemäß Reiseverlauf. Hier darf im Normalfall wirklich nicht abgewichen werden. Das habe ich schon herausbekommen.

Das steht nun mehrfach im Thread, beantwortet aber leider nicht meine Frage, aufgrund welcher Bestimmung das nun so ist.

Die Alternativroute zum Via ist beim Flexpreis zum gleichen Preis erhältlich, obwohl ca. 25 Minuten längere Fahrt (wegen Umsteigen).

Auch das ist bereits dem Ausgangspost zu entnehmen. Solange mir allerdings unklar bleiben muss, was es mit der "Streckenbindung" auf sich hat, kann ich dazu keinen weiteren sinnvollen Kommentar beisteuern.

In meinem Fall ergibt sich keine Verspätung am Ziel, da eine Übernachtung (Via) eingeplant ist. Jedoch beginnt dort das "Menü" eben zu einer bestimmten Uhrzeit.

Ersteres ist ebenfalls bereits bekannt und begründet keine Ansprüche auf FGR. Zweiteres ist leider Pech. Von Bahnreisen ohne entsprechende Reserven ist immer abzuraten.

im Bus die Wackelei und keine Toilette

chriL999, Freitag, 03.11.2017, 11:32 (vor 3076 Tagen) @ musicus

Nur aufgrund der Streckenbindung (beim Sparpreis) sieht sich die Bahn in der Lage, den so stark vergünstigten Sparpreis einrichten zu können. Es ist keine "Notwendigkeit" sondern von der Bahn so gewollt.

Meine Bahnreisen sind mit sehr viel Reserve verbunden, jedoch stört es mich primär in einen Bus gezwungen zu werden, bei dem mir übel wird und ich nicht auf die Toilette gehen kann. Um viel mehr geht es mir nicht.
Storno ist ebenfalls nicht möglich aufgrund der hohen Gebühr von 19 Euro.

Streckenbindung im NV beim Sparpreis

julius, Freitag, 03.11.2017, 11:47 (vor 3076 Tagen) @ chriL999

Es steht zwar lediglich NV für Nahverkehr auf dem Ticket, jedoch besteht Streckenbindung (nicht Zugbindung) aufgrund des Sparpreises.

Das Thema wurde hier schon öfters diskutiert. Den Begriff "Streckenbindung" gibt es nicht in den Befördeungsbedingungen für Sparpreise der DB. Es gibt eine Wegevorschrift, die im Teil "Fahrkarte" enthalten ist. Steht da "NV-*" ist die Route nach einhelliger Meinung in gewisser Weise beliebig, solange sie "verkehrsüblich" ist, also keine "Stichfahrten".

Kontrollpersonal

chriL999, Freitag, 03.11.2017, 11:51 (vor 3076 Tagen) @ julius

Danke für die Erläuterung.

Ist das Zugpersonal über die fehlende Streckenbindung im NV bei Sparpreisen informiert?
Oder werden ich (nur) bei der Kontrolle an jemanden geraten, der es dann "wirklich" weiß in dem Moment.

Streckenbindung im NV beim Sparpreis

musicus, Freitag, 03.11.2017, 12:00 (vor 3076 Tagen) @ julius

Es steht zwar lediglich NV für Nahverkehr auf dem Ticket, jedoch besteht Streckenbindung (nicht Zugbindung) aufgrund des Sparpreises.

Das Thema wurde hier schon öfters diskutiert. Den Begriff "Streckenbindung" gibt es nicht in den Befördeungsbedingungen für Sparpreise der DB.

Eben! Daher habe ich die vorgebrachte Sichtweise auch bezweifelt. Laut Ausgangsfrage handelt es sich ja um einen "Sparpreis Europa", bei dem für Auslandsabschnitte Regelungen des Binnenverkehrs des jeweiligen EVU im Ausland Anwendung finden könnten.

Es gibt eine Wegevorschrift, die im Teil "Fahrkarte" enthalten ist. Steht da "NV-*" ist die Route nach einhelliger Meinung in gewisser Weise beliebig, solange sie "verkehrsüblich" ist, also keine "Stichfahrten".

Leider gehen aus dem gesamten Diskussionsverlauf keine Details zur strittigen Strecke hervor, für innerdeutsche NV-Vor-/Zwischen-/Nachläufe halte ich diese "Streckenbindung" i.d.R. für nicht existent oder durchsetzbar, ich teile also deine Darstellung.

Nach wie vor unklar

chriL999, Freitag, 03.11.2017, 12:06 (vor 3076 Tagen) @ musicus

Es geht zwar um einen Sparpreis, jedoch um eine innerdeutsche Strecke (und ein "Umweg" zum Ziel zum gleichen Preis im Falle Flexpreis und ohne Stichfahrten).

Die Bahn nimmt hierzu recht genau Stellung, jedoch liegt in meinem Falle ja ein plötzlicher SEV vor:


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Nach wie vor unklar

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 03.11.2017, 12:43 (vor 3076 Tagen) @ chriL999

Da steht "keine Umwege". Die Frage ist, ob ein verkehrsüblicher abweichender Weg als Umweg zählt oder nicht. Ich persönlich tendiere zu nein.

Mal ein konkretes Beispiel - Sparpreis von werweißwo nach Hanau Hbf, Zugbindung FV bis Frankfurt Hbf, ab da nur als *NV angegeben.

Neben der S-Bahn bieten sich noch diverse RE und RB an - und somit drei verschiedene Wege:
- S-Bahn durch die Tunnelstrecke Frankfurt und Offenbach, weiter über Mühlheim nach Hanau
- Regionalzüge über Frankfurt Süd und Offenbach - ab Offenbach Ost gleiche Strecke wie die S-Bahn
- Regionalzüge über die nordmainische Strecke Frankfurt Ost - Maintal, bis Frankfurt Süd gleich mit dem südmainischen Regionalverkehr.

Nichts davon würde ich als Umweg ansehen.

Eine Fahrt via Darmstadt - Dieburg - Babenhausen beispielsweise hingegen schon.

Ein SEV und somit eine Änderung des Angebots ist dann sowieso noch mal eine ganz andere Nummer.

Wortklaubende Grße,
der Colaholiker

--
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Nach wie vor unklar

chriL999, Freitag, 03.11.2017, 13:23 (vor 3076 Tagen) @ Colaholiker

Danke für den Hinweis.
In dem Internetpost des anderen Kunden hat die Bahn aber einen direkten Weg nach Rheydt (über verschiedene Wege, die keine Umwege sind, erreichbar) abgelehnt.
Daher die eigene Verunsicherung, die fortbesteht.

Nach wie vor unklar

julius, Freitag, 03.11.2017, 13:38 (vor 3076 Tagen) @ chriL999

Es gibt auch bei der DB kontroverse Aussagen dazu, z.B. hier:

"Für Züge des Nahverkehrs, die für die Anreise zum Bahnhof und Weiterreise zum Zielort genutzt werden, besteht keine Zugbindung. Sie können daher auch einen früheren Zug nutzen, sofern Sie einen direkt Weg nehmen und keinen Umweg fahren oder eine Rundreise machen."

https://community.bahn.de/questions/1420054-kanm-man-nv-vorlauf-sparpreises-andere-dire...

Weniger unklar

musicus, Freitag, 03.11.2017, 13:56 (vor 3076 Tagen) @ julius
bearbeitet von musicus, Freitag, 03.11.2017, 13:57

Es gibt auch bei der DB kontroverse Aussagen dazu, z.B. hier:

"Für Züge des Nahverkehrs, die für die Anreise zum Bahnhof und Weiterreise zum Zielort genutzt werden, besteht keine Zugbindung. Sie können daher auch einen früheren Zug nutzen, sofern Sie einen direkt Weg nehmen und keinen Umweg fahren oder eine Rundreise machen."

https://community.bahn.de/questions/1420054-kanm-man-nv-vorlauf-sparpreises-andere-dire...

Ich halte das keineswegs für kontrovers, sondern lediglich für nicht verallgemeinerbar, es ist also stets der Einzelfall zu würdigen.

Im konkret debattierten Fall soll offenbar im Nachlauf von München aus via Memmingen nach Kempten gefahren werden, weil die Direktverbindung zwischen Kaufbeuren und Kempten baustellenbedingt total gesperrt ist. Da die Reise dem Vernehmen nach zu einem späteren Zeitpunkt bis in die Schweiz fortgesetzt werden soll, halte ich dieses Ansinnen nicht für einen Umweg, der diese Alternativroute ausschließen würde.

Kurz: Ich würde einfach den Alternativweg aufs Geratewohl drauflos fahren.

Weniger unklar

julius, Freitag, 03.11.2017, 14:15 (vor 3076 Tagen) @ musicus

Ich halte das keineswegs für kontrovers, sondern lediglich für nicht verallgemeinerbar, es ist also stets der Einzelfall zu würdigen.

So war es auch gemeint, weder die eine Aussage der DB zu dem Thema ist allgemeingültig noch ganz die andere. Leider fehlt weiterhin eine klare Defintion in den Beförderungsbedinguen, was NV* bei einem Sparpreisticket bedeutet und was nicht.

Ich hatte bis jetzt im NV-Vor-/Nachlauf eines Sparpreistickets noch nie Probleme, auch wenn eine andere Strecke, als in der Reiseverbindung aufgedruckt war, benutzt wurde (auch nicht verallgemeinerbar).

Weniger unklar

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 03.11.2017, 14:32 (vor 3076 Tagen) @ julius

Ich hatte bis jetzt im NV-Vor-/Nachlauf eines Sparpreistickets noch nie Probleme, auch wenn eine andere Strecke, als in der Reiseverbindung aufgedruckt war, benutzt wurde (auch nicht verallgemeinerbar).

Ich habe ein wenig in meinen Erinnerungen gekramt, und ein Beispiel gefunden, wo es mich auch schon betroffen hat. Sparpreis von Norden kommend mit Zugbindung bis Hannover. Weiterfahrt nach Hildesheim als *NV angegeben, die ausgedruckte Verbindung war die von mir präferierte Verbindung mit dem Erixx. Es ergab sich aber, daß wir einen Aufenthalt in Hannover einschoben und später weiter fuhren - mit der S-Bahn, die über Lehrte fährt, statt wie der Erixx oder die alternative S-Bahn über Sarstedt.

Also ein gänzlich anderer, aber verkehrsüblicher Weg zum Ziel. Beanstandung gab es keine, nicht mal ein Stirnrunzeln.

Auch bei plausibler Erklärung einfach fahren würdende Grüße,
der Colaholiker

--
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gut

chriL999, Freitag, 03.11.2017, 17:59 (vor 3076 Tagen) @ Colaholiker

Auch für diese Antwort großer Dank.
Leider ist das Tarifsystem in Deutschland so kompliziert, dass man sich den Kopf zerbrechen kann.

gut

brandenburger, Perleberg, Freitag, 03.11.2017, 18:55 (vor 3076 Tagen) @ chriL999

Du willst ja gar nicht von Köln nach Rheydt, von daher ist die Antwort dort für dich nicht unbedingt ausschlaggebend. Zumal diesem Reisenden gesagt wurde, er dürfe keinen Umweg fahren, das heißt aber nicht dass er nur auf einem möglichen Weg fahren darf.

Ich würde sagen, die Bahn wird sogar froh sein, wenn Leute über Memmingen fahren, anstatt den Schienenersatzverkehr zu benutzen. Schließlich haben die Ersatzbusse meist nicht dieselbe Kapazität wie die Züge.

Ich sähe hier nur ein Problem, wenn ausdrücklich Kaufbeuren auf der Fahrkarte (nicht nur auf dem Fahrplan) vermerkt wäre.

Ersatzfahrplanheft ohne jeden Hinweis.

chriL999, Freitag, 03.11.2017, 19:03 (vor 3076 Tagen) @ brandenburger

Danke.
Am einfachsten wäre es natürlich, wenn in dem 16-seitigen Ersatzfahrplanheft auf diesen Umstand einfach hingewiesen worden wäre.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies nicht einfach so vergessen wurde.

Ersatzfahrplanheft ohne jeden Hinweis.

JanZ, HB, Freitag, 03.11.2017, 19:15 (vor 3076 Tagen) @ chriL999

Danke.
Am einfachsten wäre es natürlich, wenn in dem 16-seitigen Ersatzfahrplanheft auf diesen Umstand einfach hingewiesen worden wäre.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies nicht einfach so vergessen wurde.

Sondern welche Verschwörung witterst du da? Ich habe noch nie ein Bauinfoheft gesehen, in dem solche tariflichen Besonderheiten erklärt gewesen wären. Es wird erklärt, wie man zu den Bahnhöfen entlang der Strecke kommt, und gut.

Davon abgesehen: Was passiert denn, wenn du einfach über MM fährst und dein Ticket für diesen Weg aber nicht gilt? Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber schlimmstenfalls musst du ein paar Euro Aufpreis für den Umweg bezahlen. In 99% der Fälle wird vermutlich der Zub dein Ticket einfach abnicken, spätestens nachdem du ihm deine Gründe dargelegt hast.

Ersatzfahrplanheft ohne jeden Hinweis.

chriL999, Freitag, 03.11.2017, 19:27 (vor 3076 Tagen) @ JanZ

Ich will einfach keine Diskussionen mit dem Personal im Zug oder danach.
Zudem interessieren mich persönlich tarifliche Fragen im Grenzbereich.

Ersatzfahrplanheft ohne jeden Hinweis.

musicus, Freitag, 03.11.2017, 19:42 (vor 3076 Tagen) @ chriL999

Ich will einfach keine Diskussionen mit dem Personal im Zug oder danach.

Das bleibt manchmal sogar bei haargenau ordnungsgemäßen Flexpreisen nicht aus.

Zudem interessieren mich persönlich tarifliche Fragen im Grenzbereich.

Die Debatte spielt in keinem Grenzbereich.

Sparpreis-Zugbindung bei Streckensperrung u. SEV aufgehoben?

markw, Freitag, 03.11.2017, 10:43 (vor 3076 Tagen) @ chriL999

aufgrund einer Streckensperrung mit Schienenersatzverkehr durch Bus (SEV) ergibt sich eine Verzögerung von über 30 Minuten bei Ankunft am Zwischenhalt mit Übernachtung.
Ein (an sich gleich teurer) Umweg wäre zeitlich gesehen zwar nicht von Vorteil, jedoch im Zug viel bequemer als im kurvigen Bus bei Nacht.

Das entscheidende Wort ist hier "Zwischenhalt". Deshalb ist erst einmal davon auszugehen, dass Dir keine Fahrgastrechtezustehen, wenn Du nicht mit entsprechender Verspätung am Ziel ankommen wirst. Du musst hier auf Kulanz hoffen.

Hätte ich nun ein Flexpreisticket könnte ich problemlos den längeren Umweg fahren.
Da ich jedoch einen Sparpreis Europa habe, besteht im Vor- bzw. Nachlauf zwar keine Zugbindung, jedoch Streckenbindung.

Da Du keine Zugbindung hast, könnten durchaus mehrere Wege zum Erreichen des Ziels gestattet sein. Normalerweise sind die Wegevorschriften auf dem Ticket. Die Kürzel könntest Du googlen.

Muss ich nun tatsächlich zum Schalter und mir diesen längeren Umweg bestätigen lassen?

Ich würde zur DB Information gehen und um Kulanz bitten, damit die Bindung, falls sie denn besteht, aufheben zu lassen. Eine freundliche und plausible Schilderung des Sachverhalts hilft oft.

Mark

keine Fahrgastrechte

chriL999, Freitag, 03.11.2017, 11:11 (vor 3076 Tagen) @ markw

Mir geht es weniger um Fahrgastrechte sondern um den Aspekt des flauen Magens im Bus bei Nacht.
Mir nun deswegen ein Attest vom Arzt ausstellen zu lassen, liegt mir nicht.

Generell gilt beim Sparpreis die Streckenbindung gemäß Reiseverlauf. Hier darf im Normalfall wirklich nicht abgewichen werden. Das habe ich schon herausbekommen.

keine Streckenbindung im NV

Alter Köpenicker, BSPF, Samstag, 04.11.2017, 04:37 (vor 3076 Tagen) @ chriL999

Generell gilt beim Sparpreis die Streckenbindung gemäß Reiseverlauf. Hier darf im Normalfall wirklich nicht abgewichen werden. Das habe ich schon herausbekommen.

Und ich habe genau das Gegenteil herausbekommen. Häufig buche ich Fahrkarten mit Fernverkehrsvor- und nachlauf sowie großzügigem Nahverkehrsanteil mittendrin um trotz Sparpreis und Zugbindung ein wenig Flexibilität zu genießen. Letztendlich fahre ich dann so gut wie nie so, wie unter der Reiseverbindung angegeben, was bislang nie beanstandet wurde. Allerdings fahre ich auch keine Umwege, sondern Abkürzungen. Ein Beispiel: Laut Reiseverbindung auf der Fahrkarte ging es von München über Garmisch-Partenkirchen und Kempten nach Ulm. Gefahren bin ich dann über Augsburg ohne, daß sich ein Schaffner darüber beklagte.

Sind das auch Sparpreise oder Flexpreise?

chriL999, Samstag, 04.11.2017, 10:11 (vor 3075 Tagen) @ Alter Köpenicker

- kein Text -

Sparpreise, schreibt er doch

JanZ, HB, Samstag, 04.11.2017, 11:24 (vor 3075 Tagen) @ chriL999

- kein Text -

Sparpreis-Zugbindung bei Streckensperrung u. SEV aufgehoben?

ffz, Freitag, 03.11.2017, 10:44 (vor 3076 Tagen) @ chriL999

Wenn der SEV zum Zeitpunkt der Buchung bekannt war und du am Endbahnhof pünktlich ankommst ist weder die Zugbindung aufgehoben noch darfst du eine andere Strecke nutzen. Der SEV ist zu nutzen sofern er eingerichtet ist und du deinen Zielbahnhof voraussichtlich pünktlich erreichst.

SEV war nicht bekannt.

chriL999, Freitag, 03.11.2017, 11:04 (vor 3076 Tagen) @ ffz

SEV war zum Zeitpunkt der Buchung nicht bekannt.
Aufgrund eines Via und Übernachtung würde der Endbahnhof zwar pünktlich erreicht werden. Ich buche jedoch nicht den teuren Sparpreis, um dann im Bus zu sitzen und die Herberge verspätet zu erreichen. Da hätte ich gleich Flixbus zum halben Preis nehmen können.

Ich komm mir gerade so vor...

PhilippK, Freitag, 03.11.2017, 12:06 (vor 3076 Tagen) @ chriL999

...wie in einer Gaststätte, in der sich in der Speisekarte nur Hinweise wie "lecker", "sehr gut", "nicht ganz so lecker" befinden. Reicht ja schließlich aus, um sich ein gutes Mahl zu bestellen.

Wieso müssen solche Fragen immer derart zur Unkenntlichkeit anonymisiert werden, dass es schlicht unmöglich ist, irgendetwas nachzuvollziehen? Hat der Zug so wenig Plätze, dass man Angst haben muss, dass alle durch andere Forenteilnehmer belegt werden, wenn man auch nur Eckpunkte der Reise benennt? Oder befürchtet der Autor gar, dass er auf der Fahrt durch ausländische Geheimdienste gestellt, entführt und dann gefoltert wird?

Gebt doch wenigstens ein paar Eckpunkte, damit man die Situation auch nachvollziehen und bewerten kann. Ich habe hier keine Lust, grundsätzliche Ausführungen zu den Fahrgastrechten zu schreiben, in denen auch Fälle von plötzlichem Sonnenaufgang oder verspäteter Fußwegeverbindungen berücksichtigt werden, wenn mit etwas Kontext auch ein einfaches "Ja" oder "Nein" möglich wäre. Aber vielleicht sollte ich mir angewöhnen, solche Fragen mit einem einfachen "kommt drauf an" zu beantworten - das stimmt wenigstens in (fast) allen Fällen.

Gruß, Philipp

Kein Problem

chriL999, Freitag, 03.11.2017, 12:14 (vor 3076 Tagen) @ PhilippK

Nicht arg hilfreich

Murrtalbahner, Freitag, 03.11.2017, 12:31 (vor 3076 Tagen) @ chriL999
bearbeitet von Murrtalbahner, Freitag, 03.11.2017, 12:31

Das hilft jetzt nich viel weiter.
Geb mal an, wo ist der Startpunkt, wo ist der Zielpunkt auf der Fahrtkarte, wo besteht Zugbindung, mit welchen Zügen soll gefahren werden. Was hat es mit der ominösen Übernachtung auf sich? Ist das so in der Verbindung vorgesehen oder ein beabsichtigter Via mit längerem Aufenthalt?

Die verlinkte Strecke ganz einfach über Memmingen umfahren werden. Fährst du NV dann ist das kein Problem. Fährst du EC wird dieser ohnehin umgeleitet werden.

noch ein paar Details

chriL999, Freitag, 03.11.2017, 12:39 (vor 3076 Tagen) @ Murrtalbahner
bearbeitet von chriL999, Freitag, 03.11.2017, 12:40

Ich fahre aus München kommend in die Schweiz und auf dem langen Nachlauf auch nur im Nahverkehr (um aufgrund der Übernachtung - beabsichtigter Via mit längerem Aufenthalt - in Grenznähe zu Österreich flexibel mit dem Tag der Weiterfahrt zu sein).
Zugbindung besteht nur kurz vor München. Der Preis mit EC wäre viel zu hoch für mein Budget gewesen.

Es ist der Wunsch ab Buchloe über Memmingen den Zwischenhalt Kempten zu erreichen.

Gemäß vergleichbarer offizieller Aussage der Bahn besteht beim Sparpreis Streckenbindung im Vor- oder Nachlauf:

[image]

Wo steht geschrieben, dass der SEV zu nutzen ist?

Giovanni, Freitag, 03.11.2017, 18:44 (vor 3076 Tagen) @ chriL999

Guten Tag,

aufgrund einer Streckensperrung mit Schienenersatzverkehr durch Bus (SEV) ergibt sich eine Verzögerung von über 30 Minuten bei Ankunft am Zwischenhalt mit Übernachtung.

d.h. der ursprünglich gebuchte Zug fällt aus, und die eigentlich gebuchte Verbindung existiert so nicht mehr?
Ich kann weder in den BB Bahn noch in der Fahrgastrechteverordnung einen Passus finden, nachdem in einem solchen Fall zwingend die von der Bahn vorgegebenen Ersatzzüge- oder -Busse zu benutzen wären. Also dürfte, egal ob der SEV nun langsamer ist oder nicht, eine beliebige andere Verbindung - auch über eine andere Strecke - genutzt werden, sofern diese vergleichbaren Bedingungen entspricht.
Und RE und RE sollten doch im Zweifel vergleichbar sein, oder etwa nicht?

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

vermutlich Streckenbindung aufgrund Sparpreis

chriL999, Freitag, 03.11.2017, 19:00 (vor 3076 Tagen) @ Giovanni

Im Nahverkehr-Nachlauf (Sparpreisticket) wurde kein bestimmter Zug gebucht sondern nur eine Strecke. Auf dieser gibt es auf einem Teilstück SEV.
Ein zeitlich gesehen längerer Weg ohne Bus und nur mit Zug, der als direkt angesehen werden kann und im Falle eines fiktiven Normalpreistickets (oder auch Sparpreistickets) gleich viel kosten würde, wäre verfügbar.

Ich frage nach, da im Nahverkehr-Nachlauf üblicherweise Streckenbindung gilt.
Mein Ticket weist unter Reiseverbindung den direkten Weg aus und nicht den längeren Weg ohne SEV.

Zum Zeitpunkt der Buchung war von SEV nicht die Rede.

Vermutlich? Vermutlich Spekulation!

musicus, Freitag, 03.11.2017, 19:17 (vor 3076 Tagen) @ chriL999
bearbeitet von musicus, Freitag, 03.11.2017, 19:20

Im Nahverkehr-Nachlauf (Sparpreisticket) wurde kein bestimmter Zug gebucht sondern nur eine Strecke.

Nein - eine Verbindung ;-) (NV zwischen München und Kempten)

Auf dieser gibt es auf einem Teilstück SEV.

Auf dieser fällt auf einem Teilstück der Zugverkehr aus.

Ein zeitlich gesehen längerer Weg

...was keine Rolle spielt. Auch dieselbe Strecke kann mit verschiedenen Produkten der "Produktklasse C" durchaus in verschiedener Zeit bereist werden.

ohne Bus und nur mit Zug, der als direkt angesehen werden kann

Geographisch ist der Schwenk via Memmingen sicher nicht "direkt".

und im Falle eines fiktiven Normalpreistickets (oder auch Sparpreistickets) gleich viel kosten würde, wäre verfügbar.

Richtig - tariflich besteht kein Unterschied.

Ich frage nach, da im Nahverkehr-Nachlauf üblicherweise Streckenbindung gilt.

Sagt wer? Deine sture Behauptung einer ominösen innerdeutschen "Streckenbindung" im NV-Nachlauf bleibt bisher ohne jeden tariflichen Beleg.

Mein Ticket weist unter Reiseverbindung den direkten Weg aus und nicht den längeren Weg ohne SEV.

Die "Reiseverbindung" ist kein Ticketbestandteil, daher fehlt sie auch bei vielen Ticketarten (Automat, Reisezentrum...) - abgesehen vom OT.

Zum Zeitpunkt der Buchung war von SEV nicht die Rede.

Insofern dürfte der Zwang zur SEV-Nutzung auch kein Vertragsbestandteil sein.

vermutlich Streckenbindung aufgrund Sparpreis

brandenburger, Perleberg, Freitag, 03.11.2017, 20:25 (vor 3076 Tagen) @ chriL999

Ich frage nach, da im Nahverkehr-Nachlauf üblicherweise Streckenbindung gilt.
Mein Ticket weist unter Reiseverbindung den direkten Weg aus und nicht den längeren Weg ohne SEV.

Auf dem Ticket steht aber nur "NV", wenn ich dich richtig verstehe. An die Reiseverbindung bist du nicht gebunden, die ist nur ein Beispiel. Du hättest doch sicher denselben Sparpreis bekommen, wenn du von Vorneherein den Weg über Memmingen über "via" erzwungen hättest, vermute ich mal.

Eine Streckenbindung, wie du sie meinst, hättest du nur wenn der Weg über Kaufbeuren explizit vorgeschrieben wäre.

vermutlich Streckenbindung aufgrund Sparpreis

brandenburger, Perleberg, Freitag, 03.11.2017, 20:37 (vor 3076 Tagen) @ brandenburger

Ergänzung: Nicht nur das Sparpreisticket, auch ein Normalpreisticket wäre gleich teuer gewesen. Anders als im von dir zitierten Thread (Güstrow-Berlin über Neubrandenburg)!

Aber selbst dort- wenn über Waren Schienenersatzverkehr wäre, der nicht voraussehbar war bei Kauf der Fahrkarte, dürftest du sicher ohne Aufpreis über Neubrandenburg fahren.

Und eine Diskussion im Zug wirst du schon durchstehen, hartnäckig diskutieren kannst du offenbar.

Historische Diskussion

chriL999, Freitag, 03.11.2017, 19:35 (vor 3076 Tagen) @ chriL999

Hier ein historischer Beitragsbaum mit einer ähnlichen Diskussion:

http://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&id=376328

Dieser bestätigt generell die Streckenbindung im NV an sich.

In meinem Falle gibt es aber SEV und die Differenz fiktiver Normalpreistickes (oder fiktiver Sparpreistickets) wäre 0. Generell bin ich aber kein Freund dieser Differenzberechnung, da sich auch bei einem Nullwert nicht unbedingt das Nichtvorhandensein einer Streckenbindung oder gar eine Nachlösemöglichkeit ableiten lässt.

Bei nicht gültiger Fahrkarte im Nahverkehr gilt eigentlich "fehlender Fahrschein" (also nicht nur fehlende Differenz) aufgerundet auf 60 Euro.

Fahr' oder lass' es - es steht alles im Thread

musicus, Freitag, 03.11.2017, 19:52 (vor 3076 Tagen) @ chriL999

Hier ein historischer Beitragsbaum mit einer ähnlichen Diskussion:
http://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&id=376328

Über zwei Jahre alt...

Dieser bestätigt generell die Streckenbindung im NV an sich.

Nein. Dieser schließt aufpreispflichtige Umwege aus.

+1

Berlin-Express, nähe BPHD, Freitag, 03.11.2017, 20:44 (vor 3076 Tagen) @ musicus

Eigentlich wollte ich mich gar nicht beteiligen, da Chril999 bekannter Schwarzfahrer ist, aber deinem Beitrag kann ich im allgemeinen nur zustimmen.

Gruß,
Berlin-Express

+1

heinz11, Freitag, 03.11.2017, 21:10 (vor 3076 Tagen) @ Berlin-Express

Eigentlich wollte ich mich gar nicht beteiligen, da Chril999 bekannter Schwarzfahrer ist, aber deinem Beitrag kann ich im allgemeinen nur zustimmen.

Woher nimmst Du diese Erkenntnis?

+1

JanZ, HB, Freitag, 03.11.2017, 21:33 (vor 3076 Tagen) @ heinz11

Eigentlich wollte ich mich gar nicht beteiligen, da Chril999 bekannter Schwarzfahrer ist, aber deinem Beitrag kann ich im allgemeinen nur zustimmen.


Woher nimmst Du diese Erkenntnis?

Ich weiß nicht, was der User bisher so geschrieben hat, aber der geschilderte Weg wäre jedenfalls ein ziemlich umständlicher, sich einen ohnehin kostenlosen Umweg zu erschleichen. Wenn ich in der angegebenen Situation wäre, würde ich vermutlich einfach so fahren, insbesondere wenn auch noch mein körperliches Wohlbefinden davon abhinge.

Falschmeldung

Berlin-Express, nähe BPHD, Freitag, 03.11.2017, 22:36 (vor 3076 Tagen) @ Berlin-Express

Ich mich da doch etwas falsch erinnert.

Es ging damals offensichtlich nicht um Ihn. Ansonsten war mir noch dieser Thread im Hinterkopf geblieben. Aber es ging ja nur um den Comfort Status.

Wie dem auch sei, ich möchte meine Vorwürfe bezüglich des Schwarzfahrens hiermit zurückziehen und um Entschuldigung bitten.

Viele Grüße,
Berlin-Express

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