Italienisches Intermezzo oder Schweizrunde 4 (Reiseberichte)

ALR997, Sonntag, 22.01.2017, 17:42 (vor 3352 Tagen)

Buongiorno und willkommen zum vierten Teil der Schweizrunde, den ich eigentlich so nicht nennen darf, weil er gar nicht in der Schweiz aufgenommen wurde. Denn so schön es dort auch ist, wollte ich auch mal "bella Italia" besuchen.

Hier nochmal alle bisherigen Teile zum Nachschauen:
Teil 1/1 (09.05.2015) - von Duisburg bis Zürich
Teil 1/2 (19.05.2015) - unterwegs in und um Zürich
Teil 2/1 (15.01.2016) - von Zürich nach Chur
Teil 2/2 (16.02.2016) - von Chur nach Sankt Moritz
Teil 3/1 (09.03.2016) - vom Engadin zur Surselva
Teil 3/2 (13.10.2016) - ein Abschied

Also ging es beim letzten Mal in den EC in Richtung Mailand, und da sind wir jetzt.


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1. Versuchen wir es nochmal mit einer Karte: schwarz sind klassische Fernverkehrszüge (IC, EC), rot Regionalzüge (R), grün sind S-Bahnen und blau ist ein Zug von Le Frecce. Den Verkehr innerhalb von Mailand und Turin habe ich jetzt mal rausgenommen, weil da ansonsten wohl zwei grüne Punkte entstehen würden ;-)

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2. Die Alpen haben wir jetzt wieder hinter uns gelassen.

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3. Kurz bevor wir Domodossola erreichen, haben wir schon einen interessanten Einblick in die Landschaft rund um die Bahnstrecke.

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4. Hier am Bahnsteig in Domodossola steht uns ein Regionalzug gegenüber. Dem Fahrplan nach dürfte es ein Regionalzug nach Novara sein.

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5. Jetzt sehen wir auch noch die dazugehörige Zuglok [k]2464 436[/k].

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6. Über die weitläufigen Gleisanlagen hinweg blicken wir wieder auf die Berge.

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7. Etwa auf Höhe von Baveno befinden wir uns nun neben dem Lago Maggiore.

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8. Die Fischerinsel im Lago Maggiore, etwas nördlich von Stresa. Im Hintergrund ist auch die Mutterinsel zu sehen.

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9. Südwestlich von Lesa kommen wir dem See wieder näher, nachdem wir die Stadt doch vergleichsweise weit entfernt vom Ufer durchquert haben.

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10. Auf der gegenüberliegenden Seite liegen Ranco und Angera. Für mich war aber der Berg dazwischen sehenswerter.

Im weiteren Verlauf sind keine zeigenswerten Bilder mehr entstanden. Nach dem Halt in Arona ging es auch dem direkten Wege nach Mailand.

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11. In Mailand angekommen kann ich noch einen Blick in den Eingangsbereich werfen.

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12. Aber auch ein letzter Blick von vorne muss jetzt nochmal drin sein.

Abschließend muss ich sagen, dass die Fahrt definitiv nicht zu meinen Favoriten gehört. Von schweizer Gemütlichkeit ist nichts zu spüren, die Sitze sind eng gedrängt für die kurze Fahrt hat es gereicht, aber längere Strecken würde ich mit dem Pendolino nicht fahren wollen müssen.

Von hier aus ging es zunächst auf direktem Wege ins Hotel und später noch auf Erkundungstour durch die Stadt. Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit, der Dunkelheit und dem schlechten Wetter gibts aber keine Bilder mehr von Freitag.
Weiter geht es am Samstag in der Früh. Vom Hotel aus fährt die O-Bus-Ringlinie direkt zum Bahnhof Centrale.

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13. Hier der Fußweg in Richtung des Bahnhofes. Wettertechnisch ist noch keine Aufwertung spürbar.

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14. Ein reges Auf und Ab ist es, was für mich diesen Bahnhof ausmacht. Kein erkennbares System und auf jedem Weg ein anderer Gang. Dafür jedoch wiederum nicht so überlaufen oder übervoll, wie es beispielsweise Kopfbahnhöfe in ähnlich großen Städte sind, die vom Aufbau her kompakter daherkommen.

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15. Leider tummeln sich im Bahnhof auf viele zweifelhafte Personen. Insbesondere am Ausgangsbereich beispielsweise sehr renitente Regenschirmverkäufer.

Nachdem meine Wunschverbindung in Richtung Venedig leider nicht mehr buchbar war, fuhr ich zunächst wieder in Richtung Domplatz. Der Mailänder Dom gehört zu den größten Kirchenbauten der Welt und kann sich in Hinblick auf die Bauzeit gut beim Kölner Dom in eine Reihe stellen.

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16. Einer der Seitenblocks entlang des Domplatzes.

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17. Ein Blick entlang der Längsachse.

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18. Und einer auf den gegenüberliegenden Seitenblock, inklusive einem sogenannten Auto.

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19. Hier die Front des Mailänder Doms, reingegangen bin ich nicht, aber an guten Tagen soll die Aussicht überaus empfehlenswert sein.

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20. Mitten auf dem Platz findet sich noch die Reiterstatue von Vittorio Emanuele II, seines Zeichens König von Italien.

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21. Mich zog es indes wieder in den Untergrund, im Speziellen in den S-Bahnhof Repubblica.

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22. Mit dem Zug ging es dann zum Bahnhof Porta Garibaldi, von dem auch die TGV starten.

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23. Weiter ging es zum Bahnhof Bovisa, welcher als Verteilerbahnhof für die Züge aus der Stadt und von Cadorna in Richtung Rho (Expo-Gelände), Malpensa (Flughafen) und darüber hinaus fungiert.

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24. Nebenan begegnen sich gerade zwei S-Bahn-Züge.

Was mir bereits hier aufgefallen ist: mit zwei Dingen haben es die Italiener nicht: Pünktlichkeit und Information. Während der drei Tage kam ich mehrfach in die Situation, dass Fahrten kommentarlos ausfielen bzw. sich ohne Hinweise verspäteten. Alternativ gab es auch Ausfälle und Verspätungen mit Ankündigung.
Mein Fazit daraus jedenfalls war: im Regionalverkehr sollte man mehr Zeit mitbringen.

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25. Hier sieht man nun nochmal einen Teil der Front des Hauptbahnhofes. Wegen des Regens waren keine anständigen Bilder möglich, allerdings war, wie man sieht auch ein großer Teil Baustelle im Weg.

Ich hatte mich dann spontan entschlossen, nach Turin zu fahren. Ob das so ergiebig wäre, war die andere Frage, aber den Versuch war es ja wert. Ich holte mir also am Automaten schnell ein Ticket und erwischte noch um viertel nach Elf einen Regionalzug nach Turin.

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26. Am modernen (und leider unterirdischen) Bahnhof Porta Susa in Turin steht nun mein Regionalzug, sowie nebenan der Gegenzug in Richtung Mailand.

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27. In dieser Blickrichtung befindet sich dann der Tunnel in Richtung des Kopfbahnhofes Porta Nuova.

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28. Hier nochmal der Regionalzug in ganzer "Pracht" wie er in Richtung Endbahnhof weiterfährt.

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29. Ein paar Gleise weiter traf ich zufällig auf den Italo.

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30. Oberhalb des Bahnhofs befindet sich das hier sichtbare Glasdach. Da dieses beinahe in voller Länge den Bahnsteig abdeckt, wirkt die Bahnhofshalle überdimensioniert groß.

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31. Ich jedoch fahre jetzt mit der fahrerlosen Metro zum Bahnhof Porta Nuova. Da sich dieser in Modernisation befand, war er von außen nur mäßig ansehnlich, und da er innen auch nicht besonders sehenswert war, bin ich dann auch erstmal nicht lange geblieben.

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32. Allerdings ein paar Blicke habe ich dann doch geworfen: hier z.B. auf das interessante Farbdesign der lokalen ÖPNV-Fahrzeuge.

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33. Auf dem Bahnsteig selbst sehen wir jetzt hier meinen Zug wieder, der noch etwa 20 Minuten Pause hat, bis er wieder nach Mailand zurück fahren muss.

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34. Etwas weiter hinten steht das Flaggschiff der FS: der Frecciarossa. Er bietet die schnellsten Verbindungen (abgesehen vom Italo) zwischen den großen Städten an.

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35. Wie man sieht, hat sich das Wetter nicht gebessert.

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36. Neben dem Regionalzug und dem FR hat sich nun noch ein Frecciabianca, eine Art InterCity im Vergleich zum FR, noch unterhalb des Frecciargento, der doch einige Unterwegshalte bedient.

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37.-38. Hier nochmal Ansichten von FR und FB.

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39. Die Anzeigetafel, die ich im späteren Verlauf noch zu hassen lernen werde. Noch beachte ich die 50 Minuten Verspätung beim Regionalzug aus Mailand nicht, die mir später noch zum Verhängnis werden.

Hier mache ich dann wieder Schluss, die Stadterkundung findet im nächsten Beitrag statt.

Italienisches Intermezzo oder Schweizrunde 4 (2)

ALR997, Sonntag, 22.01.2017, 17:42 (vor 3352 Tagen) @ ALR997

Und da geht es schon weiter.

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40. Jetzt gehts aber erstmal in Richtung Stadt. Das Hochhaus im Nebel ist der Torre Intesa Sanpaolo welcher unmittelbar neben dem Bahnhof Porta Susa steht.

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41. Netterweise hat man den Weg entlang dieser Straße überdacht...

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42. ...was von außen dann so aussieht.

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43. Hier der Blick von der Via Roma zurück zum Bahnhof Porta Nuova.

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44. In Richtung Norden sehen wir auf den Piazza San Carlo mit dem Denkmal für Emanuel Philibert von Savoyen.

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45. Das ist die Ostseite des Palazzo Carignano. Ursprünglich Residenz der Fürsten von Carignan ist es heute ein Museum.

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46. Von hier aus bin ich dann Richtung Osten und damit bergab in Richtung des Po. Vorher muss ich jedoch über den rund 300 Meter langen Piazza Vittrio Veneto laufen.

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47. Blick zurück. Von hier aus läuft die Via Po bis zum Palast der Savoyen.

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48. Weiter abwärts sieht man, schon auf der anderen Seite des Flusses gelegen die Kirche der Mutter Gottes (Chiesa della Gran Madre di Dio).

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49. An der Brücke angekommen stehen wir am Ufer des Po. Dieser fließt von hier aus sehr konsequent ostwärts bis er bei Venedig ins Meer fließt.

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50. Die Ponte Vittorio Emanuele I. ist mittlerweile über 200 Jahre alt.

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51. Etwas heruntergekommen wirkt die Promenade Murazzi del Po Giuseppe Farassino. Im Hintergrund ist die Ponte Umberto I aus dem 20. Jahrhundert zu sehen.

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52. Oberhalb des Flusses liegt das Bergmuseum Museo Nazionale della Montagna Duca degli Abruzzi. Das Gebäude befindet sich auf dem Monte dei Cappuccini.

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53. Nochmal ein Blick auf die Kirche, diesmal leider inklusive Baum.

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54.-55. Vom Ufer aus schaue ich noch einmal in Richtung Norden und einmal nach Süden.

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56. Von der Corso Vittorio Emanuele II. hat man nochmal einen besseren Blick auf das Bergmuseum. Das Gebäude darunter gehört zu einem Sportverein.

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57. Blick über die Brücke in Richtung Südosten. Von hier aus ging es mit der Straßenbahn über Umwege wieder zum Bahnhof Porta Susa.

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58. Von näherem betrachtet erkennt man den 167 Meter hohen Torre Intesa Sanpaolo nun auch besser. Wie ich später festgestellt habe wurde der Turm erst im April 2015 eröffnet.

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59. Ritter Sport kennt man auch in Italien.

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60. Der Palazzo di Giustizia in Turin.

Danach ging es zurück mit dem Plan, den nächsten Regionalzug nach Mailand zu nehmen. Kaufte schnell eine Fahrkarte und dann schaute ich auf die Anzeigetafel. Kurzzeitig hatte ich mit dem Gedanken gepielt, mal den Italo zu testen, aufgrund einer dürftigen Abfahrtszeit hatte ich das dann aber doch gelassen.

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61. Es stellte sich dann heraus, dass ich den Zug um 15:01 verpasst hatte und dementsprechend bis 16:06 warten müsste.

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62. Nachdem ich dann versucht habe, mir die letzten 40 Minuten zu vertreiben (fürs Protokoll: als ich da war, war der Bahnhof Porta Susa absolut langweilig. Aufenthaltsqualität ging gegen Null!) dann eine fröhliche Nachricht: cancellado.

Scheinbar gab es eine mehr oder weniger große Störung die dafür sorgte, dass alle Züge aus Richtung Mailand auf der Altstrecke massive Verspätungen aufwiesen. Nachdem sich gezeigt hat, dass die Züge der vergangenen drei Stunden fehlten und dementsprechend absehbar war, dass erstmal nicht viel mehr ging, als zu warten, wollte ich dann doch auf den Italo ausweichen. Ich bin daher zum FS-Schalter gegangen und wollte das gekaufte Ticket für den Regionalzug zurückgeben - zwei Mal bezahlen wäre ja Blödsinn. Da dies dann aber wohl nicht möglich war habe ich mich dann damit arrangiert dass ich warten müsste.

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63. Mit irgendeinem Zug bin ich dann zum Bahnhof Porta Nuova zurückgefahren, hier war das Warten wenigstens angenehmer.

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64. An dieser Stelle sei dann auch mal angemerkt, dass sich die Informationspolitik von DB und FS tendenziell eher kaum unterschieden haben. Die angegebenen +10 beim nächsten Regionalzug nach Milano (oben rechts) sollten in der nächsten Zeit einfach mit der tatsächlichen Verspätung weiter in die Höhe springen bis auch hier der Hinweis "cancellado" erscheinen wird.

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65. Nachdem ich den Italo vergessen konnte und auch der Service am Schalter Null Erkenntnis gebracht hatte, recherchierte ich kurz selber und kam zu dem Ergebnis: der Frecciabianca fährt. Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass die Mitfahrt ohne Weiteres möglich sei, da ja die Regionalzüge alle nicht fahren würden - ja nix da. Im Zug durfte ich dann nochmal (einen zugegebenermaßen angemessenen Betrag) nachzahlen und konnte dann im FB nach Mailand fahren.

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66. Noch ein letzter Blick auf die diversen Regionalzüge in Turin.

Und mit der Fahrt zurück nach Milano und dem letzten Vormittag in Italien mache ich dann gleich weiter, denn der Beitrag war schon wieder zu lang ;-)

Italienisches Intermezzo oder Schweizrunde 4 (3)

ALR997, Sonntag, 22.01.2017, 17:43 (vor 3352 Tagen) @ ALR997

Jetzt fahren wir gleich los:

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67. Von den gepolsterten Sesseln mit Stoffbezug im FB war ich überaus angetan. Gegenüber dem was die DB so als erste Klasse anbietet war das hier meilenweit voraus, Wandfensterplätze kennen aber auch die Italiener.

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68. Ich habe mir sagen lassen, dass die höherwertigen Frecce-Produkte auch Ledersitze aufweisen. So gesehen habe ich mir für mich selbst gemerkt, dass ich die FB bevorzugen würde.

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69. Auf der Türe zum Einstiegsbereich ist auch ein Flügelrad zu sehen.

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70. Die Beleuchtung wirkt für die späte Zeit etwas hell, tatsächlich hatte man aber eine ziemlich gute Atmosphäre.

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71. Eingesetzt werden reguläre IC-Wagen im Sandwich zwischen zwei Triebköpfen des ETR500, das merkt man unter anderem an den Wagenübergängen. Die Türen erinnern auch an die klassischen IC-Wagen in anderen Ländern.

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72. Die Wagen weisen digitale Zielanzeigen auf, inklusive der Wagennummer.

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73. In Milano Centrale muss der FB wenden und fährt in Kürze weiter nach Venedig.

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74. Nebenan steht effektiv der gleiche Zug, allerdings ist diese Serie etwas jünger, erreicht 300 km/h und fährt als Frecciarossa in der Regel zwischen Mailand und Rom.

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75. Ein Blick durch die Halle. An den 24 Gleisen halten täglich rund 500 Züge.

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76. Hier noch einmal der Frecciarossa-Triebkopf von der Seite. Gegenüber heutigen Modellen wie dem Velaro, dem AGV oder dem Zefiro läuft die Front weniger spitz zu.

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77. Leider mit weniger guter Qualität dank der Lichtverhältnisse, man sieht jedoch hoffentlich, dass es sich um die Wagen des FR handelt. Die Farbgebung finde ich persönlich sehr gut gewählt.

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78. Nebenan steht ein Coradia-Regionalzug von Trenord.

Danach ging es wieder zurück zum Hotel.

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79. Am nächsten Morgen: nein, das ist nicht der gleiche Zug wie gestern Abend ;-)

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80. Mehr oder weniger zeitgleich kommen hier der Frecciarossa aus Turin und ein Regionalzug an.

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81. Der FR kommt näher.

Danach ging es dann in Richtung des Bahnhofs Porta Garibaldi, von wo aus meine S-Bahn über Monza, Seregno und Como nach Chiasso fahren wird.

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82. Mit der Linie 2 ging es daher zwei Stationen weiter zum nächsten Kopfbahnhof.

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83. In der Verteilerebene wird für die damals neue Linie M5 geworben...

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84. ...die Fußspuren weisen direkt auf den Zugang zum neuen Bahnhof...

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85. ...der heute aber leider geschlossen ist.

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86. Der Bahnhof hat 20 Gleise, davon einige als Stumpfgleise, einige laufen unterirdisch weiter in Richtung Nordosten. Dazu kommt die unterirdische Passante mit zwei Gleisen. Allerdings wirkt die Front sehr düster und wenig einladend.

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87. Die unterirdische Verbindungskurve zum Eisenbahn-"Ring" beginnt hier. In diese Richtung soll meine S-Bahn in 20 Minuten losfahren.

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88. Auf den Kopfgleisen beginnen unter anderem die TGV-Züge nach Frankreich und einige Nahverkehrszüge.

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89. Rechts steht ein S-Bahn-Zug der Linie 8 nach Lecco.

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90. Extra für die paar TGV pro Tag gibts es sogar eine SNCF-Servicestelle.

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91. Hier ist nochmal ein Regionalzug von Alstom zu sehen. Dieser wird in 10 Minuten als RE nach Varese fahren.

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92. Nebenan steht ein Nahverkehrszug nach Bergamo.

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93. Die Züge vom Typ Coradia Meridian sind die italienische Version der Baureihe ET425 - zumindest namenstechnisch. Die Züge gehören zu den einzigen Elektrotriebwagen der FS und es gibt sie in elendig vielen Varianten.

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94. Die Loks der Baureihe 464 findet man fast überall in Italien. Sie sind genau genommen keine Loks in dem Sinne sondern eher vergleichbar mit den Triebköpfen, wie sie beim ETR500 oder beim ICE2 zu finden sind. Sie verfügen nur über einen richtigen Führerstand und erreichen bis zu 160 km/h.

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95. Zum Abschied aus Italien gibts nochmal eine Verspätung und keine Gleisinformation. Von wo mein Zug dann am Ende tatsächlich fuhr, habe ich erst erfahren, als ich ihn schon am Bahnsteig habe stehen sehen, also durfte dann nochmal gerannt werden.

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96.-98. Bei der Fahrt durch Como kann man leider nicht viel von der Altstadt sehen, dafür hat man aber die Chance auf den Lago di Como schauen zu können. Die Gelegenheit habe ich genutzt, bildlich festgehalten aber nicht. Wir befinden uns jetzt wieder mitten in den Bergen.

Das war es dann auch schon aus Italien, beim nächtsten Mal geht es ganz gewohnt wieder in der Schweiz weiter und da steht noch einiges an: nachdem das Tessin möglichst schnell durch- und der Gotthard überquert wird geht es über Luzern und die Zentralbahn in Richtung Interlaken. Aber dazu dann mehr beim nächsten Mal.

Ich hoffe der Beitrag hat euch gefallen, vielleicht habe ich ja jemanden inspiriert, mal in den Süden zu reisen - ich kann versprechen, das Wetter ist auch manchmal besser ;-)

Liebe Grüße aus dem heimischen Mittelgebirge,
Lucas

Italienisches Intermezzo oder Schweizrunde 4 (3)

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 22.01.2017, 18:06 (vor 3352 Tagen) @ ALR997

Moin Lucas,

das Wetter war ja wirklich zum Wegfahren. Schade nur, daß es im selben Zug reist wie Du. Besten Dank für die Eindrücke aus Mailand und Turin.

Die ETR.610 (SBB RABe 503) sind eine italienische Konstruktion, vielleicht war der Zug daher so unschweizerisch.

Hast Du die Peter-Witt-Wagen in Mailand verpaßt?

Viele Grüße
Sören

--
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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Italienisches Intermezzo oder Schweizrunde 4 (3)

ALR997, Sonntag, 22.01.2017, 18:15 (vor 3352 Tagen) @ Sören Heise

Hallo Sören,

das Wetter war ja wirklich zum Wegfahren. Schade nur, daß es im selben Zug reist wie Du. Besten Dank für die Eindrücke aus Mailand und Turin.

Leider wird das auch nicht mehr besser. Hatte ich in Sankt Moritz und Zermatt noch wunderbare Sicht hat es in Italien geplästert wie aus Eimern und zurück in der Schweiz hat es ganz schön genebelt.

Die ETR.610 (SBB RABe 503) sind eine italienische Konstruktion, vielleicht war der Zug daher so unschweizerisch.

Das würde es wohl erklären.

Hast Du die Peter-Witt-Wagen in Mailand verpaßt?

Die habe ich auch erleben dürfen, leider am ersten Tag in völliger Dunkelheit. Da waren die Fotos nicht so toll.

Liebe Grüße

Wow, es lebt!

462 001, Taunus, Sonntag, 22.01.2017, 18:43 (vor 3352 Tagen) @ ALR997

Hey Lucas,

danke für die Fortsetzung, auch wenn das Wetter ziemlich viel geheult hat(Vielleicht lag es ja an dir^^).

Sören hatte die schönen Strassenbahnen ja schon angesprochen, die sind echt Hammer.

Die 1. Klasse im RABe 503 ist dafür aber sehr angenehm. Beinahe so viel Beinfreiheit wie hierzulande im ICE und das sogar stoffbezogen.

Und die "lächerlichen" Inforamtionen bei Verspätungen sind in Italien an der Tagesordnung. Hatte ich auch schon mehrfach.


Noch nen schönen Abend wünscht
Marcel

--
Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Wow, es lebt!

ALR997, Montag, 23.01.2017, 15:07 (vor 3351 Tagen) @ 462 001

Hey Lucas,

danke für die Fortsetzung, auch wenn das Wetter ziemlich viel geheult hat(Vielleicht lag es ja an dir^^).

Darauf würde ich es nicht schieben. Aber man weiß ja nie ^^

Die 1. Klasse im RABe 503 ist dafür aber sehr angenehm. Beinahe so viel Beinfreiheit wie hierzulande im ICE und das sogar stoffbezogen.

Die nächste Fahrt werde ich dann in der ersten Klasse machen ;-)

Und die "lächerlichen" Inforamtionen bei Verspätungen sind in Italien an der Tagesordnung. Hatte ich auch schon mehrfach.

Habe ich mir schon fast gedacht, wäre ja doch recht unwahrscheinlich, dass das ein einmaliger Vorfall gewesen wäre.

Vielen Dank!

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Sonntag, 22.01.2017, 19:23 (vor 3352 Tagen) @ ALR997

Hallo Lucas,

ich danke für die Fortsetzung, die dann doch schneller kam, als ich es erwartet hätte.


Ich denke, dass die “Kommunikation“ von Fahrplanabweichungen einfach in der anderen Kultur begründet ist. Da gibt es schon zwischen Wunstorf und Wuppertal deutliche Unterschiede. Mit trockenem Humor kommt in Wuppertal nicht jeder klar.

Da ich italienischen Boden bisher nur in Tirano betreten habe, war es für mich ein sehr interessanter Bericht.

Viele Grüße aus dem ICE 554,

Dirk

--
Wer ist kundig auf folgenden Baureihen:
101, 103, 110, 111, 112, 120, 139, 140, 141, 143, 150, 151, 155, 181.2, 218, 225, 233, 362, 420, 472, 601, 605, 624, 628, 643 und 644?
Richtig: Bender!

Gerne doch!

ALR997, Montag, 23.01.2017, 15:12 (vor 3351 Tagen) @ oppermad

Hallo Dir,

ich danke für die Fortsetzung, die dann doch schneller kam, als ich es erwartet hätte.

Es hat auch nur einen Tag gekostet ;-) Aber ich freue mich wenn es dir auch trotz Wetter gefallen hat ^^

Ich denke, dass die “Kommunikation“ von Fahrplanabweichungen einfach in der anderen Kultur begründet ist. Da gibt es schon zwischen Wunstorf und Wuppertal deutliche Unterschiede. Mit trockenem Humor kommt in Wuppertal nicht jeder klar.

Davon gehe ich auch mal aus. Ich habe bei Italien jetzt auch nicht 1A-Pünktlichkeit erwartet, was mich viel mehr geärgert hatte, war die mangelhafte Kommunikation mit dem Personal. Jetzt muss ich ja auch eingestehen, dass ich kein Italienisch beherrsche, Deutsch zu sprechen erwarte ich wiederum nicht von den Mitarbeitern bei Trenitalia, aber selbst mit Englisch bin ich ja nicht weiter gekommen, das fand ich dann doch sehr frustrierend (zumal es beim McDoof um die Ecke mit dem Englisch dann wunderbar geklappt hat ^^).

Da ich italienischen Boden bisher nur in Tirano betreten habe, war es für mich ein sehr interessanter Bericht.

Das wiederum fehlt mir noch und damit wohl auch einige einmalige Ausblicke, mit denen du mir wiederum einiges voraus hast ;-)

Liebe Grüße

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