Komfort-Check-In im Test (Allgemeines Forum)

ICE2020, Mittwoch, 02.08.2017, 00:44 (vor 3189 Tagen)

Mit dem Komfort-Checkin überprüfen Fahrgäste ihre Fahrkarte nun selbst. Laut teltarif.de derzeit Test in ausgewählten Zügen.

https://www.teltarif.de/bahn-komfort-checkin-ice-test-fahrkarten/news/69514.html

Und ein offizieller Link:

https://www.bahn.de/p/view/service/buchung/komfortcheckin.shtml

Worin besteht dabei der Vorteil für den Fahrgast?

musicus, Mittwoch, 02.08.2017, 07:27 (vor 3189 Tagen) @ ICE2020

- kein Text -

Worin besteht dabei der Vorteil für den Fahrgast?

Hansjörg, Mittwoch, 02.08.2017, 08:00 (vor 3189 Tagen) @ musicus

Er wird nicht durch den Kontrollvorgang gestört. Ich habe zum Beispiel immer Papiertickets dabei, weil ich wenn ich das Handy nutze nicht immer wechseln möchte, oder es ungünstig ist wenn Nachrichten des Scanvorgang stören. Zuletzt ist natürlich immer noch ein Kopfhörerkabel angeschlossen.
Mit dem Komfort Checkin kann ich einfach weitermachen und muss meine wie auch immer geartete Tätigkeit nicht unterbrechen.

Kritisch sehe ich natürlich die Anmerkung, dass bei einem Personalwechsel doch wieder normal gescannt werden muss. D.h. normalerweise wechselt auf meinen Relationen dreimal das Personal.
Sprich bis zum Ausrollen muss da nachgebessert werden.

MfG, Hansjörg

Worin besteht dabei der Vorteil für den Fahrgast?

Zauberpilz, Mittwoch, 02.08.2017, 08:44 (vor 3189 Tagen) @ Hansjörg

Er wird nicht durch den Kontrollvorgang gestört. Ich habe zum Beispiel immer Papiertickets dabei, weil ich wenn ich das Handy nutze nicht immer wechseln möchte, oder es ungünstig ist wenn Nachrichten des Scanvorgang stören. Zuletzt ist natürlich immer noch ein Kopfhörerkabel angeschlossen.
Mit dem Komfort Checkin kann ich einfach weitermachen und muss meine wie auch immer geartete Tätigkeit nicht unterbrechen.

Kritisch sehe ich natürlich die Anmerkung, dass bei einem Personalwechsel doch wieder normal gescannt werden muss. D.h. normalerweise wechselt auf meinen Relationen dreimal das Personal.
Sprich bis zum Ausrollen muss da nachgebessert werden.

MfG, Hansjörg

Wenn man sein Handy nicht mal für 30 Sekunden lang aus der Hand legen kann...mhmm...die Welt geht vor die Hunde.

Worin besteht dabei der Vorteil für den Fahrgast?

Paudi, Mittwoch, 02.08.2017, 13:11 (vor 3188 Tagen) @ Zauberpilz

Er wird nicht durch den Kontrollvorgang gestört. Ich habe zum Beispiel immer Papiertickets dabei, weil ich wenn ich das Handy nutze nicht immer wechseln möchte, oder es ungünstig ist wenn Nachrichten des Scanvorgang stören. Zuletzt ist natürlich immer noch ein Kopfhörerkabel angeschlossen.
Mit dem Komfort Checkin kann ich einfach weitermachen und muss meine wie auch immer geartete Tätigkeit nicht unterbrechen.

Kritisch sehe ich natürlich die Anmerkung, dass bei einem Personalwechsel doch wieder normal gescannt werden muss. D.h. normalerweise wechselt auf meinen Relationen dreimal das Personal.
Sprich bis zum Ausrollen muss da nachgebessert werden.

MfG, Hansjörg


Wenn man sein Handy nicht mal für 30 Sekunden lang aus der Hand legen kann...mhmm...die Welt geht vor die Hunde.

Wenn man sich nicht einmal mit überflüssigen, polemischen Kommentaren zurückhalten kann... mhmm... die Welt geht vor die Hunde.

Worin besteht dabei der Vorteil für den Fahrgast?

JanZ, HB, Mittwoch, 02.08.2017, 13:17 (vor 3188 Tagen) @ Zauberpilz
bearbeitet von JanZ, Mittwoch, 02.08.2017, 13:17

Er wird nicht durch den Kontrollvorgang gestört. Ich habe zum Beispiel immer Papiertickets dabei, weil ich wenn ich das Handy nutze nicht immer wechseln möchte, oder es ungünstig ist wenn Nachrichten des Scanvorgang stören. Zuletzt ist natürlich immer noch ein Kopfhörerkabel angeschlossen.
Mit dem Komfort Checkin kann ich einfach weitermachen und muss meine wie auch immer geartete Tätigkeit nicht unterbrechen.

Kritisch sehe ich natürlich die Anmerkung, dass bei einem Personalwechsel doch wieder normal gescannt werden muss. D.h. normalerweise wechselt auf meinen Relationen dreimal das Personal.
Sprich bis zum Ausrollen muss da nachgebessert werden.

MfG, Hansjörg


Wenn man sein Handy nicht mal für 30 Sekunden lang aus der Hand legen kann...mhmm...die Welt geht vor die Hunde.

Es könnte aber auch sein, dass man z.B. schlicht und einfach schlafen und dabei nicht gestört werden will (oder die Augen nicht erst dann zumachen, wenn die Kontrolle durch ist). Das ist dann sogar völlig unabhängig von der verwendeten Ticketart.

Worin besteht dabei der Vorteil für den Fahrgast?

musicus, Mittwoch, 02.08.2017, 09:14 (vor 3189 Tagen) @ Hansjörg

Er wird nicht durch den Kontrollvorgang gestört.

Persönliche Perspektive: Mich hat der Kontrollvorgang noch nie gestört. Hängt das womöglich damit zusammen, dass ich nie mit Handytickets unterwegs bin?
Allgemeiner: Wie hoch schätzt du den Anteil der Fahrgäste ein, der bereit ist 4,50€ zu investieren, um das Mobilgerät nicht 30 Sekunden zu Kontrollzwecken scannen zu lassen?

Ich habe zum Beispiel immer Papiertickets dabei, weil ich wenn ich das Handy nutze nicht immer wechseln möchte

Prinzipiell verständlich - aber so groß ist der Umstand die eine App zu minimieren, die andere nach vorne zu holen und den Code zu präsentieren doch nun auch nicht, oder? Die Kontrollvorgänge finden ja nicht im 10-Minuten-Takt statt sondern bestenfalls zweimal pro Zug.

oder es ungünstig ist wenn Nachrichten des Scanvorgang stören.

Verstehe ich nicht... Verdecken etwa eingehende Nachrichten den Aztec-Code??

Zuletzt ist natürlich immer noch ein Kopfhörerkabel angeschlossen.

iPod :-D. Und mein Kopfhörerkabel ist steckbar ;-)

Worin besteht dabei der Vorteil für den Fahrgast?

martarosenberg, Mittwoch, 02.08.2017, 09:49 (vor 3189 Tagen) @ musicus

Wäre dann die überübernächste Maßnahme, einen "Kontrollaufschlag" von Reisenden zu verlangen, welche sich ganz normal durch Personal kontrollieren lassen?

Super Vorteil?

GUM, Mittwoch, 02.08.2017, 11:40 (vor 3188 Tagen) @ Hansjörg

Er wird nicht durch den Kontrollvorgang gestört.

Ich frage mich manchmal wie weit denn die (Um-)Erziehung von Kunden durch bestimmte Industriezweige schon fortgeschritten ist. Wenn eine höfliche Begrüßung und die Prüfung der Fahrkarte schon als "Störung" empfunden wird.

Für diesen Super Vorteil des angeblich "ungestörten Reisens" bekommen die Reisenden aber schon bald die Quittung: Sinkende Arbeitswerte bei den Service-Mitarbeitern werden ziemlich zeitnah zu Kürzungen des Serviceangebotes führen.

Und nebenbei, aber das ist ja in Vergessenheit geraten: Die Gesichtserkennung an einem Standort oder wenigen Bahnhöfen ist nichts gegen ein ständiges Bewegungsbild aller Reisenden bzw. Peilsender-/Smartphone-Inhaber.

Allen Reisenden wünsche ich deshalb viel Spaß beim Vernichten von Arbeitswerten bzw. dem Komfort-Check-In. Und wundert Euch nicht, wenn es dann weniger Zubs gibt und die schnellen Reisezüge nur noch von DB Sicherheit begleitet werden (wenn überhaupt).

Auch wenn das etwas deftig klingt.

Zur Erinnerung: Auch bei diesem "Komfort-Kaffeekapseln kaufen" sind pro Tag und Standort nicht mehr 32-40 Personenstunden notwendig, sondern der Einräumer (0,50-0,75 Personenstunden täglich) macht die ganze Arbeit alleine. Damit lässt sich mindestens Personal im Faktor 16 einsparen.


Produktivitätsgewinn durch Selbstbedienung - Warum auf die Bahn übertragen
Wirklich super.

Dass die Abhängigkeit der Bahn von den IT-Anbietern noch höher wird nur so am Rande vermerkt.

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Kein Vorteil. Kein Anreiz zur Nutzung.

musicus, Mittwoch, 02.08.2017, 12:03 (vor 3188 Tagen) @ GUM

Super Vorteil des angeblich "ungestörten Reisens"

Danke für die Anführungszeichen. Wie die DB selbst mitteilt, ist ja dennoch zu erwarten, "dass der Zugbegleiter oder die Zugbegleiterin gelegentlich auch Stichproben-Kontrollen eingecheckter Fahrgäste, die sich auf dem eingecheckten Sitzplatz befinden, durchführen muss." Es handelt sich also um ein vielleicht "ungestörtes" Reisen. Vielleicht eben auch nicht.

bekommen die Reisenden aber schon bald die Quittung: Sinkende Arbeitswerte bei den Service-Mitarbeitern werden ziemlich zeitnah zu Kürzungen des Serviceangebotes führen.

Erstmal bekommen sie dafür eine Rechnung: Der neue Modus ist ausschließlich mit einer mehrheitlich kostenpflichtigen Sitzplatzreservierung verbunden. Paradox: Für ein Weniger an Service und persönlicher Ansprache muss erstmal ein Mehr an Geld entrichtet werden, der Kunde soll Rationalisierungsmaßnahmen aktiv bezuschussen.

Und nebenbei, aber das ist ja in Vergessenheit geraten: Die Gesichtserkennung an einem Standort oder wenigen Bahnhöfen ist nichts gegen ein ständiges Bewegungsbild aller Reisenden bzw. Peilsender-/Smartphone-Inhaber.

Smartphone unnötig. Ein personalisierter (ggf. zuggebundener) Relationsfahrschein oder das Sammeln von Bonuspunkten reicht aus, um Bewegungsmuster zu rekonstruieren.
Nächste offene Frage: Wie erfolgt die Reisendenidentifikation beim "Komfort Check-in"?

Allen Reisenden wünsche ich deshalb viel Spaß beim Vernichten von Arbeitswerten bzw. dem Komfort-Check-In. Und wundert Euch nicht, wenn es dann weniger Zubs gibt und die schnellen Reisezüge nur noch von DB Sicherheit begleitet werden (wenn überhaupt).

Ich habe meine Zweifel, ob dieses gadget tatsächlich Potential besitzt Einfluss auf das Verhalten der Kundschaft auszuüben.

Nach wie vor bleibt meine Frage unbeantwortet: Weshalb sollte ich den "Komfort Check-in" nutzen?

Zur Erinnerung: Auch bei diesem "Komfort-Kaffeekapseln kaufen" sind pro Tag und Standort nicht mehr 32-40 Personenstunden notwendig, sondern der Einräumer (0,50-0,75 Personenstunden täglich) macht die ganze Arbeit alleine. Damit lässt sich mindestens Personal im Faktor 16 einsparen.

Wer ökologisch bedenklichen, durchschnittlich schmeckenden und preislich überteuerten Kaffee von einer Firma mit zweifelhaftem Ruf über Methoden die Beschäftigung und Steueraufkommen vernichten unter einem Mehraufwand an Lebenszeit freiwillig einkaufen will, ist meines Mitleides nicht wert.

Produktivitätsgewinn durch Selbstbedienung - Warum auf die Bahn übertragen
Wirklich super.

Weshalb sollte Selbstbedienung die Produktivität steigern?

Dass die Abhängigkeit der Bahn von den IT-Anbietern noch höher wird nur so am Rande vermerkt.

Sehe ich nicht so. Die IT-Abhängigkeit der DB und z.T. auch der Kunden ist bereits auf einem sehr hohen Niveau angelangt und ändert sich die angedachte Neuerung nur marginal.

Komfort-Checkin durch Gesichtserkennung

Bambalouni, Bielefeld / Jena, Mittwoch, 02.08.2017, 12:26 (vor 3188 Tagen) @ GUM

Und nebenbei, aber das ist ja in Vergessenheit geraten: Die Gesichtserkennung an einem Standort oder wenigen Bahnhöfen ist nichts gegen ein ständiges Bewegungsbild aller Reisenden bzw. Peilsender-/Smartphone-Inhaber.

In Zukunft lädt man einfach sein Foto hoch, läuft nur die Gesichtserkennung und das System prüft ab, ob ein Ticket gebucht wurde. Wie praktisch! :-D :-D

Komfort-Checkin durch Gesichtserkennung

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 02.08.2017, 13:20 (vor 3188 Tagen) @ Bambalouni

In Zukunft lädt man einfach sein Foto hoch, läuft nur die Gesichtserkennung und das System prüft ab, ob ein Ticket gebucht wurde. Wie praktisch! :-D :-D

Dann darf ich vor 11 Uhr und ner Kanne Kaffee nicht mehr Zug fahren. Doof.

Mich immer über das komische Bild im Badezimmer morgens wundernde Grüße,
der Colaholiker

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Komfort-Checkin durch Gesichtserkennung

Bluenight1983, Mittwoch, 02.08.2017, 13:55 (vor 3188 Tagen) @ Colaholiker

Da sehe ich doch ein Vorteil wenn die Sehkraft wie bei mir recht schwach ist. Man braucht das eigene Elend und das der Anderen nicht zu sehen. ^^

Ich werde sowas genau so wie die Selbstbedienungs-Kassen in so manchen Supermärkten nicht nutzen. So lange ich keinen merklichen Vorteil davon habe werde ich nicht die Arbeit übernehmen. Schließlich muss ich ja trotzdem den gleichen Preis bezahlen.

Gru0,

Christian

Komfort-Checkin durch Gesichtserkennung

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 02.08.2017, 14:23 (vor 3188 Tagen) @ Bluenight1983

Ich werde sowas genau so wie die Selbstbedienungs-Kassen in so manchen Supermärkten nicht nutzen. So lange ich keinen merklichen Vorteil davon habe werde ich nicht die Arbeit übernehmen. Schließlich muss ich ja trotzdem den gleichen Preis bezahlen.

Gerade im Ausland nutze ich die Dinger recht gerne, immerhin hat man da mit absoluter Sicherheit ein Display, das einem den Preis anzeigt. Wenn ich mir vorstelle, mir würde irgendeine Zahl in irgendeiner Sprache, die ich nicht versthehe (also abgesehen von zwei Sprachen so ziemlich jede Sprache auf der Welt) nur verbal entgegeworfen, würde ich wohl recht verzweifelt gucken.

Zu Hause stellt sich die Frage nicht, mein Supermarkt hat sowas nicht.

Ansonsten würde ich, beispielsweise bei einem schwedischen Fleischklops- und Teelichtgroßhandel mit angeschlossener Möbelabteilung berichtend, den Vorteil bei einer massiven Zeitersparnis ansetzen.

Keine Namen nennende Grüße,
der Colaholiker

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+ 1

GUM, Mittwoch, 02.08.2017, 14:17 (vor 3188 Tagen) @ Colaholiker

- kein Text -

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Worin besteht dabei der Vorteil für den Fahrgast?

Irgendware, Bremen, Donnerstag, 03.08.2017, 07:58 (vor 3188 Tagen) @ Hansjörg

Er wird nicht durch den Kontrollvorgang gestört. Ich habe zum Beispiel immer Papiertickets dabei, weil ich wenn ich das Handy nutze nicht immer wechseln möchte, oder es ungünstig ist wenn Nachrichten des Scanvorgang stören. Zuletzt ist natürlich immer noch ein Kopfhörerkabel angeschlossen.
Mit dem Komfort Checkin kann ich einfach weitermachen und muss meine wie auch immer geartete Tätigkeit nicht unterbrechen.

Sehe ich ganz genauso.
Bzw. man muss seine Fahrkarte nicht rauskramen, wenn ich mit meiner Frau zusammen fahre ist das immer ein Akt ihre Fahrkarte irgendwo heraus zu wühlen.
Wenn ich alleine Reise, schlafe ich auch gerne während der Fahrt. Das klappt jedoch nur wenn entweder die Fahrkartenkontrolle direkt zu Beginn der Fahrt stattfindet oder solange bis die Kontrolle ist.
Insofern finde ich das eine sehr sinnvolle Neuerung.

Die Aufregung bzgl. etwaiger Datenerfassung kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen. Das ist eine Funktion für SmartPhone Nutzer. Da sicher mittlerweile Android und iOS durchgesetzt haben, gibt es sowieso keine Möglichkeit sich der großflächigen Erfassung von Daten zu entziehen. Das finde ich wesentlich schlimmer, als wenn die Bahn weiß ob eine von mir gebuchte Reservierung wirklich in Anspruch genommen habe.
Da kann ich mir sogar noch vorstellen, dass man damit sinnvolle und unbedenkliche Auswertungen machen kann.


Kritisch sehe ich natürlich die Anmerkung, dass bei einem Personalwechsel doch wieder normal gescannt werden muss. D.h. normalerweise wechselt auf meinen Relationen dreimal das Personal.
Sprich bis zum Ausrollen muss da nachgebessert werden.

MfG, Hansjörg

In der Tat, da muss nachgebessert werden.

Worin besteht dabei der Vorteil für den Fahrgast?

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 03.08.2017, 08:09 (vor 3188 Tagen) @ Irgendware

Bzw. man muss seine Fahrkarte nicht rauskramen, wenn ich mit meiner Frau zusammen fahre ist das immer ein Akt ihre Fahrkarte irgendwo heraus zu wühlen.

Abgesehen davon, daß meine bessere Hälfte nur ihr Handy zücken müßte, weil sie immer mit Fahrkarte im Navigator reist, ist das bei uns keni Problem, wenn wir gemeinsam reisen, haben wir nur eine Fahrkarte. Und da ich diese buche (zumindest früher hatte das Buchungssystem Probleme damit, eine Fahrkarte auszustellen, bei der die mitfahrende Person einen anrechenbaren Bahncardrabatt hat, die buchende Person aber nicht, weil's die falsche Klasse ist), muß sie bei gemeinsamer Reise sowieso nichts suchen.

Wenn ich alleine Reise, schlafe ich auch gerne während der Fahrt. Das klappt jedoch nur wenn entweder die Fahrkartenkontrolle direkt zu Beginn der Fahrt stattfindet oder solange bis die Kontrolle ist.

Oder man einfach schlafen gelassen wird. Ich reise beileibe nicht so viel, daß mich das komplette Zugpersonal meiner Stammlinie kennt, aber wenn ich mal schlafe, werde ich in der Regel nicht geweckt. (Oder zumindest nicht erfolgreich, ich habe einen recht soliden Schlaf.)

Schnarchende Grüße,
der Colaholiker

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Kostenpflichtige Reservierung

telemaxx, Bremen, Hannover, Mittwoch, 02.08.2017, 08:51 (vor 3189 Tagen) @ ICE2020

Solange Reservierungen in der 2. Klasse kostenpflichtig bleiben, halte ich das für eine Maßnahme mit begrenzter Wirkung.

...zumal das Feature bei Getrenntbuchung nicht verfügbar ist

musicus, Mittwoch, 02.08.2017, 09:06 (vor 3189 Tagen) @ telemaxx

...sondern nur, wenn Ticket und Reservierung zusammen gekauft wurden und keine Umbucheung der Platzkarte stattgefunden hat. Flexpreisnutzer wird man also zumindest im Pilotversuch vermindert erreichen, das preissensible Sparpreispublikum hingegen drängt man zu saftigen Aufschlägen.

Komfort-Check-In im Test

IC Königssee, Mittwoch, 02.08.2017, 11:58 (vor 3188 Tagen) @ ICE2020

Das Problem sehe ich dabei, dass der potenzielle Interessentenkreis überhaupt nicht mit den Personen übereinstimmt für die das Angebot angeboten wird.
Als Interessenten kommen für mich vorallem Pendler infrage, die die Zeit vorallem zum schlafen oder arbeiten nutzen möchen, wie morgens und abends auf den einschlägigen Relationen häufig zu sehen. Die haben aber i.d.R. eine BC 100 oder eine Streckenzeitkarte und keinen festen Platz reserviert, sondern suchen sich den nächsten freien Platz.
Die Kunden, die mit Reservierung fahren, sind meistens Urlauber/Freizeitreisende mit Sparpreis oder Familien, die sich durch eine kurze Fahrscheinkontrolle keinesfalls gestört fühlen.

Die Idee ist also im Prinzip nicht schlecht, geht aber völlig an der Realität vorbei.

MFG
IC Königssee

Komfort-Check-In im Test

markman, Mittwoch, 02.08.2017, 14:12 (vor 3188 Tagen) @ IC Königssee

Die Kunden, die mit Reservierung fahren, sind meistens Urlauber/Freizeitreisende mit Sparpreis oder Familien, die sich durch eine kurze Fahrscheinkontrolle keinesfalls gestört fühlen.

also ich bin keines von denen und finde den Check-In recht innovativ und würde ihn nutzen. Ich nehme z.B. ungern ein Telefonat an, wenn meine Fahrkarte noch nicht kontroliert worden ist. Ich warte also auch selber, wenn ich jemanden anrufen möchte, bin mein Ticket (immer Handy-Ticket) entwertet worden ist.

Gruß,
Markman

Komfort-Check-In im Test

ICE2020, Mittwoch, 02.08.2017, 14:18 (vor 3188 Tagen) @ ICE2020

Mit dem Komfort-Checkin überprüfen Fahrgäste ihre Fahrkarte nun selbst. Laut teltarif.de derzeit Test in ausgewählten Zügen.

https://www.teltarif.de/bahn-komfort-checkin-ice-test-fahrkarten/news/69514.html

Sicherlich, es ist im Moment nichts, was breit genutzt werden kann und wird. Aber irgendwann soll ja auch einmal die Inklusivreservierung 2. KL kommen (war das nicht schon lange angekündigt), dann haben zumindest mehr Personen ohne Aufpreis Zugang zu der Funktion.

Wenn das Ziel die Einsparung von Personal ist, finde ich das nicht gut, wobei es ja schon aus Sicherheitsgründen Mindeststandards gibt, so dass ich mir nicht sicher bin, ob das wirklich der Hintergrund dieser Planung ist. Wenn es um die Entlastung von Personal geht (gibt nun wirklich sinnvolleres als Tickets zu kontrollieren) ist es doch positiv. Ich bin dem auch aufgeschlossen gegenüber, nicht, weil ich die Kontrollen nicht mag, aber es ist doch nur ein Klick in der App, die ich eh während der Fahrt auf habe, und dann kann ich ungestört arbeiten, schlafen, lesen, was auch immer.

Zusätzlichen Datenschutzbedenken sehe ich nicht, wenn ich Handy-Ticket und App und bahn bonus nutzen, fallen alle Daten eh an. Wenn ich anonym fahren will, muss ich eben ins RZ oder an den Automaten.

Komfort-Check-In im Test

musicus, Mittwoch, 02.08.2017, 14:44 (vor 3188 Tagen) @ ICE2020
bearbeitet von musicus, Mittwoch, 02.08.2017, 14:44

Aber irgendwann soll ja auch einmal die Inklusivreservierung 2. KL kommen (war das nicht schon lange angekündigt)

made my day :-))

dann haben zumindest mehr Personen ohne Aufpreis Zugang zu der Funktion.

Und selbst dann ginge es mir um den Nutzen: Was habe ich als Reisender davon, die Wahrscheinlichkeit der Fahrkartenkontrolle zu senken?

Wenn das Ziel die Einsparung von Personal ist, finde ich das nicht gut, wobei es ja schon aus Sicherheitsgründen Mindeststandards gibt, so dass ich mir nicht sicher bin, ob das wirklich der Hintergrund dieser Planung ist.

Das spielt mit Sicherheit eine Rolle. Für die Sicherheit kann man Gorillas vom Sklavenhändler (vulgo "Personaldienstleister") leasen oder die Qualifizierungsstandards und damit verbunden den Kostenaufwand senken, da ja kein bzw. deutlich weniger verkehrliches und tarifliches know-how (bei der DB seeehr komplex!) an Bord sein muss.
Wenn ich hier im Hause Software(weiter)entwicklungen initiiere, kommt sofort die Gegenfrage: "Ab wann sparen wir durch diese Investition wie viel Geld und/oder Personal?" Die Annahme, die Investition in die Navigatorentwicklung geschähe rein aus Menschenfreundlichkeit, ist naiv.

Das "in den Sitz purzeln lassen" ist jetzt ein "check-in"...

Blaschke, Mittwoch, 02.08.2017, 23:13 (vor 3188 Tagen) @ ICE2020
bearbeitet von Blaschke, Mittwoch, 02.08.2017, 23:16

Huhu.

Yeah. Crazy.

Werde ich, sollte es mich mal wieder in einen Zug verschlagen, mal durchexerzieren.

"HEY MAESTRO! DER BLASCHI CHECKT SICH JETZT EIN!" Und dann flätze ich mich ins Fautoil.


Am besten dann noch in ner popeligen S-Bahn. Da mach ich aus dem ollen 420 nen Kaiserwagen, wenn ich da ein Einchecker mime.

Was n Heindidelkram alles.


Nullcheckende Grüße von

jörg

Das "in den Sitz purzeln lassen" ist ...

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 03.08.2017, 07:53 (vor 3188 Tagen) @ Blaschke

...bei dem Dicken aus Osnabrück wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit eher Sachbeschädigung.

Dir zum vorsichtigen Hinsetzen ratende Grüße,
der Colaholiker

PS: :-P

--
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... würde mir enormen Reichtum bescheren.

Blaschke, Donnerstag, 03.08.2017, 08:05 (vor 3188 Tagen) @ Colaholiker

Huhu.

Das "in den Sitz purzeln lassen" ist bei dem Dicken aus Osnabrück wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit eher Sachbeschädigung.

Das wäre dann DISKRIMINIERUNG, wenn das Gestühl so billig konstruiert wäre.

Dann würde ich deswegen einmal die DB verklagen und stinkreich!


Geldpurzelnde Grüße von

jörg

Aber nicht...

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 03.08.2017, 08:12 (vor 3188 Tagen) @ Blaschke

...in Deutschland.

Das wäre dann DISKRIMINIERUNG, wenn das Gestühl so billig konstruiert wäre.

Zumindest in einem Linienbus hat das ein schwergewichtiger Bekannter von mir schon geschafft. Läßt sich in den Sitz plumpsen, es knackt, und die Sitzschale separierte sich vom Untergestell.

Dann würde ich deswegen einmal die DB verklagen und stinkreich!

Im Gegenteil, derjenige durfte erst mal den Schaden mit seiner Privathaftpflicht abkaspern. Die Abfolge Knacks-Plumps-Schmerzensschrei machte den Busfahrer drauf aufmerksam, der sofort die Vandalismuskarte zückte.

Wenn Du Dich mit sowas bereichern willst, solltest Du mal die Dieselliesel besuchen. Im Lande der unbegrenzten Schadenersatzklagen ginge da schon was. Allerdings dürfte es Dir, der Du da drüben als Leichtgewicht durchgehst, wohl schwer fallen, durch körperliche Präsenz das Sitzmobiliar zu verwüsten.

Dich in einem Teufelskreis stecken sehende Grüße,
der Colaholiker

--
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Keine Sorge ...

Blaschke, Donnerstag, 03.08.2017, 08:29 (vor 3188 Tagen) @ Colaholiker

Huhu.

Die Durchsetzungskraft entspricht ziemlich der Schwerkraft ... :-)

Da nerve ich solange, bis ich meinen Willen bekomme.

Irgendwann zahlen sie, wenn sie danach bloß verbindlich ihre Ruhe haben.

Entspannte Grüße von

jörg

Komfort-Check-In im Test

fbettker, Donnerstag, 03.08.2017, 08:38 (vor 3188 Tagen) @ ICE2020
bearbeitet von fbettker, Donnerstag, 03.08.2017, 08:38

Da frage ich mich, ob die Möglichkeit des "Komfort-Check-Ins" langfristig auch für BahnCard 100-Inhaber möglich sein wird. Diese sind schließlich Vielfahrer und hätten hiervon den größten Vorteil.

Ich frage deswegen, weil diese eine auf der DB-Seite aufgelisteten Voraussetzungen -

"ein gültiges Handy- oder Online-Ticket" -

nicht erfüllen.

Mal zu Ende gedacht ...

Hustensaft, Donnerstag, 03.08.2017, 16:46 (vor 3187 Tagen) @ ICE2020

... und damit getan, was die DB scheinbar verpasst hat:

Zwei Personen steigen ein. Die erste Person - der echte Ticketinhaber - geht ins Bistro, während die zweite Person - ohne Fahrkarte - auf dem eingecheckten Platz sich häuslich einrichtet. Der Fahrgast am Platz ist eingecheckt und wird nicht kontrolliert, der Fahrgast im Speisewagen kann sein Ticket vorweisen.

Was folgern wir daraus:
Entweder muss die Kontrolldichte der "Zufallskontrollen" so hoch sein, dass der (vermeintliche) Vorteil gegen Null tangiert oder dem Beschiss ist Tür und Tor geöffnet, allemal bei einer kürzeren Fahrtdauer - wirkt irgendwie nicht durchdacht ...

Mal zu Ende gedacht ...

arne, Dienstag, 08.08.2017, 19:25 (vor 3182 Tagen) @ Hustensaft

Zwei Personen steigen ein. Die erste Person - der echte Ticketinhaber - geht ins Bistro, während die zweite Person - ohne Fahrkarte - auf dem eingecheckten Platz sich häuslich einrichtet. Der Fahrgast am Platz ist eingecheckt und wird nicht kontrolliert, der Fahrgast im Speisewagen kann sein Ticket vorweisen.

Was folgern wir daraus:
Entweder muss die Kontrolldichte der "Zufallskontrollen" so hoch sein, dass der (vermeintliche) Vorteil gegen Null tangiert oder dem Beschiss ist Tür und Tor geöffnet, allemal bei einer kürzeren Fahrtdauer - wirkt irgendwie nicht durchdacht ...

Wenn ich das mal mit einfacheren Systemen (aus Italien z.B.) vergleiche ist der Kontrollablauf eher so:
Der Kontrolleur wird im Vorbeigehen im System abhaken (müssen): Wagen 10, Platz 74 ist besetzt. Wenn dann im Speisewagen jemand ein Ticket mit Wagen 10 Platz 74 vorzeigt, gibt es eine Nachkontrolle auf Platz 74.

Wenn da dann beide das gleiche Ticket vorzeigen, gibt es Stress.

Naja...

tbsn, Würzburg, Donnerstag, 10.08.2017, 15:15 (vor 3180 Tagen) @ arne

Ist doch gerade auf kurzen ICE-Strecken eine Einladung für Schwarzfahrer: Inhaber der FK checkt auf dem Platz ein und sein Kollege setzt sich hin. Der Inhaber wird später im Bistro / Restaurant kontrolliert, ist ja erstmal nicht verboten und üblich kurz etwas essen zu gehen. Sobald der Zub weg ist und ggf. nochmal auf dem Platz kontrollieren lässt, gibt der Inhaber seinem Kollegen bescheid und der verschwindet bis zum nächsten Halt auf einen anderen Platz (ich glaube nicht, dass in so einem Fall nochmal eine Kontrolle gestartet wird, gibt bis hier nichtmal einen aussagekräftigen Hinweis auf eine zweite Person). Außerdem kann theoretisch jeder mit einem gültigen, aber personengebundenen Online-Ticket reisen, da ja von den Zufallskontrollen abgesehen die Identität nicht überprüft wird. Ich denke schon, dass das System von einigen Leuten so auch ausgenutzt wird.

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