Verspätung: Ticket ersatzlos eingezogen (Fahrkarten und Angebote)
Mike65, Donnerstag, 11.05.2017, 22:33 (vor 3284 Tagen)
Da meine Frau fuhr gestern mit dem ICE nach Ulm, wozu sie ein Online-Ticket mit City-Option nutzte. Da der Zielbahnhof für mehrere Stunden vom Fernverkehr nicht angefahren wurde, erreichte sie ihr Fahrziel per Regionalbahn mit ca. 100 Minuten Verspätung. Sie ließ sich die Verspätung vom Zugbegleiter auf dem Ticket bestätigen und ging am Zielbahnhof zum Reisezentrum, um die ihr zustehende Entschädigung geltend zu machen. Diese wurde ihr zwar ausbezahlt, dabei jedoch das Ticket eingezogen. Die Bitte nach Aushändigung einer Kopie wurde ausgeschlagen. Damit konnte sie die City-Option nicht mehr nutzen und musste einen Einzelfahrschein für den öffentlichen Nahverkehr kaufen.
Entspricht der ersatzlose Einzug des Tickets dem offiziellen Prozedere im Falle einer Geltendmachung von Fahrgastrechten? Wenn ja, halte ich das für wenig kundenfreundlich gelöst, auch wenn sich der finanzielle Verlust in Grenzen hält. Warum wird dem Fahrgast das Ticket - oder zumindest eine Kopie - nicht wieder ausgehändigt?
Verspätung: Ticket ersatzlos eingezogen
nscharrn, IC 2152, Donnerstag, 11.05.2017, 22:56 (vor 3284 Tagen) @ Mike65
Wo ist das das Problem sie kann sich doch das Ticket einfach nochmal ausdrucken - z.b. für die Reisekosten Abrechnung
Verspätung: Ticket ersatzlos eingezogen
wachtberghöhle, Freitag, 12.05.2017, 09:18 (vor 3284 Tagen) @ nscharrn
Wo ist das das Problem sie kann sich doch das Ticket einfach nochmal ausdrucken - z.b. für die Reisekosten Abrechnung
Das Problem ist, dass manche Reisestelle eben keine ungestempelten Onlinetickets akzeptiert.
Verspätung: Ticket ersatzlos eingezogen
Thomas, Freitag, 12.05.2017, 10:42 (vor 3284 Tagen) @ wachtberghöhle
Wo ist das das Problem sie kann sich doch das Ticket einfach nochmal ausdrucken - z.b. für die Reisekosten Abrechnung
Das Problem ist, dass manche Reisestelle eben keine ungestempelten Onlinetickets akzeptiert.
wobei dann aber komischerweise Autokilometer völlig belegfrei ohne Weiteres erstattet werden ;-)
Verspätung: Ticket ersatzlos eingezogen
musicus, Freitag, 12.05.2017, 10:53 (vor 3284 Tagen) @ Thomas
bearbeitet von musicus, Freitag, 12.05.2017, 10:54
Wo ist das das Problem sie kann sich doch das Ticket einfach nochmal ausdrucken - z.b. für die Reisekosten Abrechnung
Das Problem ist, dass manche Reisestelle eben keine ungestempelten Onlinetickets akzeptiert.
wobei dann aber komischerweise Autokilometer völlig belegfrei ohne Weiteres erstattet werden ;-)
Ja, das ist eine gewisse Groteske und kann durchaus zum Abrechnungsbetrug verleiten.
Die letzten beiden Reisestellen, mit denen ich Kontakt hatte, haben aber sogar anstandslos 1. Klasse-Tickets erstattet, in Tagesrandlage (MO abends bzw. DI morgens) fuhr es sich dank BC25F unterhalb des unrabattierten 2. Klasse-Flexpreis-Richtwerts und weit unterhalb der für die weiten Distanzen erstattbaren PKW-Pauschalen. Die von der Entfernung fast vollständig abgekoppelten SP-Stufen sind ein wunderlich Ding...
Verspätung: Ticket ersatzlos eingezogen
sflori, Donnerstag, 11.05.2017, 22:58 (vor 3284 Tagen) @ Mike65
bearbeitet von sflori, Donnerstag, 11.05.2017, 22:59
Entspricht der ersatzlose Einzug des Tickets dem offiziellen Prozedere im Falle einer Geltendmachung von Fahrgastrechten? Wenn ja, halte ich das für wenig kundenfreundlich gelöst, auch wenn sich der finanzielle Verlust in Grenzen hält. Warum wird dem Fahrgast das Ticket - oder zumindest eine Kopie - nicht wieder ausgehändigt?
Ja, entspricht dem Prozedere bei Offline-Fahrkarten. Grund ist, dass vor Ort sonst mehrfach die gleichen Rechte geltend gemacht werden können. Also Vermeidung von Missbrauch.
Für mich übrigens auch nicht geeignet, da a) eben kein City-Ticket und b) kein Dokument für die Steuer. Abhilfe: Kopie machen und diese einsenden ans Service-Center FGR.
Bye. Flo.
Verspätung: Ticket ersatzlos eingezogen
Mike65, Donnerstag, 11.05.2017, 23:24 (vor 3284 Tagen) @ sflori
Ja, entspricht dem Prozedere bei Offline-Fahrkarten. Grund ist, dass vor Ort sonst mehrfach die gleichen Rechte geltend gemacht werden können. Also Vermeidung von Missbrauch.
Ein solcher Missbrauch liesse sich auf einfache Weise durch einen Stempel auf dem Ticket, der die Auszahlung bestätigt, vermeiden.
Das nächste mal werden wir einfach zwei Exemplare des Online-Tickets ausdrucken und mitnehmen. Ich weiss allerdings nicht, inweit ein Zangenabdruck auf dem Ticket Voraussetzung für die Nutzung der City-Option ist.
Verspätung: Ticket ersatzlos eingezogen
br752, Donnerstag, 11.05.2017, 23:30 (vor 3284 Tagen) @ Mike65
Das nächste mal werden wir einfach zwei Exemplare des Online-Tickets ausdrucken und mitnehmen. Ich weiss allerdings nicht, inweit ein Zangenabdruck auf dem Ticket Voraussetzung für die Nutzung der City-Option ist.
Hallo Mike,
siehe bitte auch meine beiden anderen Alternativen. (App/Ausdruck Reisezentrum)
Bezueglich Zangenabdruck: Das ist nicht mehr notwendig. Frueher war es notwendig, als das City-Ticket nur am Zielort gueltig war. Seit Einfuehrung der +City Option auch am Abfahrtsort war es sinnfrei/absurd einen Stempel zu benoetigen bevor man in den ersten Bus steigt. ;-) Das hat man sogar bei der Bahn sofort verstanden und die Regelung auch fuer den Zielort abgeschafft.
Diese schoene +City Startoption wurde durch eine _zusaetzliche_ Preiserhoehung um 1 Euro und nach Nutzerumfragen gemacht. Da hatte man mal wieder einen hellen Moment.
BR752
Verspätung: Ticket ersatzlos eingezogen
worfie, Freitag, 12.05.2017, 00:24 (vor 3284 Tagen) @ sflori
Ja, entspricht dem Prozedere bei Offline-Fahrkarten. Grund ist, dass vor Ort sonst mehrfach die gleichen Rechte geltend gemacht werden können. Also Vermeidung von Missbrauch.
Ich kann trotzdem nicht ganz nachvollziehen, wie hier Missbrauch vermieden werden soll. Bei einem normalen Fahrschein vom RZ oder vom Automaten auf Sicherheitspapier ist das Vorgehen logisch, aber diese Online-Tickets? Die kann man von vorne herein doch schon mehrfach ausdrucken und wenn der Fahrgast es darauf angelegt bekommt er im FV mit guter Wahrscheinlichkeit doch auch zwei Ausdrucke gestempelt. Klar, die Online-Tickets sind personalisiert, aber da ist doch schon genug krummes Zeug vorgekommen mit gestohlenen Kreditkartendaten und Identitäten.
Verspätung: Ticket gedankenlos einziehen lassen?
br752, Donnerstag, 11.05.2017, 23:17 (vor 3284 Tagen) @ Mike65
Da meine Frau fuhr gestern mit dem ICE nach Ulm, wozu sie ein Online-Ticket mit City-Option nutzte. Da der Zielbahnhof für mehrere Stunden vom Fernverkehr nicht angefahren wurde, erreichte sie ihr Fahrziel per Regionalbahn mit ca. 100 Minuten Verspätung. Sie ließ sich die Verspätung vom Zugbegleiter auf dem Ticket bestätigen und ging am Zielbahnhof zum Reisezentrum, um die ihr zustehende Entschädigung geltend zu machen. Diese wurde ihr zwar ausbezahlt, dabei jedoch das Ticket eingezogen. Die Bitte nach Aushändigung einer Kopie wurde ausgeschlagen. Damit konnte sie die City-Option nicht mehr nutzen und musste einen Einzelfahrschein für den öffentlichen Nahverkehr kaufen.
Entspricht der ersatzlose Einzug des Tickets dem offiziellen Prozedere im Falle einer Geltendmachung von Fahrgastrechten? Wenn ja, halte ich das für wenig kundenfreundlich gelöst, auch wenn sich der finanzielle Verlust in Grenzen hält. Warum wird dem Fahrgast das Ticket - oder zumindest eine Kopie - nicht wieder ausgehändigt?
Ja, habe ich auch erst lernen muessen. Ich dachte es macht keinen Sinn, aber anscheinen kann das "Onlineticket" nicht sofort im Computersystem als "Ausbezahlt" vermerkt werden und somit wird es eingezogen. (Soforn es einen Zangenabdruck hat). Das ist eben ein Zusatzservice des Offline-Vertriebs fuer den Online-Vertrieb.
Ich meine aber, dass ich damals eine (s/w) Kopie auf Nachfrage bekam, da ich es fuer die Reiseunterlagen brauchte.
Alternativ kann man es eben hinterher einreichen.
- Was passiert wenn man keinen Zangenabdruck auf dem Ticket hat? Waere aber sehr ungewoehnlich bei verspaeteten Zuegen. ;-/
- BTW: Man hat immer 2 Papierausdrucke mit, oder
- zeigt im Bus das Ticket in er Handy APP vor, oder
- laesst dich im Reisezentrum mit der Auftragsnummer nochmals das Ticket ausdrucken.
So gesehen verstehe ich nicht, warum man ihr eine Kopie verweigerte.
BR752
Verspätung: Ticket ersatzlos eingezogen
ICE2020, Donnerstag, 11.05.2017, 23:25 (vor 3284 Tagen) @ Mike65
bearbeitet von ICE2020, Donnerstag, 11.05.2017, 23:27
Wie hier schon geschrieben geht es bei dieser Prozedur – die in der Tat Standard ist – wohl in erster Linie darum, allzu einfachem Missbrauch zu verhindern. Wenn man das Ticket noch unmittelbar braucht (und nicht sowieso zusätzlich in der App hat), spricht ja nichts dagegen, die Auszahlung erst später vornehmen zu lassen oder es beim Servicecenter FGR einzureichen. Deine Frau hätte sicherlich auch die Auszahlung noch abbrechen können, als sie erfuhr, dass das Ticket einbehalten werden muss.
Ich sehe die schnelle Erstattungsmöglichkeit im Reisezentrum eigentlich als sehr kundenfreundliche Möglichkeit: Man kommt sehr schnell an das Geld, statt Wochen warten zu müssen. Hat natürlich gewisse Nachteile (wie den von Dir beschriebenen) aber ist ja auch nur eine zusätzliche Option neben dem Weg über das Servicecenter.