Der Mittwochsbahnhof, Teil 25 (40 Bilder) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 14.06.2017, 06:16 (vor 3203 Tagen)

Moin.

Heute geht es nicht ohne Fahrkarte, denn wir besuchen zwei Bahnhöfe.


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Huntlosen ist ein Ortsteil von Großenkneten und hat knapp 1.900 Einwohner. Sein Name bedeutet ungefähr „Wald an der Hunte”. Der Ort wurde 827 erstmals erwähnt, die Kirche um 1100. Eine erste soll es schon im 9. Jahrhundert gegeben haben, die heutige niedliche kleine Dorfkirche wurde um 1250 erbaut.
Ein gewisser Gustav Gustavson erwarb 1650 den örtlichen Gutshof. Seine Mutter war eine Mätresse des schwedischen Königs Gustav II. Adolf. Dieser Sohn ließ hier ein großes Schloß bauen. Schon 1675 ließ der münstersche Fürstbischof das aber wieder abreißen. Später ging das Gut mehrheitlich an den Vorbesitzer zurück, da der Kaufpreis nicht bezahlt worden war. Nur ein kleiner Teil verblieb bei der Familie. Gustav war schon 1653 in Wildeshausen gestorben. 1777 verstarb in Huntlosen mit Henrietta Polyxena af Vasaborg die letzte Vertreterin von Gustavs Nachkommen in großer Armut. Sie war die letzte gelebt habende offizielle illegitime Nachfahrin des Hauses Wasa.


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Huntlosen liegt an der Oldenburger Südbahn. Die nahezu komplett eingleisige, nicht elektrifizierte Strecke wurde von Oldenburg nach Quakenbrück am 15. Oktober 1875 eröffnet, die Fortsetzung nach Osnabrück am 15. November 1876. Hier verkehrt der RE 18 Wilhelmshaven - Oldenburg - Osnabrück. Die Nordwestbahn fährt mit Lint-Triebwagen aus dem niedersächsischen Fahrzeugpool.
Der Bahnhof ist örtlich besetzt, das Stellwerk „Hnf” wurde 1940 in Betrieb genommen. Es steht am nördlichen Bahnhofskopf. Ebenfalls 1940 wurde „Hs” in Betrieb genommen. Das befand sich in einem Anbau am Empfangsgebäude am Südende des Bahnhofs, es ist seit Herbst 2010 außer Betrieb. Hier stehen Lichtsignale, hingegen verfügt der Bahnhof im Norden noch über Formsignale.


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1 Am 19. August 2016 erreichte ich Huntlosen um 9:44 Uhr.


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2 Blick nordwärts.


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3 Und gen Süden.


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4 Der Bahnhof ist modern.


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5 Die Motivation für die Anfertigung dieser Aufnahme ist mir nicht mehr erinnerlich.


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6 Der Zugang zum Bahnsteig 2.


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7 Das einstige Empfangsgebäude mitsamt Stellwerksanbau.


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8 Richtung Großenkneten.


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9 Kein Stein für Klaus, denn den hat er schon. ;-) 18,0 Kilometer von Oldenburg.
Das interessanteste steht auch hinterm Stein. Denn die mechanischen Schranken hier sind motorbetrieben, dasselbe gilt für den nächsten BÜ im Süden. Das nennt sich „Dresdner Winde”. Und hinterm Stein sieht man den einen Windenantrieb. Die Bedienung erfolgt durch den Fdl. Danke an fredk, der in https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8153201,8164241 darauf hinweist.


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10 Das Empfangsgebäude.


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11 Mülltonnenparade auf der Bahnhofstraße.


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12 Nicht viel los.


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13 Am Übergang zum alten Dorf gibt es einen Kreisverkehr.


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14 St. Briccius.


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15 Wir hatten schon länger keine Kirche von innen. ;-) Die Christusfigur entstand um 1450.


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16 „Hf”.


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17 Richtung Sandkrug.


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18 Ansicht Richtung Bahnhof.


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19 Von einem kleinen Pfad entlang der Bahnstrecke ergab sich die Möglichkeit, Teile des nördlichen Ausfahrsignals abzulichten. Denn der Bahnhof hat nur zwei.


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20 Die Umsetzung des Mammutbaums mit Zug ist möglich, aber sinnlos.


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21 Es gibt einen schönen großen Pendlerparkplatz.


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22 Der bietet sogar einen direkten Zugang zum Bahnsteig Richtung Oldenburg.


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23 Totales Gegenlicht.


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24 Der Bahnübergang.


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25 Wir kehren zum Bahnsteig zurück.


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18 Kilometer sind es von Oldenburg südwärts nach Huntlosen. Von Oldenburg ostwärts erreicht man nach 34,1 km Heidkrug. Das ist der letzte Halt vor Bremen. Er liegt im Delmenhorster Stadtteil 6, Iprump/Stickgras. Die Station wird von der Regio-S-Bahn-Linie Bremen - Bad Zwischenahn bedient. Die anderen Züge fahren durch.


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26 440 219 ist ein wenig bunter als er sein sollte, aber das kennt man von der Regio-S-Bahn ja leider. Er fährt weiter nach Bremen.


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27 Richtung Delmenhorst.


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28 Richtung Bremen.


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29 Östlich der Bahnsteige wird die Heidkruger Bäke auf einer modernen Brücke überquert.


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30 Noch weiter vom Haltepunkt weg liegt der Bahnübergang Großer Tannenweg.


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31 Die Wartehalle auf dem Bahnsteig Ri. Delmenhorst.


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32 Eingang und das einstige Empfangsgebäude, da habe ich seltsamerweise kein vorzeigbares Bild vom Bahnsteig aus.


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33 Die Schranken senken sich.


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34 Aus Richtung Bremen kommt 140 825 mit Autos für den Export.


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35 Im Empfangsgebäude vom Anfang des 20. Jahrhunderts kann man sich jetzt die Haare schneiden lassen.


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36 Bushaltestelle mit Stadtbus.


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37 Wegweiser zu den Bahnsteigen.


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38 Bahnsteigbild.


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39 Aus Bremen schleicht sich 155 013 heran. Zwei Minuten später passierte sie den Bahnsteig.


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40 Dreieinhalb Minuten später erreicht eine Doppeltraktion mit dem führenden 440 335 die Station.


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Soviel für heute. Wir bleiben erstmal links der Weser.

Viele Grüße
Sören

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