ICE als Fluchtmittel (mit Link) (Allgemeines Forum)

Quasar, Samstag, 22.07.2017, 16:53 (vor 3248 Tagen)

Hallo

ein zehnjähriger Junge hat aus Angst über ein "befriedigend" auf seinem Zeugnis aus Angst, diese seine Eltern zu zeigen, eine Flucht angetreten. Ende der Reise Basel

Auswüchse die nicht zu verstehen sind, wenn ein "befriedigend" zu Angst vorm zu Hause führt...

ICE als Fluchtmittel (mit Link)

Gleis42, Köln, Frankfurt, Hamburg, Samstag, 22.07.2017, 17:14 (vor 3248 Tagen) @ Quasar

Die Reise ging wohl aus Schleswig-Holstein über Hamburg nach Basel:
Link

Schon traurig, dass da 10h lang niemand etwas aufgefallen ist. Das gilt übrigens für ZUB und Reisende gleichermaßen.

ICE als Fluchtmittel (mit Link)

611 040, Erfurt, Samstag, 22.07.2017, 17:19 (vor 3248 Tagen) @ Gleis42

Schon traurig, dass da 10h lang niemand etwas aufgefallen ist. Das gilt übrigens für ZUB und Reisende gleichermaßen.

Ja wundert mich auch. Aber wieso Reisende ? Die können doch nicht wissen ob er eine Fahrkarte hat. Höchstens dem ZUB müsste es bei einer Kontrolle, die ja wohl bis Basel nicht stattgefunden hat? sufgefallen sein.
Vielleicht hatte er ja sogar eine Fahrkarte, dann ist es aber seltsam warum er überhaupt aus dem Zug geholt wurde. Dass er vor seinen Eltern flüchten wollte kann ja keiner wissen.

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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Das Lesen des Links würde helfen ...

Blaschke, Samstag, 22.07.2017, 19:29 (vor 3248 Tagen) @ 611 040

Huhu.

Vielleicht hatte er ja sogar eine Fahrkarte,

Warum nur wird ein angebotener Link nicht genutzt und der Inhalt nicht gelesen? Dann hätte sich das Vermuten von vornherein erledigt.


Hoffnungslose Grüße von

jörg

Das Lesen des Links würde helfen ...

ICE2020, Samstag, 22.07.2017, 21:22 (vor 3248 Tagen) @ Blaschke

Warum nur wird ein angebotener Link nicht genutzt und der Inhalt nicht gelesen? Dann hätte sich das Vermuten von vornherein erledigt.

Aber im Text steht doch:

"Wie der Junge die Tour genau geschafft und ob er eine Fahrkarte hatte, konnte die Sprecherin nicht sagen."

Die Frage, ob er eine Fahrkarte besaß, bleibt also offen. Wenn er eine hatte, hätte es dem ZUB trotzdem komisch vorkommen müssen, und er hätte mal nachfragen sollen. Wenn nicht, schlimm genug, dass es keinem aufgefallen ist.

Das Lesen des Links würde helfen ...

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 22.07.2017, 21:42 (vor 3248 Tagen) @ ICE2020

Wenn er eine hatte, hätte es dem ZUB trotzdem komisch vorkommen müssen, und er hätte mal nachfragen sollen.

Warum? Eine Fahrkarte hatte er außerdem wohl.

--
Weg mit dem 4744!

Habe ich...

ICE2020, Samstag, 22.07.2017, 22:45 (vor 3248 Tagen) @ JeDi

...allerdings nur den Link im 1. Post, nämlich:

http://www.dnn.de/Nachrichten/Panorama/Zeugnis-Angst-Junge-faehrt-mit-Zug-bis-Basel

Dort steht das von mir erwähnte Zitat, dass man nicht wisse, ob er einen Fahrschein gehabt habe oder nicht. Zu Deiner Frage "Warum?": Genau aus dem Grund, aus dem der ZUB dann kurz vor der Schweiz auch nachgefragt hat: Weil es wohl doch ungewöhlich, dass ein zehnjähriger eine solche Strecke alleine zurücklegt. Da hätte doch auch einer der vorher kontrollierenden Kollegen mal nachfragen können.

Habe ich...

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 22.07.2017, 23:19 (vor 3248 Tagen) @ ICE2020

...allerdings nur den Link im 1. Post, nämlich:

http://www.dnn.de/Nachrichten/Panorama/Zeugnis-Angst-Junge-faehrt-mit-Zug-bis-Basel

Ich hatte deinen Betreff einfach übernommen...

Weil es wohl doch ungewöhlich, dass ein zehnjähriger eine solche Strecke alleine zurücklegt.

Was ist daran ungewöhnlich?

--
Weg mit dem 4744!

Habe ich...

ICE2020, Samstag, 22.07.2017, 23:30 (vor 3248 Tagen) @ JeDi

Ich hatte deinen Betreff einfach übernommen...

Ah, alles klar...

Was ist daran ungewöhnlich?

Ist das wirklich so Alltag, dass Kinder in dem Alter solche Strecken alleine Fahren? Zumindest dem letzten ZUB war es ja wohl nicht ganz geheuer, und er hat zumindest mal gefragt, ob alles okay ist. Kenne da den Bahnalltag in der Hinsicht nicht gut genug, aber ich würde mein Kind da nicht einfach so losschicken. Immerhin gibt's ja auch das "Kids on Tour" Programm (an zwei Wochentagen), also denke ich schon, dass das Personal da grundsätzlich sensibel sein sollte. Und mal kurz fragen "Wohin geht's denn?" und "Alles okay bei Dir." kann ja nicht schaden.

Habe ich...

Berlin-Express, nähe BPHD, Samstag, 22.07.2017, 23:46 (vor 3248 Tagen) @ ICE2020

Ich bin sogar mit unter 10 schon alleine quer durch die Republik gefahren, zum Beispiel zur Tante etc.. Wenn mich der Zugbegleiter fragen würde, wo es denn hin geht würde ich etwas inkompetenz unterstellen. ^^

Das Kinderbespaßungsprogramm ist ja ehr selten vorhanden.

Habe ich...

guru61, Arolfingen, Montag, 24.07.2017, 15:11 (vor 3246 Tagen) @ Berlin-Express

Ich bin sogar mit unter 10 schon alleine quer durch die Republik gefahren, zum Beispiel zur Tante etc.. Wenn mich der Zugbegleiter fragen würde, wo es denn hin geht würde ich etwas inkompetenz unterstellen. ^^

Das Kinderbespaßungsprogramm ist ja ehr selten vorhanden.

Recht haste und ich war mit 10 bis 12 Jahren auch unterwegs von Zürich nach Linz (in den 70er Jahren). In Zürich von den Eltern in den Zug gesetzt und in Linz von der Tante abgeholt.

Und in der Schweiz in diesem Alter regelmässig von Winterthur nach Hezzogenbuchweh zum Onkel! Mit umsteigen in Zürich und Olten.
Nie ein Problem!

Ist die heutige Jugend wirklich so weichgeduscht?

Gruss Guru

Die Jugend von heute....?!

J-C, In meiner Welt, Montag, 24.07.2017, 21:47 (vor 3246 Tagen) @ guru61
bearbeitet von J-C, Montag, 24.07.2017, 21:47

Hängt von der Erziehung ab. Wollte fast schon eine unsinnige Philosophie hier posten, hab es aber doch gelöscht. An sich sind die Eltern halt heutzutage sensibler als früher, was eben auch auf die Jugend abfärbt.

Wobei ich verwundert bin. Weichgespült? Also die Jugend von heute ist sicher alles andere als weichgespült. Und eben das ist auch nicht gut, wenn es dann welche gibt, die es beispielsweise für nötig halten, auf dem Gleis ein Selfie zu machen...

ich meine, dass sich ein Kind mal eben sagt, bevor ich von meinen Eltern einen auf den Latz bekomme wegen einer 3, haue ich lieber ab, und da nicht noch groß überlegt, bevor er den ICE in Richtung Schweiz besteigt, zeigt ja, dass die Jugend eben nicht weichgespült ist.

Persönlich muss ich gestehen, dass ich mit 12 noch nicht allzu viel alleine reiste - höchstens zur Schule die 18 km mit der S-Bahn und zurück.

Ging erst mit so 16 oder so los, dann aber so richtig. Ob Tschechien-Wien-Berchtesgaden, Hamburg-Zürich, Breclav-Hamburg oder Hamburg-Wien - letzteres im Liegewagen - meine Reiselust war dank vieler entsprechender Anlässe sehr gut befriedigt.

Ich finde aber, sowas macht man halt eher so ab 16 und nicht unbedingt schon ab 12. Einerseits konnten es sich meine Eltern leisten, mit mir zusammen zu reisen und andererseits würde ich mich ehrlich gesagt auch etwas unwohl fühlen, wenn ich mal eben quer durch die Republik fahre, wenngleich ich schon als kleines Kind gerne reiste.

Und vielleicht ist es auch gut so, wenn sich die Eltern heutzutage auch mal Sorgen machen, ich meine es kann einfach viel passieren und das sollte man nicht einfach unter dem Teppich kehren oder es verharmlosen. Klar, in den meisten Fällen wird nichts passieren, aber es reicht halt ein Mal und dann hat mand as Problem.

Da ist es besser, dass man vielleicht erst mit 16 seine erste Reise alleine antritt... nicht unbedingt schon mit 12.

...und am Ende hab ich doch philosophiert. Meh

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

hat keine Ahnung!

guru61, Arolfingen, Dienstag, 25.07.2017, 05:15 (vor 3246 Tagen) @ J-C
bearbeitet von guru61, Dienstag, 25.07.2017, 05:17

Und vielleicht ist es auch gut so, wenn sich die Eltern heutzutage auch mal Sorgen machen, ich meine es kann einfach viel passieren und das sollte man nicht einfach unter dem Teppich kehren oder es verharmlosen. Klar, in den meisten Fällen wird nichts passieren, aber es reicht halt ein Mal und dann hat mand as Problem.

Na Junge, du bist ja aus Hamburg. Frage mal Deine, wahrscheinlich Urgrosseltern, wie sie die Kriegs- und Nachkriegszeit überstanden haben.
Die Generation, die daraus hervorgegangen ist, hat dann die BRD aufgebaut.

PS: Meine Tante, jetzt über 90, musste mit 12 Jahren aus Breslau vor den Russen fliehen.
Ihr späterer Mann, teilte dasselbe Schicksal, denn er kam aus Ostpreussen, wo in den 20er Jahren Schweizer ausgewandert waren.

Meine Mutter hat die Russen in der Wachau erlebt, mein Grossvater war da in der Gefangenschaft. Was glaubst du, was die durchgemacht hat?

Da ist es besser, dass man vielleicht erst mit 16 seine erste Reise alleine antritt... nicht unbedingt schon mit 12.

-----


...und am Ende hab ich doch philosophiert. Meh

Leider
Gruss Guru

hat keine Ahnung!

GibmirZucker, Dienstag, 25.07.2017, 07:20 (vor 3246 Tagen) @ guru61

PS: Meine Tante, jetzt über 90, musste mit 12 Jahren aus Breslau vor den Russen fliehen.
Ihr späterer Mann, teilte dasselbe Schicksal, denn er kam aus Ostpreussen, wo in den 20er Jahren Schweizer ausgewandert waren.

Meine Mutter hat die Russen in der Wachau erlebt, mein Grossvater war da in der Gefangenschaft. Was glaubst du, was die durchgemacht hat?

Sorry, gegen diese Ausdrücke bin ich absolut allergisch. Ohne jetzt mir ein individuelle Bild darüber machen zu können, was deine Vorfahren in der Wachau oder in Ostpreussen erlebt haben...es war nichts im Vergleich dagegen, was die Bürger der Sowjetunion im Vernichtungskrieg durchmachen mussten. Nichts dagegen, was ethnische Minderheiten in Mitteleuropa durchmachen mussten - währen die Mehrheit der Deutschen und Österreicher geschwiegen, bzw. mitgemordet hat. Man sollte erst einmal Ross und Reiter beim Namen nennen, alles andere grenzt an Revisionismus. Die Russen in der Wachau waren Befreier. Damit wurde das übelste Kapital europäischer Geschichte beendet.
Leider wird gerade in "wertkonservativen" Kreisen weiter ein Feindbild gepflegt, bis zum Märchen vom vergewaltigenden Russen (historische Untersuchungen haben gezeigt, dass russische Truppen mitnichten stärker zu Sexualdelikten neigten als andere Kriegsparteien - aber es passte eben so ins Bild der "russischen Monsters".

+1. Danke für diesen Parallelpost.

musicus, Dienstag, 25.07.2017, 07:32 (vor 3246 Tagen) @ GibmirZucker

- kein Text -

Ich entschuldige mich!

guru61, Arolfingen, Dienstag, 25.07.2017, 11:18 (vor 3245 Tagen) @ GibmirZucker
bearbeitet von guru61, Dienstag, 25.07.2017, 11:18

PS: Meine Tante, jetzt über 90, musste mit 12 Jahren aus Breslau vor den Russen fliehen.
Ihr späterer Mann, teilte dasselbe Schicksal, denn er kam aus Ostpreussen, wo in den 20er Jahren Schweizer ausgewandert waren.

Meine Mutter hat die Russen in der Wachau erlebt, mein Grossvater war da in der Gefangenschaft. Was glaubst du, was die durchgemacht hat?


Sorry, gegen diese Ausdrücke bin ich absolut allergisch. Ohne jetzt mir ein individuelle Bild darüber machen zu können, was deine Vorfahren in der Wachau oder in Ostpreussen erlebt haben...es war nichts im Vergleich dagegen, was die Bürger der Sowjetunion im Vernichtungskrieg durchmachen mussten. Nichts dagegen, was ethnische Minderheiten in Mitteleuropa durchmachen mussten - währen die Mehrheit der Deutschen und Österreicher geschwiegen, bzw. mitgemordet hat. Man sollte erst einmal Ross und Reiter beim Namen nennen, alles andere grenzt an Revisionismus. Die Russen in der Wachau waren Befreier. Damit wurde das übelste Kapital europäischer Geschichte beendet.
Leider wird gerade in "wertkonservativen" Kreisen weiter ein Feindbild gepflegt, bis zum Märchen vom vergewaltigenden Russen (historische Untersuchungen haben gezeigt, dass russische Truppen mitnichten stärker zu Sexualdelikten neigten als andere Kriegsparteien - aber es passte eben so ins Bild der "russischen Monsters".

Hallo
Sorry, mir ging es eigentlich nicht um den Krîeg, sondern darum, dass eine behütete Kindhet erst seit ein paar Jahrzehnten normal ist.
Vorher mussten die Kinder im Betrieb oder Bauernhof mitarbeiten, wurden verdingt, oder wurden auf dem Schwabenmarkt sozusagen dem Meistbietenden verkauft.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwabenkinder

Es war nicht gedacht, an den Erlebnissen meiner Eltern und Verwandten (die übrigens zu diesem Zeitpunkt zu jung waren um irgendwie politisch tätig zu sein), eine Wertumng durchzuführen.

Sollte das jemanden in den falschen Hals geraten sein, möchte ich mich hier in aller Form entschuldigen.
Gruss Guru

Das zeigt Größe, Danke!

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 25.07.2017, 22:34 (vor 3245 Tagen) @ guru61

- kein Text -

--
Weg mit dem 4744!

+1

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 25.07.2017, 22:53 (vor 3245 Tagen) @ JeDi

- kein Text -

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Nun, wir sind auch so froh, dass die Zeiten vorbei sind ;-)

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 25.07.2017, 22:47 (vor 3245 Tagen) @ guru61

- kein Text -

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Thou shouldst not have been old before thou hadst been wise

musicus, Dienstag, 25.07.2017, 07:31 (vor 3246 Tagen) @ guru61

Na Junge, du bist ja aus Hamburg. Frage mal Deine, wahrscheinlich Urgrosseltern, wie sie die Kriegs- und Nachkriegszeit überstanden haben.

War dem Vernehmen nach kein Zuckerschlecken. Aber wenn ich mir meine Vorfahren und ihr Umfeld so ansehe: Da waren schon begeisterte Parteigänger und motivierte HJ-Pimpfe dabei - je nach Generation. Wem genau gebührt jetzt mein Dank?

Die Generation, die daraus hervorgegangen ist, hat dann die BRD aufgebaut.

...weil die Generationen davor kräftig mitgeholfen haben, das Land in Schutt und Asche zu legen.
Also wenn die Jugend eines aus der Geschichte gelernt hat, dann doch die Gewißheit, unter den Prämissen leben zu müssen bzw. können, die ihnen Eltern- und Großelterngenerationen historisch und politisch hinterlassen haben.

PS: Meine Tante, jetzt über 90, musste mit 12 Jahren aus Breslau vor den Russen fliehen.
Ihr späterer Mann, teilte dasselbe Schicksal, denn er kam aus Ostpreussen, wo in den 20er Jahren Schweizer ausgewandert waren.

Auch wenn ich das niemandem wünsche und niemand um solche Erfahrungen beneide: Es hat ja der barbarisch grausamen Schauspiele der damaligen Deutschen während des Krieges in Osteuropa genug gegeben, um die Russen gegen sich aufzubringen. Leider sind es dann Einzelschicksale von zumeist Zivilisten, die die menschliche Tragödie der Geschichte greifbar machen.

Meine Mutter hat die Russen in der Wachau erlebt, mein Grossvater war da in der Gefangenschaft. Was glaubst du, was die durchgemacht hat?

Halten wir fest: Von faschistoiden Großmachtsphantasien, von der Ostfront, von Flucht und Kriegsgefangenschaft hat "die" Jugend heute keine Ahnung. Allerdings halte ich es für mehr als fragwürdig, anzunehmen, dass dies die einzig wahren und wertvollen Erfahrungen wären, oder zu suggerieren, dass man solche Erfahrungen besser ebenfalls "durchgemacht" hätte.
Auf welcher Basis du der Jugend eine eigene Perspektive und eine eigene Meinung abzusprechen versuchst, verhöhnt diese Generation wie auch die Opfer der nationalsozialistischen Ideologie, die dazu mißbraucht werden, deine hölzerne Argumentation "tragen" zu müssen. Mich persönlich widert das an.

ceterum censeo: Politik entgleist.

...und dann ging'a um Krieg?

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 25.07.2017, 08:49 (vor 3246 Tagen) @ guru61
bearbeitet von J-C, Dienstag, 25.07.2017, 08:49

Seit ich aus Hamburg komme, weiß ich natürlich, was dort los war bei der Befreiung. Unlängst wurde aber von den anderen klargestellt, dass das nur ein Teil der Wahrheit war. Ja, meine Großeltern konnten von den Deutschen und den Russen berichten, noch dazu beide als Invasoren in Tschechien. Ich werde aber jetzt nicht die Geschichte meiner Familie ausrollen - wär mir jetzt zu persönlich.

Die Frage ist nun, nachdem wir gedanklich die Geschichte bis jetzt uns angeschaut haben (und ich schon wieder philosophierte...):

Wollen wir sowas in der Art wieder erleben müssen? Nein! Ganz ehrlich, mir ist es lieber, wenn es uns heute so gut geht, dass wir uns über andere Dinge Sorgen machen können als um einen Krieg oder Angst haben müssen, dass aus einem kalten Krieg ein heißer Krieg wird. Wir alle wissen, man war sehr nah dran, dass ein Nuklearkrieg stattfand - und das nur wegen einer Fehlfunktion.

Außerdem hast du dankenswerterweise den Mythos "früher war alles besser" widerlegt. :-)

Also kurz: es ist ganz gut, dass wir keine Erfahrung haben mit der Geschichte früher und diese erst aus dem Geschichtsunterricht erlernt haben. Sie selber zu erfahren sollte nicht erstrebenswert sein.

Und es ist entsprechend gut, dass wir damit uns den "First world problems" widmen können anstatt in der Angst zu leben, dass wir in einem Nuklearkrieg landen, der nur Verlierer kennt.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Habe ich...

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 25.07.2017, 22:34 (vor 3245 Tagen) @ guru61

Ist die heutige Jugend wirklich so weichgeduscht?

Nein. Eltern und noch viel schlimmer nicht-Eltern.

--
Weg mit dem 4744!

Aus dem Jungen wird nix ...

Blaschke, Samstag, 22.07.2017, 19:26 (vor 3248 Tagen) @ Quasar

Huhu.

"Befriedigend" als Note ist eher unbefriedigend. Wo heute jeder studiert und klug sein will. Da kommt man mit ner 3 nicht weit. Und ja: das Leistungsprinzip kann nicht früh genug verinnerlicht werden.

Nur: was um Himmels willen will der Bub in der Schweiz? Wo man doch fast überall hinterm Berg wohnt! Oder wie es ein Kabarettist mal ausdrückte: die Schweiz ist klein. Und das wirkt sich ab und an auf Niveau und Horizont der Bewohner aus.

Also, das ist klar: aus dem Jungen wird nix. Arme Eltern ...

Aus bahnfantechnischer Sicht bleibt nur die Frage: was für ein gültiger Fahrschein war das denn, den er besaß? Auf Kosten der Eltern erworben? Oder auf anderen verschlungenen Wegen?


Hoffnungslose Grüße von

jörg

Aus dem Jungen wird nix ...

611 040, Erfurt, Samstag, 22.07.2017, 21:29 (vor 3248 Tagen) @ Blaschke

Aus bahnfantechnischer Sicht bleibt nur die Frage: was für ein gültiger Fahrschein war das denn, den er besaß? Auf Kosten der Eltern erworben? Oder auf anderen verschlungenen Wegen?

Wieso, einfach ne Fahrkarte am Automaten kaufen ganz easy. Auch für 10 jährige. Wer ein Smartphone benutzeb kann (und das haben die meisten 10jährigen heutzutage) kann wohl auch einen Fahrkartenautomaten bedienen.
Ob er natürlich mal eben 100€ oder was ein Flexpreis Schleswig-Basel kostet dabei gehabt hat, mag ich zu bezweifeln, daher vermute ich eher er hatte keine Fahrkarte.

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Aus dem Jungen wird nix ...

guru61, Arolfingen, Montag, 24.07.2017, 15:13 (vor 3246 Tagen) @ Blaschke

Huhu.

"Befriedigend" als Note ist eher unbefriedigend. Wo heute jeder studiert und klug sein will. Da kommt man mit ner 3 nicht weit. Und ja: das Leistungsprinzip kann nicht früh genug verinnerlicht werden.

Was waren denn Deine Noten? :-)))


Nur: was um Himmels willen will der Bub in der Schweiz? Wo man doch fast überall hinterm Berg wohnt! Oder wie es ein Kabarettist mal ausdrückte: die Schweiz ist klein. Und das wirkt sich ab und an auf Niveau und Horizont der Bewohner aus.

Offensichtlich zieht die Schweiz mehr als Osnabrück!


Hoffnungslose Grüße von

jörg

Gruss Guru

Voll logisch ...

Blaschke, Montag, 24.07.2017, 21:10 (vor 3246 Tagen) @ guru61

Hey.

"Befriedigend" als Note ist eher unbefriedigend. Wo heute jeder studiert und klug sein will. Da kommt man mit ner 3 nicht weit. Und ja: das Leistungsprinzip kann nicht früh genug verinnerlicht werden.

Was waren denn Deine Noten? :-)))

Nicht sehr befriedigende. Deswegen bin ich ja auch ganz unten angekommen ...

Nur: was um Himmels willen will der Bub in der Schweiz?

Offensichtlich zieht die Schweiz mehr als Osnabrück!


Wer, wie Osnabrück, Blaschi beheimatet, braucht nicht noch mehr Versager.


Schöne Grüße von

jörg

Voll logisch ...

guru61, Arolfingen, Dienstag, 25.07.2017, 05:16 (vor 3246 Tagen) @ Blaschke

Hey.

Wer, wie Osnabrück, Blaschi beheimatet, braucht nicht noch mehr Versager.


Schöne Grüße von

jörg

Blaschi ist ein verkanntes Genie, kein Versager!

Das meine ich ernst!
Gruss Guru

ICE als Fluchtmittel (mit Link)

ICE-TD, Samstag, 22.07.2017, 20:55 (vor 3248 Tagen) @ Quasar

Das war jedenfalls ein teurer Spass für den Papa, einmal Schleswig-Basel und zurück, egal ob per Bahn oder Auto. Früher hätte man vielleicht noch überlegt den Jungen (so klein ist er mit 10 ja nicht mehr) unter Obhut des Zub zurückzuschicken. Aber das wird sich heute niemand mehr trauen nach den Vorwürfen vom Aussetzen Minderjähriger in der jüngeren Vergangenheit, besser auf Nummer sicher gehen.

Geographie ungenügend

heinz, Berlin Stadtbahn, Samstag, 22.07.2017, 23:23 (vor 3248 Tagen) @ Quasar
bearbeitet von heinz, Samstag, 22.07.2017, 23:23

Hallo,

in den verlinkten Artikeln ist die Rede davon, dass der Junge in Lörrach auf seinen Vater wartete und dass der Papa den Kleinen in der "Schweizer Stadt" in Empfang nahm...

Dabei weiß - zumindest in Berlin - doch jeder, dass Lörrach in Schwaben liegt!

Grüße,
Heinz

--
In Saarbrücken Hbf kann mit Anschluß nicht gerechnet werden.

Geographie ungenügend?

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 23.07.2017, 01:09 (vor 3248 Tagen) @ heinz
bearbeitet von J-C, Sonntag, 23.07.2017, 01:11

Vielleicht fand der Autor, dass Lörrach so schön wäre, dass es einfach in der Schweiz liegen muss? ;-)

Gruß aus der ProvencePS: Warum er von der tatsächlich schweizerischen Stadt Basel nach Lörrach kam, ist aber auch unbekannt...

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Geographie egal

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 23.07.2017, 01:21 (vor 3248 Tagen) @ heinz

Ach wer weiß schon, wem was wirklich gehört oder in wessen Hand ist?

Gruß
Olaf

Geographie ungenügend - Lörrach nicht Schwaben !!

RhBDirk, Sonntag, 23.07.2017, 06:43 (vor 3248 Tagen) @ heinz

Hallo,

in den verlinkten Artikeln ist die Rede davon, dass der Junge in Lörrach auf seinen Vater wartete und dass der Papa den Kleinen in der "Schweizer Stadt" in Empfang nahm...

Dabei weiß - zumindest in Berlin - doch jeder, dass Lörrach in Schwaben liegt!

Grüße,
Heinz

Wäre mir neu, dass Lörrach in Schwaben liegt.
google ist dein Freund...

Geographie ungenügend - Lörrach nicht Schwaben!

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Sonntag, 23.07.2017, 07:04 (vor 3248 Tagen) @ RhBDirk

Dabei weiß - zumindest in Berlin - doch jeder, dass Lörrach in Schwaben liegt!


Wäre mir neu, dass Lörrach in Schwaben liegt.
google ist dein Freund...

Für Berliner ist ganz Ba-Wü Schwaben, weil isso. ;)

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Geographie ungenügend - Lörrach nicht Schwaben!

JeDi, überall und nirgendwo, Sonntag, 23.07.2017, 08:20 (vor 3248 Tagen) @ 218 466-1

Dabei weiß - zumindest in Berlin - doch jeder, dass Lörrach in Schwaben liegt!


Wäre mir neu, dass Lörrach in Schwaben liegt.
google ist dein Freund...


Für Berliner ist ganz Ba-Wü Schwaben, weil isso. ;)

Ich dachte, für die ist südlich des Mains alles Bayern?

Jetzt Lust auf nen Berliner habende Grüße,

JeDi

--
Weg mit dem 4744!

Geographie - nicht ganz so einfach!

Alter Köpenicker, BSPF, Dienstag, 25.07.2017, 23:29 (vor 3245 Tagen) @ JeDi

Für Berliner ist ganz Ba-Wü Schwaben, weil isso. ;)


Ich dachte, für die ist südlich des Mains alles Bayern?

Ich weiß zwar, daß Lörrach in Baden liegt, aber ich weiß auch, daß so mancher Lörracher Eingeborene nicht genau weiß, wo er zu Hause ist. Als ich in einer Lörracher Konditorei meinen Unmut darüber zum Ausdruck brachte, nirgendwo im Schwarzwald ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte zu bekommen, erwiderte die Verkäuferin, der Schwarzwald sei da hinten zu Ende und deutete in Richtung Norden. Später sah ich dann im Zeitungsladen Ansichtskarten mit schönen Grüßen aus Lörrach im Schwarzwald.

Und für den gemeinen Berliner gilt: Alles, was südlich von Berlin ist, ist Sachsen.

Jetzt Lust auf nen Berliner habende Grüße,

Wie darf ich das verstehen? So wie die Bäckersfrau in Köln, die mich fragte, ob ich auch mit Marmelade gefüllt sei, als ich ihr eröffnete, daß ich ein Berliner sei und nicht das, was sie da verkauft?

Geographie ungenügend - Lörrach nicht Schwaben !!

mrhuss, FKON, Sonntag, 23.07.2017, 11:10 (vor 3247 Tagen) @ RhBDirk

in den verlinkten Artikeln ist die Rede davon, dass der Junge in Lörrach auf seinen Vater wartete und dass der Papa den Kleinen in der "Schweizer Stadt" in Empfang nahm...

Dabei weiß - zumindest in Berlin - doch jeder, dass Lörrach in Schwaben liegt!

Wäre mir neu, dass Lörrach in Schwaben liegt.

Mir auch. :)

Meine Spekulation wäre jetzt eher, dass der Junge wahrscheinlich am badischen Bahnhof in Basel Lörracher Bundespolizisten übergeben wurde…

Geographie ungenügend - Lörrach nicht Schwaben !!

Ösi, Sonntag, 23.07.2017, 11:12 (vor 3247 Tagen) @ mrhuss

Nachtrag: war ein Fremdländer ...

Blaschke, Donnerstag, 27.07.2017, 20:17 (vor 3243 Tagen) @ Quasar

Hallöchen.

Stammt aus Afghanistan der Junge:

https://www.shz.de/lokales/schleswiger-nachrichten/mit-dem-zeugnis-auf-der-flucht-famil...

Das erklärt einiges. Der fragt nicht vorher stundenlang im Forum und will tausend Persilscheine. Sondern macht einfach. Und schlägt sich selbstständig durch. TOP.

Und dann all die überforderten Einheimischen, die mit einfachsten Bahntickets überfordert sind. Und dann gerne kleingeistig primitiv über die blöden Asülanten schimpfen. Ja, die zeigen dem bräsig behäbig dösigen Michel, wie es geht.

Aus dem Jungen wird dann doch was.

Schöne Grüße von

jörg

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