Aufhebung der Zugbindung bei 'Verfrühung' (Fahrkarten und Angebote)
Daniel_, Dienstag, 20.12.2016, 15:43 (vor 3439 Tagen)
Hallo,
ab welcher Zugverfrühung im Vergleich zum gebuchten Ticket ist eine Aufhebung der Zugbindung gerechtfertigt?
Mein Zug fährt konkret 4 Minuten früher ab als gebucht und von Berlin HBf statt Berlin HBf (tief).
Aufhebung der Zugbindung bei 'Verfrühung'
musicus, Dienstag, 20.12.2016, 15:52 (vor 3439 Tagen) @ Daniel_
Hallo,
ab welcher Zugverfrühung im Vergleich zum gebuchten Ticket ist eine Aufhebung der Zugbindung gerechtfertigt?
Im Vorhinein wohl schwierig. Ich vermute mal, dass man da in Analogie zur 20-Minuten-Regen vorgehen wird.
Mein Zug fährt konkret 4 Minuten früher ab als gebucht und von Berlin HBf statt Berlin HBf (tief).
Ich denke nicht, dass man jemanden findet, der angesichts der marginalen Verschiebung die Zugbindung aufhebt - aber: probieren geht über studieren.
Am Reisetag selbst: Zur Abfahrtszeit am Infoschalter aufkreuzen, sagen, man wäre drei Minuten vor Abfahrt am Bahnsteig gewesen, aber der Zug sei nun weg, Zugbindung aufheben lassen.
Und gerade an diesem Tag hat der Zug Verspätung
Bahngenießer, Dienstag, 20.12.2016, 21:20 (vor 3438 Tagen) @ musicus
bearbeitet von Bahngenießer, Dienstag, 20.12.2016, 21:20
Am Reisetag selbst: Zur Abfahrtszeit am Infoschalter aufkreuzen, sagen, man wäre drei Minuten vor Abfahrt am Bahnsteig gewesen, aber der Zug sei nun weg, Zugbindung aufheben lassen.
Und dann passiert es:
Gerade an diesem Tag fährt der Zug dann fünf Minuten später ab! (Also fünf Minuten nach der vorverlegten beziehungsweise eine Minute nach der sonst üblichen Abfahrtzeit!) Grins!
Aufhebung der Zugbindung bei 'Verfrühung'
danielausberlin, Dienstag, 20.12.2016, 16:07 (vor 3439 Tagen) @ Daniel_
Je nach Zug einfach einen Vorlauf definieren.
z.B. Lichterfelde Ost - Wolfsburg, Umstieg in Hbf(tief) von RE auf ICE 17:39 auf 17:49. Fährt jetzt der ICE "oben" schon 17:45, ist die Mindesumstiegszeit unterschritten, es ist kein Anschluss mehr und die Zugbindung ist aufgehoben.
Aufhebung der Zugbindung bei 'Verfrühung'
musicus, Dienstag, 20.12.2016, 16:32 (vor 3439 Tagen) @ danielausberlin
Je nach Zug einfach einen Vorlauf definieren.
Ich befürchte, dass dieses Argument nur dann Gewicht hat, wenn der Vorlauf auch auf dem Fahrschein* steht (zumindest als "NV*") und damit folgegendes Szenario nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch nahe liegt:
z.B. Lichterfelde Ost - Wolfsburg, Umstieg in Hbf(tief) von RE auf ICE 17:39 auf 17:49. Fährt jetzt der ICE "oben" schon 17:45, ist die Mindesumstiegszeit unterschritten, es ist kein Anschluss mehr und die Zugbindung ist aufgehoben.
*) Denn wir wissen ja: 2 Fahrscheine i.d.R. ungleich 1 Beförderungsvertrag
Aufhebung der Zugbindung bei 'Verfrühung'
Daniel_, Dienstag, 20.12.2016, 16:58 (vor 3439 Tagen) @ musicus
Wie sieht es denn mit S-Bahn-Vorlauf aus? Den hätte ich ja sowieso im Rahmen des City-Tickets und ist ja auch Schienenverkehr, also von den FGR abgedeckt. Wenn ich eine Fahrt zu einem S-Bahn-Halt buche, wird das in der Wegbeschreibung auch gar nicht mitberücksichtigt.
Aufhebung der Zugbindung bei 'Verfrühung'
Berlin-Express, nähe BPHD, Dienstag, 20.12.2016, 17:34 (vor 3439 Tagen) @ Daniel_
Wie sieht es denn mit S-Bahn-Vorlauf aus? Den hätte ich ja sowieso im Rahmen des City-Tickets und ist ja auch Schienenverkehr, also von den FGR abgedeckt. Wenn ich eine Fahrt zu einem S-Bahn-Halt buche, wird das in der Wegbeschreibung auch gar nicht mitberücksichtigt.
Doch, es steht nach dem Fernverkehrszug noch *NV
Aufhebung der Zugbindung bei 'Verfrühung'
ffz, Dienstag, 20.12.2016, 19:34 (vor 3438 Tagen) @ Daniel_
Da du mit dem City-Ticket maximal einen Vorlauf mit der S-Bahn innerhalb des S-Bahn Rings schaffst wo die S-Bahn alle 5 Min fährt dürfte das Argument wohl kaum ziehen...
Aufhebung der Zugbindung bei 'Verfrühung'
Daniel_, Dienstag, 20.12.2016, 19:40 (vor 3438 Tagen) @ ffz
Kommt drauf an wofür. Wenn ich plane 10 Minuten vor der ursprünglichen Zeit anzukommen dann erstmal gemütlich nach tief laufe um festzustellen dass der Zug doch oben fährt ist er ja sicher schon weg.
Wird mit der Argumentation natürlich schwierig das im vorhinein zu machen.
Dann ist aber die Frage: Ab welcher Verfrühung kann ich denn tatsächlich wegen 'Unzumutbarkeit' aufheben lassen?
Toll ist natürlich auch, dass man sich das alles selbst raussuchen darf und die App abstürzt/einen Fehler ausschmeißt weil die Verbindung nicht existiert;)
Aufhebung der Zugbindung bei 'Verfrühung'
EK-Wagendienst, EGST, Dienstag, 20.12.2016, 21:03 (vor 3438 Tagen) @ Daniel_
Kommt drauf an wofür. Wenn ich plane 10 Minuten vor der ursprünglichen Zeit anzukommen dann erst mal gemütlich nach tief laufe um festzustellen dass der Zug doch oben fährt ist er ja sicher schon weg.
Der Zug wird dann aber von Gleis 11 bis 14 angezeigt, und von der S-Bahn ist das viel kürzer, nach unten muss man dann schon die Mindestumsteigezeit einplanen.
Als welchen Grund ist man denn nach unten gefahren, und vor allem zu welchem Gleis.
Wird mit der Argumentation natürlich schwierig das im vorhinein zu machen.
Dann ist aber die Frage: Ab welcher Verfrühung kann ich denn tatsächlich wegen 'Unzumutbarkeit' aufheben lassen?Toll ist natürlich auch, dass man sich das alles selbst raussuchen darf und die App abstürzt/einen Fehler ausschmeißt weil die Verbindung nicht existiert;)
Aber hier schreiben kann man es.
Kein Wunder das alles immer schlimmer wird bei der DB, wenn so was dauernd passiert,
Demnächst heißt es dann Umsteigezeit in Berlin Hbf mindestens 15 Minuten, genau so wie in Mainz und Dortmund jetzt die Anschlüsse einfach nicht mehr ersichtlich sind.
Aufhebung der Zugbindung bei 'Verfrühung'
Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 20.12.2016, 22:50 (vor 3438 Tagen) @ Daniel_
Wird mit der Argumentation natürlich schwierig das im vorhinein zu machen.
Dann ist aber die Frage: Ab welcher Verfrühung kann ich denn tatsächlich wegen 'Unzumutbarkeit' aufheben lassen?
Ab dem Zeitpunkt wo du am Verkehrstag deinen Zug verpasst...
Aufhebung der Zugbindung bei 'Verfrühung'
danielausberlin, Dienstag, 20.12.2016, 22:47 (vor 3438 Tagen) @ ffz
Da du mit dem City-Ticket maximal einen Vorlauf mit der S-Bahn innerhalb des S-Bahn Rings schaffst wo die S-Bahn alle 5 Min fährt dürfte das Argument wohl kaum ziehen...
Na ja, es gibt auch RE-Vorlauf, der nicht so ohne Weiteres mit der S-Bahn zeitlich haltbar ist. Südkreuz nach Hbf, Jungfernheide nach Hbf, Gesundbrunnen nach Hbf...
Immer schön locker und elastisch bleiben
VT_601, Dienstag, 20.12.2016, 17:50 (vor 3439 Tagen) @ Daniel_
Man sollte sich das Leben nicht so schwer machen mit diesen Fragen. Ich bin max. 1 Minute vor der planmäßigen Abfahrt auf dem Bahnsteig - nicht früher und auch nicht später. Wenn der Zug vorher los gefahren ist, ist die Zugbindung aufgehoben und mein Fahrpreis wird um 25 oder 50% gekürzt.
Ganz einfach. Also sollte man sich keine überflüssigen Gedanken machen.
Unterhaltsame Phantasterei. Leider nicht hilfreich.
musicus, Dienstag, 20.12.2016, 21:24 (vor 3438 Tagen) @ VT_601
- kein Text -
Was du nicht sagst - ich brauche keine BB dafür
VT_601, Dienstag, 20.12.2016, 21:42 (vor 3438 Tagen) @ musicus
bearbeitet von VT_601, Dienstag, 20.12.2016, 21:42
Und wieso soll meine gängige Praxis nicht hilfreich sein? Sie funktioniert seit vielen Jahren absolut perfekt. Ich habe noch nie Probleme gehabt.
Hier wird wissenschaftlich über alles Mögliche diskutiert was ja mitunter auch sehr interessant ist. Aber manche Dinge werden auch maßlos verkompliziert.
Wenn ein Zug früher fährt als es auf dem Ticket steht ist die Zugbindung aufgehoben und ich fahre mit einem anderen Zug und ich kassiere 25 oder 50%. Es ist alles so einfach.
Immer schön locker und elastisch bleiben
heinz11, Dienstag, 20.12.2016, 21:50 (vor 3438 Tagen) @ VT_601
Man sollte sich das Leben nicht so schwer machen mit diesen Fragen.
Ich bin max. 1 Minute vor der planmäßigen Abfahrt auf dem Bahnsteig - nicht früher und auch nicht später.
Glaubst Du eigentlich selbst an das, was Du da schreibst?
Wenn der Zug vorher los gefahren ist, ist die Zugbindung aufgehoben und mein Fahrpreis wird um 25 oder 50% gekürzt.
Das glaube ich Dir sogar, daß Du das so machst. Aber wegen solcher A....l.....r wundere ich mich überhaupt nicht mehr, daß die DB AG die Daumenschrauben immer mehr anzieht und die Flexibilität immer mehr einschränkt.
Immer schön locker und elastisch bleiben
VT_601, Dienstag, 20.12.2016, 21:54 (vor 3438 Tagen) @ heinz11
Man sollte sich das Leben nicht so schwer machen mit diesen Fragen.
Ich bin max. 1 Minute vor der planmäßigen Abfahrt auf dem Bahnsteig - nicht früher und auch nicht später.
Glaubst Du eigentlich selbst an das, was Du da schreibst?
Ich muss nicht dran glauben wenn ich es ersatzweise einfach mache. Bin meistens bis kurz vor Abfahrt in der Lounge zugegen.
Wenn der Zug vorher los gefahren ist, ist die Zugbindung aufgehoben und mein Fahrpreis wird um 25 oder 50% gekürzt.
Das glaube ich Dir sogar, daß Du das so machst. Aber wegen solcher A....l.....r wundere ich mich überhaupt nicht mehr, daß die DB AG die Daumenschrauben immer mehr anzieht und die Flexibilität immer mehr einschränkt.
Schon mal in den Spiegel gesehen?
Du verpasst also absichtlich deinen Zug, obwohl die Abfahrt
Höllentalbahn, Dienstag, 20.12.2016, 23:33 (vor 3438 Tagen) @ VT_601
Du verpasst also absichtlich deinen Zug obwohl die geänderte Abfahrtszeit in der Lounge steht ?
Das hört sich für mich aber nach ganz großem Kindergarten an. Also ich wäre lieber 1 bzw. 2 Stunden früher am Ziel als meinen Zug aus Prinzip zu verpassen.
Mfg
Höllentalbahn
Wenn ich einen Termin habe oder......
VT_601, Mittwoch, 21.12.2016, 10:38 (vor 3438 Tagen) @ Höllentalbahn
....in einer Gruppe unterwegs bin lasse ich solche Spielchen. Bei privaten Reisen sehe ich die ganze Geschichte etwas anders.
Immer schön locker und elastisch bleiben
J-C, In meiner Welt, Dienstag, 20.12.2016, 23:46 (vor 3438 Tagen) @ heinz11
Na da hätte ich ja ein Problem bei meiner Zugbindung, bin heute ganz entspannt 5 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof aufgekreuzt. Weil ich mich auf einen zuverlässigen Takt verlassen kann.
Würde sich ein Zug erdreisten, dann zu früh und vor meiner Nase abzufahren, würde ich selbstverständlich meine Zugbindung aufheben lassen. Schließlich gibt's in Wien auch kein PlanStart, also keine Ausreden. ;-)
Es ist zwar an sich postfaktisch, was ich schreibe, aber ich bin der Überzeugung, dass so etwas in die BB gehört, wenn's nicht schon so dransteht .
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Aufhebung der Zugbindung bei 'Verfrühung'
ICE-TD, Dienstag, 20.12.2016, 21:38 (vor 3438 Tagen) @ Daniel_
Mein Gott, sag doch einfach das du ein Betrüger bist, das du bescheissen willst. Du hast dir ein billiges Ticket gekauft und willst nun den Komfort des Flexpreises und suchst nach dummen Ausreden dafür.
Hässliche Worte "Betrüger" und "bescheissen"
VT_601, Dienstag, 20.12.2016, 21:49 (vor 3438 Tagen) @ ICE-TD
Wie kommen Eisenbahner eigentlich dazu ihre Kunden derart zu verunglimpfen? Wenn ich ein Ticket buche, dann richte ich mich primär drauf ein FRÜHESTENS zur auf dem Ticket ausgewiesenen Uhrzeit oder, im Falle von Verspätungen, später zu fahren.
Wollte ich früher fahren, dann hätte ich einen früheren Zug gebucht.
Ihre Unterstellung finde ich mehr als dreist.
Hässliche Worte "Betrüger" und "bescheissen"
ICE-TD, Dienstag, 20.12.2016, 21:55 (vor 3438 Tagen) @ VT_601
Wie kommen Eisenbahner eigentlich dazu ihre Kunden derart zu verunglimpfen? Wenn ich ein Ticket buche, dann richte ich mich primär drauf ein FRÜHESTENS zur auf dem Ticket ausgewiesenen Uhrzeit oder, im Falle von Verspätungen, später zu fahren.
Wollte ich früher fahren, dann hätte ich einen früheren Zug gebucht.
Ihre Unterstellung finde ich mehr als dreist.
Nein, er sucht krampfhaft einen Grund die Zugbindung aufzuheben.
Hässliche Worte "Betrüger" und "bescheissen"
Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 20.12.2016, 21:58 (vor 3438 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von Reservierungszettel, Dienstag, 20.12.2016, 21:59
Wie kommen Eisenbahner eigentlich dazu ihre Kunden derart zu verunglimpfen? Wenn ich ein Ticket buche, dann richte ich mich primär drauf ein FRÜHESTENS zur auf dem Ticket ausgewiesenen Uhrzeit oder, im Falle von Verspätungen, später zu fahren.
Wollte ich früher fahren, dann hätte ich einen früheren Zug gebucht.
Ihre Unterstellung finde ich mehr als dreist.
Nein, er sucht krampfhaft einen Grund die Zugbindung aufzuheben.
Hat der Zug etwas Verspätung hat sich das mit Aufhebung sowieso erledigt ;)
Hässliche Worte "Betrüger" und "bescheissen"
heinz11, Dienstag, 20.12.2016, 22:32 (vor 3438 Tagen) @ Reservierungszettel
Wie kommen Eisenbahner eigentlich dazu ihre Kunden derart zu verunglimpfen? Wenn ich ein Ticket buche, dann richte ich mich primär drauf ein FRÜHESTENS zur auf dem Ticket ausgewiesenen Uhrzeit oder, im Falle von Verspätungen, später zu fahren.
Wollte ich früher fahren, dann hätte ich einen früheren Zug gebucht.
Ihre Unterstellung finde ich mehr als dreist.
Nein, er sucht krampfhaft einen Grund die Zugbindung aufzuheben.
Hat der Zug etwas Verspätung hat sich das mit Aufhebung sowieso erledigt ;)
Nein, dann nimmt er einen Zug eher, wegen der Verfrühung...
:)
wie die Bahn mit ihren Kunden umgeht
agw, NRW, Mittwoch, 21.12.2016, 10:08 (vor 3438 Tagen) @ ICE-TD
Wie kommen Eisenbahner eigentlich dazu ihre Kunden derart zu verunglimpfen? Wenn ich ein Ticket buche, dann richte ich mich primär drauf ein FRÜHESTENS zur auf dem Ticket ausgewiesenen Uhrzeit oder, im Falle von Verspätungen, später zu fahren.
Wollte ich früher fahren, dann hätte ich einen früheren Zug gebucht.
Ihre Unterstellung finde ich mehr als dreist.
Nein, er sucht krampfhaft einen Grund die Zugbindung aufzuheben.
Vielleicht geht es auch ums Prinzip.
Die DB ändert dauernd ihren Fahrplan, ohne dem Kunden mit bereits gebuchten Fahrkarten bescheid zu sagen und verlangt dann auch noch, dass sich der Kunde ohne zu mucken danach richtet.
Rechte oder Privilegien scheint man dem Kunden, von dem man das Geld bereits vor Monaten kassiert hat, nicht zugestehen zu wollen.
Wenn man das mag, kann man ja gleich mit AirBerlin fliegen.
Ob es um 5 Minuten oder 50 Minuten geht, ist dabei unerheblich. Meist geht es ja gleich um einen ganzen NV-Takt, den man irgendwo vorher losfahren muss oder am Ende ankommt.
Wenn sich die DB da so professionell und höflich wie andere Bahnen verhalten würde, kämen vermutlich auch weniger Leute darauf, ihre Rechte ausreizen zu wollen.
Oft ist man als Kunde eben einfach nur der gearschte. Meine größte Verarschung bisher: "Ach so, ihr Nachtzug fährt heute einen anderen Weg, da steigen sie auf der Hälfte aus, warten morgens um 4 Uhr eine Stunde am Bahnhof und fahren dann den Rest im Sitzen statt Liegen mit dem Regionalzug bis zum Ziel. DAS WUSSTEN SIE ABER!" Nein, wusste ich bei der Buchung nicht und die Bahn hat auch darauf verzichtet, mich nach der Buchung zu informieren.
Jetzt mit den sechs Monaten Vorverkauf wird es ja noch schlimmer. Als Kunde ohne Lottogewinn MUSS man ja möglichst sechs Monate in der Zukunft kaufen, kauft aber mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Wundertüte. Termine? Hat man besser nicht!
Die einzige Genugtuung ist da, dass man in sechs Monaten zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit keine für einen selber passende Zugverbindung mehr vorfindet, aber dann wenigstens etwas flexibler ist.
Ab und zu werden hier und auf DSO ja düstere Zukunftsvisionen gepostet.
Eine davon ging etwa so: Fahrpläne werden nicht mehr veröffentlicht, man kauft sich einfach nur noch ein Ticket von A nach B in der fernen Zukunft und am Tag selber sagt einem die Bahn, mit welchen Zug man fahren MUSS oder dass es an dem Tag nicht genug Fahrgäste gab und gar keine Züge fahren und die Fahrkarte verfällt.
Passend dazu gab es die Tage auch eine Extra-3-Meldung "Deutsche Bahn bringt postfaktischen Fahrplan heraus".
wie die Bahn mit ihren Kunden umgeht
ICE-TD, Mittwoch, 21.12.2016, 10:16 (vor 3438 Tagen) @ agw
Jetzt mit den sechs Monaten Vorverkauf wird es ja noch schlimmer. Als Kunde ohne Lottogewinn MUSS man ja möglichst sechs Monate in der Zukunft kaufen, kauft aber mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Wundertüte. Termine? Hat man besser nicht!
Da stimme ich dir zu, ich würde die Vorverkaufsfrist derzeit auf einen Monat runtersetzen, eher sieht sich das Netz nicht in der Lage Baustellenfahrpläne zu erstellen.
wie die Bahn mit ihren Kunden umgeht
agw, NRW, Mittwoch, 21.12.2016, 11:00 (vor 3438 Tagen) @ ICE-TD
Jetzt mit den sechs Monaten Vorverkauf wird es ja noch schlimmer. Als Kunde ohne Lottogewinn MUSS man ja möglichst sechs Monate in der Zukunft kaufen, kauft aber mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Wundertüte. Termine? Hat man besser nicht!
Da stimme ich dir zu, ich würde die Vorverkaufsfrist derzeit auf einen Monat runtersetzen, eher sieht sich das Netz nicht in der Lage Baustellenfahrpläne zu erstellen.
Vielleicht wäre das die Konsequenz, ja. Zumindest in den nächsten Jahren mit verstärkter Bautätigkeit.
Die Fernbus- und Billigflugkonkurrenz dürfte sich aber freuen. Der Sinn hinter den sechs Monaten ist ja die möglichst frühe Kundenbindung und das Angebot zur gleichen Zeit wie die Konkurrenz.
Eine Alternative könnten bessere Informationssysteme sein.
Bei AirBerlin kriegt man bei jeder kleinen Flugplanänderung sofort eine Email, nicht erst morgens am Abflugtag.
Bei Thalys kaufe ich eine Papierfahrkarte am Schalter, aber zeige ich meine Kundenkarte vor, bekomme ich ein paar Sekunden später schon die ersten Infos per SMS.
Die DB schickt mir meine Fahrkarte per Email, Fahrplanänderung zu dieser Fahrkarte muss ich mir aber selber holen, im schlimmsten Falle jede Woche über Monate?
Dazu sind die Baustelleninfos bei der Buchung auf Bahn.de häufig veraltet oder irreführend. Scheinbar ist die fehlende Automatisierung das Problem. Oft steht ja "Zug fährt 20 Minuten später" noch, obwohl der Fahrplan längst geändert ist.
Hässliche Worte "Betrüger" und "bescheissen"
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 21.12.2016, 08:32 (vor 3438 Tagen) @ VT_601
Wie kommen Eisenbahner eigentlich dazu ihre Kunden derart zu verunglimpfen? Wenn ich ein Ticket buche, dann richte ich mich primär drauf ein FRÜHESTENS zur auf dem Ticket ausgewiesenen Uhrzeit oder, im Falle von Verspätungen, später zu fahren.
Würde ein Eisenbahner im Dienst solche Worte gegenüber den Kunden verlieren, dürfte das ernsthafte Konsequenzen für sein Arbeitsverhältnis haben, mindestens eine Abmahnung wäre ihm sicher. Aber in der Pseudoanonymität des Internets...
Das Problem "Verfrühung" kann tatsächlich ein solches sein, es hätte meine Freundin und mich im Herbst auch beinahe erwischt. Irgendwo zwischen Hamburg und Rostock gab es Bauarbeiten, weswegen nach dem Fahrkartenkauf der Fahrplan geändert wurde. Trotz Onlinebuchung und somit der Bahn bekannter Planung gab es keine Benachrichtigung an mich, daß sich was geändert hat. Mitbekommen haben wir es letztlich nur, weil sich die Baustelle schon auf der Hinfahrt ausgewirkt hat und wir eine halbe Stunde später am Ziel waren. Wäre die Baustelle erst eingerichtet worden, nachdem wir hingefahren sind, hätte ich nicht die Abfahrtszeit der Rückfahrt nochmal geprüft und wir hätten den Zug nicht mal mehr am Bahnhof gesehen. Okay, Zeit hätten wir genug gehabt, aber unsere reservierten Plätze wären weg gewesen, und so viele Intercitys gibt es ab Rostock ja auch nicht...
Über die Wortwahl hier trotzdem den Kopf schüttelnde Grüße,
der Colaholiker
--
![[image]](http://abload.de/img/kippelnverbotene3qfr.png)
Aufhebung der Zugbindung bei 'Verfrühung'
Daniel_, Mittwoch, 21.12.2016, 01:18 (vor 3438 Tagen) @ ICE-TD
Ich weiß nicht was ich dir getan habe; ist schon ziemlich traurig wegen irgendwelcher Mutmaßungen grundlos beschimpft zu werden.
Ich wage trotzdem mal einen Erklärungsversuch.
Das mit der Verfrühung ist mir nun bereits zum zweiten mal passiert.
Beim letzten Mal war der Zug plötzlich ganze 20 Minuten zu früh und das ist mir erst beim Aufstehen am morgen vor der Abfahrt aufgefallen (gibt auch irgendwo einen Thread dazu)
Die App hat das leider nicht angezeigt und ich war doch etwas sauer darüber, nur durch hetzen mir die Diskussionen ersparen zu können, die ich ggf. gehabt hätte, hätte ich den Zug verpasst. Mal davon abgesehen, dass ich deutlich später an meinem Zielbahnhof angekommen wäre.
Nun sind es nur 4 Minuten und ich weiß schon deutlich vor meiner Abfahrt bescheid, also alles kein Problem, trotzdem interessiert mich die praktische/rechtliche Lage für das nächste Mal, wo ich tatsächlich den Zug wegen Desinformation seitens der Bahn verpasse.
Wenn ich mir die Zugbindung hätte aufheben lassen wollen, dann hätte ich gleich einen Flexpreis gebucht; habe auch BC 25 und 50 deswegen. Ich bin mit meiner Verbindung ansonsten doch sehr zufrieden :)
Aufhebung der Zugbindung bei 'Verfrühung'
ICE-TD, Mittwoch, 21.12.2016, 09:23 (vor 3438 Tagen) @ Daniel_
Nun sind es nur 4 Minuten und ich weiß schon deutlich vor meiner Abfahrt bescheid, also alles kein Problem,
Eben
trotzdem interessiert mich die praktische/rechtliche Lage für das nächste Mal, wo ich tatsächlich den Zug wegen Desinformation seitens der Bahn verpasse.
Ja ist klar, deshalb diskutierst du auch für den konkreten Fall mit welchen Nv-Verbindungen du die Zugbindung aufheben lassen kannst. Um die rechtl. Seite zu klären hätte es einfach gereicht zu fragen ob eine 4 min frühere Abfaht eine Aufhebung der Zugbindung rechtfertigt.
Aufhebung der Zugbindung bei 'Verfrühung'
Daniel_, Mittwoch, 21.12.2016, 10:43 (vor 3438 Tagen) @ ICE-TD
Ich wollte ursprünglich etwas nicht ganz so nettes schreiben, aber sei's drum. Du wirst schon wissen, warum deine Zeit damit verbringst anonym Mutmaßungen basierend auf deiner Phantasie zu treffen.
Aber zu deiner Frage. Ja. Tue ich.
Das hat agw eigentlich auch schon ganz gut erklärt. Es geht ums Prinzip. Und jede Argumentation die hier funktioniert wird definitiv auch bei einem relevanten Fall funktionieren.
Ich sitze nun auch übrigens im ursprünglich gebuchten ICE, mit 4 Minuten Verspätung natürlich ;)
Immerhin konnte ich so am Ostbahnhof einsteigen und habe noch einen Sitzplatz bekommen.
Aufhebung der Zugbindung bei "Verfrühung"...
heinz11, Dienstag, 20.12.2016, 22:28 (vor 3438 Tagen) @ Daniel_
... sehen die BB nicht vor, aber wie es so schön in Punkt 9.3.5 heißt:
"Das Recht des Reisenden zur anderweitigen Geltendmachung von Ansprüchen bleibt
unberührt."
Na dann mal los!
Aufhebung der Zugbindung bei "Verfrühung"...
danielausberlin, Dienstag, 20.12.2016, 22:54 (vor 3438 Tagen) @ heinz11
... sehen die BB nicht vor, aber wie es so schön in Punkt 9.3.5 heißt:
Na ja, nicht direkt. Nach dem Passus "muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden dass die Verspätung am Zielbahnhof mehr als 20 min. beträgt ..." kann man zumindest im RE sitzend sich sagen "he, das schaff ich jetzt nicht mehr" und einfach ein paar Züge später fahren.
Um früher zu fahren, muss man in einem dichten Netz wie Berlin schon arg konstruieren. Dass man von Jungfernheide nur mit dem RE zum Hbf kommt, weil am Gesundbrunnen gerade der Aufzug gestört ist... und da habe man eben den RE eine Stunde früher genommen... aber selbst dann würde es vmtl. heißen "na dann warten Sie halt die Stunde am Hbf ab".