[AT] Reisetagebuch mit dem ÖBB-Sommerticket - erster Tag (Reiseberichte)
Hey Leute, mein Sommerticket ist ab heute gültig. Und genau das ist der Inhalt des gesamten Beitrags. Sad.
Hatte heute Besorgungen in Wien, also hab ich es genutzt, bisschen durch die Gegend zu cruisen. Wollte da unbedingt mal durch den Wienerwaldtunnel, mal wieder mit 230 brausen können, das war mein Ziel und dieses Ziel habe ich kurz gesagt erreicht.
Ach, du bist noch da? Na gut, dann erzähle ich mal die ganze Geschichte, die an sich eher langweilig ist.
Nachdem ich mir in Tschechien meine Fahrkarte zur Grenze mit Retour besorgte, wartete ich auf meinen Zug oder auch nicht, der Express war heute mal 10 Minuten verspätet. Einfach so durch Magie. Die kommen einfach, man redet auch nicht lang drüber, sind halt einfach 10 Minuten Verspätung. Dachte ich mir so meh, ich meine, der Zug ist meist ja pünktlich oder verspätet sich erst durch Anschlussreisende, weil der Csárdás auch mal Verspätung hat...
naja und ich denk mir, wo es grade passt, nehm ich den vorher fahrenden Interpanter, der wenig später seine Türen schließt und abfährt - mit mir - und warte meine Zeit stattdessen in Breclav ab.
In Breclav habe ich auch mal den Csárdás dann einfahren sehen, jener hat auch kurz gewartet auf meinen Ex101.
Ganz chillig halt, dann im Ex101 nach Wien gefahren, die Verspätung von 10 Minuten blieb halt so.
In Wien angekommen, erstmal die Besorgungen besorgt... naja und da stand so ein Railjet nach München und Bregenz rum, dachte ich mir, nehm ich den doch mal und fahr mal chillig nach St. Pölten - weil ich es kann.
Weil St. Pölten Taktknoten ist, konnte ich dann auch gleich die Retour nehmen - war ich halt gleich mal mit 230 gefahren und hab paar Züge in St. Pölten gesehen.
Die Landschaft war ganz reizend, soweit man sie hinter den Lärmschutzwänden und -wällen sehen kann.
Der reizendere Teil wäre der Wienerwald gewesen, aber ich hatte irgendwie keinen Bock, mir die Altstrecke anzutun, obwohl sich dafür ein REX angeboten hätte.
Was auch immer, irgendwann später, nachdem ich weitere Besorgungen gemacht habe, ging's wieder zum Wiener Hauptbahnhof, wollte aber mal auch einen Railjet haben, der am Tullnerfeld stehen bleibt, damit ich mal diese Station im Stand sehen konnte.
Wollte aber nicht dafür eine halbe Stunde warten, doch da kam des Problems Lösung: Ein ICE. Ja genau, war schon lang genug nicht ICE gefahren, jetzt konnte ich es nachholen und ganz ehrlich, der ICE ist immer noch komfortabler als der Railjet und er macht auch optisch eher was her finde ich. Die Sitze sind wirklich recht angenehm und die Laufruhe ist sogar auch einen Ticken besser als beim Railjet...
wobei der Railjet auf der Neubaustrecke auch ganz angenehm ist, vor allem habe ich das interessante Phänomem gehabt, dass es mir erst nach dem Tunnel leicht auf die Ohren drückt. Da der Railjet druckertüchtigt ist, ist das jetzt aber kein Ding. Hab gelesen, dass es mit der Westbahn arg sein soll, kann mich aber nicht mehr so gut dran erinnern, wie es tatsächlich war. Ähh ich schweife ab.
Also ja, der ICE hat mir gefallen, hab zwischendurch mit einer Erasmus-Studentin, die aus Kassel kommt und halt in Wien ein Semester absolviert hat. Jene möchte gerne wieder nach Wien, das kann ich absolut nachvollziehen.
Und sie hat auch gemeint, sie würde die DB hassen... weil sie ihren Sitzplatz nicht auf Anhieb fand.
Hätte eher Grund dazu gefunden, wo das Bordrestaurant außer Betrieb ist.
Ach und nebenbei, der ICE war dafür ziemlich sauber gewesen, ich schätze, der wurde in Wien gewaschen, zumindest schaut der ICE tatsächlich ungewöhnlich sauber aus. Wenn ich daran denke, wie so ein ICE sonst aussehen tut...
Also ja, ich habe den ICE da irgendwie neu entdeckt, ist doch ein Zug der ganz ok ist. Er kann durchaus auch laufruhig sein, also ja.
Auf der Rückfahrt dann im Railjet gefahren, der auch in Tullnerfeld hält und ich persönlich frage mich, wozu es für einen Bahnhof, an den die Fernzüge an sich Anschluss an genau eine S-Bahnlinie haben, unbedingt 5 Gleise braucht.
Gab auch einige Leute, die ausstiegen... naja und dann ging'S mit 230 weiter. In Österreich ist die Störung im Betriebsablauf ebenso bekannt wie in Deutschland, jene war der Grund dafür, dass der Zug so 5-10 Minuten verspätet war. Hätte ich den Polonia nach Hause nehmen wollen, hätte ich den womöglich nicht mehr erreicht deswegen, wobei ich nicht weiß, ob der Anschluss am Ende gewährt wurde. Ich stieg - zusammen mit ziemlich vielen Leuten - in Meidling aus, schaute mir so an, was so rumfährt, hab eine Westbahn nicht genommen, weil ich jetzt nicht extra Geld ausgeben wollte, aber zumindest den nur dieses Jahr sich gebenden Anblick einer Westbahn gehabt, welche die Strecke Wien Hbf - Wien Westbahnhof befährt.
Und da denke ich mir so, was nehme ich jetzt, dachte ich zuerst an den ÖBB-Cityjet, der als S1 in Richtung Gänserndorf fahren möchte, aufgrund von Bauarbeiten aber auf einer kleinen Teilstrecke im SEV geführt wird. Ob der gut organisiert ist, weiß ich nicht - ebenso zu dem SEV auf der Pottendorfer Linie... keine Ahnung, will ich auch gar nicht wissen.
Naja und ich stieg ein, stellte aber fest, dass ich vielleicht noch mal eben nach Wiener Neustadt könnte, tat ich dann einfach, nahm den Railjet in Richtung Villach, stieg dort aus und konnte - wieder dank Taktknoten - die Retour auch gleich nehmen. Dort habe ich auch tatsächlich beobachten können, dass der Railjet zwischen Wiener Neustadt und Wien Meidling ziemlich stark von Pendlern mit Verbundsfahrkarten frequentiert wird. Für mich als jemanden, der aus Deutschland kommt, immernoch irgendwie surreal.
So war es halt, ach und die Rückfahrt war zum Ende hin auch etwas famos, war im Railjet W.A. Mozart, der fuhr auch pünktlich ab und wäre wohl auch pünktlich an der Grenzstation angekommen, hätte es da nicht eine Vollbremsung gegeben. Und weil ich in der Nähe vom Bordrestaurant saß, habe ich auch es entsprechend klirren hören, mitunter sind (offenbar zum Glück leere) Gläser auch mal zerbrochen und es schaute in der Küche, wo die Tür dazu offen war, entsprechend a bisserl chaotisch aus... mir tun die Mitarbeiter von JLV Leid, die das ganze wieder in Ordnung bringen durften...
...also ja, war ein Tag mit Erlebnissen, aber eigentlich langweilig.
Ach und ganz nebenbei, heute war der Sobieski mal eben 45 Minuten verspätet. Nachdem der nächste Railjet pünktlich war, gehe ich stark davon aus, dass es mal wieder das polnische Wagenmaterial war. Zwar war der Railjet in regulärer Komposition mir entgegengekommen, das muss aber nichts heißen, ich hatte das genau so, wo der Zug 45 Minuten verspätet war, eben wegen Wagenstörung. Und da konnte man nur den Wagen der ersten Klasse, den Speisewagen und einen Wagen der zweiten Klasse nützen. Also von der Benutzbarkeit her wie der Ex100/101, bloß der fährt nach Gdynia und nicht nur nach Bohumín.
But who cares?
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
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