Crack und Heroin auf Zuruf: Der Frankfurter Hauptbahnhof (Allgemeines Forum)

JumpUp, Freitag, 30.09.2016, 07:12 (vor 3474 Tagen)

Guten Morgen,

in der FAZ gibt es aktuell einen sehr treffenden Kommentar über den Frankfurter Hauptbahnhof:
Frankfurt Hbf


Als täglicher Pendler, der den Frankfurter Hbf und seine S-Bahn/Straßenbahn/U-Bahn Ebene im Detail kenne, kann dem Kommentar weitestgehend zustimmen.

Viel schlimmer als die Drogenszene (von der wird der Fahrgast wenigstens in Ruhe gelassen und nicht angesprochen) sind die ewigen Bettler und Schnorrer auf den Fernbahnsteigen. Auf keinem anderen deutschen Bahnhof wird mit derarter Aggressivität und Aufdringlichkeit auf die Fahrgäste zugegangen. Mein High Score waren fünf Bettler in zehn! Minuten die von wir Geld wollten.

Das Betteln, Drogen etc. auch alles eine gesellschaftliche Frage ist und das natürlich alles arme Schweine sind - keine Frage!

Nur ist die Deutsche Bahn ein Wirtschaftsunternehmen und keine Sozialstation. Auf Flughäfen, im Supermarkt, in Museen oder anderen öffentlichen Gebäuden wird auch nicht toleriert, dass sich eine Drogenszene aufbaut und die Fahrgäste durch Bettler belästigt werden.

Warum scheint das am Frankfurter Hbf niemand zu interessieren? Es handelt sich um einen der wichtigsten Verkehrsknoten Europas und nicht um ein Obdachlosenheim (und gerade in Bezug auf Sozialstaat bietet Deutschland einige Alternativen, kein Vergleich zu nach östlich gelegenem Land, wo auf der Straße leben die einzige Alternative ist)


Meines Erachtens müsste der Hausherr (mit Sicherheitspersonal) jedem Bettler, Schnorrer, Junkie Hausverbot aussprechen und konsequent durchsetzen: Es sind ja doch immer ein gleich Gesichter. Wer fünfmal täglich aus dem Bahnhof rausgeworfen wird, sucht sich eine andere Ecke. Was bringt eine Streife, die sich das "anschaut"?

Besonders schlimm sind im Frankfurter Hbf zwei Ecken, die von den Fahrgästen nur wenig genutzt werden und etwas abseits liegen:

- die kleinere Überführung zwischen Gleis 101/102 und 103/104

- Verbindungsgang zwischen S-Bahn und U-Bahn, als Abkürzung unterirdisch direkt von den Stationen zu nutzen.

Die B-Ebene in München oder Stuttgart (gut, letztere ist nicht sonderlich hübsch aber immerhin Urinfrei und hauptsächlich von Fahrgästen benutzt) wird ja auch konsequent reingehalten.

Crack und Heroin auf Zuruf: Der Frankfurter Hauptbahnhof

markman, Freitag, 30.09.2016, 08:33 (vor 3474 Tagen) @ JumpUp

Guten Morgen,

Als täglicher Pendler, der den Frankfurter Hbf und seine S-Bahn/Straßenbahn/U-Bahn Ebene im Detail kenne, kann dem Kommentar weitestgehend zustimmen.

da kann ich die Leute verstehen, die jeden nach Frankfurt mit dem Auto fahren. Ich würde niemals jeden Tag das freiwillig ertragen wollen. In Bahnhöfen wie Hamburg, Berlin oder Hannover gibt es das nicht, rein gar nicht.

Gruß,
Markman

Hamburg, Hannover und Berlin

JumpUp, Freitag, 30.09.2016, 08:53 (vor 3474 Tagen) @ markman

Hannover und Berlin Hbf sind verhältnismäßig angenehme Aufenthaltsorte.

Zwar gibt es überall Bettler und Schnorrer, das lässt sich sowieso nicht komplett bekämpfen, aber dies ist bei weitem nicht so ausgeprägt wie in Frankfurt!

Hamburg Hbf hat leider auch einige unangenehme Ecken, wobei hier mehr der Vorplatz negativ auffällt.

Crack und Heroin auf Zuruf: Der Frankfurter Hauptbahnhof

fxe, Freitag, 30.09.2016, 08:35 (vor 3474 Tagen) @ JumpUp

Morgen.

Nur ist die Deutsche Bahn ein Wirtschaftsunternehmen und keine Sozialstation. Auf Flughäfen, im Supermarkt, in Museen oder anderen öffentlichen Gebäuden wird auch nicht toleriert, dass sich eine Drogenszene aufbaut und die Fahrgäste durch Bettler belästigt werden.

Warum scheint das am Frankfurter Hbf niemand zu interessieren? Es handelt sich um einen der wichtigsten Verkehrsknoten Europas und nicht um ein Obdachlosenheim (und gerade in Bezug auf Sozialstaat bietet Deutschland einige Alternativen, kein Vergleich zu nach östlich gelegenem Land, wo auf der Straße leben die einzige Alternative ist)

Ohne auf die soziale Thematik weiter einzugehen, konkrete Beobachtungen aus Frankfurt:
In der B-Ebene verscheucht regelmäßig jeden Abend mindestens einmal ein DB Sicherheitsteam (verm. Kein Sub) die Junkies von dem Aufgang zur Straßenbahn. Mit vorgeschicktem Schäferhund, das ist auch keine Lösung!


Meines Erachtens müsste der Hausherr (mit Sicherheitspersonal) jedem Bettler, Schnorrer, Junkie Hausverbot aussprechen und konsequent durchsetzen: Es sind ja doch immer ein gleich Gesichter. Wer fünfmal täglich aus dem Bahnhof rausgeworfen wird, sucht sich eine andere Ecke. Was bringt eine Streife, die sich das "anschaut"?

Besonders schlimm sind im Frankfurter Hbf zwei Ecken, die von den Fahrgästen nur wenig genutzt werden und etwas abseits liegen:

- die kleinere Überführung zwischen Gleis 101/102 und 103/104

Die ist seit dem Sommer gesperrt, wird mittelbar wohl aus Brandschutzgründen enttreppt, im Treppenbereich wird der Brandschutzwindfang gebaut der die Rolltreppenanlage vim Bahnsteig trennen wird. Übrigens werden die Wege dann wohl 10m länger und man sieht noch weniger Kurzzug (der Weg ist dann 20m länger, Quelle: Grundriss am Baufeld während der Sperrpause).

- Verbindungsgang zwischen S-Bahn und U-Bahn, als Abkürzung unterirdisch direkt von den Stationen zu nutzen.

Auch hier hat sich was in einem Durchgang getan, da nun einige Tote Winkel weggetrockenbaut sind. Es gibt noch weitere finstere Stellen, die wull mab gar nicht kennen, wenn man sie noch nicht kennt.


Die B-Ebene in München oder Stuttgart (gut, letztere ist nicht sonderlich hübsch aber immerhin Urinfrei und hauptsächlich von Fahrgästen benutzt) wird ja auch konsequent reingehalten.

Die Umbaupläne der B-Ebene mit deutlich weniger Zugängen und Winkeln im Durchgangsbereich haben sicher neben der Mietmaximierung genau diesen Zweck.

Crack und Heroin auf Zuruf: Der Frankfurter Hauptbahnhof

bahn-user, Freitag, 30.09.2016, 09:02 (vor 3474 Tagen) @ JumpUp
bearbeitet von bahn-user, Freitag, 30.09.2016, 09:04

Viel schlimmer als die Drogenszene (von der wird der Fahrgast wenigstens in Ruhe gelassen und nicht angesprochen) sind die ewigen Bettler und Schnorrer auf den Fernbahnsteigen. Auf keinem anderen deutschen Bahnhof wird mit derarter Aggressivität und Aufdringlichkeit auf die Fahrgäste zugegangen. Mein High Score waren fünf Bettler in zehn! Minuten die von wir Geld wollten.

Interessant, wie man Dinge unterschiedlich wahrnehmen kann. Ich werde im Jahr vielleicht 3-4mal angeschnorrt am Frankfurter Hauptbahnhof, bei ca. 100 Aufenthalten dort. In Köln erlebe ich es viel schlimmer.

Oder es liegt an unserer unterschiedlichen Ausstrahlung: Ich bin offenbar eher der Typ, der Kölner Schnorrer anzieht und Du der für die Frankfurter. ;-)

Mich nervt die Drogenszene viel mehr als die Schnorrer, weil die Drogies immer dreister werden. Ich hab schon mehrmals erlebt, wie sich auf den Bänken der S-Bahnsteige ganz offen ein Schuss gesetzt wird mit allem Pipapo von Vorbereitung, etc,, dann stehen noch 1-2 bös guckende "Kollegen" als Sicherung nebenbei und die komplette Sitzecke bleibt so frei, bis das Theater vorbei ist. Und das zb abends um acht, wenn durchaus auch noch Kinder mit ihren Eltern unterwegs sind. Da sollte der Druck wenigstens so erhöht werden, dass die Leute sich freiwillig in diskrete Ecken verpissen.

Das DB-Sicherheitspersonal schaut aus einiger Entfernung schon mal einfach nur zu, vermutlich weil sie keine Lust haben, die Leute "in the act" zu stören und so massive Gegenwehr zu riskieren.

Frankfurter Probleme

462 001, Taunus, Freitag, 30.09.2016, 09:30 (vor 3474 Tagen) @ JumpUp

Hallo,

der Frankfurter Hbf ist wirklich das allerletzte...

Ich sreig dort regelmäßig um und bin immer froh wenn ich nur wenige Minuten habe, oder die Lounge noch offen hat(obwohl das dortige Personal genau so schlecht wie der Bahnhof ist).

Und immer die Horden an Bettler. Erst Mittwochabend wollte mich einer beklauen, als ich bei LeCr... etwas holen wollte.

Und der Verkäufer wollte mir dann noch irgendein ausländisches Wechselgeld andrehen(da hatte ich das Gefühl, die arbeiten zusammen).


Das Höllenloch hab ich heut morgen auch besuchen müssen, sitz nun aber im 1557 nach Dresden:)

--
Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

?! Via-Bahnhof Frankfurt (Main) Flughafen Fernbahnhof progra

GUM, Freitag, 30.09.2016, 09:57 (vor 3474 Tagen) @ 462 001
bearbeitet von GUM, Freitag, 30.09.2016, 09:58

Hallo,

der Frankfurter Hbf ist wirklich das allerletzte...

Kommt immer auf die Fahrtrichtung an! Bei Parallelverkehr zwischen ICE und IC/EC zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Frankfurt (Main) Flughafen Fernbahnhof kannst Du doch
den VIA-Bahnhof Frankfurt (Main) Flughafen Fernbahbhof telefonisch angeben oder selbst beim Online-Ticket programmieren.

Das Einzige, was Du dort als 1. Klasse Kunde "verlieren" würdest ist doch das Butterkuchenbuffet der Lounge. Bei bahn.comfort ist das Leistungsniveau in der DB Flughafen-Lounge sogar höher weil nicht ganz so unruhig.

Und immer die Horden an Bettler. Erst Mittwochabend wollte mich einer beklauen, als ich bei LeCr... etwas holen wollte.

Und der Verkäufer wollte mir dann noch irgendein ausländisches Wechselgeld andrehen(da hatte ich das Gefühl, die arbeiten zusammen).

Dann würde ich da nicht mehr einkaufen. Morgendliche Alternative wäre doch vielleicht ein McCroissant oder sowas?


Das Höllenloch hab ich heut morgen auch besuchen müssen, sitz nun aber im 1557 nach Dresden:)

Gute Reise!

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

! Via-Bahnhof Frankflug

462 001, Taunus, Dienstag, 04.10.2016, 19:07 (vor 3469 Tagen) @ GUM

Hallo GUM,

erstmal sorry für die späte Antwort.

der Frankfurter Hbf ist wirklich das allerletzte...

Kommt immer auf die Fahrtrichtung an! Bei Parallelverkehr zwischen ICE und IC/EC zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Frankfurt (Main) Flughafen Fernbahnhof kannst Du doch
den VIA-Bahnhof Frankfurt (Main) Flughafen Fernbahbhof telefonisch angeben oder selbst beim Online-Ticket programmieren.

Dank der 100er kann ich das ja selber entscheiden^^

Aber: Leider liegt der Flughafen derzeit nur sehr selten auf meiner Route, da ich ab Frankfurt Hbf mit NV in den Taunus fahren darf/muss:)

Das Einzige, was Du dort als 1. Klasse Kunde "verlieren" würdest ist doch das Butterkuchenbuffet der Lounge. Bei bahn.comfort ist das Leistungsniveau in der DB Flughafen-Lounge sogar höher weil nicht ganz so unruhig.

Ach, in einer Lounge geht es mir nicht so sehr um die Extras der Firstbereiche, sondern um die Ruhe.

Und immer die Horden an Bettler. Erst Mittwochabend wollte mich einer beklauen, als ich bei LeCr... etwas holen wollte.
Und der Verkäufer wollte mir dann noch irgendein ausländisches Wechselgeld andrehen(da hatte ich das Gefühl, die arbeiten zusammen).

Dann würde ich da nicht mehr einkaufen. Morgendliche Alternative wäre doch vielleicht ein McCroissant oder sowas?

Jo, der Laden ist für mich gestorben. Werde nun häufiger beim Bäcker Eifler reinschauen. Der hat ein sehr großes und vor allem leckeres Angebot und dort kann man auch sehr gut&günstig Frühstücken.

Das Höllenloch hab ich heut morgen auch besuchen müssen, sitz nun aber im 1557 nach Dresden:)

Gute Reise!

Die hatte ich, danke:))


Gruß aus dem Taunus

--
Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Crack und Heroin auf Zuruf: Der Frankfurter Hauptbahnhof

meilensammler, Freitag, 30.09.2016, 12:37 (vor 3473 Tagen) @ JumpUp

Meines Erachtens müsste der Hausherr (mit Sicherheitspersonal) jedem Bettler, Schnorrer, Junkie Hausverbot aussprechen und konsequent durchsetzen: Es sind ja doch immer ein gleich Gesichter. Wer fünfmal täglich aus dem Bahnhof rausgeworfen wird, sucht sich eine andere Ecke.

Vor Bettlern schützt das leider nicht - sie suchen sich halt Orte aus, wo sie Geld bekommen, selbst wenn sie 10x täglich rausgeworfen werden.

Aus meiner Sicht sollte die Bahn am Hbf verbieten, Bettlern Geld zu geben (mit einem heftigen Bussgeld bei Verstössen) - dann verschwinden sie auch. Dieses Verbot kann dann ein Sicherheitsdienst auf Provisionsbasis überwachen.

Wobei Bettler in Ffm generell ein Problem ist - die Stadt tut einfach nichts dagegen.

--
Seit zwei Monaten nicht mehr schwarz gefahren!!!

Bettler und Tauben

VT_601, Freitag, 30.09.2016, 12:50 (vor 3473 Tagen) @ meilensammler

Aus meiner Sicht sollte die Bahn am Hbf verbieten, Bettlern Geld zu geben.

Ich denke mal das man das vergessen kann. Es gibt ja auch noch so tolle Tierliebhaber die Tauben auf dem Bahnsteig füttern obgleich auch dies verboten ist.

Wie hält Frankfurt seine S-Bahnen bettlerfrei?

bahn-user, Freitag, 30.09.2016, 15:07 (vor 3473 Tagen) @ meilensammler
bearbeitet von bahn-user, Freitag, 30.09.2016, 15:07

Aus meiner Sicht sollte die Bahn am Hbf verbieten, Bettlern Geld zu geben (mit einem heftigen Bussgeld bei Verstössen) - dann verschwinden sie auch. Dieses Verbot kann dann ein Sicherheitsdienst auf Provisionsbasis überwachen.

Lol. Das möchte ich erleben, dass man anderen Menschen - ggf auch für eine Gegenleistung, weil sie einem zb was spannendes erzählt haben - kein Geldstück in die Hand drücken darf.


Wobei Bettler in Ffm generell ein Problem ist - die Stadt tut einfach nichts dagegen.

Warum sind eigentlich die S-Bahnen in Rhein-Main fast komplett bettlerfrei? Wie werden die rausgehalten? Als ich von Berlin nach Frankfurt zog, war die S-Bahn die größte Überraschung: Keine Schnorrer während der Fahrt. Vielleicht einmal im Jahr. In Berlin hatte ich gefühlt monatelang auf *jeder* Fahrt Schnorrer oder illegale Musikanten.

Wie hält Frankfurt seine S-Bahnen bettlerfrei?

meilensammler, Freitag, 30.09.2016, 18:27 (vor 3473 Tagen) @ bahn-user

Lol. Das möchte ich erleben, dass man anderen Menschen - ggf auch für eine Gegenleistung, weil sie einem zb was spannendes erzählt haben - kein Geldstück in die Hand drücken darf.

Am Bahnhof hat DB das Hausrecht und kann das wunderbar verbieten. Genauso wie der nicht autorisierte Handel oder das Musizieren am Bahnhof verboten ist.

Warum sind eigentlich die S-Bahnen in Rhein-Main fast komplett bettlerfrei?

Tja, in S-Bahnen ist das Betteln eben verboten (§ 3, Absatz 2, Punkt 14 der Beförderungsbedingungen).

Vielleicht macht der Sicherheitsdienst einen guten Job und bringt jeden Bettler gnadenlos zur Anzeige?

--
Seit zwei Monaten nicht mehr schwarz gefahren!!!

Bahnhof = öffentliche Einrichtung?

MFBM, Mannheim, Freitag, 30.09.2016, 18:57 (vor 3473 Tagen) @ meilensammler

Am Bahnhof hat DB das Hausrecht und kann das wunderbar verbieten. Genauso wie der nicht autorisierte Handel oder das Musizieren am Bahnhof verboten ist.

Wenn das zutrifft, können Bettler nicht einfach rausgeworfen werden, solange sie nicht "betteln". Gleiches Szenario gibt es am Frankfurter Flughafen auch. Er gilt als öffentliche Einrichtung = für jeden zugänglich, und muss das Verweilen auf Bänken etc. dulden.

Ein Bettler, der nicht bettelt, ist kein Bettler

JumpUp, Freitag, 30.09.2016, 19:43 (vor 3473 Tagen) @ MFBM

- kein Text -

Crack und Heroin auf Zuruf: Der Frankfurter Hauptbahnhof

ALR997, Freitag, 30.09.2016, 19:07 (vor 3473 Tagen) @ meilensammler

Das mit dem Sicherheitsdienst auf Provisionsbasis, da wäre ich vorsichtig. Bei Sicherheitsdiensten kommen bekanntermaßen auch gerne mal die falschen Leute zum Zug (dieser ProTec-Verein in Hannover soll ja doch schon sehr grenzwertig sein).

Denn so mancher Fall mag gar nicht so eindeutig zu sein wie er von Weitem aussieht. Wenn du z.B. einer schlecht gekleideten Person Geld gibst, die vielleicht heruntergekommen *wirkt*, und vielleicht auch nur weil derjenige gerade 10 Tage Interrail hinter sich hat und gerade ohne Unterbrechung Sofia - Frankfurt durchgefahren ist, käme womöglich dieser SD dann direkt an und würde euch beide festhalten und euch vielleicht sogar bedrohen. Da mag ja im Endeffekt nichts passieren aber das sind unangenehme Erfahrungen, die keiner braucht.

Ich weiß gerade nicht mehr wo das war, aber vor einiger Zeit gab es beispielsweise einen Bericht über einen SD, dessen Mitarbeiter bei Fahrkartenkontrollen nicht gerade zimperlich waren und auch schonmal Gewalt angewendet hatten. So was kommt ja gerne dabei raus wenn man eher low-cost-Anbieter ist und seine Mitarbeiter auch dementsprechend ausbildet.

Crack und Heroin auf Zuruf: Der Frankfurter Hauptbahnhof

Sebastian56, München, Freitag, 30.09.2016, 18:55 (vor 3473 Tagen) @ JumpUp

Hallo zusammen,

Ich kann das Problem absolut verstehen, allerdings gibts da einige Haken. Das was in dem Kommentar dargestellt wird, ist zwar richtig, gilt aber meiner Meinung nach nicht nur für Frankfurt, sondern auch für Köln, Düsseldorf, Dortmund oder auch Berlin. Gerade an diesen Punkten trifft man natürlich gerade auf Junkies und Bettler. Aber jetzt zu meinem persönlichen Problem.

Womit willst du oder auch die DB Sicherheit es begründen einen ''Bettler'' Hausverbot zu verteilen oder strafrechtlich zu belangen? Junkies sind meiner Meinung nach eine andere Sache, weil diese Wegen Betäubungsmittel sicherlich einen Strafrelevanten Grund haben, der meiner Meinung nach auch verfolgt werden muss.

Aber gegen welches Gesetz verstoßen zum Bsp. Bettler die irgendwo in der Ecke sitzen? Und woran mache ich sowas fest? An den zerrissen Jeans heutzutage nicht mehr ;) Auch ich habe das Recht, mich stunden lang im Bahnhof hinzusetzen, ob jetzt Bank oder auf den Boden. Solange ich niemand anderen Bedränge, nötige, mich ihm aufzwänge und einfach irgendwo hinsetze hat niemand das Recht, auch nicht der mit dem Hausrecht, mir ein Hausverbot zu erteilen. Das wäre nämlich einfach rassistisch. Sicherlich gibt das nach außen hin kein schönes Bild ab, aber ich glaube dass das auch zur Gesellschaft dazu gehört, leider.

Ist aber auch ein ökonomisches Problem..

Viele Grüße
Sebastian

Crack und Heroin auf Zuruf: Der Frankfurter Hauptbahnhof

gnampf, Freitag, 30.09.2016, 19:26 (vor 3473 Tagen) @ Sebastian56

Womit willst du oder auch die DB Sicherheit es begründen einen ''Bettler'' Hausverbot zu verteilen oder strafrechtlich zu belangen? Junkies sind meiner Meinung nach eine andere Sache, weil diese Wegen Betäubungsmittel sicherlich einen Strafrelevanten Grund haben, der meiner Meinung nach auch verfolgt werden muss.

Damit, das gegen die Hausordnung verstoßen wird, die betteln eben verbietet. Ob das ganze strafrechtlich relevant ist oder nicht spielt da keine Rolle, das geht nur Vater Staat etwas an, darüber hat die DB auch nicht zu urteilen.

Aber gegen welches Gesetz verstoßen zum Bsp. Bettler die irgendwo in der Ecke sitzen?

Wenn er einfach irgendwo in der Ecke sitzt ist er kein Bettler. Dann mag er ein Obdachloser sein, oder umgangssprachlich Penner, aber dann hat selten einer was gegen ihn solange nicht die Gefahr besteht das er da z.B. kollabiert, randaliert, Fluchtwege versperrt, etc.

Und woran mache ich sowas fest? An den zerrissen Jeans heutzutage nicht mehr ;) Auch ich habe das Recht, mich stunden lang im Bahnhof hinzusetzen, ob jetzt Bank oder auf den Boden. Solange ich niemand anderen Bedränge, nötige, mich ihm aufzwänge und einfach irgendwo hinsetze hat niemand das Recht, auch nicht der mit dem Hausrecht, mir ein Hausverbot zu erteilen.

Grundsätzlich: doch, ich kann mit meinem Hausrecht dich jederzeit ohne Grund von meinem Grundstück werfen. Der DB sind da als Unternehmen mit öffentlichem Auftrag aber in der Tat etwas stärker die Hände gebunden. Das einfachste ist aber vermutlich eine Kontrolle der Bahnsteigkarte ;-) Sobald du aber dein Becherchen mit deinem Schildchen aufstellst wird eben ein Bettler und eine Belästigung aus dir, auch wenn sie erstmal noch gering ist... aber auf jeden Fall ein Verstoß gegen die Hausordnung und somit ein Grund dich aufzufordern das zu lassen, oder alternativ den Bahnhof zu verlassen.

Das wäre nämlich einfach rassistisch.

Nicht im geringsten, außer du wirst rausgeworfen weil du Deutscher, Türke, Araber,... bist, also aufgrund deiner Herkunft. Ansonsten wäre es allerhöchsten diskriminierend. Aber auch das nur dann, wenn anderen die gleiche Tätigkeit in gleichem Umfang erlaubt wird, dir aber nicht.

Sicherlich gibt das nach außen hin kein schönes Bild ab, aber ich glaube dass das auch zur Gesellschaft dazu gehört, leider.

Zur Gesellschaft gehören auch Mörder, Sexualverbrecher, etc ;-) Trotzdem muß man die nicht dulden.

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