Woran das wohl liegt... (Fahrkarten und Angebote)

musicus, Donnerstag, 05.10.2017, 07:48 (vor 3139 Tagen) @ Mike65

2. Fehlschluss: Zu und von allen innerstädtischen Bahnhöfen in der Bundeshauptstadt wird der gleiche Ticketpreis berechnet, egal ob Spar- oder Flexpreis. Aus der Preisgleichheit hätte ich daher auch auf die Tarifgleichheit geschlossen. Warum das nicht der Fall ist, erschliesst sich mir nicht. Schliesslich generieren die Nach- bzw. Vorläufe im Stadtgebiet offenbar keine Mehreinnahmen, da hätte man sie aus Vereinfachungsgründen auch gleichstellen können.

Diesem Fehlschluss sitzt fast jeder seit langem Bahn fahrende und/oder normal denkende Mensch auf. Ursächlich dafür sind zum einen das Relationspreissystem, in dem Vor- oder Nachläufe von/zu tariflich gerade nicht gleichgestellten Start- oder Zielbahnhöfen sogar zu Mindereinnahmen führen können (gibt ganze Threads dazu), zum anderen die zugehörigen Sparpreise, bei die Preisbildung noch weniger mit tatsächlichen Entfernungen und der Unterscheidung von Tarifpunkten korreliert. Aus der Höhe des Fahrpreises auf die Zahl der Tarifkilometer oder die Streckenlänge sowie von fehlenden Preisdifferenzen auf tarifliche Gleichstellung zu schließen, ist im gegenwärtigen Preissystem kreuzgefährlich!

Andererseits: Der Verbundtarif in Berlin ist mit 2.80€ ja ein echtes Schnäppchen. Da muss man in München mindestens das Doppelte löhnen.

Nö. Wie in (fast?) allen Verbünden gilt der Grundsatz der durchfahrenen Zonen. Eine kleine Weltreise von Haar nach Planegg kostet mit ihren knapp 35km auch exakt 2,80€. Aus dem Bauch heraus und ohne auf Details eingehen zu wollen: In puncto ÖPNV-Kosten geben sich Berlin und München vermutlich nicht viel.


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