Sturmwarunung für 29.10.17 FV Tickets stornieren/umtauschbar (Aktueller Betrieb)

Quasar, Samstag, 28.10.2017, 09:49 (vor 3083 Tagen)
bearbeitet von Quasar, Samstag, 28.10.2017, 09:49

Morgen zusammen

für morgen Sonntag, 29.10.17 ist wieder eine Sturmfront für Deutschland angesagt. Der DWD warnt vor entsprechend starken Böen.

Die Deutsche Bahn bietet die Regelung für FV Tickets an

Für Reisende des Fernverkehrs bieten wir die Möglichkeit an, ihre für Sonntag, den 29. Oktober 2017 gültigen Tickets ab sofort bis zu 4 Wochen kostenlos zu stornieren oder kostenlos umzutauschen.

Ein Link zum Erstattungsformular ist auch enthalten.

Na dann morgen gute Reise.

Sturmwarunung für 29.10.17 FV Tickets stornieren/umtauschbar

markman, Samstag, 28.10.2017, 12:30 (vor 3083 Tagen) @ Quasar

Für Reisende des Fernverkehrs bieten wir die Möglichkeit an, ihre für Sonntag, den 29. Oktober 2017 gültigen Tickets ab sofort bis zu 4 Wochen kostenlos zu stornieren oder kostenlos umzutauschen.

sollten die immer so anbieten. Ich kann leider nicht heute morgen und muss morgen früh gen Süden. Aber wenn man die Wahl im Vorfeld schon hat, sollte man stornieren oder früher fahren.

Danke für den Hinweis!

Gruß,
Markman

Es wird immer besser ...

Blaschke, Samstag, 28.10.2017, 14:39 (vor 3083 Tagen) @ Quasar
bearbeitet von Blaschke, Samstag, 28.10.2017, 14:40

Hallo.

Am besten behält man die allgemeine Umtauschmöglichkeit direkt dauerhaft bei.

Schließlich gibt's bald vielleicht Frost und Schnee. Dann mal Dauerregen. Nicht die Hitze des Sommers vergessen mit damit überforderter Technik.

Vielleicht sollte man überhaupt den Spieß umdrehen und den "dauerhaften Ausnahmezustand" erklären. Und nur an den wenigen ruhigen Tagen im Jahr dürfen Umtäusche nicht sein und sind Zugbindungen gültig.

Alternativ sollte jeder vernunftgesteuerte Kunde von vornherein besser auf andere Verkehrsmittel ausweichen.

Hoffnungslose Grüße von

jörg

Diese Hetze nervt so langsam

Höllentalbahn, Samstag, 28.10.2017, 15:34 (vor 3083 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von Höllentalbahn, Samstag, 28.10.2017, 15:36

Mag ja sein das die Bahn bei dir nichts zustande bringt, aber diese pauschale Schlechtmachen nervt einfach nur, die meisten Fahrten mit der Bahn laufen glatt (zumindest bei mir).
Und selbst bei 3 Wochen Interrail hatte ich einen einzigen Anschlussbruch bzw generell Verspätung über 10 Minuten und das lag an einem Schienensuizid.
So schlimm kann es also nicht sein
MfG Höllentalbahn

Die Eisenbahn macht sich selbst überflüssig.

Blaschke, Samstag, 28.10.2017, 16:44 (vor 3083 Tagen) @ Höllentalbahn

Hallo.

So schlimm kann es also nicht sein.

Jau, jau, alles halb so wild. Die Nordwestbahn, bekanntlich die beste aller Privatbahnen, rät vom Bahnfahren ab:

https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/971523/sturm-nordwestbahn-raet-vom-zugfah...


Demnächst schreibt Aldi: bitte nicht bei uns einkaufen. Shell meldet: tankt bitte nicht bei uns. Und Vodafone verkündet: telefoniert bitte nicht mit uns.

Es wird immer lächerlicher mit der Eisenbahn. Wofür geben wir Milliarden aus? Damit sie bei nicht-schönem Wetter nicht verkehrt?! Ist doch ein Witz! Angeblich soll das Wetter in der nächsten Zeit doch eher extremer werden. Wie oft im Jahr soll denn demnächst vor Benutzung der Eisenbahn gewarnt werden?

Und wieso soll ich mittel- und langfristig buchen, wenn die Wahrscheinlichkeit für Betriebseinstellungen und Warnungen eher steigt statt sinkt? Wenn ich für Mitte Dezember plane, nach Bamberg zu fahren, dann kann ich mich also mittlerweile mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit drauf einstellen, dass das nichts wird, weil es schneit oder stürmt oder kalt ist?! Eine Verschiebung der Fahrt macht diese sinnlos. Und ich will ja kein Geld zurück, sondern fahren. Auch wenn das Forum den Fahrtausfall eher feiern würde.

Und solche Zustände sollen dann zukunftsorientiert sein und die Eisenbahn stärken ...

Lächerlich ist das und das kann man gar nicht hart und deutlich genug kritisieren.


Schöne Grüße von

jörg

Die Eisenbahn macht sich selbst überflüssig.

ICE2020, Samstag, 28.10.2017, 17:03 (vor 3083 Tagen) @ Blaschke

Sorry Blaschke, Deine Argumentation ist lächerlich. 1, hat man zum jetzigen Zeitpunkt noch keinerlei Züge gestrichen. Man macht darauf aufmerksam, dass es eine offizielle Warnung des Deutschen Wetterdienstes gibt, und dass es in deren Folge zu erheblichen EInschränkungen kommen könnte. Ich halte dies für selbstverständlich, dass man Kunden entsprechend informiert, damit diese ggf. umplanen können. 2. War schon der letzte Sturm ein extremer, wie er nur höchst selten vorkommt. Kein Verkehrsmittel wird immer und bei allen Wetterverhältnisse uneingeschränkt verkehren können. Ansonsten verweise ich auf 1., es ist nämlich nur die Warnung, dass es zu Einschränkungen kommen könnte.

Man mag ja darüber diskutieren, wie man die Bahn weniger störungsanfällig machen kann. Diese Diskussion kann und sollte man auch führen. Aber selbst dann wird niemand einen hundertprozent störungsfreien Betrieb bei allen Wetterlagen sicherstellen können. Und Nein, es geht nicht nur um einige Bäume, die gefällt werden müssen. Das letzte Mal wurden Leitungsmasten umgeknickt, da war kein Baum weit und breit.

Eben. Des Pudels Kern.

Blaschke, Samstag, 28.10.2017, 17:19 (vor 3083 Tagen) @ ICE2020

Hallo.

Man mag ja darüber diskutieren, wie man die Bahn weniger störungsanfällig machen kann. Diese Diskussion kann und sollte man auch führen.

Und wer und wie? Meinst du, die Diskussion kommt von allein? Wer hat denn da ein nachhaltiges Interesse in diesem autoaffinen Land? Schließlich wird das Geld kosten. Geld, dass aktuell keiner zahlen will. Also muss Druck gemacht werden. Wo aber soll denn der Druck zu einer Diskussion und zu Änderungen herkommen? Wenn nicht von Bahnbefürwortern? Und ohne drastische deutliche Kritik kommt die auch von dir zu Recht angedachte Diskussion aber gar nicht erst in Gang. Mit der Folge, dass sich Nullkommagarnichts ändert.

Und deswegen muss harte Kritik dringend sein.

Schöne Grüße von

jörg

+1

Berlin-Express, nähe BPHD, Samstag, 28.10.2017, 21:37 (vor 3083 Tagen) @ Blaschke

- kein Text -

Zustimmung

Junior, Samstag, 28.10.2017, 17:01 (vor 3083 Tagen) @ Höllentalbahn
bearbeitet von Junior, Samstag, 28.10.2017, 17:01

Habe Blaschke immer gern gelesen und tue es teilweise immer noch, aber fast jeden Tag in irgendeinem Thread dasselbe, sinngemäß, dass man besser nicht Bahn fahren sollte, nervt langsam ziemlich! Es weiß ja nun jeder.

Yüp.

Blaschke, Samstag, 28.10.2017, 17:07 (vor 3083 Tagen) @ Junior

Hallo.

sinngemäß, dass man besser nicht Bahn fahren sollte,

Das sagen die Bahnunternehmen teilweise selbst!

nervt langsam ziemlich!

Nicht nur langsam. Das Bahnwesen samt Eigentümer haben dafür zu sorgen, dass das Bahnwesen größtmöglich funktioniert. Und nicht nur bei schönem Wetter.

Es weiß ja nun jeder.

Ja, nur ändert sich ja nichts. Weil selbst Bahnfans die Zustände für völlig akzeptabel halten.

Schöne Grüße von

jörg

Yüp.

Junior, Samstag, 28.10.2017, 17:30 (vor 3083 Tagen) @ Blaschke

Hallo.

sinngemäß, dass man besser nicht Bahn fahren sollte,


Das sagen die Bahnunternehmen teilweise selbst!

Es ging nicht um Unwettertage, und das weißt du auch.

Absolut unverständlich

ICE2020, Samstag, 28.10.2017, 16:31 (vor 3083 Tagen) @ Blaschke

Da bietet die Bahn eine sehr weit gehende Kulanzregelung – wenn diese auch noch weiter gehen könnte, wie Hustensaft zu Recht anmerkt,, an und manche haben immer noch nur nichts besseres zu tun als zu Meckern.

Ja, das Niveau sinkt. Erwartungshaltung zu hoch ...

Blaschke, Samstag, 28.10.2017, 16:48 (vor 3083 Tagen) @ ICE2020

Hallo.

Da bietet die Bahn eine sehr weit gehende Kulanzregelung – wenn diese auch noch weiter gehen könnte, wie Hustensaft zu Recht anmerkt, an, und manche haben immer noch nur nichts besseres zu tun als zu Meckern.

Ich will keine Kulanz und kein Geld, sondern so fahren, wie geplant.

Aber offenkundig ist da die Erwartungshaltung an das Eisenbahnwesen mittlerweile zu hoch.

Hoffnungslose Grüße von

jörg

Ja, das Niveau sinkt. Erwartungshaltung zu hoch ...

ICE2020, Samstag, 28.10.2017, 17:05 (vor 3083 Tagen) @ Blaschke

Ich will keine Kulanz und kein Geld, sondern so fahren, wie geplant.

Merkst Du, dass das Kindergartenniveau ist? Wenn die verzogenen Kinder in der Ecke stehen und schreien? Ich will auch so fahren, wie geplant. Wenn es nicht klappt, braucht es vernünftige Entschädigungsregeln. Wenn man dann noch aus Kulanz weiter geht, als man aufgrund dieser müsste, umso besser.

Willkommen im Leben, wo manchmal nicht alles so läuft, wie es sollte.

Realsatire live ...

Blaschke, Samstag, 28.10.2017, 17:13 (vor 3083 Tagen) @ ICE2020

Hallo.

Ich will keine Kulanz und kein Geld, sondern so fahren, wie geplant.

Merkst Du, dass das Kindergartenniveau ist?

Merkst du es wirklich nicht, dass das Betriebsniveau sinkt und dass die Zuverlässigkeit schlechter wird? Und dass das wohl kaum zur Akzeptanz der Eisenbahn beiträgt?!

Ich will auch so fahren, wie geplant. Wenn es nicht klappt, braucht es vernünftige Entschädigungsregeln. Wenn man dann noch aus Kulanz weiter geht, als man aufgrund dieser müsste, umso besser.

Ah ja, soll ich also noch jubeln und die DB beglückwünschen? Ist ja Realsatire live hier ...

Willkommen im Leben, wo manchmal nicht alles so läuft, wie es sollte.

Manchmal ist ja okay. Nur dass das 'manchmal' mittlerweile immer öfter vorkommt. Und das kann ja wohl kaum die Zukunft sein.

Schöne Grüße von

jörg

Falscher Thread

ICE2020, Samstag, 28.10.2017, 17:34 (vor 3083 Tagen) @ Blaschke

Merkst du es wirklich nicht, dass das Betriebsniveau sinkt und dass die Zuverlässigkeit schlechter wird? Und dass das wohl kaum zur Akzeptanz der Eisenbahn beiträgt?!

Meines Erachtens bezog sich dieser Thread auf einen angekündigten Sturm und den Umgang der DB damit. Was die Betriebsqualität der Bahn generell, also außerhalb extremer Wetterlagen angeht, fehlen mir die Informationen das abschließend beurteilen zu können. In einigen Bereichen meine ich bei meinen Fahrten Verbesserungen oder Verbesserungsbestrebungen zu beobachten, in anderen bin ich eher enttäuscht. Aber wie gesagt: Das war und ist mE hier nicht Thema. Wer sich in Anbetracht eines zumindest als außergewöhnlich angekündigten Sturmes einfach hinstellt und sagt: Ich will fahren, komme das was wolle, verhält sich aus meiner Sicht wie im Kindergarten.

Ah ja, soll ich also noch jubeln und die DB beglückwünschen? Ist ja Realsatire live hier ...

Jubeln nicht, aber vielleicht anerkennen können, dass man sich bemüht.

Ja, das Niveau sinkt. Erwartungshaltung zu hoch ...

Michael L., Samstag, 28.10.2017, 21:06 (vor 3083 Tagen) @ ICE2020

Ich will keine Kulanz und kein Geld, sondern so fahren, wie geplant.


Merkst Du, dass das Kindergartenniveau ist? Wenn die verzogenen Kinder in der Ecke stehen und schreien? Ich will auch so fahren, wie geplant. Wenn es nicht klappt, braucht es vernünftige Entschädigungsregeln. Wenn man dann noch aus Kulanz weiter geht, als man aufgrund dieser müsste, umso besser.

NEIN !! -
Man probiert sich raus zu mogeln,......
man wird wieder den gesamten Betrieb, in bestimmten Regionen, komplett einstellen und hält dies für normal,
obwohl wir seit ca. 175 Jahren wissen, das eine komplette Betriebseinstellung nicht normal ist (!) und das es so etwas bis vor ein paar Jahren so auch gar nicht gegeben hat.

Willkommen im Leben, wo manchmal nicht alles so läuft, wie es sollte.

Und wenn es mal nicht so läuft, dann gibt es geltende Regeln,....
(nur ist es fragwürdig, diese Regeln im Vorfeld schon auszuhebeln !!!)

Ja, das Niveau sinkt. Erwartungshaltung zu hoch ...

ICE-TD, Samstag, 28.10.2017, 21:30 (vor 3083 Tagen) @ Michael L.

obwohl wir seit ca. 175 Jahren wissen, das eine komplette Betriebseinstellung nicht normal ist (!) und das es so etwas bis vor ein paar Jahren so auch gar nicht gegeben hat.

Ich kann mich an einen Sturm (muß Mitte bis Ende der 70er Jahre gewesen sein) erinnern, da dauerte es auch einige Tage bis wieder Züge auf allen Strecken fuhren, und damals half sogar noch die Armee beim räumen da die Bahn sytemwichtig war. Vom Winter 78/79 mit starken Schneefällen und Schneestürmen von denen Ost und West gleichermaßen betroffen war gar nicht erst zu reden. Und es ist erst einige Jahre her als im schneereichen Winter auf Autobahnen die linke Spur gar nicht mehr geräumt wurde.

Ja, das Niveau sinkt. Erwartungshaltung zu hoch ...

ICE2020, Samstag, 28.10.2017, 21:46 (vor 3083 Tagen) @ Michael L.
bearbeitet von ICE2020, Samstag, 28.10.2017, 21:47

Man probiert sich raus zu mogeln,......

Das ist – mit Verlaub – Quatsch. Jedem der ein Ticket hat, stehen die FGR zu. Wenn morgen, wie Du annimmst, der Betrieb teilweise oder in bestimmten Regionen ganz eingestellt wird, hat man alle Ansprüche – anderes Verkehrsmittel, Übernachtung usw. *Zusätzlich* wird Dir angeboten zu sagen: "Ach, ist mir zu unsicher, ich bleibe zu Hause." und Du kannst das machen, ohne Stornokosten und *ohne* wie bei den FGR warten zu müssen, ob Dein Zug wirklich verspätet ist / ausfällt. Das ist bei der Bahn übrigens anders als bei Fluglinien, die sich bei solchen Sachen dann auf höhere Gewalt berufen können und man bekommt, richtig: nichts.

Übrigens: Vorsichtsmaßnahmen sind immer so lange sinnlose, bis es zu einem ganz schlimmen Zwischenfall kommt. Spätestens wenn es aufgrund eines solchen Sturmes einmal zu einem schlimmen Zwischenfall kommt wird man wohl fordern – Betrieb einstellen, unverantwortlich bei so was noch zu fahren! Hier sei auch an dieser Stelle wieder auf diverse Schiffs- und Fährlinien verwiesen, die ebenfalls nicht fahren werden (teilweise seit Freitag nicht).

Ja, das Niveau sinkt. Erwartungshaltung zu hoch ...

ICE-TD, Samstag, 28.10.2017, 18:03 (vor 3083 Tagen) @ Blaschke

Ich will keine Kulanz und kein Geld, sondern so fahren, wie geplant.

Bekommst du eigentlich von "Straßen NRW" auch Kohle zurück oder Entschädigungen wenn du mal wieder mit deinem Sprinter nicht wie geplant von Osnabrück nach Münster kommst?

Unverständlich.

Blaschke, Samstag, 28.10.2017, 19:43 (vor 3083 Tagen) @ ICE-TD

Hallo.

Ich will keine Kulanz und kein Geld, sondern so fahren, wie geplant.

Bekommst du eigentlich von "Straßen NRW" auch Kohle zurück oder Entschädigungen wenn du mal wieder mit deinem Sprinter nicht wie geplant von Osnabrück nach Münster kommst?

Ähm, aufgrund von Maßnahmen von StraßenNRW ist es bislang noch nicht zu Verspätungen von mindestens einer Stunde gekommen. Nicht mal annähernd. "Mal wieder" ist also schon mal daneben.

Ansonsten: würde ich Maut bezahlen müssen, würde ich in der Tat Entschädigungen für angemessen halten.

Die meisten Verzögerungen entstehen aber durch die, die nicht fahren können und entweder Spuren blockieren oder munter zusammen crashen. Da fordere ich schon lange spezielle Versicherungen für die Benutzung der Autobahn, die auch die volkswirtschaftlichen Schäden durch durch verursachte Unfälle bezahlt. Dementsprechend teuer wird die bei Schadenfällen. Also verschwinden Sonntagsfahrer und Harakiri-Künstler wegen Unbezahlbarkeit der Versicherung nach und nach vom Highway und überlassen die Straße den Profis.

Und zuguterletzt sei wiederholt angemerkt, dass ich auf und neben der Autobahn BEDEUTEND zuverlässiger und pünktlicher unterwegs bin als bei der Eisenbahn. Dank des dichteren Straßennetzes kein Wunder. Nur muss sich das Bahnwesen dann eben umso mehr anstrengen, diesen eigenen Nachteil auszugleichen. Da sehe ich aber nur äußerst unzureichende Anstrengungen.

Es ist schon merkwürdig, dass ausgerechnet Bahner und Bahnbefürworter sich offenkundig kaum für eine Verbesserung der Zustände einsetzen, sondern im Gegenteil die Schlechtleistungen auch noch mit Vehemenz verteidigen.

Verständnislose Grüße von

jörg

Unverständlich.

Garfield_1905, Samstag, 28.10.2017, 20:44 (vor 3083 Tagen) @ Blaschke

Es ist schon merkwürdig, dass ausgerechnet Bahner und Bahnbefürworter sich offenkundig kaum für eine Verbesserung der Zustände einsetzen, sondern im Gegenteil die Schlechtleistungen auch noch mit Vehemenz verteidigen.

Immerhin outest Du Dich ja damit, das Du scheinbar kein 'Bahnbefürworter' bist. Auch schon was ...

Wie sollte denn eine 'Verbesserung der Zustände' Deiner Meinung nach aussehen ? Ich gehe mal davon aus, das sie in jedem Fall einen Mehraufwand bedeuten würden, so das Du ggfs. auch die Finanzierung Deiner möglichen Vorschläge / Wünsche nennen solltest. Möglicherweise würde das dann zu Lasten Deines geliebten Straßennetzes gehen. Da Du ja damit nach eigenen Worten nie Probleme hast, muß es ja derzeit zumindest fast perfekt sein. Komisch nur, das z.B. die Baustellen und die damit verbundenen Umstände dann offenbar nur in meinem Bereich sein müßten (= ja, ich habe auch ein Auto, das ich auch nutze(n muß) ). Tja, da sag' ich mal: Erstaunlich ... :-)

Eine Grundsatz-Abrechnung

Blaschke, Samstag, 28.10.2017, 21:25 (vor 3083 Tagen) @ Garfield_1905

Tach.

Wie sollte denn eine 'Verbesserung der Zustände' Deiner Meinung nach aussehen ?

Ganz einfach. Mit reichlich Personal. Was ja da wäre. Stattdessen finanzieren wir Faulenzerei und wollen zusätzliche Arbeitskräfte nicht im Land haben. Arbeit ist bei der Eisenbahn mehr als genug da. Da reicht ein Blick auf etliche Bahnanlagen jenseits des Hochglanzes. Nun kostet Arbeit nicht nur, sondern bringt natürlich auch Einkommen und Umsatz. Es ließe sich also ein gigantischer Konjunkturschub erzeugen. Und die Eisenbahn zu einem exzellenten Vorzeigebetrieb verwandeln.

Ich gehe mal davon aus, das sie in jedem Fall einen Mehraufwand bedeuten würden, so das Du ggfs. auch die Finanzierung Deiner möglichen Vorschläge / Wünsche nennen solltest.

Ja, natürlich mit Geld. Mit viel Geld. Geld ist genug da. Wenn es politisch gewollt ist, ist immer reichlich Geld da. Ein flächendeckend funktionierende Eisenbahn ließe sich problemlos finanzieren. Wenn man es nur will.

Möglicherweise würde das dann zu Lasten Deines geliebten Straßennetzes gehen.

Ja, und dagegen spräche auch nichts. Und ich liebe das Straßennetz nicht - ich sage nur, es ist bedeutend besser als das Schienennetz. Aber diese Entwicklung will ja niemand korrigieren oder meinst du, das geschieht von allein? Ganz ohne politischen Druck. Wohl kaum. Gut, für die meisten scheint ja aber auch alles in Ordnung zu sein.

Auf Dauer werden wir nicht 2 Verkehrsnetze nebeneinander in top Zustand halten. Gerade las ich, dass im Schienenverkehr bald schon wieder mal das Geld aus ginge. Also soll die Schiene immer nur Lückenfüller bleiben? Das ist für dich also völlig in Ordnung!?!! Dann so zu tun, als sei der Straßenverkehr ein Elend, um sich zu beruhigen, dass die Eisenbahn ja gar nicht so übel sei, ist blanker Selbstbetrug und eben weltfremd und nicht zukunftsweisend, weil die Dauernutzer der Straße eben im Vergleich zum derzeitigen Zustand der Eisenbahn anderes erleben.

Da Du ja damit nach eigenen Worten nie Probleme hast, muß es ja derzeit zumindest fast perfekt sein. Komisch nur, das z.B. die Baustellen und die damit verbundenen Umstände dann offenbar nur in meinem Bereich sein müßten (= ja, ich habe auch ein Auto, das ich auch nutze(n muß) ). Tja, da sag' ich mal: Erstaunlich ... :-)

Ich habe täglich sogar 3 bzw. 4 Großbaustellen auf der Autobahn. Kostet selten mehr als 10 Min. Und jetzt? Ansonsten habe ich in der Tat selten Probleme. Herr Blaschke ist für seine Pünktlichkeit berüchtigt. Bestätigen zumindest meine Kunden immer wieder. Kannst sie alle fragen ...

Abgesehen davon wirst du kaum einen Beitrag von mir finden, wo ich Bauarbeiten bei der Eisenbahn kritisiere. Im Gegenteil. Oft genug verteidige ich die Bauarbeiten. Und wenn dann REALISTISCHE Baufahrpläne erstellt werden, ist alles okay. Nach der Wende in der DDR habe ich sowas erlebt. Geht also. Kostet nur u.U. eben auch wieder Geld für zusätzliche Garnituren z.B. Aber das ist ja da.

So, das soll es jetzt aber gewesen sein. Vermutlich wird ja auch das bewußt falsch verstanden werden wollen. Aber das kann und will ich dann auch nicht mehr ändern. Und von eigenen Ideen und Verbesserungsvorschlägen ließt man ja eh nichts. Es reicht ja offenkundig, dass es toll ist, wenn ich nicht Eisenbahn fahren kann und dafür mau entschädigt werde.

Schöne Grüße von

jörg

Eine Grundsatz-Abrechnung

ICE-TD, Samstag, 28.10.2017, 21:36 (vor 3083 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von ICE-TD, Samstag, 28.10.2017, 21:37

Ja, und dagegen spräche auch nichts. Und ich liebe das Straßennetz nicht - ich sage nur, es ist bedeutend besser als das Schienennetz.

Ernsthaft? Gerade wenn ich mir deine geliebte A1 ansehe, gerade auch in deinem Bereich, wo ist die in einem guten Zustand? Die Mehrzahl der Brücken ist marode, die Spuren mussten für die schweren LKW verschwenkt werden damit sie noch ein paar Jahre durchhalten. Und wenn ich dann noch das niedersächsische Land- und Bundesstrassennetz sehe, da gibt es Strassen da sitzt Flicken neben Flicken, da ist kaum noch irgendwo der Originalasphalt oder eine durchgehender Fahrbahnbelag zu erkennen. diese "Flickstrassen" habe ich so extrem in noch keinem anderen Bundesland gesehen.

Machen wir jetzt einen Wettbewerb...

Berlin-Express, nähe BPHD, Samstag, 28.10.2017, 21:39 (vor 3083 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von Berlin-Express, Samstag, 28.10.2017, 21:41

Wer hat die schlechtere Infrastruktur?

Ich wäre dafür, dass man erst einmal bei der Bahn ALLES auf Vordermann bringt und dann meinetwegen ein paar Straßen saniert und nicht darüber philosophiert ob es einem anderen noch schlechter geht.

Eine Grundsatz-Abrechnung

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 28.10.2017, 22:17 (vor 3083 Tagen) @ ICE-TD

Und wenn ich dann noch das niedersächsische Land- und Bundesstrassennetz sehe, da gibt es Strassen da sitzt Flicken neben Flicken, da ist kaum noch irgendwo der Originalasphalt oder eine durchgehender Fahrbahnbelag zu erkennen.

Wo denn? Mir ist gerade mal eine derartige Straße in Niedersachsen bekannt.

diese "Flickstrassen" habe ich so extrem in noch keinem anderen Bundesland gesehen.

Ich wüßte jetzt spontan mehrere Landstraßen anderswo, auf denen ich die zulässige Höchstgeschwindigkeit aufgrund des Straßenzustandes nicht ausgefahren habe, obwohl es von Anlage und Verkehrsaufkommen her problemlos möglich gewesen wäre.

Viele Grüße
Sören

Eine Grundsatz-Abrechnung

ICE-TD, Samstag, 28.10.2017, 22:23 (vor 3083 Tagen) @ Sören Heise

Und wenn ich dann noch das niedersächsische Land- und Bundesstrassennetz sehe, da gibt es Strassen da sitzt Flicken neben Flicken, da ist kaum noch irgendwo der Originalasphalt oder eine durchgehender Fahrbahnbelag zu erkennen.


Wo denn? Mir ist gerade mal eine derartige Straße in Niedersachsen bekannt.

Die B71 im Landkreis Uelzen war jedenfalls mal so eine Katastrophe, ob sie es noch ist weiß ich nicht, ebenso Landstrassen im Kreis Harburg. So extrem habe ich das jedenfalls woanders noch nicht gesehen. Das Löcher in den Strassen mal geflickt werden ist klar, aber das ein Straßenbelag praktisch nur aus Flicken besteht, das ein Flicken an den anderen grenzt..

Eine Grundsatz-Abrechnung

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 28.10.2017, 22:29 (vor 3083 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von Sören Heise, Samstag, 28.10.2017, 22:29

Ah, danke. Im Kreis Harburg kenne ich das nicht, sieht man vielleicht von der Straße zwischen der B 3 und Gr. Todtshorn ab. Aber die ist schon von der Anlage her (einspurig mit unbefestigtem Randstreifen) auch nicht für 100 km/h geeignet. Und die B 71 habe ich noch nie auf einer längeren Strecke genutzt.

Jetzt trotz Zeitumstellung den Rechner ausschaltende Grüße
Sören

Schienenverkehr ginge bald schon wieder mal das Geld aus?

Henrik, Samstag, 28.10.2017, 22:38 (vor 3083 Tagen) @ Blaschke

Auf Dauer werden wir nicht 2 Verkehrsnetze nebeneinander in top Zustand halten.

wieso nicht?
wir haben gar mehr als 2 Verkehrsnetze nebeneinander und das ist gut so.

Gerade las ich, dass im Schienenverkehr bald schon wieder mal das Geld aus ginge.

wo sollte derartiges zu lesen sein?

Schienenverkehr ginge bald schon wieder mal das Geld aus?

Murrtalbahner, Sonntag, 29.10.2017, 01:23 (vor 3083 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Murrtalbahner, Sonntag, 29.10.2017, 01:25

Auf Dauer werden wir nicht 2 Verkehrsnetze nebeneinander in top Zustand halten.


wieso nicht?
wir haben gar mehr als 2 Verkehrsnetze nebeneinander und das ist gut so.

Ich verstehe es auch nicht, warum ständig Straße gegen Schiene ausgespielt wird / werden soll. Wir leben in einem der reichsten und dicht besiedelten Länder der Erde. Unser Reichtum beruht auf Mobilität und Warentransport. Es gibt Dinge die kannst du nicht auf der Schiene transportieren und es gibt Dinge, die machen auf der Straße keinen Sinn. Gerade den Massentransport von Personen und Gütern wird es immer geben und macht auf der Straße 0,0 Sinn. Dafür kannst du nicht überall hin Schienen legen und Stundentakt anbieten.
Wie schon Blaschke festgestellt hat: Geld ist genug da, man muss es nur ausgeben wollen und dort einsetzen, wo es effektiv ist: Kein Bahnhof der Welt kann so einen großen Nutzen haben, dass er zwei, vier oder zehn Milliarden Euro wert ist. Aber man wollte ihn unbedingt haben.

Es gäbe genug Arbeitskräfte, die eine Bahnstrecke freischnippeln könnten. Man muss sie sich nur leisten wollen.

Ja, das Niveau sinkt. Erwartungshaltung zu hoch ...

Garfield_1905, Samstag, 28.10.2017, 19:16 (vor 3083 Tagen) @ Blaschke

Ich will keine Kulanz und kein Geld, sondern so fahren, wie geplant.


Das kann Dir doch sch...egal sein, ob und wie sie fahren, Du fährst doch nach eigenen Worten doch schon seit Ewigkeiten nicht mehr mit der Bahn, so what ? Halt doch, Du hast ja 'ne Bahncard, allerdings nicht unterschrieben. Also langsam komme ich nicht mehr mit ... :-)

Aufklärung ...

Blaschke, Samstag, 28.10.2017, 19:26 (vor 3083 Tagen) @ Garfield_1905

Huhu.

Ich will keine Kulanz und kein Geld, sondern so fahren, wie geplant.

Das kann Dir doch sch...egal sein, ob und wie sie fahren, Du fährst doch nach eigenen Worten doch schon seit Ewigkeiten nicht mehr mit der Bahn, so what ?

Neulich fuhr ich nach Münster. Und zurück. Und Im Dezember will ich nach Bamberg. Sogar schon gebucht. Ansonsten mittlerweile nicht mehr. Weil mir das zu unzuverlässig ist.

Halt doch, Du hast ja 'ne Bahncard, allerdings nicht unterschrieben.

Doch. ICH schon. Der Herr Brambach nicht.

Die BC läuft Mitte November aus. Nun überlege ich, ob ich das derzeitige Angebot nutzen soll oder nicht. Da könnte ich mal Lebensberatung brauchen.

Also langsam komme ich nicht mehr mit ... :-)

Das macht doch nichts.


Schöne Grüße von

jörg

Ja, das Niveau sinkt. Erwartungshaltung zu hoch ...

allambie, Samstag, 28.10.2017, 20:57 (vor 3083 Tagen) @ Blaschke

Fahren wie geplant? Baum auf der Strecke und dann drüber? Du Held!

Ich frage mich gerade...

ALR997, Samstag, 28.10.2017, 21:46 (vor 3083 Tagen) @ Blaschke

...ob, und wenn ja wieso, du eigentlich vor hast, mit der Bahn zu dem Treff in Bamberg anzureisen.

Versteh mich nicht falsch, es ist absolut richtig und wichtig, darauf hinzuweisen, dass der Bahnbetrieb aktuell sehr störanfällig ist und zwar durch winterliche, sommerliche oder herbstliche Wetterverhältnisse, die jeweils dazu führen, dass der Betrieb gerne mal teilweise eingestellt oder zumindest eingeschränkt wird.

Das ganze ist ein Missstand, den es zu beseitigen gilt und, dass darauf von Seiten der Politik in diesem Jahr so gut wie nichts zu hören war, spricht auch in meinen Augen Bände über die Prioritäten.

Andererseits sollte man vielleicht auch betonen, dass wir es hier mit durchaus extremen Wetterphänomenen zu tun haben. Klar, früher gab es natürlich immer schlimmere Stürme und mehr und die Bahn kam damit natürlich viel besser zurecht als heute. Und Schuld ist ganz allein das böse Management, das die Bahn kaputtspart und die Politik und beide zusammen haben sich verschworen, damit bald alle nur noch Auto fahren - verraten haben sie sich ja bekanntermaßen dadurch, dass sie einen Zug auf den Namen "Bertha Benz" taufen.

Alternativ sollte jeder vernunftgesteuerte Kunde von vornherein besser auf andere Verkehrsmittel ausweichen.

Da stellt sich mir nun doch die Frage, ob das allgemeine Resignation ist, dann wiederum die ergänzende Frage: wieso tust du es dir immer noch an, selbst mit der Bahn zu fahren. Oder aber ist das deinerseits eine vorübergehende Stimmung, geschuldet der doch recht häufigen Störungen in diesem Jahr? Denn bei allem Genöle (und bei aller berechtigten Kritik, siehe Pünktlichkeitsquote) muss man nunmal eines sagen: bei der DB arbeiten, soweit ich das jedenfalls beurteilen kann, keine kleinen Teufel, die Fahrgäste hassen und diese quälen wollen.

Also bei allem Verständnis dafür, dass es frustrierend sein mag, aber es ist doch nicht so, dass der gesamte SPV eine einzige Katastrophe ist und niemand mehr Bahn fahren sollte, weil man ohnehin nicht an sein Ziel käme.

15, 218, 1082, 1614, 2212

Das ist kein Geheimcode, sondern einfach fünf von über 800 wahllos herausgekramten Züge, die heute ihr Ziel bis auf ein paar Minuten pünktlich erreicht haben. Deren Fahrgäste sind bestimmt ganz zufrieden mit ihrer Reise und sehen auch keinen Grund, das Auto zu nehmen.

Beste Grüße

Strörugsbewältigung früher und heute

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Sonntag, 29.10.2017, 05:53 (vor 3082 Tagen) @ ALR997

Andererseits sollte man vielleicht auch betonen, dass wir es hier mit durchaus extremen Wetterphänomenen zu tun haben. Klar, früher gab es natürlich immer schlimmere Stürme und mehr und die Bahn kam damit natürlich viel besser zurecht als heute. Und Schuld ist ganz allein das böse Management, das die Bahn kaputtspart und die Politik und beide zusammen haben sich verschworen, damit bald alle nur noch Auto fahren - verraten haben sie sich ja bekanntermaßen dadurch, dass sie einen Zug auf den Namen "Bertha Benz" taufen.

Naja, früher™️ ging das bei einem Sturm halt so aus.
Es ist schon besser, wenn man den Betrieb vorsorglich einstellt.
Bei Eis und Schnee waren früher an nahezu jeder Betriebsstelle Eisenbahner vorort, die schnell mit dem Weichenbesen raus sind und gut war. Von der BZ aus kann man heuer keine Weichen frei kehren.
Sicherheitsvorschriften wurden zurecht verschärft, sodass z.B. bei Notarzteisätzen die Rettungskräfte ungestört arbeiten können.
Also neben den o.g. Punkten, denen ich schon auch zustimme, gibt es auch logische Folgen aus nötigen Anpassungen über die Jahre.
Grünschnitt wurde im Thread angesprochen. Zum einen sind die meisten Wälder in Privatbesitz oder gehören Kommunen. So einfach ist das nicht mit den fällen, abgesehen davon, dass Umweltschützer dann auch zu Wutbürgern werden und dass man an Schwarzwald- und Höllentalbahn Zehntausende Bäume je 30 Meter links und rechts der Bahnstrecken fällen müsste...
Und das Verständnis der Fahrgäste war früher auch grösser. Heute will fast jeder "so fahren, wie geplant", ohne Rücksicht auf die Leute vorort, die an der Störungsbeseitigung arbeiten und sich dafür z.T. auch noch kritisieren lassen müssen.
Denjenigen würde ich tastsächlich einmal die Nutzung von Alternativen nahelegen, damit sie selbst erleben, dass die Bedingungen auf den Strassen nicht besser sind und sie ihre Anspruche vlt. nochmal überdenken.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Strörugsbewältigung früher und heute

musicus, Sonntag, 29.10.2017, 12:02 (vor 3082 Tagen) @ 218 466-1

Es ist schon besser, wenn man den Betrieb vorsorglich einstellt.

Nein, ist es nicht. Das führt nämlich zu genau den chaotischen Zuständen, die wir bei Xavier hatten und die ich auch heute sich abspielen mutmaße. Präventive Betriebseinstellungen haben viel zu wenig mit guter Prognostik und soliden Risikoeinschätzungen zu tun, sondern werden offenbar bei jedem Lüftchen auf gut Glück rausgehauen - offenbar, weil man weiß, dass das Netz nicht in einem gepflegten und damit betriebssicheren Zustand ist und auch weil man bei den Spitz auf Knopf gestrickten Umlaufplänen auf kaum ein Tz verzichten kann, ohne dass man nicht gleich wieder Auswirkungen nationalen Ausmaßes hätte.

Bei Eis und Schnee waren früher an nahezu jeder Betriebsstelle Eisenbahner vorort, die schnell mit dem Weichenbesen raus sind und gut war. Von der BZ aus kann man heuer keine Weichen frei kehren.

Tja, das kostet eben. Die 14,25€-Quer-durch-ganz-Deutschland-Angebote sind wichtiger, für die Kunden wie auch die DB.

Und das Verständnis der Fahrgäste war früher auch grösser. Heute will fast jeder "so fahren, wie geplant", ohne Rücksicht auf die Leute vorort, die an der Störungsbeseitigung arbeiten und sich dafür z.T. auch noch kritisieren lassen müssen.

"So fahren wie geplant" hat die DB mit falsch verstandenem Yield-Management und den damit verwandten Drangsalierungsmaßnahmen à la Zugbindung über Jahrzehnte selbst etabliert und den Kunden daran gewöhnt, dass es sich bei dieser "geplanten" Fahrt um den Normalzustand handelt.

Denjenigen würde ich tastsächlich einmal die Nutzung von Alternativen nahelegen, damit sie selbst erleben, dass die Bedingungen auf den Strassen nicht besser sind und sie ihre Anspruche vlt. nochmal überdenken.

Über die Nutzung von Alternativen denke ich seit längerem nach. Bei aller Schwäche der Straße kann ich dennoch sagen, dass mit dem Auto 2 Stunden Zeitpuffer immer ausreichend waren und dass ich auch stets angekommen bin. 0:2 gegen die Bahn.

Strörugsbewältigung früher und heute

FrankenBahn111, Sonntag, 29.10.2017, 12:09 (vor 3082 Tagen) @ musicus

Denjenigen würde ich tastsächlich einmal die Nutzung von Alternativen nahelegen, damit sie selbst erleben, dass die Bedingungen auf den Strassen nicht besser sind und sie ihre Anspruche vlt. nochmal überdenken.

Über die Nutzung von Alternativen denke ich seit längerem nach. Bei aller Schwäche der Straße kann ich dennoch sagen, dass mit dem Auto 2 Stunden Zeitpuffer immer ausreichend waren und dass ich auch stets angekommen bin. 0:2 gegen die Bahn.

Dann standest du offenbar noch nie in einer Vollsperrung oder nutzt selten die A3 im Bereich Frankfurt-Würzburg-Nürnberg ;)

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Einfahrt IC2082 "Königssee" in Würzburg Hbf

OT, war: Störugsbewältigung früher und heute

musicus, Sonntag, 29.10.2017, 12:18 (vor 3082 Tagen) @ FrankenBahn111
bearbeitet von musicus, Sonntag, 29.10.2017, 12:19

Dann standest du offenbar noch nie in einer Vollsperrung

Zumindest in keiner, die mich mehr als 90 Minuten gekostet hätte.

oder nutzt selten die A3 im Bereich Frankfurt-Würzburg-Nürnberg ;)

"Selten" nun nicht, aber nicht überproportional oft.
Ich versuche - ganz unabhängig vom Verkehrsmittel - so gut wie möglich außerhalb der HVZ unterwegs zu sein und das klappt (aus welchen Gründen auch immer) mit dem PKW tendenziell besser. Der Stressfaktor ist bei der Bahn i.d.R. auf dem gleichen Niveau wie auf der Straße (Direktverbindungen im FV mal ausgenommen, da haben 90 Minuten Reserve immer gereicht)

Überdenken ...

Blaschke, Sonntag, 29.10.2017, 18:08 (vor 3082 Tagen) @ 218 466-1

Hallo.

Heute will fast jeder "so fahren, wie geplant" (...)

Denjenigen würde ich tatsächlich einmal die Nutzung von Alternativen nahelegen, damit sie selbst erleben, dass die Bedingungen auf den Strassen nicht besser sind und sie ihre Ansprüche vlt. nochmal überdenken.

Dumm nur, dass es auf der Straße deutlich besser klappt. Wie im Verborgenen schon geschrieben: der Lieferant aus Ahrensburg bei Hamburg war heute nacht saupünktlich hier vor Ort. Da gilt eher zu überdenken, warum die Eisenbahn dann TAGELANG nicht fährt.

Schöne Grüße von

jörg

Und der Fahrgast ist der Dumme

Hustensaft, Samstag, 28.10.2017, 14:52 (vor 3083 Tagen) @ Quasar

Nein, so kundenfreundlich wie die Bahn da tut, ist das "Angebot" keineswegs, denn man bucht üblicherweise eine Fahrkarte, um von A nach B zu kommen und das auch noch zu einem bestimmten Termin. Ob die Bahn jetzt etwas für die möglichen Beeinträchtigungen kann oder nicht (Stichwort Grünschnitt) lassen wir mal offen, aber wirklich gut ist das Angebot nur für die Bahn, spart sie damit Entschädigungen nach den Fahrgastrechten und wird von ihrer Leistungspflicht frei.

Warum ich dieser Auffassung bin? Im Extremfall habe ich ein Aktionsangebot für 14,90 € gebucht, das Geld bekomme ich wieder. Aber für ein neues Ticket muss ich sehr wahrscheinlich deutlich mehr bezahlen, im Extremfall sogar den Flexpreis.

Was hätte man tun können?
Warum bietet die Bahn nicht an, schon heute - und damit vor dem Sturm - fahren zu können? Und wieso kann ich nicht einfach ohne Mehrpreis umbuchen? Wenn das technisch nicht realisierbar ist, zur Not eben mit Erstattung des Mehrpreises?

Und der Fahrgast ist der Dumme

ICE2020, Samstag, 28.10.2017, 16:37 (vor 3083 Tagen) @ Hustensaft

Deine Kritik teile ich nur bedingt. Du hast ja die Möglichkeit, Dein Ticket zu behalten und morgen zu fahren. Dann gelten Deine volle Ansprüche aus Fahrgastrechten etc. Wer nun lieber auf Nummer Sicher gehen möchte, hat zumindest keine Stornokosten und kann Alternativen wählen. Man kann sogar bis morgen abwarten, wenn dann wirklich nichts fährt, kann man sein Ticket ja dann auch am Montag verwenden. So ist viel Flexibilität gewonnen.

Warum man Tickets für morgen nicht auch schon für heute freigegeben hat, weiß ich nicht. Ich kann nur spekulieren, dass heute eh eine sehr hohe Auslastung besteht und man nicht zusätzliche Kapazitätsprobleme schaffen wollte. Außerdem ist es halt schwierig abzugrenzen, welche Tickets man frei gibt (welche Regionen sind betroffen), oder gleich alle? Nicht unterschätzen sollte man auch, wie schnell solche Regelungen von einigen missbräuchlich genutzt werden.

Für Umbuchungen – selbst bei Online Tickets – dürften technisch einfach nicht die nötigen Abläufe programmiert und hinterlegt sein.

Insgesamt muss man doch festhalten: Viel besser als beim Letzten Sturm:

– Es gibt eine Information vorab, verbunden mit relativ weit gehenden Kulanzregelung (iohne, dass überhaupt sicher ist, ob es Auswirkungen haben wird).
– Die Züge nördlich von Hamburg haben einen Warnhinweis im RIS.
– Nächstes Update ist zeitlich genau angekündigt (das war beim letzten Mal zum Beispiel beim Metronom der Fall und ein großes Ärgernis, dass man immer wieder bei bahn.de schauen musste, weil man nie wusste, wann es sicher neue infos geben wird.

Flexible Verkehrsmittelwahl

bendo, Samstag, 28.10.2017, 18:45 (vor 3083 Tagen) @ ICE2020

... Man kann sogar bis morgen abwarten, wenn dann wirklich nichts fährt, kann man sein Ticket ja dann auch am Montag verwenden. So ist viel Flexibilität gewonnen.

Genauso werde ich es machen! Bzw. nicht bis Montag warten, sondern - in Blaschkes Sinne - ggf. mit dem PkW weiter fahren (terminlich kann ich leider nicht ausweichen)! Mein Plan war sowieso: PkW bis Wü, von dort per ICE nach Berlin. Sollte sich abzeichnen, dass die Bahn Probleme macht*, fahr ich einfach weiter durch bis Berlin. Über die Kulanzregelung der Bahn bin ich schon mal dankbar!

*) Natürlich schau ich mir vorausfahrende Verbindungen an. Trotzdem hirne ich gerade noch über ein geeignetes, eindeutiges Entscheidungskriterium ;)

Nicht im Sinne ...

Blaschke, Sonntag, 29.10.2017, 18:16 (vor 3082 Tagen) @ bendo

Hallo.

Genauso werde ich es machen! Bzw. nicht bis Montag warten, sondern - in Blaschkes Sinne - ggf. mit dem PkW weiter fahren (terminlich kann ich leider nicht ausweichen)!

Nochmal: das ist nicht in meinem Sinne, den Pkw zu fördern. Nur wenn ich zeitlich nicht ausweichen kann oder will, habe ich ja keine Wahl. Was nutzt mir da eine Entschädigung oder Freiheit bei der Zugwahl, wenn zum gewünschten Termin keiner fährt.

Und auch nochmal: es bringt die Eisenbahn nicht voran, wenn wir so tun, als sei die Straße keine - in solchen Fällen bessere - Alternative. Das ist dann Realitätsverweigerung. Und solange wir der Eisenbahn dann noch ein Alibi verschaffen, wird sich nie was zugunsten der Eisenbahn ändern. Oder glaubt wer, dass das von allein geschieht? Nur haben all die Kritiker dann auch keine Ideen und keine Lösung, wie man die Lage verbessern könnte.


Schöne Grüße von

jörg

Erfahrungsbericht: PkW eindeutig im System-Vorteil!

bendo, Mittwoch, 01.11.2017, 20:16 (vor 3079 Tagen) @ Blaschke

Und auch nochmal: es bringt die Eisenbahn nicht voran, wenn wir so tun, als sei die Straße keine - in solchen Fällen bessere - Alternative. Das ist dann Realitätsverweigerung. Und solange wir der Eisenbahn dann noch ein Alibi verschaffen, wird sich nie was zugunsten der Eisenbahn ändern. Oder glaubt wer, dass das von allein geschieht? Nur haben all die Kritiker dann auch keine Ideen und keine Lösung, wie man die Lage verbessern könnte.

Genau richtig! Und hier passend mal mein Erfahrungsbericht:
Am Sonntag morgen stand ich nun mit dem PkW am HbF Würzburg, wobei sich (zum Glück!) eine eindeutige Lage abzeichnete: Wenn weiter nach Berlin, dann mit dem PkW!

Ergebnis der Fahrt: Leere und perfekt ausgebaute Autobahnen! Ab und zu gab es mal den einen oder anderen Schubs einer Windböe, aber alles kein Problem. Ankunft Berlin: 1h vor dem ICE, wenn er denn planmäßig gefahren wäre!
Damit konnte ich über unser System wieder nur Kopfschütteln:
Solange mir der Staat perfekte Straßenkorridore präsentiert, auf denen ich per PkW auch eine Deutschland-querende Distanz in kürzerer Zeit zurücklegen kann als ein FV-Zug, der auf derselben Relation fast nur SFS befährt, stimmt a) das System nicht (Vergleich: Marseille-Paris per PkW in 3h ist schlicht unmöglich!) und b) wird die Bahn hier niemals konkurrenzfähig!!

Ich sehe hier nur eine politische Möglichkeit aus dem Dilemma:
Mit der Begründung einer 1) prinzipiell für alle Bürger zur Verfügung stehenden Möglichkeit des Reisens und 2) einer umweltbewussteren Form des Reisens, muss der Eisenbahnverkehr politisch gegenüber dem Individualverkehr per PkW massiv gefördert werden!
Ich wünsche nicht, dass bestehendes (z.B. Autobahnen) zurückgebaut wird. Auch bin ich ein Gegner eines allg. Tempolimits. Aber ich wäre für eine gezielte Förderung eines konkurrenzfähigen HGV-Systems der Bahn. Finanziert z.B. dadurch, dass keine neue BAB gebaut, BAB nicht unbedingt ausgebaut und Serviceintervalle auf Straßen einfach verlängert werden. Der Verkehr (und die Wahl der Verkehrsmittel) stellt sich von selbst ein..

Gruß, bendo

? Regelung für eingelöste eCoupons

fair dodger, Samstag, 28.10.2017, 15:39 (vor 3083 Tagen) @ Quasar

Wie wird denn in so einem Kulanz-Fall mit den eingesetzten eCoupons umgegangen? Erhält man im Zuge der Stornierung von der DB dafür Ersatz oder verfallen die eingetzten Coupons einfach?

29.10.17 Tickets stornieren: Hier steht eine E-Mail-Adresse

1040bln, Berlin-Mitte, Mittwoch, 01.11.2017, 15:06 (vor 3079 Tagen) @ Quasar

Der ursprüngliche Link zur Erstattung wird anscheinend nur einen Tag offen gehalten und dann abgeschaltet. Hier habe ich eine E-Mail-Adresse gefunden und dort erstmal einen Erstattungsanspruch hingeschickt. Eine automatische Antwort mit Ticket-Nummer kam auch erstmal. Nun mal abwarten, was passiert.

Bezieht sich zwar auf den vorletzten Sturm, aber dürfte analog funktionieren:

https://community.bahn.de/questions/1473575-finde-formular-erstattung-tickets-aufgrund-...

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