Gedanken zum ICE-T-Verkehr zur Weihnachtszeit (Allgemeines Forum)
Es gibt hier ja schon verschiedene Threads, teilweise wurden sie ja auch aus einem anderen bekannten Eisenbahnforum verlinkt, wo auch abstruse Theorien gewagt wurden.
Was mich beschäftigt sind eigentlich folgende Thesen:
Warum gab es durch die Presseabteilungen höchst unterschiedliche Aussagen? Jeder regionale Pressesprecher hat mehr oder weniger gewusst und zum Teil doch mehr Fragen als Antworten gegeben.
Wieso traten die angeführten Probleme ausgerechnet jetzt auf, wo doch die BR schon seit 10 Jahren auf dem Schienennetz unterwegs ist und es auch in dieser Zeit winterliche Temperaturen und eine Menge Schnee gegeben hat? Trittstufenproblematik war immer ein Thema führte aber nie zu diesen Einschränkungen.
Warum nur die Linie 28? Die Linie 50 war zwar fahrzeugtechnisch auch stark betroffen, ich denke nur an ICE 1557 der tagelang nur mit BR 415 angeboten wurde.
Die 50 % Antriebsleistung wurde hier schon erwähnt. Sie stellt das eigentliche Problem der ICE-T-Flotte dar, da quasi auf allen Strecken per Weisung bzw. später per RIL nur noch eine eingeschränkte Nutzung der Flotte möglich ist bei entsprechender Leistungsminderung. Jahrelang wurde z.B. die Frankenwaldrampe auch mit 50 % Antriebsleistung befahren. Dann ging das nicht mehr, es kamen die NIM und der Berliner Tunnel hinzu, nicht zu vergessen eine Fahrt nach Wiesbaden über den Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen.
Zu den Auswirkungen frage ich mich, ob ein Stunden-Takt nicht doch machbar gewesen wäre, wenn man z.B. bis auf Werksanbindungen auf den Abschnitt Nürnberg - München verzichtet hätte, mit dem Ersatzkonzept wurden Reisende bis zu 3, manchamal 4 Stunden später an ihr Ziel befördert, wenn der Takt ausfiel und der Nachfolgetakt noch zusätzlich verspätet war, wodurch weitere Anschlüsse Flöten gingen, vom Besetzungsgrad mal ganz zu schweigen.