AKK (Reiseberichte)

Hustensaft, Montag, 03.04.2017, 19:19 (vor 3275 Tagen) @ Benjamin.Keller

So etwas ist aber nicht allzu ungewöhnlich, in Deutschland gibt es auch mindestens [einen Bahnhof] drei Bahnhöfe im Nachbarbundes[...]land.

  • Mainz-Gustavsburg
  • Mainz-Kastel
  • Mainz-Bischofsheim


Warum, hier liegen doch sowohl die genannten Stadtteile von Wiesbaden wie auch die Bahnhöfe in Hessen? ;)

Also wenn schon:

Mainz-Kastel gehört zu Wiesbaden, Mainz-Gustavsburg zur Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg (Kreis Groß-Gerau) und Mainz-Bischofsheim zu Bischofsheim (Kreis Groß-Gerau). Dann gibt es aber noch den Bahnhof Wiesbaden Ost, dessen Güterteil in Mainz-Amöneburg liegt. Wobei die Bahn die einzige Institution ist, welche an den alten Namen festhält, denn bis auf Mainz-Kastel (besonders originell: Landeshauptstadt Wiesbaden - Stadtteil Mainz-Kastel; und ja, auch noch Kostheim und teilweise Amöneburg) sind die Mainzer Vorbegriffe schon lange eingemottet.

Für die Ortsunkundigen:
Die genannten Orte wurden zwischen 1908 und 1930 nach Mainz eingemeindet, liegen aber rechts des Rheins und damit nach dem Krieg in der amerikanischen Besatzungszone, während Mainz selbst links des Rheins zur französichen Besatzungszone gehörte. Die Siegermächte machten kurzen Prozess und, es wäre sonst zu einfach, sortierten die drei nördlich des Mains liegenden Stadtteile zu Wiesbaden, während die südlich des Mains gelegenen drei Stadtteile ihre Eigenständigkeit zurück bekamen. Wer mehr wissen will: Rechtsrheinische Mainzer Stadtteile


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