Gedanken zum ICE-T-Verkehr zur Weihnachtszeit (Allgemeines Forum)

Mario-ICE, Samstag, 26.12.2009, 01:22 (vor 6046 Tagen)

Es gibt hier ja schon verschiedene Threads, teilweise wurden sie ja auch aus einem anderen bekannten Eisenbahnforum verlinkt, wo auch abstruse Theorien gewagt wurden.

Was mich beschäftigt sind eigentlich folgende Thesen:

Warum gab es durch die Presseabteilungen höchst unterschiedliche Aussagen? Jeder regionale Pressesprecher hat mehr oder weniger gewusst und zum Teil doch mehr Fragen als Antworten gegeben.

Wieso traten die angeführten Probleme ausgerechnet jetzt auf, wo doch die BR schon seit 10 Jahren auf dem Schienennetz unterwegs ist und es auch in dieser Zeit winterliche Temperaturen und eine Menge Schnee gegeben hat? Trittstufenproblematik war immer ein Thema führte aber nie zu diesen Einschränkungen.

Warum nur die Linie 28? Die Linie 50 war zwar fahrzeugtechnisch auch stark betroffen, ich denke nur an ICE 1557 der tagelang nur mit BR 415 angeboten wurde.

Die 50 % Antriebsleistung wurde hier schon erwähnt. Sie stellt das eigentliche Problem der ICE-T-Flotte dar, da quasi auf allen Strecken per Weisung bzw. später per RIL nur noch eine eingeschränkte Nutzung der Flotte möglich ist bei entsprechender Leistungsminderung. Jahrelang wurde z.B. die Frankenwaldrampe auch mit 50 % Antriebsleistung befahren. Dann ging das nicht mehr, es kamen die NIM und der Berliner Tunnel hinzu, nicht zu vergessen eine Fahrt nach Wiesbaden über den Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen.

Zu den Auswirkungen frage ich mich, ob ein Stunden-Takt nicht doch machbar gewesen wäre, wenn man z.B. bis auf Werksanbindungen auf den Abschnitt Nürnberg - München verzichtet hätte, mit dem Ersatzkonzept wurden Reisende bis zu 3, manchamal 4 Stunden später an ihr Ziel befördert, wenn der Takt ausfiel und der Nachfolgetakt noch zusätzlich verspätet war, wodurch weitere Anschlüsse Flöten gingen, vom Besetzungsgrad mal ganz zu schweigen.

Gedanken zum ICE-T-Verkehr zur Weihnachtszeit

ICE-T-Fan, Samstag, 26.12.2009, 01:42 (vor 6046 Tagen) @ Mario-ICE

Wenn die ICE-T nicht allgemein ziemlich schwach auf der Brust wären, wäre das 50%-Antriebsproblem außerhalb der Werkstätte eigentlich gar kein Thema.
Selbst ICE1 und ICE3 dürfen bei 50% Antrieb noch munter durch die Gegend fahren und schaffen sogar die Fahrzeiten. Ein ICE3 mit 50% Antriebsleistung würde vermutlich sogar die KRM noch halbwegs planbar schaffen.

Die Frage für mich ist: Hätte man durch geschicktes koppeln nicht diese Probleme umgehen können?

Man hätte einen Reserve-Tfz jeweils in Nürnberg und Leipzig bereit stellen können, welche sicher die 100% Antriebsleistung besitzen und hätte sie als Doppeltraktion mit den 50%-Triebfahrzeugen über die Frankenwaldbahn pendeln können.

Dann hätte man rechnerisch wenigstens 75% Antriebsleistung gehabt und hätte somit auch Fahrzeuge mit nur 50% Leistung fahren lassen können.

Wenn entsprechendes Personal über die Feiertage fehlt, kann man diese "Schiebe-ICE-Tz" dann einfach leer und verschlossen mitpendeln lassen.

Gedanken zum ICE-T-Verkehr zur Weihnachtszeit

ICE-TD, Samstag, 26.12.2009, 01:43 (vor 6046 Tagen) @ Mario-ICE

Die 50 % Antriebsleistung wurde hier schon erwähnt. Sie stellt das eigentliche Problem der ICE-T-Flotte dar, da quasi auf allen Strecken per Weisung bzw. später per RIL nur noch eine eingeschränkte Nutzung der Flotte möglich ist bei entsprechender Leistungsminderung. Jahrelang wurde z.B. die Frankenwaldrampe auch mit 50 % Antriebsleistung befahren. Dann ging das nicht mehr, es kamen die NIM und der Berliner Tunnel hinzu, nicht zu vergessen eine Fahrt nach Wiesbaden über den Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen.

Meiner Meinung nach, ist das einer der größten Konstruktionsmängel des 411, er hat nur zwei Traktionsumrichter. Hätte man die Antriebe noch mal "aufgeteilt", hätte man sicher bei vielen Störungen mit 75% Antriebsleistung ohne Einschränkungen weiterfahren können. Gerade aufgrund seiner eh schon geringen Leistung wäre das wichtig gewesen.
Leider läßt sich auch das Netz auf nichts mehr ein, vor ein paar Jahren konnte man z.B. noch mit garantierter "grüner Welle" mit 50% Leistung über den Flugh.-Fernbf. in Frankfurt fahren.

Gedanken zum ICE-T-Verkehr zur Weihnachtszeit

Mario-ICE, Samstag, 26.12.2009, 02:13 (vor 6046 Tagen) @ ICE-TD

Leider läßt sich auch das Netz auf nichts mehr ein, vor ein paar Jahren konnte man z.B. noch mit garantierter "grüner Welle" mit 50% Leistung über den Flugh.-Fernbf. in Frankfurt fahren.

Die Weisungen kamen aber vom Fernverkehr. Sicherlich besteht immer ein restrisiko bei den 50%, liegengeblieben sind sie aber eigentlich fast immer nur im Sommer.

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