Von Côte Bleue, Train Jaune & Tramvia Blau (Forts. Teil 1) (Reiseberichte)
Tag 2: Carry-le-Rouet – Niolon – Marseille – Nîmes – Clermont-Ferrand
Die Bahnstrecke entlang der Côte Bleue führt weiter bis Miramas und hat dort Anschluss an eine andere Bahnlinie, allerdings finde ich keine vernünftige Verbindung über diese Route, und so fahren wir heute zunächst nach Marseille zurück, wobei dieser Streckenabschnitt ohnehin der schönere sein soll. Und so finden wir uns um kurz vor acht Uhr morgens am Bahnhof von Carry-le-Rouet ein.
Im morgendlichen Berufsverkehr ist eine alte RRR-Garnitur unterwegs. Die Bahnstrecke entlang der Côte Bleue wird von der SNCF als Panoramastrecke beworben wie die Schwalbenlinie oder der Mont-Blanc-Express – und das zurecht. Über Viadukte und durch Tunnel geht es entlang der Felsküste, viele der geschützten „Calanques“ (Felsbuchten) beherbergen kleine Orte oder Häfen.
Einer dieser Orte ist Niolon, der Bahnhof liegt hoch über einer Bucht. Wir legen hier einen Zwischenstopp ein, schauen noch dem Zug nach, wie er im nächsten Tunnel verschwindet und laufen dann hinab zum Hafen.
Einige der Boote gehören zu einer Tauchschule, oben am Berg liegt der Bahnhof. Wir folgen einem Fußpfad auf die Anhöhe der Küste und umrunden einen Felsen...
...bis sich der Blick auf das La Vesse-Viadukt ergibt. Die Brücke zwischen zwei Tunneln ist einer der vielen Kunstbauten der Bahnstrecke von Marseille nach Miramas. Die Bahnstrecke wurde von 1907 bis 1915 von Paul Séjourné erbaut. Da es keine Küstenebene gibt, musste die Strecke in den Fels gebaut werden. Die Bahnlinie ist die einzige direkte Verbindung, eine Küstenstraße gibt es nicht. Ja, gut, mit Zug wäre das Bild noch schöner – aber beim nächsten Zug, der über das Viadukt fährt, möchten wir schon wieder als Fahrgast an Bord sein.
Und hier sind wir schon fast wieder zurück am Bahnhof und können von oberhalb des Tunnelportals einen Blick über die Bahnsteige bis zum Empfangsgebäude werfen.
Jetzt sind wir doch etwas zeitig zurück am Bahnhof. Während mein Bruder einem seltenen Pokémon nachspürt, folge ich noch ein Stück den Gleisen – ich muss sagen, das ist schon eine landschaftlich tolle Strecke.
Der nächste Zug ist wieder ein Triebwagen, etwa 20 Minuten fahren wir jetzt noch durch das zerklüftete Kalkmassiv entlang der Küste bis Marseille.
So, und an dieser Stelle machen wir jetzt einen Schnitt, nachdem damit die Ligne de la Côte Bleue inhaltlich abgeschlossen ist und dieser Teil des Reiseberichts schon eine gute Länge erreicht hat.
Das Stichwort für den zweiten Teil lautet dann „Ligne des Cévennes“, aber dazu dann mehr in den nächsten Tagen.
Viele Grüße und einen schönen Sonntag
Tobias
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