Reisebericht: Mit der Familie nach Schweden in der Bahn (Reiseberichte)

Bambalouni, Bielefeld / Jena, Dienstag, 31.10.2017, 13:54 (vor 3068 Tagen)
bearbeitet von Bambalouni, Dienstag, 31.10.2017, 13:59

Hallo liebes Forum,

heute mit meinem ersten Reisebericht. 2,5 Wochen unternahm ich im August mit der Familie (ich + Ehefrau und 3 Kinder im Alter von 3,6 und 12 Jahren) eine Fahrt nach Schweden nur mit der Bahn und streckenweise mit dem Bus.

Nach einer ICE-Fahrt von Bielefeld nach Berin ging es in den Nachtzug Berlin-Night-Express nach Malmö. Ich und inzwischen auch die Kinder lieben die Fahrt im Nachtzug. Meine Frau hat sich notgedrungen breitschlagen lassen. Die Abfahrtszeit ist mit 19.07 Uhr wirklich perfekt für Reisen mit kleinen Kindern. Vorher waren wir noch in der DB-Lounge und haben eine Kleinigkeit zum Abendbrot gegessen.

Der Zug steht bereits 30 Minuten vorher im Bahnhof zum Einsteigen bereit. An dieser Stelle vielen Dank an den Nutzer Jedi (http://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&id=486805)

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Der Zug ist von außen kunterbunt - passend zum einen der geplanten Reiseziele: Die Villa Kunterbunt in der Astrid Lindgren Värld in Schweden.

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Im Inneren ist übersichtlich ausgeschildert, wo welches Abteil zu finden ist.

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Der Zug besteht (leider) ausschließlich aus Liegewagen. Fürs Waschen gibt es entsprechend Waschbecken. Das Wagenmaterial ist schon etwas älter.
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Hier ein Blick in die Toiletten:
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Der Zug wird am Abend in Sassnitz auf eine Fähre geschoben. Alle Zugreisenden standen an den Fenstern - natürlich auch meine Kinder - um dieses mitzuerleben. Dort kann man den Zug verlassen und sich an Deck aufhalten. Wir haben dies für einen kurzen Duty-Free-Einkauf genutzt und haben dann weiter geschlafen.

Ungünstig: Nachdem die Fähre in Trelleborg angelegt hat, bleibt der Zug in der Fähre stehen, während die Autos, die im selben Deck wie der Zug steht, diese bereits verlassen. Dadurch heizt sich der Zug leider immens auf. Die Fenster lassen sich zwar öffnen - jedoch bekommt man dadurch die stickige Luft ins Abteil. Schöner wäre, wenn der Zug im Außenbereich stehen würde.

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Pünktlich um 7.15 Uhr erreichten wir Malmö - erste Zwischenstation unserer Reise, wo wir in einer kleinen Pension schliefen und viel Zeit am Meer verbrachten.

Malmö selbst hat ein sehr gutes Bussystem. Wer sich keine Aufladekarte für den Bus kaufen will, lädt sich einfach die App herunter. Damit gibt es 25% Rabatt auf den Fahrpreis - die Kosten werden über die Kreditkarte abgerechnet. Achtung! In Schweden lassen sich Bustickets nicht mit Bargeld bezahlen. Das Umtauschen von Geld lohnt sich nicht - da alles über Kreditkarten läuft.

Am 10. August ging es mit den Schnellzügen der schwedischen Eisenbahn weiter nach Vimmerby ins Astrid Lindgren Värld.

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Ich hatte im Reisebüro (Nordic Travel) eigentlich die 1. Klasse angefragt. Allerdings können Kinder in Schweden keine 1. Klasse im Fernverkehr fahren. Dadurch landeten wir letztlich doch in der 2. Klasse.
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Die Sitzplatzreservierung ist im Reisepreis immer inklusive - sogar im Nahverkehr. Weil wir 1. Klasse gebucht haben (aber wegen Kindern in der 2. sitzen mussten), konnten wir ein Essen dazu buchen, was sehr günstig war (ich glaube 8 Euro):
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Dazu gab es ein Getränk nach Wahl. Sehr zu empfehlen! Gut für meine Frau: Das Essen war sogar glutenfrei.

Das letzte Stück der Fahrt bis zum Astrid Lindgren Värld waren wir dann doch in einem sehr seltsamen Zug unterwegs:
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Schön: Das Astrid Lindgrend Värld hat sogar eine eigene Bahnhaltestelle, direkt vor dem Erlebnispark, der sich rund um die Werke von Astrid Lindgren wie Pippi Langstrumpf, Michel von Lönneberga, Karlson vom Dach usw. dreht. Sehr zu empfehlen für Kinder.

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Auch dort verbrachten wir mehrere Tage, bevor es weiter nach Stockholm ging. Der ursprünglich geplante Zug wurde dann jedoch durch einen Ersatzzug ersetzt. Dadurch verfielen leider die Sitzplatzreservierungen, die wie schon beschrieben bei jeder Fahrkarte inklusive sind, was für Reisen mit Kindern ideal ist.

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Der Bahnhof von Stockholm ist für Bahnfans auf jeden Fall eine Reise wert.

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Innerhalb Stockholms nutzten wir vor allem die S-Bahn:
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Überraschend! In Stockholm sind viele Busse mit Biogas unterwegs:
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Nach einigen Tagen Aufenthalt sollte es mit dem Nachtzug zurück nach Malmö gehen. Leider fährt dieser zu weniger familienfreundlichen Abfahrtszeiten - nämlich um kurz nach 23 Uhr:
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Wir entschieden uns wieder für den günstigen Liegewagen:
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Allerdings schaute ich mich bei dieser Gelegenheit mal im Zug um, um die Schlafwagen zu sehen:
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Für Handy-Diebe der ideale Zug. Steckdosen gibt es nur auf dem Gang, sodass alle dort ihre Handy laden:

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Und der Sitzwagen:
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Von Malmö aus gibt es mit dem Regionalzug über die Öresundbrücke, die weltweit längste Schrägseilbrücke für kombinierten Straßen- und Eisenbahnverkehr nach Stockholm. Allerdings sieht man gar nicht so viel - trotzdem eine nette Erfahrung, die ich aber nicht zwingend wiederholen müsste.

Von Kopenhagen ging es dann mit dem IC-Bus zurück nach Berlin. Vorteil gegenüber der Mitbewerber in grün - Kinder sind wie im DB-Fernzug kostenfrei. Für die durchgehende Fahrkarte Kopenhagen-Berlin-Bielefeld zahlten wir für 2 Erw und 3 Kinder (alle mit Bahncard 25) nur 65 Euro.

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Überraschend human auch die Preise an Bord:
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Auch dieses Mal ging es auf die Fähre:
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Allerdings muss der Bus während der Überfahrt verlassen werden. Tipp: Das All-Inklusive-Restaurant ist dank günstiger Kinderpreise sehr preiswert und gut. Mit vollgeschlagenen Magen ging es ab Berlin mit dem InterCity zurück nach Bielefeld.

Fragen und Anregungen einfach unter diesem Beitrag posten. Gebe gerne Hinweise für Nachahmer - vor allem mit Insider-Tipps fürs Reisen mit Kindern im Zug.

Danke

Action85, Dienstag, 31.10.2017, 14:09 (vor 3068 Tagen) @ Bambalouni

Vielen Dank für den interessanten Reisebericht.

Gruß
Action85

Danke

Bambalouni, Bielefeld / Jena, Dienstag, 31.10.2017, 14:25 (vor 3068 Tagen) @ Action85

Vielen Dank für den interessanten Reisebericht.

Gruß
Action85

Bitteschön - gern geschehen!

Reisebericht: Mit der Familie nach Schweden in der Bahn

JumpUp, Dienstag, 31.10.2017, 14:11 (vor 3068 Tagen) @ Bambalouni

Einmal habe ich den Nachtzug Berlin - Malmö genutzt und ebenfalls die Luft auf der Fähre heiß und stickig in Erinnerung

An Schlaf war nicht zu denken, da sich die Luft zu stark aufheizte. Man fühlte sich wie in einem Maschinenraum.

Stickige Luft unter Deck

Bambalouni, Bielefeld / Jena, Dienstag, 31.10.2017, 14:21 (vor 3068 Tagen) @ JumpUp
bearbeitet von Bambalouni, Dienstag, 31.10.2017, 14:26

Einmal habe ich den Nachtzug Berlin - Malmö genutzt und ebenfalls die Luft auf der Fähre heiß und stickig in Erinnerung

An Schlaf war nicht zu denken, da sich die Luft zu stark aufheizte. Man fühlte sich wie in einem Maschinenraum.

Die erste Zeit fand ich das alles völlig in Ordnung. Es gibt im Zug ja sogar eine Klimaanlage, die aber nur während der Fahrt funktioniert. Schwierig wurde es, als die Autos die Fähre verlassen hatten und die ganzen Abgase auf dem Zugdeck waren. Dazu wurde es heiß und stickig. Ich hätte sicher durchgeschlafen, wenn nicht mein Sohn gegen 4 Uhr laut geschrien hätte und wir dann alle wach waren.

Er ließ sich mit einer Hörspielfolge "Feuerwehrmann Sam" aber wieder beruhigen. Das Einschlafen war danach trotzdem schwierig.

Ohne Flugzeug nach Schweden! 1+

ktmb, Dienstag, 31.10.2017, 14:15 (vor 3068 Tagen) @ Bambalouni
bearbeitet von ktmb, Dienstag, 31.10.2017, 14:20

Vielen Dank für das Mitnehmen! Erstaunlich, was in Europa noch ohne Flugzeuge funktioniert. Das besprochene Restaurant von Scandlines ist wirklich zu empfehlen. Habe es dieses Jahr auch schon zwenmal genutzt.
Ich hoffe, dass die Königslinie nicht ganz verschwinden wird, nachdem das Gerücht kursiert, dass eine neue Fähre kommen soll.
Leider werden die Verbindungen immer schlechter, sodass es schon eine Herausforderung ist, an einem Tag auf Schienen von Stockholm bis zumindest nach Osnabrück zu kommen. 2016 war das noch gut möglich.

Viele haben nicht an uns geglaubt.

Bambalouni, Bielefeld / Jena, Dienstag, 31.10.2017, 14:24 (vor 3068 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von Bambalouni, Dienstag, 31.10.2017, 14:25

Vielen Dank für das Mitnehmen! Erstaunlich, was in Europa noch ohne Flugzeuge funktioniert.

Wir wurden vor Beginn der Reise von vielen Seiten in der Familie belächelt. In der Tat, ist vor allem der Gepäcktransport ein echtes Problem. Ohne Waschmaschinen unterwegs - etwa in der Unterkunft in Malmö oder im Astrid Lindgren Värld wäre das kaum möglich gewesen.

Das besprochene Restaurant von Scandlines ist wirklich zu empfehlen. Habe es dieses Jahr auch schon zwei Mal genutzt.

Ja, auf jeden Fall. Das wollen wir auf jeden Fall wieder machen.

Ich hoffe, dass die Königslinie nicht ganz verschwinden wird, nachdem das Gerücht kursiert, dass eine neue Fähre kommen soll.

Das wäre sehr sehr schade und würde das Aus für den Nachtzug bedeuten. Eine neue Fähre hätte ganz sicher kein Zugdeck mehr.

Leider werden die Verbindungen immer schlechter, sodass es schon eine Herausforderung ist, an einem Tag auf Schienen von Stockholm bis zumindest nach Osnabrück zu kommen. 2016 war das noch gut möglich.

Durch den Umweg mit dem Nachtzug ist es erträglich. Insgesamt waren wir aber 23 Stunden nur unterwegs. Abfahrt in Stockholm 23.09 Uhr - Ankunft in Bieleld gegen 22 Uhr. Dazu ist aber zu sagen, dass wir in Berlin noch einige Stunden Aufenthalt hatten, weil wir uns mit einer Bekannten getroffen haben.

Trelleborg und die Bahn

ktmb, Dienstag, 31.10.2017, 14:28 (vor 3068 Tagen) @ Bambalouni

Immerhin macht man sich in Trelleborg Gedanken um den grenzüberschreitenden Schienenverkehr. Das lässt hoffen.

Trelleborg und die Bahn

Bambalouni, Bielefeld / Jena, Dienstag, 31.10.2017, 14:31 (vor 3068 Tagen) @ ktmb

Immerhin macht man sich in Trelleborg Gedanken um den grenzüberschreitenden Schienenverkehr. Das lässt hoffen.

Rollt denn außer dem dem Nachtzug überhaupt noch eine Bahn auf die Fähre? Ich hatte den Eindruck, das Zugdeck dient heute nur noch zum Auto- und LKW-Transport. Der neue Zug auf dem Schiff der ist doch heute der Fernreisebus. Leider!

Trelleborg und die Bahn

ktmb, Dienstag, 31.10.2017, 14:37 (vor 3068 Tagen) @ Bambalouni

Rostock - Trelleborg hat wohl noch Güterverkehr.

Trelleborg und die Bahn

markw, Dienstag, 31.10.2017, 15:13 (vor 3068 Tagen) @ ktmb

Immerhin macht man sich in Trelleborg Gedanken um den grenzüberschreitenden Schienenverkehr. Das lässt hoffen.

Wäre schön, wenn man sich in Rostock und Gedser ähnliche Gedanken machen würde. Wäre doch schön, wenn es über diese Verbindung wieder Schienenverkehr geben würde.

Viele haben nicht an uns geglaubt.

Taurus83, Nürnberg, Dienstag, 31.10.2017, 20:40 (vor 3067 Tagen) @ Bambalouni

Vielen Dank für das Mitnehmen! Erstaunlich, was in Europa noch ohne Flugzeuge funktioniert.


Wir wurden vor Beginn der Reise von vielen Seiten in der Familie belächelt. In der Tat, ist vor allem der Gepäcktransport ein echtes Problem. Ohne Waschmaschinen unterwegs - etwa in der Unterkunft in Malmö oder im Astrid Lindgren Värld wäre das kaum möglich gewesen.

Gepäck ist doch im Flugzeug genauso ein Problem. Finanziell sogar ein größeres, schließlich muss man extra dafür zahlen.

Mit dem Auto ist es natürlich entspannt, Kofferraum voll und los. :-)


Viele Grüße,
Bernhard

Viele haben nicht an uns geglaubt.

Bambalouni, Bielefeld / Jena, Mittwoch, 01.11.2017, 00:16 (vor 3067 Tagen) @ Taurus83
bearbeitet von Bambalouni, Mittwoch, 01.11.2017, 00:17

Gepäck ist doch im Flugzeug genauso ein Problem. Finanziell sogar ein größeres, schließlich muss man extra dafür zahlen.

Bei der Eisenbahn hast du aber das Problem, dass du relativ weite Strecken mit dem Gepäck laufen musst. Im Flughafen gibst du dein Gepäck in der Regel bereits kurz nach dem Betreten des Gebäudes ab. Gerade, wenn du mehrfach umsteigen musst, ist das eine regelrechte Schlepperei.

Du kannst dir vorstellen, was das für eine Aktion war mit drei Kindern. Dazu sind wir in Malmö und Stockholm auch mit dem öffentlichen Personennahverkehr zu den Unterkünften gefahren.


Mit dem Auto ist es natürlich entspannt, Kofferraum voll und los. :-)

Ja, das Auto ist leider viel zu bequem und viel zu billig. Da sollte der Gesetzgeber unbedingt etwas dran ändern. Deshalb bin ich ein großer Verfechter einer Autobahnmaut, allerdings abhängig von der Strecke und nicht als Pauschale.

Viele haben nicht an uns geglaubt.

Taurus83, Nürnberg, Mittwoch, 01.11.2017, 09:37 (vor 3067 Tagen) @ Bambalouni

Gepäck ist doch im Flugzeug genauso ein Problem. Finanziell sogar ein größeres, schließlich muss man extra dafür zahlen.


Bei der Eisenbahn hast du aber das Problem, dass du relativ weite Strecken mit dem Gepäck laufen musst. Im Flughafen gibst du dein Gepäck in der Regel bereits kurz nach dem Betreten des Gebäudes ab. Gerade, wenn du mehrfach umsteigen musst, ist das eine regelrechte Schlepperei.

Gut, der Flughafen ist ja auch nicht vor der Haustür, wenn man mit Öffentlichen fährt oder günstig weiter draußen parkt (wenn ich mir jetzt die Parkflächen in Nürnberg anschaue und die Distanz zum Gebäude und das mit Umsteigen am Nürnberger Hbf vergleiche, da sind Welten), soviel um ist da nicht.

Aber ich bin normalerweise eher mit nem großen Rucksack unterwegs, halt ohne Kinder, da sieht man das auch anders. Vor allem stören da Treppen weniger.

Aber gerade da hat man beim Fliegen ein paar Nachteile: Rucksäcke zählen als Sondergepäck beim Aufgeben weil diese Transportbänder damit nicht so gut umgehen können. Selbst ein Sack drüber hilft da teilweise nichts. Außerdem muss man beim Fliegen dann immer die Sachen, die man im Flugzeug parat haben möchte umpacken, im Zug hat man immer Zugriff auf das ganze Gepäck. Auch ein Punkt der mich bei den Bussen nervt. Ich habe lieber mein Gepäck selber unter Kontrolle als dass ich es in fremde Hände begebe. Diebstahl ist meiner Meinung nach das viel kleinere Risiko gegenüber irgendwelchen Logistikfehler der Fluggesellschaften. Hat also alles seine Vor- und Nachteile.

Bei der Bahn kann man sich das Gepäck ja transportieren lassen, am LKW, das finde ich fast schon pervers, auch wenn ich es aus wirtschaftlichen Gründen sogar verstehen kann.

Aber unabhängig davon habe ich an diesen Nachtzug gute Erinnerungen, grad weil Du geschrieben hast dass Du mit Familie unterwegs warst. Vor drei Jahren, das erste mal mit einem Nachtzug unterwegs, alleine nach Schweden, im Abteil ist schon eine 4-köpfige Familie, zwei kleine Kinder. Bei mir läuten alle Alarmglocken, zum Glück dann noch ein junger Interrailer aus Österreich. Die Familie war dann aber total nett, die Kinder haben keinen Mucks gemacht und sehr gut geschlafen, viel besser als ich selbst.

Die Wärme im Zug hat mich dann auch gestört, grad im Sommer. Wirklich gut geschlafen hab ich nicht aber das Abenteuer war's wert!

Mit dem Auto ist es natürlich entspannt, Kofferraum voll und los. :-)


Ja, das Auto ist leider viel zu bequem und viel zu billig. Da sollte der Gesetzgeber unbedingt etwas dran ändern. Deshalb bin ich ein großer Verfechter einer Autobahnmaut, allerdings abhängig von der Strecke und nicht als Pauschale.

Ich hab jetzt auch kein Problem damit wenn eine 4-köpfige Familie mit dem Auto in den Urlaub fährt. So schlecht ist die Ökobilanz beim Auto nicht wenn es voll ist. Ich hab vielmehr ein Problem wenn ein Geschäftsreisender alleine mit einem großen Benz unterwegs ist nur um ein paar Stunden an einem Meeting teilzunehmen mit einer Aktentasche bewaffnet. Das geht nun wirklich gut mit dem Zug und im Prinzip ist es eine Frage der Einstellung.

Ich persönlich kann auch im Auto als Beifahrer nicht wirklich gut lesen oder was am Laptop machen, einfach weil mir die Fahrerei viel zu unruhig ist. Diese ganzen Stöße (kommt auf's Auto an, wir waren mit einem Sharan unterwegs das ist etwas unruhiger als mit einer Limousine) und diese ganzen Spurwechsel durch die Überholvorgänge auf der Autobahn. Und das ständige Beschleunigen und Bremsen. Da finde ich einen Fernbus schon viel bequemer weil der größtenteils mit 100 dahintuckert, aber halt auch relativ langsam. Und schlimm finde ich dann wenn der Bus wegen irgendwelcher Zwischenhalte in Städte reinfährt, das geht gar nicht. Ein Fernzug ist da schon was ganz anders. Aber ich bin auch ein empfindlicher Mensch, das gebe ich zu. Für mich ist das Bahnfahrten immer noch die bequemste Art zu reisen. Leider ticken die Mitmenschen gerade in Deutschland ganz anders, grad in meiner Firma.


Viele Grüße,
Bernhard

Mit Familien lieber im eigenen Abteil

Bambalouni, Bielefeld / Jena, Mittwoch, 01.11.2017, 11:20 (vor 3067 Tagen) @ Taurus83

Bei der Bahn kann man sich das Gepäck ja transportieren lassen, am LKW, das finde ich fast schon pervers, auch wenn ich es aus wirtschaftlichen Gründen sogar verstehen kann.

Ja, auch wir haben über einen Gepäck-Transport nachgedacht. Allerdings ist der erstens ziemlich teuer und zweitens viel zu langsam. Da wir eine Rundreise gemacht haben, hätten wir das Gepäck zumindest innerhalb Schwedens so oder so schleppen müssen.

Aber unabhängig davon habe ich an diesen Nachtzug gute Erinnerungen, grad weil Du geschrieben hast dass Du mit Familie unterwegs warst. Vor drei Jahren, das erste mal mit einem Nachtzug unterwegs, alleine nach Schweden, im Abteil ist schon eine 4-köpfige Familie, zwei kleine Kinder. Bei mir läuten alle Alarmglocken, zum Glück dann noch ein junger Interrailer aus Österreich. Die Familie war dann aber total nett, die Kinder haben keinen Mucks gemacht und sehr gut geschlafen, viel besser als ich selbst.

Das wollte ich niemandem zumuten. Wir haben stets Liegewagenabteile für uns allein gebucht. Ein Bett bleib dabei jeweils frei und wurde zur Gepäckablage genutzt. Für die Kinder eine tolle Erfahrung. Vor allem die zwei Jüngsten fragen immer wieder, wann wir denn endlich wieder Nachtzug fahren.

Als nächstes würde ich gerne mal die ÖBB Schlafwagen ausprobieren. Mal schauen, wann das mal klappt.

Viele haben nicht an uns geglaubt.

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 01.11.2017, 08:43 (vor 3067 Tagen) @ Taurus83

Gepäck ist doch im Flugzeug genauso ein Problem. Finanziell sogar ein größeres, schließlich muss man extra dafür zahlen.

Zu viel mit Ryanair geflogen? Abgesehen von denen habe ich noch nie Gepäck extra bezahlen müssen. Für die Dienstreise nächste Woche hab ich hinzugs 30 kg inklusive, rückzugs sogar 35. Und ich fliege nicht Business oder First, und Statuskunde bin ich nur bei der DB.

Das Gepäckproblem ist beim Fliegen doch eher, wenn Fahrgast und Gepäck nicht zeit- und ortsgleich irgendwo ankommen.

Davon ein Lied singen könnende Grüße,
der Colaholiker

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Viele haben nicht an uns geglaubt.

RhBDirk, Mittwoch, 01.11.2017, 08:50 (vor 3067 Tagen) @ Colaholiker

Gepäck ist doch im Flugzeug genauso ein Problem. Finanziell sogar ein größeres, schließlich muss man extra dafür zahlen.


Zu viel mit Ryanair geflogen? Abgesehen von denen habe ich noch nie Gepäck extra bezahlen müssen. Für die Dienstreise nächste Woche hab ich hinzugs 30 kg inklusive, rückzugs sogar 35. Und ich fliege nicht Business oder First, und Statuskunde bin ich nur bei der DB.

Das Gepäckproblem ist beim Fliegen doch eher, wenn Fahrgast und Gepäck nicht zeit- und ortsgleich irgendwo ankommen.

Davon ein Lied singen könnende Grüße,
der Colaholiker

Kommt auf den Tarif drauf an. Gibt Tarife (nicht nur bei Ryanair), wo das Gepäck und Futter inkludiert ist, bei anderen gehts nur per Handgepäck oder zubuchbarem Aufgabegepäck.

Viele haben nicht an uns geglaubt.

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 01.11.2017, 09:05 (vor 3067 Tagen) @ RhBDirk

Kommt auf den Tarif drauf an. Gibt Tarife (nicht nur bei Ryanair), wo das Gepäck und Futter inkludiert ist, bei anderen gehts nur per Handgepäck oder zubuchbarem Aufgabegepäck.

Ist mir bislang noch nicht untergekommen. Bei keinem meiner Flüge in diesem Jahr (alle beruflich). Gut, die Flüge innerhalb der USA wären wohl Kandidaten gewesen, wenn sie separat gebucht gewesen wären. Als Nach- bzw. Vorlauf zur Atlantiküberquerung hingegen galt die Freigepäckregelung wie für die Langstrecke. Änderte aber nichts dran, daß ich zumindest auf der Hinreise unfreiwillig trotzdem nur mit Handgepäck unterwegs war.

Fünf Tage auf meinen Koffer gewartet habende Grüße,
der Colaholiker

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Viele haben nicht an uns geglaubt.

Taurus83, Nürnberg, Mittwoch, 01.11.2017, 09:20 (vor 3067 Tagen) @ Colaholiker

Gepäck ist doch im Flugzeug genauso ein Problem. Finanziell sogar ein größeres, schließlich muss man extra dafür zahlen.


Zu viel mit Ryanair geflogen?

Das ist doch nicht nur bei Ryanair so, auch bei Air Berlin, Eurowings und wie sie alle heißen. Halt die „Billigflieger“ wie man so schön sagt. Meine paar Flüge waren bisher alle privater Natur und ich muss (auch) auf's Geld achten.

Ich mein, ein ganzer Industriezweig lebt davon Taschen zu bauen die total unförmig sind aber genau auf die die Handgepäckrichtlinien der Fluggesellschaften abgestimmt sind, kann also nicht nur mein Problem sein. Gut, vielen ist es auch wichtig dass sie nicht so lange warten müssen, unabhängig von den Kosten.

Das Gepäckproblem ist beim Fliegen doch eher, wenn Fahrgast und Gepäck nicht zeit- und ortsgleich irgendwo ankommen.

Oder wenn irgendwas kaputtgeht weil diese ganzen Gepäcktransportmaschinen wenig „zart“ mit dem Zeug umgehen.


Viele Grüße,
Bernhard

Viele haben nicht an uns geglaubt.

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 01.11.2017, 09:30 (vor 3067 Tagen) @ Taurus83

Das ist doch nicht nur bei Ryanair so, auch bei Air Berlin, Eurowings und wie sie alle heißen. Halt die „Billigflieger“ wie man so schön sagt. Meine paar Flüge waren bisher alle privater Natur und ich muss (auch) auf's Geld achten.

Air Berlin wird Dir, egal wie viel Du zahlst, nichts mehr transportieren. ;-) Aber bei meinen AB-Flügen habe ich auch nie fürs Gepäck extra bezahlt. Und im vergangenen Jahr haben meine Freundin und ich bei unserem Flug zur Kreuzfahrt ab Mallorca definitiv Gepäck eingecheckt, ich erinnere mich noch an unseren Spaß beim Einchecken für den Rückflug, als unsere Koffer exakt(!) gleich schwer waren.

Eurowings hatte ich bisher nur das Vergnügen als "ausführendes Organ" für einen LH-Flug zu erleben, Gepäck war auch inkludiert. Ansonsten könnte es auch an der Unterpräsenz der "Billigflieger" in Frankfurt liegen, daß ich so etwas nicht kenne. Ich muß auch aufs Geld achten, und mein Arbeitgeber achtet da noch viel mehr drauf. Da wird man in die Economy gepfercht, fliegt durch die fehlende Nacht und soll am nächsten Tag noch beim Kunden fit sein und arbeiten. Ich weiß noch nicht, wie ich das überleben soll. Bis ich in China beim Kunden bin, hab ich mehr als 24h auf der Uhr. :(

Ich mein, ein ganzer Industriezweig lebt davon Taschen zu bauen die total unförmig sind aber genau auf die die Handgepäckrichtlinien der Fluggesellschaften abgestimmt sind, kann also nicht nur mein Problem sein. Gut, vielen ist es auch wichtig dass sie nicht so lange warten müssen, unabhängig von den Kosten.

Das wird der Grund sein, wieso ich beim nächsten Flug das Freigepäck verfallen lasse. Bei nur zwei Übernachtungen im Hotel (plus jeweils eine im Flieger auf Hin- und Rückflug) brauche ich ja nicht allzu viel.

Oder wenn irgendwas kaputtgeht weil diese ganzen Gepäcktransportmaschinen wenig „zart“ mit dem Zeug umgehen.

Das Problem hatte ich noch nicht. Solide Hartschalenkoffer helfen. Allerdings nicht, wenn die paranoiden Amis den Koffer filzen. Draußen. Im Regen. Danach war das Freigewicht deutlich überschritten.

Die Wasserdichtigkeit des Koffers bestätigende Grüße,
der Colaholiker

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Viele haben nicht an uns geglaubt.

Taurus83, Nürnberg, Mittwoch, 01.11.2017, 09:43 (vor 3067 Tagen) @ Colaholiker

Das ist doch nicht nur bei Ryanair so, auch bei Air Berlin, Eurowings und wie sie alle heißen. Halt die „Billigflieger“ wie man so schön sagt. Meine paar Flüge waren bisher alle privater Natur und ich muss (auch) auf's Geld achten.


Air Berlin wird Dir, egal wie viel Du zahlst, nichts mehr transportieren. ;-) Aber bei meinen AB-Flügen habe ich auch nie fürs Gepäck extra bezahlt. Und im vergangenen Jahr haben meine Freundin und ich bei unserem Flug zur Kreuzfahrt ab Mallorca definitiv Gepäck eingecheckt, ich erinnere mich noch an unseren Spaß beim Einchecken für den Rückflug, als unsere Koffer exakt(!) gleich schwer waren.

Naja, was heißt „extra“ bezahlt. Gibt halt normalerweise zwei Tarife, einen mit Freigepäck und einen ohne. Wenn man das nicht als „extra zahlen“ bezeichnet ist das Definitionssache. Bei der (Deutschen!) Bahn gibt es (noch!) keinen Sparpreis ohne Gepäck, aber die ausländischen Bahnen sind da teilweise ja schon weiter (dieser Super-Billig-TGV, weiß grad den Namen nicht mehr), auch Locomore/Flixbus hat ne Beschränkung aber ich glaube die wird weniger kontrolliert.

Eurowings hatte ich bisher nur das Vergnügen als "ausführendes Organ" für einen LH-Flug zu erleben, Gepäck war auch inkludiert. Ansonsten könnte es auch an der Unterpräsenz der "Billigflieger" in Frankfurt liegen, daß ich so etwas nicht kenne. Ich muß auch aufs Geld achten, und mein Arbeitgeber achtet da noch viel mehr drauf. Da wird man in die Economy gepfercht, fliegt durch die fehlende Nacht und soll am nächsten Tag noch beim Kunden fit sein und arbeiten. Ich weiß noch nicht, wie ich das überleben soll. Bis ich in China beim Kunden bin, hab ich mehr als 24h auf der Uhr. :(

Auf Arbeitsrecht pochen oder nen anderen Job suchen.

Ich mein, ein ganzer Industriezweig lebt davon Taschen zu bauen die total unförmig sind aber genau auf die die Handgepäckrichtlinien der Fluggesellschaften abgestimmt sind, kann also nicht nur mein Problem sein. Gut, vielen ist es auch wichtig dass sie nicht so lange warten müssen, unabhängig von den Kosten.


Das wird der Grund sein, wieso ich beim nächsten Flug das Freigepäck verfallen lasse. Bei nur zwei Übernachtungen im Hotel (plus jeweils eine im Flieger auf Hin- und Rückflug) brauche ich ja nicht allzu viel.

Hat halt wieder den Nachteil dass man extra kleine Packungen von dem Kosmetikzeug braucht.

Oder wenn irgendwas kaputtgeht weil diese ganzen Gepäcktransportmaschinen wenig „zart“ mit dem Zeug umgehen.


Das Problem hatte ich noch nicht. Solide Hartschalenkoffer helfen. Allerdings nicht, wenn die paranoiden Amis den Koffer filzen. Draußen. Im Regen. Danach war das Freigewicht deutlich überschritten.

Ich selber auch nicht aber schon mehrfach davon gehört im persönlichen Bekanntenkreis. Und ich hab noch nie gehört dass einem was geklaut worden ist obwohl man im Internet immer das Gefühl hat dass an allen Ecken und Enden Diebe nur grad so lauern.


Viele Grüße,
Bernhard

Viele haben nicht an uns geglaubt.

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 01.11.2017, 10:04 (vor 3067 Tagen) @ Taurus83

Naja, was heißt „extra“ bezahlt. Gibt halt normalerweise zwei Tarife, einen mit Freigepäck und einen ohne. Wenn man das nicht als „extra zahlen“ bezeichnet ist das Definitionssache.

Ich kann mich nicht erinnern, einen Tarif ohne Gepäck angeboten bekommen zu haben. Allerdings wäre der ohnehin nicht in Frage gekommen, 10 Tage Kreuzfahrt nur mit Handgepäck funktioniert eben nicht.

Bei der (Deutschen!) Bahn gibt es (noch!) keinen Sparpreis ohne Gepäck, aber die ausländischen Bahnen sind da teilweise ja schon weiter (dieser Super-Billig-TGV, weiß grad den Namen nicht mehr), auch Locomore/Flixbus hat ne Beschränkung aber ich glaube die wird weniger kontrolliert.

Wobei ich die Beschränkung wenn überhaupt so formulieren würde, daß der Fahrgast selbst in der Lage sein muß, sein Gepck in die vorgesehenen Ablagen zu befördern. Letzte urlaubsreise mit besserer Hälfte waren dann zwei Personen, ein großer, ein mittelgroßer und ein kleiner Koffer, sowie ein kleiner Rucksack (also Größe wie Lokführerrucksäcke). Alles kein Problem, einer hat die beiden kleineren Koffer, einer den großen - läuft.

Auf Arbeitsrecht pochen oder nen anderen Job suchen.

Die Arbeitsrecht-Debatte hatte ich schon:
Chef: "Sind Sie Pilot?"
Ich: "Nein."
Chef: "Also werden Sie das Flugzeug nicht fliegen?"
Ich: "Nein, werde ich nicht, wieso?"
Chef: "Dann ist es keine Arbeitszeit und Ihr Arbeitstag beginnt bei Ankunft beim Kunden."

Und "Anderen Job suchen" versuche ich seit 11 Jahren.

Hat halt wieder den Nachteil dass man extra kleine Packungen von dem Kosmetikzeug braucht.

So viel Kosmetikzeug brauche ich nicht, Zahnpasta und Deo sind der Knackpunkt, Duschgel gibt es im Hotel

Ich selber auch nicht aber schon mehrfach davon gehört im persönlichen Bekanntenkreis. Und ich hab noch nie gehört dass einem was geklaut worden ist obwohl man im Internet immer das Gefühl hat dass an allen Ecken und Enden Diebe nur grad so lauern.

Geklaut wurde mir auch noch nichts, alles kam an. Nur eben nicht unbedingt rechtzeitig oder trocken.

Gepackte Grüße,
der Colaholiker

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TOP. Mit kleinen Anmerkungen.

Blaschke, Dienstag, 31.10.2017, 14:41 (vor 3068 Tagen) @ Bambalouni
bearbeitet von Blaschke, Dienstag, 31.10.2017, 14:43

Hallo.

Das letzte Stück der Fahrt bis zum Astrid Lindgren Värld waren wir dann doch in einem sehr seltsamen Zug unterwegs:

Optisch seltsam, aber technisch genial: der Führerstand läßt sich zur Seite klappen, dann kann man zwei Züge kuppeln und durch den GANZEN Zug durchgehen!

Der Bahnhof von Stockholm ist für Bahnfans auf jeden Fall eine Reise wert.

Die große Halle gefiel mir auch. Aber ansonsten wirkte der Bahnhof für mich eher, als sei er in eine freie Baulücke gequetscht worden.

Für Handy-Diebe der ideale Zug. Steckdosen gibt es nur auf dem Gang, sodass alle dort ihre Handy laden:

War mir beim Nachtzug nach Kiruna aufgefallen, dass da niemand die Liegewagenabteile verriegelte!! Die Gesellschaft dort oben ist wohl (noch???!) eine bessere als anderswo auf der Welt ...

Von Malmö aus gibt es mit dem Regionalzug über die Öresundbrücke, die weltweit längste Schrägseilbrücke für kombinierten Straßen- und Eisenbahnverkehr nach Stockholm. Allerdings sieht man gar nicht so viel - trotzdem eine nette Erfahrung, die ich aber nicht zwingend wiederholen müsste.

Mir gefällt, dass es da mit Schmackes rübergeht und nicht gezuckelt wird ... Und von der Brücke direkt in den Tunnel - es muß ja nicht immer die Schweiz sein ... ;-))

Allerdings muss der Bus während der Überfahrt verlassen werden.

Ist beim Zug allerdings auch so!!!! Eines der letzten Abenteuer in Europa ;-))


Ein schöner Bericht. Danke fürs Einstellen.

Fernwehbekommende Grüße von

jörg

der eigentlich heute in die Niederlande wollte, aber dann doch mental das Ausruhen daheim vorzog. Dabei wäre der IC nach Hengelo sogar pünktlich gewesen ...

TOP. Mit kleinen Anmerkungen.

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 31.10.2017, 15:03 (vor 3068 Tagen) @ Blaschke

Der Bahnhof von Stockholm ist für Bahnfans auf jeden Fall eine Reise wert.


Die große Halle gefiel mir auch. Aber ansonsten wirkte der Bahnhof für mich eher, als sei er in eine freie Baulücke gequetscht worden.


Da hat man eher alles mögliche drumherum und drübergebaut.

Auch von mir ein herzliches Dankeschön für den Bericht!

Viele Grüße
Sören

Entspannter via Stenaline Kiel und Göteborg

RhBDirk, Dienstag, 31.10.2017, 19:27 (vor 3067 Tagen) @ Sören Heise

Also ich wäre via Kiel mit Stenaline nach Göteborg gefahren und dann weiter zum Park.
Auf der Fähre gibts vernünftige Betten bzw Kabinen mit Dusche und Platz.

Entspannter via Stenaline Kiel und Göteborg

Bambalouni, Bielefeld / Jena, Mittwoch, 01.11.2017, 00:14 (vor 3067 Tagen) @ RhBDirk

Also ich wäre via Kiel mit Stenaline nach Göteborg gefahren und dann weiter zum Park.
Auf der Fähre gibts vernünftige Betten bzw Kabinen mit Dusche und Platz.

Vielen Dank für deine Anmerkung. Wir wollen die Reise eventuell nächstes Jahr wiederholen. Was kostet denn eine Fahrt auf einem solchen Schiff? Wie weit ist es denn von Göteborg dann noch bis zum Astrid Lindgren Land?

Entspannter via Stenaline Kiel und Göteborg

RhBDirk, Mittwoch, 01.11.2017, 05:25 (vor 3067 Tagen) @ Bambalouni

Also ich wäre via Kiel mit Stenaline nach Göteborg gefahren und dann weiter zum Park.
Auf der Fähre gibts vernünftige Betten bzw Kabinen mit Dusche und Platz.


Vielen Dank für deine Anmerkung. Wir wollen die Reise eventuell nächstes Jahr wiederholen. Was kostet denn eine Fahrt auf einem solchen Schiff? Wie weit ist es denn von Göteborg dann noch bis zum Astrid Lindgren Land?

Lässt sich alles im Internet recherchieren.

Abfahrt in Kiel ist um 18:45, Ankunft Göteborg 9:15.
Rückfahrt ab Göteborg zur gleichen Zeit.

Entspannter via Stenaline Kiel und Göteborg

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 01.11.2017, 08:35 (vor 3067 Tagen) @ Bambalouni

Wie weit ist es denn von Göteborg dann noch bis zum Astrid Lindgren Land?

Einmal quer durch Schweden. Am sinnvollsten dürfte Kust till Kust bis Kalmar sein und dann hoch nach Vimmerby. Ertere Verbindung fährt aber nur drei- oder viermal am Tag. Ich finde aktuell einer Verbindung 10:15 - 16.18, das scheint auch die einzige mögliche zu sein. Alternativ geht es per X2 via Katrineholm nach Linköping und dann runter.

Viele Grüße
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Reisebericht: Mit der Familie nach Schweden in der Bahn

Taurus83, Nürnberg, Dienstag, 31.10.2017, 20:42 (vor 3067 Tagen) @ Bambalouni


Für Handy-Diebe der ideale Zug. Steckdosen gibt es nur auf dem Gang, sodass alle dort ihre Handy laden:

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Deshalb empfehle ich einen mobilen Akku, auch "Powerbank" genannt. Erstens ist man dann nicht so abhängig vom Stromnetz und kann auch mal ne Nacht ohne Steckdose überbrücken. Und zweitens lädt man dann am Gang den Akku, wenn der weg ist, Kostenpunkt 20 €, und keine Daten drauf.

Viele Grüße,
Bernhard

Reisebericht: Mit der Familie nach Schweden in der Bahn

Bambalouni, Bielefeld / Jena, Mittwoch, 01.11.2017, 00:13 (vor 3067 Tagen) @ Taurus83


Für Handy-Diebe der ideale Zug. Steckdosen gibt es nur auf dem Gang, sodass alle dort ihre Handy laden:

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Deshalb empfehle ich einen mobilen Akku, auch "Powerbank" genannt. Erstens ist man dann nicht so abhängig vom Stromnetz und kann auch mal ne Nacht ohne Steckdose überbrücken. Und zweitens lädt man dann am Gang den Akku, wenn der weg ist, Kostenpunkt 20 €, und keine Daten drauf.

Ich vertraue da auch ganz auf eine Powerbank. Habe mir eine richtig große und auch etwas kostenintensiver gekauft. Die kann ich theoretisch bis zu 5 Mal entladen. Da ist man auch nicht auf Steckdosen im Nachtzug angewiesen

? zu App-Ticket und Kreditkarte

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 01.11.2017, 08:47 (vor 3067 Tagen) @ Bambalouni

Malmö selbst hat ein sehr gutes Bussystem. Wer sich keine Aufladekarte für den Bus kaufen will, lädt sich einfach die App herunter. Damit gibt es 25% Rabatt auf den Fahrpreis - die Kosten werden über die Kreditkarte abgerechnet. Achtung! In Schweden lassen sich Bustickets nicht mit Bargeld bezahlen. Das Umtauschen von Geld lohnt sich nicht - da alles über Kreditkarten läuft.

Funktioniert das in Malmö auch mit nichtschwedischen Kreditkarten? In Göteborg hatten wir nämlich das Problem, daß deren App nur schwedische Karten akzeptiert. Unser Schiff lag recht weit draußen, es hätte zwar eine ÖPNV-Anbindung gegeben, aber leider weit und breit keinen Kiosk, wo man eine Fahrkarte hätte kaufen können. App-Ticket ging auch nicht, also mußten wir den überteuerten Shuttlebus vom Schiff nutzen. :(

Ansonsten mit Kreditkarte in Schweden nie Probleme gehabt habende Grüße,
der Colaholiker

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? zu App-Ticket und Kreditkarte

Bambalouni, Bielefeld / Jena, Mittwoch, 01.11.2017, 11:27 (vor 3067 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von Bambalouni, Mittwoch, 01.11.2017, 11:28

Funktioniert das in Malmö auch mit nichtschwedischen Kreditkarten?

Ja, ich habe die Kreditkarte der DKB genutzt, die kostenfrei ist und auch der Umsatz im Ausland kostet keine Gebühr. Durch den App-Rabatt waren die Busfahrten günstiger als in meiner Heimatstadt Bielefeld oder der ehemaligen Heimat Jena.

Das System ist darüberhinaus genial gemacht. Der auf dem Handy generierte QR-Code wird nach dem Einsteigen an ein Erfassungsgerät gehalten. Ist das Ticket gültig, fiept es kurz und der Fahrer weiß, dass das Ticket gültig ist.

Bei den Prepaid-Buskarten, die zwar ebenfalls Rabatt bieten, aber eine einmalige Gebühr kosten, funktioniert es ähnlich. Hier gibt es ebenfalls ein Gerät beim Fahrer, dass die Karte ausliest und mit einem Fiepen deren Gültigkeit bestätigt.

In Stockholm ist es übrigens günstiger eine Prepaid-Karte zu kaufen. Zwar gibt es auch dort das Handy-Ticket, ist aber deutlich teurer und wirklich nur sinnvoll wenn man ein einziges Mal fährt. Wir haben dies leider zu spät erkannt. Am vorletzten Tag lohnte sich die Anschaffung der Prepaid-Karte für Bus und Bahn aber nicht mehr.

Vorteil der Karten sowohl in Malmö als auch in Stockholm: Die Plastikkarten (vergleichbar mit einer Kreditkarte) sind wiederaufladbar und quasi ewig nutzbar. Ein so simples System wünsche ich mir mal in Deutschland. Die Papiertickets der meisten Großstädte (auch Bielefeld und Jena) sind nicht nur ökologischer Blödsinn, sondern dauern auch länger in der Kontrolle. Vor allem in Regionalbussen könnte damit viel Zeit gespart werden.

? zu App-Ticket und Kreditkarte

Ösi, Mittwoch, 01.11.2017, 12:00 (vor 3067 Tagen) @ Bambalouni

Die Papiertickets der meisten Großstädte (auch Bielefeld und Jena) sind nicht nur ökologischer Blödsinn, sondern dauern auch länger in der Kontrolle.

Der MDV (Großraum Leipzig-Halle) hat Papiertickets (alles bis Monatsticket) und NFC-Tickets (alles darüber). Irgendwie hat man es aber geschafft, NFC so zu verbocken, dass der Zeitraum zwischen Auflegen des Tickets auf das MT und Anzeige der Daten teilweise länger als zehn Sekunden ist, und oft auch noch mehrere Versuche benötigt. Die Sichtkontrolle-Tickets (Papier- und Semestertickets) gehen da wesentlich schneller.

? zu App-Ticket und Kreditkarte

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 01.11.2017, 12:11 (vor 3067 Tagen) @ Bambalouni

Ja, ich habe die Kreditkarte der DKB genutzt, die kostenfrei ist und auch der Umsatz im Ausland kostet keine Gebühr. Durch den App-Rabatt waren die Busfahrten günstiger als in meiner Heimatstadt Bielefeld oder der ehemaligen Heimat Jena.

Dann ist Göteborg da wirklich etwas hinterm Mond.

In Stockholm ist es übrigens günstiger eine Prepaid-Karte zu kaufen. Zwar gibt es auch dort das Handy-Ticket, ist aber deutlich teurer und wirklich nur sinnvoll wenn man ein einziges Mal fährt. Wir haben dies leider zu spät erkannt. Am vorletzten Tag lohnte sich die Anschaffung der Prepaid-Karte für Bus und Bahn aber nicht mehr.

Ich habe mir beim ersten Stockholm-Aufenthalt die RFID-Karte geholt (vom Flughafen in die Stadt brauchten wir ohnehin ein Sonderticket, aber am Bahnhof angekommen gab es dann gleich die Karte), und seitdem immer, wenn ich mal da bin, Tageskarten aufgeladen.

Vorteil der Karten sowohl in Malmö als auch in Stockholm: Die Plastikkarten (vergleichbar mit einer Kreditkarte) sind wiederaufladbar und quasi ewig nutzbar. Ein so simples System wünsche ich mir mal in Deutschland. Die Papiertickets der meisten Großstädte (auch Bielefeld und Jena) sind nicht nur ökologischer Blödsinn, sondern dauern auch länger in der Kontrolle. Vor allem in Regionalbussen könnte damit viel Zeit gespart werden.

Wenn man dann noch sinnvolle Zahlungsmodalitäten anbietet. Wie gesagt, in Göteborg haste mit ner deutschen Kreditkarte keine Chance, und die Automaten der Metro Oslo weigern sich, zwei gleiche Fahrkarten nacheinander mit derselben Kreditkarte auszuspucken. Wer also zu zweit ist braucht dann auch zwei Kreditkarten.

Im RMV-Land hat man alles ab Wochenkarte aufwärts ja auch auf eTicket umgestellt. Dummerweise spucken die Automaten beim Buchen einer Wochen- oder Monatskarte jetzt mehr Papier aus als vorher - eine steuerrechtliche Quittung (gab es vorher nicht), einen Zahlungsbeleg (gab es vorher auch schon) und eine Quittung, daß das eTicket mit der Nummer XXXX mit einer Fahrkarte gültig von bis geladen wurde (größer als die frühere echte Zeitkarte).

Überverkomliziertete Grüße,
der Colaholiker

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