Erhöhtes Beförderungsentgelt - Fragen (Fahrkarten und Angebote)

meilensammler, Dienstag, 27.09.2016, 01:41 (vor 3525 Tagen)

Gilt ein gezahltes "Erhöhtes Beförderungsentgelt" als ein Fahrschein der 1. oder der 2. Klasse? Oder darf man wählen? Oder muss man in der 1. Klasse erwischt werden, um in der 1. Klasse weiter fahren zu können?

Kann man in das "erhöhte Beförderungsentgelt" auch eine Rückfahrt inkludieren? Z. B. ich werde ohne Fahrschein auf der Fahrt von Ffm nach Mainz erwischt - kann ich beim Kontrolleur angeben, dass ich dann auch zurück fahre (bzw. "von Frankfurt nach Offenbach über Mainz fahre"), um einen möglichst hohen Gegenwert für die 60 EUR zu bekommen?

Wenn der normale Fahrpreis 30 EUR übersteigt und somit die Höhe der Fahrpreisnacherhebung bestimmt - wird vom Fahrpreis der BahnCard-Rabatt abgezogen?

Erhöhtes Beförderungsentgelt - Fragen

ICE 79, Dienstag, 27.09.2016, 05:41 (vor 3525 Tagen) @ meilensammler
bearbeitet von ICE 79, Dienstag, 27.09.2016, 05:42

Hallo Meilensammler,

warum kaufst Du nicht wie alle hier Tickets. Von Würzburg nach Frankfurt kann in Produktklasse B (gilt dann auch in C) in der 2. Klasse mit BC50 für 15,00 EUR gefahren werden. Es klingt hier schwer nach häufigem Fahren und da würde ich "wilde Konstruktionen" eher nicht in Erwägung ziehen.

PS: diese Tickets gelten auch auf den Provinzbahnhöfen wo ab und an auch RB-Züge verkehren. Es sind dann keine weiteren Stückelungen notwendig, sogar die Weiterfahrt in Frankfurt geht damit.

Ne ne ne.

462 001, Taunus, Dienstag, 27.09.2016, 06:17 (vor 3525 Tagen) @ meilensammler

Was ne bescheuerte Frage, denn entweder kauft man ne Fahrkarte für seine Strecke oder fährt halt nicht mit dem Zug.

--
Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1627
- Euro. Ausland: 717

+1

Garfield_1905, Dienstag, 27.09.2016, 09:03 (vor 3525 Tagen) @ 462 001

Ich kann diese Fragen nach irgendwelchen 'Tricks' o.ä. einfach nicht mehr lesen. Das erinnert mich an die Zeiten des 'seeligen' Tommyboy. Und wir sollten solchen 'Methoden' keinen Vorschub leisten und vielleicht sogar noch Hilfestellungen geben.

Fahrkarte kaufen von A nach B - und gut is' !

Erhöhtes Beförderungsentgelt - Fragen

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 27.09.2016, 07:16 (vor 3525 Tagen) @ meilensammler

Gilt ein gezahltes "Erhöhtes Beförderungsentgelt" als ein Fahrschein der 1. oder der 2. Klasse? Oder darf man wählen? Oder muss man in der 1. Klasse erwischt werden, um in der 1. Klasse weiter fahren zu können?

Das wirst du dann gefragt, da hängt ja auch die Berechnung des EBE dran.

Kann man in das "erhöhte Beförderungsentgelt" auch eine Rückfahrt inkludieren? Z. B. ich werde ohne Fahrschein auf der Fahrt von Ffm nach Mainz erwischt - kann ich beim Kontrolleur angeben, dass ich dann auch zurück fahre (bzw. "von Frankfurt nach Offenbach über Mainz fahre"), um einen möglichst hohen Gegenwert für die 60 EUR zu bekommen?

Kannst du natürlich tun, die 60 EUR zahlst du allerdings für die bereits zurückgelegte Strecke. Für die Weiterfahrt kommt der normale Flexpreis obendrauf.

Wenn der normale Fahrpreis 30 EUR übersteigt und somit die Höhe der Fahrpreisnacherhebung bestimmt - wird vom Fahrpreis der BahnCard-Rabatt abgezogen?

Nein.

--
Weg mit dem 4744!

Erhöhtes Beförderungsentgelt - Fragen

bahnerausleidenschaft, Dienstag, 27.09.2016, 08:04 (vor 3525 Tagen) @ JeDi

Gilt ein gezahltes "Erhöhtes Beförderungsentgelt" als ein Fahrschein der 1. oder der 2. Klasse? Oder darf man wählen? Oder muss man in der 1. Klasse erwischt werden, um in der 1. Klasse weiter fahren zu können?

Das wirst du dann gefragt, da hängt ja auch die Berechnung des EBE dran.

Kann man in das "erhöhte Beförderungsentgelt" auch eine Rückfahrt inkludieren? Z. B. ich werde ohne Fahrschein auf der Fahrt von Ffm nach Mainz erwischt - kann ich beim Kontrolleur angeben, dass ich dann auch zurück fahre (bzw. "von Frankfurt nach Offenbach über Mainz fahre"), um einen möglichst hohen Gegenwert für die 60 EUR zu bekommen?

Kannst du natürlich tun, die 60 EUR zahlst du allerdings für die bereits zurückgelegte Strecke. Für die Weiterfahrt kommt der normale Flexpreis obendrauf.

Wenn der normale Fahrpreis 30 EUR übersteigt und somit die Höhe der Fahrpreisnacherhebung bestimmt - wird vom Fahrpreis der BahnCard-Rabatt abgezogen?

Nein.

Seit wann kann man das EBE auch direkt für die Rückfahrt machen? Was für ein Blödsinn.

Verstehe den Einwand nicht

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Dienstag, 27.09.2016, 08:27 (vor 3525 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Moin,

Kann man in das "erhöhte Beförderungsentgelt" auch eine Rückfahrt inkludieren? Z. B. ich werde ohne Fahrschein auf der Fahrt von Ffm nach Mainz erwischt - kann ich beim Kontrolleur angeben, dass ich dann auch zurück fahre (bzw. "von Frankfurt nach Offenbach über Mainz fahre"), um einen möglichst hohen Gegenwert für die 60 EUR zu bekommen?

Kannst du natürlich tun, die 60 EUR zahlst du allerdings für die bereits zurückgelegte Strecke. Für die Weiterfahrt kommt der normale Flexpreis obendrauf.

Seit wann kann man das EBE auch direkt für die Rückfahrt machen? Was für ein Blödsinn.

erzählen kann man viel. Da die Rückfahrt noch nicht angetreten werden konnte, also 0 km zurückgelegt wurden, kann es nach JeDi dafür kein "Vorab-EBE" geben.

Grüße,

Dirk

--
Wer ist kundig auf folgenden Baureihen:
101, 103, 110, 111, 112, 120, 139, 140, 141, 143, 150, 151, 155, 181.2, 218, 225, 233, 362, 420, 472, 601, 605, 624, 628, 643 und 644?
Richtig: Bender!

Verstehe den Einwand nicht

bahnerausleidenschaft, Dienstag, 27.09.2016, 08:33 (vor 3525 Tagen) @ oppermad

Moin,

Kann man in das "erhöhte Beförderungsentgelt" auch eine Rückfahrt inkludieren? Z. B. ich werde ohne Fahrschein auf der Fahrt von Ffm nach Mainz erwischt - kann ich beim Kontrolleur angeben, dass ich dann auch zurück fahre (bzw. "von Frankfurt nach Offenbach über Mainz fahre"), um einen möglichst hohen Gegenwert für die 60 EUR zu bekommen?

Kannst du natürlich tun, die 60 EUR zahlst du allerdings für die bereits zurückgelegte Strecke. Für die Weiterfahrt kommt der normale Flexpreis obendrauf.

Seit wann kann man das EBE auch direkt für die Rückfahrt machen? Was für ein Blödsinn.


erzählen kann man viel. Da die Rückfahrt noch nicht angetreten werden konnte, also 0 km zurückgelegt wurden, kann es nach JeDi dafür kein "Vorab-EBE" geben.

Grüße,

Dirk

Man kann dies aber nicht direkt mit dem EBE abrechnen. Man kann nur eine eFN für den aktuellen Zug ausgeben und nicht direkt für die Rückfahrt. Daher Einwand berechtigt.

Das meinte ich: EBE nur für aktuelle (Hin-) Fahrt...

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Dienstag, 27.09.2016, 08:49 (vor 3525 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Moin,

... zum Zeitpunkt der Erhebung möglich. Also ist eine evtl. geplante Rückfahrt überhaupt nicht relevant. Oder stehe ich unwissenderweise voll auf der Leitung?

Grüße,

Dirk

--
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Richtig: Bender!

Ich denke, hier geht es allein um technische Beschränkungen

kater_k, BBRN, Dienstag, 27.09.2016, 08:54 (vor 3525 Tagen) @ oppermad
bearbeitet von kater_k, Dienstag, 27.09.2016, 08:55

Moin,

... zum Zeitpunkt der Erhebung möglich. Also ist eine evtl. geplante Rückfahrt überhaupt nicht relevant. Oder stehe ich unwissenderweise voll auf der Leitung?

Ich denke, was bahnerausleidenschaft hier anführt ist eher eine technische Einschränkung: Vermutlich lässt sich dem mobilen Terminal EBE + Rückfahrkarte nicht in einem Vorgang entlocken.

Wer aber ohnehin ein EBE beim Zugbegleiter bezahlt, kann aber (und ich vermute darauf bezieht sich JeDi) durchaus auch gleich (technisch halt als Folgevorgang im Anschluss ans und losgelöst vom EBE) eine Rückfahrkarte erwerben. Aus Fahrgastsicht bleibt das ja ein Vorgang, auch wenn der Zugbegeleiter zwischendurch noch einmal einen neuen Vorgang in seinem MT startet.

Bitte korrigiert mich ggf. :D

Ich denke, hier geht es allein um technische Beschränkungen

bahnerausleidenschaft, Dienstag, 27.09.2016, 09:41 (vor 3525 Tagen) @ kater_k

Moin,

... zum Zeitpunkt der Erhebung möglich. Also ist eine evtl. geplante Rückfahrt überhaupt nicht relevant. Oder stehe ich unwissenderweise voll auf der Leitung?


Ich denke, was bahnerausleidenschaft hier anführt ist eher eine technische Einschränkung: Vermutlich lässt sich dem mobilen Terminal EBE + Rückfahrkarte nicht in einem Vorgang entlocken.

Wer aber ohnehin ein EBE beim Zugbegleiter bezahlt, kann aber (und ich vermute darauf bezieht sich JeDi) durchaus auch gleich (technisch halt als Folgevorgang im Anschluss ans und losgelöst vom EBE) eine Rückfahrkarte erwerben. Aus Fahrgastsicht bleibt das ja ein Vorgang, auch wenn der Zugbegeleiter zwischendurch noch einmal einen neuen Vorgang in seinem MT startet.

Bitte korrigiert mich ggf. :D

Nein, Ich darf Fahrkarten nur für "meinen" Zug inklusive umsteigen natürlich verkaufen. Aber Ich darf keine Fahrkarte für die Rückfahrt alleine verkaufen.

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JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 27.09.2016, 09:43 (vor 3525 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Man kann dies aber nicht direkt mit dem EBE abrechnen. Man kann nur eine eFN für den aktuellen Zug ausgeben und nicht direkt für die Rückfahrt. Daher Einwand berechtigt.

Geht das bei DBs nicht mehr? Früher konnte man da doch mal alles erstellen, was als Flexpreis ging?

--
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bahnerausleidenschaft, Dienstag, 27.09.2016, 09:45 (vor 3525 Tagen) @ JeDi

Man kann dies aber nicht direkt mit dem EBE abrechnen. Man kann nur eine eFN für den aktuellen Zug ausgeben und nicht direkt für die Rückfahrt. Daher Einwand berechtigt.


Geht das bei DBs nicht mehr? Früher konnte man da doch mal alles erstellen, was als Flexpreis ging?

Daher erst genau recherchieren und dann posten.

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JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 27.09.2016, 10:07 (vor 3525 Tagen) @ bahnerausleidenschaft
bearbeitet von JeDi, Dienstag, 27.09.2016, 10:08

Daher erst genau recherchieren und dann posten.

Tschuldigung, hatte mit dem MTx noch nicht zu tun, und mit unserer Vertriebstechnik werden einfach 2 Belege erstellt, da kann die Weiterfahrt natürlich auch sonstwohin gehen. Dass eine solche Rückfahrt nicht in den 60 Euro enthalten ist (genau so wie allfällige Weiterfahrten) steht ja außer Frage?

--
Weg mit dem 4744!

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bahnerausleidenschaft, Dienstag, 27.09.2016, 11:00 (vor 3525 Tagen) @ JeDi

Daher erst genau recherchieren und dann posten.


Tschuldigung, hatte mit dem MTx noch nicht zu tun, und mit unserer Vertriebstechnik werden einfach 2 Belege erstellt, da kann die Weiterfahrt natürlich auch sonstwohin gehen. Dass eine solche Rückfahrt nicht in den 60 Euro enthalten ist (genau so wie allfällige Weiterfahrten) steht ja außer Frage?

Es wird das EBE bis zum nächsten Halt und für die Weiterfahrt im gleichen Zug der Flexpreis berechnet. Und davon dann die Gesamtsumme muss dann bezahlt werden. Der Meilensammler wollte aber auch direkt die Rückfahrt berechnet bekommen.

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Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 27.09.2016, 11:07 (vor 3525 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Es wird das EBE bis zum nächsten Halt und für die Weiterfahrt im gleichen Zug der Flexpreis berechnet. Und davon dann die Gesamtsumme muss dann bezahlt werden. Der Meilensammler wollte aber auch direkt die Rückfahrt berechnet bekommen.

Interessant - das EBE im RMV gilt (zumindest wenn es in Verkehrsmitteln der VGF ausgestellt wird, aber das sollte ja verbundweit einheitlich sein?) tatsächlich als Fahrschein bis zum Ziel. Mehrfach so mitbekommen wenn jemand ohne Fahrkarte erwischt wird. Die Zielhaltestelle wird abgefragt und mit ausgedruckt.

Wie es bei der Üstra gewesen wäre, als ich das gültige City-Ticket dank eines (der DB bekannten!) Bugs im DB-Navigator nicht vorweisen konnte, kann ich nicht sagen, als der Papierkram abgeschlossen war, war ich an der Zielhaltestelle angekommen. Aber da mußte ich nach Klärung des Sachverhalts ja letztlich gar nichts bezahlen, schließlich war ich im Besitz einer gültigen Fahrkarte und hatte meinen Teil dazu getan, diese auch vorzeigen zu können. (Telefon war betriebsbereit, App in der aktuellsten Version installiert, Ticket geladen.) Für Fehler in der App bin ich als Kunde ja nicht verantwortlich, sofern ich die aktuellste veröffentlichte Version verwende.

Die Rückfahrt aber grundsätzlich unabhängig davon sehende Grüße,
der Colaholiker

--
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meilensammler, Dienstag, 27.09.2016, 12:03 (vor 3525 Tagen) @ Colaholiker

In der S-Bahn ist es beim RMV ähnlich - man wird nach dem Fahrziel gefragt, das EBE gilt dann als Fahrschein bis zum Fahrziel. Zumindest war es so als das EBE noch 40 EUR betragen hat - 60 EUR habe ich noch nicht zahlen müssen, fahre nämlich nur selten schwarz.

Unfassbar ...

Garfield_1905, Dienstag, 27.09.2016, 12:08 (vor 3525 Tagen) @ meilensammler

(...) fahre nämlich nur selten schwarz.

Das heißt aber wiederum, das Du es mitunter doch tust. Dann hast Du hier m.E. nichts zu suchen und Dir schon gar nicht irgendwelche Tipps dafür zu holen.

PS. Ich verweise ausdrücklich auf den Hinweis 'm.E.', das heißt es ist meine Meinung. Ich verbiete hier niemandem irgendwas, sondern äußere lediglich meine Meinung. Dies nur als Hinweis für div. 'Besserwisser'.

+1

Berlin-Express, nähe BPHD, Dienstag, 27.09.2016, 13:27 (vor 3525 Tagen) @ Garfield_1905

- kein Text -

Zustimmung.

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 28.09.2016, 21:01 (vor 3523 Tagen) @ Garfield_1905

Das denke ich mir auch, vor allem, dass es dann auch noch Hilfestellung gibt...!

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

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Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 27.09.2016, 12:20 (vor 3525 Tagen) @ meilensammler

In der S-Bahn ist es beim RMV ähnlich - man wird nach dem Fahrziel gefragt, das EBE gilt dann als Fahrschein bis zum Fahrziel.

Ist aber ein schlechter "Deal". 60€ ist immer mehr als das doppelte eines gewöhnlichen Fahrpreises, egal von wo nach wo man sich im Netz der S-Bahn Rhein-Main bewegt. Mehr als Preisstufe 7 (15,25 € für die Einzelfahrt) muß man legal nämlich nicht zahlen.

Dich aber gene auch weiterhin die 60€ bezahlen lassende Grüße,
der Colaholiker

--
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Ausprobieren würde helfen ;-)))))))

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Dienstag, 27.09.2016, 14:18 (vor 3525 Tagen) @ meilensammler

Moin,

[...]Zumindest war es so als das EBE noch 40 EUR betragen hat - 60 EUR habe ich noch nicht zahlen müssen, fahre nämlich nur selten schwarz.

allerdings werde ich Dir den Ratschlag nicht geben, da dies zu Konflikten mit dem StGB führt.

Vielleicht machst Du demnächst neue Lebenserfahrungen. Es "lohnt" sich meiner Meinung nach besonders in der Schwebebahn, wenn die Kontrolleure nicht den besten Tag erwischt haben. Dann gibt es eine Kostprobe des etwas forschen Umgangstones (vgl. z. Frank Plasberg) gratis mit dazu.

Ich finde übrigens auch nicht alles gut; manchmal muss man sich aber den Spielregeln entsprechend anpassen.

Grüße,

Dirk

--
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Richtig: Bender!

Niedriger Blutdruck?

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 27.09.2016, 14:50 (vor 3525 Tagen) @ oppermad

Moin.

Vielleicht hat er einfach nur einen zu niedrigen Blutdruck. Wo stand nochmal Schwarzfahren erhöht den Ruhepuls?

Gruß Sören
(lieber unkotrolliert mit normalem Puls unterwegs als ohne Fahrschein und mit Kontrolle)

--
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Verstehen Sie Bahnhof!
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Ausprobieren würde helfen ;-)))))))

meilensammler, Dienstag, 27.09.2016, 16:59 (vor 3525 Tagen) @ oppermad

Also meine bisherige Erfahrung mit Kontrolleuren war sehr positiv - sie verhalten sich immer sehr korrekt. Ich bin allerdings auch stets freundlich und - für Schwarzfahrerverhältnisse - zahlungswillig, mache keine Diskussionen und tue auch nicht so, als ob ich etwas nicht gewusst hätte.

Ich sage sofort, dass ich schwarz fahre weil ich sonst den Zug verpasst hätte und dass ich deshalb wohl 40 EUR zahlen muss. Dann wird halt gezahlt und ich bekomme die Quittung, die zugleich als Fahrschein für die Reststrecke gilt. Der ganze Vorgang unterscheidet sich nicht von einem normalen Fahrscheinkauf im Zug.

Nicht ganz!

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Dienstag, 27.09.2016, 17:35 (vor 3525 Tagen) @ meilensammler

Moin,

Der ganze Vorgang unterscheidet sich nicht von einem normalen Fahrscheinkauf im Zug.

Du hast eine Fahrkarte, soweit sehe ich das auch so; allerdings zu einem anderen Preis und wirst möglicherweise angezeigt. Bei der üstra in Hannover m. W. schon im Wiederholungsfall. Und das kann wiederum Konsequenzen haben, da es z. B. Arbeitgeber gibt, die gerichtliche Verurteilungen nicht gerne sehen, um es sehr höflich auszudrücken.

Grüße,

Dirk

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Richtig: Bender!

Nicht ganz!

meilensammler, Dienstag, 27.09.2016, 17:40 (vor 3525 Tagen) @ oppermad

Einen "Wiederholungsfall" kann der Beförderer nur erkennen, wenn er meine Personalien aufnimmt.

Ich weiß nicht, wie das im Norden gehandhabt wird, aber beim RMV werden die Personalien nicht aufgenommen, wenn man sofort vor Ort zahlt. Und zahlen tue ich natürlich nur bar, damit man aus dem Kartenzahlungsvorgang auch keine Rückschlüsse auf meine Person ziehen kann.

Nicht ganz!

bahnerausleidenschaft, Dienstag, 27.09.2016, 18:31 (vor 3524 Tagen) @ meilensammler

Anonymer Barzahler nennt man das. Also fährst du schwarz und wenn du erwischt wirst zahlst du anstandslos die Strafe. Eine Monatskarte wäre günstiger. :)

Russisch Roulette also

Lumi25, Mittwoch, 28.09.2016, 05:04 (vor 3524 Tagen) @ meilensammler

Wenn mehrmals im Monat Kontroleure kommen wird es richtig teuer.

Ich kenne allerdings auch nicht die Preise im RMV für Monatskarten. Hatte letztens nur mal geschaut was ein Einzelticket vom Hbf zum Flughafen in Frankfurt kostet, da ich mit der S-Bahn vorfahren wollte. Der hohe Fahrpreis für 10 Minuten hat mich dann aber ziemlich abgeschreckt.

Russisch Roulette also

ICE 79, Mittwoch, 28.09.2016, 05:53 (vor 3524 Tagen) @ Lumi25
bearbeitet von ICE 79, Mittwoch, 28.09.2016, 05:53

Moin,

Wenn eine Bahncard 50 vorhanden ist, dann wuerde ich ein Ticket fuer Produktklasse B kaufen.

Russisch Roulette also

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 28.09.2016, 08:39 (vor 3524 Tagen) @ Lumi25

Ich kenne allerdings auch nicht die Preise im RMV für Monatskarten.

http://www.rmv.de/linkableblob/de/6322-99721/data/rmv-preisliste_2016.pdf

Hatte letztens nur mal geschaut was ein Einzelticket vom Hbf zum Flughafen in Frankfurt kostet, da ich mit der S-Bahn vorfahren wollte. Der hohe Fahrpreis für 10 Minuten hat mich dann aber ziemlich abgeschreckt.

Ja, mit dem Flughafen hat man bei Einführung des RMV ohnehin ein übles Konstrukt geschaffen, um Gelegenheitsfahrer zur Kasse zu bitten.
Einzelfahrten Stadt <-> Flughafen sind Preisstufe 4, Fahrten mit Wochen-, Monats- und Jahreskarten hingegen Preisstufe 3, da in diesem Fall das Sondertarifgebiet Flughafen zum Tarifgebiet Frankfurt zählt. Man munkelt, letzteres wäre auf Druck von Fraport passiert, um zu verhindern, daß die Arbeitskräfte plötzlich alle mit dem Auto zur Arbeit kommen.

Wenn Dir der Preis für 10 Minuten S-Bahn zu teuer ist, fahr stattdessen mit der Busline 61 vom Südbahnhof. Da haste mehr fürs gleiche Geld und kannst sogar Terminal 2 direkt erreichen. ;-)

Grundsätzlich mit dem Bus zum Flughafen fahrende Grüße,
der Colaholiker

--
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Dieser RMV aber auch...

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 28.09.2016, 21:06 (vor 3523 Tagen) @ Colaholiker

...also ich bin erstaunt, wie kreativ man darin ist, Kunden zu verschrecken... ich persönlich hab irgendwie nichts gutes vom RMV gehört... da bin ich glatt froh, im HVV-Gebiet gelebt zu haben. Da, wie hier im VOR oder im tschechischen IDS-JMK ist auch nicht alles super, aber ich fürchte glatt, dass es trotzdem besser als im RMV ist...

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Dieser RMV aber auch...

Lumi25, Mittwoch, 28.09.2016, 21:56 (vor 3523 Tagen) @ J-C

...also ich bin erstaunt, wie kreativ man darin ist, Kunden zu verschrecken... ich persönlich hab irgendwie nichts gutes vom RMV gehört... da bin ich glatt froh, im HVV-Gebiet gelebt zu haben. Da, wie hier im VOR oder im tschechischen IDS-JMK ist auch nicht alles super, aber ich fürchte glatt, dass es trotzdem besser als im RMV ist...

Der HVV ist in der Tat sehr kundenfreundlich und die Tagestickets auch recht günstig wie ich finde.

Befremdlich ist für mich dort eher der massive Straßenverkehr und das die Hamburger dies anscheinend noch toll finden.

Russisch Roulette also

Lumi25, Mittwoch, 28.09.2016, 21:53 (vor 3523 Tagen) @ Colaholiker

Wenn Dir der Preis für 10 Minuten S-Bahn zu teuer ist, fahr stattdessen mit der Busline 61 vom Südbahnhof. Da haste mehr fürs gleiche Geld und kannst sogar Terminal 2 direkt erreichen. ;-)

Grundsätzlich mit dem Bus zum Flughafen fahrende Grüße,
der Colaholiker


Es ging damals einfach um die Rückfahrt von Frankfurt nach Köln wo ich am Flughafen 12 Minuten Umsteigezeit nur hatte und der ICE aus Wien hätte ja auch Verspätung haben können und Frankfurt Hbf bzw. Umgebung finde ich bei 2 Stunden Aufenthalt nicht gerade ansprechend.

Ich bin damals mit dem HKX nach Frankfurt gefahren und da dieser auch mal etwas mehr Verspätung haben kann dachte ich sicherheitshalber 2 Stunden Aufenthalt in Frankfurt.

Wäre es billiger gewesen wäre ich mit der S-Bahn halt vorgefahren so habe ich drauf verzichtet.

Da an jenem Tag alles pünktlich war (auch der HKX) ist das nicht weiter schlimm gewesen nicht vorzufahren.

Russisch Roulette also

meilensammler, Mittwoch, 28.09.2016, 23:25 (vor 3523 Tagen) @ Lumi25

Auf der Flughafenstrecke wird zwischen Ffm-Stadion und Niederrad sehr oft kontrolliert! Als Schwarzfahrer ist das statistisch gesehen definitiv teurer, als jedes Mal einen Fahrschein für 4,65 EUR zu kaufen.

Erhöhtes Beförderungsentgelt - Fragen

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 27.09.2016, 08:07 (vor 3525 Tagen) @ meilensammler

Sagmal, geht's noch? Erst gestern der Schwarzfahrer-Thread und jetzt das? Stell dich doch nicht so an und kauf dir halt 'ne Fahrkarte! Also echt ...

Erhöhtes Beförderungsentgelt - Fragen

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 27.09.2016, 10:09 (vor 3525 Tagen) @ Paladin

Sagmal, geht's noch? Erst gestern der Schwarzfahrer-Thread und jetzt das? Stell dich doch nicht so an und kauf dir halt 'ne Fahrkarte! Also echt ...

Immerhin gibt einem das die Bestätigung, dass Einnahmensicherung wichtig ist.

--
Weg mit dem 4744!

Erhöhtes Beförderungsentgelt - Fragen

meilensammler, Dienstag, 27.09.2016, 12:11 (vor 3525 Tagen) @ Paladin

Ich kaufe mir immer Fahrkarten, wenn es ohne einen großen Zeitverlust möglich ist. Schwarzfahren lohnt sich nicht wirklich - ich werde gefühlt auf jeder 4. Fahrt kontrolliert.

Wenn ich aber an einer Station 1 Minute vor Abfahrt des Zuges auftauche und der nächste Zug erst in 30 Minuten ist - dann steige ich ein und fahre schwarz, sorry. Warum gibt's eigentlich keine Fahrscheinautomaten im Zug - in der Straßenbahn gibt's sie ja.

Erhöhtes Beförderungsentgelt - Fragen

JanZ, HB, Dienstag, 27.09.2016, 12:16 (vor 3525 Tagen) @ meilensammler

Ich kaufe mir immer Fahrkarten, wenn es ohne einen großen Zeitverlust möglich ist. Schwarzfahren lohnt sich nicht wirklich - ich werde gefühlt auf jeder 4. Fahrt kontrolliert.

Wenn ich aber an einer Station 1 Minute vor Abfahrt des Zuges auftauche und der nächste Zug erst in 30 Minuten ist - dann steige ich ein und fahre schwarz, sorry. Warum gibt's eigentlich keine Fahrscheinautomaten im Zug - in der Straßenbahn gibt's sie ja.

Weil manche Leute (du auch?) dann erst einen Fahrschein kaufen, wenn der Kontrolleur kommt und sonst ganz umsonst fahren. In Straßenbahnen gibt es auch nicht überall Automaten, Darmstadt hat sie z.B. abgeschafft, und in Frankfurt gab es sie m.E. nie. Dafür fahren durchaus (noch) einige Züge mit Automaten herum.

Automat und Einnahmensicherung in der Tram ist möglich

Höllentalbahn, Dienstag, 27.09.2016, 17:00 (vor 3525 Tagen) @ JanZ

Also zumindest in den Freiburger Straßenbahnen hat die VAG kurz nach dem Anfahren wenn keiner mehr an den Automaten war, diese kurzum deaktiviert damit die Kontrolleure ihren Job erledigen können.
Mit freundlichen Grüßen
Höllentalbahn

Automat und Einnahmensicherung in der Tram ist möglich

JanZ, HB, Dienstag, 27.09.2016, 17:22 (vor 3525 Tagen) @ Höllentalbahn

Also zumindest in den Freiburger Straßenbahnen hat die VAG kurz nach dem Anfahren wenn keiner mehr an den Automaten war, diese kurzum deaktiviert damit die Kontrolleure ihren Job erledigen können.

Nur dann, wenn Kontrolleure kamen? Wenn nein, musste dann der Fahrer nach jeder Haltestelle gucken, ob noch jemand am Automaten steht? Wenn ja, kann man das im Zug eher nicht machen, da das Kontrollpersonal meist ständig anwesend ist und der Tf außerdem schlecht sehen kann, ob jemand noch gerade dabei ist, sich einen Fahrschein zu ziehen.

Automat und Einnahmensicherung in der Tram ist möglich

Höllentalbahn, Dienstag, 27.09.2016, 17:36 (vor 3525 Tagen) @ JanZ

Ja nur wenn Kontrolleure kamen wurden/werden die Automaten deaktiviert.

Erhöhtes Beförderungsentgelt - Fragen

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 27.09.2016, 12:17 (vor 3525 Tagen) @ meilensammler

in der Straßenbahn gibt's sie ja.

Dir in Frankfurt viel Spaß in der Straßenbahn* wünschende Grüße,
der Colaholiker

*)ohne Automat. Ausnahmslos.

--
[image]

Erhöhtes Beförderungsentgelt - Fragen

meilensammler, Dienstag, 27.09.2016, 12:28 (vor 3525 Tagen) @ Colaholiker

Ich fahre nie Straßenbahn in Frankfurt - in meiner Ecke gibt's sie nicht.

Aber irgendwo in D habe ich schon Automaten in der Straßenbahn gesehen.

Irgendwo in Deutschland

ALR997, Dienstag, 27.09.2016, 13:44 (vor 3525 Tagen) @ meilensammler

Diese geographische Bezeichnung trifft es ganz gut.

Es gibt Fahrscheinautomaten in Stadtbahn, aber auch in Bussen. Beispielsweise in Köln. Heißt aber nicht dass du in jeder Stadt auf gut Glück reinrennen kannst in der Erwartung, dort ein Ticket kaufen zu können (schön wäre es ja).

Auch kannst du nicht, weil die Elbe-Saale-Bahn Fahrkarten an Bord verkaufen, dass selbiges beispielsweise für die Nordwestbahn gilt.

Für Fahrkartenautomaten im Fahrzeug

Bambalouni, Bielefeld / Jena, Dienstag, 27.09.2016, 13:55 (vor 3525 Tagen) @ ALR997

Ich bin dafür, dass zumindest in Nahverkehrszügen konsequent Fahrscheinautomaten stehen sollten. Von mir aus soll dort ein Bordzuschlag erhoben werden, aber immer gleich eine EBE ist überzogen. Dafür gibt es einfach zu viele defekte Automaten an den Bahnhöfen. Bei vielen Umstiegen ist es außerdem unmöglich ein Ticket zu kaufen.

Ein guter Kontrolleur fällt erst bei der Kontrolle auf. Aus den Straßenbahnen und Bussen in Jena kenne ich es so, dass das Kontrollpersonal in zivil in der Bahn sitzt und plötzlich aufsteht und von den Personen herum, die Fahrscheine sehen will. Wer dann plötzlich zum Automat rennt oder versucht ein Handyticket zu kaufen, der fällt auf.

Für Fahrkartenautomaten im Fahrzeug

Berlin-Express, nähe BPHD, Dienstag, 27.09.2016, 14:08 (vor 3525 Tagen) @ Bambalouni

Ich bin dafür, dass zumindest in Nahverkehrszügen konsequent Fahrscheinautomaten stehen sollten. Von mir aus soll dort ein Bordzuschlag erhoben werden, aber immer gleich eine EBE ist überzogen. Dafür gibt es einfach zu viele defekte Automaten an den Bahnhöfen. Bei vielen Umstiegen ist es außerdem unmöglich ein Ticket zu kaufen.

Ein guter Kontrolleur fällt erst bei der Kontrolle auf. Aus den Straßenbahnen und Bussen in Jena kenne ich es so, dass das Kontrollpersonal in zivil in der Bahn sitzt und plötzlich aufsteht und von den Personen herum, die Fahrscheine sehen will. Wer dann plötzlich zum Automat rennt oder versucht ein Handyticket zu kaufen, der fällt auf.

Gibt allerdings z. B. in Berlin genug, die bei der Fahrkartenkontrolle schnell ihren Fahrschein entwerten, dies fällt leider nicht auf. Ich bin für den grundsätzlichen Erwerb im Voraus mit Entwertung. Ansonsten Bordverkauf nur wenn jedes Fahrzeug mit Kontrollpersonal gefahren wird.

Für Fahrkartenautomaten im Fahrzeug

meilensammler, Dienstag, 27.09.2016, 17:18 (vor 3525 Tagen) @ Bambalouni

Ein guter Kontrolleur fällt erst bei der Kontrolle auf.

Nicht wirklich - seitdem Kontrolleure Terminals zum bargeldlosen Bezahlen mit sich tragen, sind sie gut erkennbar. Wenn man am Ende des Triebzuges steht und alle Türen im Blick behält, kann man aus dem Zug noch herausrennen nachdem die Kontrolleure eingestiegen sind.

Eigentlich sollten sie ihre Kartenlesegeräte in Laptoptaschen verstecken und erst einsteigen, nachdem alle anderen Türen schon zu sind.

Bekommen Kontrolleure eigentlich eine Provision? Denn eigentlich dürfte dieser Job nicht sonderlich viel Spaß machen - es gibt bestimmt etliche Beschimpfungen oder noch schlimmeres jeden Tag.

Für Fahrkartenautomaten im Fahrzeug

JanZ, HB, Dienstag, 27.09.2016, 17:24 (vor 3525 Tagen) @ meilensammler

Bekommen Kontrolleure eigentlich eine Provision? Denn eigentlich dürfte dieser Job nicht sonderlich viel Spaß machen - es gibt bestimmt etliche Beschimpfungen oder noch schlimmeres jeden Tag.

Ich hoffe nicht, denn erstens können Kontrolleure die Zahl der Schwarzfahrer nicht beeinflussen und zweitens erhöhen Provisionen das Risiko für falsche Anschuldigungen.

Für ein System ähnlich der OV-Chipkaart

Höllentalbahn, Dienstag, 27.09.2016, 17:43 (vor 3525 Tagen) @ JanZ

So wie ich das sehe ist das Problem doch lediglich der zeitaufwendige Erwerb des Fahrscheins. Eine OV-Chipkaart wie in den Niederlande wäre dafür doch ideal. Ein paar "Entwerter" am Bahnsteig oder eventuell außen an der Tür und das Problem wäre gelöst. Selbst wenn der Zug in 1 Minute abfährt sollte das Einchecken machbar sein.
Zudem könnte man dies mit einer Fahrpreisdeckelung a la Oyster kombinieren (dort ist die gedeckelte Zeitkarte ebenfalls ein bisschen teurer als eine im Voraus gekaufte) und Fahrgast und EVU profitieren beide davon.
Mit freundlichen Grüßen
Höllentalbahn

Für ein System ähnlich der OV-Chipkaart - nein, nein, nein!

Hustensaft, Dienstag, 27.09.2016, 17:59 (vor 3525 Tagen) @ Höllentalbahn

Ein ganz entschiedenes: Nein!

Es geht niemanden etwas an, ob, wo und wieviel ich fahre - und mit einem Chipkartenfahrschein muss ich diese Daten offenlegen.

Ich trage das Risiko - sowohl für eigenes Versagen als auch für fremde Fehler - auch das lehne ich ab. Für eigenes Versagen in der Form, dass ich vergessen kann mich "einzustechen" (und damit ungewollt schwarzfahre, was mir zumindest mit einer Zeitkarte nicht passieren kann) oder "auszustechen" (und dann bezahle ich für Dinge, die ich gar nicht genutzt habe, was mir mit einem Papierfahrschein nie passieren kann). Für fremdes Versagen, dass interessanterweise viele (oder alle?) Verkehrsunternehmen erst einmal davon ausgehen, dass ihre Technik funktioniert und mir der Beweis des Gegenteils obliegt - und da hatten wir schon ein Beispiel in der Familie, bei dem sich dieser Beweis schnell erbringen ließ, dennoch muss man aufpassen wie ein Schießhund, dass die Daten - das passiert teilweise schon automatisiert - nicht bereits bei einer Auskunftei (meist Infoscore) gelandet sind und meinen "Wert" verschlechtern, obwohl ich mich nicht falsch verhalten habe. Und warum muss ich nachweisen, dass ich eine Zeitkarte habe, nur weil das Verkehrsunternehmen die von ihm ausgegebene Karte nicht lesen kann? Ich habe den Aufwand dort anzurufen, das aufzuklären etc., umgekehrt wäre das wohl richtig.

OV-Chipkaart auch anonym erhältich

Höllentalbahn, Dienstag, 27.09.2016, 18:02 (vor 3525 Tagen) @ Hustensaft

- kein Text -

Für ein System ähnlich der OV-Chipkaart - nein, nein, nein!

JanZ, HB, Dienstag, 27.09.2016, 18:07 (vor 3525 Tagen) @ Hustensaft

Ein ganz entschiedenes: Nein!

Es geht niemanden etwas an, ob, wo und wieviel ich fahre - und mit einem Chipkartenfahrschein muss ich diese Daten offenlegen.

Dass es die OV-Chipkaart auch anonym gibt, ist dir bekannt?

Ich trage das Risiko - sowohl für eigenes Versagen als auch für fremde Fehler - auch das lehne ich ab. Für eigenes Versagen in der Form, dass ich vergessen kann mich "einzustechen" (und damit ungewollt schwarzfahre, was mir zumindest mit einer Zeitkarte nicht passieren kann) oder "auszustechen" (und dann bezahle ich für Dinge, die ich gar nicht genutzt habe, was mir mit einem Papierfahrschein nie passieren kann). Für fremdes Versagen, dass interessanterweise viele (oder alle?) Verkehrsunternehmen erst einmal davon ausgehen, dass ihre Technik funktioniert und mir der Beweis des Gegenteils obliegt - und da hatten wir schon ein Beispiel in der Familie, bei dem sich dieser Beweis schnell erbringen ließ, dennoch muss man aufpassen wie ein Schießhund, dass die Daten - das passiert teilweise schon automatisiert - nicht bereits bei einer Auskunftei (meist Infoscore) gelandet sind und meinen "Wert" verschlechtern, obwohl ich mich nicht falsch verhalten habe. Und warum muss ich nachweisen, dass ich eine Zeitkarte habe, nur weil das Verkehrsunternehmen die von ihm ausgegebene Karte nicht lesen kann? Ich habe den Aufwand dort anzurufen, das aufzuklären etc., umgekehrt wäre das wohl richtig.

An sich Zustimmung, allerdings kann es bei Papierfahrscheinen auch passieren, dass du zu weit oder einen unerlaubten Umweg fährst oder je nach Verbund vergisst zu entwerten. Oder dass du einen zu teuren Fahrschein kaufst, was dem "für Dinge bezahlen, die du nicht nutzt" gleichkommt. Vielleicht könnte man ja auch Papier und Chipkarte parallel anbieten, dann kann sich jeder aussuchen, welche Nachteile er in Kauf nimmt. Einen Tod müssen wir sterben, wie mein Chef sagen würde. Vielleicht kann man ja auch die von dir beschriebenen Nachteile durch entsprechende AGB abmildern? Ein pauschales "Nein, nein, nein" ist mir da zu dogmatisch.

Alles kappes ;-)

ALR997, Dienstag, 27.09.2016, 19:05 (vor 3524 Tagen) @ Hustensaft

Ein ganz entschiedenes: Nein!

Und von mir ein ganz entschiedenes: da kann ich die Zweifel ausräumen.

Es geht niemanden etwas an, ob, wo und wieviel ich fahre - und mit einem Chipkartenfahrschein muss ich diese Daten offenlegen.

Du kannst in den Niederlanden auch anonyme Chipkarten kaufen. Diese kannst du zwar wiederum an ein Smartphone oder einen PC-Account koppeln, das ist aber kein Muss.
Dann allerdings kannst du nicht von bestimmten Angeboten profitieren, aber die Anonymität bleibt gewahrt.

Ich trage das Risiko - sowohl für eigenes Versagen als auch für fremde Fehler - auch das lehne ich ab. Für eigenes Versagen in der Form, dass ich vergessen kann mich "einzustechen" (und damit ungewollt schwarzfahre, was mir zumindest mit einer Zeitkarte nicht passieren kann) oder "auszustechen" (und dann bezahle ich für Dinge, die ich gar nicht genutzt habe, was mir mit einem Papierfahrschein nie passieren kann). Für fremdes Versagen, dass interessanterweise viele (oder alle?) Verkehrsunternehmen erst einmal davon ausgehen, dass ihre Technik funktioniert und mir der Beweis des Gegenteils obliegt - und da hatten wir schon ein Beispiel in der Familie, bei dem sich dieser Beweis schnell erbringen ließ, dennoch muss man aufpassen wie ein Schießhund, dass die Daten - das passiert teilweise schon automatisiert - nicht bereits bei einer Auskunftei (meist Infoscore) gelandet sind und meinen "Wert" verschlechtern, obwohl ich mich nicht falsch verhalten habe. Und warum muss ich nachweisen, dass ich eine Zeitkarte habe, nur weil das Verkehrsunternehmen die von ihm ausgegebene Karte nicht lesen kann? Ich habe den Aufwand dort anzurufen, das aufzuklären etc., umgekehrt wäre das wohl richtig.

Wer im VRR beim kontrollierten Vordereinstieg ein gültiges Ticket vorweist, welches durch das System nicht gelesen werden kann - aus welchem Grund auch immer - wird pauschal von der Beförderung mit diesem Ticket ausgeschlossen. Selbst wenn man auf dem Weg ins KundenCenter ist, wo der Fehler behoben werden könnte. Selbst wenn die Karte ohne eigenes Verschulden unlesbar wurde, hat man die finanzielle Verantwortung zu tragen. 10 Euro müssten das sein.

Dein Argument zieht also nicht zwingend, denn bereits heute trägst du bei vielen VUs selbst die Verantwortung für die Fehler anderer.

Das niederländische System dürfte vorbildlich in Europa sein, das sieht man auch daran, dass Belgien sich anschließen möchte. Trotz der Macken die es gibt, und das schließt die anfänglichen Schwierigkeiten nach Schließung der Poortjes für den ausländischen Onlineticketkunden mit ein, ist ein Check-in-and-out-System wohl die fairste Variante der Beförderung.

Ich behaupte allerdings auch, dass wir mittlerweile angenehmere Lösungen haben, als alle Bahnhöfe abzuriegeln. So könnte man die Säulen auch am Bahnsteig installieren bzw. generell im Bahnhof verteilen ohne dass auch ausländische Fahrgäste oder jene mit besonderen Fahrkarten ausgeschlossen werden.

Wie man in den Niederlanden sieht war das Resultat der OVC auch keineswegs ein massiver Personalabbau.

Also im Großen und Ganzen denke ich, sind deine Argumente doch recht schwach.

Alles kappes ;-)

JanZ, HB, Dienstag, 27.09.2016, 19:13 (vor 3524 Tagen) @ ALR997

Wer im VRR beim kontrollierten Vordereinstieg ein gültiges Ticket vorweist, welches durch das System nicht gelesen werden kann - aus welchem Grund auch immer - wird pauschal von der Beförderung mit diesem Ticket ausgeschlossen. Selbst wenn man auf dem Weg ins KundenCenter ist, wo der Fehler behoben werden könnte. Selbst wenn die Karte ohne eigenes Verschulden unlesbar wurde, hat man die finanzielle Verantwortung zu tragen. 10 Euro müssten das sein.

Das Argument zeigt zwar, dass es keines Ein- und Auscheckens bedarf, um Schwierigkeiten zu haben, spricht dann aber doch eher für Papiertickets. Falls das Hustensafts Intention war, hast du ihm damit also in die Hände gespielt :-).

Alles kappes ;-)

ALR997, Dienstag, 27.09.2016, 19:18 (vor 3524 Tagen) @ JanZ

Och dann schmeiß ich noch ne Runde Papierticketgeschichten. Ob falsch bedruckt, falsch gestempelt, falsch getippt und falsch gekauft, falscher Tag und falsche Strecke.

Übrigens: selbst in den Niederlanden gibt es für den gemeinen Fortschrittsverweigerer auch noch Papiertickets ;-)

Alles kappes ;-)

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 27.09.2016, 20:11 (vor 3524 Tagen) @ ALR997

Übrigens: selbst in den Niederlanden gibt es für den gemeinen Fortschrittsverweigerer auch noch Papiertickets ;-)

Zumindest bei NS aber nur im Vertrieb durch andere Bahnen.

Ansonsten wird OV-Chipkaart schnell unlustig, wenn man durch Systemfehler plötzlich die Karte angeblich überzogen hat und das Personal einem mäßig freundlich mitteilt da könne man auch nichts machen, außer eine neue Karte zu verkaufen. Mir egal, die zweite Karte ist jetzt relativ genau um meinen Schaden aus der ersten überzogen, und ich fahre halt nach NL nur noch Auto.

--
Weg mit dem 4744!

Alles kappes ;-) Stimmt, was Deine Argumente angeht ... :-)

Hustensaft, Dienstag, 27.09.2016, 19:19 (vor 3524 Tagen) @ ALR997

Es geht niemanden etwas an, ob, wo und wieviel ich fahre - und mit einem Chipkartenfahrschein muss ich diese Daten offenlegen.


Du kannst in den Niederlanden auch anonyme Chipkarten kaufen. Diese kannst du zwar wiederum an ein Smartphone oder einen PC-Account koppeln, das ist aber kein Muss.
Dann allerdings kannst du nicht von bestimmten Angeboten profitieren, aber die Anonymität bleibt gewahrt.

Tja, dumm gelaufen, denn wie bezahlt man die? Anonymität gibt es nur mit Bargeld - und dann wären da noch die Probleme mit Restguthaben etc. pp. Was aber schlimmer ist: Warum werde ich dann von bestimmten Angeboten ausgeschlossen, nur weil ich anonym reisen möchte?

Wer im VRR beim kontrollierten Vordereinstieg ein gültiges Ticket vorweist, welches durch das System nicht gelesen werden kann - aus welchem Grund auch immer - wird pauschal von der Beförderung mit diesem Ticket ausgeschlossen. Selbst wenn man auf dem Weg ins KundenCenter ist, wo der Fehler behoben werden könnte. Selbst wenn die Karte ohne eigenes Verschulden unlesbar wurde, hat man die finanzielle Verantwortung zu tragen. 10 Euro müssten das sein.

Womit Du mein Arbument bestens belegst. Warum muss ich als Kunde für technische Probleme haften? Und das sogar dann, wenn ich die gar nicht zu vertreten habe, sondern vielleicht das Lesegerät defekt ist? Und dann willst Du ernsthaft behaupten, meine Argumente seinen "kappes"?

Dein Argument zieht also nicht zwingend, denn bereits heute trägst du bei vielen VUs selbst die Verantwortung für die Fehler anderer.

Was die Sache nicht besser macht. So ganz nebenbei: Ich halte solche allgemeinen Beförderungsbedingungen für rechtswidrig, da hier in unzulässiger Art und Weise Risiken abgewälzt werden.

Das niederländische System dürfte vorbildlich in Europa sein, das sieht man auch daran, dass Belgien sich anschließen möchte. Trotz der Macken die es gibt, und das schließt die anfänglichen Schwierigkeiten nach Schließung der Poortjes für den ausländischen Onlineticketkunden mit ein, ist ein Check-in-and-out-System wohl die fairste Variante der Beförderung.

Gegen ein Check-in-and-out-Verfahren ist per se nicht unbedingt etwas einzuwenden. Aber sehr wohl dagegen, dass ich das Risiko des technischen Versagens tragen soll und entweder meine Anonymität aufgeben muss oder nur noch ein eingeschränktes Angebot nutzen kann. Nur so nebenbei: Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die OV-Chipkaart wieder verschwindet und durch NFC-basierte Smartphone-Apps oder Girokarten ersetzt wird. Alle, die solche Systeme verteidigen oder gut finden, sollten mal Orwells 1984 lesen und einfach auf heute übertragen - es fehlen nur noch ganz wenige Details, bis wir genau da sind, eine Horrorvision.

Also im Großen und Ganzen denke ich, sind deine Argumente doch recht schwach.

Genau umgekehrt.

Gibt's eigentlich auch Orwell's Law ...

JanZ, HB, Dienstag, 27.09.2016, 19:23 (vor 3524 Tagen) @ Hustensaft

... das besagt, dass in jeder Diskussion irgendwann mal Orwell erwähnt werden muss? Ich schreibe mal eine Utopie, in der gesammelte Daten gut geschützt werden und es allen gut geht. Dann kann man auch schreiben "JanZ hat es ja schon immer gewusst" :-P.

Gibt's eigentlich auch Orwell's Law ...

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 27.09.2016, 19:31 (vor 3524 Tagen) @ JanZ

... das besagt, dass in jeder Diskussion irgendwann mal Orwell erwähnt werden muss?

Nein, aber das Gesetz von Mike Godwin gibt es.

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[image]

Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Ja, das kenne ich ...

JanZ, HB, Dienstag, 27.09.2016, 19:37 (vor 3524 Tagen) @ Sören Heise

... wollte es nur auf Orwell übertragen, so wie hier ja mal auch jemand meinte, dass mit zunehmender Länge des Threads irgendwer irgendwem "Bahnbashing" vorwirft.

Gibt's eigentlich auch Orwell's Law ...

Hustensaft, Mittwoch, 28.09.2016, 06:38 (vor 3524 Tagen) @ JanZ

Vielleicht ist es eine Frage des Alters, vielleicht eine des Berufes, vielleicht gibt es auch noch andere Gründe ...

Wir sind heute schon ziemlich transparent, alleine dadurch, dass wir das Internet benutzen. Gäbe es heute noch die Stasi, die käme mit viel weniger Personal aus, geben wir doch durch unsere Handy-Bewegungsprofile, Facebook-Einträge etc. pp. fast alles von alleine preis. Das Dumme daran ist nur, dass wir die Geister, die wir so rufen, nicht mehr los werden, im Gegenteil, die "Bedürfnisse" werden weiter steigen - und einen Grund, warum man Daten auswerten muss - soweit dies nicht ohnehin schon geschieht - findet sich immer, mal ist es Terrorismusbekämpfung, mal der Kampf gegen Kinderpornographie, ... (lässt sich beliebig erweitern und niemand wird den Zweck an sich anzweifeln, während Zweifel an der Geeignetheit des Mittels nicht akzeptiert werden).

Prävention geht nur durch Datensparsamkeit - und wenn ich Daten offenbare, muss ich einen Vorteil davon haben. Genau dieser Vorteil stellt sich aber nicht ein, wenn ich statt eines Papierfahrscheins eine Chipkarte benutzen muss, im Gegenteil, ich muss ggf. ein Pfand hinterlegen, dem Gegenpart womöglich einen Kredit einräumen, meine Fahrtgewohnheiten offenlegen, das Risiko technischer Defekte tragen - und was habe ich davon? Nichts!

Leider ist die mangelnde Sensibilität und die Ich-habe-nichts-zu-verbergen-Mentalität heute sehr weit verbreitet. Ich habe auch nichts zu verbergen, dennoch will ich Herr meiner Daten bleiben - und daher ist die Erinnerung an Orwell mehr als bitter notwendig, aber leider wohl auch vergebliche Mühe. Um einen Spruch aus der Umweltbewegung der 1980er und 1990er zu adaptieren: Erst wenn alle Eure Daten bekannt sind und diese gegen Euch verwendet werden, werdet Ihr merken, dass Ihr diese besser nicht offenbart hättet.

Exkurs: anonyme OVC

ALR997, Dienstag, 27.09.2016, 19:30 (vor 3524 Tagen) @ Hustensaft

Nur um dir mal kurz zu erklären wie du den totalitären Überwachungsstaat Niederlande umgehen kannst:
1. Gehe zum Schalter der NS, GVB, HTM, RET oder wem auch immer (NS können mit Deutschen wohl noch am besten was anfangen)
2. Ordere eine anonyme OVC
3. Bezahle die 7,50 bar. Jetzt hast du deine Chipkaart ohne dass jemand davon weiß
4. Lade 50 Euro Guthaben drauf - geht ebenfalls bar.
5. Jetzt kannst du 50 Euro Verfahren, niemand weiß, dass genau du damit fährst und NS und andere haben trotzdem einen Einblick in dein Fahrverhalten und können ihr Angebot dementsprechend planen.

Dass du damit bestimmte Angebote nicht nutzen kannst wiederum das unterstütze ich sehr. Da einige Abos durchaus nur personalisiert ausgegeben werden kann eine Personenbindung auf einer anonymen Karte nicht gewährleistet werden.

Exkurs: anonyme OVC

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 27.09.2016, 20:13 (vor 3524 Tagen) @ ALR997
bearbeitet von JeDi, Dienstag, 27.09.2016, 20:14

NS und andere haben trotzdem einen Einblick in dein Fahrverhalten und können ihr Angebot dementsprechend planen.

Und das möchte ich nicht. Genau das ist nämlich der Unterschied zu anonymen Papierfahrscheinen. Hier kann auch ausgewertet werden, wie viele Leute wann wo unterwegs sind, aber nicht, dass Person a lustige Spaßfahrten macht, Person b öfter mal in den Puff fährt und Person c nur zum Gras kaufen in die Niederlande fährt. Dann konkrete Personen zuzuordnen dürfte bei entsprechender Datenbasis relativ leicht sein.

Mal davon abgesehen, dass ichs reichlich daneben finde, dass man erstmal 27,50 abdrücken darf, bevor man zum Normaltarif Zug fahren kann. Das ist schlicht ein zusätzliches Zugangshemmnis.

--
Weg mit dem 4744!

Exkurs: anonyme OVC

ALR997, Dienstag, 27.09.2016, 21:54 (vor 3524 Tagen) @ JeDi

Gut, die Sorge bezüglich des Bewegungsprofils kann ich dir leider nicht abnehmen.

Was die finanzielle Zugangsbeschränkung angeht: ich persönlich finde es etwas lästig, immer 20 Euro auf der Karte zu haben damit NS mich überhaupt fahren lässt. Der Grundbetrag ist aber angemessen, bedenkt man, dass niedrigere Beiträge eben die "Schwarzfahrer" wieder weniger stark treffen. Das Geld ist ja nicht endgültig weg.
Und zu den Kartengebühren: augenscheinlich recht hoch, würde das doch bedeuten, dass die OVC-Unternehmen alleine dadurch bestimmt locker mehr als 70 Millionen Euro einnehmen, andererseits kann man diese Gebühr auf die Geltungsdauer von 5 Jahren runterrechnen, dann sind wir bei 1,5 Euro pro Jahr, bzw. 10-15 cent im Monat. Dafür dass die komplette Infrastruktur dazu gewartet werden muss.

Ich verstehe aber auch deine Sichtweise, dass die OVC dich 27,50 Kosten würde.

Was du erwähnt hast mit deiner negativen OVC-Erfahrung: da kann ich bisher noch nichts derartiges berichten. Einzig die praktische Nutzung mag ich noch kritisieren - so wird die Karte nicht durch meine Brieftasche gelesen, ich muss sie immer rausholen. Das führte neulich dazu dass ich nicht eingecheckt bin und dann später an der gleichen Haltestelle sowohl ein als auch später wieder ausgecheckt bin, obwohl es genau umgekehrt war. Im Endeffekt eine Sache der Übung und Gewohnheit.

Für ein System ähnlich der OV-Chipkaart - nein, nein, nein!

meilensammler, Dienstag, 27.09.2016, 21:40 (vor 3524 Tagen) @ Hustensaft

Es geht niemanden etwas an, ob, wo und wieviel ich fahre - und mit einem Chipkartenfahrschein muss ich diese Daten offenlegen.

Dein Mobilfunkanbieter hat eh Dein Bewegungsprofil - wo ist das zusätzliche Problem durch den Fahrschein?

Die Chipkarte kann man glaube ich überall anonym mit Bargeld kaufen, wenn man so viel Angst hat. Aber solange man das Handy dabei hat, hilft es nicht wirklich. Es sei denn, Du hast ein anonyme ausländische SIM-Karte drinnen.

Zwischen Pflicht und Kür

Hustensaft, Mittwoch, 28.09.2016, 06:28 (vor 3524 Tagen) @ meilensammler

Dein Mobilfunkanbieter hat eh Dein Bewegungsprofil - wo ist das zusätzliche Problem durch den Fahrschein?

Nein, hat er nicht. Erstens kann ich, wenn ich das will (und davon mache ich reichlich Gebrauch, mein Handy ist mehr aus- als eingeschaltet), das Teil jederzeit ausschalten, so dass sich dessen Kenntnis darauf beschränkt, wo ich das eingeschaltet habe, aber nicht, wie ich da hingekommen bin. Und zweitens bin ich nicht verpflichtet, ein Handy eingeschaltet zu haben geschweige denn überhaupt eines zu besitzen. Mein Mobilfunkanbieter weiß also allenfalls über mich, dass ich fast keinen Umsatz mache und das Ding zu 99 % der Zeit ausgeschaltet ist. Und ja: Ich lebe noch und das sogar ganz gut.

Zwischen Pflicht und Kür

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Mittwoch, 28.09.2016, 09:22 (vor 3524 Tagen) @ Hustensaft

Nein, hat er nicht. Erstens kann ich, wenn ich das will (und davon mache ich reichlich Gebrauch, mein Handy ist mehr aus- als eingeschaltet), das Teil jederzeit ausschalten, so dass sich dessen Kenntnis darauf beschränkt, wo ich das eingeschaltet habe, aber nicht, wie ich da hingekommen bin. Und zweitens bin ich nicht verpflichtet, ein Handy eingeschaltet zu haben geschweige denn überhaupt eines zu besitzen. Mein Mobilfunkanbieter weiß also allenfalls über mich, dass ich fast keinen Umsatz mache und das Ding zu 99 % der Zeit ausgeschaltet ist. Und ja: Ich lebe noch und das sogar ganz gut.

Und du glaubst, nur weil du es "aus" schaltest, kann es keine Daten senden/empfangen? Wenn mich das so stören würde wie dich, würde ich das Ding einfach an einem Ort lassen und gar nicht mit mir rumschleppen ...

Ich muss Dich enttäuschen...

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Dienstag, 27.09.2016, 17:47 (vor 3525 Tagen) @ JanZ

Moin,

Bekommen Kontrolleure eigentlich eine Provision? Denn eigentlich dürfte dieser Job nicht sonderlich viel Spaß machen - es gibt bestimmt etliche Beschimpfungen oder noch schlimmeres jeden Tag.

Vielleicht was für ehemalige Feldjäger. ;-)

Ich hoffe nicht, denn erstens können Kontrolleure die Zahl der Schwarzfahrer nicht beeinflussen und zweitens erhöhen Provisionen das Risiko für falsche Anschuldigungen.

in Hannover war es zumindest teilweise so. Die Kontrolleure der üstra selbst nicht, aber wenn deren Tochter protec "auf die Pirsch" geht, dann schon. Stand vor einiger Zeit ind der örtlichen Zeitung, es soll sogar Zielvorgaben geben. Die üstra vergleicht auch die Kosten mit den Erlösen der Kontrollen, obwohl offiziell natürlich nur der Abschreckung wegen kontrolliert wird. Im obigen Zusammenhang wurden beim Prüfdienst sogar Stellen abgebaut, weil die Einnahmen sanken.

Grüße,

Dirk

--
Wer ist kundig auf folgenden Baureihen:
101, 103, 110, 111, 112, 120, 139, 140, 141, 143, 150, 151, 155, 181.2, 218, 225, 233, 362, 420, 472, 601, 605, 624, 628, 643 und 644?
Richtig: Bender!

Ich muss Dich enttäuschen...

JanZ, HB, Dienstag, 27.09.2016, 18:09 (vor 3525 Tagen) @ oppermad

Ich hoffe nicht, denn erstens können Kontrolleure die Zahl der Schwarzfahrer nicht beeinflussen und zweitens erhöhen Provisionen das Risiko für falsche Anschuldigungen.

in Hannover war es zumindest teilweise so. Die Kontrolleure der üstra selbst nicht, aber wenn deren Tochter protec "auf die Pirsch" geht, dann schon. Stand vor einiger Zeit ind der örtlichen Zeitung, es soll sogar Zielvorgaben geben. Die üstra vergleicht auch die Kosten mit den Erlösen der Kontrollen, obwohl offiziell natürlich nur der Abschreckung wegen kontrolliert wird. Im obigen Zusammenhang wurden beim Prüfdienst sogar Stellen abgebaut, weil die Einnahmen sanken.

Deswegen schrieb ich ja "Ich hoffe nicht", weil ich auch schon gehört habe, dass es sowas geben soll (allerdings nicht unbedingt aus belastbarer Quelle). Dass man Einnahmen und Kosten gegenüberstellt, finde ich dagegen sehr klug. Da sich das wellenförmig bewegen dürfte, sollte man die Überprüfung aber von Zeit zu Zeit wiederholen ;-).

Für Fahrkartenautomaten im Fahrzeug

GibmirZucker, Dienstag, 27.09.2016, 20:39 (vor 3524 Tagen) @ Bambalouni

Ein guter Kontrolleur fällt erst bei der Kontrolle auf. Aus den Straßenbahnen und Bussen in Jena kenne ich es so, dass das Kontrollpersonal in zivil in der Bahn sitzt und plötzlich aufsteht und von den Personen herum, die Fahrscheine sehen will.

Natürlich immer unauffällig. Wenn der nette Herr mit dem Übergewicht und der roten Gesichtsfarbe mit zwei anderen an der Haltestelle quatscht, dann steigen sie ein, er quetscht sich in der Mitte auf den Sitz, die andern nehmen die anderen in Beschlag, werfen sich dauernd Blicke zu, ob sie mit der Kontrolle beginnen und dann ganz unauffällig...bevor sie Fahrscheinkontrolle sagen können, strecken alle schon ihre Fahrkarten denen entgegen - Jena als Beispiel für diskrete Kontrolltrupps? Ne, da ist die Welt noch in Ordnung, da kennt man sich.

Gegen Fahrkartenautomaten im Fahrzeug

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 27.09.2016, 20:42 (vor 3524 Tagen) @ GibmirZucker

Ich bin inzwischen klarer Befürworter einer Null-Toleranz-Strategie. Einsteigen nur mit Fahrschein, und fertig. Meinetwegen bei 100% Besetzung noch Nachlösen gegen ordentlichen Aufpreis - das wars aber dann auch. Alles andere öffnet Graufahrern Tür und Tor. Zusätzlich kommt insbesondere in Neufünfland das weit verbreitete Anspruchsdenken, einen Fahrschein nachlösen zu können.

--
Weg mit dem 4744!

Bevor die DDR zum Beitrittsgebiet degradiert worden ist, gab

ktmb, Dienstag, 27.09.2016, 20:47 (vor 3524 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von ktmb, Dienstag, 27.09.2016, 20:48

es ja auch überall Bahnhöfe mit Schaltern. Vielleicht funktioniert der Ersatz durch Automaten eben (noch) nicht überall?

Bevor die DDR zum Beitrittsgebiet degradiert worden ist, gab

Berlin-Express, nähe BPHD, Dienstag, 27.09.2016, 20:50 (vor 3524 Tagen) @ ktmb

es ja auch überall Bahnhöfe mit Schaltern. Vielleicht funktioniert der Ersatz durch Automaten eben (noch) nicht überall?

Weil die Ossis zu Doof sind einen Automaten zu bedienen? Oder was wolltest du uns damit sagen?

Automaten gab es auch bei der DR.

ktmb, Dienstag, 27.09.2016, 20:53 (vor 3524 Tagen) @ Berlin-Express
bearbeitet von ktmb, Dienstag, 27.09.2016, 20:55

Automaten gab es auch schon in den letzten Jahren der DDR. Daran kann es halt nicht liegen. Vielleicht sind Ossis etwas flexibler?

Bevor die DDR zum Beitrittsgebiet degradiert worden ist, gab

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 27.09.2016, 20:56 (vor 3524 Tagen) @ ktmb

Automaten gab es auch schon in den letzten Jahren der DDR. Daran kann es halt nicht liegen. Vielleicht sind Ossis etwas flexibler?

Nein, sie wollen einfach Schwarz fahren und haben dabei nicht mal Unrechtsbewusstsein (wie bei allem, was vermeintlich dem Staat gehört).

Ansonsten - das große Problem sind Reisende, die an Bahnhöfen zusteigen, an denen es eben Fahrkartenschalter und Automaten gibt (z.B. Berlin-Ostkreuz).

--
Weg mit dem 4744!

Oder: Einstieg Köln Hbf ohne Ticket, da Automat kaputt!

Bahngenießer, Dienstag, 27.09.2016, 21:34 (vor 3524 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von Bahngenießer, Dienstag, 27.09.2016, 21:35

Automaten gab es auch schon in den letzten Jahren der DDR. Daran kann es halt nicht liegen. Vielleicht sind Ossis etwas flexibler?


Nein, sie wollen einfach Schwarz fahren und haben dabei nicht mal Unrechtsbewusstsein (wie bei allem, was vermeintlich dem Staat gehört).

Ansonsten - das große Problem sind Reisende, die an Bahnhöfen zusteigen, an denen es eben Fahrkartenschalter und Automaten gibt (z.B. Berlin-Ostkreuz).

Ist es nicht zum Schieflachen:
Jemand steigt gegen 18 Uhr am Kölner Hauptbahnhof in die Regionalbahn, wartet, bis der Zugbegleiter mit der Fahrkartenkontrolle beginnt, und möchte dann nachlösen, weil der Automat seinen 10-Euro-Schein nicht genommen hat. (Es waren bestimmt 15-20 Automaten vorhanden und mindestens 6-8 Schalter geöffnet.) Als der gnädige Zugbegleiter ihm ein NRW-Ticket verkaufen will, mosert der Fahrgast lautstark herum, weil ein VRS-Ticket ein paar Cent billiger ist. Am Ende nimmt ihn ein anderer Fahrgast auf seiner Zeitkarte mit und der Zugbegleiter storniert sein NRW-Ticket.

Bevor die DDR zum Beitrittsgebiet degradiert worden ist, gab

GibmirZucker, Dienstag, 27.09.2016, 20:59 (vor 3524 Tagen) @ ktmb

es ja auch überall Bahnhöfe mit Schaltern. Vielleicht funktioniert der Ersatz durch Automaten eben (noch) nicht überall?

Da stellen sich grundsätzliche Volkswirtschaftliche Fragen.

Modell A: Der Staat besitzt eine Staatsbahn. Beschäftigt dort mehr Leute, als für einen schlanken Betrieb unbedingt notwendig sind. Das kostet Geld, irgendwie leistet der Staat sich den Luxus, soviel Personal anzustellen, obwohl seine Bahn dann natürlich Verluste machen wird. Irgendwie über Steuern und Verschuldung wird das Geld bereit gestellt.

Modell B: Der besitzt eine Staatsbahn (bzw. die Aktien der Bahn). Um Geld zu sparen, wir Personal abgebaut. Der gleiche Staat finanziert dann Leuten, welche keinen Job haben, den Lebensunterhalt durch Arbeitslosengeld I oder II - das Geld holt er sich mit Abgaben, Steuern und Verschuldung.

Modell C ist in Deutschland nur theoretisch. Das würde bedeuten, dass Leute, die direkt oder indirekt von der Bahn wegrationalisiert worden sind, eine andere Arbeit ausführen. Da aber keine Vollbeschäftigung herrscht ist das theoretisch. Man kann nur zwischen Modell A und B entscheiden.

Alles längst entschieden...

Blaschke, Dienstag, 27.09.2016, 21:21 (vor 3524 Tagen) @ GibmirZucker

Hallo!

Modell A: Der Staat besitzt eine Staatsbahn. Beschäftigt dort mehr Leute, als für einen schlanken Betrieb unbedingt notwendig sind. Das kostet Geld, irgendwie leistet der Staat sich den Luxus, soviel Personal anzustellen, obwohl seine Bahn dann natürlich Verluste machen wird. Irgendwie über Steuern und Verschuldung wird das Geld bereit gestellt.

Modell B: Der besitzt eine Staatsbahn (bzw. die Aktien der Bahn). Um Geld zu sparen, wir Personal abgebaut. Der gleiche Staat finanziert dann Leuten, welche keinen Job haben, den Lebensunterhalt durch Arbeitslosengeld I oder II - das Geld holt er sich mit Abgaben, Steuern und Verschuldung.

Modell C ist in Deutschland nur theoretisch. Das würde bedeuten, dass Leute, die direkt oder indirekt von der Bahn wegrationalisiert worden sind, eine andere Arbeit ausführen. Da aber keine Vollbeschäftigung herrscht ist das theoretisch. Man kann nur zwischen Modell A und B entscheiden.


Modell A war die Zone - die ist pleitegegangen.
Modell B sind wir hier - und der Staat prosperiert.
Modell C kommt hier teilweise zur Anwendung, weil zumindest TEILE der Wegrationalisierten anderweitig beschäftigt werden.


Übrigens KÖNNTE Modell B günstiger sein als Modell A. Siehe z.B. den Bergbau hierzulande. Seit zig Jahren wäre es für den Staat bedeutend günstiger, den ganzen Kumpeln lebenslang Arbeitslosengeld zu zahlen, als die sauteuren Arbeitsplätze künstlich über Subventionen am Leben zu halten.


Schöne Grüße von

jörg

Alles längst entschieden...

GibmirZucker, Dienstag, 27.09.2016, 22:12 (vor 3524 Tagen) @ Blaschke

Modell A war die Zone - die ist pleitegegangen.
Modell B sind wir hier - und der Staat prosperiert.

Das ist zu vereinfacht. Ob Deutschland prosperiert? Je nach Sichtweise. Die Verschuldung ist massiv. Ich bin kein VWLer um beurteilen zu können, ob das mit der massiven Verschuldung auf die Länge noch gut geht. Insofern ist "Pleite gehen" auch relativ. Man kann ja augenscheinlich mit Schulden ganz gut leben, wenn jemand bereit ist, Kredite zu geben.

Modell C kommt hier teilweise zur Anwendung, weil zumindest TEILE der Wegrationalisierten anderweitig beschäftigt werden.

Ich würde sagen, es kommt überhaupt nicht zur Anwendung. Deutschland hat in etwa 5 Millionen Arbeitslose (ALG I und II und anderweitig unterstützte Arbeitswillige). D.h. ein Abbau von 500 000 Stellen bei der Bahn führt eben zu 500 000 mehr Arbeitslosen. Auch wenn der frühere Mitarbeiter am Schalter, bzw. derjenige der es geworden wäre, einen anderen Job hat, den Job hat er einer andern Person eben weggenommen.

Übrigens KÖNNTE Modell B günstiger sein als Modell A.

Durchaus. In vielen Fällen wird das zutreffen. Ob auch im Bahnbereich, kann ich nicht beurteilen.

Alles längst entschieden...

Lehrter Bahnhof, Dienstag, 27.09.2016, 22:16 (vor 3524 Tagen) @ GibmirZucker
bearbeitet von Lehrter Bahnhof, Dienstag, 27.09.2016, 22:19

Es gibt zwei unterschiedliche Ansichten. Die einen sagen, Verschuldung ist schlecht. Die anderen sagen, Verschuldung ist total in Ordnung, wenn das Wachstum nicht höher ist als das Wachstum des BIP. Auch große Unternehmen haben ja Schulden. Schulden sind auch wichtig, um zu investieren. Das ist genau das, was in Deutschland gerade schief läuft. Man hat zwar eine schwarze Null, aber nur, weil man von der Substanz lebt, und zu wenig investiert.

PS: Fakt ist auch, jeder Staat muss Schulden haben, weil diese als sichere Anlagen für das Finanzsystem benötigt werden. Deswegen hat auch Norwegen Staatschulden, und gleichzeitig einen Staatsfonds, der ein Vielfaches der Schulden an Vermögen hat.

Bevor die DDR zum Beitrittsgebiet degradiert worden ist, gab

Lehrter Bahnhof, Dienstag, 27.09.2016, 21:52 (vor 3524 Tagen) @ GibmirZucker

zu Modell A gehört, dass die Bahn für die gesamte Wirtschafts des Staates sinnvoll ist, weil so Zeit gespart wird.

Am besten wäre mM Modell D: Die Infrastruktur ist staatlich, und wird von den Bürgern und Unternehmen finanziert, sowie größtenteils durch die Bahnunternehmen, die darauf fahren. Diese sind privat, um Wettbewerb zu erzeugen, und damit sie ihren Service immer weiter verbessern.

Bevor die DDR zum Beitrittsgebiet degradiert worden ist, gab

meilensammler, Dienstag, 27.09.2016, 21:17 (vor 3524 Tagen) @ ktmb

Schalter bringen nix - dort gibt's auch Wartezeiten.

Das HandyTicket ist eine riesige Verbesserung - man kann jetzt gleich beim Einsteigen eine Fahrkarte kaufen. Und seit Android 6 kann man der App endlich Berechtigungen zur Kameranutzung entziehen, so dass sie mich nicht ausspionieren kann.

Aber z.B. beim RMV kann man im HandyTicket nicht alles buchen, was es am Automaten gibt :(

Aus meiner Sicht als Kunde sollte die Bahn nicht in Schalter investieren, sondern Online-Buchungen weiter verbessern, damit man gar nicht zum Schalter muss:

1) Absolut jeder Fahrschein/Zusatzkarte etc., den man am Automaten kaufen kann, muss auch online und als HandyTicket zu kaufen sein.

2) Standardfälle nach Zugverspätungen (Aufhebung der Zugbindung, Taxi-Gutscheine, Hotel-Gutscheine) müssen sich auch online erledigen lassen - zumindest bei online gekauften Tickets.

Bevor die DDR zum Beitrittsgebiet degradiert worden ist, gab

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 28.09.2016, 08:52 (vor 3524 Tagen) @ meilensammler

Das HandyTicket ist eine riesige Verbesserung - man kann jetzt gleich beim Einsteigen eine Fahrkarte kaufen. Und seit Android 6 kann man der App endlich Berechtigungen zur Kameranutzung entziehen, so dass sie mich nicht ausspionieren kann.

Wo genau nutzt die DB Navigator-App bitte die Kamera? Höre ich da das leise Knistern des Aluhutes?

Aber z.B. beim RMV kann man im HandyTicket nicht alles buchen, was es am Automaten gibt :(

Dafür kann man über die App Fahrkarten buchen, die man am Automaten nicht bekommt. Nämlich die mit einem Startpunkt != momentanem Standort. Die Automaten der VGF konnten das mal, wurde aber wegrationalisiert. Ist halt praktisch, wenn man eine Zeitkarte für einen Teil der Strecke hat, und eine Einzelfahrt zusätzlich billiger ist als die überkomplizierte Regelung mit der Anschlußfahrkarte.

2) Standardfälle nach Zugverspätungen (Aufhebung der Zugbindung, Taxi-Gutscheine, Hotel-Gutscheine) müssen sich auch online erledigen lassen - zumindest bei online gekauften Tickets.

Aufhebung der Zugbindung geht "ganz ohne alles". Wenn die Bedingungen dafür erfüllt sind, steigst Du in den anderen Zug und gut ist. Was willst Du da noch online machen?

Zugegeben, das Fahrgastrechte-Formular mal in "online" wäre eine gute Sache. Die 10-Minuten-Garantie in Teilen des RMV-Gebiets geht ja auch online, allerdings muß man, um seine 2,50 abzuholen, dann an einer der wenigen Auszahlungsstellen meist ewig lange (Rekord im Fahrkartencenter Hauptwache: 2 Stunden!) anstehen. Das sollte jede Verkaufsstelle auch auszahlen können.

Aufgrund schlechter Erfahrung Handytickets trotzdem vermeidende Grüße,
der Colaholiker

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Bevor die DDR zum Beitrittsgebiet degradiert worden ist, gab

meilensammler, Mittwoch, 28.09.2016, 20:53 (vor 3523 Tagen) @ Colaholiker

Wo genau nutzt die DB Navigator-App bitte die Kamera?

Ich meinte das RMV-HandyTicket, weil die DB Navigator-App keine Verbundfahrscheine verkaufen kann. RMV-HandyTicket nutzt die Kamera, um QR-Codes an Stationen einscannen zu können. Und hat deshalb(?) die Berechtigung, die Kamera zu nutzen - kann das also auch heimlich, oder etwa auf Anordnung einer Behörde tun.

Wobei die DB Navigator-App auch zu viele Rechte hat - sie darf nämlich auf das Google-Benutzerkonto zugreifen.

Das sollte jede Verkaufsstelle auch auszahlen können.

Das sollte automatisch dem Bankkonto/Kreditkarte/RMV-HandyTicket-Saldo gutgeschrieben werden können. Der Gang zum Schalter dient nur dazu, Fahrgäste davon abzuhalten, die ihnen zustehende Entschädigung tatsächlich zu bekommen.

Bevor die DDR zum Beitrittsgebiet degradiert worden ist, gab

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 29.09.2016, 09:36 (vor 3523 Tagen) @ meilensammler

Ich meinte das RMV-HandyTicket, weil die DB Navigator-App keine Verbundfahrscheine verkaufen kann. RMV-HandyTicket nutzt die Kamera, um QR-Codes an Stationen einscannen zu können. Und hat deshalb(?) die Berechtigung, die Kamera zu nutzen -

Okay, die QR-Codes sind mir noch nicht aufgefallen, nur die Transponder. Die hab ich aber zu ignorieren gelernt, weil ich bis vor nicht allzu langer Zeit gar kein NFC-fähiges Handy hatte. Und jetzt, mit Jahreskarte, brauche ich die auch nicht mehr. ;-)

kann das also auch heimlich, oder etwa auf Anordnung einer Behörde tun.

Muß ungemein spannend sein, das Dunkel meiner Tasche von innen anzustarren. *gähn*

Das sollte automatisch dem Bankkonto/Kreditkarte/RMV-HandyTicket-Saldo gutgeschrieben werden können. Der Gang zum Schalter dient nur dazu, Fahrgäste davon abzuhalten, die ihnen zustehende Entschädigung tatsächlich zu bekommen.

Die Idee gefällt mir noch besser.

Leider die meiste Verspätung von nicht in der Garantie eingeschlossenen Verkehrsmitteln habende Grüße,
der Colaholiker

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100,00000%ige Zustimmung!

Blaschke, Dienstag, 27.09.2016, 21:14 (vor 3524 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von Blaschke, Dienstag, 27.09.2016, 21:16

Hallo!

Ich bin inzwischen klarer Befürworter einer Null-Toleranz-Strategie. Einsteigen nur mit Fahrschein, und fertig. Meinetwegen bei 100% Besetzung noch Nachlösen gegen ordentlichen Aufpreis - das wars aber dann auch. Alles andere öffnet Graufahrern Tür und Tor.

Genau so sieht das aus! Und das wird auch REICHLICH genutzt! Von wegen "Einzelfälle"...

Haarsträubend war das, wenn ich auf einer Linie wie Osnabrück - Bielefeld über Dissen befragen durfte: was da die Leutchen ohne Fahrscheine unterwegs waren, war phänomenal.

Oder es gab dann ein 4er-Ticket, in 3 Monaten drei Mal abgestempelt. Aber bei der Frage nach dem Grund der Fahrt hieß es: Ich fahre zur Arbeit. Da muß man dann nur eins und eins zusammenzählen - und man weiß, wie "häufig" da vom Schaffner kontrolliert wird, wenn überhaupt mal einer da ist.

Oder gut in Erinnerung. Mausi kommt zu mir, meint, dass ich der Schaffner wäre: Der Automat funktioniere nicht. Ich habe Zeit, also nehme ich mir Mausi zur Brust, äh, an die Hand und wir machen uns auf zum Automaten. Bis wir drankommen, sind 2 Stationen vergangen. Ich tippe alles ein, STELLE DABEI DEN STARTBAHNHOF ZURÜCK AUF IHREN EINSTIEGSBAHNHOF, schnappe mir ihr Geld, reinwerfen, zack, Fahrschein draußen. Samt Wechselgeld. Plötzlich nörgelt Mausi rum, ich sei nicht nett, ich hätte den Startbahnhof ja nicht verändern müssen! Ja wie bitte? Was meint die denn? Was ist das für eine Denkweise? Abgesehen davon, dass der Automat GARANTIERT nicht Probleme bereitete, als sie angeblich an ihm herumspielte.

Und diese Fälle und Diskussionen gab es mehr als einmal. Oder wenn ganze Gruppen erstmal stundenlang am Automaten herumhampeln - und sie natürlich ganz genau wissen, dass nach jeder Station quasi der Preis sinkt und somit mit dem Fahrscheinkauf keine sonderliche Eile entsteht.


Nein und nochmals nein - ohne Fahrschein in den Zug einzusteigen ist ein absolutes No-Go! Da gehört die Menschheit erzogen, sich vorher einen zu beschaffen. Punkt, Ende, Aus!


Schöne Grüße von

jörg

Genauso wie die Leute die "nicht wissen" das IC(E) FV ist

Höllentalbahn, Dienstag, 27.09.2016, 21:22 (vor 3524 Tagen) @ Blaschke

Bei fast jeder Reise von mir gibt es die Zeitgenossen die bei einer Kontrolle ein Länder/Quer-durchs-Landticket vorweisen und dann bei der Kontrolle "total überrascht" sind das ihr Ticket nicht gültig. Ist ja nicht so das einem der Automat einem das Ticket für die Verbindung andrehen würde. Auch das man den Hinweis "Gilt in IRE/RE/RB S-Bahn" nicht gesehen haben will halte ich für abenteuerlich. Jedoch zeigen die Zugbegleiter jedes mal Verständnis für die Masche.
Ich fände es echt schön wenn die Bahn dort eine Art EBE über 0€ ausstellt und im System vermerkt wird, dass diese Personen über die Gültigkeit des Tickets unterrichtet wurden und das nächste mal es ganz klassisch die 60€ gibt.
Mit freundlichen Grüßen
Höllentalbahn

Genauso wie die Leute die "nicht wissen" das IC(E) FV ist

Lehrter Bahnhof, Dienstag, 27.09.2016, 21:30 (vor 3524 Tagen) @ Höllentalbahn

Es können auch ruhig 10€ sein als Verwarnung. Ansonsten wirkluch gute Idee! Bezeichnend, dass davon bei der Bahn keiner drauf kommt.

Habe letztens mal einen Bericht in der Wirtschaftswoche, glaube ich, gelesen, und da war der Journalist von der Reaktion der DB-Vorstände überrascht, als er sich mit ihnen traf und ihnen berichtete, dass er mit dem Nachtzug gekommen sein. Diese waren nämlich selber extrem überrascht, wie man denn bloß auf die Idee käme, mit dem Nachtzug zu fahren, sie selber seien natürlich geflogen. Der Autor meinte, er hätte noch nie erlebt, dass Vorstände eines Unternehmens so schlecht über das Geschäft ihres eigenen Unternehmens informiert gewesen wären.

100,00000%ige Zustimmung!

meilensammler, Dienstag, 27.09.2016, 21:36 (vor 3524 Tagen) @ Blaschke

Nein und nochmals nein - ohne Fahrschein in den Zug einzusteigen ist ein absolutes No-Go! Da gehört die Menschheit erzogen, sich vorher einen zu beschaffen. Punkt, Ende, Aus!

Die Bahn gibt Millionen Euro aus, um Fahrzeiten um 1-2 Minuten zu verkürzen, und Du willst Fahrgästen diesen Zeitgewinn wieder rauben, indem Du sie zum Fahrscheinkauf vor der Fahrt zwingst??

Nicht die Menschheit gehört "erzogen", sonder die Bahn muss dafür sorgen, dass der Fahrscheinkauf keine zusätzliche Zeit kostet. Also entweder Automaten im Zug, oder Chipkarten a la Oyster.

Oder zumindest solche Automaten aufstellen, die Fahrkarten und Rückgeld sofort ausgeben, und keine Kaffeepause zwischen einzelnen Münzen einlegen. Schau mal, wie schnell die Automaten in Tokio sind: 5 Sekunden nach dem Bezahlen ist der Fahrschein und das gesamte Rückgeld schon da. Und zwar griffbereit, man muss die Münzen nicht einzeln "herausfischen", wie bei uns. Unerreichbar für das deutsche Ingenieurwesen.

100,00000%ige Zustimmung!

ICE-TD, Dienstag, 27.09.2016, 21:44 (vor 3524 Tagen) @ meilensammler

Nein und nochmals nein - ohne Fahrschein in den Zug einzusteigen ist ein absolutes No-Go! Da gehört die Menschheit erzogen, sich vorher einen zu beschaffen. Punkt, Ende, Aus!

Die Bahn gibt Millionen Euro aus, um Fahrzeiten um 1-2 Minuten zu verkürzen, und Du willst Fahrgästen diesen Zeitgewinn wieder rauben, indem Du sie zum Fahrscheinkauf vor der Fahrt zwingst??

Nicht die Menschheit gehört "erzogen", sonder die Bahn muss dafür sorgen, dass der Fahrscheinkauf keine zusätzliche Zeit kostet. Also entweder Automaten im Zug, oder Chipkarten a la Oyster.

Oder zumindest solche Automaten aufstellen, die Fahrkarten und Rückgeld sofort ausgeben, und keine Kaffeepause zwischen einzelnen Münzen einlegen. Schau mal, wie schnell die Automaten in Tokio sind: 5 Sekunden nach dem Bezahlen ist der Fahrschein und das gesamte Rückgeld schon da. Und zwar griffbereit, man muss die Münzen nicht einzeln "herausfischen", wie bei uns. Unerreichbar für das deutsche Ingenieurwesen.

Komm doch nicht mit solchen Ausreden, du willst dich doch nur davor drücken eine Fahrkarte zu kaufen, du willst Schwarzfahren.

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meilensammler, Dienstag, 27.09.2016, 21:53 (vor 3524 Tagen) @ ICE-TD

Habe schon mehrfach geschrieben, dass ich nur dann schwarz fahre, wenn ich durch den Fahrscheinkauf den Zug verpassen würde. Dank HandyTicket kommt das nur noch selten vor.

Immerhin sehe ich anhand der Diskussion hier, warum ich so einen guten Eindruck auf Kontrolleure mache und sie so freundlich zu mir sind. Offenbar bin ich einer der wenigen Schwarzfahrer, die keine blöden Ausreden machen, sondern einfach offen zugeben: "Ja, ich fahre schwarz und tue es mit voller Absicht" :)

100,00000%ige Zustimmung!

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 27.09.2016, 21:55 (vor 3524 Tagen) @ meilensammler

Immerhin sehe ich anhand der Diskussion hier, warum ich so einen guten Eindruck auf Kontrolleure mache und sie so freundlich zu mir sind. Offenbar bin ich einer der wenigen Schwarzfahrer, die keine blöden Ausreden machen, sondern einfach offen zugeben: "Ja, ich fahre schwarz und tue es mit voller Absicht" :)

Klar, damit kann man arbeiten.

--
Weg mit dem 4744!

100,00000%ige Zustimmung!

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 27.09.2016, 21:53 (vor 3524 Tagen) @ meilensammler

Nein und nochmals nein - ohne Fahrschein in den Zug einzusteigen ist ein absolutes No-Go! Da gehört die Menschheit erzogen, sich vorher einen zu beschaffen. Punkt, Ende, Aus!

Die Bahn gibt Millionen Euro aus, um Fahrzeiten um 1-2 Minuten zu verkürzen, und Du willst Fahrgästen diesen Zeitgewinn wieder rauben, indem Du sie zum Fahrscheinkauf vor der Fahrt zwingst??

Nein, nicht ich oder Blaschi, sondern das Verkehrsministerium.

--
Weg mit dem 4744!

Alter....

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 28.09.2016, 21:29 (vor 3523 Tagen) @ meilensammler
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 28.09.2016, 21:33

Nein und nochmals nein - ohne Fahrschein in den Zug einzusteigen ist ein absolutes No-Go! Da gehört die Menschheit erzogen, sich vorher einen zu beschaffen. Punkt, Ende, Aus!

Die Bahn gibt Millionen Euro aus, um Fahrzeiten um 1-2 Minuten zu verkürzen, und Du willst Fahrgästen diesen Zeitgewinn wieder rauben, indem Du sie zum Fahrscheinkauf vor der Fahrt zwingst??

Nicht die Menschheit gehört "erzogen", sonder die Bahn muss dafür sorgen, dass der Fahrscheinkauf keine zusätzliche Zeit kostet. Also entweder Automaten im Zug, oder Chipkarten a la Oyster.

Oder zumindest solche Automaten aufstellen, die Fahrkarten und Rückgeld sofort ausgeben, und keine Kaffeepause zwischen einzelnen Münzen einlegen. Schau mal, wie schnell die Automaten in Tokio sind: 5 Sekunden nach dem Bezahlen ist der Fahrschein und das gesamte Rückgeld schon da. Und zwar griffbereit, man muss die Münzen nicht einzeln "herausfischen", wie bei uns. Unerreichbar für das deutsche Ingenieurwesen.

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Quelle
So eine krasse Argumentation will mal gelernt sein, so vehement die Schuld den anderen zuzuschieben, ja da bin ich durchaus baff.

Wie wär's damit, rechtzeitig zum Bahnhof zu erscheinen (wenn es nicht gerade so ist, dass du von einem verspäteten Zug kommst, wobei du da durchaus dich um eine gültige Fahrkarte kümmern solltest, bevor du in den Zug steigst, so oder so), oder entspannen...

...und dann eben eine halbe Stunde warten. Heutzutage ist es doch so hektisch, da ist eine halbe Stunde Pause doch mal eine Willkommene Gelegenheit, mal zu verschnaufen.

Du sagst, du lebst in einer Stadt, wo es keine Straßenbahn gäbe. Also entweder lebst du in Hamburg oder in einer recht kleinen Stadt. Und deren Bahnhöfe haben oftmals ein erfrischendes Freilufterlebnis, da kann man an der frischen Luft sich an die Bank setzen und gute frische Luft atmen. Wenn es eine Strippe gibt, sogar ohne Abgase.

Okey, das ist jetzt sehr euphemistisch gewesen. So oder so ist deine Begründung meines Erachtens nach nicht gerade stichhaltig, um eine Schwarzfahrt zu rechtfertigen.

Wahrscheinlich wärest du auch der, der ein nicht gestempeltes Ticket, welches mehr als einen Tag gültig ist, auf der selben Strecke mehrfach nutzt, wenn du zufällig wenig Zeit hast?

Und wie würdest du dich eigentlich so in Tschechien schlagen, wo oftmals es statt Automaten an den Bahnhöfen noch Schalter gibt, die zumindest in meinem Falle wenig bis gar keine Wartezeiten aufweisen?

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Gegen Fahrkartenautomaten im Fahrzeug

GibmirZucker, Dienstag, 27.09.2016, 21:19 (vor 3524 Tagen) @ JeDi

Ich bin inzwischen klarer Befürworter einer Null-Toleranz-Strategie. Einsteigen nur mit Fahrschein, und fertig. Meinetwegen bei 100% Besetzung noch Nachlösen gegen ordentlichen Aufpreis - das wars aber dann auch. Alles andere öffnet Graufahrern Tür und Tor. Zusätzlich kommt insbesondere in Neufünfland das weit verbreitete Anspruchsdenken, einen Fahrschein nachlösen zu können.

Dafür müsste die Bahn an jedem Bahnhof Automaten bereithalten die
- funktionieren
- Scheine annehmen
- alle Karten ohne irgendwelche Zickereien annehmen.

Interessant ist, dass die BLS davon Abstand genommen hat, in jedem Kaff einen Automaten aufzustellen, weil es angeblich günstiger sei, die Züge direkt begleitet verkehren zu lassen (wahrscheinlich eine Kalkulation Kosten Automat+Schwarzfahrerquote+Kosten für Stichkontrollen > Kosten ein Begleiter pro Zug).

Gegen Fahrkartenautomaten im Fahrzeug

Lehrter Bahnhof, Dienstag, 27.09.2016, 21:21 (vor 3524 Tagen) @ GibmirZucker

Gilt ja offiziell in Brandenburg. Nur - wie soll man bitte an eine Fahrkarte kommen, wenn es an der Stationen keine Automaten gibt?

Vorher kaufen? Oh ja, macht das Bahnfahren möglichst kompliziert, das ist bestimmt super attraktiv für Autofahrer...

Gegen Fahrkartenautomaten im Fahrzeug

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 27.09.2016, 21:26 (vor 3524 Tagen) @ Lehrter Bahnhof
bearbeitet von JeDi, Dienstag, 27.09.2016, 21:28

Gilt ja offiziell in Brandenburg. Nur - wie soll man bitte an eine Fahrkarte kommen, wenn es an der Stationen keine Automaten gibt?

In Brandenburg gilt - wie überall anders in Deutschland - bei nicht-Vorhandensein einer zur Annahme von Bargeld bereiten Kaufmöglichkeit am Bahnhof kann man seinen Fahrschein ohne Aufpreis im Zug kaufen - ggf. wird jedoch nicht das gesamte Angebot verkauft. An Bahnhöfen, an denen mehrere Automaten nebeneinander stehen und es mehrere Schalter von verschiedenen Verkehrsunternehmen mit in der Regel sehr überschaubaren Wartezeiten gibt, ist das Einsteigen ohne gültigen Fahrschein jedoch nicht zu Entschuldigen.

--
Weg mit dem 4744!

Gegen Fahrkartenautomaten im Fahrzeug

GibmirZucker, Dienstag, 27.09.2016, 21:28 (vor 3524 Tagen) @ Lehrter Bahnhof

Vorher kaufen? Oh ja, macht das Bahnfahren möglichst kompliziert, das ist bestimmt super attraktiv für Autofahrer...

Selbst mit Automaten haben Gelegenheitskunden (Auto in der Werkstatt, getrunken etc.) ihre Mühe. Wenn man zuletzt auf Klassenfahrt Bahn gefahren ist, muss man auch erst einmal darauf kommen, dass je nach Relation, je nach Verbund man im Hauptmenu was anwählen muss, sonst ein Kauf von A nach B nicht möglich ist.

Man muss nur A nach B eingeben

Höllentalbahn, Dienstag, 27.09.2016, 21:42 (vor 3524 Tagen) @ GibmirZucker

Also zumindest bei unseren Automaten wird nach Eingabe des Ziels automatisch die passende DB oder Verbundsfahrkarten präsentiert. Sogar die Mehrfahrten und Zeitkarten.
Idiotensicherer geht's eigentlich nicht

Man muss nur A nach B eingeben

GibmirZucker, Dienstag, 27.09.2016, 22:17 (vor 3524 Tagen) @ Höllentalbahn

Also zumindest bei unseren Automaten wird nach Eingabe des Ziels automatisch die passende DB oder Verbundsfahrkarten präsentiert. Sogar die Mehrfahrten und Zeitkarten.
Idiotensicherer geht's eigentlich nicht

Ich fummelte schon lange nicht mehr am DB-Automaten rum, aber durchaus war es so, dass bei der umständigen Eingabe der Verbindung am Ende dann "Verbundtarif" oder "kein Kauf" möglich oder so ähnlich mitgeteilt wurde und man wissen musste, dass man eben zuerst das Feld des Verkehrsverbundes anklicken muss. Kann sein, dass in vielen Fällen das inzwischen optimiert wurde. War aber echt ein Problem. Und ich konnte schon einigen Omis und Zündschlussel vergessen/blau gefahren/Werkstatt-Menschen helfen, die Fahrkarte zu kaufen.

Auch Nahverkehrszüge sollten größtenteils begleitet werden.

Bahngenießer, Dienstag, 27.09.2016, 22:11 (vor 3524 Tagen) @ GibmirZucker

Die Fahrgäste würden sich wohler fühlen und es käme zu weniger Konflikten, wenn im Nahverkehr die meisten Bahnlinien begleitet würden.

Der Begleiter würde als Ansprechpartner dienen, für Sicherheitsgefühl und Ordnung/Sauberkeit sorgen und außerdem gegen einen Bordpreisaufschlag von z. B. 5 EUR auch Nahverkehrs-Fahrkarten verkaufen. Das erhöhte Beförderungsentgelt von 60 EUR sorgt immer nur für unnötige Konflikte und sollte nur fällig werden bei Täuschung oder Zahlungsverweigerung.

Anstelle des Fahrkartenverkaufs durch den Zugbegleiter kann man natürlich die Züge auch mit Fahrkartenautomaten ausstatten, an denen mit oder ohne Bordpreisaufschlag nachgelöst werden kann. Der Zugbegleiter könnte dann auch unerfahrenen Fahrgästen behilflich sein.

Und in jedem Bahnhofsbereich sollte es möglichst einen Kiosk geben, der sehr auffällig als Verkaufsstelle von Nahverkehrsfahrkarten gekennzeichnet ist!

Gerade Leute, die nur ein paar Mal im Jahr mit dem Zug fahren, haben Angst vor Automaten, unbesetzten Bahnhöfen und unbegleiteten Zügen! Und die sollte man doch besser an die Bahn binden! Und solange es doch Arbeitslose gibt!

Auch Nahverkehrszüge sollten größtenteils begleitet werden.

Lehrter Bahnhof, Dienstag, 27.09.2016, 22:13 (vor 3524 Tagen) @ Bahngenießer

Ist im VBB so, und das ist auch sehr gut. Ich find es aber auch wichtig, dass dieser Begleiter betriebliche Funktionen hat. Waru muss man ihm unbedingt die Abfertigung wegnehm? So ist er gezwungen, präsent zu sein, und hat neben der Ticketkontrolle auch eine sinnvolle Tätigkeit.
Leute, die nur gelangweilt rumstehen, nimmt niemand ernst.

Auch Nahverkehrszüge sollten größtenteils begleitet werden.

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 27.09.2016, 22:17 (vor 3524 Tagen) @ Lehrter Bahnhof

Ist im VBB so, und das ist auch sehr gut.

Nein, im VBB kostet Fahren ohne gültigen Fahrschein 60 Euro.

--
Weg mit dem 4744!

Auch Nahverkehrszüge sollten größtenteils begleitet werden.

Lehrter Bahnhof, Dienstag, 27.09.2016, 22:28 (vor 3524 Tagen) @ JeDi

Die Fahrgäste würden sich wohler fühlen und es käme zu weniger Konflikten, wenn im Nahverkehr die meisten Bahnlinien begleitet würden.<<

Ist im VBB so, und das ist auch sehr gut.<<

Nein, im VBB kostet Fahren ohne gültigen Fahrschein 60 Euro.<<

Auch Nahverkehrszüge sollten größtenteils begleitet werden.

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 27.09.2016, 22:52 (vor 3524 Tagen) @ Lehrter Bahnhof
bearbeitet von JeDi, Dienstag, 27.09.2016, 22:54

Die Fahrgäste würden sich wohler fühlen und es käme zu weniger Konflikten, wenn im Nahverkehr die meisten Bahnlinien begleitet würden.<<

Ist im VBB so, und das ist auch sehr gut.<<

Hattest du so aber nicht zitiert. Hätte sich also auch auf

Der Begleiter würde als Ansprechpartner dienen, für Sicherheitsgefühl und Ordnung/Sauberkeit sorgen und außerdem gegen einen Bordpreisaufschlag von z. B. 5 EUR auch Nahverkehrs-Fahrkarten verkaufen.

beziehen können, was so im VBB bis 2012 galt (Bordpreis: 2,50 EUR).

Da du kein explizites Zitat gewählt hast, war ich davon ausgegangen, dass du dich auf den gesamten Beitrag vom @Bahngenießer beziehst.

--
Weg mit dem 4744!

Nicht nur in der Schweiz gibt es das...

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 28.09.2016, 21:45 (vor 3523 Tagen) @ GibmirZucker
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 28.09.2016, 21:47

...Schauen wir in ein Land, welches mit S beginnt, aber nicht soo perfekt ist wie die Schweiz.

Slowakei!

Ich hab mal schon einen Reisebericht über folgende Begebenheit geschrieben, aber irgendwie mag ich mich nun wiederholen.

Also, die Szenerie war ein Bahnhof namens Zahórska Ves, es gibt 3 Gleise, welche alle irgendwie schon bewachsen sind, aber auch Bahnsteige aus Schotter, die zwischen die Gleise reingepfercht wurden... und ein verschlossenes Gebäude, welches früher mal als Bahnhofsgebäude diente, nun aber einfach so rumsteht und der größte Nutzen ist, dass er den Namen der Station aufgepappt bekam...

...es gibt zwischen der morgendlichen Hauptverkehrszeit und der Fahrt am Nachmittag keine Fahrten dorthin. Okey, dafür gibt es davor und danach wiederum teils Stundentakte.

Also es war ein Bahnhof, wo es keinerlei Möglichkeiten gibt, eine Fahrkarte zu kaufen.

Naja und da war ich gezwungen, etwas zu tun, welches ich eben sehr ungern tue, ohne Fahrkarte einsteigen.

War aber gar kein Problem, denn das ist so gewollt, dass man am Bahnhof keine Fahrkarte kaufen kann. Der Zugbegleiter verkaufte selbstverständlich die Tickets, diese haben sogar einen schicken QR-Code.

Und ich denke mir so... ist eigentlich auch eine Lösung. Man spart sich die ganzen Automaten an kleinen Nebenstrecken und braucht nur pro Fahrt den Zugbegleiter nebst Gerät.

Also auf wirklich kleinen Strecken bzw. dort, wo der Zub es leicht hat, alle zugestiegenen Fahrgäste zu kontrollieren und ihnen Tickets zu verkaufen, könnte ich mir sowas wirklich auch außerhalb der Slowakei vorstellen.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Nicht nur in der Schweiz gibt es das...

Berlin-Express, nähe BPHD, Mittwoch, 28.09.2016, 21:51 (vor 3523 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Berlin-Express, Mittwoch, 28.09.2016, 21:52

Also auf wirklich kleinen Strecken bzw. dort, wo der Zub es leicht hat, alle zugestiegenen Fahrgäste zu kontrollieren und ihnen Tickets zu verkaufen, könnte ich mir sowas wirklich auch außerhalb der Slowakei vorstellen.

Du solltest bedenken, dass die Personalkosten in Deutschland höher liegen als z. B. in der Slowakei.

Nicht nur in der Schweiz gibt es das...

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 28.09.2016, 21:56 (vor 3523 Tagen) @ Berlin-Express
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 28.09.2016, 22:01

Also auf wirklich kleinen Strecken bzw. dort, wo der Zub es leicht hat, alle zugestiegenen Fahrgäste zu kontrollieren und ihnen Tickets zu verkaufen, könnte ich mir sowas wirklich auch außerhalb der Slowakei vorstellen.


Du solltest bedenken, dass die Personalkosten in Deutschland höher liegen als z. B. in der Slowakei.

Auf der Strecke fahren aber mehr als 2 Züge am Tag. Von 4-7 Uhr gibt es einen Stundentakt ab der Station Zahórska Ves.


Dann gibt es von 15-18 Uhr wieder einen Stundentakt.

Also 8 Fahrten in eine Richtung. Das Vierfache, was du meinst.

Das mit den Personalkosten ist dann natürlich wieder ein Argument,welches durchaus einen Sinn ergibt. In Tschechien und der Slowakei habe ich Zugbegleiter als selbstverständlich erlebt.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

meine Antwort

chriL999, Sonntag, 02.10.2016, 10:15 (vor 3520 Tagen) @ meilensammler

Ich würde es nicht so betonen, dass ich schwarz fahren will. Ansonsten könnte hier ein Vorsatz erkannt werden, der zu einer Strafanzeige führt, was richtigen Ärger geben kann.

Du willst einfach im Zug zum erhöhten Bordpreis nachlösen, am besten gleich 1. Klasse.

Auf Dauer bleibt es auch nicht bei den 60 EUR bzw. dem wiederholten anonymen Bezahlen.
Wenn dich ein Kontrolleur wiedererkennt, kann es ebenfalls aufgrund der Wiederholung als Vorsatz ausgelegt werden. In Folge Strafanzeige.

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