Bonjour Bordeaux - Teil 1 (Reiseberichte)

RhBDirk, Donnerstag, 23.02.2017, 17:11 (vor 3308 Tagen)

Um Karneval herum habe ich wie jedes Jahr Urlaub. Dieses Mal die beiden kompletten Wochen. Also vorher nochmal einen Abstecher nach Bordeaux gemacht. Hin gings für 39€ von Berlin SXF mit easyJet. Mein letzter Besuch von SXF war noch mit germanwings in deren Anfangszeiten. Heute ist der Flughafen die letzte Bruchbude. Kaum WC, kaum Sitzmöglichkeiten, total verbaut. Aber gut, da muss man durch ;-)

Abflug war laut Plan 9:35, Start letztlich 9:55. Die Ankunft um 11:45. Allerdings haben die Franzosen eine Passkontrolle wie in guten alten Zeiten gemacht. Das dauerte auch nochmal gut 20min. Um 12:20 habe ich dann den Bus der Linie 1 in die Innenstadt bzw bis zum Bf St-Jean genommen. Dauer knapp eine Stunde, Kosten 4,60€ für die Tageskarte. So bekommt man aber was von der Stadt mit :-)

Unterkunft hatte ich im ibis styles am St Jean. Das Zimmer war sehr eng, das Bad geräumig. Aber man ist ja tagsüber eh nicht da.

Massenwanderung vom Bahnhof zum Flughafen SXF
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Der Flug war bis auf Einzelplätze sehr gut gefüllt - hier habe ich den letzten Rest der aussteigenden Paxe nur auf dem Bild
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Im Bus traf ich auch meine Sitznachbarn wieder
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Am Bahnhof direkt die Tram geknipst
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Bei den Franzosen gibt es
- nicht im Durchzug befindliche Sitzmöglichkeiten ohne Verzehrzwang
- Steckdosen
- freies wifi - ohne Zeitbegrenzung
--> die roten Sitze
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In einigen Bereichen des Bahnhofes wird noch schwer gearbeitet. Zum 2. Juli 2017 geht die neue Schnellfahrstrecke nach Paris Montparnasse in Betrieb, die die Fahrzeit von aktuell ca 3h15min auf ca 2h05min verkürzt.
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Streckenkarte überm Reisezentrum
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Sauerkraut gibts ggü vom Bahnhof
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Zwei ibis, ein ibis styles sowie ein mercure Hotel liegen in unmittelbarer Bahnhofsnähe.
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Oberleitungsloser Betrieb im großen Innenstadtbereich
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Künstlerisch gestaltete Beleuchtung an der Flußpromenade
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Grandhotel ggü vom Theater/Oper
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Cité du vin
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Typisches Design aus Bordeaux
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Wasserbusse gibts auch. Fahren aber nicht so oft.
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Zwischen der Cité du vin und der Innenstadt gibts eine Art Outletcenter, auch mit vielen geastronomischen Betrieben
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Hier in der Mitte die Stromschiene - wo man die beiden Linien sehen kann. Das gekachelte ist ein isolierter Abschnitt.
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Zitat aus wikipedia: Insgesamt sind 10.850 Meter mit dem neu entwickelten System Alimentation Par Sol (APS) ausgestattet. Bei diesem System befindet sich zwischen den beiden Schienen eine Stromschiene, die 750 Volt Gleichspannung führen kann. Die Stromschiene ist in einzelne Sektionen unterteilt. Jede Sektion besteht aus einer 8 Meter langen stromführenden Schiene und einem 3 Meter langen isolierten Abschnitt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn_Bordeaux

Sowohl in Bordeaux als auch in Arcachon (Bericht von dort folgt) und in Paris am Bahnhof Montparnasse begegnete ich diesen "historischen" oder zumindest historisch nachemfpundenen Karussells
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Nochmals Blick aufs Theater
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Shoppingzone
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Einsamer Kirchturm
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Rathaus
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Sonnenuntergang über der Altstadt
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Später gehts weiter nach Arcachon an die Atlantikküste - ok, einer Bucht vor dem Atlantik...

Merci beaucoup!

JanZ, HB, Donnerstag, 23.02.2017, 18:27 (vor 3308 Tagen) @ RhBDirk
bearbeitet von JanZ, Donnerstag, 23.02.2017, 18:27

Danke für den schönen Bericht! Bordeaux habe ich schon länger auf dem Schirm, wie die Bilder zeigen, zu Recht. Nicht nur ist es eine schöne Stadt, du hast auch einige besonders schöne Motive daraus gemacht. Vielleicht kann ich ja demnächst mal die neue LGV einweihen, von Toulouse zurück bin ich ja noch über die (nicht sonderlich spannende) Altstrecke gefahren. Ich bin gespannt auf den Rest deines Berichts!

Vielen, vielen Dank! :,-)))

sfn17, Donnerstag, 23.02.2017, 18:28 (vor 3308 Tagen) @ RhBDirk

Ich war da als Erasmus-Student im akademischen Jahr 1992/1993.

Der Stadtverkehr (nur mit Straßenbussen) war damals schon recht gut, innerhalb der "Stadtgrenze" (die nur für Kenner erkennbar ist) sogar richtig gut mit Fahrten bis tief in die Nacht.

Die Anbindung des Flughafens war damals allerdings megagrottig, nur so 3 Minibusse ("Navettes") irgendwann am Tag, unabhängig vom Flugplan, und dann auch nur quasi die zwei km bis zum allernächstgelegenen Stadtteil. Nix mit Direktbus nach Gare St-Jean.

Die Stadt hat sich zum Glück nur eher milde modernisiert. Auf einem der Bilder gibt es einen Platz, wo man "runtergehen" kann - das muss auch noch an der rue Ste. Cathérine sein. Diese Gestaltung ist neu.

Die neue Straßenbahn direkt durch die Fußgängerzone finde ich aber schon mutig - in Deutschland will man aus den Fußgängerzonen die Tram raushaben, und ich finde, das ist in Summe für die Urbanität sogar besser so. Ich denke gerade an die Diskussion um die Obernstraße in Bremen.

Nun eine Fachfrage: Die Schnellfahrstrecke Bordeaux-Paris über Angoulême und Poitiers gibt es ja schon. Was ist jetzt verändert, umgebaut oder neugebaut worden, dass es schneller geht?

(Ich mag nicht groß recherchieren, ich habe generell keinen guten Internetzugang. Danke.)

Zur neuen LGV Sud Europe Atlantique

RhBDirk, Donnerstag, 23.02.2017, 19:06 (vor 3308 Tagen) @ sfn17
bearbeitet von RhBDirk, Donnerstag, 23.02.2017, 19:09


Nun eine Fachfrage: Die Schnellfahrstrecke Bordeaux-Paris über Angoulême und Poitiers gibt es ja schon. Was ist jetzt verändert, umgebaut oder neugebaut worden, dass es schneller geht?

(Ich mag nicht groß recherchieren, ich habe generell keinen guten Internetzugang. Danke.)

Jetzt ist eine Schnellfahrstrecke erst 60min vor Paris.
Also von Bordeaux kommend noch weit hinter Poitiers.

Die Strecke, die z.Z. noch gefahren wird, würde ich eher als Ausbaustrecke titulieren, da auf ihr...
1. an normalen Bahnsteigen vorbeigefahren wurde
2. Güterzüge entgegenkamen

High Speed wird da definitiv nicht gefahren.

Infos unter
https://de.wikipedia.org/wiki/LGV_Sud_Europe_Atlantique

Und was den Flughafen betrifft:
Der hat wohl in den letzten 25 Jahren auch einiges an Verkehrssteigerung erfahren.Es wurde auch ein neues Low Cost Terminal namens "BLLI" gebaut.

Zur neuen LGV Sud Europe Atlantique

JumpUp, Donnerstag, 23.02.2017, 20:12 (vor 3308 Tagen) @ RhBDirk


Nun eine Fachfrage: Die Schnellfahrstrecke Bordeaux-Paris über Angoulême und Poitiers gibt es ja schon. Was ist jetzt verändert, umgebaut oder neugebaut worden, dass es schneller geht?

(Ich mag nicht groß recherchieren, ich habe generell keinen guten Internetzugang. Danke.)


Jetzt ist eine Schnellfahrstrecke erst 60min vor Paris.
Also von Bordeaux kommend noch weit hinter Poitiers.

Die Strecke, die z.Z. noch gefahren wird, würde ich eher als Ausbaustrecke titulieren, da auf ihr...
1. an normalen Bahnsteigen vorbeigefahren wurde
2. Güterzüge entgegenkamen

High Speed wird da definitiv nicht gefahren.

Infos unter
https://de.wikipedia.org/wiki/LGV_Sud_Europe_Atlantique

Und was den Flughafen betrifft:
Der hat wohl in den letzten 25 Jahren auch einiges an Verkehrssteigerung erfahren.Es wurde auch ein neues Low Cost Terminal namens "BLLI" gebaut.

Soweit ich weiß wird auf der Bestandsstrecke trotzdem 200 km/h, wenn nicht sogar auf einigen Abschnitten 220 km/h gefahren!
Dennoch geht im Sommer zwischen Bordeaux eine Schnellfahrstrecke in Betrieb, die bis zu 320 km/h zulässt.

Zur neuen LGV Sud Europe Atlantique

GibmirZucker, Donnerstag, 23.02.2017, 22:30 (vor 3307 Tagen) @ JumpUp

Soweit ich weiß wird auf der Bestandsstrecke trotzdem 200 km/h, wenn nicht sogar auf einigen Abschnitten 220 km/h gefahren!

Dennoch geht im Sommer zwischen Bordeaux eine Schnellfahrstrecke in Betrieb, die bis zu 320 km/h zulässt.

Ja, wobei das ein Kunststück besonderer Arzt ist, unter 1,5KV DC die Leistung für 220 zu beziehen. Im Sommer wird meist die Geschwindigkeit reduziert.
Die Fahrzeit nach Bordeaux wird ja dann statt heute gut drei, eben gut zwei Stunden dauern. Kommuniziert wurden ja zuerst knapp zwei Stunden, mit 360 Vmax, aber durch den Entscheid für Dosto-TGV statt AGV bleibt es wohl für Jahrzehnte jetzt bei 320. Verwunderlich, dass die Franzosen nicht aus Prestigegründen darauf setzten, den schnellsten planmässigen Zug zu betreiben - AGV wurde ja eigentlich dafür entwickelt. Wahrscheinlich sind die Probleme mit der Wirtschaftlichkeit wirklich enorm... und man überlässt den Italienern ein paar Alibi 350-Abschnitte....

Nirgends schneller als 320km/h...

bendo, Freitag, 24.02.2017, 14:43 (vor 3307 Tagen) @ GibmirZucker

Die Fahrzeit nach Bordeaux wird ja dann statt heute gut drei, eben gut zwei Stunden dauern. Kommuniziert wurden ja zuerst knapp zwei Stunden, mit 360 Vmax, aber durch den Entscheid für Dosto-TGV statt AGV bleibt es wohl für Jahrzehnte jetzt bei 320.

Von wann stammt denn diese "Kommunikation"? Die LGV wurde/wird für max. 350km/h ausgelegt, wobei planmäßig von "bis zu 320km/h" die Rede ist.

Verwunderlich, dass die Franzosen nicht aus Prestigegründen darauf setzten, den schnellsten planmässigen Zug zu betreiben - AGV wurde ja eigentlich dafür entwickelt. Wahrscheinlich sind die Probleme mit der Wirtschaftlichkeit wirklich enorm... und man überlässt den Italienern ein paar Alibi 350-Abschnitte....

Auch in Italien wird m.w. planmäßig nirgends schneller als 300km/h gefahren. Die einzigen, die jemals planmäßig schneller als 320km/h fuhren, waren die Chinesen für einen kurzen Zeitraum (bis 350km/h).
Aus verschiedenen Gründen (wurde hier schon sehr oft erörtert) stagniert die "planmäßige Vmax" seit Jahren. Meine persönliche Vermutung: Aufgrund des enorm steigenden Aufwands und der geringen Vorteile glaube ich nicht, dass jemals noch irgendwo ein Zug (Rad-Schiene) planmäßig schneller als die aktuellen 320km/h fahren wird ;)

Grüße, bendo

Nirgends schneller als 320km/h...

GibmirZucker, Freitag, 24.02.2017, 14:49 (vor 3307 Tagen) @ bendo

Von wann stammt denn diese "Kommunikation"? Die LGV wurde/wird für max. 350km/h ausgelegt, wobei planmäßig von "bis zu 320km/h" die Rede ist.

Habe leider nichts zur Hand, aber ich hatte es im Kopf, dass bei der Präsentation des AGV von der NBS Richtung Bordeaux die Rede war, als Einsatzgebiet - und dann die Rede war von unter zwei Stunden für Paris-Bordeaux. Mein Gedächtnis, keine Quellen zur Hand.

Auch in Italien wird m.w. planmäßig nirgends schneller als 300km/h gefahren. Die einzigen, die jemals planmäßig schneller als 320km/h fuhren, waren die Chinesen für einen kurzen Zeitraum (bis 350km/h).

Die Italiener behaupten seit Monaten immer wieder, dass zum Zeitpunkt X(Zeitpunkt der Kommunikation) plus zwei Monate mit 350 gefahren werden wird. Es wird immer wieder aufgeschoben, aber die Idee wird doch weiter verfolgt. Und ich denke, dass es bei ein paar kurzen Alibiabschnitten bleibt, Florenz-Rom geht nicht, Florenz-Bologna im Tunnel eh kaum machbar, also wohl ein Abschnitt Mailand-Bologna. Ich nehme an, Trenitalia meint das ernst und es ist kein Marketinggag.

Nirgends schneller als 320km/h...

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 24.02.2017, 15:13 (vor 3307 Tagen) @ bendo

Auch in Italien wird m.w. planmäßig nirgends schneller als 300km/h gefahren. Die einzigen, die jemals planmäßig schneller als 320km/h fuhren, waren die Chinesen für einen kurzen Zeitraum (bis 350km/h).

Fahren die Spanier nicht 350 zwischen Madrid und Barcelona?

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Weg mit dem 4744!

Nirgends schneller als 320km/h...

mrhuss, FKON, Freitag, 24.02.2017, 15:23 (vor 3307 Tagen) @ JeDi

Auch in Italien wird m.w. planmäßig nirgends schneller als 300km/h gefahren. Die einzigen, die jemals planmäßig schneller als 320km/h fuhren, waren die Chinesen für einen kurzen Zeitraum (bis 350km/h).


Fahren die Spanier nicht 350 zwischen Madrid und Barcelona?

Nein, nur 300, auch wenn 350 mal geplant waren.

Nirgends schneller als 320km/h...

Alphorn (CH), Freitag, 24.02.2017, 17:25 (vor 3307 Tagen) @ mrhuss

Nein, nur 300, auch wenn 350 mal geplant waren.

Stimmt nicht ganz, inzwischen 310 km/h.

Das Hauptargument gegen höhere Geschwindigkeiten ist immer der Verschleiss. Ich fände es aber hilfreich, wenn man bei den relativ wenigen verspäteten Zügen höhere Geschwindigkeiten zulassen würde; damit würde der Verschleiss begrenzt.

Nirgends schneller als 320 km/h...

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Freitag, 24.02.2017, 20:35 (vor 3307 Tagen) @ Alphorn (CH)

Das Hauptargument gegen höhere Geschwindigkeiten ist immer der Verschleiss. Ich fände es aber hilfreich, wenn man bei den relativ wenigen verspäteten Zügen höhere Geschwindigkeiten zulassen würde; damit würde der Verschleiss begrenzt.

Aber ich finde, dass 300 km/h ist für Rad-Schiene völlig ausreichend ist. Regulär 280 km/h mit Verspätungsreserve.
Alles schnellere sollte komplett ohne Verschleiss geschwebt, statt gefahren werden.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Nirgends schneller als 320 km/h...

ThomasK, Samstag, 25.02.2017, 11:01 (vor 3306 Tagen) @ 218 466-1

Das Hauptargument gegen höhere Geschwindigkeiten ist immer der Verschleiss. Ich fände es aber hilfreich, wenn man bei den relativ wenigen verspäteten Zügen höhere Geschwindigkeiten zulassen würde; damit würde der Verschleiss begrenzt.


Aber ich finde, dass 300 km/h ist für Rad-Schiene völlig ausreichend ist. Regulär 280 km/h mit Verspätungsreserve.
Alles schnellere sollte komplett ohne Verschleiss geschwebt, statt gefahren werden.


Ich denke, das hängt vom Anwendungsbereich ab.

Sollte jemals eine Schnellfahrstrecke New York - Chicago gebaut werden, dann macht es durchaus Sinn, mit 400 km/h zu fahren.

Die französische Rekordfahrt mit 574,8 km/h hat gezeigt, dass 400 km/h kommerziell machbar sind.

Die französischen Ingenieure sagten auch, dass die Messungen gezeigt haben, dass bei 574,8 km/h immer noch nicht die Grenzen des Rad/Schiene-Systems erreicht worden sind. Probleme gab es bei über 550 km/h am Stromabnehmer, aber grundsätzlich sollten diese Probleme mit höheren Zugspannungen beherrschbar sein.

Richtig ist aber, dass für Deutschland sinnvollerweise bei 300 km/h Schluss sein sollte.

Nirgends schneller als 320 km/h...

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Samstag, 25.02.2017, 22:41 (vor 3305 Tagen) @ ThomasK

Sollte jemals eine Schnellfahrstrecke New York - Chicago gebaut werden, dann macht es durchaus Sinn, mit 400 km/h zu fahren.

Zu schweben, nicht fahren. Dafür noch midestens 30 km/h oberndrauf und ohne Verschleiss.


Die französische Rekordfahrt mit 574,8 km/h hat gezeigt, dass 400 km/h kommerziell machbar sind.
Die französischen Ingenieure sagten auch, dass die Messungen gezeigt haben, dass bei 574,8 km/h immer noch nicht die Grenzen des Rad/Schiene-Systems erreicht worden sind. Probleme gab es bei über 550 km/h am Stromabnehmer, aber grundsätzlich sollten diese Probleme mit höheren Zugspannungen beherrschbar sein.

Diese Testfahrt war insane. Ein Stein o.ä. auf der Schiene hätte gereicht, dass das Ding ungefähr bis Sydney geflogen wäre. Sowas sollte verboten werden. Ich rechne weiterhin damit, TGV-Salat zu sehen, auch wenn ich natürlich hoffe, dass es nicht dazu kommt, aber wundern würde mich das nicht - gerade in Zeiten auch von Terrorgefahr.
Eine Mitfahrt in Rad-Schiene Zügen über 300 km/h kommt mir aus Sicherheitsgründen nicht in Frage.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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"Rad-Schiene" nun doch schneller

bendo, Samstag, 25.02.2017, 12:52 (vor 3306 Tagen) @ 218 466-1

Aber ich finde, dass 300 km/h ist für Rad-Schiene völlig ausreichend ist. Regulär 280 km/h mit Verspätungsreserve.
Alles schnellere sollte komplett ohne Verschleiss geschwebt, statt gefahren werden.

Naja, aber wenigstens konnten wir dir zwischenzeitlich +50km/h entlocken ;)
http://www.ice-treff.de/index.php?id=381272

Grenzen des HGV

bendo, Samstag, 25.02.2017, 10:42 (vor 3306 Tagen) @ Alphorn (CH)

Das Hauptargument gegen höhere Geschwindigkeiten ist immer der Verschleiss. Ich fände es aber hilfreich, wenn man bei den relativ wenigen verspäteten Zügen höhere Geschwindigkeiten zulassen würde; damit würde der Verschleiss begrenzt.

Die Argumente gegen noch höhere Geschwindigkeiten sind hier ganz gut zusammen gefasst. Aus der Summe aller Vor- und Nachteile sollte sich also eine "optimale" planmäßige Höchstgeschwindigkeit ergeben. Ob, wie in deinem Fall verspäteter Züge, jedoch immer alle Argumente berücksichtigt werden: ?

Vielen herzlichen Dank für den Reisebericht!

heinz11, Donnerstag, 23.02.2017, 20:08 (vor 3308 Tagen) @ RhBDirk

Um Karneval herum habe ich wie jedes Jahr Urlaub. Dieses Mal die beiden kompletten Wochen.

...

Das klingt nach Karnevalsmuffel...
;)

Bei den Franzosen gibt es
- nicht im Durchzug befindliche Sitzmöglichkeiten ohne Verzehrzwang
- Steckdosen
- freies wifi - ohne Zeitbegrenzung
--> die roten Sitze
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Tja, das hat etwas mit der Wertschätzung der Reisenden zu tun. Wenn man aber nur Beförderungsfall ist...

Vielen herzlichen Dank für den Reisebericht!

RhBDirk, Donnerstag, 23.02.2017, 20:11 (vor 3308 Tagen) @ heinz11

Um Karneval herum habe ich wie jedes Jahr Urlaub. Dieses Mal die beiden kompletten Wochen.

...


Das klingt nach Karnevalsmuffel...
;)

Hmm. Verstehe ich nicht.
Weiberfastnacht und Rosenmontag bin ich zu Hause in Köln.

Vielen herzlichen Dank für den Reisebericht!

heinz11, Donnerstag, 23.02.2017, 20:18 (vor 3308 Tagen) @ RhBDirk

Um Karneval herum habe ich wie jedes Jahr Urlaub. Dieses Mal die beiden kompletten Wochen.

...


Das klingt nach Karnevalsmuffel...
;)


Hmm. Verstehe ich nicht.
Weiberfastnacht und Rosenmontag bin ich zu Hause in Köln.


Na dann: Kölle alaaf!

Danke:)

462 001, Taunus, Donnerstag, 23.02.2017, 20:22 (vor 3308 Tagen) @ RhBDirk
bearbeitet von 462 001, Donnerstag, 23.02.2017, 20:22

Nabend,

In einigen Bereichen des Bahnhofes wird noch schwer gearbeitet. Zum 2. Juli 2017 geht die neue Schnellfahrstrecke nach Paris Montparnasse in Betrieb, die die Fahrzeit von aktuell ca 3h15min auf ca 2h05min verkürzt.

oha, 2h für so eine Strecke. Hört sich gut an.

Hier in der Mitte die Stromschiene - wo man die beiden Linien sehen kann. Das gekachelte ist ein isolierter Abschnitt.
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Zitat aus wikipedia: Insgesamt sind 10.850 Meter mit dem neu entwickelten System Alimentation Par Sol (APS) ausgestattet. Bei diesem System befindet sich zwischen den beiden Schienen eine Stromschiene, die 750 Volt Gleichspannung führen kann. Die Stromschiene ist in einzelne Sektionen unterteilt. Jede Sektion besteht aus einer 8 Meter langen stromführenden Schiene und einem 3 Meter langen isolierten Abschnitt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn_Bordeaux

Bekommt man nen Schlag, wenn man die berührt oder kribbelt es nur?


Gruß aus dem Taunus

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Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Fachmann Tram Stromschiene?

RhBDirk, Donnerstag, 23.02.2017, 21:36 (vor 3307 Tagen) @ 462 001

Hier in der Mitte die Stromschiene - wo man die beiden Linien sehen kann. Das gekachelte ist ein isolierter Abschnitt.
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Zitat aus wikipedia: Insgesamt sind 10.850 Meter mit dem neu entwickelten System Alimentation Par Sol (APS) ausgestattet. Bei diesem System befindet sich zwischen den beiden Schienen eine Stromschiene, die 750 Volt Gleichspannung führen kann. Die Stromschiene ist in einzelne Sektionen unterteilt. Jede Sektion besteht aus einer 8 Meter langen stromführenden Schiene und einem 3 Meter langen isolierten Abschnitt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn_Bordeaux

Bekommt man nen Schlag, wenn man die berührt oder kribbelt es nur?


Gruß aus dem Taunus

Gibts hier einen technisch bewanderten der darüber Auskunft geben kann?
Die Frage hatte ich mir auch gestellt und bin natürlich draufgetreten. Nix passiert ;-)

Fachmann Tram Stromschiene?

Steffen, Donnerstag, 23.02.2017, 21:42 (vor 3307 Tagen) @ RhBDirk

Bekommt man nen Schlag, wenn man die berührt oder kribbelt es nur?


Gruß aus dem Taunus


Gibts hier einen technisch bewanderten der darüber Auskunft geben kann?
Die Frage hatte ich mir auch gestellt und bin natürlich draufgetreten. Nix passiert ;-)

Das kann nur so sein, dass immer nur bei denjenigen Abschnitten der Strom zugeschaltet wird, wo gerade eine Straßenbahn drüber ist. Deshalb ja der ganze Aufwand mit der Isolation ;)

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Fachmann Tram Stromschiene?

JanZ, HB, Donnerstag, 23.02.2017, 21:45 (vor 3307 Tagen) @ Steffen

Bekommt man nen Schlag, wenn man die berührt oder kribbelt es nur?


Gruß aus dem Taunus


Gibts hier einen technisch bewanderten der darüber Auskunft geben kann?
Die Frage hatte ich mir auch gestellt und bin natürlich draufgetreten. Nix passiert ;-)


Das kann nur so sein, dass immer nur bei denjenigen Abschnitten der Strom zugeschaltet wird, wo gerade eine Straßenbahn drüber ist. Deshalb ja der ganze Aufwand mit der Isolation ;)

Genau, tritt noch mal drauf, bevor eine Bahn kommt :-). Hier gibt es mehr Infos dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Alimentation_Par_Sol

Fachmann Tram Stromschiene?

GibmirZucker, Donnerstag, 23.02.2017, 22:25 (vor 3307 Tagen) @ Steffen

Das kann nur so sein, dass immer nur bei denjenigen Abschnitten der Strom zugeschaltet wird, wo gerade eine Straßenbahn drüber ist. Deshalb ja der ganze Aufwand mit der Isolation ;)

Und soll ja sicher sein - bzw. im Zweifelsfall fliesst kein Strom und die Strassenbahn steht still.
Beachtlich, wie Franzosen sich an Fahrleitungen stören. Es gibt ja zahlreiche historische Stadtkerne wo die Fahrleitung ganz locker ins Stadtbild integriert ist (Erfurt, Bern - wobei in Bern ja die Strassenbahn sogar durch einen historischen Turm fährt), während die Franzosen so einen Aufwand betreiben, um sich die Fahrleitung zu ersparen. Übrigens sogar dort, wo das Stadtbild durch Platten bereits genug verschandelt ist. Evtl. hängt das mit einem unterbewussten Trauma zusammen oder was auch immer...

Fachmann Tram Stromschiene?

heinz11, Donnerstag, 23.02.2017, 23:02 (vor 3307 Tagen) @ GibmirZucker
bearbeitet von heinz11, Donnerstag, 23.02.2017, 23:02

Das kann nur so sein, dass immer nur bei denjenigen Abschnitten der Strom zugeschaltet wird, wo gerade eine Straßenbahn drüber ist. Deshalb ja der ganze Aufwand mit der Isolation ;)


Und soll ja sicher sein - bzw. im Zweifelsfall fliesst kein Strom und die Strassenbahn steht still.
Beachtlich, wie Franzosen sich an Fahrleitungen stören. Es gibt ja zahlreiche historische Stadtkerne wo die Fahrleitung ganz locker ins Stadtbild integriert ist (Erfurt, Bern - wobei in Bern ja die Strassenbahn sogar durch einen historischen Turm fährt), während die Franzosen so einen Aufwand betreiben, um sich die Fahrleitung zu ersparen. Übrigens sogar dort, wo das Stadtbild durch Platten bereits genug verschandelt ist. Evtl. hängt das mit einem unterbewussten Trauma zusammen oder was auch immer...


Da sprichst Du mir aus der Seele. So ein enormer Aufwand nur des bißchen Optik wegen...
Na gut, so kann man auch überschüssiges Geld versenken.

Fachmann Tram Stromschiene?

geko, München, Freitag, 24.02.2017, 14:15 (vor 3307 Tagen) @ heinz11

Bisschen Optik? Ich fände die Münchner Innenstadt ohne Oberleitungen auch bedeutend schöner.

Fachmann Tram Stromschiene?

GibmirZucker, Freitag, 24.02.2017, 14:51 (vor 3307 Tagen) @ geko

Bisschen Optik? Ich fände die Münchner Innenstadt ohne Oberleitungen auch bedeutend schöner.

Im Vergleich zur üblichen Innenstadtverschandelung (Leuchtreklamen, Grafitis, bröckelnde Fassaden, Ampeln) ist eine Fahrleitung noch eine Kleinigkeit. Interessant ist aber, dass München und Leipzig sehr massive Fahrleitungsbauarten bevorzugen, während sie in Bern und Erfurt eher filligran sind.

Oberleitung 1900 und 2000

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 24.02.2017, 14:39 (vor 3307 Tagen) @ GibmirZucker

Moin.

Danke an Dirk für den Bericht!

Beachtlich, wie Franzosen sich an Fahrleitungen stören. Es gibt ja zahlreiche historische Stadtkerne wo die Fahrleitung ganz locker ins Stadtbild integriert ist (Erfurt, Bern - wobei in Bern ja die Strassenbahn sogar durch einen historischen Turm fährt), während die Franzosen so einen Aufwand betreiben, um sich die Fahrleitung zu ersparen.

Hier sollte man aber doch berücksichtigen, daß die meisten Straßenbahnen in Frankreich neueren Datums sind. Somit gibt es zur Energieversorgung andere Möglichkeiten als vor 120 Jahren, aber auch damals hatten die Stadtväter schon so ihre Probleme mit Oberleitungen. Deshalb gab es in der Frühzeit der Straßenbahnelektrifizierung gerne auch mal Akkubetrieb. Erst nach dessen Nichtbewährung kam man dann doch zur Oberleitung.

Übrigens sogar dort, wo das Stadtbild durch Platten bereits genug verschandelt ist. Evtl. hängt das mit einem unterbewussten Trauma zusammen oder was auch immer...

Teilweise auch mit dem Geltungsbedürfnis des Lokalfürsten. Das ist wohl der Grund, warum es in mindestens einem bordelaiser Vorort auch APS gibt. Keine Ahnung, wo ich das gelesen habe.

Viele Grüße
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Bonjour Bordeaux - Teil 1

ThomasK, Samstag, 25.02.2017, 10:53 (vor 3306 Tagen) @ RhBDirk

Vielen Dank für die Bilder.

Bordeaux hatte ja eine doppelte Verkehrswende.

In den Fünfziger Jahren vom Autowahn besessen, wurde alles kaputtgeschlagen, was dem Auto im Weg stand. Ein riesiges Straßenbahnnetz wurde stillgelegt.

Im Gegensatz zu Hamburg, dass es aufgrund der Borniertheit der SPD bis heute noch nicht geschafft hat, die Straßenbahn wieder einzuführen, hat Bordeaux - nach meinem Kenntnisstand - ungefähr ein Viertel des damaligen Netzes wieder aufgebaut.

Schaut man sich deine Bilder an, dann sieht man, dass mittlerweile auch in Bordeaux Straßenbahnen mit einer Länge von ca. 43 - 45 m unterwegs sind. Diese Länge scheint sich bei immer mehr Straßenbahnen als Standardlänge durchzusetzen.

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