Kein Mittwochsbahnhof, nächster Teil (35 Bilder), Abschn. II (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 27.09.2017, 22:44 (vor 3101 Tagen) @ Sören Heise

Der einstige Bahnhof Warstade-Hemmoor liegt an der Kreisstraße 25. Die zweigt am Hemmoorer Kreidesee von der B 73 ab. Nach dem Ortsende ist es nicht mehr weit bis zur Bahnstrecke. Das moderne Empfangsgebäude wurde 1960 in Betrieb genommen. Reisezüge hielten bis zum 1. Juni 1991, das Datum gilt auch für Neuhaus und Altenbruch. Der Bahnhof selbst existierte bis 1996, die örtliche Besetzung erfolgte seitdem und bis zu einem unbekannten Zeitpunkt als Schrankenposten 238. Heute steht das Empfangsgebäude leer.[center]


[image]

[image]

1 2 Der direkte Vergleich sagt alles.


[image]

3 Christophs Ansicht gen Bahnübergang.


[image]

4 Ich wählte aus naheliegenden Gründen den Bahnübergang als Standort. Die Gleisverschwenkung für den Bahnsteig gibt es noch immer.


[image]

5 Ein Wendezug aus vier Silberlingen fährt gen Basbeck-Osten. Verglichen mit Christoph dort aufgenommenen Bild fällt auf, dass es keine feste Lokstellung zu geben scheint, denn die „umgekehrte Wagenreihung” ist wohl eine spätere Erfindung.
Das rechte Gleis gibt es noch immer. Es liegt aber im Grünzeug versteckt.


[image]

6 Metronom fährt mit Steuerwagen gen Cuxhaven. Dass das Bild nichts taugt, weiß ich selbst.


[image]

7 Das Empfangsgebäude von der Straßenseite. Hinter mir wurden gerade einige Rinder umgeladen, kommentiert von Rindviechern auf der anderen Straßenseite. Man ist halt auf dem Land, da sehen Fleisch und Wurst anders aus als im Supermarkt.


[image]

8 Das BÜ-Häuschen.


[image]

9 Am Empfangsgebäude hängt noch das zuletzt gültige Posten-Schild.


------------


Unter den vier heute vorzustellenden Betriebsstellen nimmt Wingst eine Sonderrolle ein. Denn hier halten heute noch Züge. Die Station wurde unter dem Namen Höftgrube eröffnet. Zum Sommerfahrplan 1974 erfolgte die Umbenennung nach der Endmoräne aus der Saalekaltzeit, die auch der Gemeinde ihren Namen gab. Mit 74 Metern ist sie die einzige nennenswerte Erhöhung in weitem Umkreis. Wann Wingst zum Haltepunkt herabgestuft wurde und wann die örtliche Besetzung endete, ist uns unbekannt. Auf Christophs Aufnahmen ist schon nur ein zugbedienter Bahnübergang zu erkennen.


[image]

[image]

10 11 Christoph schenkte dem Haltepunkt nur zwei Aufnahmen. Damals gab es nach noch Filme und die kosteten Geld. Und das ist bei Studenten ja zumeist knapp.


[image]

12 Mir bleib keine Zeit für Vegetationspflege, stand ich doch in der Schlange am Bahnübergang.


[image]

13 Da ich nicht auf dem anderen Bahnsteig war, muss das hier als Vergleichsaufnahme reichen.


[image]

14 Die Ansicht Richtung Cuxhaven. Das Formsignal gibt es immer noch.


[image]

15 Die Benennung als „Das Therapiezentrum” suggeriert eine Alternativlosigkeit. Je nach gewähltem Radius ums alte Bahnhofsgebäude herum stimmt das sogar.


[image]

16 Freundliche Begrüßung.


[image]

17 ...aber ich Dich nicht!
Um 7:53 fährt die Linie 1067 nach Wingst-Höftgr., Stad. Str.26. Um 7:58 fahren die Linien 1067 und 1068. Beide nach Wingst-Dobrock, GS mit Ankunft um 8:15. Die 1068 fährt aber über Wingst-Höden, Haus 16 (Ankunft 8:03). Interessant nur, dass die Fußnote zur 1067 verkehrt über Wingst-Höden lautet.


[image]

18 Das Hotel am Bahnhof. Es sei (runterscrollen) besonders aus Bild 6 hingewiesen.


[image]

19 Ansicht von der Straße.


[image]

20 Auch hier gibt es einen großen Pendlerparkplatz. Der einzige Fahrkartenautomat steht auf dem Bahnsteig gen Cuxhaven.


------------


Wir lassen Cadenberge aus, kommen stattdessen nach Neuhaus (Oste). Der Flecken liegt an der Bundesstraße. Die Niederelbebahn führt in etwa zweieinhalb Kilometern Entfernung vorbei, der Bahnhof lag so gerade eben noch auf Gemeindegebiet. Das 1997 außer Betrieb genommene Stellwerk war seit 1926 in Betrieb gewesen, danach diente es noch als Schrankenposten (Nummer 250). Wie lange, ist unbekannt. Bei meinen wenigen Zugfahrten auf der Strecke sah ich das verfallende Bahnhofsgebäude. Es hat jetzt aber offenbar einen neuen Besitzer gefunden.


[image]

21 Christophs Aufnahme aus Richtung Harburg gesehen habe ich nichts Vergleichendes entgegenzusetzen.


[image]

22 Blickrichtung Harburg. Man sieht jeweils ein Formsignal.


[image]

23 Heute sind die Bahnsteige verschwunden.


[image]

24 Der neue Eigentümer hat schonmal einen Zaun und zwei „Betreten verboten”-Schilder spendiert.


[image]

25 Vorne an der Straße stehe noch ein Bahnwärterhaus, mehr oder minder original.


[image]

26 Das Bahnübergangsbild.


[image]

27 Und der Bahnübergang. Hier draußen stehen ein paar Häuser.


------------


Auch Otterndorf strafen wir mit Mißchtung, ebenso die - wie im benachbarten Lüdingworth - wirklich sehenswerte Kirche von Altenbruch. Stattdessen fahren wir auf der Altenbrucher Bahnhofstraße aus dem Ort heraus. Ganz am Ende steht das Empfangsgebäude, das heute Wohnzwecken dient. Hinter der Bahnstrecke kommt ein Campingplatz und dann gleich der Deich. Das örtliche Stellwerk, zuletzt wie in Neuhaus nur noch Blockstelle, war von 1926 bis 2007 in Betrieb (alle Daten laut stellwerke.de).


[image]

28 Richtung Hamburg. Trotz offener Schranke scheint das Signal auf „Fahrt” zu stehen.


[image]

29 Ein Zaun begrenzt den einstigen Bahnsteig. Hier stehen noch die Lampen.


[image]

30 Das Empfangsgebäude, direkt an der Straße zum Strand.


[image]

31 Vermutlich ein hausgemachtes Bahnhofsschild.


[image]

32 Der Bahnübergang.


[image]

33 Richtung Harburg. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt wie auf der parallelen Bundesstraße 100 km/h.


[image]

[image]

34 35 Der Vergleich 1989 - 2017 soll diese Reportage abschließen.


------------


Das war es vorerst von der Niederelbe. Die Mittwochsbahnhöfe gehen jetzt in den Endspurt, fünf sind noch übrig. Wir teilen uns das so ein, dass sie in den Oktober passen.

Viele Grüße
Sören

--
[image]

Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum