Rheinschiene Mannheim - Basel mit 250 km/h (Allgemeines Forum)
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Freitag, 23.09.2016, 19:59 (vor 3484 Tagen)
Die DB will statt 230 km/h, künftig mit 250 km/h fahren.
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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Rheinschiene Mannheim - Basel mit 250 km/h
Bahnfan, Freitag, 23.09.2016, 21:47 (vor 3484 Tagen) @ 218 466-1
Das ist auch gut so mit 250 km/h.
Gruass Bahnfan
DB PM: 250 km/h zur Erfüllung der Projektziele erforderlich
Henrik, Freitag, 23.09.2016, 21:48 (vor 3484 Tagen) @ 218 466-1
was anderes als 250 km/h war bislang auch nie geplant,
von 230 km/h war schon gar nie die Rede.
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Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel: Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ist zur Erfüllung der Projektziele erforderlich
Geschwindigkeitsreduzierung bringt keine relevante Kostenersparnis ● Güterverkehr maßgeblich bei Bemessung der Lärmschutzwände
(Karlsruhe, 22. September 2016) Auf Wunsch des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg hat die Deutsche Bahn in Stuttgart Vertretern aus der Region und Bürgerinitiativen die Notwendigkeit der Höchstgeschwindigkeit für den Fernverkehr von 250 km/h im Planfeststellungsabschnitt Müllheim–Auggen dargelegt und die Auswirkungen einer Reduzierung der Zuggeschwindigkeiten auf den Lärmschutz sowie die Kosten erläutert. Aus den angrenzenden Gemeinden waren Forderungen nach einer Reduzierung der Geschwindigkeit von 250 km/h im Personenfernverkehr erhoben worden.
Der Bundesverkehrswegeplan hat als Ziel beim Aus- und Neubau der Strecke Karlsruhe–Basel eine Verkürzung der Reisezeit im Personenfernverkehr zugrunde gelegt. Sie soll sich zwischen Frankfurt und Basel um etwa eine halbe Stunde verkürzen. Die DB plant für die Zukunft auf der Verkehrsachse Frankfurt–Basel im Fernverkehr einen Halbstundentakt mit Vollkorrespondenzen der Linien untereinander in Mannheim Hbf. Weitere Knotenpunkte des integralen Taktfahrplans sind Karlsruhe und Basel.
Die dafür erforderliche Knotenpünktlichkeit ist nur mit einer Geschwindigkeit des Fernverkehrs von 250 km/h zwischen Karlsruhe und Basel (Ausnahme Bereich Freiburger Bucht) zu erreichen. Eine Verringerung der vorgesehenen Geschwindigkeit auf einzelnen Streckenabschnitten würde den verkehrlichen Nutzen des Gesamtprojekts in Frage stellen.
Eine Reduzierung der Geschwindigkeiten im Fernverkehr würde die Lärmemissionen nicht relevant verringern und daher zu keinen Einsparpotentialen bei den notwendigen Lärmschutzmaßnahmen führen.
Bei der Region bestehen Erwartungen, dass durch die Reduzierung der Geschwindigkeit im Personenfernverkehr weniger Lärmschutzmaßnahmen erforderlich werden. Grundsätzlich werden alle Zugarten in der Schallberechnung berücksichtigt. Ausschlaggebend bei der Bemessung der Schallschutzwände im Abschnitt Müllheim–Auggen sind jedoch die Güterzüge – aufgrund der weitaus höheren Anzahl und der von ihnen ausgehenden hohen Schallemissionen.
Weitere Informationen unter www.karlsruhe-basel.de.
Das Großprojekt Karlsruhe–Basel wird von der Europäischen Union kofinanziert. Transeuropäisches Verkehrsnetz (TEN-V), Fazilität „Connecting Europe“
http://www.karlsruhe-basel.de/Pressemitteilungen.html?../presse/160922_PI_Vmax_PfA9.0.pdf
DB PM: 250 km/h zur Erfüllung der Projektziele erforderlich
meilensammler, Samstag, 24.09.2016, 00:10 (vor 3484 Tagen) @ Henrik
Das zeigt mal wieder sehr deutlich, dass es Wutbürgern nicht um die objektive Lärmbekämpfung geht, sondern nur darum, anderen Menschen das Leben zu vermiesen.
Auf Autobahnen ist es ähnlich. Wer neben einer Autobahn wohnt, weiß: nachts hört man von der Autobahn nur LKW. Aber als "Lärmschutzmaßnahme" wird vor allem die PKW-Geschwindigkeit auf 100-120 km/h begrenzt, während LKW nachts weiterhin ihre 80-100 kmh fahren dürfen.
Und auch beim Fluglärm gibt's den gleichen Unsinn. Auf der Straße vorbeifahrende Autos produzieren mehr Lärm als Flugzeuge, das geben auch Fluglärmgegner zu, wenn man fragt. Aber bekämpft werden natürlich nur Flugzeuge, schließlich geht es den Passagieren zu gut, also muss man sie mit Nachtflugverboten etc. ein wenig gängeln.
Aber so ist es nun mal in einer Demokratie - hier haben auch Deppen das Sagen!
Lärm von Autos
joerg-dd, Dresden, Samstag, 24.09.2016, 07:51 (vor 3484 Tagen) @ meilensammler
Hallo,
Leider ist es so, dass Autos, die mit 160 oder noch schneller auf der Autobahn langdüsen, viel lauter als LKW sind.
Lärm ist ein großes Problem!
Wir wohnen 130 m Luftlinie zur Rheinthalbahn und wir hören
Dampflokgaudi, Samstag, 24.09.2016, 12:20 (vor 3484 Tagen) @ 218 466-1
die Güterzge sehr deutlich.
Von den ICE's ist aber nur ein gleichmäßiges Rauschen zu hören, dass überhaupt nicht groß ins Gehör fällt. Auch in der NAcht/Abendstunden bei geöffnetem Fenster zur Bahntrasse hin sind die ICE's kein Problem.
Rheinschiene Mannheim - Basel mit 250 km/h
Lumi25, Samstag, 24.09.2016, 15:11 (vor 3484 Tagen) @ 218 466-1
Was für ein Blödsinn mal wieder dieser Ausbau.
18 Minuten Fahrzeitgewinn wow und dafür diese Investitionssumme. Es macht ja auch so viel Sinn auf 10 km auf 250 km/h aufzudrehen um nach 5 Minuten Vmax. wieder abzubremsen.
Fahrplanmäßig wird man wohl 200 km/h fahren man sieht es ja an den alten SFS. Für Hannover - Göttingen benötigt man heute 35 statt früher 30 Minuten.
Bei einer durchgehenden NBS von Karlsruhe nach Basel hätte man wohl weniger als 60 Minuten benötigt. Mit Anbindungen an Offenburg und Freiburg optimal.
Stattdessen darf jetzt jeder Zug dort zwangsweise halten oder mit 80 km/h durchzuckeln.
Wer mit dem Auto konkurrieren will braucht eigentlich keine Züge und Strecken oberhalb von 200 km/h. Oberhalb von 200 km/h macht nur Sinn wenn man den Kurzstreckenflugverkehre Konkurrenz machen will was in Deutschland nicht möglich ist.
Rheinschiene Mannheim - Basel mit 250 km/h
ThomasK, Samstag, 24.09.2016, 22:10 (vor 3483 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von ThomasK, Samstag, 24.09.2016, 22:10
Für eine Kantenzeit von 90 Minuten zwischen Mannheim Hbf und Basel SBB bzw. einer Kantenzeit von 120 Minuten zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Basel SBB reichen 230 km/h keineswegs aus.
Selbst 250 km/h sind extrem knapp kalkuliert. Man muss auch die Ein- und Ausfahrbereiche in Freiburg und Karlsruhe sehr gut optimieren und auch ein Leistungsgewicht von mehr als 15 kW/Mg haben, wenn der ITF mit 90 Minuten Kantenzeit zwischen Mannheim Hbf und Basel SBB bzw. 120 Minuten Kantenzeit (mit NBS Rhein/Main - Rhein/Neckar) zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Basel SBB funktionieren soll.
Zum Glück lässt die Trassierung in einigen Bereichen auch 280 km/h zu.
Die Bürgerinitiativen haben jetzt ihre Variante Offenburg bekommen und sie haben auch den Tunnel Rastatt bekommen, aber sie sollten sich gefälligst aus Dingen raushalten, wovon sie nichts verstehen.
Was dabei rauskommt, wenn Nichtfachleute anfangen bei der Eisenbahnplanung mitzureden, hat man bei der Variante Alpha zwischen Hamburg, Bremen und Hannover gesehen.
So sehr ich die Deutsche Bahn in anderen Bereichen kritisieren muss, hier kann ich sie nur dafür loben, dass sie gegenüber den Bürgerinitiativen hart bleibt.
Rheinschiene Mannheim - Basel mit 250 km/h
J-C, In meiner Welt, Samstag, 24.09.2016, 22:32 (vor 3483 Tagen) @ ThomasK
bearbeitet von J-C, Samstag, 24.09.2016, 22:34
Naja, bei der Y-Trasse sind irgendwelche "Experten" auf die Idee gekommen, über die Neubaustrecke auch noch Güterzüge zu schicken. Soll schön laut sein, weil aus irgendwelchen Gründen sich gewisse Entscheider zu schön sind, mal leisere Güterwagen zu verpflichten und zu sagen," was zu laut ist, darf nicht auf deutsche Gleise!"
Ich kann solche Leute durchaus in die Richtung verstehen. Ich hätte auch was dagegen, wenn mir nebenan plötzlich eine Lärmquelle installiert wird. Das ist halt ein Versagen auf vielen Ebenen. Den Anfang macht die Politik uuuund damit wieder der faule Bürger, der der Politik nicht mal die Leviten liest von wegen ein Machtwort sprechen gegen laute Güterwagen...
...und leise Güterwagen gehen. Ich hatte mal vor langer Zeit einen Güterzug beim Bremsen erlebt. Waren Container. Kein Quitschen und kein riesen Lärm. Geht doch!
Also da sollte man es nicht zu undifferenziert betrachten.
Gruß
Jan-Christian, der zwar nie etwaige Probleme mit Zuglärm hatte, dafür damals direkt gegenüber einer Polizei-und Feuerwehrwache lebte.
Und trotzdem weiß ich, dass Güterzüge schrecklich sein können in Sachen Lärm. Da sind einfach mal Millenia an Entwicklung vorbeigegangen gefühlt...
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Laute Güterzüge, leiise Güterzüge
Steffen, Samstag, 24.09.2016, 23:10 (vor 3483 Tagen) @ J-C
Neulich bin ich mal an einer Bahnstrecke entlang geradelt. Dann hat mich ein (normal langer) Güterzug überholt - den hat man fast nicht gehört!! Kurz danach kam eine Rangierlok mit 3 Wägelchen und machten einen ohrenbetäubenden Lärm.
Bei den Schweizern kann ich nicht verstehen, warum die so lange gewartet haben, den Bahnlärm aus ihrem Land zu verbannen. Noch viel weniger verständlich ist, dass sich in Deutschland rein gar nichts tut!!!!!!!
Da es um die Strecke Karlsruhe Basel geht: Da sollte der Güterzuglärm kein großes Problem sein, denn die Züge fahren fast alle in die Schweiz und sind folglich leise.
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Verbot lauter Güterzüge ab 2020
Henrik, Sonntag, 25.09.2016, 01:09 (vor 3483 Tagen) @ Steffen
Bei den Schweizern kann ich nicht verstehen, warum die so lange gewartet haben, den Bahnlärm aus ihrem Land zu verbannen. Noch viel weniger verständlich ist, dass sich in Deutschland rein gar nichts tut!!!!!!!
Da es um die Strecke Karlsruhe Basel geht: Da sollte der Güterzuglärm kein großes Problem sein, denn die Züge fahren fast alle in die Schweiz und sind folglich leise.
das is aber nun reine Satire, oder?
die vielen Ausrufezeichen lassen ja sehr darauf deuten, dass Du genau weißt, dass genau das Gegenteil der Fall ist,
In Deutschland wird mehr für leisere Güterzüge getan als andernorts.
insbesondere bei diesem Thema Rheintalbahn hat der örtliche Verkehrsminister ja nochmal sehr deutlich in diesen Tagen auf die Aktivitäten seines Kollegen im Bund hingewiesen,
Hermann: Die 250 Stundenkilometer sind notwendig, weil das Ziel lautet: Wir wollen von Karlsruhe nach Basel in 90 Minuten kommen und so den Takt um eine halbe Stunde verkürzen. Zudem bräuchte man bei einer langsameren Geschwindigkeit längere, also auch teurere Überholgleise. Und das wichtigste Argument lautet: Sehr laut sind nicht die Personenzüge, sondern die Güterzüge. Da hilft es den Menschen an der Strecke wenig, wenn der ICE langsamer fährt. Allerdings soll ja ab 2020 ein Verbot lauter Güterwagen gelten. Diese Lärmreduktion sollte man vielleicht noch einmal neu berechnen, und da käme dann vielleicht auch eine andere Höhe der Lärmschutzwände heraus. Das könnte eine neue Option eröffnen. Am 22. September werden wir dies noch mal an einem Tisch mit der Bahn, den örtlichen Abgeordneten sowie Vertreterinnen und Vertretern meines Hauses und der Bürgerinitiativen erörtern.
http://www.bo.de/nachrichten/nachrichten-regional/der-kompromiss-steht
bereits bis Ende 2016 drohten Tempolimits oder Nachtfahrverboten für Güterzüge laut Koalitionsvertrag, sollten nicht 50% der Züge umgerüstet sein - aktuell scheints zu klappen.
Daher will Dobrindt beim Lärmschutz endlich vorankommen. „Ohne Akzeptanz bei den Bürgern“, sagte er am Mittwoch, sei es „schwer zu rechtfertigen, dass es ein zunehmendes Wachstum an Verkehr geben wird.“
Neben Verbotsdrohungen setzt Dobrindt bei seiner neuen Strategie „Leise Schiene“ vor allem auf Geld. Zusätzlich zu den bereits mehr als 1,1 Milliarden Euro, die Bund und Bahn in den letzten Jahren für den Lärmschutz an Bahnstrecken ausgegeben haben, lässt der Minister jährlich jetzt 150 Millionen für weitere Maßnahmen springen. Hinzu kommen die 152 Millionen Euro für die Waggon-Umrüstung bis 2020. Weiterhin plant er mit 30 Millionen Euro Fördergeldern für die Entwicklung noch leiserer Fahrzeuge sowie mit über fünf Millionen Euro für die Erprobung neuer Lärmschutztechnologien an den Strecken.
Zudem will das Ministerium eine „Innovationsprämie“ für Unternehmen zahlen, wenn sie sich Güterwagen anschaffen, „die europäische Lärmschutzstandards unterschreiten“. Geplant ist eine Abwrackprämie: Geld bekommt, wer für einen neuen Wagen einen alten Krachmacher aussortiert.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article153175856/Dobrindt-sagt-der-EU-beim-Bahn...
11.03.2016
auch vor wenigen Tagen war der Schienenlärm bzw. seine Verringerung groß Thema,
Er wolle das Verbot lauter Güterzüge in Deutschland trotz der Widerstände der EU bis 2020 durchsetzen, bekräftigte Dobrindt.
http://www.merkur.de/bayern/will-dobrindt-gueterzuege-leiser-machen-6761560.html
19.09.16
http://www.dvz.de/rubriken/politik/single-view/nachricht/laermschutzprojekt-auf-der-str...
http://www.dvz.de/rubriken/politik/single-view/nachricht/bahnindustrie-will-abwrackprae...
14. März 2016
...das kommt oben aber irgendwie nicht an.
J-C, In meiner Welt, Sonntag, 25.09.2016, 07:52 (vor 3483 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von J-C, Sonntag, 25.09.2016, 07:56
Also wenn ich schaue, wie es auf der Strecke Hamburg-Berlin zum Beispiel ist... da tut sich nix...
...schön, wenn im Einzugsgebiet des Schlaraffenlands... ich meinte der Schweiz es viel besser ist, aber da oben im Norden ist irgendwie nicht groß was los bei leisen Güterwagen. HVLE hat wahrscheinlich durch Neubauzüge was entsprechend gescheites aber besonders Güterverkehr der DB pflegt laut und krachend zu sein.
Ich lebe nun nicht mehr in Hamburg, glaube aber kaum, dass sich da was groß geändert hat. Güterzüge sind odtmals nach wie vor laut. Dass es kurz vor der Schweiz anders aussieht, sollte eigentlich nicht verwundern.
Schön, dass man sich das Jahr 2020 zum Ziel gesetzt hat. Wenn ich in 2021 auch in Hamburg nur noch leise Güterzüge hab, ist's doch perfekt. Doch die Anwohner kennen womöglich nur den Status quo. Ich kann mir vorstellen, dass man die Güterzüge von heute kennt und, so wie ich, nicht so recht einen Fortschritt sieht. Wenn man 2020 jenen zeigen kann, dass die Güterzüge einen nicht mehr stören dürften, schwindet ja das Argument des lauten Zuglärms...
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Plus: Wieso hat man das nicht viel früher gemacht?
J-C, In meiner Welt, Sonntag, 25.09.2016, 08:02 (vor 3483 Tagen) @ J-C
- kein Text -
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Weil's heute billiger ist: LL-Sohle
Alphorn (CH), Sonntag, 25.09.2016, 17:15 (vor 3483 Tagen) @ J-C
Die erste leise Bremssohle war die K-Sohle. Die bedingt jedoch bei existierenden Wagen einen Umbau der Bremsanlage. Die Schweiz hat diese relativ schnell eingeführt, mit ziemlichen Umbaukosten (aber immer noch billiger als kilometerweise Lärmschutzwände). Deutschland hingegen hat auf die Entwicklung der LL-Sohle gewartet, welche als 1:1-Ersatz von Grauguss-Bremssohlen taugt und somit deutlich billiger eingebaut werden kann.
Und wann begann die Entwicklung der LL-Sohle?
J-C, In meiner Welt, Sonntag, 25.09.2016, 23:59 (vor 3482 Tagen) @ Alphorn (CH)
Auf die schnelle finde ich im Internet nur die Bestätigung, dass die LL-Sohle superduper ist...
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Verbot lauter Güterzüge ab 2020
Steffen, Sonntag, 25.09.2016, 18:10 (vor 3483 Tagen) @ Henrik
Schade, dass trotz Bemühungen die Güterzüge so laut sind, dass man fast einen Hörschaden bekommt :(
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Verbot lauter Güterzüge ab 2020
J-C, In meiner Welt, Montag, 26.09.2016, 00:01 (vor 3482 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von J-C, Montag, 26.09.2016, 00:02
Sei froh, dass du noch nicht in Tschechien einen alten Elektrozug, wo noch die alten Bremsen verbaut sind, erleben durftest... genau da haben wir die meisten Güterwagen und ich frage mich... WARUM?!
Wie kann es sein, dass die Güterwagen immernoch alte asozial quitschende Bremsen nutzt, die im Personenverkehr schon längst abgeschafft sind?!
Hat jemand da einfach immer gerufen "billig billig billig!!!111eleven" und man hat dann einfach jede Innovation verweigert, könnte ja kosten...?
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Rheinschiene Mannheim - Basel mit 250 km/h
lokuloi, Sonntag, 25.09.2016, 11:28 (vor 3483 Tagen) @ ThomasK
Für eine Kantenzeit von 90 Minuten zwischen Mannheim Hbf und Basel SBB bzw. einer Kantenzeit von 120 Minuten zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Basel SBB reichen 230 km/h keineswegs aus.
Ja. Für eine Kantenzeit von 90 Minuten von Mannheim bis Basel SBB wird das in der Tat nicht ausreichen. Mir ist jetzt aber auch nicht bekannt, dass dies in irgendeiner Form “offizielles” Projektziel ist.
Hier ist z.B. nur lapidar von 69 Minuten zwischen Karlsruhe und Basel die Rede. Ob damit SBB oder der badische Bahnhof gemeint ist, geht daraus nicht hervor. Aber so oder so: für 90 Minuten Mannheim- Basel SBB wird’s nicht reichen. Auch die “S21-Tapete” geht von um die 75 Minuten Karlsruhe – Basel SBB aus, je nach Haltepolitik.
Mit einer Kantenzeit von 90 Minuten Karlsurhe -Basel SBB, also 120 Minuten Mannheim – Basel SBB wär ich ja (fürs erste) schon zufrieden – natürlich sollte man sich den nächsten Schritt nicht verbauen.
Zudem kommt mir diese Diskussion reichlich früh vor. Es geht um eine Maßnahme die nach derzeitigem Rahmenterminplan ab 2036 (!) realisiert werden soll und 2041 in Betrieb gehen soll (7.2 -7.4 ABS). Bis dahin fließt noch viel Wasser den Rhein hinunter und es wird noch viel diskutiert werden.
Für den Oberrheinkorridor wird es ab 2024 durchgehend vier Gleise (davon zwei für 250 km/h) zwischen Karsruhe und Offenburg und zwischen Müllheim und Basel SBB geben. Das sollte hoffentlich – ich gehe mal davon aus – für eine Kantenzeit von 90 Minuten zwischen Karlsruhe und Basel SBB reichen - wenn auch knapp. Für eine Taktverdichtung wird das aufgrund der Zweigleisigkeit zwischen Offenburg und Müllheim nicht ausreichen.
Dann wird in den 10 darauffolgenden Jahren die Güterstrecke entlang der A5 gebaut werden. Damit sollte so ab 2035 die Kapazität zur Verfügung stehen, den Personenfernverkehr zu verdichten, ohne dass sich an den Fahrzeiten was ändert. Bis dahin sollte hoffentlich auch die NBS Rhein/Main – Rhein/Neckar in Betrieb sein. Einem echten Halbstundentakt würde dann nichts mehr im Weg stehen. Die Fahrzeit wird aber bei 90 Minuten Kantenzeit Karlsruhe – Basel SBB bleiben.
Ob man dann ab 2035 noch ein Interesse daran hat, die Bestandsstrecke auf 250 km/h auszubauen, wird sich zeigen.
Selbst 250 km/h sind extrem knapp kalkuliert. Man muss auch die Ein- und Ausfahrbereiche in Freiburg und Karlsruhe sehr gut optimieren und auch ein Leistungsgewicht von mehr als 15 kW/Mg haben, wenn der ITF mit 90 Minuten Kantenzeit zwischen Mannheim Hbf und Basel SBB bzw. 120 Minuten Kantenzeit (mit NBS Rhein/Main - Rhein/Neckar) zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Basel SBB funktionieren soll.
Eben. Für die 90-Minuten-Kante Mannheim – Basel SBB bedarf es mehr als der aktuellen Planung. Nichtsdestotrotz ist sie natürlich Voraussetzuung dafür.
Die Frage ist, ob diese Kante überhaupt erstrebenswert ist. Denn 90 Minuten Mannheim – Basel SBB bedeuten, dass zwischen den Halten entlange der Achse ca. 20 Minuten liegen. Dadurch würde man die bestehenden und mehr und weniger gut funktionierenden Knoten in Karlsruhe, Offenburg und Freiburg zerstören.
Gerade unter ITF-Gesichtspunkten wäre eine “Knoten-Kette”:
MA <-30->KA <-30-> OG <-30-> FR <-30-> Basel SBB
optimal. Mit leicht nach vorne (aus Sicht KA) verzogenen Knoten in Offenburg und Freiburg sollte das eigentlich ab 2024 möglich sein, so man denn will.
So sehr ich die Deutsche Bahn in anderen Bereichen kritisieren muss, hier kann ich sie nur dafür loben, dass sie gegenüber den Bürgerinitiativen hart bleibt.
Prinzipielle Zustimmung. Allerdings befürchte ich, dass das Motiv nicht eine 90-Minuten-Kante Mannheim – Basel ist, sondern schlicht und ergreifend: wir haben vom Eigentümer den Auftrag 250 km/h zu planen, also machen wir das auch.
Ciao,
Uli
Rheinschiene Mannheim - Basel mit 250 km/h
ThomasK, Sonntag, 25.09.2016, 13:53 (vor 3483 Tagen) @ lokuloi
bearbeitet von ThomasK, Sonntag, 25.09.2016, 13:56
Hier ist z.B. nur lapidar von 69 Minuten zwischen Karlsruhe und Basel die Rede. Ob damit SBB oder der badische Bahnhof gemeint ist, geht daraus nicht hervor. Aber so oder so: für 90 Minuten Mannheim- Basel SBB wird’s nicht reichen.
Als damals die Planungen für die NBS Karlsruhe - Basel SBB begannen, hatte man noch nicht den ITF auf dem Radar. Die 69 Minuten Karlsruhe - Basel SBB waren damals als Endausbau gedacht. Der viergleisige Ausbau zwischen Basel SBB und Basel Bad (Rheinbrücke) sollte zudem Trassenkonflikte im Knoten Basel vermeiden.
Inzwischen aber hat sich der Wind gedreht. Finanziell mit mehreren hundert Millionen € zwar noch nicht üppig ausgestattet, gibt es aber im neuen BVWP einen Haushaltsposten für den ITF Deutschland (Posten M-001-V01).
Interessant in diesem Zusammenhang auch, dass auch deshalb zwischen Mannheim und Karlsruhe eine zusätzliche NBS Molzau - Graben-Neudorf - Karlsruhe vorgesehen ist. (Projektnummer 2-004-V03 im BVWP 2030).
Zusammen mit der Erhöhung der Geschwindigkeit auf 280 km/h auf der NBS Mannheim - Stuttgart und der Optimierung des Einfahrbereiches Karlsruhe Hbf kann dann zwischen Mannheim Hbf und Karlsruhe Hbf die Fahrzeit von derzeit 22 Minuten auf 19 Minuten verkürzt werden. Allerdings muss dazu auf der NBS Molzau - Graben-Neudorf - Karlsruhe Hbf mit 250 km/h statt 200 km/h gefahren werden. Diese Fahrzeitverkürzung von 3 Minuten sind für eine Kantenzeit von 90 Minuten Mannheim Hbf - Basel SBB zwingend notwendig.
Richtig ist, dass die Maßnahmen des Projekts 2-005-V002 noch nicht ausreichen, um zudem die Kantenzeit von 90 Minuten zwischen Mannheim Hbf und Basel SBB zu erreichen. Kenzingen - Freiburg (Breisgau) Hbf - Buggingen muss unbedingt auf 250 km/h statt 200 km/h ausgebaut werden.
Im Posten M-001-V01 werden Mehraufwendungen zusammengefasst, die dadurch entstehen, dass für den ITF Deutschland weitere Maßnahmen erforderlich sind. Auf der Rheinschiene könnten dann die zusätzlichen Aufwendungen, die aktuell nicht durch den Finanztopf 2-005-V002 gedeckt sind, in diesem Haushalt verbucht werden.
Grundsätzlich halte ich es für denkbar, auf der Rheinschiene - analog zur Westbahn Wien - Salzburg - mit zwei Fernverkehrsprodukten zu fahren.
Das Fernverkehrsprodukt B verfügt über eine Kantenzeit Mannheim Hbf - Basel SBB von 120 Minuten und bedient mit jeweils 30 Minuten Zwischenkantenzeit die Vollknoten Karlsruhe Hbf, Offenburg und Freiburg (Breisgau) Hbf) mit einem zusätzlichen Halt in Basel Bad. Das Fernverkehrsprodukt B sollte im Halbstundentakt fahren. Den Halt Baden Baden würde ich aufgeben.
Das Fernverkehrsprodukt A (ICE-Sprinter) verfügt über eine Kantenzeit Mannheim Hbf - Basel SBB von 90 Minuten und hält lediglich in Karlsruhe Hbf. Das Fernverkehrsprodukt A fährt im Stundentakt.
Wichtig ist jetzt aber, dass man jetzt in der Vorplanung die genauen Fahrplantrassen festlegt und man in Abhängigkeit vom vsl. ab 2032 zu fahrenden Betriebskonzept die Ausbaumaßnahmen erstellt.
(...) Prinzipielle Zustimmung. Allerdings befürchte ich, dass das Motiv nicht eine 90-Minuten-Kante Mannheim – Basel ist, sondern schlicht und ergreifend: wir haben vom Eigentümer den Auftrag 250 km/h zu planen, also machen wir das auch.
Sagen wir so: Der Normalzustand bei der Deutschen Bahn ist Chaos gewürzt mit Bürokratie und Obrigkeitshörigkeit. Es gibt aber auch einige helle Köpfe und Freidenker bei der Deutschen Bahn, die sich über die ITF Deutschland schon Gedanken gemacht haben und mit zwei Fernverkehrsprodukten zwischen Mannheim und Basel SBB rechnen.
Wichtig ist, dass sich das ITF-Denken nun auf breiter Front durchsetzt und langfristige Konzepte erarbeitet werden.
Wenn die Schiene deutliche Marktanteile hinzugewinnen soll und beispielsweise gegenüber dem Flugzeug zwischen Zürich und Frankfurt gewinnen soll, dann ist eine Kantenzeit von 90 Minuten zwischen Mannheim Hbf - Basel SBB Pflicht.
Projektliste BVWP 2030 (Stand August 2016):
http://f-cdn-o-002.l.farm.core.cdn.streamfarm.net/18004initag/ondemand/3706initag/bmvi/...
Projekte Schiene Seite 155 - 173.
Rheinschiene Mannheim - Basel mit 250 km/h
flierfy, Sonntag, 25.09.2016, 18:33 (vor 3483 Tagen) @ ThomasK
bearbeitet von flierfy, Sonntag, 25.09.2016, 18:33
Das Fernverkehrsprodukt B verfügt über eine Kantenzeit Mannheim Hbf - Basel SBB von 120 Minuten und bedient mit jeweils 30 Minuten Zwischenkantenzeit die Vollknoten Karlsruhe Hbf, Offenburg und Freiburg (Breisgau) Hbf) mit einem zusätzlichen Halt in Basel Bad. Das Fernverkehrsprodukt B sollte im Halbstundentakt fahren. Den Halt Baden Baden würde ich aufgeben.
Warum Halbstundentakt? Momentan fahren auf der Rheinbahn 1,5 Fernzugpaare pro Stunde. Eine Verdopplung auf drei scheint mir übertrieben. Auch im Stundentakt würde dieser B-Zug alle Knoten bedienen.
Das Fernverkehrsprodukt A (ICE-Sprinter) verfügt über eine Kantenzeit Mannheim Hbf - Basel SBB von 90 Minuten und hält lediglich in Karlsruhe Hbf. Das Fernverkehrsprodukt A fährt im Stundentakt.
Warum sollte man an Freiburg vorbei fahren, nur um das kleinere und unbedeutendere Basel zu erreichen? Ich würde es eher umgekehrt machen, in Freiburg halten und an Basel vorbeidüsen.
Freiburg vs. Basel: verkehrstechnische Bedeutung.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Sonntag, 25.09.2016, 20:09 (vor 3482 Tagen) @ flierfy
Das Fernverkehrsprodukt A (ICE-Sprinter) verfügt über eine Kantenzeit Mannheim Hbf - Basel SBB von 90 Minuten und hält lediglich in Karlsruhe Hbf. Das Fernverkehrsprodukt A fährt im Stundentakt.
Warum sollte man an Freiburg vorbei fahren, nur um das kleinere und unbedeutendere Basel zu erreichen? Ich würde es eher umgekehrt machen, in Freiburg halten und an Basel vorbeidüsen.
Weil Basel eine verkehrstechnisch höhere Bedeutung hat. Hier steigt man um Richtung Chur, Luzern, Bern oder Biel. Alles Fernverkehr. Welche FV-Umsteigeverbindungen hat Freiburg?
Bei uns hat Gouda ja auch weniger Einwohner als Zoetermeer, dennoch hält der "IC" Utrecht-Den Haag in Gouda und nicht in Zoetermeer.
Leverkusen und Mülheim haben auch mehr Einwohner als Wolfsburg, dennoch hält der ICE Köln-Berlin in WOB und nicht in LEV/MH.
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Freiburg vs. Basel: verkehrstechnische Bedeutung.
Berlin-Express, nähe BPHD, Sonntag, 25.09.2016, 20:11 (vor 3482 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Berlin-Express, Sonntag, 25.09.2016, 20:12
Alles Fernverkehr. Welche FV-Umsteigeverbindungen hat Freiburg?
Nach Paris ;), genauso wie Müllheim (Baden).
Freiburg vs. Basel: verkehrstechnische Bedeutung.
lokuloi, Sonntag, 25.09.2016, 20:25 (vor 3482 Tagen) @ Oscar (NL)
Das Fernverkehrsprodukt A (ICE-Sprinter) verfügt über eine Kantenzeit Mannheim Hbf - Basel SBB von 90 Minuten und hält lediglich in Karlsruhe Hbf. Das Fernverkehrsprodukt A fährt im Stundentakt.
Warum sollte man an Freiburg vorbei fahren, nur um das kleinere und unbedeutendere Basel zu erreichen? Ich würde es eher umgekehrt machen, in Freiburg halten und an Basel vorbeidüsen.
Weil Basel eine verkehrstechnisch höhere Bedeutung hat. Hier steigt man um Richtung Chur, Luzern, Bern oder Biel. Alles Fernverkehr. Welche FV-Umsteigeverbindungen hat Freiburg?
Es geht doch nicht um die Umsteigeverbindungen. Es geht um das Eigenaufkommen. Und das sollte in Freiburg nicht unterschätzt werden, da der Anteil an Bahnfahrern hier traditionell sehr hoch ist. Das Aufkommen dürfte höher als in Karlsruhe und Mannheim sein und an die Zahlen so mancher 500.000er-Stadt herankommen.
Einen FV-Zug durch Freiburg hindurch fahren zu lassen halte ich daher auch nicht für besonders weise. Insbesondere, da man dort den Vorteil hat, nahezu den gesamten FV nach Deutschland gebündelt über Karlsruhe abzuwickeln. Auch hier wird oft berichtet, dass die Züge ab Freiburg deutlich leerer werden.
Nichtsdestotrotz erscheint mir auch an Basel vorbeizufahren nicht empfehlenswert, da hier quasi die ganze - bekanntlich auch sehr ÖV-affine
Freiburg vs. Basel: verkehrstechnische Bedeutung.
MartinN, Fricktal, Schweiz, Montag, 26.09.2016, 12:58 (vor 3482 Tagen) @ lokuloi
Hallo zusammen
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass in beiden Städten gehalten werden muss. Allerdings würde im Falle von Basel eigentlich ein Halt reichen. Bei einem auslassen von Basel SBB spart man gut und gerne mal 15 Minuten. Der Haken ist der, dass erstens der ICE von Deutschland her kommend in der Schweiz dann nicht mehr in der Taktlage ist und zweitens viele die in Basel SBB umsteigen, keine Umsteigeverbindung haben.
Wie schon festgestellt wurde, leeren sich die Züge ab Freiburg Richtung Basel sehr. Beim auslassen von SBB werden diese spätestens dann in Olten wieder gefüllt. Für Personen die in Basel wohnen und auf diesen Zug wollen ist es dann wiederum mehr oder weniger egal ob sie am Badischen Bahnhof oder am Bahnhof SBB einsteigen(Für die Einten wird es schlechter für die Anderen besser). Es wäre auch möglich via S-Bahn oder Tram den Bahnhof zu wechseln. Ist aber umständlicher und dauert länger.
Egal wie man es kehrt und wendet, ausser dem Zeitgewinn ist weder das Auslassen vom Badischen- noch von Basel SBB wirklich sinnvoll. Bringen tut das nur denen was, die weder in Basel aussteigen noch umsteigen wollen.
Freiburg vs. Basel: verkehrstechnische Bedeutung.
ThomasK, Montag, 26.09.2016, 13:16 (vor 3482 Tagen) @ MartinN
bearbeitet von ThomasK, Montag, 26.09.2016, 13:16
Der Sprinter würde sowieso in Basel Bad durchfahren.
Es geht nur darum, dass der Sprinter zwischen Mannheim Hbf und Basel SBB aufgrund der 90-Minuten Kantenzeit nur einmal halten kann. Also muss man sich entscheiden zwischen Freiburg und Karlsruhe.
Und Karlsruhe ist wichtiger als Freiburg.
Soll der Sprinter zusätzlich auch noch in Freiburg halten, dann muss man eben 280 km/h fahren. Formal beträgt die Höchstgeschwindigkeit auf der NBS Karlsruhe - Basel 250 km/h. Allerdings ist die Trasse so entworfen, dass man auch 280 km/h fahren könnte. Legt man generell auf der NBS Karlsruhe - Basel die Höchstgeschwindigkeit auf 280 km/h fest, dann kann der Sprinter in Karlsruhe und Freiburg halten.
Mehrere ICE sind jedenfalls sowohl im Katzenbergtunnel als auch zwischen Offenburg und Rastatt schon 280 km/h gefahren obwohl eigentlich die Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h gilt.
Basel: 110'000 Reisende pro Tag, Freiburg i. Br. 38'000
Alphorn (CH), Sonntag, 25.09.2016, 22:22 (vor 3482 Tagen) @ flierfy
Basel 140'000 pro Werktag, Freiburg 38'000 vor 10 vor Jahren
flierfy, Montag, 26.09.2016, 12:32 (vor 3482 Tagen) @ Alphorn (CH)
Die Zahlen für Freiburg sind 10 Jahre alt und die für Basel steht dort so nicht drin. Und von den 140'000 werktäglichen Nutzern von Basel SBB sind die Allermeisten Einpendler, für die man keinen weiteren ICE-Halt braucht. Das ist für mich kein Argument, dass Basel über Freiburg steht.
Basel: 110'000 Reisende pro Tag, Freiburg i. Br. 38'000
lokuloi, Montag, 26.09.2016, 18:43 (vor 3482 Tagen) @ Alphorn (CH)
Quelle (erster Abschnitt)
Interessanterweise steht im selben Artikel weiter unten in Kap. 2.5 60.000 Ein- und Aussteiger pro Tag. Es klingt für mich realistischer.
Unstrittig ist aber, dass Basel mehr Reisende hat als Freiburg.
Unstrittig ist aber denke ich auch, dass Freiburg für eine Stadt dieser Größe für Deutschland ein hohes ÖV-Aufkommen hat.
Ganz davon abgesehen denke ich, dass ein Stadt in der Größenordnung Freiburgs so oder so "sprinterwürdig" ist. Die DB scheint das ähnlich zu sehen, schließlich halten als Sprinter deklarierte Züge auch in Erfurt und Halle.
Gerade auf einer Achse Frankfurt - Zürich halte ich da einen Halt in Freiburg für sinnvoll. Im S21-Stresstest war hier eine "Sprinter"-Linie mit Halt im Freiburg, dafür ohne in Mannheim vorgesehen - nicht, dass ich das in diesem Fall sinnvoll finden würde.
Ciao,
Uli
Sonderfall Basel Bad
ThomasK, Montag, 26.09.2016, 00:07 (vor 3482 Tagen) @ flierfy
Das Fernverkehrsprodukt B verfügt über eine Kantenzeit Mannheim Hbf - Basel SBB von 120 Minuten und bedient mit jeweils 30 Minuten Zwischenkantenzeit die Vollknoten Karlsruhe Hbf, Offenburg und Freiburg (Breisgau) Hbf) mit einem zusätzlichen Halt in Basel Bad. Das Fernverkehrsprodukt B sollte im Halbstundentakt fahren. Den Halt Baden Baden würde ich aufgeben.
Warum Halbstundentakt? Momentan fahren auf der Rheinbahn 1,5 Fernzugpaare pro Stunde. Eine Verdopplung auf drei scheint mir übertrieben. Auch im Stundentakt würde dieser B-Zug alle Knoten bedienen.
Selbstverständlich sollte die Anzahl der Fahrgäste bis 2032 verdoppelt werden. Alleine durch den ITF und durch die schnelleren Beförderungszeiten ist davon auszugehen, dass mindestens 50% mehr Fahrgäste auf der Rheinschiene unterwegs sind.
Abgesehen davon werden 2032 die Betriebskosten für die PKWs so hoch sein, dass weitere Fahrgäste vom Auto auf die Bahn umsteigen werden.
3 Fernverkehrszüge pro Stunde und Richtung zwischen Mannheim Hbf und Basel SBB ist für 2032 keinesfalls überdimensioniert.
Das Fernverkehrsprodukt A (ICE-Sprinter) verfügt über eine Kantenzeit Mannheim Hbf - Basel SBB von 90 Minuten und hält lediglich in Karlsruhe Hbf. Das Fernverkehrsprodukt A fährt im Stundentakt.
Warum sollte man an Freiburg vorbei fahren, nur um das kleinere und unbedeutendere Basel zu erreichen? Ich würde es eher umgekehrt machen, in Freiburg halten und an Basel vorbeidüsen.
Auf gar keinen Fall.
Basel SBB ist einer der drei Ecken des großen SBB-Dreiecks Zürich HB, Bern und Basel SBB. Basel SBB ist bei weitem wichtiger als Freiburg (Breisgau) Hbf. Auch ist Karlsruhe Hbf bei weitem wichtiger als Freiburg (Breisgau) Hbf. In Freiburg wird überwiegend vom Fernverkehr in den Nahverkehr umgestiegen. Zudem baut das Bundesland Baden-Württemberg die S-Bahn Freiburg aus, wobei etliche Strecken elektrifiziert werden und Taktverdichtungen geplant sind.
Auch gibt es eine Besonderheit in Basel Bad.
Der gesamte Bahnhof Basel Bad liegt vollständig auf Schweizer Hoheitsgebiet, d.h. es gilt ausschließlich Schweizer Recht. Mit dem Staatsvertrag zwischen der Schweiz und - damals - Baden wurde festgelegt, dass zwischen der innerbasler Rheinbrücke und der Staatsgrenze D/CH eisenbahnrechtlich ausschließlich badisches Recht - bzw. heute deutsches Recht gilt. In Basel Bad gilt also die deutsche EBO.
Eine kuriose Situation gab es im Sommer 1980. In Deutschland galt die Sommerzeit, aber die Schweizer hatten 1979 der Schweizer Regierung untersagt, in der Schweiz die Sommerzeit im Sommer 1980 einzuführen. Rings um die Schweiz herum (Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien) galt also 1980 die Sommerzeit, nur in der Schweiz aufgrund der Volksabstimmung die Normalzeit. Die Internationalen Züge Milano C - Gotthard - Basel - Deutschland bzw. Milano C - Brig - Lötschberg - Bern - Basel - Deutschland fuhren eine Stunde zu früh durch die Schweiz, da die FS und DB beide Sommerzeit hatten.
Im Sommer 1980 war es also so, dass alle Uhren auf allen Bahnsteigen in Basel Bad die deutsche Zeit zeigten und sich alle Abfahrts- und Ankunftspläne in Basel Bad auf die deutsche Zeit bezogen. Aber die Turmuhr auf dem Bahnhof Basel Bad gehört nicht zum Eisenbahnbetrieb, sodass im Sommer 1980 die Turmuhr Basel Bad Schweizer Zeit zeigte.
Mehrere Fotografen stellten sich nun so hin, dass man sowohl die Bahnsteiguhren als auch die Turmuhr auf dem Foto sehen konnte. Auf einem Foto konnte man sehen, wie ein IC in Basel Bad um 14.14 Uhr Richtung Freiburg (Breisgau) abfuhr und auch die Bahnsteiguhr 14.14 Uhr zeigte, aber die Turmuhr 13.14 Uhr Schweizer Zeit.
Ein Eisenbahnfan hat auch ein Foto vom Abfahrtsplan DB Basel Bad gemacht. Lustig, wie ein IC in Basel Bad um 13.41 Uhr abfuhr und um 12.46 Uhr in Basel SBB endete, denn in Basel SBB galt auch auf dem Bahnhof ausschließlich Schweizer Zeit.
Da die Zeitverschiebung nach allen Seiten die SBB einen hohen zweistelligen Millionenbetrag kostete und man am Bodensee auf Schweizer Seite mit zwei Uhren arbeitete wurde es der Schweizer Regierung im Herbst 1980 zu dumm und sie beschloss für 1981 das Volksabstimmungsergebnis von 1979 zur Beibehaltung der Normalzeit in der Schweiz zu missachten und 1981 ebenfalls die Sommerzeit in der Schweiz einzuführen.
Einige Schweizer sammelten Unterschriften für ein Referendum, aber die 50000 Unterschriften kamen nicht mehr zusammen, sodass die Schweiz nur im Sommerhalbjahr 1980 eine Zeitinsel blieb.
Ein weiteres Kuriosum von Basel Bad:
Da Basel Bad eisenbahnrechtlich zu Deutschland gehört und alle Bahnhofsanlagen und Grundstücke sich im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland (NICHT DB Netz!) befinden, wird auch Basel Bad nicht in der Datenbank der DB Netz aufgeführt. Juristisch ist es nicht möglich, dass die DB Netz Eigentümerin der Bahnhofsanlagen Basel Bad ist, da sie sich im Ausland befinden. Also bezahlt die Bundesrepublik Deutschland die DB Netz dafür, die Bahnanlagen zu unterhalten. Die Trassen- und Stationsgebühren für den Bereich Basel Bad gehen direkt an das Bundesfinanzministerium und nicht an die DB Netz.
Die Planfeststellung für die NBS Karlsruhe - Basel SBB geschieht, soweit sie sich auf das Schweizer Territorium im Bereich Basel Bad bezieht, ausschließlich nach Schweizer Recht. Das bezieht sich auch auf Einwendungen. Allerdings werden sämtliche Baumaßnahmen im Bereich Basel Bad direkt von der Bundesrepublik Deutschland bezahlt, da der Bund alleiniger Eigentümer ist.
Demzufolge bekommen die Stadt Basel, der Kanton Basel Stadt und die Eidgenossenschaft sämtliche Neubauten im Bereich Basel Bad von Deutschland "geschenkt".
Der oben von anderen Usern angesprochene unterirdische Eisenbahntunnel wird deshalb lediglich für eine Basler S-Bahn in Betracht gezogen; der Fernverkehr, für den Basel Bad aktuell ausgebaut wird, bleibt an der Oberfläche.
Langfristig planen die Schweizer zwischen Basel und Olten einen neuen Eisenbahntunnel zu errichten und die Kantenzeit Basel SBB - Bern auf 45 Minuten zu reduzieren. Da aber zwischen Basel SBB und Bern ohnehin alle 30 Minuten gefahren wird, ändert sich an der Fragestellung für den ITF in Deutschland auf der Rheinschiene nichts.
Aufgrund der Viergleisigkeit zwischen Basel SBB und Basel Bad könnten also sowohl das A-Produkt als auch das B-Produkt gleichzeitig Basel SBB verlassen. Nach der Abfertigung auf zwei verschiedenen Gleisen in Basel Bad könnte also auf der Fahrt nach Deutschland das B-Produkt unmittelbar hinter dem A-Produkt hinterherfahren.
Beschleunigung Basel-Zürich
Alphorn (CH), Montag, 26.09.2016, 04:33 (vor 3482 Tagen) @ ThomasK
bearbeitet von Alphorn (CH), Montag, 26.09.2016, 04:33
Langfristig planen die Schweizer zwischen Basel und Olten einen neuen Eisenbahntunnel zu errichten und die Kantenzeit Basel SBB - Bern auf 45 Minuten zu reduzieren. Da aber zwischen Basel SBB und Bern ohnehin alle 30 Minuten gefahren wird, ändert sich an der Fragestellung für den ITF in Deutschland auf der Rheinschiene nichts.
Stimmt nicht ganz. Wenn man die verkürzte Kantenzeit so umsetzen würde, dass in Basel SBB um :15/:45 abgefahren wird, dann hätten die ICEs keine schlanken Anschlüsse mehr - auch nicht bei Halbstundentakt. Aber genausogut kann man ja die Knotenzeit in Zürich verschieben und diejenige in Basel belassen.
Eine Verkürzung der Kantenzeit wird übrigens nicht zwischen Basel und Olten geschehen, sondern zwischen Zürich und Olten. Dann profitiert nämlich auch die wichtigere Verbindung von Zürich nach Bern. Die Variantendiskussion hat ist am Laufen (Bund wollte stückweisen Ausbau entlang der Bestandsstrecke, ETH hat in einer Guerilla-Aktion einen direkten Tunnel von Zürich bis vor Aarau vorgeschlagen und wird jetzt in Betracht gezogen). Aber das wird eher 2040 als 2030 kommen, wenn überhaupt - erstmal muss man die Kapazitätsprobleme lösen.
Beschleunigung Basel-Zürich, Basel-Bern und Bern-Zürich
ThomasK, Montag, 26.09.2016, 12:59 (vor 3482 Tagen) @ Alphorn (CH)
Langfristig planen die Schweizer zwischen Basel und Olten einen neuen Eisenbahntunnel zu errichten und die Kantenzeit Basel SBB - Bern auf 45 Minuten zu reduzieren. Da aber zwischen Basel SBB und Bern ohnehin alle 30 Minuten gefahren wird, ändert sich an der Fragestellung für den ITF in Deutschland auf der Rheinschiene nichts.
Stimmt nicht ganz. Wenn man die verkürzte Kantenzeit so umsetzen würde, dass in Basel SBB um :15/:45 abgefahren wird, dann hätten die ICEs keine schlanken Anschlüsse mehr - auch nicht bei Halbstundentakt. Aber genausogut kann man ja die Knotenzeit in Zürich verschieben und diejenige in Basel belassen.Eine Verkürzung der Kantenzeit wird übrigens nicht zwischen Basel und Olten geschehen, sondern zwischen Zürich und Olten. Dann profitiert nämlich auch die wichtigere Verbindung von Zürich nach Bern. Die Variantendiskussion hat ist am Laufen (Bund wollte stückweisen Ausbau entlang der Bestandsstrecke, ETH hat in einer Guerilla-Aktion einen direkten Tunnel von Zürich bis vor Aarau vorgeschlagen und wird jetzt in Betracht gezogen). Aber das wird eher 2040 als 2030 kommen, wenn überhaupt - erstmal muss man die Kapazitätsprobleme lösen.
Ja, die Kantenzeiten Basel SBB - Zürich HB und Bern - Zürich HB sollen auch auf 45 Minuten reduziert werden.
Zwischen Basel SBB und Olten will man einen neuen Juradurchstich bauen und mit 200 km/h fahren. Ich weiß aber nicht, ob dieser Juradurchstich zwischen Basel und Olten schon zum Step 2030 gehören wird. Offenbar wird das aktuell im BAV diskutiert. Mit dieser NBS soll die Fahrzeit zwischen Basel SBB und Bern um 9 Minuten verkürzt werden.
Wahrscheinlich ist für diese NBS Basel - Olten noch eine weitere Volksabstimmung notwendig.
Aber die Schweiz ist ein reiches Land. Wenn die Schweizer im Dreieck Basel SBB, Zürich HB und Bern jeweils dreimal die Kantenzeit von 45 Minuten wollen, dann werden auch die Neubaustrecken dazu errichtet.
Zur Verschiebung der Knotenzeiten:
Nach meinem Wissen will die SBB sowieso ab 2030 zwischen Basel SBB, Zürich HB und Bern im 15-Minuten-Takt fahren. Dann stellt sich die Frage nach einer Knotenverschiebung um 15 Minuten gar nicht mehr.
Basel-Bern muss auf 60 Minuten bleiben
Alphorn (CH), Montag, 26.09.2016, 14:54 (vor 3482 Tagen) @ ThomasK
Ja, die Kantenzeiten Basel SBB - Zürich HB und Bern - Zürich HB sollen auch auf 45 Minuten reduziert werden.
Eben. Wenn man Bern-Zürich im Abschnitt Olten-Zürich beschleunigt, dann gibt es die Beschleunigung Basel-Zürich fast gratis dazu, denn die benützt ja auch den Abschnitt Olten-Zürich. Eine Beschleunigung zwischen Basel und Olten bringt hingegen dem wichtigeren Projekt Bern-Zürich nichts.
Zwischen Basel SBB und Olten will man einen neuen Juradurchstich bauen und mit 200 km/h fahren. Ich weiß aber nicht, ob dieser Juradurchstich zwischen Basel und Olten schon zum Step 2030 gehören wird. Offenbar wird das aktuell im BAV diskutiert. Mit dieser NBS soll die Fahrzeit zwischen Basel SBB und Bern um 9 Minuten verkürzt werden.
Basel-Bern sollte aber nicht beschleunigt werden. Denn wenn in Zürich um :00 losgefahren und die Züge sowohl in Bern als auch in Basel um :45 eintreffen, dann muss die ITF-Fahrzeit zwischen Basel und Bern auf 60 Minuten bleiben.
Wahrscheinlich ist für diese NBS Basel - Olten noch eine weitere Volksabstimmung notwendig.
Tendenziell nein, wir haben FABI zugestimmt, und die jeweiligen Fünfjahresprogramme werden vom Parlament beschlossen.
Aber die Schweiz ist ein reiches Land. Wenn die Schweizer im Dreieck Basel SBB, Zürich HB und Bern jeweils dreimal die Kantenzeit von 45 Minuten wollen, dann werden auch die Neubaustrecken dazu errichtet.
Die Schweiz gibt sehr viel Geld für die Bahn aus. Aber halt immer dort, wo der Bedarf am grössten ist. Und im Moment ist wenig Bedarf für eine Beschleunigung da, solange die Züge schon ohne Beschleunigung überquellen.
Nach meinem Wissen will die SBB sowieso ab 2030 zwischen Basel SBB, Zürich HB und Bern im 15-Minuten-Takt fahren. Dann stellt sich die Frage nach einer Knotenverschiebung um 15 Minuten gar nicht mehr.
Dieser 15-Minuten-Takt gilt dann erstmal nur zur HVZ, auch später wohl am Abend und Wochenende nicht mehr - der ITF wird um die immer fahrenden Züge herum designt. Zudem hilft der 15-Minuten-Takt nichts, wenn man von Basel nach Zug, Chur oder St. Gallen weiterfahren will - diese Züge werden weiterhin nur Halbstundentakt haben.
Basel-Bern muss auf 60 Minuten bleiben
Holger2, Montag, 26.09.2016, 20:26 (vor 3481 Tagen) @ Alphorn (CH)
Basel-Bern sollte aber nicht beschleunigt werden. Denn wenn in Zürich um :00 losgefahren und die Züge sowohl in Bern als auch in Basel um :45 eintreffen, dann muss die ITF-Fahrzeit zwischen Basel und Bern auf 60 Minuten bleiben.
So wie ich es verstanden habe, sollen die Züge dann in Zürich um:15/:45 eintreffen, und nicht mehr zur vollen Stunde. Da die Züge aus Basel / Bern dann in den Tunnelbf. einfahren würden, würden die 15min dann als verlängerte Umsteigezeit dienen.
Basel - Bern bliebe aber auch in dem Szenario bei 60 Minuten.
Beschleunigung Basel-Zürich, Basel-Bern und Bern-Zürich
Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 26.09.2016, 19:57 (vor 3482 Tagen) @ ThomasK
Hoi,
Zwischen Basel SBB und Olten will man einen neuen Juradurchstich bauen und mit 200 km/h fahren. Ich weiß aber nicht, ob dieser Juradurchstich zwischen Basel und Olten schon zum Step 2030 gehören wird. Offenbar wird das aktuell im BAV diskutiert. Mit dieser NBS soll die Fahrzeit zwischen Basel SBB und Bern um 9 Minuten verkürzt werden.
Der ganze STEP 2030 wird gerade im BAV diskutiert. Das ist eine ergebnisoffene Planung mit einem gesteckten Kostenrahmen. Ziel ist, mit dem vorhandenen Budget ein im Güterverkehr und Personenfern- sowie Regionalverkehr stimmiges Angebotskonzept zu erreichen. Dafür sind jeweils die Kapazitäten und Infrastrukturen auszulegen.
Was mich aber intressiert, woher du auf neun Minuten kommst? Rechnerisch ist das nämlich gar nicht möglich. Es geht um den Streckenabschnitt Liestal-Olten, genauer gesagt südlich von Liestal auf helbem Weg nach Lausen bis nach Olten Nord. Diesen Abschnitt legen Züge heute auf der bestehenden Strecke in 13 Minuten zurück. Wenn du hier neun Minuten sparen willst, musst du diesen Abschnitt künfitg in vier Minuten zurücklegen. 19 Kilometer in vier Minuten ist mit Beschleunigen und Abbremsen nur mit Geschwindigkeit jenseits von 300 km/h möglich. Und das ist sehr sehr unwahrscheinlich.
Schon die von mir im anderen Beitrag genannten sechs Minuten mit vmax 200 km/h sind recht knapp zu erreichen und je nach Einbindungsvariante der NBS Wisenberg dürfte dann später irgendwas von gut fünf Minuten Fahrzeitgewinn resultieren. So kommt man Basel-Bern auf eine tatsächliche Fahrzeit von knapp 50 Minuten, kommt aber keinesfalls entscheidend unter die 45-Minuten-Marke. Und weil nach dieser NBS Wisenberg auf der Strecke Basel-Bern der NBS-Anteil dann schon an die 100% geht, ist da auch künftig nichts mehr zu erwarten. Die Strecke Basel-Bern ist bereits sehr schnell und alles andere als eine Bummelstrecke.
Für weitere Fahrzeitverkürzungen müsste man in Sachen vmax wirklich über die 200 km/h hinaus gehen und das ist in einem Land mit der Grösse der Schweiz nicht mehr sinnvoll. Da stimmt dann einfach das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag nicht mehr.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
![[image]](https://abload.de/img/fvd139kqh.jpg)
Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Beschleunigung Basel-Zürich, Basel-Bern und Bern-Zürich
ThomasK, Montag, 26.09.2016, 21:54 (vor 3481 Tagen) @ Twindexx
Hallo!
Du schreibst (1):
Der ganze STEP 2030 wird gerade im BAV diskutiert. Das ist eine ergebnisoffene Planung mit einem gesteckten Kostenrahmen. Ziel ist, mit dem vorhandenen Budget ein im Güterverkehr und Personenfern- sowie Regionalverkehr stimmiges Angebotskonzept zu erreichen. Dafür sind jeweils die Kapazitäten und Infrastrukturen auszulegen.
Was mich aber interssiert, woher du auf neun Minuten kommst? Rechnerisch ist das nämlich gar nicht möglich. Es geht um den Streckenabschnitt Liestal-Olten, genauer gesagt südlich von Liestal auf halbem Weg nach Lausen bis nach Olten Nord. Diesen Abschnitt legen Züge heute auf der bestehenden Strecke in 13 Minuten zurück. Wenn du hier neun Minuten sparen willst, musst du diesen Abschnitt künfitg in vier Minuten zurücklegen. 19 Kilometer in vier Minuten ist mit Beschleunigen und Abbremsen nur mit Geschwindigkeit jenseits von 300 km/h möglich. Und das ist sehr sehr unwahrscheinlich.
Ich dazu (1):
Du hast Recht, ich habe mich ungenau ausgedrückt. Unter Juradurchstich verstehen die Schweizer lediglich den Wisenbergtunnel und keineswegs alle angedachten Ausbaumassnahmen zwischen Basel und Bern. Ich schrieb "Juradurchstich zwischen Basel und Olten", aber der Juradurchstich beginnt definitiv nicht in Basel.
Nachdem ich aber gelesen hatte, dass die Achse Basel SBB - Bern langfristig insgesamt um 9 Minuten beschleunigt werden soll, habe ich in meinem Posting irrtümlich den Wisenbergtunnel mit der 9 Minuten Beschleunigung gleichgesetzt. Klar ist hingegen, dass die Fahrzeitreduktion um 9 Minuten zwischen Basel SBB und Bern nur möglich ist, wenn sämtliche Beschleunigungsprojekte zwischen Basel SBB und Bern umgesetzt werden und nicht nur der Wisenbergtunnel.
Aber der Ausbau Basel SBB - Liestal auf vermutlich 200 km/h ist selbstverständlich nicht Teil des Juradurchstichs. Ebenso wenig eine Umfahrung Oltens - wie auch immer die gebaut werden könnte.
Auch wenn ich die Strecke Basel SBB - Liestal schon öfter gefahren bin, weiß ich nicht, wie schnell dort aktuell gefahren wird.
Insofern ist klar, dass selbst dann, wenn der Wisenbergtunnel zum Step 2030 gehören würde, Basel SBB - Bern 2030 noch nicht auf 45 Minuten beschleunigt ist. Dazu ist auch der Ausbau Basel SBB - Liestal und die Umfahrung Oltens notwendig. Und die Umfahrung Oltens wird keinesfalls bis 2030 kommen.
Danke für die Korrektur.
Du weiter (2):
Schon die von mir im anderen Beitrag genannten sechs Minuten mit vmax 200 km/h sind recht knapp zu erreichen und je nach Einbindungsvariante der NBS Wisenberg dürfte dann später irgendwas von gut fünf Minuten Fahrzeitgewinn resultieren.
Ich dazu (2):
Ja, wie gesagt: Die übrigen 4 Minuten Fahrzeitreduktion zwischen Basel SBB werden ausserhalb des Bereichs zwischen Liestal und Olten Nord herausgeholt.
Du weiter (3):
So kommt man Basel-Bern auf eine tatsächliche Fahrzeit von knapp 50 Minuten, kommt aber keinesfalls entscheidend unter die 45-Minuten-Marke. Und weil nach dieser NBS Wisenberg auf der Strecke Basel-Bern der NBS-Anteil dann schon an die 100% geht, ist da auch künftig nichts mehr zu erwarten. Die Strecke Basel-Bern ist bereits sehr schnell und alles andere als eine Bummelstrecke.
Ich dazu (3):
Man muss erst einmal abwarten, was genau zwischen Basel SBB und Liestal bzw. um Olten herum bis Rothrist geplant ist.
Es gab ja auch schon einmal eine vage Idee einen neuen Eisenbahntunnel direkt von Liestal nach Rothrist zu bauen, aber das war mit den 9 Minuten Fahrzeitreduktion keineswegs gemeint. Ich persönlich denke, dass ein Eisenbahntunnel Liestal - Rothrist in den nächsten 30 Jahren wohl eher nicht realisiert wird, denn das ist eine ziemlich teure Angelegenheit. Immerhin gibt es in der Schweiz zum Eisenbahnausbau eine offene Diskussionskultur ohne dass jemand, der teure Vorschläge zum Eisenbahnausbau macht, gleich niedergemacht wird. Die ETH Zürich hat ja auch einen ca. 28 km langen Eisenbahntunnel zwischen Zürich HB und Olten vorgeschlagen.
Du weiter (4):
Für weitere Fahrzeitverkürzungen müsste man in Sachen vmax wirklich über die 200 km/h hinaus gehen und das ist in einem Land mit der Grösse der Schweiz nicht mehr sinnvoll. Da stimmt dann einfach das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag nicht mehr.
Ich dazu (4):
Wie gesagt, der Fehler lag bei mir, da ich den Begriff Juradurchstich falsch verwendet hatte.
Grüße aus München,
Thomas
Beschleunigung Basel-Zürich, Basel-Bern und Bern-Zürich
Re 8/12, Winterthur, Donnerstag, 18.05.2017, 19:50 (vor 3248 Tagen) @ Twindexx
Für weitere Fahrzeitverkürzungen müsste man in Sachen vmax wirklich über die 200 km/h hinaus gehen und das ist in einem Land mit der Grösse der Schweiz nicht mehr sinnvoll. Da stimmt dann einfach das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag nicht mehr.
Das wird oft so oder ähnlich kolportiert. Klar ist, dass Geschwindigkeiten in der Grössenordnung von 300 km/h oder mehr für die Schweiz kaum Sinn machen. Andererseits: Wenn wir langfristig denken und uns mal einen Zustand vorstellen, wo der Vierspurausbau Zürich Olten und eine Umfahurn Olten ebenso realisiert sind wie die dritte Juraquerung - macht es dann wirklich Sinn, diese schweineteuren Neubaustrecken in Normalfall (ohne Verspätung) lediglich mit Tempo 160 bis 170 zu befahren? Wäre es nicht sinnvoller für den Normalfall ca 210-225 vorzusehen und für den Verspätungsfall entsprechend mehr? Hast du das alles schon mal durchgerechnet, und wenn ja mit welchen Strompreisen?
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Sonderfall Basel Bad
JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 26.09.2016, 10:38 (vor 3482 Tagen) @ ThomasK
Die Trassen- und Stationsgebühren für den Bereich Basel Bad gehen direkt an das Bundesfinanzministerium und nicht an die DB Netz.
Sicher? Auf den anderen deutschen Strecken auf Schweizer Gebiet ist das BEV zuständig. Meines Wissens gehen die Trasseneinnahmen aber an DB Netz, die die Strecken im Auftrag des BEV betreibt.
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Weg mit dem 4744!
Sonderfall Basel Bad
ThomasK, Montag, 26.09.2016, 12:43 (vor 3482 Tagen) @ JeDi
Die Trassen- und Stationsgebühren für den Bereich Basel Bad gehen direkt an das Bundesfinanzministerium und nicht an die DB Netz.
Sicher? Auf den anderen deutschen Strecken auf Schweizer Gebiet ist das BEV zuständig. Meines Wissens gehen die Trasseneinnahmen aber an DB Netz, die die Strecken im Auftrag des BEV betreibt.
Als vor ein paar Jahren der 100. Geburtstag des heutigen Bahnhofs Basel Bad gefeiert wurde, wurde diese juristische Besonderheit erläutert. Man wies uns darauf hin, dass deshalb Basel Bad nicht in der Datenbank der DB Netz auftaucht, da der Bund Eigentümer ist und dem Bund die Trassengebühren und Stationsentgelte zustehen.
Wenn sich etwas geändert haben sollte, dann müsste das erst nach 2013 geschehen sein.
Ich habe gerade noch einmal in der Datenbank der DB Netz nachgeschaut: Keine Ergebnisse für Basel:
http://www.deutschebahn.com/de/geschaefte/infrastruktur/bahnhof/bahnsteige_uebersicht/?...
Denkbar wäre allerdings, dass man aus Kundenfreundlichkeit gegenüber den privaten EVUs einfach die DB Netz als Empfänger angibt und die DB Netz das Geld an den Bund weiterleitet.
Nach wie vor gilt aber, dass der Eigentümer der Bund ist.
Sonderfall Basel Bad
Benjamin.Keller, Montag, 26.09.2016, 13:38 (vor 3482 Tagen) @ ThomasK
Denkbar wäre allerdings, dass man aus Kundenfreundlichkeit gegenüber den privaten EVUs einfach die DB Netz als Empfänger angibt und die DB Netz das Geld an den Bund weiterleitet.
Denkbar ist (ergänzend) ebenfalls, dass DB Netze die Mittel einbehält, weil sie ihnen vertraglich zustehen, als Ausgleich für die Wartung der Gleisanlagen, die dem BEV gehören. Damit hättet ihr beide Recht.
Sonderfall Basel Bad
Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 26.09.2016, 13:31 (vor 3482 Tagen) @ ThomasK
Hoi,
Der gesamte Bahnhof Basel Bad liegt vollständig auf Schweizer Hoheitsgebiet, d.h. es gilt ausschließlich Schweizer Recht. Mit dem Staatsvertrag zwischen der Schweiz und - damals - Baden wurde festgelegt, dass zwischen der innerbasler Rheinbrücke und der Staatsgrenze D/CH eisenbahnrechtlich ausschließlich badisches Recht - bzw. heute deutsches Recht gilt. In Basel Bad gilt also die deutsche EBO.
Die Schweizer Gesetze sind trotzdem bindend. So muss auch in Basel Bad Bf das schweizerische Behinderten-Gleichstellungsgesetz bedingungslos umgesetzt werden: Die Perrons werden bis 2023 auf 55 cm Höhe abgesenkt und bei den optischen Kundeninformationen bin ich gespannt, wann die DB die Lauftexte abstellt (da hat man sich eigentlich darauf verständigt, dass Lauftexte auf Displays nicht behindertenkonform seien).
Auch ist es so, dass es keine deutsche Zulassung für Basel Bad Bf benötigt wird und auch alle Bahnanlagen auf Schweizer Gebiet mit Schweizer Stromabnehmern und Schweizer Zugsicherung (ab Ende diesen Jahres ETCS L1LS) befahren werden können müssen. Die Steuerung des Zugverkehrs hat auf Schweizer Boden zu erfolgen.
Juristisch ist es nicht möglich, dass die DB Netz Eigentümerin der Bahnhofsanlagen Basel Bad ist, da sie sich im Ausland befinden.
Die Bahnanlagen gehören dem BEV. Das befindet sich in Deutschland. Es ist vom Staatsvertrag her schon möglich, dass der Besitzer der Infrastruktur im Ausland sitzt. Im Staatsvertrag ist einfach ein Rückkaufrecht verankert. Es ist einfach so, dass die Schweiz den Vertrag mit Baden gemacht hat, dessen Rechtsnachfolger die Bundesrepublik Deutschland ist, nicht jedoch die DB Netz AG. Als es noch die Deutsche Bundesbahn gab, waren Bundesrepublik und Bundesbahn rechtlich dasselbe. Die DB Netz AG als privatrechtliche Aktiengesellschaft (zwar in Bundesbesitz, dies aber nicht verpflichtend) ist nicht die Bundesrepublik. Und alles, was von der Bundesbahn nicht zur DB AG überging, ging ins BEV, welches Teil der Bundesrepublik Deutschland. Für die Schweiz ist entscheidend, dass eine öffentliche Infrastruktur auf Schweizer Boden nicht einem ausländischen Privatunternehmen gehört, was die DB Netz AG rechtlich nämlich ist. Ausserdem hat die Schweiz mit der DB Netz AG nie einen Vertrag abgeschlossen und sieht dazu auch keine Veranlassung. Das ist ein Staatsvertrag und Vertragspartner sind die jeweiligen Staaten.
Die Trassen- und Stationsgebühren für den Bereich Basel Bad gehen direkt an das Bundesfinanzministerium und nicht an die DB Netz.
Stationsgebühr ist eh ein Witz: 2.- CHF pro Zugshalt. Auch in Basel Bad Bf kommt das Schweizer Trassenpreissystem zur Anwendung, dass für alle Bahnen in der Schweiz gleich ist und vom Schweizer Bund vorgegeben wird.
Die Planfeststellung für die NBS Karlsruhe - Basel SBB geschieht, soweit sie sich auf das Schweizer Territorium im Bereich Basel Bad bezieht, ausschließlich nach Schweizer Recht. Das bezieht sich auch auf Einwendungen. Allerdings werden sämtliche Baumaßnahmen im Bereich Basel Bad direkt von der Bundesrepublik Deutschland bezahlt, da der Bund alleiniger Eigentümer ist.
Dies ist der Pfand dafür, dass man die Strecke in der Schweiz hat. Das war in Schaffhausen ja auch so mit dem Doppelspurausbau. Nur die Elektrifizierung hat die Schweiz gezahlt, denn für die Traktionsart steht nichts im Staatsvertrag, das Deutschland dazu verpflichtet hätte. Es ist in Basel Bad Bf auch so, dass die Anpassungen ans Behinderten-Gleichstellungsgesetz auch die Schweizer Eidgenossenschaft zahlt (wie an allen Schweizer Bahnhöfen). In der Schweiz gilt da knallhart das Verursacherprinzip: Der wo was will, zahlt. Das Schweizer Volk hat bei einer Landesweiten Volksabstimmung diesem Bindertengesetz zugestimmt, also zahlt die Schweizer Bevölkerung im Kollektiv oder anders gesagt zahlt ganz einfach der Bund dann die Massnahmen aus Steuergeldern.
Langfristig planen die Schweizer zwischen Basel und Olten einen neuen Eisenbahntunnel zu errichten und die Kantenzeit Basel SBB - Bern auf 45 Minuten zu reduzieren.
Der Wisenbergtunnel soll sechs Minuten bringen. Man bleibt bei Basel-Bern bei einer Kantenzeit von 60 Minuten.
Aufgrund der Viergleisigkeit zwischen Basel SBB und Basel Bad könnten also sowohl das A-Produkt als auch das B-Produkt gleichzeitig Basel SBB verlassen. Nach der Abfertigung auf zwei verschiedenen Gleisen in Basel Bad könnte also auf der Fahrt nach Deutschland das B-Produkt unmittelbar hinter dem A-Produkt hinterherfahren.
Basel SBB - Basel Bad Bf ist eine Doppelspur. Es stimmt zwar, dass die Rheinbrücke jetzt eine Vierspur ist, allerdings geht die zweite Doppelspur für den Güterverkehr nach Muttenz. Der Güterverkehr hat so Muttenz-Weil am Rhein eine eigene konfliktfreie Doppelspur. Hauptziel des Rheintalausbaus soll ja auch die Kapazitätserhöhung für den Güterverkehr sein, die schnelleren Geschwindigkeiten im Personenfernverkehr sind eigentlich nur Beiwerk. Die andere Doppelspur nutzt der Fern- und Regionalverkehr gemeinsam zwischen SBB und Bad Bf. Dass in SBB zwei Züge gemeinsam Richtung Bad Bf starten, geht also nur, wenn grad kein Zug auf dem zweiten Gleis entgegen kommt, sonst muss man warten, bis der Block wieder frei ist.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Sonderfall Basel Bad
flierfy, Montag, 26.09.2016, 14:37 (vor 3482 Tagen) @ ThomasK
Selbstverständlich sollte die Anzahl der Fahrgäste bis 2032 verdoppelt werden. Alleine durch den ITF und durch die schnelleren Beförderungszeiten ist davon auszugehen, dass mindestens 50% mehr Fahrgäste auf der Rheinschiene unterwegs sind.
Abgesehen davon werden 2032 die Betriebskosten für die PKWs so hoch sein, dass weitere Fahrgäste vom Auto auf die Bahn umsteigen werden.
3 Fernverkehrszüge pro Stunde und Richtung zwischen Mannheim Hbf und Basel SBB ist für 2032 keinesfalls überdimensioniert.
Das sind recht spekulative Annahmen, die zu dieser Prognose führen. Ich glaube gern, dass die Zahl der Reisenden am Oberrhein in benannten Zeitraum zulegen wird. Aber sowohl die Grössenordnung als auch die Gründe für den Zuwachs werden wohl eher andere sein.
Auf gar keinen Fall.
Basel SBB ist einer der drei Ecken des großen SBB-Dreiecks Zürich HB, Bern und Basel SBB. Basel SBB ist bei weitem wichtiger als Freiburg (Breisgau) Hbf. Auch ist Karlsruhe Hbf bei weitem wichtiger als Freiburg (Breisgau) Hbf. In Freiburg wird überwiegend vom Fernverkehr in den Nahverkehr umgestiegen. Zudem baut das Bundesland Baden-Württemberg die S-Bahn Freiburg aus, wobei etliche Strecken elektrifiziert werden und Taktverdichtungen geplant sind.
Mir fehlt das Verständnis dafür, eine deutsche Grossstadt auszulassen, deren Bürger für den Ausbau aufkommen, nur um schneller in einer Stadt zu sein, die im Ausland liegt und auch noch kleiner ist. Wenn dahinter noch was richtig Grosses käme, dann gerne. Aber nicht so. Zumal die Schweiz selbst auf keinen Halt verzichtet und auch sonst keine Anstalten macht, die Reisegeschwindigkeit dieser Züge auf ein akzeptables Mass anzuheben.
Rheinschiene Mannheim - Basel ist unterbedient
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 26.09.2016, 16:45 (vor 3482 Tagen) @ flierfy
Warum Halbstundentakt? Momentan fahren auf der Rheinbahn 1,5 Fernzugpaare pro Stunde. Eine Verdopplung auf drei scheint mir übertrieben.
Die Rheinschiene ist eine der wichtigsten Nord-Süd Achsen und momentan im FV völlig unterbedient. Zwei FV Züge pro Richtung und Stunde, sowie durchgehende Bedienung zw. 4:00 Uhr und 01:00 Uhr sind das minimum.
Heuer werden diesbezüglich um 21:00 Uhr die Bahnsteige hochgeklappt und Sonntag früh meint man, es gelte Betriebsruhe bis 8:00 Uhr.
Warum sollte man an Freiburg vorbei fahren, nur um das kleinere und unbedeutendere Basel zu erreichen? Ich würde es eher umgekehrt machen, in Freiburg halten und an Basel vorbeidüsen.
Durchfarten in Freiburg und/oder Basel sind totaler Unsinn.
Stattdessen sollten Offenburg und Baden-Baden von ICE generell ausgelassen werden. Das sind IC/EC Halte.
Die Grenze ICE Halt/Durchfahrt sollte klar bei 100.000 Einwohner gezogen werden. Da sind Freiburg und Basel klar drüber.
Sprinter braucht es auf der Rheinschiene nicht, wenn alle ICE nur noch in Karlsruhe, Freiburg und Basel halten.
Irgendwelche knappen 69 oder 90 Minuten Fahrzeiten wären mit DB Bahn ohnehin nicht pünktlich durchführbar...
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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Rheinschiene Mannheim - Basel ist unterbedient
mrhuss, FKON, Montag, 26.09.2016, 17:11 (vor 3482 Tagen) @ 218 466-1
Die Grenze ICE Halt/Durchfahrt sollte klar bei 100.000 Einwohner gezogen werden.
Dass eine solche Grenze rein nach Einwohnern ein ziemlicher Mumpitz ist wird spätestens dann klar, wenn man bedenkt, dass der einwohnermäßig kleinste Frankfurter Stadtteil gleich zwei Bahnhöfe besitzt und an einem davon sehr viele ICEs halten.
Entscheidend ist einzig und allein das Fahrgastaufkommen und die DB weiß das.
Auch in vielen kleinen Städten kann das Fahrgastaufkommen groß sein aufgrund von Umsteigebeziehungen, tourischer Attraktivität, Universitäten, Großunternehmen und was weiß ich nicht noch alles.
Rheinschiene Mannheim - Basel ist unterbedient
ALR997, Montag, 26.09.2016, 17:28 (vor 3482 Tagen) @ 218 466-1
Der letzte Zug um auf einen rechnerischen Halbstundentakt (4 Züge pro 2 Stunden) aufzufüllen soll ja kommen wenn die RMRN fertig ist.
Dazu kommt ein mindestens stündlicher Regionalverkehr plus Vorort-/Nahverkehr rund um die Pole. Problematisch sind eben unter Anderem Baden-Baden und Offenburg. Während nämlich Freiburg für sich mindestens einen Stündlichen FV-Anschluss rechtfertigt, ein Halbstundentakt würde sich hier in Betrachtung der Region auch lohnen, sind die anderen Bahnhöfe etwas schlechter gestellt: Baden-Baden liegt durchaus noch im weiteren Einzugsbereich von Karlsruhe hat aber zugleich überregionale Bedeutung. Offenburg wiederum ist Tor zur Schwarzwaldbahn und damit auch für Reisende über Basel und Karlsruhe hinaus interessant. Ein Konzept, in welchem praktisch ein Stundentakt in Baden-Baden und einer in Offenburg hält, dazu beide in Freiburg, könnte einen sauberen Halbstundentakt Karlsruhe - Basel ermöglichen. Dann müsste man aber die Regioanschlüsse an allen Bahnhöfen auch jeweils auf diese Fernzüge abstimmen. Das könnte die Erschließung der nicht-FV-Bahnhöfe wie Müllheim und co. verbessern. Zusätzlich wäre ein Stundentakt Karlsruhe - Straßburg nicht uninteressant.
Sprinter? Gerne! Aber...
J-C, In meiner Welt, Montag, 26.09.2016, 00:14 (vor 3482 Tagen) @ ThomasK
...sollte dann die Kantenzeit zu niedrig sein, dann wäre ein Halt in Freiburg (Breisgau) dann doch nicht so schlecht. Einfach schauen, ob es die Kantenzeit hergibt.
Bei den langsameren "B"-Zügen würde ich persönlich sagen, dass man dann wieder schauen sollte, ob Baden-Baden einem ITF hinderlich wäre. Wenn nein, dann beibehalten, wozu die Kunden dort denn auch verprellen?
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Rheinschiene Mannheim - Basel mit 250 km/h
lokuloi, Montag, 26.09.2016, 19:16 (vor 3482 Tagen) @ ThomasK
Interessant in diesem Zusammenhang auch, dass auch deshalb zwischen Mannheim und Karlsruhe eine zusätzliche NBS Molzau - Graben-Neudorf - Karlsruhe vorgesehen ist. (Projektnummer 2-004-V03 im BVWP 2030).Zusammen mit der Erhöhung der Geschwindigkeit auf 280 km/h auf der NBS Mannheim - Stuttgart und der Optimierung des Einfahrbereiches Karlsruhe Hbf kann dann zwischen Mannheim Hbf und Karlsruhe Hbf die Fahrzeit von derzeit 22 Minuten auf 19 Minuten verkürzt werden. Allerdings muss dazu auf der NBS Molzau - Graben-Neudorf - Karlsruhe Hbf mit 250 km/h statt 200 km/h gefahren werden. Diese Fahrzeitverkürzung von 3 Minuten sind für eine Kantenzeit von 90 Minuten Mannheim Hbf - Basel SBB zwingend notwendig.
Richtig ist, dass die Maßnahmen des Projekts 2-005-V002 noch nicht ausreichen, um zudem die Kantenzeit von 90 Minuten zwischen Mannheim Hbf und Basel SBB zu erreichen. Kenzingen - Freiburg (Breisgau) Hbf - Buggingen muss unbedingt auf 250 km/h statt 200 km/h ausgebaut werden.
Wie Du ja bereis ausführst sind aber beide Maßnahmen in der geplanten Form nicht dafür geeignet die 90-Minuten-Kante Mannheim - Basel zu gewährleisten, da diese sowohl zwischen Graben-Neudorf und Karlsruhe als auch zwischen Kenzingen und Buggingen nur einen 200-km/h-Ausbau vorsehen.
Wie von Twindexx auch schon angemerkt dienen auch beide Projekte vor allem der Kapazitätserhöhung im Güterverkehr. Die Fahrzeitverkürzungen sind ein willkommener Nebeneffekt. Die bisherigen Planungen sehen diese ITF-Optimierung nicht vor.
Im Posten M-001-V01 werden Mehraufwendungen zusammengefasst, die dadurch entstehen, dass für den ITF Deutschland weitere Maßnahmen erforderlich sind. Auf der Rheinschiene könnten dann die zusätzlichen Aufwendungen, die aktuell nicht durch den Finanztopf 2-005-V002 gedeckt sind, in diesem Haushalt verbucht werden.
Könnten. Die Frage ist, ob die ITF-Optimierung Mannheim - Basel in der von Dir beschriebenen Form hier auf der Prioritätenliste ganz oben stehen. Vermutlich eher nicht, da auch mit der bisherigen Planung ein (langsamerer) ITF möglich ist. Soweit ich weiß wird auch in der "Deutschland-Takt-Studie", auf der ja dieser Posten basiert, nicht von einer 90-Minuten-Kante Mannheim - Basel ausgegangen.
Grundsätzlich halte ich es für denkbar, auf der Rheinschiene - analog zur Westbahn Wien - Salzburg - mit zwei Fernverkehrsprodukten zu fahren.
Ich auch, nur dass ich die Analogie wohl anders sehen würde. Eine bzgl. Haltabständen und Bedeutung der Halte analoge Bedienung würde für mich so aussehen:
A: Mannheim - Karlsruhe - Offenburg - Freiburg - Basel Bad - Basel SBB
B: ... - Karlsruhe - Rastatt - Baden-Baden - Offenburg - Lahr - Emmendingen - Freiburg - Müllheim - Basel Bad - Basel SBB
Das entspricht mehr den Standards, der auch in den Nachbarländern herrscht. Vertaktete Sprinter gibt es in Japan, Italien von Paris und Madrid aus. Aber dort ist die Siedlungsstrukur jewiels anders und nicht mit dem relativ gleichmäßig ohne "herausragende" Städte besiedelten Oberrheingraben.
Wichtig ist jetzt aber, dass man jetzt in der Vorplanung die genauen Fahrplantrassen festlegt und man in Abhängigkeit vom vsl. ab 2032 zu fahrenden Betriebskonzept die Ausbaumaßnahmen erstellt.
Deinen Optimismus in allen Ehren. Aber 2032 für Dein Konzept ist aus meiner Sicht hochgradig unrealistisch. Dafür fehltes vor allem am politischen Willen. Sowohl für den Infrastrukturausbau, als auch für die dafür notwendigen Fahrzeugbeschaffungen.
Da bräuchte es schon eine absolute Mehrheit der Grünen, und die ist dann doch eher unwahrscheinlich ;-).
Wie gesagt, der offizielle Terminplan sagt: Inbetriebnahme aller Teile der NBS/ABS Karlsruhe - Basel 2041.
Meine Prognose für den FV:
Ab 2024: 3 Züge in 2 Stunden (davon ein Stundentakt) der Kategorie "A" mit ca. 85 Minuten Fahrzeit zwischen Karlsruhe und Basel SBB. Dazu ein FV Kat "B" im 2-Stundentakt mit Lücken.
Ab ca. 2035: Halbstundentakt "A" mit denselben Fahrzeiten. Dazu echter 2-Stunden-Takt "B".
Ich denke, nicht dass es zu einem Sprinter kommen wird.
Evtl. ab ca. 2040 dann Fahrzeitverkürzungen auf ca. 70 - 75 Minuten. Das würde dann zu einer Verlegung der Knotens Basel auf 15/45 passen.
Es gibt aber auch einige helle Köpfe und Freidenker bei der Deutschen Bahn, die sich über die ITF Deutschland schon Gedanken gemacht haben und mit zwei Fernverkehrsprodukten zwischen Mannheim und Basel SBB rechnen.
Ja. Nur dass ich die beiden Fernverkehrsprodukte etwas anders sehe. Etwas "klassischer" als Fernschnellzug oder Schnellzug eingeordnet, also heute durch ICE und IC repräsentiert (oder IC und IR, wenn Dir das lieber ist).
Davon abgesehen bringst Du hier m.M.n. einen wichtigen Punkt mit ein: Ein erfolgreicher ITF a la Suisse lebt nicht nur von der Vertaktung, sondern vor allem auch von der hohen Frequenz. Ca. 50 Zugpaare pro Tag würden Schweizer Standard entsprechen. Dadurch ergeben sich dann Verknüpfungen und Durchbindungen auch viel einfacher.
Nur fürchte ich, dass es 2032 dazu auch (noch) nicht kommen wird.
Wichtig ist, dass sich das ITF-Denken nun auf breiter Front durchsetzt und langfristige Konzepte erarbeitet werden.
Wie schon öfters erwähnt, selbst darüber kann man streiten. Aber selbst wenn hier Einigkeit herrscht: darüber, wie dann der optimale ITF aussieht, gehen die Meinungen dann auch durchaus auseinander.
Ciao,
Uli
Rheinschiene Mannheim - Basel mit 250 km/h
Re 8/12, Winterthur, Donnerstag, 18.05.2017, 20:58 (vor 3247 Tagen) @ ThomasK
Selbst 250 km/h sind extrem knapp kalkuliert. Man muss auch die Ein- und Ausfahrbereiche in Freiburg und Karlsruhe sehr gut optimieren und auch ein Leistungsgewicht von mehr als 15 kW/Mg haben, wenn der ITF mit 90 Minuten Kantenzeit zwischen Mannheim Hbf und Basel SBB bzw. 120 Minuten Kantenzeit (mit NBS Rhein/Main - Rhein/Neckar) zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Basel SBB funktionieren soll.
Würde mich sehr interessieren, wie die Rechnung genau aussieht - falls nicht veröffentlichungsfähig gern auch via E-Mail.
In der Schweiz flachert ja immer wieder mal die Frage auf, wie der Bahnknoten Basel in Zukunft ausgestaltet werden soll. Der Bund ist offensichtlich nicht bereit, einen S-Bahn-Tunnel mitzufinanzieren, wenn nicht auch substantielle Verbesserungen für den Fernverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz herausschauen. Bahnchef Meyer spricht von einer Beschleunigung um (weitere) 30 Minuten.
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Rheinschiene Mannheim - Basel mit 250 km/h
Schwarzwaldbahner, Montag, 26.09.2016, 22:05 (vor 3481 Tagen) @ 218 466-1
Ein ähnlicher Artikel kam heute auch bei BadenOnline: www.bo.de
Hier wird am Ende auch noch kurz auf die ICE-Halte eingegangen. Doch was dort steht mach mich ehrlich gesagt stutzig...:
Übrigens: Der Bahnhof Offenburg wird – wie auch Baden-Baden – nicht vom Halbstundentakt profitieren. Züge sollen alternierend halten, sodass auch nach 2041 der Stundentakt gilt.
1. Finde ich es seltsam, dass die schon jetzt die Anbindung der ICE-Halte Offenburg und Baden-Baden so genau prognostizieren können. Ist das wirklich schon jetzt sicher in den Stein gemeißelt, dass die Verteilung der ICE-Stops zwischen Offenburg und Baden-Baden 50:50 ist. Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen...
2. Profitiert Offenburg zwar nicht vom Halbstundentakt, Baden-Baden jedoch ungemein: Aus einer zweistündlichen Anbindung wird (angeblich) eine stündliche. Na wenn das mal keine ordentliche Profitierung ist für Baden-Baden.
3. Konnte ich persönlich es noch nie nachvollziehen, dass überhaupt ICEs in Baden-Baden statt Offenburg halten. Zum einen ist Offenburg ein richtiger Knotenbahnhof wo Züge aus Strasbourg, dem Rench- und dem Kinzigtal, dem Schwarzwald und natürlich dem Rheintal selbst ankommen. Krasses Gegenteil in Baden-Baden: Es gab zwar mal eine Stichstrecke nach Baden-Baden in die Stadt, aber die ist ja bekanntlich schon länger nicht mehr in Betrieb. Somit wird Baden-Baden zum reinen Durchgangsbahnhof, ohne sonderlich spektakuläre Anschlüsse, außer eben nach Offenburger und weiter durch den Schwarzwald an den Bodensee.
Zum anderen sprechen auch schon allein die Reisendenzahlen für einen richtigen ICE-Systemhalt in Offenburg, statt einer der drei Linien die in Baden-baden hält. In Baden-Baden dürften die resindenzahlen pro Tag immenroch unter der 10.000 Marke liegen, während sie in Offenburg bei deutlich über 20.000 Reisenden/ Tag liegen. Des Weiteren ist doch Karlsruhe als unantastbarer ICE-Knoten für die Baden-Badener doch viel schneller erreicht als für die Offenburg Freiburg oder eben Karlsruhe. Außerdem gibt es immer wieder unwissende Reisende die durch die verschiedenen Halte verwirrt sind und oftmals an ihrem eigentlichen Ziel vorbeifahren, um dann erst in OG/ BAD aussteigen zu können. Warum schafft man hier nicht endlich Klarheit indem man sagt: Alle ICEs halten grundsätzlich in Offenburg und einzelne auch in Baden-Baden, wenn es die im Moment noch engen Zeitfenster zulassen? Oder beide Halte werden gar nicht mehr regelmäßig bedient, was jedoch zur Folge hätte, dass Reisende Richtung Bodensee und Schwarzwald längere Reisezeiten in kauf zu nehmen hätten, zumal das einst so glamouröse IR/IC-Angebot an den Bodensee doch sowieso schon unverständlicherweise ausgedünnt und bis auf zwei Zugpaare/ Woche reduziert wurde.
Liebe Grüße
Schwarzwaldbahner
Rheintalbahn: erst 2041 fertig!
naseweiß, Dienstag, 27.09.2016, 10:20 (vor 3481 Tagen) @ Schwarzwaldbahner
Ein ähnlicher Artikel kam heute auch bei BadenOnline: www.bo.de
Ich finde vor allem bermerkenswert und traurig, dass erst 2041 der Ausbau gänzlich abgeschlossen sein soll und dass dann erst der 30-min-Takt eingeführt werden soll. Selbst Stuttgart-21 sollte - auch im schlechtesten Fall - schon deutlich früher fertig sein. Und mit der Fertigstellung von S21 hätte ich auch einen 30-min-Takt ICE Mannheim-München und als Nebeneffekt auch ICE Mannheim-Basel erwartet.
1. Finde ich es seltsam, dass die schon jetzt die Anbindung der ICE-Halte Offenburg und Baden-Baden so genau prognostizieren können. Ist das wirklich schon jetzt sicher in den Stein gemeißelt, dass die Verteilung der ICE-Stops zwischen Offenburg und Baden-Baden 50:50 ist. Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen...
Ist doch heute auch so, abgesehen vom Tagesrand und zusätzlichen Zügen wie ICs (Bodensee, Baden-Kurier usw.) oder Marseille-TGV:
- Halte in Offenburg Stundentakt aus L12 und L43
- Halte in Baden-Baden 2h-Takt L20 und zwei Zugpaare L30
2. Profitiert Offenburg zwar nicht vom Halbstundentakt, Baden-Baden jedoch ungemein: Aus einer zweistündlichen Anbindung wird (angeblich) eine stündliche. Na wenn das mal keine ordentliche Profitierung ist für Baden-Baden.
Laut Abfahrtstafel halten heute in Baden-Baden (Fahrtrichtung Karlsruhe) ganze 20 Fernzüge (exkl. Nacht-IC/CNL?). Das ist deutlich mehr als nur ein reiner 2h-Takt, genauer gesagt sogar mehr als nur ein reiner Stundentakt (theoretisch 16 Züge). Und in Offenburg halten heute auch nur 20 Fernzüge (eine Richtung, ohne Nacht).
3. Konnte ich persönlich es noch nie nachvollziehen, dass überhaupt ICEs in Baden-Baden statt Offenburg halten. (...)
Ich sehe Offenburg auch als Knotenbahnhof mit größerer Bedeutung als Baden-Baden. Hier kann man vor allem von Norden her zur Schwarzwald-RE oder Rheintal-RE umsteigen. Dadurch, dass heute die RE in der 00er-Zeitlage und die ICE in der 30er-Zeitlage halten, verschenkt man für viele Verbindungen ca. 30 min.
Aber der Aufschrei, wenn man in Baden-Baden nicht mehr regelmäßig halten würde, wäre deutlich größer als das lediglich verärgerte Raunen aus Offenburg, dass man nicht groß profitiert.
Warum schafft man hier nicht endlich Klarheit indem man sagt: Alle ICEs halten grundsätzlich in Offenburg und einzelne auch in Baden-Baden, wenn es die im Moment noch engen Zeitfenster zulassen?
Das Zeitfenster des Taktes lässt es eben nur einen Halt zu. Grundsätzlich ist bei der Kantenzeit Karlsruhe - Basel-Bad-Bf von 75 min (geplante 73 min Fahrzeit) neben Freiburg genau ein zusätzlicher Halt möglich. Manche Leute hier spekulieren ja sogar lieber über Sprinter, die gar nicht zwischenhalten, ggf. noch nicht mal in Freiburg bzw. ICE über Bypass Freiburg mit Halt westlich Freiburgs - so nach dem Motto: "Offenburg ist keine Großstadt."
.
Mein Vorschlag/Prognose (bei DSO gepostet):
- Basel SBB 00:08 - Bad Bf 00:14/16 - Freibg 00:38/40 - Offenbg 01:04/06 - - - - Karlsr 01:29/31 - Mannhm 01:54 ---> z.B. L20 nach Hamburg
- Basel SBB 00:38 - Bad Bf 00:44/46 - Freibg 01:08/10 - - - - Bad-Bad 01:47/49 - Karlsr 01:59/01 - Mannhm 02:24 ---> vsl. L12 nach Berlin
- Basel SBB 01:08 - Bad Bf 01:14/16 - Freibg 01:38/40 - Offenbg 02:04/06 - - - - Karlsr 02:29/31 - Mannhm 02:54 ---> z.B. EC von Milano nach Frankfurt oder L30 o.ä.
- Basel SBB 01:38 - Bad Bf 01:44/46 - Freibg 02:08/10 - - - - Bad-Bad 02:47/49 - Karlsr 02:59/01 - Mannhm 03:24 ---> vsl. L43 nach Dortmund
Gruß, naseweiß
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Rheintalbahn: erst 2041 fertig!
LukasB, Dienstag, 27.09.2016, 10:27 (vor 3481 Tagen) @ naseweiß
Müsste man bei einem Halt in Baden-Baden nicht mehr Zeit verlieren? Dort könnte man ja mit 250 km/h durchfahren, in Offenburg muss man sowieso auf 80 km/h abbremsen, da macht es ein Halt dann auch nicht mehr aus.
Rheintalbahn: erst 2041 fertig!
naseweiß, Dienstag, 27.09.2016, 10:52 (vor 3481 Tagen) @ LukasB
Müsste man bei einem Halt in Baden-Baden nicht mehr Zeit verlieren? Dort könnte man ja mit 250 km/h durchfahren, in Offenburg muss man sowieso auf 80 km/h abbremsen, da macht es ein Halt dann auch nicht mehr aus.
Das stimmt. Vermutlich wird der Takt, welcher in Baden-Baden hält ca. 2 min langsamer sein. Sollte - wie in meinem Vorschlag - die L43 den Halt Baden-Baden übernehmen, könnte man durch die verbesserte Fahrdynamik der ICE3 (gegenüber den ICE4) über die gesamte Strecke den Zeitunterschied zumindest bei dieser Linie etwas verringern.
Aber ein Takt mit beiden Halten wäre wohl definitiv zu langsam. Da müsste man dann auf der Freiburger (Zulieferung 00/30er-Knoten Breisgau-S-Bahn)/Baseler(15/45er-Knoten Bad Bf und 00/30er-Knoten SBB) oder der Karlsruher/Mannheimer (je 00/30er-Knoten, in Mannheim noch die Stuttgarter ICEs) Seite die Zeitlagen spürbar verändern - so weit, dass die genannten Knoten nicht mehr so schön klappen.
Gruß, naseweiß
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Rheintalbahn: erst 2041 fertig!
lokuloi, Dienstag, 27.09.2016, 18:19 (vor 3481 Tagen) @ naseweiß
Ein ähnlicher Artikel kam heute auch bei BadenOnline: www.bo.de
Ich finde vor allem bermerkenswert und traurig, dass erst 2041 der Ausbau gänzlich abgeschlossen sein soll
Ich finde es vor allem bemerkenswert realisitsch. Zumindest für den Tunnel Offenburg halte ich Baubeginn 2025 und Fertigstellung 2025 durchaus für realistisch. Und das sollte der kritische Weg für die Güterzug-NBS entlang der A5 sein. Ein früherer Baubeginn dürfte auch an der Finanzierung scheitern.
Der Baubeginn an der Bestandsstrecke erst nach durchgehend hergestellter Güterzug-NBS Offenburg "Nord" - Buggingen ist auch sinnvoll. Vorher braucht man die Kapazität der Bestandsstrecke dringend. Größere Bauarbeiten wären da "tödlich". Sechs Jahre für den Ausbau der Bestandsstrecke ist dann auch realistisch.
Maximal könnte man wie gesagt den Baubeginn vorziehen, aber da man hier praktisch bei der Planung bei 0 beginnt, ist da so viel Luft auch nicht.
und dass dann erst der 30-min-Takt eingeführt werden soll.
Den 30-Minunten-Takt ist m.M.m erst einmal unabhängig vom Ausbau der Bestandsstrecke. Wenn die Güterzüge auf ihren eigenen Gleisen fahren, sollte die Kapazität ausreichen. Es kann allerdings sein, dass man während der Bauarbeiten an der Bestandsstrecke kein zu anspruchsvolles Fahrplanprogramm haben will. Aber da es hier um den Zustand in 20 Jahren geht, sollten wir uns vielleicht in 15 Jahren nochmals darüber unterhalten ;-).
Selbst Stuttgart-21 sollte - auch im schlechtesten Fall - schon deutlich früher fertig sein.
Selbst? Gerade. Bei allem hin und her wird das nach Ebensfeld - Erfurt die nächste größere Inbetriebnahme.
Und mit der Fertigstellung von S21 hätte ich auch einen 30-min-Takt ICE Mannheim-München
Du kennst ja meine Meinung ;-). Einen Halbstundentakt Mannheim - München wird es erst mit einer NBS RMRN (Rhein/Main - Rhein/Neckar) geben. Selbst wenn man den Halbstundentakt nach Frankfurt Flughafen und Hbf irgendwie über die Riedbahn bringt, wird man sich das nicht antun wollen.
und als Nebeneffekt auch ICE Mannheim-Basel erwartet.
Für den wird es, wie gesagt, vier Gleise auf voller Länge brauchen.
.
Mein Vorschlag/Prognose (bei DSO gepostet):
- Basel SBB 00:08 - Bad Bf 00:14/16 - Freibg 00:38/40 - Offenbg 01:04/06 - - - - Karlsr 01:29/31 - Mannhm 01:54 ---> z.B. L20 nach Hamburg
- Basel SBB 00:38 - Bad Bf 00:44/46 - Freibg 01:08/10 - - - - Bad-Bad 01:47/49 - Karlsr 01:59/01 - Mannhm 02:24 ---> vsl. L12 nach Berlin
- Basel SBB 01:08 - Bad Bf 01:14/16 - Freibg 01:38/40 - Offenbg 02:04/06 - - - - Karlsr 02:29/31 - Mannhm 02:54 ---> z.B. EC von Milano nach Frankfurt oder L30 o.ä.
- Basel SBB 01:38 - Bad Bf 01:44/46 - Freibg 02:08/10 - - - - Bad-Bad 02:47/49 - Karlsr 02:59/01 - Mannhm 03:24 ---> vsl. L43 nach Dortmund
Und wenn Du jetzt die Fahrzeit Freiburg - Offenburg durch die derzeitige Fahrzeit ersetzt, wirst Du sehen, dass sich diese sich nur um 7 Minunten verlängert. Man würde in Basel immer noch nach der vollen Stunde abfahren. In Karsruhe sind auch noch 1-2 Minuten drin, um die Ankunftszeit nach hinten zu verlegen.
Eine Kantenzeit Basel SBB - Karlsruhe von 90 Minuten ist also theoretisch durchaus auch ohne Ausbau Offenburg - Freiburg drin. 75 Minuten Fahrzeit eher nicht (Du gehst ja mit Ausbau nur von 81 aus), 85 schon eher.
Gruß, naseweiß
Ciao,
Uli
Rheintalbahn: erst 2041 fertig!
naseweiß, Dienstag, 27.09.2016, 19:02 (vor 3481 Tagen) @ lokuloi
Der Baubeginn an der Bestandsstrecke erst nach durchgehend hergestellter Güterzug-NBS Offenburg "Nord" - Buggingen ist auch sinnvoll.
Das stimmt, ein logischer Ablauf.
Den 30-Minunten-Takt ist m.M.m erst einmal unabhängig vom Ausbau der Bestandsstrecke. Wenn die Güterzüge auf ihren eigenen Gleisen fahren, sollte die Kapazität ausreichen.
Unter gewissen Umständen könnte man ihn aber auch schon davor einführen. Wenn in den 2020er Jahren der Tunnel Rastatt fertiggestellt wird, gewinnt man ca. 5 min (OG-KA 28' -> 23' (?)). Somit muss der Fahrplan im Bereich Offenburg-Basel verändert werden. Da man mit der etwas kürzeren Fahrzeit in Freiburg und Basel keinen großen Gewinn in Form von besseren Anschlüsse oder der Umstellung auf das Zielkonzept erzielen kann, könnte man sie dafür nutzen, die ICEs langsamer fahren zu lassen. Das würde mehr Kapazität schaffen (Harmonisierung GV und FV), sodass man ggf. auf den 30-min-Takt umschwenken kann.
Und wenn Du jetzt die Fahrzeit Freiburg - Offenburg durch die derzeitige Fahrzeit ersetzt, wirst Du sehen, dass sich diese sich nur um 7 Minunten verlängert. Man würde in Basel immer noch nach der vollen Stunde abfahren. In Karsruhe sind auch noch 1-2 Minuten drin, um die Ankunftszeit nach hinten zu verlegen.
Mit diesen 6 oder 7 min mehr schafft man aber weder den 15/45er-Knoten Basel-Bad-Bf noch den 00/30er Basel SBB. Letzterer verlangt etwas Abstand von den deutschen Trassen zum Wenden bzw. zum Umstieg auf die schweizer Trassen. Außerdem wird es auf Basel bezogen noch etwas mehr sein, da die auszubauende Altstrecke Offenburg-Freiburg-Buggingen ist.
Ohne den vollen Ausbau kann man am Oberrhein die durch fertiggestellte Teilabschnitte gewonnene Fahrzeiten unter Umständen auch wieder verbummeln. Die Beschleunigung des Katzenbergtunnels hat man auch teilweise in Puffer verwandelt.
Es ging mir insbesondere um die Breisgau-S-Bahn, bei der man auf der Rheintalschiene noch lange nicht an den Zielfahrplan denken braucht, sondern für diese Zwischenstadien eine gute Lösung finden muss.
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Rheintalbahn: erst 2041 fertig!
lokuloi, Dienstag, 27.09.2016, 19:18 (vor 3481 Tagen) @ naseweiß
Der Baubeginn an der Bestandsstrecke erst nach durchgehend hergestellter Güterzug-NBS Offenburg "Nord" - Buggingen ist auch sinnvoll.
Das stimmt, ein logischer Ablauf.
Den 30-Minunten-Takt ist m.M.m erst einmal unabhängig vom Ausbau der Bestandsstrecke. Wenn die Güterzüge auf ihren eigenen Gleisen fahren, sollte die Kapazität ausreichen.
Unter gewissen Umständen könnte man ihn aber auch schon davor einführen. Wenn in den 2020er Jahren der Tunnel Rastatt fertiggestellt wird, gewinnt man ca. 5 min (OG-KA 28' -> 23' (?)).
Es wird nicht nur der Tunnel Rastatt fertig, sondern auch der Abschnitt Müllheim - Basel Bad für durchgehend 250 km/h. Es sind also sicherlich mehr als 5 Minuten, die man gewinnt. Der von Dir angesprochene "Katzenberg-Puffer" könnte man dann z.B. auflösen anstatt ihn auszubauen.
Und wenn Du jetzt die Fahrzeit Freiburg - Offenburg durch die derzeitige Fahrzeit ersetzt, wirst Du sehen, dass sich diese sich nur um 7 Minunten verlängert. Man würde in Basel immer noch nach der vollen Stunde abfahren. In Karsruhe sind auch noch 1-2 Minuten drin, um die Ankunftszeit nach hinten zu verlegen.
Mit diesen 6 oder 7 min mehr schafft man aber weder den 15/45er-Knoten Basel-Bad-Bf noch den 00/30er Basel SBB. Letzterer verlangt etwas Abstand von den deutschen Trassen zum Wenden bzw. zum Umstieg auf die schweizer Trassen. Außerdem wird es auf Basel bezogen noch etwas mehr sein, da die auszubauende Altstrecke Offenburg-Freiburg-Buggingen ist.
Ich will jetzt hier nicht um ein paar Minuten hin oder her diskutieren. Aber du hast selbst die geplante Fahrzeit von 73 Minuten erwähnt. Ohne Ausbau Offenburg - Buggingen/Müllheim sollten dann schon 85 Minuten drin sein. Dass sollte für Basel SBB reichen, im Badischen Bahnhof wird zumindest nichts verschlechtert.
Ohne den vollen Ausbau kann man am Oberrhein die durch fertiggestellte Teilabschnitte gewonnene Fahrzeiten unter Umständen auch wieder verbummeln. Die Beschleunigung des Katzenbergtunnels hat man auch teilweise in Puffer verwandelt.
Ja. Aber den Puffer sollte man ja eher abbauen als ihn noch weiter aufzubauen. 20 Minuten mehr als die theoretische Fahrzeit bei gerade mal ca. 90 Minuten, erscheint mir zu viel des Guten. Selbst wenn man damit keinen neuen Knoten erreicht, sollte man diese 20 Minuten den nicht umsteigenden Fahrgästen mitgeben.
Den Zügen der Linie 22 könnten es, bei unveränderter lage in Mannheim, auf jeden Fall die volle Halbe Stunde bis Zürich bringen.
Ciao,
Uli
Rheintalbahn: Zwischenzeit ab Mitte 2020er
naseweiß, Dienstag, 27.09.2016, 21:02 (vor 3480 Tagen) @ lokuloi
Ich will jetzt hier nicht um ein paar Minuten hin oder her diskutieren. Aber du hast selbst die geplante Fahrzeit von 73 Minuten erwähnt. Ohne Ausbau Offenburg - Buggingen/Müllheim sollten dann schon 85 Minuten drin sein. Dass sollte für Basel SBB reichen, im Badischen Bahnhof wird zumindest nichts verschlechtert.
Derzeitige Grundtrasse L12/43:
- Mannh 00:36 - Karlsr 00:58/00 - Offenb 01:27/29 - Freib 01:59/01 - Bad-Bf 02:34/40 - Basel 02:47
Die Zielfahrzeiten der drei Abschnitte stammen von den 73 min, aufgeteilt und Unterschiede abgeschätzt. Die SMA-Tapete zu S21 sieht übrigens 1 min insgesamt mehr vor, trifft KA-OG.
- Tunnel Rastatt: Ziel Karlsruhe-Offenburg 250 km/h erreicht, vsl. 23 min
- Müllheim-Basel: bester Vorschlag wäre Ziel 22 min plus 3 min für Freiburg-Müllheim langsam
- zusätzlich kein Aufenthalt im Badischen Bf und nur 6 min Verbindungsbahn
Mögliche Trasse, schnellste Variante:
- Mannh 00:36 - Karlsr 00:58/00 - Offenb 01:23/25 - Freib 01:55/57 - Bad-Bf 01:22/24 - Basel 02:30
Die Taktzeiten des 30er-Knotens Basel SBB in die Schweiz hinein sind:
- 31' Olten-Bern-Interlaken/-Brig(-Milano)
- 33' Zürich(-Chur)
- 37' (IR) Brugg-Zürich-Flughafen
Außer dem IR schafft man mit der Ankunft um genau 30' in Basel nichts.
Ja. Aber den Puffer sollte man ja eher abbauen als ihn noch weiter aufzubauen. 20 Minuten mehr als die theoretische Fahrzeit bei gerade mal ca. 90 Minuten, erscheint mir zu viel des Guten. Selbst wenn man damit keinen neuen Knoten erreicht, sollte man diese 20 Minuten den nicht umsteigenden Fahrgästen mitgeben.
Ich würde nicht sagen, dass man 20 min verbummeln muss. Ich wollte nur sagen, dass wenn man etwas dieser unvollständigen Zeitersparnis verbummelt, man ggf. die Reserven auf der verbleibenden Mischstrecke Offenburg-Müllheim schaffen könnte, dass der 30-min-Takt möglich ist. Dadurch gewinnen die Umsteiger viel. Bei manchen Anschlüsse hat man heute nämlich lange Wartezeiten, die mit dem 30-min-Takt wegfielen.
Den Zügen der Linie 22 könnten es, bei unveränderter lage in Mannheim, auf jeden Fall die volle Halbe Stunde bis Zürich bringen.
Du meinst wohl die Linie 20? Nein, die hat ja derzeit die knappeste Lage am 00er-Knoten Basel. Bei der wäre es am schwersten, den Sprung zu schaffen. Genau die muss in (ggf. erst ferner) Zukunft sowieso im Raum Mannheim-Hamburg verschoben, dass der 30-min-Takt passt (und somit auch wieder die gute Knoteneinbindung in Basel).
Die einzige Linie, die sofort profitieren könnte, sind die zwei Zugpaare EC der L30, welche derzeit den ewig langen Aufenthalt in Basel hat oder auf IRs übergeht. Genau diese werden aber nicht unbedingt eine Zukunft haben und ggf. durch ECs Frankfurt-Milano oder eine weitere ICE-Linie abgelöst.
Für die Zwischenzeit wäre eine Variante einen Sprintertakt ohne Halte Baden-Baden oder Offenburg zu fahren, welcher den Sprung schafft. Außerdem könnte er in Mannheim/Karlsruhe leicht anders liegen. Der andere, 30 min langsamere Takt (bezogen auf den erreichten Knoten in Basel) würde beide Halte bedienen und könnte noch extra bummeln (Harmonisierung Güterverkehr).
Gruß, naseweiß
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