Warum man Bahnfahren in Deutschland vermeiden sollte. (Allgemeines Forum)
Blaschke, Montag, 05.06.2017, 12:41 (vor 3227 Tagen)
Tachchen.
Gegeben sei ein langweiliger Feiertag ohne besondere Vorkommnisse.
Der Fahrgast möchte in Bremerhaven Hbf zusteigen Richtung Bremen. Es soll der RE nach Hannover sein. Nochmal nachgeschaut, jau, der hat in Bremen Anschluss an den RE nach Osnabrück trotz nur 4 Min Übergangszeit.
Dann vollbringt DB Regio aber schon das Kunststück, auf den wenigen Metern von Bremerhaven-Lehe zum Hbf satte 5 Min Verspätung zusammenzufahren. Sowas nenne ich mal "Können", zumal die vorherige EVB aus Cuxhaven pünktlich ist.
Nun, mit +5 geht es auch los. Die Schaffnerin begrüßt fröhlich die Kundschaft, von der Verspätung ist kein Rede, was sind auch 5 Minuten. Unterwegs ist nichts los, keine Baustellen, kein Verkehr, nichts.
Vor Bremen meldet sich fröhlich die Schaffnerin, "alle vorgesehenen Anschlußzüge werden erreicht". Dabei sitzt sie gemütlich beim Lokführer im Steuerwagen - ja, liebe Schaffner, es ist halt blöd, wenn sich während der Durchsage der Hupton der Wachsamkeitstaste meldet...
Ankunft in Bremen dann mit satten 8 Min Verspätung. So ist der RE nach Osnabrück natürlich weg. Der muss ja zwingend pünktlich fahren. Auch wenn er unterwegs bei bis zu 5 Min Verspätung niemandem in die Quere kommt und in Osnabrück und unterwegs sowieso keine Anschlüsse bestehen und die Wende in Osnabrück zu schaffen wäre.
So darf der werte Reisende nunmehr eine sinnlose Stunde in Bremen herumgammeln und kommt auf eine Reisezeit von guten 3 Stunden für die gut 200 Kilometer, was dann selbst mit dem Auto machbar gewesen wäre trotz des Elends auf der teils unausgebauten Autobahn 1.
Wieder eine Fahrt mehr, die nicht störungsfrei klappt; mittlerweile gibt es ja kaum noch eine Fahrt, die PERFEKT ffunktioniert. Das Bahnwesen Deutschlands sollte eine Wettbörse einrichten, wo der Kunde vor Antritt der Fahrt wetten kann, wie weit er störungsfrei kommen wird.
Der Fahrgast hier wendet sich jedenfalls MIT GUTEM GEWISSEN immer weiter ab von der Bahn und benutzt diese aufgrund der STÄNDIGEN Unzulänglichkeiten immer seltener. Wenn's nicht mal Feiertagsmittags auf abgelegenen Strecken über 200 km klappt ..
Hoffnungslose Grüße von
jörg
Ein schlechter Tag macht noch kein schlechtes System
ALR997, Montag, 05.06.2017, 13:03 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
Gegeben sei ein langweiliger Feiertag ohne besondere Vorkommnisse.
Du sagst "ohne Vorkommnisse", aber weißt, du wie sich eine etwaige Betriebsstörung auf der Münchner Stammstrecke auf das Expresskreuz auswirkt? Da fällt ne Weißwurscht am Marienplatz aufs Gleis und ZACK hat der RE8 in Bremerhaven fünf Minuten Verspätung!
Der Fahrgast möchte in Bremerhaven Hbf zusteigen Richtung Bremen. Es soll der RE nach Hannover sein. Nochmal nachgeschaut, jau, der hat in Bremen Anschluss an den RE nach Osnabrück trotz nur 4 Min Übergangszeit.
Dann vollbringt DB Regio aber schon das Kunststück, auf den wenigen Metern von Bremerhaven-Lehe zum Hbf satte 5 Min Verspätung zusammenzufahren. Sowas nenne ich mal "Können", zumal die vorherige EVB aus Cuxhaven pünktlich ist.
Ja, das kann sie, unsere liebe DB Regio Nord :-)
Gern gesehen auch eine Bereitstellung etwa drei Minuten nach planmäßiger Abfahrtszeit und dann nochmal ewig Zeit zum Einsteigen weil nur eine der beiden Türen funktioniert.
Nun, mit +5 geht es auch los. Die Schaffnerin begrüßt fröhlich die Kundschaft, von der Verspätung ist kein Rede, was sind auch 5 Minuten. Unterwegs ist nichts los, keine Baustellen, kein Verkehr, nichts.
Das ist tatsächlich interessant. Ist mir auch schon aufgefallen, dass man solche Verspätungen mittlerweile bei der Ansage gerne mal unter den Tisch fallen lässt. Denke mal, dass sich da irgendjemand von versprochen hat, dass die Kunden vielleicht eine positivere Stimmung haben, wenn sie nicht nach jedem Halt einen Satz mit "heute mit 5 Minuten Verspätung losgefahren" hören. Der Effekt ist aber genau gegenteilig: man fühlt sich leicht verarscht. Kein Kommentar zur Verspätung? Haben wir vielleicht gar keine Verspätung und meine Uhr geht falsch? Hatte ich den falschen Fahrplan? Verunsicherung macht sich breit.
Vor Bremen meldet sich fröhlich die Schaffnerin, "alle vorgesehenen Anschlußzüge werden erreicht". Dabei sitzt sie gemütlich beim Lokführer im Steuerwagen - ja, liebe Schaffner, es ist halt blöd, wenn sich während der Durchsage der Hupton der Wachsamkeitstaste meldet...
Da sind sie in NRW auch immer fleißig dabei. Im Umkehrschluss heißt das für mich (bzw. offenbar so ziemlich jeden Fahrgast): bedenkenlos in die 1. Klasse setzen. Das Personal sitzt beim Tf und quatscht.
Was die Anschlusszüge angeht: interessante Realitätsverweigerung. Sicher dass der Schaffner nicht mit dem US-Präsidenten verwandt war? ;-)
So darf der werte Reisende nunmehr eine sinnlose Stunde in Bremen herumgammeln und kommt auf eine Reisezeit von guten 3 Stunden für die gut 200 Kilometer, was dann selbst mit dem Auto machbar gewesen wäre trotz des Elends auf der teils unausgebauten Autobahn 1.
Ich vermute, der Fahrgast hatte seine Gründe, aber was sprach gegen den Intercity?
Auf der anderen Seite muss man sagen, es gibt auch genug Tage, an denen es reibungslos abläuft. Man kommt pünktlich und entspannt ans Ziel und am besten noch zu einem akzeptablen Preis. Die persönlichen Erfahrungen mögen das jeweils individuell wiederspiegeln aber ich behaupte mal, dass auch viele absolut zufrieden sind mit dem Bahnfahren.
Liebe Grüße
Schlechte Tage gibt's da im Überfluß!
Blaschke, Montag, 05.06.2017, 21:18 (vor 3227 Tagen) @ ALR997
Hallo.
Immerhin mußte ich deswegen schlussendlich den Zähler- und Befragerjob an den Nagel hängen, weil auch nur ein Mindestmaß an Zuverlässigkeit nicht mehr gegeben ist.
Schöne Grüße von
jörg
Muss an dir liegen ;-)
JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 05.06.2017, 21:21 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
- kein Text -
--
Weg mit dem 4744!
Ja, ich bin nicht gewillt, den Murks zu ertragen.
Blaschke, Montag, 05.06.2017, 21:47 (vor 3227 Tagen) @ JeDi
Huhu.
Die meisten Fahrgäste haben ja mittlerweile resigniert und nehmen die Dinge hin.
Und für die Zählerei wirst du die damaligen Vorgaben der DB für notwendige Gastfahrten zum Startort kennen. 20 Min pro Umstieg!!! Da sieht man, was die DB von ihrem eigenen Laden hält. Wenn dann gleich 3 Fahrten hintereinander in die Hose gehen, und davor auch reichlich, dann ist es Zeit für einen Schlußstrich.
Muss das deutsch Eisenbahnwesen halt auf einen der besten Befrager verzichten ...
Schöne Grüße von
jörg
Du wohnst im falschen Bundesland.
ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 05.06.2017, 22:04 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von ICETreffErfurt, Montag, 05.06.2017, 22:04
Du wohnst im falschen Bundesland. Ich habe bei knapp 60 Befragungsfahrten in 6 Monaten nur 2x mehr als 10 Minuten Verspätung gehabt und nur 1x einen Anschluss verpasst.
Auch privat habe ich eine ziemlich gute Bilanz, was die Pünktlichkeit angeht. Rekordhalter ist die STB41 auf der Werrabahn mit 8 Verspätungen (über 5 Minuten) in 15 Jahren(!).
Nee, ich wollte weg vom Kirchturm.
Blaschke, Montag, 05.06.2017, 22:17 (vor 3227 Tagen) @ ICETreffErfurt
Hallihallo.
In die Ferne wollte ich auch. Nicht immer nur rund um Osnabrück.
Leipzig Hof hat mal geklappt. S-Bahn Magdeburg nachts, der Flensburg-Express und Emmerich Kowelenz. Und da unten in Bad Berleburg irgendwo.
Was mit stundenlangen Gastfahrten verbunden war. Wo dann viel zu oft was in die Hose ging.
Schöne Grüße von
jörg
Du wohnst im falschen Bundesland.
Christian_S, Montag, 05.06.2017, 22:54 (vor 3227 Tagen) @ ICETreffErfurt
Auch privat habe ich eine ziemlich gute Bilanz, was die Pünktlichkeit angeht. Rekordhalter ist die STB41 auf der Werrabahn mit 8 Verspätungen (über 5 Minuten) in 15 Jahren(!).
Naja, auf der Strecke verkehrt außer der STB nichts anderes an Personenverkehr, es gibt nur sehr überschaubaren Güterverkehr, keine dichten Zugfolgen und wenige Anschlüsse - und das auf der gesamten Strecke. Da ist die hohe Pünktlichkeit jetzt kein ganz so großes Wunder ;)
Ja, ich bin nicht gewillt, den Murks zu ertragen.
JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 05.06.2017, 22:43 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
Und für die Zählerei wirst du die damaligen Vorgaben der DB für notwendige Gastfahrten zum Startort kennen. 20 Min pro Umstieg!!! Da sieht man, was die DB von ihrem eigenen Laden hält. Wenn dann gleich 3 Fahrten hintereinander in die Hose gehen, und davor auch reichlich, dann ist es Zeit für einen Schlußstrich.
Kannte ich bislang nicht, bei meiner damaligen Befragungsfirma gabs schlicht und ergreifend nen Fahrplanauskunftsausdruck. Was die sagte, wurde gefahren.
Ansonsten hatte ich am Samstag dieses Jahr das erste mal eine größere Verspätung - knapp +50 wegen eines Böchungsbrandes.
--
Weg mit dem 4744!
Ich werde neidisch!
oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Dienstag, 06.06.2017, 08:34 (vor 3226 Tagen) @ JeDi
Moin,
Ansonsten hatte ich am Samstag dieses Jahr das erste mal eine größere Verspätung - knapp +50 wegen eines Böchungsbrandes.
Von -5 bis +180 war in diesem Jahr alles dabei. Meist waren die Züge pünktlich oder maximal 15 Minuten verspätet, aber auch mehrere FGR-relevante Verspätungen waren dabei. Wobei die +180 auf das Konto eines Selbstmörders gehen.
Montag mal wieder sowas von pünktlich in Wuppertal angekommen seiende Grüße,
Dirk
--
Wer ist kundig auf folgenden Baureihen:
101, 103, 110, 111, 112, 120, 139, 140, 141, 143, 150, 151, 155, 181.2, 218, 225, 233, 362, 420, 472, 601, 605, 624, 628, 643 und 644?
Richtig: Bender!
Ja, ich bin nicht gewillt, den Murks zu ertragen.
611 040, Erfurt, Montag, 05.06.2017, 23:48 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
Und für die Zählerei wirst du die damaligen Vorgaben der DB für notwendige Gastfahrten zum Startort kennen. 20 Min pro Umstieg!!! Da sieht man, was die DB von ihrem eigenen Laden hält. Wenn dann gleich 3 Fahrten hintereinander in die Hose gehen, und davor auch reichlich, dann ist es Zeit für einen Schlußstrich.
Bei meinem Job als Erheber ist das nur ein paar Mal passiert, hat mir aber garnichts ausgemacht, kann ich nichts machen...
Muss das deutsch Eisenbahnwesen halt auf einen der besten Befrager verzichten ...
Schade :(
Ich würde soetwas sofort wieder machen, wenn es sich in meiner Region wieder anbietet. Vor allem an meine letzte Erhebungsfahrt, zufälligerweise noch im 611 erinnere ich mich besonders gerne...
Naja vielleicht ergibt sich ja mal wieder etwas...
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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤
Warum man Bahnfahren in Deutschland vermeiden sollte.
Steffen, Montag, 05.06.2017, 13:06 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
Wie Du siehst, die Bahn setzt alles daran, dass ihre Züge nicht mehr so überfüllt sind. Ich finde das solltest Du endlich honorieren.
;-)))
Schönen Feiertag.
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![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
Warum man Bahnfahren in Deutschland vermeiden sollte.
noxx, Montag, 05.06.2017, 16:43 (vor 3227 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von noxx, Montag, 05.06.2017, 16:47
Wie Du siehst, die Bahn setzt alles daran, dass ihre Züge nicht mehr so überfüllt sind. Ich finde das solltest Du endlich honorieren.
Heute hat die DB bei mir sogar etwas direkter versucht, für weniger zugüberfüllende Passagiere zu sorgen.
Mich hat in München ein Fahrzeug, das körperlich eingeschränkte Mitreisende zum Zug bringt, fast überfahren. Nachdem ich zugegebenermaßen nach dem dreimaligen Hupen etwas spät nach links geschaut habe, weil ich am Bahnsteig nicht mit den Gefahren des Straßenverkehrs rechne, bin ich noch rechtzeitig vor dem -- anscheinend mit Höchstgeschindigkeit fahrenden -- Fahrzeug weg gesprungen, das schnurgerade auf mich zusteuerte. Dort stand zum Glück niemand.
Als ich Kritik über diese Fahrweise angebracht habe, hat der Fahrer sofort seinen Chef gerufen, während er mir Minuten lang in die Augen gestarrt hat. Ich habe mich nicht einschüchtern lassen und am Ende hat sich der Schichtleiter bei mir entschuldigt.
Wahrscheinlich wird sich aber leider nichts ändern, da mir nichts passiert ist. Das nächste Mal bleibe ich stehen!
Warum man Bahnfahren in Deutschland nicht vermeiden sollte.
J-C, In meiner Welt, Montag, 05.06.2017, 13:06 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von J-C, Montag, 05.06.2017, 13:09
Tachchen.
Gegeben sei ein langweiliger Feiertag ohne besondere Vorkommnisse.
Der Fahrgast möchte in Bremerhaven Hbf zusteigen Richtung Bremen. Es soll der RE nach Hannover sein. Nochmal nachgeschaut, jau, der hat in Bremen Anschluss an den RE nach Osnabrück trotz nur 4 Min Übergangszeit.
Dann vollbringt DB Regio aber schon das Kunststück, auf den wenigen Metern von Bremerhaven-Lehe zum Hbf satte 5 Min Verspätung zusammenzufahren. Sowas nenne ich mal "Können", zumal die vorherige EVB aus Cuxhaven pünktlich ist.
Das muss man natürlich wirklich schaffen.
Nun, mit +5 geht es auch los. Die Schaffnerin begrüßt fröhlich die Kundschaft, von der Verspätung ist kein Rede, was sind auch 5 Minuten. Unterwegs ist nichts los, keine Baustellen, kein Verkehr, nichts.
Also ich wüsste davon zu berichten, dass mein Fernzug manchmal es auch schafft, 5 Minuten verspätet zu sein, dann wird aber auch nichts angesagt. Das gute ist natürlich, wenn der nächste Anschluss einem nicht in 4 Minuten, sondern meinetwegen in 24 Minuten ankommt ;-)
Vor Bremen meldet sich fröhlich die Schaffnerin, "alle vorgesehenen Anschlußzüge werden erreicht". Dabei sitzt sie gemütlich beim Lokführer im Steuerwagen - ja, liebe Schaffner, es ist halt blöd, wenn sich während der Durchsage der Hupton der Wachsamkeitstaste meldet...
Sei froh, dass es übrhaupt eine Schaffnerin gibt, bei den ÖBB hätten's das tendenziell eingespart.
Ankunft in Bremen dann mit satten 8 Min Verspätung. So ist der RE nach Osnabrück natürlich weg. Der muss ja zwingend pünktlich fahren. Auch wenn er unterwegs bei bis zu 5 Min Verspätung niemandem in die Quere kommt und in Osnabrück und unterwegs sowieso keine Anschlüsse bestehen und die Wende in Osnabrück zu schaffen wäre.
Eine Verspätung weniger in der Statistik sag ich mal...
So darf der werte Reisende nunmehr eine sinnlose Stunde in Bremen herumgammeln und kommt auf eine Reisezeit von guten 3 Stunden für die gut 200 Kilometer, was dann selbst mit dem Auto machbar gewesen wäre trotz des Elends auf der teils unausgebauten Autobahn 1.
Also durchschnittlich etwas um die 65 km/h. Zumindest warst du mal an der frischen Luft bei diesem herrlichen Wetter. Im Auto haste ja nur deine Klima und bist eher isoliert...
Wieder eine Fahrt mehr, die nicht störungsfrei klappt; mittlerweile gibt es ja kaum noch eine Fahrt, die PERFEKT ffunktioniert. Das Bahnwesen Deutschlands sollte eine Wettbörse einrichten, wo der Kunde vor Antritt der Fahrt wetten kann, wie weit er störungsfrei kommen wird.
Seit ich fast nie eine Störung in DE erlebte, würde ich bei den Wetten wohl ziemlich viel gewinnen ^^ Ich fuhr aber auch nur gelegentlich durch Deutschland.
![[image]](https://abload.de/img/verbindunginskh8ldy.png)
Ich hatte auch mal diese Reisekette so pünktlich wie ein schweizer Uhrwerk bekommen ^^
Und da hat man ein Mal sogar einen Übergang von 3 Minuten - zugegebenermaßen von einer Nebenbahn, die selber keine Anschlüsse abwarten müsste.
Da sagt mir jemand, in der Slowakei könnte man nicht viel umsteigen auf kurzer Distanz :D
Der Fahrgast hier wendet sich jedenfalls MIT GUTEM GEWISSEN immer weiter ab von der Bahn und benutzt diese aufgrund der STÄNDIGEN Unzulänglichkeiten immer seltener. Wenn's nicht mal Feiertagsmittags auf abgelegenen Strecken über 200 km klappt ..
Also der Fahrgast, der Trumps Ausstieg aus dem Klimagipfel schlecht fand, will mit gutem Gewissen die selbe Strecke das Auto nützen, obwohl er eine umweltfreundlichere Alternative hätte.
Da ist es mit seinem Gewissen aber nicht weit her. Das soll jetzt nicht heißen, die DB kann sagen "friss oder stirb". Aber dann sollte man nicht guten Gewissens das Auto nutzen.
Hoffnungslose Grüße vonjörg
Hoffnungsvolle Grüße von
Jan-Christian aka J-C aka le trole :-P
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Warum man Bahnfahren in Deutschland nicht vermeiden sollte.
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 05.06.2017, 14:50 (vor 3227 Tagen) @ J-C
"Sei froh, dass es übrhaupt eine Schaffnerin gibt..."
Für was?
fragt Olaf
Warum man Bahnfahren in Deutschland nicht vermeiden sollte.
J-C, In meiner Welt, Montag, 05.06.2017, 15:58 (vor 3227 Tagen) @ Alibizugpaar
Naja, eben um sich um den Fahrgast zu kümmern - in der Theorie.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Warum man Bahnfahren in Deutschland nicht vermeiden sollte.
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 05.06.2017, 16:01 (vor 3227 Tagen) @ J-C
Ach so ja, die Theorie. Weil in der Praxis laufen persönliche Ansagefloskeln wie "alle vorgesehenen Anschlüsse werden erreicht" anscheinend genau so ins Leere wie die vom Bordrechner.
Gruß
Olaf
Warum man Bahnfahren in Deutschland nicht vermeiden sollte.
J-C, In meiner Welt, Montag, 05.06.2017, 16:26 (vor 3227 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von J-C, Montag, 05.06.2017, 16:26
Ja das ist halt die andere Sache.
Bei meinen Fahrten zwischen Tschechien und Österreich wurden aber noch nie die Worte "Es werden alle vorgesehenen Anschlüss erreicht" verwendet. Entweder, man sagt, was es für Anschlüsse gibt, oder man redet nicht drüber.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Warum man Bahnfahren in Deutschland nicht vermeiden sollte.
Reservierungszettel, KDU, Montag, 05.06.2017, 16:43 (vor 3227 Tagen) @ J-C
Ja das ist halt die andere Sache.
Bei meinen Fahrten zwischen Tschechien und Österreich wurden aber noch nie die Worte "Es werden alle vorgesehenen Anschlüss erreicht" verwendet. Entweder, man sagt, was es für Anschlüsse gibt, oder man redet nicht drüber.
Oder man verweist auf Anzeigen und Monitore am Bahnsteig
Warum man Bahnfahren in Deutschland nicht vermeiden sollte.
J-C, In meiner Welt, Montag, 05.06.2017, 18:16 (vor 3227 Tagen) @ Reservierungszettel
Ja stimmt. Das ist irgendwie nichtssagend, weil man das im Zweifel eh tut, aber egal...
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Schön langsam ...
Blaschke, Montag, 05.06.2017, 21:25 (vor 3227 Tagen) @ J-C
Tach.
Also der Fahrgast, der Trumps Ausstieg aus dem Klimagipfel schlecht fand,
Hä? Wo hab ich das geäußert? Das Klimaschutzabkommen hat mit dem Klimaschutz nix zu tun, sondern nur mit wirtschaftlichen Interessen.
will mit gutem Gewissen die selbe Strecke das Auto nützen, obwohl er eine umweltfreundlichere Alternative hätte.
Jau. Fahre ja schon dienstlich jährlich ca 120.000 km Auto. Und da böse Chemie statt homöopathischen Krempel. Alles guten Gewissens. Kein Problem also.
Da ist es mit seinem Gewissen aber nicht weit her. Das soll jetzt nicht heißen, die DB kann sagen "friss oder stirb". Aber dann sollte man nicht guten Gewissens das Auto nutzen.
Ah, er missioniert schon wieder...
Hoffnungslose Grüße von
jörg
Schön langsam ...
J-C, In meiner Welt, Montag, 05.06.2017, 22:58 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
Nö, ich missioniere nicht, ich bin nur dagegen, dass man da ein gutes Gewissen haben sollte. Mehr auch nicht.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Warum man Bahnfahren in Deutschland vermeiden sollte.
moonglum, Hagen, Montag, 05.06.2017, 13:26 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von moonglum, Montag, 05.06.2017, 13:26
Nanu, der Beitrag müsste inhaltlich ja gewöhnlich von mir stammen... weil kritisch....
Ich ergänze noch vom letzten Mittwoch:
ICE 103 setzt sich pünktlich in Köln in Bewegung, während gerade gegenüber der EC7 die Türen öffnet...
Dann verzögert sich die Ankunft in Frankfurt Airport wegen eines vorweg schleichendenden ICE, Ankunft in Mannheim gegen Minute 30/31. Leider kann laut Durchsage der ICE 1091 nach München nicht warten.
Und während der 103 in Mannheim einrollt, halten die ZUB's die Türen des 1091 offen und winken.....
Schneller Umstieg....
Gut so!
Aber worauf ist Verlass?
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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
https://adobe.ly/2PMZyEV
Warum man Bahnfahren in Deutschland vermeiden sollte.
ice_pendler, Montag, 05.06.2017, 14:08 (vor 3227 Tagen) @ moonglum
Nanu, der Beitrag müsste inhaltlich ja gewöhnlich von mir stammen... weil kritisch....
Leider kann laut Durchsage der ICE 1091 nach München nicht warten.Und während der 103 in Mannheim einrollt, halten die ZUB's die Türen des 1091 offen und winken.....
Schneller Umstieg....
Gut so!Aber worauf ist Verlass?
Hier dasselbe. Abfahrt in FFM mit +25. Mr Turbo holt das bis München fast rein (+1). Ansage im Zug in deutsch und englisch:leider kann der EC nach Verona nicht warten. Hä? Der fährt doch erst in 4 Minuten. Alle haben den Zug erreicht. ZuB stand ordnungsgemäß am letzten Wagen und hat lieb auf alle geachtet.
Übrigens steht in den Fahrgastrechten auch, dass der Reisende ein Recht auf richtige Information hat...
Warum man Bahnfahren in Deutschland vermeiden sollte.
Lumi25, Montag, 05.06.2017, 14:33 (vor 3227 Tagen) @ ice_pendler
Das hatte ich in München Hbf auch schon beim Umstieg vom ICE 619 auf den RJ 265. Da der ICE 619 in jener Nacht über Aalen-Donauwörth umgeleitet und zudem dann noch zwischen Donauwörth und Augsburg mit 140 km/h geschlichen ist kamen wir gegen 6.25 Uhr an. Also genau wo der RJ losfahren sollte. Im Zug kam die Ansage, dass dieser nicht warten könne also bin ich zu DB Information die mir als Alternative den Mederian andrehen wollten worauf ich darum bat den nächsten RJ bitte freizuschalten.
Anschließend ging ich zum Bahnsteig und siehe da der RJ 265 wurde 30 Minuten später bereitgestellt.
Fand ich schon recht interessant, dass nicht mal DB Information mich darauf aufmerksam machen konnte, dass der RJ 265 noch nicht weg wahr.
Warum man Bahnfahren in Deutschland vermeiden sollte.
ICEwave, Montag, 05.06.2017, 13:47 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
Ich als langjähriger passionierter Bahnfahrer habe das alles auch satt. Es gibt drei zentrale Dinge, die mich stören:
Ständige Störungen
Immer weniger Komfort bei jedem Redesign und jedem neuen Zug
Neue Preispolitik nach Auslastung
Mit tut es leid für die Umwelt und für meine Passion aber ich werde mir nächstes Jahr ein komfortables Auto zulegen. Manchmal ist eine schmerzhafte Trennung das Beste.
--
Fahre ich sehr gerne: BR 401, BR 403, Avmz, Apmz (ICmod)
Fahre ich gerne: BR 402, BR 407, Avmz, Apmz (unmod), BR 611, BR 612
Fahre ich nicht gerne: IC2, BR 411/415, DR-Dosto
Von mir mal kurz ein "kann ich nachvollziehen"
ALR997, Montag, 05.06.2017, 14:03 (vor 3227 Tagen) @ ICEwave
Ich als langjähriger passionierter Bahnfahrer habe das alles auch satt. Es gibt drei zentrale Dinge, die mich stören:
Ständige Störungen
Immer weniger Komfort bei jedem Redesign und jedem neuen Zug
Neue Preispolitik nach Auslastung
Das würde ich teilweise so unterschreiben. Ich bin in der Situation, dass ich in erster Linie zum Zwecke der Freizeit Bahn fahre, von daher fällt das bei mir nur mäßig ins Gewicht, aber es gibt immer mal wieder Momente, in denen ich mich maximal veräppelt fühle.
Auf der anderen Seite muss ich auch folgendes sagen: ich bin liebend gerne mit dem IC zwischen Braunschweig und Duisburg gefahren, wenn ich mal am Wochenende nach Haus gefahren bin. Dann hab ich mir am liebsten einen Sparpreis 1. Klasse besorgt und konnte mich in Ruhe ins Abteil setzen.
Meine Alptraumvorstellung war in dem Fall der IC2, in dem man allem voran die Wahl hat zwischen voller 2. Klasse und unbequemen Ledersitzen in der 1. Klasse. Ich bin dann mal probeweise für ein Jahr mit einer BC50 unterwegs gewesen und in der Zeit habe ich den ICE2 schätzen gelernt. Aber mittlerweile bin ich schon zwei Mal vom Ruhrgebiet im IC2 nach Braunschweig gefahren und muss sagen, es ist nicht so schlimm, wie ich befürchtet habe. Es gibt Dinge, die stören mich, die stören mich aber auch bei anderen Zügen, aber im Großen und Ganzen ist es, obwohl es definitiv eine andere Art des Reisens ist, als im Abteil lang zu liegen, akzeptabel. Zumal, da kommt die Preispolitik ins Spiel, ich auch relativ wenig für die Fahrten bezahle.
Oh weh, 2. Klasse und gemeines Landvolk
Quasar, Montag, 05.06.2017, 16:02 (vor 3227 Tagen) @ ALR997
Meine Alptraumvorstellung war in dem Fall der IC2, in dem man allem voran die Wahl hat zwischen voller 2. Klasse und unbequemen Ledersitzen in der 1. Klasse.
Ein wirkliche Qual die Wahl zwischen Pest und Cholera. Wenn ich sowas lesen muss kommen mir Zweifel auf, worin das Reisen besteht?
Wenn argumentiert wird, dass nur in Ruhezonen und 1. Klasse Einzelabteilen adäquat gereist werden kann, dann empfehle ich dringend die Anschaffung eines eigenen Helikopters oder eines Lear Jets. Da kann man ganz allein reisen und muss sich nicht mit dem 2. Klasse Landvolk, dass mitreist herum quälen.
Und wer mehrfach Geld für 1. Klasse oder BC100(F) ausgeben kann, der hat bestimmt irgendwo noch ein paar Euronen, die er für besagtes Flugmaterial zusammenkratzen kann.
Selbst mit einem auskömmlich bezahlten Job - der von der Entlohnung weit über Mindestlohn liegt - wäre eine BC100(F) und ständiges 1. Klasse fahren für mich gar nicht drin.
Oh weh, 2. Klasse und gemeines Landvolk
ICE2020, Montag, 05.06.2017, 16:13 (vor 3227 Tagen) @ Quasar
Wenn argumentiert wird, dass nur in Ruhezonen und 1. Klasse Einzelabteilen adäquat gereist werden kann, dann empfehle ich dringend die Anschaffung eines eigenen Helikopters oder eines Lear Jets. Da kann man ganz allein reisen und muss sich nicht mit dem 2. Klasse Landvolk, dass mitreist herum quälen.
Man muss allerdings festhalten, dass die Alibi-Ruhezone der 1. KL im IC 2 absolut bescheuert ausgeschildert ist (so dass es garantiert niemand versteht, dass es eine Ruhezone ist. Ich halte es auch für ein legitimes Anliegen, dass die Bahn in beiden Klassen Ruhezonen ausweist. Das hat nichts mit snobistischem Anspruchsdenken zu tun, sondern einfach damit, dass es unterschiedliche Kundenbedürfnisse gibt. Ich erinnere mich an eine Fahrt im TGV vor Kurzem, wo kurz nach Abfahrt in Frankfurt explizit darauf hingewiesen wurde, nur in entsprechenden Bereichen zu telefonieren.
Landvolk ist in Ordnung, vier Stunden Kuscheln eher nicht...
ALR997, Montag, 05.06.2017, 17:06 (vor 3227 Tagen) @ Quasar
Ein wirkliche Qual die Wahl zwischen Pest und Cholera. Wenn ich sowas lesen muss kommen mir Zweifel auf, worin das Reisen besteht?
Ich glaube du missverstehst mich teilweise - ob absichtlich oder nicht, das weiß ich natürlich nicht. Klar ist es schön, wenn der Zug etwas leerer ist, aber mit "volle 2. Klasse" bezog ich mich in dem speziellen Fall vor allem darauf, dass die Sitze da - nach meinem Empfinden - durch die Stoffbezüge bequemer (wenn auch etwas schmäler) sind und das gegenüber der 1. Klasse aus meiner Sicht ein Vorteil ist. Der, und jetzt kommts, Vorteil wird aber dadurch relativiert, dass es eben dort voller ist, als in der 1. Klasse. Das ist eine Aussage, die nicht immer stimmt, aber ich lasse sie jetzt mal so stehen.
Dass das in der Regel so ist, wirst auch du nicht leugnen können, und dass dazu kommt, dass die Plätze in der 2. gedrängter stehen - was das Empfinden, es sei voll, oft noch verstärkt - ebenso nicht.
Wenn argumentiert wird, dass nur in Ruhezonen und 1. Klasse Einzelabteilen adäquat gereist werden kann, dann empfehle ich dringend die Anschaffung eines eigenen Helikopters oder eines Lear Jets. Da kann man ganz allein reisen und muss sich nicht mit dem 2. Klasse Landvolk, dass mitreist herum quälen.
Ach mit den Leute habe ich normalerweise gar kein Problem. Man muss ja das Beste aus der Situation machen und selbst mit vier Leuten an einem Viererplatz kam ich überraschenderweise noch ganz gut aus - das ist bei der Bahn (welcher auch immer) auch keine Selbstverständlichkeit.
Und wer mehrfach Geld für 1. Klasse oder BC100(F) ausgeben kann, der hat bestimmt irgendwo noch ein paar Euronen, die er für besagtes Flugmaterial zusammenkratzen kann.
Du wirst vielleicht lachen, aber mit dem 1.-Klasse-Ticket komme ich gegenüber dem 2.-Klasse-Sparpreis+Platzreservierung teilweise günstiger weg. Und grundsätzlich ist der preisliche Abstand zwischen beiden Klassen auch relativ gering.
Selbst mit einem auskömmlich bezahlten Job - der von der Entlohnung weit über Mindestlohn liegt - wäre eine BC100(F) und ständiges 1. Klasse fahren für mich gar nicht drin.
Ich sags mal so: mit den Sozialleistungen die ich bekomme könnte ich nach etwa eineinhalb Jahren eine BC100F leisten, dann habe ich aber auch in der Zeit noch nichts gegessen und keine Miete gezahlt. Insofern wäre das für mich auch nicht drin. Es ist aber ein schönes Ziel für später - sofern es die BC100 dann noch gibt.
Kein (gewolltes) Mißverständnis
Quasar, Montag, 05.06.2017, 17:22 (vor 3227 Tagen) @ ALR997
In deinem Ausgangspost steht
Meine Alptraumvorstellung war in dem Fall der IC2, in dem man allem voran die Wahl hat zwischen voller 2. Klasse und unbequemen Ledersitzen in der 1. Klasse.
Und nach sehr vielen Berichten und Diskussionen, wie toll das Alleinreisen im 6er Abteil (am besten noch in der 1.Klasse) ist, muss man hier schon davon ausgehen.
Das zu bestimmten Zeiten Züge nicht leer sind, liegt in der Natur der Sache als Massenbeförderungsmittel.
Und die Marginalität des Preisunterschiedes - nun die hab ich bei meinen Preisfindungsphasen nicht gehabt. Für 2 Personen zwischen Dortmund und Freiburg hätte ich 1. Klasse ICE fast 90€ mehr bezahlt.
Gleiches galt für Dortmund - Lüttich auch fast 80€ mehr für die 1. Klasse und da war noch ein Stück NV drin.
Kein (gewolltes) Mißverständnis
ALR997, Montag, 05.06.2017, 20:54 (vor 3227 Tagen) @ Quasar
In deinem Ausgangspost steht
Meine Alptraumvorstellung war in dem Fall der IC2, in dem man allem voran die Wahl hat zwischen voller 2. Klasse und unbequemen Ledersitzen in der 1. Klasse.
Und nach sehr vielen Berichten und Diskussionen, wie toll das Alleinreisen im 6er Abteil (am besten noch in der 1.Klasse) ist, muss man hier schon davon ausgehen.
Das diese Art zu reisen sehr schön ist, das steht außer Frage. Nur wer diese Art zu reisen als selbstverständlich betrachtet, der hat das System des öffentlichen Verkehrs nunmal nicht verstanden. Heißt aber nicht dass man nicht die Gelegenheit nutzen sollte, wenn sie sich ergibt, sich im Abteil bequem zu machen ;-)
Das zu bestimmten Zeiten Züge nicht leer sind, liegt in der Natur der Sache als Massenbeförderungsmittel.
Richtig. Die Frage ist, wie man damit umgeht. Es ist halt nicht unbedingt die Alleinlösung, mehr Plätze in die gleiche Menge an Wagen zu stopfen, nur damit formal jeder einen Sitzplatz bekommen kann.
Wie gesagt: das Problem habe ich im IC2 nur bedingt, aber das ist auch eine extrem subjektive Sache.
Und die Marginalität des Preisunterschiedes - nun die hab ich bei meinen Preisfindungsphasen nicht gehabt. Für 2 Personen zwischen Dortmund und Freiburg hätte ich 1. Klasse ICE fast 90€ mehr bezahlt.
Gleiches galt für Dortmund - Lüttich auch fast 80€ mehr für die 1. Klasse und da war noch ein Stück NV drin.
Dann buchst du entweder nicht früh genug oder du buchst die falschen Strecken ;-)
Als Tipp sei gesagt: soweit es möglich ist, schalte "schnelle Verbindungen bevorzugen" aus, das wirkt manchmal Wunder bei vielleicht 30 Minuten längerer Reisezeit.
Buchungszeitraum
Quasar, Montag, 05.06.2017, 21:01 (vor 3227 Tagen) @ ALR997
bearbeitet von Quasar, Montag, 05.06.2017, 21:05
Dann buchst du entweder nicht früh genug oder du buchst die falschen Strecken ;-)
Als Tipp sei gesagt: soweit es möglich ist, schalte "schnelle Verbindungen bevorzugen" aus, das wirkt manchmal Wunder bei vielleicht 30 Minuten längerer Reisezeit.
Für eine Fahrt im September hab ich die damals noch 92 Tage Buchungsfrist genutzt. Nur bin ich kein Freund von Stückelstrecken und mit Gepäck für 2 Wochen Wanderurlaub im Schwarzwald fahr ich nicht erst von Dortmund nach Rheine weiter nach Hannover und über Aschersleben nach Freiburg oder in 5 verschieden RE - um es mal überspitzt zu formulieren.
5 Stunden im EC (was es dann geworden ist) sind für mich vollkommen ausreichend. Da muss ich nicht noch eine Deutschlandrundfahrt anschließen. Der ICE Dortmund - Freiburg wäre bei gleicher Abfahrt eine Stunde schneller gewesen.
Das ist das doofe an Bruttoverträgen
Höllentalbahn, Montag, 05.06.2017, 14:00 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
Vor Bremen meldet sich fröhlich die Schaffnerin, "alle vorgesehenen Anschlußzüge werden erreicht". Dabei sitzt sie gemütlich beim Lokführer im Steuerwagen - ja, liebe Schaffner, es ist halt blöd, wenn sich während der Durchsage der Hupton der Wachsamkeitstaste meldet...
Ich weiß nicht wie es dort mit der Einnahmeaufteilung aussieht, aber seitdem wir in BW die Übergangsverträge (Brutto statt Netto) haben sind die Schaffner hier auch deutlich fauler geworden und verkrümeln sich die ganze Fahrt über im Steuerwagen oder kontrollieren einfach gar keine Fahrkarten.
Auch sitzen sie teilweise einfach die ganze Zeit im Dienstabteil und beschäftigen sich mit ihrem Handy, ich denke wenn das EVU die Einnahmen bekommt werden die Schaffner eben auch von oben „motiviert" (wie auch immer).
Wobei das nicht pauschal gegen alle Mitarbeiter dort gehen soll, gibt auch viele die auch weiterhin ihren Job sehr gut machen.
Die paar „Faulenzer" trüben nunmal das Gesamtbild.
Kommt auf den Vertrag an...
JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 06.06.2017, 11:58 (vor 3226 Tagen) @ Höllentalbahn
bearbeitet von JeDi, Dienstag, 06.06.2017, 11:58
Vor Bremen meldet sich fröhlich die Schaffnerin, "alle vorgesehenen Anschlußzüge werden erreicht". Dabei sitzt sie gemütlich beim Lokführer im Steuerwagen - ja, liebe Schaffner, es ist halt blöd, wenn sich während der Durchsage der Hupton der Wachsamkeitstaste meldet...
Ich weiß nicht wie es dort mit der Einnahmeaufteilung aussieht, aber seitdem wir in BW die Übergangsverträge (Brutto statt Netto) haben sind die Schaffner hier auch deutlich fauler geworden und verkrümeln sich die ganze Fahrt über im Steuerwagen oder kontrollieren einfach gar keine Fahrkarten.
Auch sitzen sie teilweise einfach die ganze Zeit im Dienstabteil und beschäftigen sich mit ihrem Handy, ich denke wenn das EVU die Einnahmen bekommt werden die Schaffner eben auch von oben „motiviert" (wie auch immer).
Wobei das nicht pauschal gegen alle Mitarbeiter dort gehen soll, gibt auch viele die auch weiterhin ihren Job sehr gut machen.
Die paar „Faulenzer" trüben nunmal das Gesamtbild.
Ich fahr da ja nicht mehr oft mit, hab aber das Gefühl, dass es eher besser geworden ist (früher wurde halt nach Abfahrt TS einmal durchgegangen und dann war gut, heute sieht man das Zub doch öfter mal). Üblicherweise steht in Bruttoverträgen auch drin, dass ein Zub, der sich nicht im Fahrgastraum aufhält, als nicht vorhanden gilt.
--
Weg mit dem 4744!
Warum man Bahnfahren in Deutschland vermeiden sollte.
Lumi25, Montag, 05.06.2017, 14:38 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
Bei der DB gilt sofern ich weiß erst ab +6 Minuten ein Zug als verspätet. Das heißt bis 5:59 ist der Zug pünktlich.
Ich hab's auch aufgegeben...
railan, Augsburg, Montag, 05.06.2017, 15:08 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von railan, Montag, 05.06.2017, 15:11
Ich habe das Bahn fahren aus verschiedenen Gründen - die hier auch schon genannt wurden - schon vor ca. 3 Jahren aufgegeben. Deshalb bin ich auch hier praktisch nicht mehr präsent.
Wenn ich spradisch doch mal fahre, geht in 3/4 aller Fahrten irgend was daneben.
Wir (meine Frau und ich) sind früher für ca. 3.500€ p.a. mit der Bahn gefahren. Jetzt bekommt das Geld halt die Autoindustrie.
Grüße Rainer
Ich hab's auch aufgegeben...
ICE2020, Montag, 05.06.2017, 16:00 (vor 3227 Tagen) @ railan
Ich bin seit Anfang des Jahres im Schnitt 4x die Woche im Fernverkehr, meistens auf Strecken mit Fahrtzeiten von mehr als vier Stunden. Ein einziges Mal hatte ich am Ziel mehr als 120 Minuten, ich glaube 3 Mal waren es mehr als 60 Minuten. Eine gute Bilanz, wie ich finde, denn so viel Ärger hätte ich mit Sicherheit auch mit Staus gehabt, wenn ich das Auto genommen hätte. Dann hätte ich im Ergebnis jedoch genau 0 anders nutzbare Minuten gehabt, die ich bei der Bahn so anders nutzen konnte – sei es zum Schlafen, Lesen, Musikhören oder Arbeiten. So sieht die individuelle Bilanz eben ganz verschieden aus, aber man sollte sich immer daran erinnern, dass es kein Verkehrsmittel oder -system gibt, bei dem man mit hundertprozentig Pünktlichkeit rechnen kann.
Würde ich natürlich bei jedem falsch gereihten Zug, ausverkauftem Bordbistro oder Ersatzzug sagen "etwas ist schief gegangen", dann sähe die Bilanz schlechter aus. Aber das sind für mich ärgerliche Erscheinungen, aber im Ergebnis nichts, was mich dazu bewegen, mich Woche für Woche Stunde um Stunde hinters Steuer zu quetschen.
Ich hab's auch aufgegeben...
J-C, In meiner Welt, Montag, 05.06.2017, 16:30 (vor 3227 Tagen) @ ICE2020
Andere schon. Da kann wochenlang alles glatt laufen, man erreicht seine Anschlüsse und so weiter.
Aber wehe, wenn es mal eine Verzögerung gibt, dann heißt es "Jo die Bahn kriegt nichts hin, ich fahr lieber mit dem Auto".
Aber sollen sie es doch tun, so habe ich es noch geräumiger :-D
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Ich hab's auch aufgegeben...
railan, Augsburg, Dienstag, 06.06.2017, 08:17 (vor 3226 Tagen) @ ICE2020
Mir tun alle aufrichtig leid, die mit der Bahn fahren müssen. Fernzugfahrer und noch mehr die Pendler.
Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich es nicht muss und auch nirgendwo stundenlang im Stau stehe. Sonst müsste man das "geringere Übel" neu abwägen.
Brauch kein Mitleid.
J-C, In meiner Welt, Dienstag, 06.06.2017, 11:46 (vor 3226 Tagen) @ railan
Ich fahr jede Woche zwischen Österreich und Tschechien und außerhalb des Sobieskis, der von der PKP offenbar eher vernachlässigt wird, läuft's auch nahezu reibungslos.
Also ich brauch kein Mitleid, die meisten ebenso wenig. Ich find's eher cool. Früher pendelte ich mit der Hamburger S-Bahn 20 Minuten und heutzutage pendel ich jede Woche im Fernverkehr ^^
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Vielleicht schlechte Reiseplanung, gibt ja auch Direktzüge
Quasar, Montag, 05.06.2017, 15:45 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
- kein Text -
Jedoch nicht von Bremerhaven nach Osnabrück
Reservierungszettel, KDU, Montag, 05.06.2017, 16:47 (vor 3227 Tagen) @ Quasar
bearbeitet von Reservierungszettel, Montag, 05.06.2017, 16:47
- kein Text -
Aber nur zweistündlich. Warum warten?
Blaschke, Montag, 05.06.2017, 21:36 (vor 3227 Tagen) @ Quasar
Tach.
Dann warte ich demnächst SINNFREI ne Stunde. Und dann ist mit dem Zug auch was ...
Logisch denkende Grüße von
jörg
Aber nur zweistündlich. Warum warten?
JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 05.06.2017, 21:41 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
Dann warte ich demnächst SINNFREI ne Stunde. Und dann ist mit dem Zug auch was ...
Freu dich doch über 25% Entschädigung.
--
Weg mit dem 4744!
Warum man Bahnfahren in Deutschland vermeiden sollte.
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 05.06.2017, 17:32 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
Vor Bremen meldet sich fröhlich die Schaffnerin, "alle vorgesehenen Anschlußzüge werden erreicht". Dabei sitzt sie gemütlich beim Lokführer im Steuerwagen - ja, liebe Schaffner, es ist halt blöd, wenn sich während der Durchsage der Hupton der Wachsamkeitstaste meldet...
Einer der Gründe, warum ich Blechelsen sehr zu schätzen weiss. Weder störende Arbeitsgeräusche von Stellwerken oder Führerständen, noch unverständliches Genuschel ggf. noch mit schlimmsten Dialekten.
Ankunft in Bremen dann mit satten 8 Min Verspätung. So ist der RE nach Osnabrück natürlich weg. Der muss ja zwingend pünktlich fahren. Auch wenn er unterwegs bei bis zu 5 Min Verspätung niemandem in die Quere kommt und in Osnabrück und unterwegs sowieso keine Anschlüsse bestehen und die Wende in Osnabrück zu schaffen wäre.
Sicher? Kennst Du die Wartezeitvorschrift? Es gibt auch Züge, die grundsätzlich 0 Minuten warten dürfen. Evtl. ist doch irgendwo ein Fahrstrassenausschluss mit FV-Zügen bei +5?
Ansonsten hilft es evtl. vorsorglich Anschlusswünsche beim ZuB auch ungefragt zu äussern.
Weiters stellt sich die Frage der Sinnhaftigkeit von den viel zu kurzen Umstiegszeiten. Wenn bei +8 bereits Anschlüsse verloren gehen, bedeutet das, Du hast dich auf Papieranschlüsse verlassen. Daher die Empfehlung an alle, grundsätzlich die Umstigszeit auf mindestens 10 Minuten zu setzen. Alles kürzer und nicht Bahnsteiggleich, braucht man gar nicht erst versuchen zu erreichen. Das sowas überhaupt als "Anschlüsse" geplant und veröffentlicht werden darf, ist bereits eine Störung.
Wieder eine Fahrt mehr, die nicht störungsfrei klappt; mittlerweile gibt es ja kaum noch eine Fahrt, die PERFEKT ffunktioniert. Das Bahnwesen Deutschlands sollte eine Wettbörse einrichten, wo der Kunde vor Antritt der Fahrt wetten kann, wie weit er störungsfrei kommen wird.
Der Fahrgast hier wendet sich jedenfalls MIT GUTEM GEWISSEN immer weiter ab von der Bahn und benutzt diese aufgrund der STÄNDIGEN Unzulänglichkeiten immer seltener. Wenn's nicht mal Feiertagsmittags auf abgelegenen Strecken über 200 km klappt ..
Also New Jersey steht Deutschland in dem Punkt nichts nach. In beiden Fällen ist einmal die sträfliche Vernachlässigung der Infrastruktur über Jahrzehnte einer der Hauptgründe für die Störungsanfälligkeiten.
In DE war zudem der "Komfort" in modernen Zügen für mich nicht mehr hinnehmbar, sodass Verbindungen aufwändig nach Fahrzeugen gewählt und NV-Verbindungen z.T. auf die Strasse verlegt werden mussten.
Immerhin ist das hier nun kein Problem mehr, weil es auf meinen Strecken nur drei Zugtypen gibt, die alle bequem sind.
--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 05.06.2017, 17:38 (vor 3227 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von Alibizugpaar, Montag, 05.06.2017, 17:40
"Daher die Empfehlung an alle, grundsätzlich die Umstigszeit auf mindestens 10 Minuten zu setzen."
Das dicke Ding ist ja, daß die offizielle Bahn auf die Reiseauskunft mit den ausgespuckten Verbindungen mit all ihren feinen Anschlussverbindungen verweisen und behaupten kann "Schauen sie doch mal, wie schön und schnell man mit der Bahn im Vergleich zum Pkw oder Fernbus voran kommt". Wenn man dann aber die Regel mit selbst auferlegten Mindestumsteigezeiten von 10, 15 oder gar 20 Minuten befolgt, dann schnürt sich das Paket schon ganz anders. Da erreicht man sein Ziel mit zunehmender Entfernung erst Stunden später.
Gruß
Olaf
Warum man Bahnfahren in Deutschland vermeiden sollte.
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 05.06.2017, 17:54 (vor 3227 Tagen) @ Alibizugpaar
"Daher die Empfehlung an alle, grundsätzlich die Umstigszeit auf mindestens 10 Minuten zu setzen."
Das dicke Ding ist ja, daß die offizielle Bahn auf die Reiseauskunft mit den ausgespuckten Verbindungen mit all ihren feinen Anschlussverbindungen verweisen und behaupten kann "Schauen sie doch mal, wie schön und schnell man mit der Bahn im Vergleich zum Pkw oder Fernbus voran kommt". Wenn man dann aber die Regel mit selbst auferlegten Mindestumsteigezeiten von 10, 15 oder gar 20 Minuten befolgt, dann schnürt sich das Paket schon ganz anders. Da erreicht man sein Ziel mit zunehmender Entfernung erst Stunden später.
Ja, aber das liegt daran, dass die Anschlüsse generell zu knapp bemessen sind. Oft hat man nur die Wahl zw. 5 und 65 Minuten.
Das sollte auf 10-20 Minuten gesetzt werden. Die Systemknoten mit allen Zügen gleichzeitig nebeneinander in Bf und Umstiege durch Unter-/Überführungen sind einfach Unsinn.
Züge einzeln hintereinander, aussteigen und am selben Gleis bzw. Bahnsteig in den nächsten oder übernächsten Zug wieder einsteigen, wäre deutlich zuverlässiger. Drei mal 10 Minuten lägere Umstiegszeit ist immernoch viel schneller, als einmal 55 Minuten längere Umstiegszeit.
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worfie, Montag, 05.06.2017, 18:17 (vor 3227 Tagen) @ 218 466-1
Weiters stellt sich die Frage der Sinnhaftigkeit von den viel zu kurzen Umstiegszeiten. Wenn bei +8 bereits Anschlüsse verloren gehen, bedeutet das, Du hast dich auf Papieranschlüsse verlassen. Daher die Empfehlung an alle, grundsätzlich die Umstigszeit auf mindestens 10 Minuten zu setzen. Alles kürzer und nicht Bahnsteiggleich, braucht man gar nicht erst versuchen zu erreichen. Das sowas überhaupt als "Anschlüsse" geplant und veröffentlicht werden darf, ist bereits eine Störung.
Sorry, aber da muss ich Einspruch erheben.
Klar kann man seine persönliche Umstiegszeit höher ansetzen. Im Straßenverkehr, dessen Verkehrsraum nicht reglementiert ist, ist es auch völlig sinnvoll, aber bei der Eisenbahn hat man doch damit weder etwas am Problem noch an der Ursache geändert. Der Vorteil am System Eisenbahn ist nun einmal, dass *jede* Zugfahrt irgendwo geplant ist und man weiß, wo welcher Zug zu sein hat. Da halte ich es für völlig legitim, dass ein Kunde erwarten kann, dass er den Anschluss bekommt, der ihm vom EVU zugesichert wurde. Hierzulande kriege ich Verbindungen angezeigt mit Umstiegszeiten von 2-3 Minuten oder von 10 Minuten inkl. Bahnhofswechsel. Trotzdem kommt es nur selten vor, dass man ein Anschluss platzt. Das *mal* etwas schiefgehen kann, ist auch selbstverständlich und gerade wenn die Einflüsse irgendwo außerhalb liegen auch verzeihlich. Aber wenn ich mich an meine Hamburger Zeit zurückerinnere, kann ich nur sagen, dass schon an den Anzeigetafeln auf dem Bahnsteig bei FV-Zügen Richtung Süden und Osten eigentlich nie die Abfahrtszeit angezeigt wurde, sondern sich die Zeitangabe dort auf eine ungefähre Schätzung bezog, wann der Zug vielleicht ankommen könnte, nachdem er den beschwerlichen und langen Weg von Altona bis zum Hbf gemeistert hat. Genauso oft habe ich es mitbekommen, dass die Bahn(en) in Deutschland Phantasiefahrkarten verkaufen für Züge, die gar nicht existieren, weil sie inzwischen wohl Bauarbeiten nicht einmal ein bis zwei Monate im Voraus planen können.
Natürlich mag es viele (Pendler-)Verbindungen geben, die so gut wie jeden Tag problemlos funktionieren, aber ebenso viele Dinge, die einfach grandios in die Hose gehen. (Sprech mal mit Marschbahn-Pendlern darüber, die werden sich freuen ;))
Wenn man nun einfach als Lösungsvorschlag sagt "bau halt 10 Minuten mehr Umstiegszeit ein", bist wirst du irgendwann mal bei "bau lieber 20 Minuten mehr ein" oder "lieber 30 Minuten" mehr sein, wenn man die Infrastruktur und Dienstleistungsqualität weiter so wegspart. Und auch die "10 Minuten mehr Umstiegszeit" können in einem Land wie Deutschland, wo viele Verbindungen nur alle 60 Minuten oder teils auch seltener angeboten werden, schon ein gewaltiges Argument sein.
(OT) die mag ich auch ...
Blaschke, Montag, 05.06.2017, 21:33 (vor 3227 Tagen) @ 218 466-1
Vor Bremen meldet sich fröhlich die Schaffnerin, "alle vorgesehenen Anschlußzüge werden erreicht". Dabei sitzt sie gemütlich beim Lokführer im Steuerwagen - ja, liebe Schaffner, es ist halt blöd, wenn sich während der Durchsage der Hupton der Wachsamkeitstaste meldet...
Einer der Gründe, warum ich Blechelsen sehr zu schätzen weiss. Weder störende Arbeitsgeräusche von Stellwerken oder Führerständen, noch unverständliches Genuschel ggf. noch mit schlimmsten Dialekten.
Richtig!!!!
Schöne Grüße von
jörg
(OT) die mag ich auch ...
J-C, In meiner Welt, Dienstag, 06.06.2017, 08:36 (vor 3226 Tagen) @ Blaschke
Hier eine Hörprobe von der digitalisierten Stimme
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Alternativen?
ktmb, Montag, 05.06.2017, 17:54 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von ktmb, Montag, 05.06.2017, 17:55
Das Auto scheidet aus. Das Fahrrad dürfte auch ausscheiden. Jenseits der Deutschen Bahn kann ich für mich wirklich keine Alternative entdecken. Bisher klappt es recht gut. Manchmal gibt es eben Probleme.
Alternativen.
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 05.06.2017, 18:01 (vor 3227 Tagen) @ ktmb
- https://meinfernbus.de/en?wt_mc=paid.de.MeinFernbus.sea.google.8367317757.302869139_215...
- https://www.audiusa.com/
- https://www.giant-bicycles.com/us/
*SCNR*
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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Alternativen.
J-C, In meiner Welt, Montag, 05.06.2017, 18:15 (vor 3227 Tagen) @ 218 466-1
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Audi ist keine Alternative.
ktmb, Montag, 05.06.2017, 18:23 (vor 3227 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von ktmb, Montag, 05.06.2017, 18:25
Ein Auto fällt aus, weil ich keinen Führerschein habe und gern mit der Bahn fahre. Da würde ich mir in einem Automobil sehr einsam vorkommen.
Mein Fahrrad reicht für den Weg ins Büro und evtl. auch mal weiter in die Umgebung zur Erholung. Der Fernbus ist auch keine Alternative.
Audi ist keine Alternative.
J-C, In meiner Welt, Montag, 05.06.2017, 18:27 (vor 3227 Tagen) @ ktmb
Ich denke, man sollte sich vielleicht doch einen Führerschein zulegen. Kann irgendwann sein, dass man irgendwo ist, wo die Verbindung grottisch ist oder gleich gar nicht existiert und man aus irgendwelchen Gründen man trotzdem hin muss, da ist es nicht falsch, einen Führerschein zu haben, dann kann man sich zur Not ein Auto mieten oder ein Carsharing nutzen.
Aber für mich ist das Auto ansonsten keine Option, für dich offenbar auch nicht - auch nicht von Audi.
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Führerschein ist keine Alternative.
ktmb, Montag, 05.06.2017, 18:36 (vor 3227 Tagen) @ J-C
Ich bin nicht bereit, in ein System zu investieren, das ich nicht nutze. Ich hoffe ja noch auf die selbstfahrenden Automobile von Tesla.
Da braucht man dann keinen Führerschein mehr. Das wird aber noch gute zehn Jahre dauern. Und selbst dann ist es eine unheimliche Material- und Energieverschwendung, für jeden Menschen auf dieser Erde eine fahrbare Kiste zu bauen, die nach zehn Jahren wieder entsorgt wird. Dann doch lieber im vollen Großraum durch die Gegend fahren.
Führerschein ist keine Alternative.
J-C, In meiner Welt, Montag, 05.06.2017, 19:51 (vor 3227 Tagen) @ ktmb
Ich bin nicht bereit, in ein System zu investieren, das ich nicht nutze. Ich hoffe ja noch auf die selbstfahrenden Automobile von Tesla.
Kannst lange hoffen und ich wiederum habe nicht so viel Vertrauen in die Technik, dass ich mich einfach so in ein führerloses Auto setzen würde, ohne im Notfall entsprechend eingreifen zu können.
Plus, ich bin mal ehrlich, ich bin so deutsch, dass ich schon gerne selber am Steuer sitzen würde, wenn ich das Auto fahre ;-)
Denn die wenigen Male, wo ich ein Auto brauchen würde, wird es eher nicht im stressigen Berufsverkehr sein und auch nicht sonst zu Zeiten und Orten, wo es mir zu stressig werden könnte. ;-)
Da braucht man dann keinen Führerschein mehr. Das wird aber noch gute zehn Jahre dauern. Und selbst dann ist es eine unheimliche Material- und Energieverschwendung, für jeden Menschen auf dieser Erde eine fahrbare Kiste zu bauen, die nach zehn Jahren wieder entsorgt wird. Dann doch lieber im vollen Großraum durch die Gegend fahren.
Es ist zumindest weniger Verschwendung, wenn das selbe Auto von vielen Leuten zu unterschiedlichen Zeiten genutzt wird.
Für mich ist ein eigenes Auto zu kaufen keine Alternative. Bloß, wenn ich den Familienwagen erbe, wird's kritisch ^^
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Führerschein ist so ne Sache
462 001, Taunus, Montag, 05.06.2017, 19:57 (vor 3227 Tagen) @ J-C
Ich denke, man sollte sich vielleicht doch einen Führerschein zulegen.
Es gibt aber genug Leute, die aus Gesundheitlichen oder Rechtlichen Gründen keinen FS machen dürfen/können. Was ist mit denen?
Kann irgendwann sein, dass man irgendwo ist, wo die Verbindung grottisch ist oder gleich gar nicht existiert und man aus irgendwelchen Gründen man trotzdem hin muss, da ist es nicht falsch, einen Führerschein zu haben, dann kann man sich zur Not ein Auto mieten oder ein Carsharing nutzen.
Aber für mich ist das Auto ansonsten keine Option, für dich offenbar auch nicht - auch nicht von Audi.
Für mich ist ein Automobil auch keine Option.
Gruß vom ebenso Führerscheinlosen
ICE1223
--
Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717
Stand: 20.02.2026
Führerschein ist so ne Sache
J-C, In meiner Welt, Montag, 05.06.2017, 20:12 (vor 3227 Tagen) @ 462 001
Ich denke, man sollte sich vielleicht doch einen Führerschein zulegen.
Es gibt aber genug Leute, die aus Gesundheitlichen oder Rechtlichen Gründen keinen FS machen dürfen/können. Was ist mit denen?
Die müssen sowas nicht machen. Es ist halt besser im Ende, würde ich spontan sagen, einen Führerschein zu haben. Ist aber eben keine Pflicht.
Kann irgendwann sein, dass man irgendwo ist, wo die Verbindung grottisch ist oder gleich gar nicht existiert und man aus irgendwelchen Gründen man trotzdem hin muss, da ist es nicht falsch, einen Führerschein zu haben, dann kann man sich zur Not ein Auto mieten oder ein Carsharing nutzen.
Aber für mich ist das Auto ansonsten keine Option, für dich offenbar auch nicht - auch nicht von Audi.
Für mich ist ein Automobil auch keine Option.
Für den täglichen Gebrauch auch nicht für mich.
Gruß vom ebenso Führerscheinlosen
ICE1223
Gruß vom Jan-Christian,
der sich wohl im Sommer noch einen Führerschein antun will. Just for fun.
--
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Führerschein ist so ne Sache
RhBDirk, Montag, 05.06.2017, 20:17 (vor 3227 Tagen) @ J-C
Ich denke, man sollte sich vielleicht doch einen Führerschein zulegen.
Es gibt aber genug Leute, die aus Gesundheitlichen oder Rechtlichen Gründen keinen FS machen dürfen/können. Was ist mit denen?
Die müssen sowas nicht machen. Es ist halt besser im Ende, würde ich spontan sagen, einen Führerschein zu haben. Ist aber eben keine Pflicht.
Müssen muss ohnehin keiner. Aber es soll Leute geben, die dürfen keinen Führerschein machen.
Du hast die ursprüngliche Aussage nicht verstanden, oder?
Es gibt auch Leute, die keinen Führerschein machen dürfen, aufgrund irgendwelcher gesundheitlichen Einschränkungen.
Führerschein ist so ne Sache
J-C, In meiner Welt, Montag, 05.06.2017, 20:36 (vor 3227 Tagen) @ RhBDirk
bearbeitet von J-C, Montag, 05.06.2017, 20:37
Ich erkenne gar nicht mal das Problem. Es geht mir darum, dass es von Vorteil sein könnte, einen Führerschein zu haben. Ich rede da noch nichteinmal von einem eigenen Auto...
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Warum man Bahnfahren in Deutschland vermeiden sollte.
2315Deichgraf, Montag, 05.06.2017, 19:55 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
Nun lässt sich dazu noch ergänzen, dass das Bahnfahren nach/von Bremerhaven nie wirklich entspannt ist, was meiner Meinung nach vor allem daran liegt, dass RE und NWB fast zeitgleich fahren (z.B ab Bhv um 28 und 42) und sich so auch immer wieder in die Quere kommen. Ganz zu schweigen von der nicht (mehr) vorhandenen FV-Anbindung.
Wenn nicht dort, wo sonst?
Hustensaft, Montag, 05.06.2017, 20:40 (vor 3227 Tagen) @ 2315Deichgraf
Nun lässt sich dazu noch ergänzen, dass das Bahnfahren nach/von Bremerhaven nie wirklich entspannt ist, was meiner Meinung nach vor allem daran liegt, dass RE und NWB fast zeitgleich fahren (z.B ab Bhv um 28 und 42) und sich so auch immer wieder in die Quere kommen. Ganz zu schweigen von der nicht (mehr) vorhandenen FV-Anbindung.
Ganz ehrlich: Wenn nicht auf dieser Strecke, wo sonst soll die Bahn denn pünktlich fahren. Zweigleisig, eben gerade kein "störender" Fernverkehr und selbst im Gleisvorfeld Bremen aufgrund der Gleislage nur wenig Trassenkonfliktpotenzial - aber die Strecke Bremerhaven - Bremen ist tatsächlich als "unzuverlässig" bekannt, über die Gründe könnte man trefflich spekulieren ...
Wenn nicht dort, wo sonst?
2315Deichgraf, Montag, 05.06.2017, 20:47 (vor 3227 Tagen) @ Hustensaft
Würde spontan mal auf den Güterverkehr tippen.
Gruß
Deichgraf
Warum man Bahnfahren in Deutschland vermeiden sollte.
JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 05.06.2017, 21:13 (vor 3227 Tagen) @ 2315Deichgraf
Nun lässt sich dazu noch ergänzen, dass das Bahnfahren nach/von Bremerhaven nie wirklich entspannt ist, was meiner Meinung nach vor allem daran liegt, dass RE und NWB fast zeitgleich fahren (z.B ab Bhv um 28 und 42) und sich so auch immer wieder in die Quere kommen. Ganz zu schweigen von der nicht (mehr) vorhandenen FV-Anbindung.
35 zu 47 Minuten empfinde ich jetzt nicht wirklich als zeitgleich. In der Ankunft Bremen Hbf sind die Züge relativ schön auf Lücke gelegt (Ankünfte :03 und :30), was - da die Züge eben nicht zeitgleich fahren - zu der Viertelstunde Abstand in Bremerhaven führt. Würden sie zeitgleich fahren (also z.B. der RE auch 47 Minuten brauchen) würde sich das natürlich bis Bremerhaven durchziehen.
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Weg mit dem 4744!
Ich bin momentan ganz zufrieden...aber das Schrankenballett
Freifahrtensammler, Montag, 05.06.2017, 23:17 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von Freifahrtensammler, Montag, 05.06.2017, 23:21
Tachchen.
Nabend! Oder besser: Moin!
Der Fahrgast hier wendet sich jedenfalls MIT GUTEM GEWISSEN immer weiter ab von der Bahn und benutzt diese aufgrund der STÄNDIGEN Unzulänglichkeiten immer seltener. Wenn's nicht mal Feiertagsmittags auf abgelegenen Strecken über 200 km klappt ..
Ich nutze die DB überwiegend für Freizeit-, bzw. Familienfahrten und kann derzeit nicht meckern. Stammstrecke ist die Verbindung von Braunschweig bzw. Hannover nach Ostfriesland. Der IC2 Braunschweig-Emden/Norddeich hat planmäßig mehr ca. 25 Minuten Aufenthalt auf der Fahrt (Hannover und Oldenburg(Oldb)). Auch wenn ich mit dem RE (zum Niedersachsentarif) ab Hannover fahre und die Verbindung RE8 und IC/RE mit Umstieg in Bremen Hbf nutze kommt es sehr selten zu großen Verspätungen. Einzige Einschränkung: die Verbindung mit ICE Bremen <-> Hannover nutze ich ungern. Ist oft voll und Verspätungen können einen in Bremen auch schon mal rennen lassen. Oder um es negativ auszudrücken: Ich bin ich schon soweit durch die DB konditioniert, dass ich 9-minütige Übergänge in Bremen Hbf meide...
Alternative wäre das Auto. Derzeit wird allerdings auf der A1 zwischen dem Dreieck Stuhr und Brinkum die Fahrbahn erneuert...Staugefahr! Und wenn ich sogar bis Emden fahre, ist bis 2020 (!) auf der A31 zwischen Neermoor und Riepe noch Anbau von Standstreifen auf der A31 zwischen Neermoor und Riepe mit 60 km/h über 10 km lang im Weg. Da sitze ich doch lieber im IC2. Mittlerweile schmeckt mir sogar der Kaffee an Bord und das Wanken hält sich in Grenzen. Wenn man flexibel ist und beispielsweise den Montag (bzw. an Pfingsten Dienstag) Überstunden abbummeln kann, gibt es sogar kurzfristig noch günstige IC-Tickets. Beispiel: IC2 morgen 18:41 ab Leer -> Braunschweig an 22:08: 21,75 € 2.Kl. mit BC50 oder BC25.
Ist eben der Vorteil wenn auf der Strecke planmäßig genügend Reserven eingeplant sind. Gleichzeitig natürlich auch ein Nachteil: langer Aufenthalt an Zwischenbahnhöfen.
Eine Anekdote habe ich aber noch zum Thema nervige und unerklärliche Verspätungen:
Ich nutze in Leer - wenn es zeitlich passt - immer einen Regionalbus als Anschluss. Nun kommt es vor, dass ich mit sieben Minuten exakt die Mindestumsteigezeit am Leeraner Bahnhof (jetzt übrigens barrierefrei!) zur Verfügung habe. Ok, schafft man als sportlicher Mann *hust* auch in 2-3 Minuten. Auf der eingleisigen Strecke OL<->Leer begegnen sich die RE(IC) in Augustfehn. Der IC aus Leer kommt um .54 an, der aus OL um .58. Es kommt - wie gesagt - nicht oft vor, aber wenn der Gegenzug Verspätung hat, und man im Zug nach Leer sitzt, wird es mit dem Umstieg in den Bus eng. Ich präsentiere:
Das Augustfehner Schrankenballett.
Augustfehn (Link zu Openstreetmap):
.58 Zug aus Oldenburg fährt pünktlich auf Gleis 2 ein.
.00 Schranken an der Mühlenstraße schließen sich.
.01 Zug aus Leer fährt verspätet auf Gleis 1 ein.
.01 Schranken an der Mühlenstraße öffnen sich.
.02 Zug aus Leer fährt auf Gleis 1 ab.
.04 Schranken an der Mühlenstraße schließen sich.
.05 Zug aus Oldenburg fährt mit sieben Minuten Verspätung los.
.06 Schranken an der Mühlenstraße öffnen sich wieder (mindestens für die nächsten 10-15 Minuten, denn bis Leer kam uns kein weiterer Zug entgegen und selbst ein Güterzug hinter uns, hätte in WST-Ocholt den Gegenzug aus Leer abwarten müssen.)
Vielleicht kann man sich vorstellen, dass ich einigermaßen sauer auf den "Schrankenwärter" war ;-). Ok. Die Mühlenstraße ist ne Landesstraße, aber die Zugfolge auf der Strecke ist jetzt nicht sooo dicht - selbst wenn man die Güterzüge berücksichtigt. Und im Zug nach Leer sitzen sicher ein paar Menschen mehr, als in den 5-6 Autos an diesem Samstag vormittag. Einzige mögliche Erklärung für mich: Da die Mühlenstraße kurvig ist, möchte man den Stau vor der Schranke nicht zu lang werden lassen....
Im konkreten Fall bin ich in Leer am Bahnhof innerhalb einer Minute mit Trumpschen-Ellbogen (Montenegro hier komme ich!) zum Bus gerannt. Dieser fuhr gerade an. Doch der Fahrer hatte Erbarmen, öffnete mit einem freundlichen "Moooin!" die Tür und ließ mich noch rein. Manchmal liebe ich diese ostfriesische Gemütlichkeit dann doch! Als Belohnung habe ich mir bei ihm ein "5er-Ticket" gekauft und für Umsatz gesorgt ;-).
Hoffnungslose Grüße vonjörg
Es locker nehmend und zurückgrüßend
J.
Aber aber, die DB hat Argumente für's Bahnfahren!
J-C, In meiner Welt, Montag, 05.06.2017, 23:56 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von J-C, Montag, 05.06.2017, 23:57
Hab grade solche Videos entdeckt:
https://www.youtube.com/watch?v=pMzuj-eQBmg
https://www.youtube.com/watch?v=kY8ja1C5CoM
https://www.youtube.com/watch?v=dUzIBIMN0fQ
https://www.youtube.com/watch?v=dtUFHsOshuQ
Also bevor man sagt, es gäbe keine Argumente für's Bahnfahren :-P
https://www.youtube.com/watch?v=BzMCqows8E8
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Warum man Bahnfahren in Deutschland sogar empfehlen kann
Radler97, Hannover, Dienstag, 06.06.2017, 00:30 (vor 3227 Tagen) @ Blaschke
Ja klar läuft's manchmal scheisse. Aber stell Dir mal vor (italienischer Akzent): "Ick habe gar keine Auto".
Zurück von der Polemik. Ne einen habe ich noch: Von Hannover nach Bremerhaven bin ich auch schon mit dem Fahrrad gefahren. Ok war eigentlich von Minden, da ich an der Weser fahren wollte und hat zwei Tage gedauert.
Aber was ich eigentlich sagen wollte: Ja ich glaube ich wohne Bahntechnisch wirklich privilegiert in Hannover: Nach Süden zwei mal die Stunde eine Verbindung und schnell auf lange Strecken und Hamburg keine Frage und weiter geht auch (Kopenhagen, Stockholm,...).
Ich habe jetzt eine Freundin in Limburg und fahre da bequem in 3h hin und obwohl sie ein Auto hat, kommt sie auch mit dem Zug. Freitag abends her und Sonntags zurück.
Bis jetzt ist sie trotzdem noch überzeugt, auch wenn sie vor kurzem mal schon Sonntagvormittags zum Geburtstagsessen in der Verwandtschaft über Köln heimfahren wollte. Wegen Verspätung hatte sie dann den Anschluss in Essen verpasst und konnte zum ersten Mal 2h eine Lounge ausprobieren. Das mit dem Essen (nicht in Essen) war dann nix mehr und sie fährt trotzdem weiter noch Bahn und auch trotz der Kosten. Diese Wochenende werden wir wahrscheinlich mal nach Bad Oeynhausen fahren und ihr eine BC 50 kaufen ;-)
Früher bin ich auch als meine Kinder noch ganz klein waren ab und an mit dem Mietwagen zur Family nach Stuttgart (Ludwigsburg) gefahren. Aber auf so Strecken habe ich gar keinen Bock mehr, sitze lieber im Zug höre Musik schaue aus dem Fenster, lese, Esse, gehe aufs Klo wann ich will, wenn sie nicht defekt sind.
Das was mich mehr nervt ist eher der Nahverkehr. Also in den Harz zum Wandern fahre ich selber immer mit dem Zug, was auch ganz praktisch ist, da ich wenig schöne Rundstrecken kenne. Ok der Nachteil, tief in den Harz kommt man mit Öffis nur langsam. Aber wirklich nervig sind dann die nahen Sachen wie z.B. am Mittwoch möchte ich nach Burgdorf und für die knapp 30km bräuchte man dann min 1h Stunde mit Strassenbahn, S-Bahn und Bus. Am liebsten würde ich da mit dem Fahrrad fahren, das ist mir dann aber doch ein bisschen knapp und im Moment bin ich nicht genug trainiert dazu. Da werde ich dann das 3. mal in diesem Jahr mit einem Car-Sharing Auto fahren.
Warum man Bahnfahren in Deutschland vermeiden sollte.
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 06.06.2017, 09:02 (vor 3226 Tagen) @ Blaschke
Mein lieber Blaschi,
so wie es aussieht, liegt es an einem ganz einfachen Grund: Dir. :-P Ich hatte dieses Jahr beim Bahnfahren im Fernverkehr noch keine nennenswerten Probleme. Versptungen höchstens im einstelligen Minutenbereich, selbst mein Zweiminutenturnschuhanschluß vom 877 in Frankfurt Süd auf die Straßenbahn, den es offiziell nicht gibt, hat fast immer geklappt. Klar, baustellenbedingt gab es mal (bei Buchung bereits im Plan berücksichtigte) Abweichungen von der üblichen Fahrzeit, aber ansonsten kann ich ber die DB wirklich nicht meckern. Größter Kritikpunkt bei der DB ist bei mir dieses Jahr wirklich der unterirdisch schlechte Service der Lounge Frankfurt Hbf. Und unlängst die Tür zur Lounge in einem ICE 3, bei der der Druckknopf im Eimer war, die also daher aus dem Vorraum nur etwas schwierig zu öffnen war. (Der Präsenzmelder innen funktionierte einwandfrei. Vorteil: Es war schön leer.)
Ja, Probleme im Eisenbahnbereich erlebe ich zu Hauf, allerdings haben die Züge dann ein gelb Köpfchen und es steht HLB drauf. wie oft steht man am Haltepunkt und es kommt nix. Anzeigetafel? Fehlanzeige. Ansage? Fehlanzeige. Echtzeitdaten in den üblichen Apps? Fehlanzeige. Wie hieß es doch damals in den 80ern in diesem einen Lied.. All we can do is sit and wait - wenn man zu den ersten fünf Leuten gehört, die die Chance haben, die wenigen Sitzmöbel des Dorfbahnsteigs zu okkupieren.
Auf "wir ärgern den Dicken mit Absicht, weil wir seine Postings so gerne lesen" tippende Grüße,
der colaholiker
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![[image]](http://abload.de/img/kippelnverbotene3qfr.png)
...weil's eben Grube'sches Roulette ist.
musicus, Dienstag, 06.06.2017, 09:19 (vor 3226 Tagen) @ Blaschke
Man kann (in den allermeisten Fällen) ja nicht sicher sein, was eine Zugfahrt effektiv kosten wird und ist ebensowenig - auch mit ausreichend Baherfahrung - in der Lage, den Verlauf einer Reise seriös abzuschätzen. Und unter diesen Vorzeichen ist ein PKW oder Flugzeug oder Bus oder was anderes eben nicht das schlechtere Orakel. Unter Gesichtspunkten der stetigen Ökonomisierung und organisatorischen Desintegration stellt man eben, übrigens bar jedes politischen Widerspruchs einer von der breiten Bevölkerungsmehrheit getragenen Verkehrsexekutive, potentielle Systemvorteile kurzerhand zur Disposition.
Über mein vergangenes Pfingstwochenende kann ich mich allerdings nicht beklagen: Obwohl ich mit dem Schlimmsten rechnete, ging echt, das meiste glatt. Anschlußaufnahme am Umsteigebahnhof trotz +15 meines ICE gesichert, ein gut skalierter SEV, der auch dem Feiertagsansturm voll gewachsen war, eine pünktliche Rückreise - nur das WLAN war out of order, aber Internet im Zug hat hierzulande noch nie gut funktioniert, darauf ist der Reisende ja auch bereits konditioniert.
Faites vos jeux!