ICE-T Ausfall Berlin - München (Allgemeines Forum)

liebe70, Mittwoch, 23.12.2009, 15:10 (vor 6048 Tagen) @ Graukärtchenfahrer
bearbeitet von liebe70, Mittwoch, 23.12.2009, 15:11

Es wird konkreter:
http://www.badische-zeitung.de/dpa-news/bahn-raeumt-kaelteprobleme-bei-ice-ein

Demnach wären die Züge nicht so gebaut, daß diese "sibirische Temperaturen" aushalten können.
Und daß trockener Pulverschnee durch die Lüftungsgitter gerät und dabei die Elektrik beeinflußt.

Nur, was Pulverschnee mit "sibirischen Temperaturen" zu tun?

Nichts. Es sind nämlich zwei verschiedenen Argumente. Das eine Argument ist "sibirische Temperaturen" und das andere Argument "Pulverschnee", wobei die Formulierung "trockener Pulverschnee" irreführend ist. Schnee ist niemals trocken. Lediglich die Konsistenz ist anders, weil die Pulverschneekristalle vollkommen anders strukturiert sind, als die von dem "normalen" Schnee.

Falls noch die Frage aufkommt, warum man die Züge nicht gleich für größere Minusgrade baute: Man nahm mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Mittelwert der letzten Jahreswinterdekade vor der Herstellung der Züge als Richtwert. Da die Winter dieser Dekade relativ mild waren, hat man nun diese Probleme.

Und die alten Loks von früher hatten doch auch Lüftungsgitter?

Ja, aber die waren weiter oben am Fahrzeug angebracht. Bei einer seitlichen Anbringung wie beim ICE-T wird weitaus mehr Schnee angesaugt.

Weiterer Link:
http://www.mdr.de/nachrichten/6962870.html
Nebeibei: Die russischen ICEs sind doch keine ICE-Ts? Oder was schreibt da der MDR?

Das was er begreift? Die werden den Unterschied zwischen einem ICE-T und einem Velaro RUS nicht kennen.

Gruß, Ralf


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