Per EC und dem AV von Trenitalia nach Roma und zurück (Reiseberichte)

ffz, Dienstag, 06.09.2016, 17:34 (vor 3485 Tagen)

Hallo zusammen,

ich stelle hier mal einen kleinen Reisebericht von mir von Mannheim nach Rom und zurück mit dem Sparpreis Europa Italien der DB ohne Bilder:

Los ging es Sonntag um 06:13 Uhr mit dem ICE 699 nach München Hbf, der bis München Hbf den RJ 63 wegen der Bauarbeiten bei Augsburg ersetzt in der 1. Klasse. Bis Ulm Hbf war der Zug quasi leer baute aber wegen Bauarbeiten 8 Min Verspätung auf, sodass ich meinen Anschluss gefährdet war, in Ulm Hbf füllte sich der Zug. Bis Augsburg wurde die Verspätung bis auf 3 Min Danke des Bauzuschlages abgebaut, in Augsburg stiegen recht viele Reisende auf den ICE nach Bremen/Hamburg um. Bis München Hbf war die Verspätung dann auf 0 Min reduziert und ich konnte entspannt auf den EC 85 nach Bologna Centrale umsteigen. Der EC war in der 1. Klasse gut besetzt zum Glück hatte ich einen Platz reserviert. Über die wunderschöne Brennerstrecke ging es über Bozen und Verona nach Bologna. Hinter Bozen hielten wir auf freier Strecke an nach wenigen Minuten kam die Durchsage dass vor uns ein Regionalzug liegen geblieben sei und man noch nciht wisse wie es weiter geht. Es gab regelmäßig Infos über die aktuelle Verspätung. Nach 90 Min Standzeit ging es langsam weiter. Bis Verona hatten wir dann fast 120 Min Verspätung. Bis Bologna konnte diese auf etwa 95 Min reduziert werden. In Bologna begann dann das große Rätseln und Zittern wie es weiter nach Rom geht. Denn die DB Fahrkarten sind auf Deutsch beschriftet was bei Trenitalia keiner lesen konnte. Hier wäre es besser die Reservierungen für die Trenitalia Züge wären auf italienisch oder englisch berschriftet. Also ging es zum Trenitalia Ticket Office und dort auf zum fröhlichen Diskutieren. Zunächst sollte ich eine neue Fahrkarte kaufen, nachdem ich das abgelehnt hatte und auf den verspäteten Zug aus München hingewiesen hatte und dass die Verantwortung bei Trenitalia läge diskutierte der Schalterbeamte kurz mit einer Kollegin und stemplete dann meine Reservierung für den Frecciarossa für den nächsten Zug gültig mit einer für mich unlesbaren Bemerkung. Mit dem Frecciarossa ETR 500 nach Salerno ging es dann nach Roma Termini. Eine neue Reservierung hatte ich nicht bekommen zum Glück war in der Buissenes genug Platz. Der Bordservice aus Snacks und Getränken war gut. Der Frecciarossa 500 ist zwar schon etwas älter aber durchaus bequem, leider ist der Zug nicht Druckertüchtigt was auf den langen Tunneln der HGV'S echt nervig ist weil man andauernd die Druckstöße auf den Ohren hat. Pünktlich war übrigens keiner der HGV-Züge die ich gesehen habe, 5 Min Verspätung war Standard 10-20 Min Verspätung sehr häufig. Auffällig fand ich, dass an die Haltebahnsteige mit maximal 10 km/h ab Bahnsteiganfang geschlichen wurde, dabei geht sehr viel Zeit verloren. In Rom ging es dann schnell für mich ins Hotel und dann noch etwas in das nächtliche Rom.
Am nächsten Morgen ging es für mich um 09:45 Uhr mit dem Frecciargento ETR 600 nach Brescia nach Bologna Centrale. Vor dem Betreten des Bahnsteiges in Roma Termini muss man die Fahrkarte am Eingang vorzeigen, sonst kann man den Bahnsteig nicht betreten. Auch der Frecciargento hatte bis Firenze 6 Min Verspätung und ich begann um meinen Anschluss zu fürchten, nur 10 Min Umsteigezeit in Bologna und ich musste auch noch von den HGV Gleisen 16-19 in den normalen Bahnhof wechseln. Ich kann von knappen Übergängen in Bologna nur warnen alle Umstiege unter 20 Min sind quasi nicht schaffbar. Zum Glück wurde die Verspätung bis Bologna auf nur noch 3 Min reduziert. Ich habe noch den Schaffner gefragt ob ich ohne Zuschlag mit dem Frecciargento bis Verona fahren kann und dort in den EC 84 nach München Hbf umsteigen kann, in Verona sind 30 Min Umsteigezeit gut machbar. Aber die DB kann diesen Umstieg nicht bepreisen und verkaufen. Also unbedingt einen Zug mti früherer Ankunft in Bologna nutzen. Leider konnte der Schaffner dazu keine Aussage treffen, da er nur bis Bologna fuhr. Ich rannte dann zu meinem EC und habe es knapp geschafft. Mit dem EC 84 ging es dann nach München Hbf, sollte man den EC in Bologna verpassen gibt es zwar 4 Stunden später noch einen EC nach München Hbf, aber bei einer Ankunft um 22:23 Uhr in München Hbf sind dann kaum noch Anschlüsse an den Rest von Deutschland gegeben. Der EC 84 verließ Verona nach dem die Lok umfahren musst mit etwa 15 Min Verspätung es gibt anscheinend kein logisches System ob die Lok gewechselt wird, oder die Zuglok umsetzt. Bis Brennero waren wir dank gemütlicher Fahrzeiten dann wieder fast pünktlich. Vor Brennero kontrollierten die Österreichischen Grenzwachen den Zug auf Flüchtlinge allerdings eher oberflächlich die Lust jemanden zu finden schien eher gering zu sein. Hinter Kufstein kontrollierte dann noch mal die Bundespolizei den Zug sehr gründlich inklusive öffnen aller Klappen und unter die Sitze leuchten, fast wie damals an der deutsch-deutschen Grenze. In München Hbf trafen wir pünktlich ein. Nach einem Aufnethalt in der 1. Klasse Lounge ging es mit dem ICE 510 nach Mannheim zurück. Wegen der Personen im Gleis zwischen Pasing und Mering wurden wir über Geltendorf umgeleitet was uns bis Augsburg Hbf 60 Min Verspätung einbrachte, aber immerhin der ICE 590 nach Frankfurt Hbf war schlimmer betroffen, der war in der Sperrung gefangen und hatte nachher 140 Min Verspätung. Ich war erstaunt, dass der ICE 510 ein ICE 2 war, aber immerhin so kam ich mal zum ICE 2 in der 1. Klasse bei uns in der Region gibt es sonst planmäßig kaum ICE 2. Ab Pasing war der Zug wegen der noch mitgenommenen Fahrgäste der Nahverkehrszüge zu mindestens 150% ausgelastet, hier wäre ein ICE 1 echt besser gewesen, aber wer kann so etwas ahnen. Bis Mannheim Hbf wurde die Verspätung auf 45 Min reduziert. Insgesamt eine tolle Tour, ich würde nur keine so knappen Übergänge in Bologna mehr auf der Rückfahrt planen. Auf die Pünktlichkeit in Italien darf amn sich nicht verlassen.
Was mir sehr positiv aufgefallen ist war, dass an den Trenitalia Schaltern für den HGV und in den HGV Zügen quasi jeder Mitarbeiter Englsich gesprochen hat und die Fahrgäste mit nicht Trenitalia Fahrkarten auch aktiv auf Englisch angesprochen hat. Das Englisch der Mitarbeiter war sehr gut, da mein Italienisch eher unterdurchschnittlich ist, ich hatte in der Schule nur Latein damit kann ich zwar lesen aber nur sehr schlecht sprechen, war das eine echte Erleichterung. Was ich nicht so toll finde is, dass es im italienischen HGV keine Reservierungsanzeigen gibt, ok ohne Reservierung darf man nicht mitfahren, aber man kann sich nie auf einen anderen als den gebuchten Platz setzen, da man nicht weiß ob der Platz frei oder besetzt ist.

Danke für den Bericht!

Berlin-Express, nähe BPHD, Dienstag, 06.09.2016, 17:41 (vor 3485 Tagen) @ ffz

Hier wäre es besser die Reservierungen für die Trenitalia Züge wären auf italienisch oder englisch berschriftet.

Jaja^^

In Russland hatte ich ähnliche Probleme mit einer Fahrkarte aus dem DB-System womit die Zugbegleiterinnen nichts anfangen konnten. Irgendwann hat sich dann ein anderer Reisender gefunden der dem Englischen und Russischen mächtig war um den Zugbegleiterinnen zu erklären, dass das schon alles so passt.^^

seit wann ist der ETR 500 nicht druckdicht???

Xana Meier-Ansbach, Dienstag, 06.09.2016, 20:19 (vor 3485 Tagen) @ ffz

- kein Text -

seit wann ist der ETR 500 nicht druckdicht???

ffz, Dienstag, 06.09.2016, 20:24 (vor 3485 Tagen) @ Xana Meier-Ansbach

Druckdicht sind lediglich U-Boote und Flugzeuge, die ICE's sind Druckertüchtigt und die ex IR-Wagen und die IC-Wagen haben das Sicherheitspakt aber keine Druckertüchtigung, seit dem die SIG Übergänge nicht mehr sauber gekuppelt werden.

Per EC und dem AV von Trenitalia nach Roma und zurück

lokuloi, Dienstag, 06.09.2016, 20:33 (vor 3485 Tagen) @ ffz

Hallo zusammen,

ich stelle hier mal einen kleinen Reisebericht von mir von Mannheim nach Rom und zurück mit dem Sparpreis Europa Italien der DB ohne Bilder:

Erstmal vielen Dank für den Bericht. Berichte aus "Bella Italia" sind ja gefühlt eher selten.

Mit dem Frecciarossa ETR 500 nach Salerno ging es dann nach Roma Termini. Eine neue Reservierung hatte ich nicht bekommen zum Glück war in der Buissenes genug Platz. Der Bordservice aus Snacks und Getränken war gut. Der Frecciarossa 500 ist zwar schon etwas älter aber durchaus bequem, leider ist der Zug nicht Druckertüchtigt was auf den langen Tunneln der HGV'S echt nervig ist weil man andauernd die Druckstöße auf den Ohren hat.

Hier bin ich doch etwas überrascht. Ich bin zwar erst einmalmit dem ETR500 gefahren, damals in die andere Richtung von Roma nach Bologna. Aber große Druckstöße sind mir dabei nicht aufgefallen.

In Rom ging es dann schnell für mich ins Hotel und dann noch etwas in das nächtliche Rom.

Am nächsten Morgen ging es für mich um 09:45 Uhr mit dem Frecciargento ETR 600 nach Brescia nach Bologna Centrale.

Sehe ich das richtig, dass Du nur eine Nacht in Rom warst? Das lohnt sich ja gar nicht ;-).

Bis Brennero waren wir dank gemütlicher Fahrzeiten dann wieder fast pünktlich. Vor Brennero kontrollierten die Österreichischen Grenzwachen den Zug auf Flüchtlinge allerdings eher oberflächlich die Lust jemanden zu finden schien eher gering zu sein.

Als ich Ende Mai mit dem EC über den Brenner fuhr, war das ganz anders. Der Zug wurde praktisch lückenlos von österreichischer und italienischer Polizei und Militär (!) umstellt. Da kam niemand unbemerkt heraus oder herein. Derweil wurde im Zug eine Vollkontrolle durchgeführt. Es ging auch erst weiter, als diese vollendet war. Da der Zug zu 100% besetzt war, dauerte das auch entsprechend. Evtl. wird man inzwischen etwas nachlässiger, da diese Route ohnehin niemand mehr nutzt.

Zwischen Kufstein und Rosenheim dann im fahrenden Zug nochmal dasselbe durch die Bundespolizei. Da ist bestimmt niemand unbemerkt mitgefahren. So viel zum Thema offene Grenzen...


Ciao,
Uli

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum