Feststellungen zu Veränderungen bei der Bahn/Vertrieb (Fahrkarten und Angebote)
Hallo,
als ich vor ca. 13 Jahren regelmäßig begann, mit der Bahn weite Strecken zu fahren, war es grade die Zeit, als PEP neu eingeführt war. Also keine BC 50 erstmal mehr bzw später sehr teuer wieder, strikte Trennung von BC 1. Klasse und 2. Klasse, wenige Online-Angebote (Click&Rail), Sparpeise für die einfache Fahrt kaum erhältlich (Plan&Spar 10), Rabatt auf die BC für Studenten/Senioren/Schwerbehinderte nur bei Erwerb einer BC 50, jährliche Preiserhöhungen von 3-4% etc.
Auch einige Jahre später waren viele Dinge, die heute fast selbstverständlich sind, nicht möglich: Vorzeigen eines Online-Tickets auf dem Display, Nutzen einer BC 50 zur Rabattierung von Sparpreisen, 14,25 Euro Sparpreise, auch eine verbilligte BC 25 für jüngere Leute, Online-Tickets mit Start im Ausland, Wlan, Gratisreservierung.....
Warum geht jetzt auf einmal recht viel, was früher nicht ging?
Wlan gabs in England auch schon 2007, hab es selbst dort im Zug genutzt, Reservierungen waren dort auch immer gratis.
Es war mir auch nie einsichtig, warum man sich zwei Bahncards halten soll für alle Fälle oder warum es die BC 25 fast nie vergünstigt gab.
Liegt es alles nur an der Konkurrenz zu den Bussen (den HKX jetzt mal ausgenommen)?
Wo seht ihr noch Potential für kundenfreundliche Veränderungen?
A.D.
Eine App für die ganze Reise
Ich finde drei Apps oder mehr für die Bahnreise (Flinkster, CallaBike etc. kann gerne über Verknüpfungen laufen) zu viel. Mit dem DB Navigator und Bahnhof live gibt es zwei Apps, die auf jeden Fall in einer laufen müssten. Dafür müsste aber DB Vertrieb mit DB Netze besser zusammenarbeiten.
Vor allem würde mal eine einheitlich Datenbasis benötigt, auf die alle Systeme zugreifen können. Es ist ja heute z.T. noch so, dass die App das eine sagt und die Anzeige am Bahnhof das andere.
Im Konzept zu Zukunft Bahn wurde da ein recht vielversprechend klingendes Konzept zur Reisendeninformation vorgestellt. Das sollte man m.E. schnell umsetzen.
Ticketbuchung vereinfachen
Die Ticketbuchung sollte m.E. vereinfacht werden, sodass auch Menschen, die nicht so gut mit Technik können, sich relativ einfach und schnell z. B. am Ticketautomaten ein Ticket kaufen können, wo sie nicht zu viel bezahlen oder Ähnliches.
Es sollten keine Schulungen notwendig sein, um sich ein Ticket zu kaufen (Stichwort Systemzugangsbarriere): http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/bahn-lehrt-den-umgang-mit-fahrkartenautomaten-1...
Eine App für die ganze Reise
Es wäre ja schön wenn man die etwas verwirrende Trennung zwischen "Reiseauskunft" und "live-Auskunft" aufheben würde. Letztere war gut, um Minuten genaue Verspätungen anzuzeigen. Die geht mittlerweile bei der Reiseauskunft. Eine große Schwäche der Live-Auskunft ist für mich, dass bei geringen Verspätungen und knapper Umsteigezeit eigentlich noch erreichbare Anschlusszüge rausfallen.
Gut wäre auch eine Möglichkeit, in der App gespeicherte Tickets wieder zu löschen. So wird mir das ESP bis zum Ende der Gültigkeit noch angezeigt, obwohl die Reise schon lange zurück liegt.
Was man sonst tun kann? Tarife vereinfachen! Den BC 50 Rabatt auf Sparpreise gibt es nur auf Fernverkehrssparpreise. Ebenso der Wirrwarr zwischen Sparpreis und Sparpreis FV.
Das Online-Ticketing könnte um eine Warenkorb-Funktion erweitert werden, damit nur einmal Versandgebühren anfallen. Ebenso wäre es eine gute Lösung, mittels Auftragssumme Personen gebundene Online-Tickets durch Personen ungebundene Tickets am Automaten zu ersetzen.
Schlussendlich ist gerade im Online-Vertrieb von internationalen Tickets sehr viel Luft nach oben.
Reiseauskunft und Live-Auskunft zusammenführen
Zustimmung, das ist ein guter Punkt. Die Funktionen sollte man ebenfalls zusammenführen.
Eine App für die ganze Reise
Ich finde drei Apps oder mehr für die Bahnreise (Flinkster, CallaBike etc. kann gerne über Verknüpfungen laufen) zu viel. Mit dem DB Navigator und Bahnhof live gibt es zwei Apps, die auf jeden Fall in einer laufen müssten. Dafür müsste aber DB Vertrieb mit DB Netze besser zusammenarbeiten.
Die Stations-App ist von der DB StuS. Die hat nichts mit DB Netze oder DB Vertrieb zu tun.
Dass DB StuS mit den Anbietern von Personenverkehr stärker zusammenarbeiten sollte, stimmt natürlich. Würde ich aber nicht auf DB Vertrieb/FV beschränken.
Feststellungen zu Veränderungen bei der Bahn/Vertrieb
Wo seht ihr noch Potential für kundenfreundliche Veränderungen?
Was mir fehlt ist die Möglichkeit online erworbene Tickets am Automaten auszudrucken, so wie es in Frankreich möglich ist. Da die generelle Technik ja vorhanden zu sein scheint (Bahntix) ist es mir völlig unverständlich, dass dies nicht geht.
Eine App für die ganze Reise
Die Stations-App ist von der DB StuS. Die hat nichts mit DB Netze oder DB Vertrieb zu tun.
Ja, weiß ich, deswegen schrieb ich ja DB Netze ( = DB Netz und DB StuS) ;)
Dass DB StuS mit den Anbietern von Personenverkehr stärker zusammenarbeiten sollte, stimmt natürlich. Würde ich aber nicht auf DB Vertrieb/FV beschränken.
Ich würde mir eine App wünschen, in der alle Betreiber, ob Nah- oder Fernverkehr, gleichberechtigt und gleichwertig aufgeführt werden - mit allen relevanten Informationen. Solch eine App müsste m.E. federführend von DB Netze kommen (gleichberechtiger Zugang etc.), wobei der DB Navigator dafür schon eine gute Grundlage bildet.
Feststellungen zu Veränderungen bei der Bahn/Vertrieb
Wo seht ihr noch Potential für kundenfreundliche Veränderungen?
Was mir fehlt ist die Möglichkeit online erworbene Tickets am Automaten auszudrucken, so wie es in Frankreich möglich ist. Da die generelle Technik ja vorhanden zu sein scheint (Bahntix) ist es mir völlig unverständlich, dass dies nicht geht.
Da musst du aber zwei Dinge auseinander halten:
1) Der Ausdruck einer Kopie des Online-Tickets am Automaten (mit 3D-Code und nur gültig mit angegebenem Ausweisdokument)
2) Der Ausdruck der (Original-)Fahrkarte eines online bestellten Tickets (wie bahntix).
Beide Varianten wären zu begrüßen, haben aber sehr unterschiedliche Zwecke.
Feststellungen zu Veränderungen bei der Bahn/Vertrieb
Es wäre ja schon eine prima, zusätzlich zu den Optionen Handy-Ticket, Online-Ticket und Versand eine Option"Ausdruck am Automaten" zu haben. Das müsste doch ohne großen Aufwand machbar sein?!
Offline Reiseauskunft
Ich würde es sehr begrüßen, wenn es eine offline Reiseauskunft im DB Navigator geben würde. Die App "Rail planner" weist da den Weg.
Außerdem warte ich auf die Inklusivreservierung in der 2. Klasse und die Wiedereinführung des Deutschland-Passes.
Besonders wünschen würde ich mir aber, dass man die Fahrkarten für Familien oder Gruppen unter 6 Personen (wieder) vergünstigt. Das wurde ja vor einem Jahr (?) verändert, sodass Fahrten mit 2 oder mehr Personen deutlich teurer wurden, ausgenommen Gruppensparpreise ab 6 Personen. Würde man das wieder rückgängig machen, würde eine Bahnreise für Familien oder Kleingruppen wieder attraktiver gegenüber dem Auto.
LG Pellkartoffel
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Für eine vollständige Reaktivierung der Eifelquerbahn!
Offline Reiseauskunft
Besonders wünschen würde ich mir aber, dass man die Fahrkarten für Familien oder Gruppen unter 6 Personen (wieder) vergünstigt. Das wurde ja vor einem Jahr (?) verändert, sodass Fahrten mit 2 oder mehr Personen deutlich teurer wurden, ausgenommen Gruppensparpreise ab 6 Personen. Würde man das wieder rückgängig machen, würde eine Bahnreise für Familien oder Kleingruppen wieder attraktiver gegenüber dem Auto.
Eine Vergünstigung gibt es noch: Liegt der Sparpreis zwischen 19,00 und 39,00 Euro (ohne BC-Rabatt), fahren die Mitfahrer pauschal zu 19 Euro. Darüber gibt es keine Rabatte mehr.
Für die 39,90 Euro Sparpreise gilt die Regel schon nicht mehr. Ob das so gewollt war?
Besser wäre eine einfache Regel wie "25% Rabatt für jeden Mitfahrer". Im Moment ist es ja so, dass es ab den 39,00 Euro für eine Gruppe schlagartig 80 Euro teurer wird. Unstetige Preisentwicklung sollte man eigentlich immer vermeiden. Deswegen hat man ja auch die 1-Euro-Schritte eingeführt.
Eine App für die ganze Reise
Das Online-Ticketing könnte um eine Warenkorb-Funktion erweitert werden, damit nur einmal Versandgebühren anfallen. Ebenso wäre es eine gute Lösung, mittels Auftragssumme Personen gebundene Online-Tickets durch Personen ungebundene Tickets am Automaten zu ersetzen.
Diese beiden Punkte halte ich für recht wichtig im Sinne Kundenfreundlichkeit/ Benutzbarkeit.
Feststellungen zu Veränderungen bei der Bahn/Vertrieb
Da musst du aber zwei Dinge auseinander halten:
1) Der Ausdruck einer Kopie des Online-Tickets am Automaten (mit 3D-Code und nur gültig mit angegebenem Ausweisdokument)
2) Der Ausdruck der (Original-)Fahrkarte eines online bestellten Tickets (wie bahntix).
Genau. Warum muss ich das gleich noch mal auseinander halten?
Feststellungen zu Veränderungen bei der Bahn/Vertrieb
Genau. Warum muss ich das gleich noch mal auseinander halten?
Weil ansonsten der selbe Fahrschein zweimal im Umlauf wäre.
--
Weg mit dem 4744!
Offline Reiseauskunft
Für die 39,90 Euro Sparpreise gilt die Regel schon nicht mehr. Ob das so gewollt war?
Klar, pro Forma sind die Sparpreise ja nicht 90 Cent teurer, sondern 10 Cent günstiger geworden.
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Weg mit dem 4744!
Offline Reiseauskunft
Für die 39,90 Euro Sparpreise gilt die Regel schon nicht mehr. Ob das so gewollt war?
Klar, pro Forma sind die Sparpreise ja nicht 90 Cent teurer, sondern 10 Cent günstiger geworden.
Ich glaube, pro Forma sind aus 31 Euro 31,90 Euro geworden, bis 199 Euro, die 199,90 Euro geworden sind.
Laut BB gibt es den 31 Euro Sparpreis nicht mehr und den 200er gab es noch nicht.
Die Sache ist für mich also eindeutig.
Feststellungen zu Veränderungen bei der Bahn/Vertrieb
Weil ansonsten der selbe Fahrschein zweimal im Umlauf wäre.
Dem könnte man aber einfach entgegen wirken:
So, wie es jetzt nicht möglich ist, gleichzeitig eine Fahrkarte mit Aztec-Code (egal ob zum Ausdruck oder für die elektronische Darstellung) und die gleiche Fahrkarte im Postversand zu bekommen, könnte man diese exklusiv-oder-Beziehung doch um "Abholung per Bahn-Tix" erweitern.
Man kann dann zwar in seiner persönlichen Buchungsübersicht sehen, daß die Karte gebucht ist, mit der passenden Nummer zur Abholung hintendran, aber man bekommt kein Dokument im Internet, das im Zug als Fahrkarte gilt. Diese bekommt man ausschließlich dann per Ausdruck am Automaten oder ersatzweise Abholung im Reisezentrum. Ausruck ist dann, wie bei Bahntix ja üblich, genau einmal möglich.
Insofern kein grundsätzliches Problem das gegen die Bestellung von Bahntix via Internet sprechen würde sehende Grüße,
der Colaholiker
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Feststellungen zu Veränderungen bei der Bahn/Vertrieb
Weil ansonsten der selbe Fahrschein zweimal im Umlauf wäre.
Dem könnte man aber einfach entgegen wirken:So, wie es jetzt nicht möglich ist, gleichzeitig eine Fahrkarte mit Aztec-Code (egal ob zum Ausdruck oder für die elektronische Darstellung) und die gleiche Fahrkarte im Postversand zu bekommen, könnte man diese exklusiv-oder-Beziehung doch um "Abholung per Bahn-Tix" erweitern.
Man kann dann zwar in seiner persönlichen Buchungsübersicht sehen, daß die Karte gebucht ist, mit der passenden Nummer zur Abholung hintendran, aber man bekommt kein Dokument im Internet, das im Zug als Fahrkarte gilt. Diese bekommt man ausschließlich dann per Ausdruck am Automaten oder ersatzweise Abholung im Reisezentrum. Ausruck ist dann, wie bei Bahntix ja üblich, genau einmal möglich.
Ja, und genau deswegen muss man zwischen den Fällen "Ausdruck eines Onlinetickets am Automaten" und "Ausdruck eines online gebuchten bahn.tix" Unterscheiden. In ersterem Fall dürfte der Automat nur den Barcode ausdrucken, weiterhin personalisiert; in letzterem darf es nur genau eine Fahrkarte geben (die dafür Anonym).
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Weg mit dem 4744!
Feststellungen zu Veränderungen bei der Bahn/Vertrieb
Ja, und genau deswegen muss man zwischen den Fällen "Ausdruck eines Onlinetickets am Automaten" und "Ausdruck eines online gebuchten bahn.tix" Unterscheiden. In ersterem Fall dürfte der Automat nur den Barcode ausdrucken, weiterhin personalisiert; in letzterem darf es nur genau eine Fahrkarte geben (die dafür Anonym).
Die eigentliche Frage lautet also:
Warum will die Deutsche Bahn übertragbare Fahrkarten nur stationär, am Telefon sowie per Internet mit Postzustellung verkaufen, aber nicht als bahn.tix mit Internet-Buchung?
Sieht das Fraud-Management (Betrugsabwehr) da irgendwelche Probleme?
(Bei der SNCF z.B. kann ich problemlos Fahrkarten entweder per Postversand zusenden lassen oder am Automaten abholen.)
Feststellungen zu Veränderungen bei der Bahn/Vertrieb
Die eigentliche Frage lautet also:
Warum will die Deutsche Bahn übertragbare Fahrkarten nur stationär, am Telefon sowie per Internet mit Postzustellung verkaufen, aber nicht als bahn.tix mit Internet-Buchung?
Vielleicht scheut man einfach nur den vermeintlichen technischen Aufwand, den Verkauf im Internet und das Abholen am Automaten zu verheiraten?
Sieht das Fraud-Management (Betrugsabwehr) da irgendwelche Probleme?
(Bei der SNCF z.B. kann ich problemlos Fahrkarten entweder per Postversand zusenden lassen oder am Automaten abholen.)
Ich sehe im Hinblick auf Betrugsmöglichkeiten keinen Unterschied zwischen der Ausstellung einer einmaligen Fahrkarte auf Originalpapier und Postversand und dem Ausdruck am Automaten. Beim einen kann man behaupten, die Fahrkarte sei bei der Post verloren gegangen (der Versand erfolgt ja ohne Tracking-Nummer), beim anderen müßte man, um zu behaupten, der Automat hätte ein unbedrucktes Papier ausgespruckt, zumindest ein unbedrucktes Fahrkartenpapier haben.
Die technische Limitierung, daß sich BahnTix nur einmal abholen lassen, existiert ja schon, die Betrugsmöglichkeit des mehrfachen Ausdrucks, die beim klassischen Onlineticket durch Vorlegen der ID reduziert wird, ist ja schon dadurch nicht mehr gegeben.
Mutmaßende Grüße,
der Colaholiker
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