Stuttgart-Nürnberg ICE nicht online buchbar? (Fahrkarten und Angebote)

Platypus, Freitag, 06.01.2017, 10:57 (vor 3443 Tagen)

Hallo Leute,

ich bin neu hier und habe gleich mal eine Frage.

Folgende Verbindung ist online nicht buchbar:

Ab stuttart 20:14 ICE 613 an München 22:26
Ab München 22:55 ICE 920 an Nürnberg 00:05

Es steht nur da " Preisauskunft nicht möglich"

Ich hab verschieden Tage durchprobiert. Warum ist das so?

VG
P.

Stuttgart-Nürnberg ICE nicht online buchbar?

Bahnfahrer, Duisburg, Freitag, 06.01.2017, 11:27 (vor 3443 Tagen) @ Platypus

Hallo!

Willkomen im Forum!

Ich vermute, es liegt an folgenden: die Fahrkarte würde bei einer einfachen Fahrt auf Stuttgart - Nürnberg mit der "normalen" Raumbegrenzung ausgestellt. Der Umweg über München ist dann zu groß, als dass es noch in einer Fahrkarte darstellbar wäre.

Es bleibt Dir also wohl nur, 2 getrennte Fahrkarten zu buchen: Stuttgart - München und München Nürnberg.

Viele Grüße
Sascha

Stuttgart-Nürnberg ICE nicht online buchbar?

Action85, Freitag, 06.01.2017, 11:46 (vor 3443 Tagen) @ Bahnfahrer

Hallo,

richtig, der Umweg ist zu groß daher wird kein Preis angezeigt und eine Buchung ist somit nicht möglich.

Du musst aber beachten wenn du zwei getrennte Fahrkarten (Sparpreise) kaufst und der Anschluss in München nicht klappen sollte die zweite Fahrkarte verfällt.


Gruß
Action85

Stuttgart-Nürnberg ICE nicht online buchbar?

unternehmenzukunft, Freitag, 06.01.2017, 12:07 (vor 3443 Tagen) @ Action85

Du musst aber beachten wenn du zwei getrennte Fahrkarten (Sparpreise) kaufst und der Anschluss in München nicht klappen sollte die zweite Fahrkarte verfällt.

Aber hier sollte man mit Kulanz der DB rechnen können, falls dieser Fall eintritt.

Oder du gehst ins Reisezentrum und kaufst dort beide Sparpreise gleichzeitig und lässt sie dir zusammenheften, dann wird ein Beförderungsvertrag daraus und die Fahrgastrechte gelten für die gesamte Strecke, sofern es den "Klammerparagraphen" noch gibt.

Stuttgart-Nürnberg ICE nicht online buchbar?

Ellerbahnhof, Freitag, 06.01.2017, 12:22 (vor 3443 Tagen) @ unternehmenzukunft

Zum einen hat bei zusammen gekauften Tickets für eine Route (also im Abstand von einigen Minuten) auch bei Online-Kauf grundsätzlich einen Beförderungsvertrag (und weil die DB den Rechtsweg dazu nicht beschreiten mag, reagiert sie normalerweise mit Kulanz).

Zum anderen muss man das Ticket nicht in München brechen. Stuttgart - Ingolstadt wird z.B. verkauft und würde die Anschlusssituation etwas entspannen.

Zum Dritten ist es trotzdem blöd, weil man wohl mehr bezahlt als bei durchgehendem Ticket. Bei solchen Spätverbindungen sollte man mal angehen, trotz des Umwegs Preise einzupflegen.

Edmund Lauterbach

Stuttgart-Nürnberg ICE nicht online buchbar?

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 06.01.2017, 12:41 (vor 3443 Tagen) @ Ellerbahnhof

Zum einen hat bei zusammen gekauften Tickets für eine Route (also im Abstand von einigen Minuten) auch bei Online-Kauf grundsätzlich einen Beförderungsvertrag

Woraus leitest du das ab?

--
Weg mit dem 4744!

Stuttgart-Nürnberg ICE nicht online buchbar?

unternehmenzukunft, Freitag, 06.01.2017, 13:31 (vor 3443 Tagen) @ JeDi

Zum einen hat bei zusammen gekauften Tickets für eine Route (also im Abstand von einigen Minuten) auch bei Online-Kauf grundsätzlich einen Beförderungsvertrag (und weil die DB den Rechtsweg dazu nicht beschreiten mag, reagiert sie normalerweise mit Kulanz).

Mich würde auch interessieren, auf welcher rechtlichen Grundlage hier ein Beförderungsvertrag über beide online gekauften Sparpreise entsteht. Dass es wohl in der Praxis wegen Kulanz zum selben Ergebnis im Verspätungsfall kommt, sprich, dass die Zugbindung aufgehoben wird, lässt nicht auf die Existenz eines (!) Beförderungsvertrags schließen.

Eine andere Möglichkeit ist, die ich auch schon einmal angewendet habe, dass man die beiden Sparpreise überlappt und so auf einem Streckenabschnitt mit beiden Sparpreisen fährt, d.h. man bucht Stuttgart-München und Augsburg-Nürnberg und wählt zwischen Augsburg und München für die Zugbindung denselben Zug. So hat man sich zumindest in manchen Fällen die Fahrgastrechte "irgendwie gesichert". In meinem Fall gab es durch die Doppelung der Fahrstrecke keine Preissteigerung, da ich für beide Sparpreise jeweils die günstigste Preisstufe hatte.

Stuttgart-Nürnberg ICE nicht online buchbar?

Michael L., Freitag, 06.01.2017, 14:01 (vor 3443 Tagen) @ JeDi

Zum einen hat bei zusammen gekauften Tickets für eine Route (also im Abstand von einigen Minuten) auch bei Online-Kauf grundsätzlich einen Beförderungsvertrag


Woraus leitest du das ab?


Sehr gute Frage !!
Bzw. woraus kann man ableiten, das es nicht so ist ?

Vermutlich bezieht er sich auf folgenden Punkt:

....... Soweit besonders geregelt, verkörpern mehrere Fahrausweise einen einzigen Beförderungsvertrag, wenn sie zur selben Zeit und am selben Ort für dieselbe Fahrt ausgestellt sind und sofern sie i. in einem hierfür vorgesehenen Umschlag oder einer Fahrausweistasche zusammengefügt, ii. dauerhaft zusammengeheftet sind, iii. alphanumerisch verkettet sind, iv. nur einen Gesamtpreis angeben, oder v. in anderer Weise aufgrund einer Regelung in Besonderen Beförderungsbedingungen miteinander verbunden sind.

Stellt sich jetzt die Frage, was da jetzt richtig ist und wie man es zu lesen und werten hat.

Ich würde beides da rauslesen können, je nach dem was ich will.....

Interessant ist in diesem Zusammenhang aber z. B.,
das die ÖBB jetzt auch schon Ihre Online-Tickets "splittet" und aus einer Buchung zwei verschiedene Online-Tickets draus macht.........

Stuttgart-Nürnberg ICE nicht online buchbar?

Ellerbahnhof, Freitag, 06.01.2017, 15:45 (vor 3443 Tagen) @ JeDi

In den EU-Fahrgastrechten steht mehrfach drin, dass ein Beförderunsgvertrag auch aus mehreren Fahrkarten/Beförderungsausweisen bestehen kann.

Irgendwelche einschränkenden Regeln (und man die EU-Verordnung nur da einschränken, wo diese das explizit erlaubt) kamen nicht rechtlich auf den Prüfstand, weil es immer mit Kulanz glattgebügelt wurde.

Edmund Lauterbach

Stuttgart-Nürnberg ICE nicht online buchbar?

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 06.01.2017, 17:05 (vor 3443 Tagen) @ Ellerbahnhof

In den EU-Fahrgastrechten steht mehrfach drin, dass ein Beförderunsgvertrag auch aus mehreren Fahrkarten/Beförderungsausweisen bestehen kann.

Irgendwelche einschränkenden Regeln (und man die EU-Verordnung nur da einschränken, wo diese das explizit erlaubt) kamen nicht rechtlich auf den Prüfstand, weil es immer mit Kulanz glattgebügelt wurde.

Wo siehst du das? In der 1371 ist definiert:

8. "Beförderungsvertrag" einen Vertrag über die entgeltliche oder unentgeltliche Beförderung zwischen einem Eisenbahnunternehmen oder einem Fahrkartenverkäufer und dem Fahrgast über die Durchführung einer oder mehrererBeförderungsleistungen;

außerdem:

10. "Durchgangsfahrkarte" eine oder mehrere Fahrkarten, die einen Beförderungsvertrag für aufeinanderfolgende durch ein oder mehrere Eisenbahnunternehmen erbrachte Eisenbahnverkehrsdienste belegen;

Folglich müssen mehrere Fahrkarten eine Durchgangsfahrkarte sein, um im Gesamten einen Beförderungsvertrag darzustellen. Eine weitere Definition, was eine Durchgangsfahrkarte ist, gibt die VO nicht her (oder ich habe sie überlesen).

--
Weg mit dem 4744!

Stuttgart-Nürnberg ICE nicht online buchbar?

Ellerbahnhof, Freitag, 06.01.2017, 18:00 (vor 3443 Tagen) @ JeDi

Eben - eine Durchgangsfahrkarte kann aus ein oder mehreren Fahrkarten bestehen, wenn die Verkehrsleistungen aufeinanderfolgend sind.
In Anhang I steht noch "Der Beförderungsvertrag ist in einem oder mehreren Beförderungsausweisen festzuhalten, ..."

Es könnte klarer sein. Aber die Sichtweise der DB lässt sich eben auch nicht klar ableiten.

Ich weiß, einige sehen das anders, aber ich würde zunächst immer die Auslegung befürworten, die die schwächere Partei schützt. Und die sicherlich oppulente Konzernrechtsabteilung ist auch kein Grund für vorauseilendem Gehorsam. Wir reden nicht über Fälle, wo der Fahrgast sich freiwillig für 2 Fahrkarten entscheidet, sondern wo er durch Regelungen des Anbieters dazu gezwungen wird, wenn er eine bestimmte Relation zu einer bestimmten Zeit fahren will.

Edmund Lauterbach

Stuttgart-Nürnberg ICE nicht online buchbar?

Taurus83, Nürnberg, Freitag, 06.01.2017, 12:21 (vor 3443 Tagen) @ Action85

Hallo,

richtig, der Umweg ist zu groß daher wird kein Preis angezeigt und eine Buchung ist somit nicht möglich.

Du musst aber beachten wenn du zwei getrennte Fahrkarten (Sparpreise) kaufst und der Anschluss in München nicht klappen sollte die zweite Fahrkarte verfällt.

Solange es nur um die Zugbindung geht würde ich hier auf Kulanz bauen wenn man freundlich auf den Schaffner zuzgeht, man wird Dir halt das Hotel nicht zahlen wenn wirklich was total schief läuft. Ich denke Du willst am Abend fahren, tagsüber gibt's ja direkte ICs und REs die schneller sind.

Kannst ja auch mal bei der grünen Konkurrenz mit Gummireifen schauen. Stiäuttgart - Nürnberg ist schon echt blöd. Dafür bekommt man lange günstige Sparpreise eben weil nicht soviel los ist...

Gruß,
Bernhard

Ticket ab Karlsruhe nehmen

Nordy, Freitag, 06.01.2017, 12:26 (vor 3443 Tagen) @ Platypus

ab Karlsruhe ist der Weg bepreisbar auf einem Ticket

Karlsruhe Hbf ab 19:06 IC 2165
Stuttgart Hbf an 20:03
Stuttgart Hbf ab 20:14 ICE 613
München Hbf an 22:26
München Hbf ab 22:55 ICE 920
Nürnberg Hbf an 00:05

Ticket ab Karlsruhe nehmen

Platypus, Freitag, 06.01.2017, 13:35 (vor 3443 Tagen) @ Nordy

Das kann man glaube ich nicht verstehen

Vor allem ist das billiger als Stuttgart München alleine.

Wie kommt ihr auf solche Tricks?

Ticket ab Karlsruhe nehmen

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 06.01.2017, 13:36 (vor 3443 Tagen) @ Platypus

Wie kommt ihr auf solche Tricks?

Ist bei größeren Umwegen oft so, dass diese durch eine Verlängerung der Fahrtstrecke möglich werden.

--
Weg mit dem 4744!

Ticket ab Karlsruhe nehmen

Bremer, Bremen, Freitag, 06.01.2017, 13:38 (vor 3443 Tagen) @ JeDi

Wie findet man dies am einfachsten heraus?
Immer die näheste Stadt ausprobieren, die weiter entfernt ist? Ab wann ist es kein Umweg mehr?

Ticket ab Karlsruhe nehmen

mdst, Freitag, 06.01.2017, 14:27 (vor 3443 Tagen) @ Bremer
bearbeitet von mdst, Freitag, 06.01.2017, 14:27

Wie findet man dies am einfachsten heraus?
Immer die näheste Stadt ausprobieren, die weiter entfernt ist? Ab wann ist es kein Umweg mehr?

Naja, es wird anscheinend (grob) die Länge des Umweges in Relation zur Länge der Gesamtstrecke berücksichtigt. Ob es dazu eine genaue numerische Grenze gibt (z.B. Umweg darf in Tarifkilometern maximal xx % der Gesamtstrecke ausmachen o.ä.), weiß ich nicht, aber wie die anderen schon gesagt haben, meistens hilft ausprobieren.

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum