More or less - Locomore in DB-Fahrplanauskunft (Fahrkarten und Angebote)
Sicher habe einige Nutzer der DB-Fahrplanauskunft schon bemerkt, dass auch Verbindungen mit dem Locomore - unter dem Kürzel LOC - dort erscheinen. So findet man z.B. Fulda-Heidelberg ab 18:40, natürlich ohne Bepreisung und die Möglichkeit Tickets zu erwerben. Immerhin liefert ein Kilck auf "Details" Internetadresse und Telefonnummer des Bahnunternehmens.
Andererseits sucht man länger laufende Verbindungen, wie Fulda-Stuttgart vergebens. Keine Spur davon, dass dort auch der Locomore fährt.
Da ich mir nicht vorstellen kann, dass die Bahn freiwillig und umsonst die Verbindungen eines Konkurrenten in ihren Fahrplan aufnimmt, nehme ich an, das Locomore sich mit dwer DB geeinigt hat und dafür einen gewissen Obolus entrichtet. Doch warum verzichten sie dann auf die wesentlich lukrativeren Langstrecken?
More or less - Locomore in DB-Fahrplanauskunft
Hmm, hast du vielleicht mit der aktiven Option "Schnelle Verbindungen bevorzugen" gesucht?
Möglicherweise käme dann der Geschwindigkeitsvorteil der ICE zum tragen?
Ich hab mal mit/ohne gesucht auf der Strecke Frankfurt - Berlin. (Da ich Günstig zum Pokalfinale will).
Bonusfrage: Welche Wagennummern haben die IR-Wagen im Locomore? Die würde ich dann doch meiden wollen.
More or less - Locomore in DB-Fahrplanauskunft
Hmm, hast du vielleicht mit der aktiven Option "Schnelle Verbindungen bevorzugen" gesucht?
Möglicherweise käme dann der Geschwindigkeitsvorteil der ICE zum tragen?
Tatsächlich, wenn ich die Option wegklicke, erscheint der Locomore, der für Fulda-Stuttgart gerade mal 20 Minuten länger braucht als der ICE (2:40 vs. 2:20). Allerdings wird der langsamere IC (3:03 h) immer angezeigt.
Problem Monopol
Da ich mir nicht vorstellen kann, dass die Bahn freiwillig und umsonst die Verbindungen eines Konkurrenten in ihren Fahrplan aufnimmt, nehme ich an, das Locomore sich mit dwer DB geeinigt hat und dafür einen gewissen Obolus entrichtet.
Vielleicht geht da sogar gratis wg. Kartellrecht. Müsste man mal nachfragen. :)
Dennoch zeigt das eines der Grundprobleme, die wir hier haben: Eigentlich gehört die Webseite bahn.de in unabhängige Hände und müsste allen EVUs über eine standardisierte Schnittstelle gleichermaßen offen stehen.
Bye. Flo.
More or less - Locomore in DB-Fahrplanauskunft
Bonusfrage: Welche Wagennummern haben die IR-Wagen im Locomore? Die würde ich dann doch meiden wollen.
Steht doch immer bei der grafischen Sitzauswahl drunter?
More or less - Locomore in DB-Fahrplanauskunft
Hmm, hast du vielleicht mit der aktiven Option "Schnelle Verbindungen bevorzugen" gesucht?
Möglicherweise käme dann der Geschwindigkeitsvorteil der ICE zum tragen?
Tatsächlich, wenn ich die Option wegklicke, erscheint der Locomore, der für Fulda-Stuttgart gerade mal 20 Minuten länger braucht als der ICE (2:40 vs. 2:20). Allerdings wird der langsamere IC (3:03 h) immer angezeigt.
Es geht hier nicht um schneller oder langsamer.
Es geht darum, dass ein Zug, der früher losfährt, aber später ankommt, nicht angezeigt wird.
Würde ein Zug 8 Stunden brauchen, aber 1 Minute vor dem ersten ICE ankommen, würde der 8h-Zug auch noch als eine "schnellste Verbindung" angezeigt.
Der Locomore hat also oft das Problem, dass ein ICE, der später losfährt, trotzdem noch ein paar Minuten eher da ist. Das ist halt Pech im Fahrplan.
Der Interconexx und der Auskunfsstreit
Schon der Interconexx hatte sich damals mit der DB deshalb in den Haaren und sogar gedroht zu klagen. Die Bahn ist damals von sich aus eingeknickt und hat den Connexx wieder aufgenommen:
http://www.eurailpress.de/news/wirtschaft-unternehmen/single-view/news/db-ag-wieder-fah...
Inzwischen ist der Interconexx übrigens Geschichte.
Korrektur: Der Interconexx und der Auskunfsstreit
Bei Wikipedia steht korrekt wie es war. Es kam sogar zum Gerichtsverfahren, wo die DB unterlag. Die Bahn ist verpflichtet alle Verbindungen privaten Mitbewerber aufzuführen:
Anfang Juli 2002 strich die Deutsche Bahn die Züge aus ihrem Reiseauskunftssystem. Sie vertrat die Auffassung, „jeder, der gegen die DB AG antritt“ müsse „seine Kunden selbst informieren“. Nach Protesten nahm das Unternehmen diesen Schritt zunächst zurück und kündigte an, zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2002 grundsätzlich zu entscheiden, ob Züge privater Wettbewerber im Reiseauskunftssystem wiedergegeben werden sollten.
Mitte Dezember 2002 erwirkte Connex eine Einstweilige Verfügung gegen die Deutsche Bahn, die dem Unternehmen den Vertrieb seiner Reiseauskunftsmedien untersagte, nachdem die DB darin zwischen Stralsund und Zwickau verkehrende Fernzüge des Unternehmens nicht genannt hatte.
Mitte Januar 2003 entschied das Landgericht Berlin, dass die DB bei ihren elektronischen Fahrplanauskünften per Telefon und Internet über den neuen Connex-Zug informieren müsse. Die Deutsche Bahn legte Rechtsmittel ein. Im Kursbuch für das Fahrplanjahr 2003 behauptete das Unternehmen, „alle Schienenverbindungen in Deutschland“ seien in dem Buch enthalten.
Das Bundeskartellamt nahm wegen des Verdachts des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung Ermittlungen auf. Die Deutsche Bahn unterlag in mehreren Verfahren, die die Aufnahme privater Reisezüge in ihr Kursbuch zum Gegenstand hatten.
Nach weiteren gerichtlichen Prozessen musste die Deutsche Bahn den Zug in alle Fahrplanmedien aufnehmen und zusätzlich auf den Aushangfahrplänen bekannt geben.
Mit dem Trick "Schnelle Verbindungen bevorzugen" schafft sie es aber auf legalen Wegen, dass die Mitbewerberverbindungen nur schwer zu finden sind.
Korrektur: Der Interconexx und der Auskunfsstreit
Mit dem Trick "Schnelle Verbindungen bevorzugen" schafft sie es aber auf legalen Wegen, dass die Mitbewerberverbindungen nur schwer zu finden sind.
Wieso? Wenn eigene Züge überholt werden, scheinen sie mit "Schnelle Verbindungen bevorzugen" auch nie auf; ohne nur dann, wenn sie einer niedrigeren PK zugeordnet sind (um da Ärger aus dem Weg zu gehen, sind Open Access-Verkehre immer mit einer fiktiven "PK D" eingepflegt). Ich sehe das Problem nicht so ganz?
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Weg mit dem 4744!
Interconnex und Locomore nicht ganz vergleichbar
beim Interconnex war es nach meiner Erinnerung auf der Strecke Berlin-Rostock (wo ja sowieso nur ein 2-Stunden-Takt besteht) so, dass der Interconnex zu einer Zeit fuhr, wo sonst die Bahn gefahren wäre. Wenn die Bahn den nicht angezeigt hätte, wäre dann also eine 4-stündige Lücke im Fahrplan gewesen. Das ist eine etwas andere Situation als beim Locomore, der ja auf den meisten Relationen eher eine preislich attraktive Alternative bietet zu einer aber an sich guten Grundversorgung an Fahrten mit der DB.
Interconnex und Locomore nicht ganz vergleichbar
beim Interconnex war es nach meiner Erinnerung auf der Strecke Berlin-Rostock (wo ja sowieso nur ein 2-Stunden-Takt besteht) so, dass der Interconnex zu einer Zeit fuhr, wo sonst die Bahn gefahren wäre. Wenn die Bahn den nicht angezeigt hätte, wäre dann also eine 4-stündige Lücke im Fahrplan gewesen.
Das betrifft so lediglich den Halt Güstrow. Der RE5 zwischen Rostock und Berlin fuhr zu der Zeit Rostock-Güstrow-Waren, genau wie der Interconnex. Um trotzdem das Taktgefüge möglichst zu erhalten, fuhr der RE5, wo der Connex die Trasse nach Güstrow belegte, diesen Bahnhof nicht an, sondern etwas später in Rostock los. So konnte der grundsätzliche 2 Stundentakt ab ich glaube Waren erhalten bleiben. Nördlich von Waren hatte man eben andere Ankunfts-/Abfahrtszeiten in Rostock und den Haltentfall in Güstrow.
Preisanzeige
Für mehr/besseren Wettbewerb müsste die DB noch verpflichtet werden auch die Preise der Konkurrenz anzuzeigen.
Wer bezahlt die Entwickler dafür ?
Ganz im Ernst, ein paar Fahrplandaten die sowieso schon vorhanden sind einzupflegen geht recht einfach, aber die Preise von LOC lassen sich ohne API nicht so einfach darstellen.
Sowas zu integrieren kostet Geld, wenn die DB zu so etwas verpflichtet werden müsste, müsste Locomore auch den Aufwand entschädigen.
Korrektur: Der Interconexx und der Auskunfsstreit
Mit dem Trick "Schnelle Verbindungen bevorzugen" schafft sie es aber auf legalen Wegen, dass die Mitbewerberverbindungen nur schwer zu finden sind.
Das Gegenteil ist oft der Fall. Ich habe oft "Schwierigkeiten" den Thalys nach Köln Hbf aus meinen Verbindungen heraus zu bekommen, wenn ich eigentlich den ICE über Deutz oder einen anderen DB-Zug angezeigt bekommen möchte.
More or less - Locomore in DB-Fahrplanauskunft
Da ich mir nicht vorstellen kann, dass die Bahn freiwillig und umsonst die Verbindungen eines Konkurrenten in ihren Fahrplan aufnimmt, nehme ich an, das Locomore sich mit dwer DB geeinigt hat und dafür einen gewissen Obolus entrichtet.
Da muss man sich nicht (mehr) einigen.
Man geht zu DB Vertrieb, schließt einen Vertrag ab und schickt die Fahrpläne hin.
http://www.db-vertrieb.com/db_vertrieb/view/service/zusatzleistung_reiseauskunftsmedien...
Korrektur: Der Interconexx und der Auskunfsstreit
Mit dem Trick "Schnelle Verbindungen bevorzugen" schafft sie es aber auf legalen Wegen, dass die Mitbewerberverbindungen nur schwer zu finden sind.
Das Gegenteil ist oft der Fall. Ich habe oft "Schwierigkeiten" den Thalys nach Köln Hbf aus meinen Verbindungen heraus zu bekommen, wenn ich eigentlich den ICE über Deutz oder einen anderen DB-Zug angezeigt bekommen möchte.
Ebenso, wenn man eine Verbindung haben möchte, auf der das London-Spezial gilt.
Interconnex und Locomore nicht ganz vergleichbar
beim Interconnex war es nach meiner Erinnerung auf der Strecke Berlin-Rostock (wo ja sowieso nur ein 2-Stunden-Takt besteht) so, dass der Interconnex zu einer Zeit fuhr, wo sonst die Bahn gefahren wäre. Wenn die Bahn den nicht angezeigt hätte, wäre dann also eine 4-stündige Lücke im Fahrplan gewesen.
Das betrifft so lediglich den Halt Güstrow. Der RE5 zwischen Rostock und Berlin fuhr zu der Zeit Rostock-Güstrow-Waren, genau wie der Interconnex. Um trotzdem das Taktgefüge möglichst zu erhalten, fuhr der RE5, wo der Connex die Trasse nach Güstrow belegte, diesen Bahnhof nicht an, sondern etwas später in Rostock los. So konnte der grundsätzliche 2 Stundentakt ab ich glaube Waren erhalten bleiben. Nördlich von Waren hatte man eben andere Ankunfts-/Abfahrtszeiten in Rostock und den Haltentfall in Güstrow.
Das Taktgefüge war durch den Interconnex ja hergestellt. Die DB Regio AG fuhr diesen RE5 zusätzlich ohne Bestellung, mutmaßlich um den Konkurrenten zu schädigen.
Natürlich darf DB Regio wie jedes andere Bahnunternehmen auch eigen(un)wirtschaftliche Fernzüge fahren - angesichts der Forderung nach Zuschüssen für den weitaus stärker genutzten Warnemünde-Express hat das jedoch trotzdem ein gewisses Geschmäckle.
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Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)
Alles halber Kram!
Hallo.
Es ist nachvollziehbar und logisch, dass die DB keine Konkurrenz-Angebote in ihrer Auskunft einstellen will. Bei Aldi liegt auch nicht der Lidl-Prospekt.
Was muß passieren:
Jedes Unternehmen darf seine eigene Auskunft nach eigenem Gutdünken gestalten. Daneben muss es eine unabhängige Auskunft geben, in der alle Verbindungen aufgeführt sind und auch alle Preise. Die Meldung der entsprechenden Daten durch das EVU muß Netzzugangskriterium sein. Die Auskunft darf nicht von einem der EVU betrieben werden.
So herrscht auch hier Wettbewerb: auf der EVU-übergreifenden Auskunft gibt es alle Verbindungen und mindestens einen Preis für jede Verbindung. Darüber hinaus kann jedes EVU eine eigene Auskunft betreiben und dabei auch die selbstbetriebenen Relationen bevorzugen.
So wird es jedenfalls in meiner BAHNREFORM 22 festgeschrieben.
Schöne Grüße von
jörg
Alles halber Kram!
Die Meldung der entsprechenden Daten durch das EVU muß Netzzugangskriterium sein.
Hehe. Ich glaube, das meintest Du anders. ;)
So wie's da steht, MÜSSEN alle EVUs Ihre Daten an die gemeinsame Auskunft melden, sonst dürfen sie nicht fahren. Stell ich mir spaßig vor, wenn mal wieder eine nicht-öffentliche Sonderfahrt stattfindet.
Ansonsten TOPP!
Bye. Flo.
Wer bezahlt die Entwickler dafür ?
Das ist meiner Meinung nach Aufgabe von DB Netz oder einer anderen neutralen Stelle. Ich bin aber schon froh, dass die Fahrplandaten auf einer Plattform verfügbar sind.
Alles halber Kram!
Ja, sowas in der Art stelle ich mir auch vor.
Gibts schon in UK
- kein Text -
Preisanzeige
Für mehr/besseren Wettbewerb müsste die DB noch verpflichtet werden auch die Preise der Konkurrenz anzuzeigen.
Ich hab aber auch auf den Websiten von Lufthansa, British Airways o.ä. bei der Flugsuche noch nie angezeigt bekommen, was mich die gleiche Strecke mit Easyjet oder Ryanair kosten würde ...
Auch bei Edeka steht am Kühlregal nicht dran, was mich der gleiche Käse bei Lidl kostet ...
Preisanzeige
Schöne Vergleiche, die aber am Kern vorbeigehen.
Denn die DB ist sowohl Netz als such EVU. Da geht das Problem los. Und Zustände wie im Flugverkehr, den ich ca. einmal im Jahr benutze, möchte ich für die Eisenbahn, die ich sehr viel häufiger benutze, tunlichst vermeiden. Ich finde es nicht gerade attraktiv für den Flugverkehr, dass ich dort erst fünf Vergleichsportale besuchen muss, um annähernd einen Überblick über die Preise zu erhalten.