Kein Mittwochsbahnhof, nächster Teil (35 Bilder), Abschn. I (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 27.09.2017, 22:44 (vor 3101 Tagen)

Moin und herzlich willkommen zur nächsten Folge „Kein Mittwochsbahnhof”.

Nachdem wir vor einer Woche mit Hemmoor den letzten Mittwochsbahnhof auf der Niederelbebahn Harburg - Cuxhaven besucht haben, stehen heute in Fortsetzung nach Cuxhaven noch zwei ehemalige Bahnhöfe mit einem H im Namen auf dem Programm: Warstade-Hemmoor und Höftgrube. Und da wir gerade ohne Zug in der Gegend sind, nehmen wir auch noch zwei ehemalige Bahnhöfe, aber ohne H, mit: Neuhaus und Altenbruch. Auch heute darf ich mich bei Christoph bedanken, der Aufnahmen vom 6. September 1989 beisteuerte. Meine Bilder entstanden am 8. August 2017. Beide Tage zeichneten sich dadurch aus, dass das Wetter eine andere Vorhersage konsultiert hatte als wir. Manch einer bleibt da gleich zuhause, wir freuten uns übers fehlende Gegenlicht.


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Geht gleich weiter. 432 Zeichen Überlänge.

Kein Mittwochsbahnhof, nächster Teil (35 Bilder), Abschn. II

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 27.09.2017, 22:44 (vor 3101 Tagen) @ Sören Heise

Der einstige Bahnhof Warstade-Hemmoor liegt an der Kreisstraße 25. Die zweigt am Hemmoorer Kreidesee von der B 73 ab. Nach dem Ortsende ist es nicht mehr weit bis zur Bahnstrecke. Das moderne Empfangsgebäude wurde 1960 in Betrieb genommen. Reisezüge hielten bis zum 1. Juni 1991, das Datum gilt auch für Neuhaus und Altenbruch. Der Bahnhof selbst existierte bis 1996, die örtliche Besetzung erfolgte seitdem und bis zu einem unbekannten Zeitpunkt als Schrankenposten 238. Heute steht das Empfangsgebäude leer.[center]


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1 2 Der direkte Vergleich sagt alles.


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3 Christophs Ansicht gen Bahnübergang.


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4 Ich wählte aus naheliegenden Gründen den Bahnübergang als Standort. Die Gleisverschwenkung für den Bahnsteig gibt es noch immer.


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5 Ein Wendezug aus vier Silberlingen fährt gen Basbeck-Osten. Verglichen mit Christoph dort aufgenommenen Bild fällt auf, dass es keine feste Lokstellung zu geben scheint, denn die „umgekehrte Wagenreihung” ist wohl eine spätere Erfindung.
Das rechte Gleis gibt es noch immer. Es liegt aber im Grünzeug versteckt.


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6 Metronom fährt mit Steuerwagen gen Cuxhaven. Dass das Bild nichts taugt, weiß ich selbst.


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7 Das Empfangsgebäude von der Straßenseite. Hinter mir wurden gerade einige Rinder umgeladen, kommentiert von Rindviechern auf der anderen Straßenseite. Man ist halt auf dem Land, da sehen Fleisch und Wurst anders aus als im Supermarkt.


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8 Das BÜ-Häuschen.


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9 Am Empfangsgebäude hängt noch das zuletzt gültige Posten-Schild.


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Unter den vier heute vorzustellenden Betriebsstellen nimmt Wingst eine Sonderrolle ein. Denn hier halten heute noch Züge. Die Station wurde unter dem Namen Höftgrube eröffnet. Zum Sommerfahrplan 1974 erfolgte die Umbenennung nach der Endmoräne aus der Saalekaltzeit, die auch der Gemeinde ihren Namen gab. Mit 74 Metern ist sie die einzige nennenswerte Erhöhung in weitem Umkreis. Wann Wingst zum Haltepunkt herabgestuft wurde und wann die örtliche Besetzung endete, ist uns unbekannt. Auf Christophs Aufnahmen ist schon nur ein zugbedienter Bahnübergang zu erkennen.


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10 11 Christoph schenkte dem Haltepunkt nur zwei Aufnahmen. Damals gab es nach noch Filme und die kosteten Geld. Und das ist bei Studenten ja zumeist knapp.


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12 Mir bleib keine Zeit für Vegetationspflege, stand ich doch in der Schlange am Bahnübergang.


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13 Da ich nicht auf dem anderen Bahnsteig war, muss das hier als Vergleichsaufnahme reichen.


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14 Die Ansicht Richtung Cuxhaven. Das Formsignal gibt es immer noch.


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15 Die Benennung als „Das Therapiezentrum” suggeriert eine Alternativlosigkeit. Je nach gewähltem Radius ums alte Bahnhofsgebäude herum stimmt das sogar.


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16 Freundliche Begrüßung.


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17 ...aber ich Dich nicht!
Um 7:53 fährt die Linie 1067 nach Wingst-Höftgr., Stad. Str.26. Um 7:58 fahren die Linien 1067 und 1068. Beide nach Wingst-Dobrock, GS mit Ankunft um 8:15. Die 1068 fährt aber über Wingst-Höden, Haus 16 (Ankunft 8:03). Interessant nur, dass die Fußnote zur 1067 verkehrt über Wingst-Höden lautet.


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18 Das Hotel am Bahnhof. Es sei (runterscrollen) besonders aus Bild 6 hingewiesen.


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19 Ansicht von der Straße.


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20 Auch hier gibt es einen großen Pendlerparkplatz. Der einzige Fahrkartenautomat steht auf dem Bahnsteig gen Cuxhaven.


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Wir lassen Cadenberge aus, kommen stattdessen nach Neuhaus (Oste). Der Flecken liegt an der Bundesstraße. Die Niederelbebahn führt in etwa zweieinhalb Kilometern Entfernung vorbei, der Bahnhof lag so gerade eben noch auf Gemeindegebiet. Das 1997 außer Betrieb genommene Stellwerk war seit 1926 in Betrieb gewesen, danach diente es noch als Schrankenposten (Nummer 250). Wie lange, ist unbekannt. Bei meinen wenigen Zugfahrten auf der Strecke sah ich das verfallende Bahnhofsgebäude. Es hat jetzt aber offenbar einen neuen Besitzer gefunden.


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21 Christophs Aufnahme aus Richtung Harburg gesehen habe ich nichts Vergleichendes entgegenzusetzen.


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22 Blickrichtung Harburg. Man sieht jeweils ein Formsignal.


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23 Heute sind die Bahnsteige verschwunden.


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24 Der neue Eigentümer hat schonmal einen Zaun und zwei „Betreten verboten”-Schilder spendiert.


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25 Vorne an der Straße stehe noch ein Bahnwärterhaus, mehr oder minder original.


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26 Das Bahnübergangsbild.


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27 Und der Bahnübergang. Hier draußen stehen ein paar Häuser.


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Auch Otterndorf strafen wir mit Mißchtung, ebenso die - wie im benachbarten Lüdingworth - wirklich sehenswerte Kirche von Altenbruch. Stattdessen fahren wir auf der Altenbrucher Bahnhofstraße aus dem Ort heraus. Ganz am Ende steht das Empfangsgebäude, das heute Wohnzwecken dient. Hinter der Bahnstrecke kommt ein Campingplatz und dann gleich der Deich. Das örtliche Stellwerk, zuletzt wie in Neuhaus nur noch Blockstelle, war von 1926 bis 2007 in Betrieb (alle Daten laut stellwerke.de).


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28 Richtung Hamburg. Trotz offener Schranke scheint das Signal auf „Fahrt” zu stehen.


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29 Ein Zaun begrenzt den einstigen Bahnsteig. Hier stehen noch die Lampen.


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30 Das Empfangsgebäude, direkt an der Straße zum Strand.


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31 Vermutlich ein hausgemachtes Bahnhofsschild.


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32 Der Bahnübergang.


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33 Richtung Harburg. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt wie auf der parallelen Bundesstraße 100 km/h.


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34 35 Der Vergleich 1989 - 2017 soll diese Reportage abschließen.


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Das war es vorerst von der Niederelbe. Die Mittwochsbahnhöfe gehen jetzt in den Endspurt, fünf sind noch übrig. Wir teilen uns das so ein, dass sie in den Oktober passen.

Viele Grüße
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Kein Mittwochsbahnhof, nächster Teil (35 Bilder), Abschn. II

Köthener, Köthen, Donnerstag, 28.09.2017, 08:41 (vor 3101 Tagen) @ Sören Heise

Herzlichen Dank. Ich habe die Reise auf http://www.openrailwaymap.org/ (früher sagte man mit dem Finger auf der Landkarte) verfolgt.

Danke!

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Donnerstag, 28.09.2017, 10:01 (vor 3101 Tagen) @ Sören Heise

Moin,

5 Ein Wendezug aus vier Silberlingen fährt gen Basbeck-Osten. Verglichen mit Christoph dort aufgenommenen Bild fällt auf, dass es keine feste Lokstellung zu geben scheint, denn die „umgekehrte Wagenreihung” ist wohl eine spätere Erfindung.

Interessante Frage. Zumindest in den letzten Jahren fuhr DB Regio spätestens ab Harburg mit Lok gen Cuxhaven.

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6 Metronom fährt mit Steuerwagen gen Cuxhaven. Dass das Bild nichts taugt, weiß ich selbst.

Du hast Probleme... Ich kann dir einen selbsternannten Eisenbahnspezialisten und Fotografen nennen, dessen Fotos solltest du mal sehen! Auch wenn es kein erstklassiges Bild ist, würde ich es aufheben. Allein schon wegen des kommenden Betreiberwechsels. Und falls du das Foto in einigen Jahrzehnten im historische Forum veröffentlichst, stört sich an Unschärfe und Wetter vermutlich eh kaum jemand.

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16 Freundliche Begrüßung.

Jo, was der Blumenkübel in Wuppertal schon an Blechschäden bei den die Haltestelle anfahrenden (Gelenk-) Bussen verursacht hätte...

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17 ...aber ich Dich nicht!

Erinnert mich an Nordhausen-Krimderode, als dort früher die Bahnhofsbank als wertvollstes Ausstattungsgegenstück gelegentlich entwendet wurde und man deshalb vom "geklauten Bahnhof" sprach. Der Busfahrplan scheint sehr übersichtlich zu sein.

Ich fand es sehr interessant, mal zu sehen, wo man überall vorbeigefahren wird und wie es dort früher aussah. Als ich zuletzt dort war, hatte jemand "Himmelpforten" falsch gedeutet und eine längere Streckensperrung verursacht. Die Strecke an sich finde ich schön, mag vielleicht an der Meeresnähe und am Knoten Hamburg liegen.

Danke und Grüße,

Dirk

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Wer ist kundig auf folgenden Baureihen:
101, 103, 110, 111, 112, 120, 139, 140, 141, 143, 150, 151, 155, 181.2, 218, 225, 233, 362, 420, 472, 601, 605, 624, 628, 643 und 644?
Richtig: Bender!

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