Wie flexibel ist der Flexpreis? (Fahrkarten und Angebote)

Mike65, Dienstag, 11.10.2016, 15:44 (vor 3466 Tagen)

Mir ist aufgefallen, dass der Flexpreis auf einigen Strecken von der Zugkategorie unabhängig ist, auf anderen dagegen nicht:

Frankfurt-Ulm kostet z.B. immer 70€, egal ob mit einem durchgängigen ICE gefahren oder in Stuttgart auf den IC umgestiegen wird. Auch mit RB-Anteil ab Stuttgart wird es nicht günstiger.

Für die Teilstrecke Stuttgart-Ulm gibt es dagegen sehr wohl unterschiedliche Preise für ICE, ICE bzw. Regionalbahn.

Meine Vermutung ist, dass die Teilstrecke mit der höchsten Produktklasse den Preis für die Gesamtstrecke bestimmt. Wird also ein Teilstück mit dem ICE zurückgelegt, ist der ICE-Preis für die Gesamtstrecke zu zahlen.

Im Umkehrschluss schliesse ich daraus, dass ich im Fall F-UL die Züge beliebig wählen kann, bei einer Fahrt S-UL aber nur die jeweilige Produktklasse? Andernfalls würde es ja keinen Sinn machen, hier ein teures ICE-Ticket zu kaufen.

Leider ist die Information auf der Bahn-Website dazu missverständlich:

Produkte: ICE, IC, EC, IRE, RE, RB, S-Bahn, ICE-Sprinter mit Aufpreis City Night Line (zzgl. Reservierung für die gewünschte Komfortkategorie)

Ich verstehe das so, dass ein Flex-Ticket in jedem Zug gilt, solange man sich nur an Gültigkeitszeitraum und Strecke hält.

Was ist nun richtig?

Wie flexibel ist der Flexpreis?

ALR997, Dienstag, 11.10.2016, 15:55 (vor 3466 Tagen) @ Mike65
bearbeitet von ALR997, Dienstag, 11.10.2016, 15:56

Normal ist es so: kaufst du ein ICE-Ticket von Hamburg nach Köln, kannst du auch im RE fahren. Da man mittlerweile nur noch Verbindungsspezifisch buchen kann, heißt das, sollte in deiner Verbindung z.B. Hamburg - Düsseldorf im RE gefahren werden und Düsseldorf - Köln im ICE, dann bezahlst du komplett den Preis der Kategorie A (also ICE).

Das hat allerdings den positiven Nebeneffekt, dass du mit einem Flexpreis+BC50 für den IC innerhalb von Verbünden durchaus günstiger wegkommst, als mit einem Verbundticket, selbst wenn du nur den RE nutzt.

Flexpreis bei Verkehrsverb. Strecken

arno50, Mittwoch, 12.10.2016, 19:57 (vor 3465 Tagen) @ ALR997
bearbeitet von arno50, Mittwoch, 12.10.2016, 20:00

Interessanter Hinweis, damit könnte man als BC50 Besitzer vermeiden den teureren Verkehrsverbundpreis zu löhnen. Aber wie sieht das bei Strecken aus, die nur Verkehrsverbundbahnen haben, z.B. Oldenburg Wilhelmshaven. Soweit ich festgestellt habe kann ich für die Strecke (wg. Nichtexistenz) kein IC Ticket kaufen.

Flexpreis bei Verkehrsverb. Strecken

Norddeich, Donnerstag, 13.10.2016, 16:43 (vor 3464 Tagen) @ arno50

Interessanter Hinweis, damit könnte man als BC50 Besitzer vermeiden den teureren Verkehrsverbundpreis zu löhnen.

Der Trick ist uralt – zumindest habe ich solche Fahrkarten bereits zu Zeiten des Familienpasses genutzt.

Wie flexibel ist der Flexpreis?

musicus, Dienstag, 11.10.2016, 16:01 (vor 3466 Tagen) @ Mike65

Mir ist aufgefallen, dass der Flexpreis auf einigen Strecken von der Zugkategorie unabhängig ist, auf anderen dagegen nicht:

Hängt der Preis im Prinzip nicht immer(!) von den Zugkategorien der Reiseverbindung ab? Auf welcher Strecke kosten ICE- und NV-Ticket denn dasselbe?

Frankfurt-Ulm kostet z.B. immer 70€, egal ob mit einem durchgängigen ICE gefahren oder in Stuttgart auf den IC umgestiegen wird. Auch mit RB-Anteil ab Stuttgart wird es nicht günstiger.

Richtig. Sobald ein ICE in der Verbindung ist, ist der ICE-Preis zu zahlen

Für die Teilstrecke Stuttgart-Ulm gibt es dagegen sehr wohl unterschiedliche Preise für ICE, ICE bzw. Regionalbahn.

Ja, Produktkategorie A (ICE, TGV, RJ...), B (IC/EC) und C (NV) sind unterschiedlich bepreist.

Meine Vermutung ist, dass die Teilstrecke mit der höchsten Produktklasse den Preis für die Gesamtstrecke bestimmt. Wird also ein Teilstück mit dem ICE zurückgelegt, ist der ICE-Preis für die Gesamtstrecke zu zahlen.

Im Umkehrschluss schliesse ich daraus, dass ich im Fall F-UL die Züge beliebig wählen kann, bei einer Fahrt S-UL aber nur die jeweilige Produktklasse? Andernfalls würde es ja keinen Sinn machen, hier ein teures ICE-Ticket zu kaufen.

Ja, in deinem F-UL-Beispiel darfst du die Züge (im Rahmen der Wegevorschrift und des Gültigkeitszeitraumes) frei wählen, im S-UL Beispiel darfst du maximal die höchste aufgedruckte Produktkategorie nutzen. Abwärtskompatibel sind die Flexpreistickets: Also mit ICE-Ticket darfst du auch IC und NV nutzen, mit IC Ticket auch NV, nicht aber ICE und mit NV-Ticket schließlich nur noch NV-Züge.

Leider ist die Information auf der Bahn-Website dazu missverständlich:

Produkte: ICE, IC, EC, IRE, RE, RB, S-Bahn, ICE-Sprinter mit Aufpreis City Night Line (zzgl. Reservierung für die gewünschte Komfortkategorie)

Ist der Sprinteraufpreis nicht abgeschafft?

Ich verstehe das so, dass ein Flex-Ticket in jedem Zug gilt, solange man sich nur an Gültigkeitszeitraum und Strecke hält.

Das ist falsch. Zumindest in dieser vereinfachten Form. Der Satz stimmt nur für ICE-Tickets, und selbst da schon nicht mehr für Globalpreisverbindungen, reservierungspflichtige Züge oder Bahnen, die den DB-Tarif nicht anerkennen (Thalys o.ä.).

Wie flexibel ist der Flexpreis?

naseweiß, Dienstag, 11.10.2016, 16:37 (vor 3466 Tagen) @ Mike65

Frankfurt-Ulm kostet z.B. immer 70€, egal ob mit einem durchgängigen ICE gefahren oder in Stuttgart auf den IC umgestiegen wird. Auch mit RB-Anteil ab Stuttgart wird es nicht günstiger.

Für die Teilstrecke Stuttgart-Ulm gibt es dagegen sehr wohl unterschiedliche Preise für ICE, ICE bzw. Regionalbahn.

Frankfurt-Ulm:
- direkte IC im 2h-Takt (00:20 - 02:53) kostet im Flexpreis 62 Euro
- der RV im 2h-Takt (00:06/10 - 05:02 über Ma/Hd und S) kostet 49,60 Euro
--- zusätzlich noch weitere RV-Vervbindungen, etwa über Würzburg, natürlich teurer
--- das QdL-Ticket zu 44 Euro (RV) ist wiederum auch ein recht flexibles Ticket

Gruß, naseweiß

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Evtl. Stichwort differenzierter Flexpreis?

Matze86, München, Dienstag, 11.10.2016, 17:48 (vor 3466 Tagen) @ Mike65

- kein Text -

Wie flexibel ist der Flexpreis?

Aphex Twin, Mittwoch, 12.10.2016, 01:59 (vor 3466 Tagen) @ Mike65

Also ich bekomme drei unterschiedliche Flexpreise je nach der zugrundeliegenden Verbindung. Für die kürzere Verbindung Mannheim-Ulm zeigt mir sie Bahn.de sogar direkt untereinander an: 54 Euro für den ICE, 47 Euro für den IC und 40,6 Euro für den IRE.

Wie flexibel ist der Flexpreis?

Mike65, Mittwoch, 12.10.2016, 12:17 (vor 3466 Tagen) @ Aphex Twin

Also ich bekomme drei unterschiedliche Flexpreise je nach der zugrundeliegenden Verbindung. Für die kürzere Verbindung Mannheim-Ulm zeigt mir sie Bahn.de sogar direkt untereinander an: 54 Euro für den ICE, 47 Euro für den IC und 40,6 Euro für den IRE.

Richtig, wenn nur IC bzw. IRE dabei ist. Sobald auch nur ein kleines Teilstück mit dem ICE zurückgelegt wird, wird für die Gesamtstrecke der ICE-Preis berechnet.

Rückfrage: Wieveiel muss man eigentlich nachzahlen, wenn man sich mit einem IC-Flexticket in einen ICE setzt? Nur die Differenz oder zusätzlich noch den Bordpreis?
Kurzfristig am Automaten upgraden scheint ja nicht möglich zu sein, der bietet nur Storno und Neubuchung an, was jedoch 17.50€ kostet.

OT: Storno am Automaten?

JanZ, HB, Mittwoch, 12.10.2016, 12:24 (vor 3466 Tagen) @ Mike65
bearbeitet von JanZ, Mittwoch, 12.10.2016, 12:25

Das geht? Für welche Ticketarten (Online, RZ, Automat, ...)?

Nur die Differenz

bahnerausleidenschaft, Mittwoch, 12.10.2016, 13:00 (vor 3465 Tagen) @ Mike65

- kein Text -

Wie flexibel ist der Flexpreis?

Norddeich, Mittwoch, 12.10.2016, 17:41 (vor 3465 Tagen) @ Mike65

Also ich bekomme drei unterschiedliche Flexpreise je nach der zugrundeliegenden Verbindung. Für die kürzere Verbindung Mannheim-Ulm zeigt mir sie Bahn.de sogar direkt untereinander an: 54 Euro für den ICE, 47 Euro für den IC und 40,6 Euro für den IRE.


Richtig, wenn nur IC bzw. IRE dabei ist. Sobald auch nur ein kleines Teilstück mit dem ICE zurückgelegt wird, wird für die Gesamtstrecke der ICE-Preis berechnet.

Dafür kann die Fahrkarte dann auch für die Gesamtstrecke im ICE genutzt werden.

Wie flexibel ist der Flexpreis?

Aphex Twin, Mittwoch, 12.10.2016, 19:05 (vor 3465 Tagen) @ Mike65

Also ich bekomme drei unterschiedliche Flexpreise je nach der zugrundeliegenden Verbindung. Für die kürzere Verbindung Mannheim-Ulm zeigt mir sie Bahn.de sogar direkt untereinander an: 54 Euro für den ICE, 47 Euro für den IC und 40,6 Euro für den IRE.


Richtig, wenn nur IC bzw. IRE dabei ist. Sobald auch nur ein kleines Teilstück mit dem ICE zurückgelegt wird, wird für die Gesamtstrecke der ICE-Preis berechnet.

Und eine Stückelung (Mannheim-Stuttgart: ICE, Stuttgart-Ulm: IC) macht die Sache noch teurer: 39 + 22,5 Euro. Darüberhinaus ist auf dieser Strecke ICE+IC je nach Verbindung gleich schnell wie nur IC. Gut zu wissen, wenn man eine Verbindung mit ICE+ andere Kategorie nutzt und der zweite Teil auch vom ICE bedient wird, man sich überlegen sollte, ob man nicht ganz auf den ICE verzichten kann.

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